Neues und Altes

Hallo Ihr Lieben!

Und? Wie fühlt sich das neue Jahr so an? Viel Neues oder alles beim Alten geblieben? Es wird wohl eine Mischung sein. Und wir hatten ja auch jetzt schon ein paar Tage zum *Eingewöhnen*.

Bei Papierliebe am Montag geht es auch um dieses Thema und das fand ich wirklich so gut, dass ich gleich überlegt habe, wie ich es umsetzen könnte. Nicht das dieses Thema im normalen Alltag nicht sowieso allgegenwärtig ist.

Nachdem ich letztens schon dem Klassiker *Moby Dick* eine paar Stempel gewidmet habe, nehme ich mir diesmal diesen *alten Schinken* vor:

 

Jules Verne mit den Abenteuerromanen um Kapitän Nemo und dem Tiefseeboot Nautiluis.DSCN4050

Sowohl *20.000 Meilen unter dem Meer* als auch der Band *Die geheimnisvolle Insel*, in der die Nautilus noch mal eine Rolle spielt, habe ich als Kind verschlungen. Eigentlich fehlt mir noch ein Riesenkraken, der die Nautilus angreift, aber der kommt noch. Ich fand den Anglerfisch, obwohl er ja nicht im Roman explizit beschrieben wird, viel interessanter. Und ich wollte die Nautilus gestalten, dieses U-Boot, welches sogar Schiffe rammen kann, in einer Zeit, wo das wirklich SF war.

DSCN4047

Also habe ich dem alten Klassiker, der es in die Neuzeit geschafft hat, ein paar Stempel gewidmet. Aber vor allen Dingen über den Anglerfisch habe ich mich so gefreut, dass ich diesen Beitrag auch zum Freutag schicke. (Und nicht nur ich, meine Söhne finden den auch faszinierend, ich glaube auf den Stempel muss ich aufpassen!)

DSCN4055

Beim Recherchieren habe ich so einige tolle *Ungeheuer der Tiefsee* wiederentdeckt. Am liebsten würde ich da noch mehr von schnitzen. Kennt Ihr diesen Fisch mit dem langen Körper und dem grossen dreieckigen Maul? Oder der Vampirtintenfisch und der Riesenkalmar? Den Blobfisch würde ich jetzt nicht unbedingt als Motiv nehmen, aber genug Quallen gibt es noch zur Auswahl, sowie diverse Fische mit Riesenaugen und/oder langen Zähnen und speziellen, grafisch sicher interessanten, Körperpanzerungen. Der Drachenfisch hat sogar Zähne auf der Zunge. Nu, wo man nicht viel sieht und es auch nicht so reichlich Beute gibt, da muss man dann sicher sein, wenn man mal etwas geschnappt hat, dass man es auch behält.                                                                                     Oh man, wie Maike schon feststellte, wir dürften manchmal nur eine halbe Stunde am Tag die Augen öffnen, sonst sehen wir überall Motive.  Macht ja auch nichts. Eigentlich muss ich nur aufpassen, dass ich mich nicht verzettele und genug Zeit und Material da sind. So war ich am Dienstag noch bei grünen und bunten Pflanzen, gegen das Winter Grau und jetzt bin ich in der Tiefsee.

Jetzt suche ich nur noch ein paar Seekarten und stempel dann wild Meeresgetier darauf. (Mal sehen, sind hier ja nun eher etwas weiter weg vom Meer, aber wer suchet der findet.)

DSCN4055 2

Wünsche Euch alle schon mal ein schöne Wochenende!

Ps.

Habe gerade im Regal meines Mannes das Buch *Ware Monster* von Caspar Henderson entdeckt. Das muss ich im Zusammenhang mit Tiefseefischen und anderen Welten unbedingt hier mal vorstellen….

gegen das Grau

Hallo Ihr Lieben.

Die Natur zeigt sich immer wieder von so vielen Seiten. Durch viel Regen und Schneeschmelze gibt es wieder ein Hochwasser, welches wir wohl nur bestaunen, wenn wir nicht betroffen sind.

Am Wochenende sind wir in den Siegauen etwas spazieren gewesen. Der Hund fand das auch total spannend. (Irgendwie waren wir auch Hochwassertouristen, auch wenn wir ganz nah wohnen.) Hier hat man bewusst die Wiesen neben der Sieg als Naturschutzgebiet angelegt, um auch dem Hochwasser mehr Raum zu geben. Es ist immer wieder beeindruckend, wie die Natur ihren Weg geht.

DSCN4017

Verschiedene florale Formen haben mich auch zu Stempeln inspiriert – neben diesen wunderbaren alten Kissenhüllen, die ich mal im Sozialkaufhaus gefunden habe. Außerdem habe ich einfach so eine Sehnsucht nach Grün und Bunt. Dabei hat der Winter doch gerade erst angefangen. Habe allerdings auch noch einige Blätter mehr in Planung.

DSCN4041

DSCN4039

Ich mag diese einfachen Strukturen von Pflanzen, die sich dann in komplizierte Formen verwandeln können. Die Natur ist der grösste Designer!

 

 

Kurz vor dem Blühen steht meine Orchidee. Fragt mich bloss nicht nach Name oder Sorte. Meine Mutter hat mir mal einen Ableger geschenkt. Ich liebe vor allen Dingen diesen Blütenstand. Kurz vor der Blüte erinnert die Form doch eher an eine Distel. Die einzelnen Blüten haben so zarte Farben und Formen, wenn sie erblühen. (Pflegeleicht ist sie auch noch.)

Das ist doch ein guter Kampf gegen das „Grauingrau“ des Winters, oder?

Euch eine schöne Woche und ab mit den Stempeln noch mal zum Creadienstag.

Feinarbeit

Hallo Ihr Lieben.

Eulen sind für mich etwas Besonderes. Diese Raubvögel, die wir fast nie zu Gesicht bekommen, weil sie erst in der Dämmerung und Nachts aktiv werden, faszinierten schon  die alten Griechen. Pallas Athene, die griechische Göttin der Weisheit, Strategie und des Kampfes, trägt auf vielen Statuen und Bildern eine Eule. Und das Sprichwort: „Eulen nach Athen tragen.“ kennen wohl die meisten. (Es kommt daher, dass Athen seinen Namen von Pallas Athene hat und man damit ein überflüssiges Wissen oder eine Tätigkeit meint. Athens Wappenvogel ist auch eine Eule.) Früher war es selbstverständlich, dass eine Scheune oder der Dachboden eines Hofes mindestens ein „Eulenloch“ hatte. Gerade die Schleiereule lebt auch in der Nähe des Menschen und ihre fleissige Mäusejagd kam den Bauern zupass. Heute achtet keiner mehr auf so etwas und der Lebensraum der Schleiereulen ist viel kleiner geworden. Dazu kommt, dass Schnee reiche Winter besonders Eulen zu schaffen machen, sie fressen nämlich kein Aas. Dies betrifft besonders die Schleiereule, denn sie ist sehr Standortstreu. Außerdem lagert sie wenig Fett ein und ihr Körper verwertet das Futter nicht optimal. Manchmal haben wir aber das Glück, dass in einem Turm nicht der Turmfalke sitzt, sondern eine Schleiereule, die lautlos über uns hinweg fliegt, wenn wir in der Dämmerung noch schnell den Hund ausführen.

 

Von allen Eulen mag ich die Schleiereule am liebsten, knapp vor dem Uhu und dem Käutzchen.

Schon länger schlummerten erste Zeichnungen in meinem Heft, Weihnachten sah ich dann bei meiner Mutter ein Trockentuch mit einer sehr bunten Eule, voller Blumen und Blätter. Da war es um mich geschehen. Und heute morgen hab ich sie dann geschnitzt.

 

 

Und weil ich mich darüber so gefreut habe, schicke ich diese Eule heute zum Freutag!

DSCN4011

Euch allen ein schönes Wochenende.

was lange währt…

Hallo Ihr Lieben. Ich hole erst mal etwas aus:

Vor über 180 Jahren läuft der Walfänger *Essex* aus seinem Heimathafen Nantucket aus. An Bord über 20 Seemänner, auf der Suche nach Pottwalen. Alltägliche Waljagd. Doch die Katastrophe, der Kampf Natur gegen Mensch, nimmt seinen Lauf. Das Walfangschiff wird von einem Pottwal gerammt und sinkt, die Überlebenden erwartet eine Odyssee auf See und nur 8 Menschen überleben.

Fast jeder kennt die Geschichte, die davon inspiriert wurde, Herman Melvilles Roman „Moby Dick“. Melville schreibt allerdings über die Geschichte vor dem Untergang des Schiffs, hier heißt es Pequod, von der Jagd nach dem weissen Wal und die Besessenheit seines Kapitän Ahab, erzählt aus der Ich – Perspektive Ismaels. Zu Lebzeiten wurde von „Moby Dick“, veröffentlicht 1851, nur an die 3000 Exemplare verkauft. Heute ist das Werk Weltliteratur und inspirierte viele andere Schriftsteller, Künstler und Filmemachern.

 

Schon als Kind habe ich das erste Mal Moby Dick gelesen, (eine kürzere Version *für die Jugend*) und natürlich den Film mit Gregory Peck als Ahab gesehen. Später habe ich dann die Originalfassung gelesen und war noch mehr beeindruckt. Natürlich kennt jeder den Ausgang, aber das Leben auf so einem Walfänger oder die Beschreibungen, der Disput Mensch und Natur, die kamen in der kurzen Version natürlich kaum vor. Ein Abenteuerroman mit der Tragik, dass wir die Natur und das Schicksal nicht bezwingen können.

Und jetzt zu meiner Überschrift, was lange währt… denn schon lange plane und skizziere ich immer wieder *Moby Dick*.  Selber gestalten, zu schnitzen, vielleicht zu nähen oder als Stoffmalerei. Ursprünglich wollte ich einen Linoldruck machen, ganz verworfen ist das auch noch nicht. Hier mein Werdegang und das Ergebnis:

 

Und weil ich es *flexibel* haben wollte, habe ich Wal, Ruderboot und Wellen einzeln geschnitzt. So kann ich auch mit 2 oder 3 Farben experimentieren, Wellen anders übereinander legen, den Wal auch alleine abbilden oder etwas drum herum malen.

 

DSCN3998

Irgendwie passt das ganze auch gerade zum Wetter, es regnet und stürmt, die Natur tobt sich aus.

Bleibt heile und gesund!

Neue Spuren hinterlassen

Euch allen ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Die Rauhnächte sind noch im vollen Gange. Die heiligen drei Könige unterwegs. Weihnachten ist noch allgegenwärtig und schon kam das nächste Fest, Silvester und damit heute Neujahr. Viele nehmen sich Neujahrsvorsätze vor, überdenken das alte Jahr, lassen Revue passieren. Passend zum vergangenen Weihnachtsbraten samt süssen Teller, Fondue oder Raclett am Jahreswechsel, gibt es in den Werbeanzeigen schon Fitness Geräte und Sportzeug.

 

 

Was möchte ich nächstes Jahr anders machen, besser machen? Habe ich Vorsätze konkret formuliert?

Welche Spuren will ich dieses Jahr hinterlassen? Denkanstöße! Rückblicke! Aussichten!

Euch allen ein gesundes und glückliches neues Jahr! Danke für Eure Besuche hier.

Auf geht’s! Hinterlassen wir neue Spuren