Dieses Jahr habe ich mit den Quitten eine etwas andere Marmelade gemacht. Von 8 großen Apfelquitten habe ich rund um das Kerngehäuse die Schnitze abgeschnitten und kleiner geschnitten. Dann wurde eine Bioorange mitsamtSchale kleingeschnitten und untergemischt. Drei weitere habe ich geschält und ebenfalls dazu getan. Wer den stärkeren, bitteren Geschmack der Schalen gerne mag, kann alle Schalen dran lassen.
Nun wurde das ganze mit etwas Flüssigkeit erhitzt bis es für die Flotte Lotte zum Durchsieben fertig war. Nun folgte die entsprechende Menge Gelierzucker und Gelierhilfe (ich mag es nicht so süß) und alles wird noch einmal erhitzten. Nun die zähe Masse zügig und heiß in sterile Gläser füllen.
Die Idee ist nicht von mir, sondern aus dem Buch „Tweed Time“ von T. Baumgärtner, welches ich gerade aus der Bücherei entliehen habe. Ich habe es nur ein wenig an meinen Geschmack angepasst. In dem Buch mag ich gerade sehr gerne stöbern. (Auch, weil Sie viel über Schottland schreibt)
Hmmm, auf frischem Brot oder Brötchen einfach nur lecker!
Wer mehr zu Quitten und was ich damit gemacht habe lesen will hier und hier lang
So ganz bin ich noch nicht wieder aus der Pause wieder da. Wie Ihr vielleicht aus den Kommentaren des letzten Beitrags entnehmen konntet, waren (und sind noch) hier alle krank. Vermutlich gleich mitgebracht aus zwei Arbeitsstätten hatten wir alle ziemlich zeitgleich Covid.
Aber heute geht es ganz langsam besser und außerdem hat der Jüngste Geburtstag. Für den es nur leider nicht einmal einen Geburtstagskuchen gibt. Aber das wird nachgeholt.
So, lange Rede (ja, für meine Watte im Kopf und den Zitterhänden) kurzer Sinn, hier kommen 12 Bilder des Alltags am 12.11.23.
Endlich, Trotz aufwecken durch Husterei habe ich mal gut und mehr geschlafen. Mein Blick fällt auf die liebe Post dieser Woche: Manos wunderschönes Blaukehlchen, Ulrikes gedruckter Martinsgans und dem lustigen Schnappschuss von Nicoles Martinsgänsen. Danke Euch noch einmal ganz herzlich!
Erst einmal einen Kaffee ohne Koffein aber mit Milch und KurkumaMix.
Und die Sonne guckt raus. Ich sehe, wie weit der Herbst fortgeschritten ist. Und sehe auch überall die Arbeit. Aber heute nicht und dann alles nach und nach.
Wenigstens etwas Deko (die braucht die Mama mehr als der Sohn)
Schon etwas ausgepackt.
Dann wieder etwas Sofa und ich fange an und nähe ein Körnerkissen mit der Hand (habe keine Nähmaschine) und lasse mir sehr, sehr viel Zeit. (Hand-Augen-Koordination testen 😉) Aber sehr weit komme ich nicht.
Ich habe etwas sehr Schönes letztens gesehen, was ich nachmachen möchte und es gab sogar noch einen Korken hier im Haus dafür, mehr wird später gemacht und noch später bestimmt gezeigt.
Ich schau Buster Keaton als Sherlock Jr. Der war so genial. (Und ich kann es auf ganz leise stellen, Stummfilme eben).
Das Sofa bleibt dann auch meine Hauptattraktion. Ich habe wohl ziemlich lange noch mal geschlafen.
Zur Feier des Tages würde aber bestellt. Ich hab es schon gemütlicher gemacht.
Und damit verschwinde ich schon ganz schnell wieder. Die nächsten Tage schaue ich dann aber erst bei Euch. Bleibt gesund!
Und nun zur Linkparty von Caro, die all unsere Alltagsbilder sammelt.
Heute möchte ich über einen Vogel schreiben, den Ihr alle kennt! Ja, ich wage diese Behauptung aufzustellen.
Vielbesungen, in Gedichten, voller Rätsel für den Mensch, in ein Häuschen gesteckt…und doch hat fast niemand von uns ihn schon einmal in Echt gesehen.
„…wer wohl am besten sänge, wer wohl am besten sänge,… Kuckuck Kuckuck IAaaa, Kuckuck Kuckuck IAa…“
Das Kinderlied um „Der Kuckuck und der Esel“ kennen sicher auch heute noch ganz viele. Genau wie „Kuckuck, Kuckuck, ruft’s aus dem Wald“. Hoffmann von Fallersleben (der auch unsere Nationalhymne schrieb) ist für beide Kinderlieder verantwortlich.
Ja, der Vogel, der ständig seinen eigenen Namen ruft und eine besondere Aufzuchtmethode hat, ist heute mein neuer Monatsvogel. Cuculus canorus, so sein lateinischer Name und alleine in seiner Ordnung und Familie der Kuckucksvögel, bzw Kuckucke.
Nun, es gibt nicht nur dieses Tier, welches nach seinem Ruf benannt ist, mir fällt da gleich der Uhu ein. Aber sein Gesang ist, zusammen mit der Tatsache, dass er seine Eier in fremde Nester legt, einfach in unser Hirn gebrannt. Dabei ist der Frühlingsbote noch viel faszinierender.
Im April landet der Zugvogel, aus Südafrika oder -asien hergeflogen, im hohen Geäst. Nun sucht er mit seinem unverwechselbaren Ruf nach einer Partnerin.
Früher wussten die Menschen nichts von Zugvögeln. Der Kuckuck sieht im Flugbild und Federkleid dem Habicht ähnlich. Daher dachten die Menschen früher, wenn der Kuckuck ‚verschwand“, er verwandle sich in den Raubvogel.
Typisch sieht man die langen schmalen Flügel neben dem Körper und den sehr langen Schwanz, sowie die stechend wirkenden, gelben Augen
Wenn nun das Weibchen nach der Kuckuckshochzeit Eier legen will, so wird keine eigene Aufzucht betrieben. Wie wir wohl alle wissen, legt das Kuckucksweibchen ihre Eier in fremde Nester. Etwa zehn Stück muß der große Vogel unterbringen. Immer ein Ei in ein fremdes Nest. Genau wird beobachtet. Es wird die Vogelart ausgesucht, die schon das Elternteil aufgezogen hat.
Stempelschnitzerei
Nun, Ihr werdet Euch fragen, warum die Vögel den Trick nicht sofort bemerken? Hier kommt die Evolution dem Kuckuck zur Hilfe! Sein Ei hat sich dem der Wirtseltern angepaßt! Das fremde Kuckucksei ist nur etwas größer, Farbe und Struktur sind gleich. So legt zB der Gartenrotschwanz wunderschöne, türkisfarbene Eier, das Kuckucksei hat dann genau diese Farbe, nur im direkten Vergleich sieht unsereins den Größenunterschied.
Wenn man bedenkt, dass der Kuckuck auf dem Ast recht gedrungen sitzt (was mir bei der schnellen Skizze nicht gelungen ist) Dieser Jungvogel hat schon die langen Schwanzfedern und wird langsam graubraun.
Nun haben die Eltern alles getan und genau wie sie einzeln zu uns geflogen sind, verschwinden die Kuckucke wieder in ihre südlichen Gefilde.
Neues Kartenmotiv! Aus meinem Bestimmungsbuch
Aber nicht jede Trickablage gelingt. Etwa jedes dritte Ei wird als Fremdkörper erkannt und dann wird das Nest verlassen. Manche Vogelarten lassen sich mehr überlisten als andere.
Man sollte doch meinen, dass mindestens nach dem Schlüpfen die Vogeleltern den falschen Nestbesetzer erkennen. Dieser schlüpft nämlich vor den „Geschwistern“ und noch blind und nackt schmeißt das Kücken die eigentlich heimischen Eier raus.
Irgendwie ist der Elterninstinkt so stark, dass er alles andere ausblendet und die viel kleineren Singvögel den Kuckuck groß ziehen. Schon in der Antike wußte man von dieser Besonderheit. Aristoteles beschreibt seine eigenen Beobachtungen. Er überlegte, dass die Kuckucke wohl kein fähigen Elternteile seien. Sich dessen bewußt, überlassen sie die Aufzucht den anderen Vogeleltern. Im 18. Jhd. vermutete man, der Körperbau wäre nicht zur Brut und Aufzucht geeignet. Ein Jhd. später unterstellte Brehm dem Kuckucksweibchen gar einen liederlichen Lebenswandel. Netterweise war er aber doch der Meinung, dass sich der Mensch nichtsdestotrotz dem Schutz dieses Vogels, dem Frühlingsboten, widmen sollte.
Bewundert und geliebt wird dieser unauffällige, graue, scheue Vogel. Allein im Liederbuch „Des Knaben Wunderhorn“ sind sechs Lieder. Der Begriff „Wolkenkuckucksheim“ stammt aus der antiken Komödie „Die Wolken“ von Aristophanes, der etwas Sorglosigkeit mit dem Vogel verband. Charles Darwin war es, der den evolutionären Vorteil im Brustverhalten des Kuckucks sah. So konnten die Eltern früh zurück in ihre Heimat. Der Jungvogel hat keine Nahrungskonkurrenten. Die Genetik muss den Jungvögeln die Wege gen Süden mitgegeben haben, denn ihre leiblichen Eltern konnten es nicht vermitteln. Auch ziehen diese Vögel nicht in Schwärmen, sondern einzeln. Übrigens, wenn im Sauerland einer zu hören war und man Geld in der Tasche hatte, bedeutete das, daß sich dieses vermehren würde, der Kuckuck brachte Glück. Gibt es den Glauben auch bei Euch?
Der taubengroße Kuckuck mit seinem langen Schwanz und dem spitzen Schnabel frißt gerne Raupen. Seine spitzen Flügel hält er oft charakteristisch leicht vom Körper nach unten. Bei seinen Zehen zeigen zwei Krallen nach vorn und zwei nach hinten.
Der Kuckuck ist also definitiv nicht egoistisch, sondern hat eine biologische Nische gefunden. Der scheue Vogel hat eine Möglichkeit erarbeitet, für seine Art eine gute Überlebenschancen zu sichern.
Übrigens ist der Kuckuck auf der roten Liste als gefährdet aufgeführt, oft ist er stärker lokal verbreitet. Er kommt nicht überall vor. Und da er gerne lichte Laub- und Nadelwälder mag, aber auch an Binnengewässern „nistet“, werden wir stadtnah Wohnenden ihn wohl nicht hören. Und sein Gesangsrepertoire umfasst auch ein „Lachen“ und „glucksen“ (chä-chä… und glük-glük, letzteres nur Weibchen).
Über den Kuckuck könnte ich noch viel mehr schreiben. Wie sein Name sich bei anderen Tierenamen wiederfindet, weil sie ähnliche Strategien entwickelt haben. Wo er sich überall in der Literatur und Alltag wiederfindet (die Kuckucksuhr sollte wohl erst einen Singvogel bekommen, aber der Kuckucksruf ist doch so besonders, dass er es in das Türchen geschafft hat, da gibt es viele Legenden um diese Uhr und das ist eine ganz andere Geschichte).
So bringe ich als Herbstbeitrag zum Jahresprojekt diesen Monat einen Frühlingsboten. Seht es als Aussicht auf die hellen Tage, die dem dunklen Winter folgen werden.
Oh, wie schnell dieser Monat vorbei geht. Nur noch wenige Tage und wir landen im grausten Monat des Jahres. Aber hier kommt ersteinmal mein Rückblick auf den bunten Oktober, den Birgit wieder für uns sammelt.
Diesen Monat habe ich beim BlogHop von Ulrike wieder mitgemacht, jeden Tag im Oktober kommt ein Beitrag einer Bloggerin und auch Ulrike verwöhnt uns mit vielen Beiträgen. Was ich mir dazu ausgedacht habe, sehr Ihr hier.
Natürlich durfte der Vogel des Monats für das Jahresprojekt nicht fehlen, der Schwarzstorch. Gerade arbeite ich noch unter Zeitdruck am nächsten Vogel, diesmal bin ich spät dran, denn ich mag es, wenn der Beitrag den neuen Monat „einzwitschert“. Eigentlich sind es ja gar nicht nur Vögel, welche ich portraitieren mag, aber dieses Jahr scheint es federlastiger zu werden. Erst gestern konnte ich einen männlichen Habicht (Terzel), welcher große Beute geschlagen hatte, beobachten. Aufmerksam war ich geworden durch all die ganzen Rabenvögel, die in einer wahren Kakophonie auf ihn einstürzten. Elstern, Krähen, Eichelhäher umkreiste ihn. Als er samt Beute davonstrich, konnte ich trotz fotobereitem Handy in der Hand, nur mit offenem Mund, staunend hinterher glotzen. So ist das bei mir oft mit Naturbeobachtungen.
Gern gelesene Bücher wurden gezeigt, neue Stempel, Blumen und Kuchen und Natur sowieso. Denn im Sauerland wurden Pilze und Elfenwohnungen gesichtet und auch ein Geburtstag gefeiert. Die Heizung läuft wieder und der Ofen hat uns Wärme in der Zeit ohne sie gegeben. Tagsüber ging es ja, aber am Abend wurde es (auch durch den nun einsetzenden Regen) klamm. Erntezeit war es noch am Anfang des Monats. Gut zu tun war es sowieso, daher weniger digital möglich.
Nun startet nächste Woche der graue November. Immer wieder ein Monat den ich mag und auch gar nicht mag. Er hat Schönes und Trauriges so dicht beieinander.
Alles Liebe und Gute für Euern November also
Land der tausend Berge
Der Frühling ist zwar schön; doch wenn der Herbst nicht wär’, wär’ zwar das Auge satt, der Magen aber leer.