Die Ernte dieses Sommers war der unterschiedlich dieses Jahr.
Der nasse und kalte Start war für viele Pflanzen nicht so gut. Die Tomaten zB. fingen viel zu spät an zu blühen. Dagegen hat die Hitze im Sommer für einen Wachstumsstopp bei den Kartoffeln geführt.
Was ich das erste Mal getestet habe, sind Auberginen. Die letzten habe ich nun erst geerntet und verarbeitet.
Die Chilis haben sich auch zum Schluss noch gut gehalten und sind errötet.
Davon habe ich Tapas gemacht, bzw eingelegte Auberginen.
Stellt Euch ganz saubere Gläser bereit. Dazu gutes Olivenöl, etwas Salz, vielleicht noch Oregano. Ich habe eine scharfe Schote dazu gegeben, Knoblauch schmeckt aber auch, oder Pfeffer. Nun schneidet Ihr die Auberginen in Scheiben und bratet diese in der Pfanne an. Es geht vor allem darum, die Feuchtigkeit heraus zu bekommen, daher lässt den Deckel Mal weg. Natürlich entfalteten sich durch das Braten auch Aromen. Einmal wenden und dann das Glas vorbereiten. Legt die scharfe Schote (oder was Ihr mögt) unten in das Glas. Kräuter nach Wunsch dazu, das Salz kommt zum Schluss auf die letzte Scheibe, es verteilt sich mit dem Öl.
Nun schichtet Ihr die Auberginen ganz heiß in das Glas und füllt dabei auch schon etwas Olivenöl dazu. Druckt die Scheiben ruhig etwas runter. Wichtig ist, dass sie unter dem Öl sind. So sind sie von der Luft abgeschnitten und halten sich etwas. Zügig arbeiten und den Deckel verschließen.
Lasst die Auberginen mindestens eine Woche ziehen.
Serviervorschlag: als Tapas mit einer Scheibe Brot drunter
In NRW fing die Woche eigentlich gut an, mit einem freien 1. November. So verkürzt sich eine Arbeitswoche automatisch, wirft mein Zeitgefühl aber noch mehr um. Erst diese unnötige Zeitumstellung und dann fühlt sich der Mittwoch irgendwie verkehrt an. 🙂 Ach, frau hat immer etwas zum Jammern.
Ruhig ist der Monatswechsel hier abgelaufen. Kein großer Halloween Kram. Der Hund ist leider dann in eine Scherbe gelaufen. Erst haben wir gedacht, es ist gar nichts passiert, bald offenbarte sich doch noch ein kleiner Schnitt. Aber es ist wirklich eine recht kleine Verwundung, eine Behandlung unsererseits und ab und an ein Verband und es ist schon fast überstanden.
Aber er konnte so schön schmollende leiden
Er war meistens auch brav und brauchte gar nicht so oft einen schützenden Verband.
Am Ersten des Monats habe ich Euch im Rahmen des Jahresprojektes ein hübsches Vögelchen vorgestellt, incl. dem dazu geschnitzten Druck.
Nun stellte ich fest, dass meine Schnitzplatten zur Neige gingen. Ich habe mich diese Woche auch bei der Adventspost vom „Post Kunst Werk“ angemeldet und da wird entweder mit Schablone oder/und Stempel gearbeitet. Es hat sich recht schnell eine Idee im Kopf festgesetzt und dafür benötige ich eine größere Fläche zum Ausarbeiten. Mit ca 30 Minuten Fahrt erreicht man hier einen KreativVersand der auch ein großes Ladenlokal hat. Oft fahre ich da nicht hin, man findet einfach zu viel und außerdem überlegen wir mittlerweile viele Fahrten. Aber die Bastelläden in den Innenstädten haben das entweder nicht oder viel zu klein (und trotzdem teuer). Ach, Frau hat Wünsche. Und gerne lieber einmal Gewünschtes auch in die Hand nehmen.
Endlich Mal wieder ein Foto für Juttas „Close to the ground“ Ich mag, wie zwischen dem Vergänglichen das Grün spriest
Die Fahrt ist eigentlich immer wunderschön. Die Sieg schlängelt sich durch ein enges Tal, Nebel steigt auf und es erscheint sogar ein Regenbogen. An manchen Stellen fließt der Fluss so ruhig, dass sich darin der (fast) weiße Silberreiher spiegelt. Ich fahre durch so kleine wohlklingende Orte wie Stein oder Bach. Natürlich kann ich Euch keine Fotos der Herbststimmung zeigen, denn es ist nirgends eine Haltemöglichkeit im engen Tal gegeben. Aber manchmal kann frau auch einfach nur gucken. (Beim Autofahren sollte man das eh auf die Straße, keine Sorge, so habe ich das auch gemacht, aber wenn man eh langsam fahren muss, reicht auch ein Seitenblick)
Astrid hat mir Mal einen Brief mit einem masking tape geschickt, der mich zu dem kleinen Stempel inspiriert hat, er soll wie eine Borde funktionieren, ist aber irgendwie zu unruhig.
So langsam muss meine Adventsplanung voranschreiten. Die nächste Woche wird auch besonders. Ich mag die Tage vor dem 11. nicht. Das hat nichts mit Karneval zu tun. Und gleich einen Tag später hat der Sohn Geburtstag. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. So ist meist der ganze November. Melancholie
Ein mehrteiliger Stempel, inspiriert durch das Cover des Buches „Linoldrucke“ von Elise Young, welches Ulrike mal vorgestellt hat, soll entstehen. Wild sieht es noch aus.
Der stimmt dafür etwas heiterer
Hier kitzelt die Sonne die Nasenspitze und die Ohren werden kalt, wenn wieder Mal die Mütze heute morgen vergessen wurde.
Heute stelle ich Euch wieder ein kleines, munteres Vögelchen vor. Wenn man das Glück hat, diesen hübschen Vogel zu sehen, dann ist er eigentlich nicht alleine. Huschend, von Ast zu Ast, Busch zu Baum hüpfen und fliegen sie schnell, immer auf der Suche nach Insekten. In lichten, aber gerne etwas feuchteren Laubwäldern, Parks und Gärten mit Strauch- und Baumbestand sieht man die geschickten Kletterer an den äußeren Ästen. Darauf sind sie spezialisiert. Im Winter habt Ihr die Chance sie auch an Meisenknödel zu beobachten. Dann nehmen sie auch kleine Körner, Knospen, Flechten und Beeren in den Speiseplan auf.
Die kleinen Schwanzmeise, dass ist der Vogel, den ich Euch diesmal vorstellen mag, kommen eigentlich immer in kleinen Trupps vor. Um an den äußeren, dünnen Ästen gut balancieren zu können, haben die kleinen Vögel ihren namensgebenden Schwanz. Manchmal hängen sie nur an einem Fuß, halten sich dabei aber immer geschickt fest. Kopfüber hängend können sie sogar ihren Körper um 90° drehen und behalten so ihr Umfeld immer gut im Blick.
Zweidrittel Schwanz und eindrittel rundlicher Körper, nur 13 – 15 cm gross. Sie erinnern schon sehr an Meisen. Aber die Vögel mit dem lateinischen Namen aegithalos caudatus sind nicht mit den Meisen (Kohlmeise, Blaumeisen usw) verwandt und gehören zu einer eigenen Familie. Es gibt eine „südliche“ und eine nordische Art in unseren Breiten. Einen weißer Kopf mit schwarzen Scheitelstreifen schmückt den Vogel mit dem weiß-rosa Gefieder und den wir eher hier sehen. Der aus den nordischen Gebieten hat einen rein weißen Kopf und einen kürzeren Schwanz. Diese kommen uns gerne im Winter besuchen. Wenn wir ihm ganz nah in die Augen schauen könnten, würden wir das gelbe Augenlied sehen. Aber nur die Altvögel sind „geschminkt“. Ornitologen unterscheiden sogar vier Typen dieses Sperlingvogels.
etwas älteres Aquarell
Sind es nicht hübsche Vögel? Sie bauen auch wunderschöne, ovale, geflochtene Nester zwischen Zweigen, gut und stabil versteckt. Seitlich (zur Sonnenseite) gibt es ein kleines Einflugsloch. Dafür brauchen sie einen Monat und dann ist es von außen gut getarnt mit verwobenen Flechten. Ausgepolstert mit weichen Materialien bietet es innen Platz für sieben bis zwölf gesprenkelte Eier. In der Brutzeit sind diese geselligen Vogel dann kurzzeitig nur als Brutpaar unterwegs. Aber schon die Aufzucht ist wieder gemeinsam mit dem Trupp. Im Winter rücken sie zum Schlafen auch ganz dicht und wärmend zusammen. Sehr soziale Vögel also.
Erst wollte ich nur einen einzelnen Vogel schnitzen, aber sie treten ja in Trupps auf, so wurden es zumindest zwei
Die Vögel halten zusammen und achten auf ihr Territorium. Traut man den kleinen weiß-rosa Federbällen gar nicht zu, oder? Aber dieser Zusammenhalt hilft zB, dass viele Jungvögel durchgefüttert werden. Dabei helfen nämlich Tanten und Onkels mit.
Immer, wenn ich versucht habe, auf Spaziergängen die Vögel zu fotografieren, bin ich gescheitert. Sie sind für meine Kamera mit der Zeitverzögerung des Auslösers (darüber habe ich schon oft geflucht, auch wenn es nur kurz ist) zu flink unterwegs. Meist wurde ich auf sie aufmerksam durch ihr rhythmischen Gepiepe und die huschenden Bewegungen aus dem Augenwinkel. Denn sie sind eigentlich weit verbreitet und vielleicht kennt Ihr sie eher unter dem volkstümlichen Namen „Pfannenstielchen“. Auch ein passender Name, nicht wahr?
Ich drücke die Daumen, dass Ihr die kleinen Akrobaten mal beobachten könnt, auf einem Spaziergang durch das nun licht werdende Laub oder wenn sie als Trupp in den Garten einfallen. Es macht viel Spass, ihnen zuzusehen.
Vielleicht hat Euch diese weitere Vorstellung eines weiteren „flatterhaften Tiers“ wieder gefallen.
So langsam kommen wir mit unseren Jahresprojekten schon in Richtung Zielgeraden bei Andrea Zitronenfalterin, auf deren Blog alle Teilnehmerinnen der Jahresprojekte sich wieder treffen und verlinken
Die Zeit eilt, die Blätter fallen, der Sahara Staub zieht und schon ist der Monat fast wieder vorbei.
Zeit, ein wenig zusammen zu fassen:
Buchbesprechung
Im Oktober habe ich beim Halloween Blog Hop von Ulrike mitgemacht und meine kleinen Bastelein gezeigt (schnell noch zu fertigen, wenn Ihr noch Deko für den 31. benötigt). Die Fledermaus war auch ganz am Monatsanfang das Jahresthemen – Flattertier und ich habe dabei festgestellt, dass sie eigentlich gar nicht so gruselig ist. Ein Bilderbuch, welches mit den Erwartungen und Vorurteilen in Gestalt von Märchenfiguren spielt, wurde im Oktober hier vorgestellt worden. Am zwölften habe ich 12 Bilder gezeigt und der dritte Sonntag im Monat gehörte mit einem Freilichtmuseums Besuch dann Kristinas Monatsspaziergang. Der war so schön, mit eine besonderen Vogelbegegnung und einer Erklärung, warum die Kartoffelernte so klein ausfiel (unsere Kartoffeln mögen keine Hitze).
Ich habe es sogar geschafft, mal wieder bei Holunderblütchen einen Strauß zu zeigen. Insgesamt war es ein warmer Oktober, besonders diese Woche. Nicht nur von der Themperatur her. Warme Farben, warmherzige Menschen um mich, warmherzige Gesten. Einen warmherzigen Seniorennachmittag zB., zusammen mit Freundinnen organisiert. Viele kleine Momente in der Familie, die so groß sind. Der Liebste, der im Dunkeln noch Quitten aufhebt, obwohl ich eigentlich noch viele habe, er aber weiß, wie gern ich Quitten mag. Und es gar nicht mag, wenn sie vergammeln. Ich bin da ein wenig verrückt.
Außerdem habe ich wohl jetzt den Dreh mit schmackhaftem Kimchi raus. Ich habe festgestellt, dass Drehverschlüsse dabei nicht so gut funktionieren und wie viel Salz ich nehmen muss und dass das Wasser nur warm sein darf (was logisch ist, wg. den Milchsäurebakterien) und das etwas Kräuter nicht schaden. Leckere Farben sind es definitiv.
Jersey-Lilie in pink und Nachtkerze in gelb
Die Jersey Lilie gibt noch Mal alles. Ist das nicht eine starke, pinke Farbe? Es ist auch so warm draußen, die letzte Nacht hatte hier rekordverdächtige 20°C. Bienen sind fleissig unterwegs und finden eigentlich kaum noch Nektar. Hier seht Ihr allerdings eine Schwebefliege, die ganz verrückt war nach dieser Blume.
Von der Teilverfinsterung der Sonne habe ich nicht viel mitbekommen. Es gab ja eh immer wieder dichte Wolken. Finster genug sehen viele Menschen hier gerade ihre Zukunft. Wenn man da mal mit einem offenen Ohr zuhört… Dabei wird vieles viel schwärzer dargestellt, als es in Wirklichkeit ist. Unsere Stromversorgung zB., denn noch nie wurde so viel Storm in Deutschland aus Windkraft hergestellt, wie dieses Jahr und dabei sind noch ganz viele Räder abgestellt worden, weil es zu viel Strom gab.
Ist das Highlandkalb nicht zuckersüß? Ich liebe es, sie zu beobachten. Immer wieder kann ich dort stehen bleiben und schauen. Unglaublich zutraulich sind sie und nicht aus der Ruhe zu bringen, selbst mit Kälbern. Das schaffen wir Menschen wohl nicht immer.
Jetzt muss ich noch einen letzten Schliff beim neuen „Flatterhaft Beitrag“ durchführen, für den November. Der dunkelste Monat des Jahres. Auch da werden wir Gutes und nicht so Gutes bekommen. Jetzt husche ich aber noch schnell und etwas verspätet zum Samstagsplausch
Innerhalb kürzester Zeit fallen nun die Blätter. Waren es erst vor allen Dingen so unglaublich schöne Farben, mit denen uns die Bäume und Pflanzen erfreuen und erfreuten, so kann man nun dabei zusehen, wie die Pflanzen sich auf den Winter vorbereiten und ihr Blattwerk zu Boden fällt.
So mancher Nachbar flucht still vor sich hin, derweil er Blätter zusammen fegt. Dabei kommt dann so ein Föhn vorbei und wirbelt eh noch mal alles durcheinander. Auch die menschliche Verfassung. Erkältungen geben sich die Klinke in die Hand, immer mit der bangen Frage, ob es nicht mehr ist. Aber das ist nun mal so.
So ganz einfach war die Kleiderwahl morgens wirklich nicht, mal warm und feucht, dann kalt und feucht. Meist hatte ich genau die falsche Jacke angezogen. Aber da ich im Herbst am liebsten im Zwiebellook rumlaufe, war mir nie zu kalt. Ach ja, Herbstwege, dunkel sind sie jetzt vor allen Dingen.
„Der Oktober“ von Erich Kästner (aus meiner Gesamtausgabe im Athenäum Vlg.)
Fröstelnd geht die Zeit spazieren. Was vorüber schien, beginnt. Chrysanthemen blühn und frieren. Fröstelnd geht die Zeit spazieren. Und du folgst ihr wie ein Kind.
Geh nur weiter, bleib nicht stehen. Kehr nicht um, als sei’s zuviel. Bis ans Ende musst du gehen, hadre nicht in den Alleen. Ist der Weg denn schuld am Ziel?
Geh nicht wie mit fremden Füßen und als hättst du dich verirrt. Willst du nicht die Rosen grüßen? Lass den Herbst nicht dafür büßen, dass es Winter werden wird.
Auf den Wegen, in den Wiesen leuchten, wie auf grünen Fliesen, Bäume bunt und blumenschön. Sind’s Buketts für sanfte Riesen? Geh nur weiter, bleib nicht stehn.
Blätter tanzen sterbensheiter ihre letzten Menuetts. Folge folgsam dem Begleiter. Bleib nicht stehen. Geh nur weiter, denn das Jahr ist dein Gesetz.
Nebel zaubern in der Lichtung eine Welt des Ungefährs. Raum wird Traum. Und Rausch wird Dichtung. Folg der Zeit. Sie weiß die Richtung. „Stirb und werde!“ nannte er’s
Endlich wieder einen Strauß den ich auch bei Holunderblütchen zeigen kann. Ein letztes buntes „Aufbäumen“ von Herbstblumen, ein Farbenfeuerwerk macht uns den Abschied in Richtung grauem November doch etwas leichter. Leider ist nichts davon mehr aus dem Garten, sondern im Hofladen so gekauft. Im Garten leuchten nur noch letzte Quitten und werden wohl dieses Wochenende verarbeitet, (ach, was für ein Duft) und vereinzelte Rosen und Astern.
Habt ein schönes Wochenende und macht es Euch gemütlich!
(Ps: wer sich bezüglich des Textilbildes oben fragt, dieses hat meine Mutter in der Ausbildung gestaltet und es zeigt einen Stierkampf. Leider sieht man nicht wirklich die verschiedenen Schichten und Figuren auf dem Foto)