Frühlingsboten

Hallo Ihr Lieben.

So langsam mag ich mal ein paar Lebenszeichen hier abgeben. Gefühlt rast die Zeit gerade dahin. Ergeht Euch das auch ganz besonders im Frühling so?

Frühlingsgefühle hatte dieses Eichhörnchen jedenfalls reichlich. Ein starker Nestbautrieb ließ es direkt an der Terrassentür das Osterlamm, welches mit Schafswolle umwickelt ist, (eigentlich könnte ich nun vom Lamm eher in der Vergangenheitsform schreiben) Wolle abreißen und plündern. An den Ohrpuscheln seht Ihr vielleicht, wie regnerisch es auch immer wieder war. (Besonders dekorativ ist der Hintergrund nicht, das bitte ich zu entschuldigen.) Brr, als ich das hier gerade noch mal durchgehe, bevor ich mich zum Samstagsplausch bei Andrea setzen möchte, schüttet und stürmt es draußen schon wieder und meine Ohren sind vom Hundegang noch kalt. Dabei waren die letzen Tage so schön sonnig gewesen. Nun, so ist es eben wenn es Richtung April geht.

Am letzte Wochenende haben wir gleich ausgenutzt, dass wir in das Freilichtmuseum in Lindlar konnten. natürlich mit Anmeldung (Besucherbegrenzung) und nur in den Außenbereich, dafür aber sogar umsonst. Definitiv mal ein anderer Spaziergang und mit Vorfreude auf kommende neue Bauten (das alte Schulgebäude steht schon). Dort habe ich mir auch dieses wunderschön gestaltete Gartennotitzbuch gekauft (gibt es nur zum Selbstkostenpreis vor Ort und einigen anderen privaten Adressen). So manches altes Gärtnerwissen ist gesammelt und niedergeschrieben und viele Hinweise aus der Gartenpraxis. Auch interessant natürlich, wenn man altes Saatgut sammelt oder nutzen mag.

20 Jahre Bergische Gartenarche

Ich habe in dieser Woche einige Schritte mit einer Freundin zusammen getätigt um Einladungen für die Telefonkonferenz „unserer Senioren“ rum zu bringen. Natürlich könnte man sich das aufteilen, aber zusammen macht das viel mehr Spass. Ein wenig soziales Leben auf Abstand, zumindest dort, wo sich Aerosole sofort verteilen.

Sehr österlich-dekorativ sieht es dieses Jahr hier nicht aus. Irgendwie ist mir nicht so nach Ostern. Ich würde da so gern Familien Besuche machen. Natürlich ist das vor allen Dingen durch die aggressiven Corona Viren auch dieses Jahr noch nicht wieder (unengeschränkt) möglich, zumal die Geschwister doch weiter weg wohnen und man sich länger nicht gesehen hat. So besucht nur der Bruder mit Familie und vielen Tests im Gepäck unsere Mutter. Die Oma freut sich so sehr, die kleinen Enkelkinder zu sehen und umgekehrt!

Der erste Frühlingsmonat geht schon langsam zu Ende. Zu meinem Jahresprojekt, jeden Monat einen Vogel kreativ und in Wort und Daten vorzustellen, bin ich Euch noch obrigen Teller schuldig. Ich habe die Waldschnepfe erst mit Bleistift vorgezeichnet und dann mit Porzelan Stiften aufgemalt und eingebrannt. In Gedanken und Worten bin ich nun schon dabei, den nächsten Vogel vorzubereiten. Mir läuft nicht nur da die Zeit davon, auch die Frühlingspost wirft ihre Schatten voraus. Ich bin auf die ersten Blätter meiner Gruppenmitglieder gespannt! Es soll ein Insektenbuch entstehen, ich werde Euch bald mehr zeigen! Die erste Doppelseite mit Libellenstudien ist am Freitag gekommen und gefällt mir sehr gut!

Insekten/Collografie Vorbereitungs Beispiele

Dann wollte diese Woche auch für mich selber gebacken werden… ach, welches Backwerk nehm ich da nur? Ich denke da nicht nur an mich selber, (so viel bekomme ich doch gar nicht alleine auf) sondern auch an meine Jungs. Gäste gibt es ja sowieso wieder keine. Ich habe dann Muffins gebacken, u. A. zum Mitgeben und meine Freundin hat Kuchen für mich gebacken und vorbei gebracht, samt Tulpen Strauß. Ein kleiner Tausch. (Freitagsblumen)

Ein wirklich schönes, grosses, schweres Buch für (grosse und kleine) wissensdurstige Leser habe ich die Tage hier vorgestellt (Werbung). Durchgehend farbig, hochwertig in Worten und Herstellung . Da merkt man, dass der Verlag auch aus dem Sach- und Fachbuchbereich kommt.

Theiss Verlag

Ich sammel auch gerade einen guten Lesestapel. Sogar an Titel in Englisch habe ich mich jetzt wieder herangewagt, da die Fortsetzungen wohl nicht auf Deutsch erscheinen werden. Es war so schön, kurz mal in der Bücherei und in der Buchhandlung zu stöbern. Da bin ich so gar nicht wirklich der Online Käufer, ich lese gerne in ein Buch rein , kaufe auch mal spontan, wie einen Südtirol Krimi. In Buchhandlungen und Büchereien knubbelt es sich ja auch nicht. Gerade lese ich aber im Buchgeschenk von meinem lieben Schatz die ersten Kurzgeschichten aus dem „Powder Mage Universum“ (Fantasy) und bin wieder begeistert.

Gross ins Getümmel stürzen wollte ich mich wirklich nicht. Es hat mir schon gereicht zu sehen, wie viele Menschen shoppen gehen müssen. Husch, die Besorgung und nichts wie weg, ich bekomme fast Platzangst. Und dann der ganz Hickhack diese Woche(n) war für so manchen Mitmenschen einfach zu viel (ich schließe mich da nicht aus, mag aber nicht schon wieder rummeckern). Aber das Impfen scheint nun endlich voran zu gehen, zumindest in der Planung.

Ganz langsam klopfte dafür aber nun wirklich der Frühling an die Tür. Die Nächte sind immer noch kalt, aber wenn sie zu sehen ist, hat die Sonne schon spührbar an Kraft gewonnen: „Ist der März kühl und nass, füllt er dem Bauern Scheun` und Fass“. Alleine die Tatsache, dass es morgens schon hell ist, bringt einem doch in positive Stimmung. Ich muss unbedingt die Tomaten und verschiedene andere Samen auf der Fensterbank vorziehen, fast ein wenig spät. Wie immer habe ich da ein Platzproblem. So lange muss dann wohl mein Federbalken erst einmal weichen und Krimskrams gehört eh mal dringend aufgeräumt. Ach, die Sonne tut nicht nur den Sämlingen und Gartenpflanzen gut, auch das Wohlbefinden von Mensch und Tier ist davon abhängig.

Ist der Stern nicht einfach wunderschön? Könnt Ihr erraten, was das ist? Ja, genau, ein Blattskelett von einer Tomate und zwar der Teil, wo die Frucht dran hängt. Und wer sich fragt, welcher Vogel die Feder verloren hat, das war sehr wahrscheinlich ein Sperber, möglich ist auch ein Habicht.

So langsam werde ich mich auch wieder bei Euch vortasten. Bitte seid mir nicht böse, wenn ich es noch nicht überall mit einem Kommentar schaffe. Auch die Kar- und Osterwoche wird sicher weniger digital. Dann aber wenigstens jetzt schnell zu Andreas Samstagsplausch verlinkt und geschaut!

Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund und tapfer!

Gegen Wissensdurst

Hallo Ihr Lieben.

Ich möchte Euch ein interessantes Buch gegen Langeweile und Wissensdurst (nicht nur bei jungen Lesern) vorstellen. (Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, Ihr lest hier aber meine unabhängige Meinung dazu)

wbg-Theiss Verlag

Schon als Kind und bevor ich lesen konnte, fand ich Bücher, in denen mir „die Welt erklärt wurde“ wunderbar. Besonders Titel, die Geschichte, Dinosaurier und die Natur um mich herum erklärten. Heute möchte ich Euch so einen Band vorstellen, der vor allen Dingen Lust auf mehr macht: mehr schmökern und mehr Interessen wecken.

Energie

Sehr leicht verständlich wird aus ganz vielen Wissensbereichen, (von denen ich hier nur ein paar zeige) mit kurzen Texten und immer gut zu verstehenden Abbildungen, Wissenschaft nahegebracht. Dabei geht man nicht sehr in die Tiefe, es ist mehr wie ein Lexikon, zum Nachschlagen und „Appetit holen“. Gerade für Schüler ein breit angelegtes Werk, bei dem sich wissensinteressierte Kinder schon mal zeitvergessend verlieren können.

Feuer und Flamme
Kunststoff und Co

Von so manchem Begriff hat man schon mal was gehört, aber was es genau ist oder wofür es alles eingesetzt wird sind dann doch neues Wissen.

Auch bei Erdkunde bin ich (leider) nicht sehr gebildet.

Biologie war dann schon eher mein Bereich. Bei dieser Abbildung finde ich z.B. unheimlich gut die Art der Gelenke erklärt. Natürlich kommt der Bereich Entstehung des Weltalls, der Erde, der Arten (selbstredend auch Dinosaurier) nicht zu kurz. Aber genau so wird Klima und Klimawandel verständlich dargestellt. Sehr gut hat mir unter Anderem der Beitrag zum Entstehen von Kalendern gefallen. Auch wusste ich noch nicht, dass die ersten Münzen aus Gold nicht rund, sondern eckig waren. Diese wurden im alten China genutzt, die ersten rundlichen (bohnenförmigen) Münzen aus Elektron (einer Legierung aus Gold und Silber) wurden um 600 v Chr. in der Gegend der heutigen Türkei genutzt.

Der Herausgeber Christopher Lloyd hat für die vielen verschiedenen Bereich immer Fachleute mit in das Buch genommen. So lässt er bei der Tiefsee die Meeresbiologin Monika Bright zu Worte kommen, beim Thema Gesetz und Verbrechen den Politikwissenschaftler Jack Snyder, im Zeitalter der Entdeckungen schreibt der Historiker Lorenzo Veracini und zum Sklavenhandel der Historiker Joseph E. Inikori. So lernt man gleich auch die vielen Beruf kennen, die aus all diesen Fachbereichen entstehen: Geolog(in)en, Astronom(in)en, Zoolog(in)en, Genetiker(inen), Elektroingenier(in), Sprachwissenschaftler(innen) und mehr.

Genau wie Christopher Lloyd es in seinem Vorwort dem/der Leser(in) vorschlägt habe ich es auch gemacht: hin und her springen, blättern, verweilen, neugierig werden, das „Bekannte Unbeknannte“ entdecken und angespornt auch durch das Buch hoffentlich immer noch „voller Forscherdrang durchs Leben gehen“.

Wenn Ihr also noch eine Alternative zum süssen Osterhasen im Osternest sucht, kann ich Euch das Buch nur sehr empfehlen.

„Alles, was wir wissen und was nicht“

ISBN: 3806243115
EAN: 9783806243116
Über Raketen, Vulkane, Mumien, Bienen, Kriege, das Gehirn und unsere Zukunft.
Originaltitel: Britannica All New Kids‘ Encyclopedia.
1000 farbige Abbildungen.
Herausgegeben von Christopher Lloyd
Übersetzt von Michaela Jancauskas, Elena Mohr, Daniela Papenberg
wbg Theiss

1. März 2021 – gebunden – 383 Seiten – € 29,95

Der Artikel ist als Werbung zu kennzeichnen, das Buch wurde mir vom wbg Theiss Verlag zur Verfügung gestellt.

Verlinkt bei Andreas „Karminrotes Lesezimmer“https://lesezimmer.karminrot-blog.de/

Gar nicht nett

Hallo Ihr Lieben.

Dieses Mal habe ich einen Vogel für Euch, der vielleicht gar nicht so bekannt ist. Dafür kennt ganz sicher jede/jeder das Schimpfwort: Schnepfe.

Gar keine nette Bezeichnung für eine Frau ist dieser Name. Warum gibt dieses wirklich sehr heimlich lebende Tiere die abwertenden Bezeichnung für Frauen? Der Name für den Vogel, den ich diesmal vorstelle, ist eigentlich Waldschnepfe, kurzgefasst: Schnepfe (mittelhochdeutsch „snepfe“, althochdeutsch „snepfa“; vermutlich benannt nach dem langen, spitzen Schnabel)  Abwertend wird zu einer Prostituierten (und auch so zu Frauen als Schimpfwort) Schnepfe gesagt. Woher das kommt, mag ich Euch u. A. hier erklären:

links die Waldschnepfe, rechts eine Doppelschnepfe, Quelle mein Kosmos Vogelbuch

Die Waldschnepfe ist verwandt mit den Strandläufern, dem Brachvogel oder auch dem Grünschenkel, welche Ihr vielleicht eher kennt. Denn die Waldschnepfe ist ein sehr heimelig, einzelgängerisch lebender Vogel in unseren Wäldern. Der Vogel mit „dem langen Gesicht“ ist dazu auch in der Dämmerung am aktivsten.

Quelle, mein Buch: Unsere schöne Vogelwelt in Garten, Feld und Wald

Die gut durch das braun geflecktes Gefieder getarnte Schnepfe, hat eine ganz besondere Brautwerbung.

Wieder als Stempel geschnitzt

Bei seiner Balz fliegt das Männchen zu seinem „Schnepfenstrich“. Jedes Jahr im Frühjahr kommen immer wieder an den selben Stellen mehrere Schnepfen zusammen. Die „Herren“ fliegen im graden, dann gaukelndem, niedrigem Flug über die ausgewählte Strecke, sinken herab, um danach erneut über die Waldlichtung zu streichen. Die Männchen vollführen den Flug sehr langsam. Gut am Boden versteckt und abwartend sitzen die weibliche Schnepfe. Bei dieser Werbung ist der knarrende Ruf (des Männchen) zu hören, oft sind es auch mehrere „Herren“, die „Dame“ gibt nur leise Laute von sich. Treffen Männchen aufeinander, behindern sie sich im Fluge mit den Schnäbeln, wie im Degengefecht. Dieses Verhalten des immer wieder hin und her Fliegens hat wohl Ähnlichkeit mit jungen Menschen aufgezeigt, die (vielleicht) auch so um einander werben, zumal, (besonders früher,) auf die Rückkehr der Vögel als Frühlingsboten geachtet wurde.

Die Waldschnepfe bevorzugt eher ruhige und grosse Laub- und Mischwälder, was im zersiedelten Deutschland nicht immer ganz einfach ist. Sie ist ein Zugvogel und brütet oft in nördlicheren Ländern. Die Gelege sind am Boden und werden nur vom Weibchen betreut, welches gut aufpasst: das Gebiet sichert sie durch die optimale Lage der Augen mit einer 360° Sicht. Es gibt Beobachtungen, das die Schnepfe bei Störungen ihre Kücke nach und nach auf dem Rücken fortträgt. Lieblingsspeise sind Regenwürmer, die mit Schnabelgetrommeln auch schon mal an die Oberfläche gelockt werden, aber auch Insekten stehen auf dem Speiseplan.

Eine weitere Besonderheit möchte ich noch erwähnen. An den Flügeln der Schnepfe sitzen die berühmten „Malerfeder“. Diese wurden tatsächlich auf Grund ihrer feinen und Tinte speichernden Beschaffenheit für Kalligraphie und  Malereien genutzt und ermöglichten einen sehr feinen Strich. Mit der harte und spitze Feder hat schon Dürer gemalt.

Unscheinbarer ist sein Federkleid vor allem im Vergleich zu meinem letzten Vogel des Monats. Auch habe ich, im Gegensatz zum Dompfaff, nie eine Waldschnepfe gesehen, nur ihre Verwandtschaft am Meer oder Feuchtwiesen. Gelernt habe ich beim Nachlesen in dem ein oder anderen alten Vogelbuch hier im Regal und bei Wikipedia auch noch Einiges. Ein wunderbarer Vogel für das Jahresprojekt bei Andrea Zitronenfalterin (und für den Naturdonnerstag, gerne verlinkt auch dorthin.)

Ps. Kreativ ist der Vogel noch nicht viel umgesetzt worden, da folgt noch etwas

Nachtrag zum Naturdonnerstag: Bleistift Skizzen

Vorsichtiges Anklopfen

Hallo Ihr Lieben.

Da geht sie hin, diese Woche, mit Glätte und Kälte am Anfang und frühlingshaften Temperaturen zum Wochenende. Mögt Ihr auch auf einen Plausch bei Andrea vorbei schauen? Ich habe mir schon einen Kaffee geholt. Schnell einen Blick und einen Klick zum Verlinken und dann bin ich erst mal länger draußen.

Noch bei eisigem Wind sind wir letzes Wochenend an der Sieg entlang gelaufen. An einigen Stellen war noch Eis und auch am Ufer des nicht mehr so viel Wasser tragenden Flusses waren kleine Eisgebilde zu sehen. Ich habe sogar einen Gänsesäger entdeckt, sicher ein kurzzeitiger Gast aus eher nördlichen Gefilden, leider nur als weißer Fleck auf dem Foto zu erkennen.

Erstaunlich, oberhalb des Siegdammes, wo der kalte Wind pfiff, war der Boden noch steinhart gefrohren. Ging man unterhalb, in Flußnähe, hatte man schon eine matschige Schicht bei der man aufpassen musste, nicht auszurutschen. Die Grau- und Nilgänse waren allgegenwärtig. Paare ziehen ja auch immer wieder über unser Haus und hinterlassen gerade gerne mal zielsicher grüne „Markierungen“ auf dem weißen Auto. Ob ich wohl Anfang der Woche zu meiner Mutter fahren könnte, fragte ich mich da, denn Regen sollte kommen und damit überfrierende Nässe. Der Montag wurde noch abgewartet, aber am Dienstag konnte ich sie dann besuchen. (Wie immer, sind wir sehr vorsichtig. Ich bin seit dem letzen Besuch, auch der einzige.)

Immer wieder könnte ich dieses Foto aufnehmen, so ein ganz besonderer Heimatblick. Kurz vorher waren Kraniche über das Tal gezogen. Hoffnungsbringer auf den Frühling, Glücksboten und Sehnsuchtsvögel.

ein gewünschter Druck auf einen Stoffbeutel
endlich habe ich die entsprechenden LEDs und einen richtig geschriebenen Text

Insgesamt war die Woche sehr abwechslungsreich. Der Sohn bereitet sich auf eine Prüfung vor, bei der er so gar nicht weiß, wie sie ablaufen wird und was genau gefragt wird. Lerngruppen und Hilfe eher Fehlanzeige, alle sind mit sich und der Situation überfordert. Schattenseiten des Studiums daheim. Nur das bei den jungen Leuten die Zukunft davon abhängt. Das klappt bei der Schule besser, aber man kennt sich ja auch und ist in viel kleineren Gruppen. Trotzdem dreht sich bei mir nachts das Karusell der Gedanken, wenn ich daran denke, wie viel verloren geht. Bei einfach gefühlt Allem und das läuft jetzt wirklich seit fast einem Jahr?

Für einen Geburtstag ging hier Post raus. Ein Dompfaff per „Brennpeter“ auf Holz eingebrannt. Auch wenn man dabei keine Farbe anwenden kann, erkennt Ihr hoffentlich den eigentlich ja recht bunten Vogel.

Immer wieder ziehen sie, die Kraniche. Ihr Rufen lockt mich mehrfach aus dem Haus diese Woche. Gefühlt habe ich mich noch nie so sehr über sie gefreut. Größe Züge sind unterwegs. Auch sonst beschäftige ich mich diese Woche weiterhin viel mit Vögeln, ein neuer zum Jahresprojekt muss recherchiert und gestaltet werden. Die Qual der Wahl wird immer größer, aber für den März habe ich einen. (Nun, eigentlich habe ich schon für jeden Monat einen, aber die Liste könnte viel länger werden und ob ich noch mal umdenke bei dem ein oder anderen oder doch noch einen besonderen finde.) Zeigen würde ich die Blümchen aber trotzdem gern noch bei Holunderblütchen.

Allgegenwärtig sind im Moment wohl auch die Tulpen in den Märkten und in unseren Heimen, versprechen sie doch auch in den vier Wänden etwas Vorfrühling. Ich habe welche auf den Esstisch, der gleichzeitig auch mein Arbeitsplatz im Moment ist, gestellt. Daher steht der Strauß immer im Kontrast zu meinem Kram, der dort neben meinem Platz liegt. Ihr sehr die Papiere ein wenig in das Bild herein ragen, aber ich bin ja kein Interior Blog. Verschiedene Karten wurden auch wieder bestempelt diese Woche. Außerdem habe ich mir endlich das Buch von Michaela und Tabea geleistet. Bei Ihrer tollen Frühlingspost habe ich mich nämlich wieder angemeldet. (Werbung wenn Ihr so wollt, man sieht ja auch die Stempelfarbe, alles selbst gekauft oder geschenkt bekommen) Und der brandneue Roman, den ich mir ebenfalls gestern gekauft habe, lässt sich sehr gut an. Ein Magier, der mit Spezialtinte Siegel erschafft, um zB Illusionen zu erschaffen oder den Menschen vorzuzaubern, dass es magische Wesen gar nicht gibt, statt dessen schickt er sie wieder in die Feenwelt zurück. Leider ist er auch sehr vom Pech verfolgt, denn schon wieder ist einer seiner Azubis gestorben. Dieses Mal ist es aber besonders merkwürdig, denn es stellt sich heraus, dass dieser Lehrling mit magischen Wesen gehandelt hat und mehr Siegel kannte, als er eigentlich bei seinem Magier gelernt hatte. (Fotoquelle Klett Cotta Verlag)

Zum Abschluss noch ein Turmfalkenpaar im morgendlichen Dämmerlicht. Sich immer wieder umkreisend flogen sie zu ihrem Nistplatz in der Friedhofskapelle. Die milde Luft verspricht ein grandioses, frühlingshaftes Wetter. Heute sollen es hier 18°C und morgen sogar 20°C geben. Schon gestern konnte man die Sonne auf der Terrasse geniessen und heute werden wir dann sicher diese aufräumen und uns das erste Mal dieses Jahr an den Gartentisch setzen, der sein Dasein im Winter unter einer hässlichen Haube fristen musste. Ein vorsichtiges oder vielleicht doch schon recht forsches Anklopfen des Frühlings …

Habt ein besonders schönes Wochenende!

Sonne und Frost

Hallo Ihr Lieben.

Eigentlich sollte es eher Frost und etwas Sonne heißen. Während Schnee und Sturm den Norden und Osten von Deutschland beherrschen, haben wir hier nur etwas Graupel gehabt. Wie eine Waffel mit Puderzucker sah es aus: (Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sonder die leckere Assoziation stammt von einer lieben Freundin.) Am Montag, dem ersten Impftermintag für über 8ojährige hier in NRW standen dann auch am Nachmittag lange Schlangen an unserem Impfzentrum. Bei der Kälte und unter genauer Beobachtung der Presse. Auch die Polizei war vor Ort, u. a. um wohl Verkehrschaos vorzubeugen. Hinterher las ich, dass ganz viele Senioren schon viel zu früh vor ihrem Termin da waren. Bevor man da den Kopf schüttelt, sollte man seine eigenen Ängste und Gefühle im letzen Jahr mal hinterfragen, dann versteht man das vielleicht. Ich durfte an dem Tag jedenfalls bei der Bücherei per Schleuse wieder Bücher abgeben und vorher bestellte abholen. Einen Dienst, den viele Büchereien gerade anbieten, der aber immer noch nicht so bekannt ist.

Wärend das Schneechaos in Teilen Deutschlands herrschte und im Süden Sahara Staub Schnee und Luft orange färbten, kam hier nur schnöde Dauerfrost an. Leider liegt keine schützende Schneeschicht und ich befürchte Schlimmes. (Nicht nur deswegen habe ich über die Gartenvögel gebloggt) Außerdem hätte ich wirklich gerne Mal richtig Schnee. Also so von wegen Lockdown sind dann auch weniger auf dem Weg zur Arbeit, wäre also genau der richtige Zeitpunkt, oder? Ja, ich höre und schaue auch Nachrichten, aber schüttel über so viele Schnee-Staus den Kopf (Lkw Fahrer ohne Schneeketten und / oder überhaupt vernünftiges Reifenwerk. Das man dann andere mitreißt/ausbremst, wenn man den Berg nicht hoch kommt, aber wir wollen ja auch unsere Regale immer voll haben im Supermarkt und die Lieferung muss zackig erledigt sein. Und so mancher Autofahrer sollte auch nicht mit dem nicht winterbereiften PKW unterwegs sein.)

Dank Schneechaos auch bei der Bahn sind wir diese Woche zu fünft. Die Freundin des Sohnes kann genau so gut von hier aus studieren, statt ganz alleine im kleinen Zimmerchen zu hocken und keinen Menschen in Echt zu sehen. Hier saßen also vier vor dem Bildschirm und lernten, schrieben Tests und arbeiteten. Ich arbeitete eher so im ganzen Haus, das Übliche halt, wird nicht weniger. Am Mittwoch habe ich einen kleinen Wanddurchbruch, versteckt hinter CD Regalen, für das Verbindungskabel zum Rechner meines Mannes, gebohrt. Zu den Studenten nach unten liegt schon ein Kabel. Jetzt fehlt nur noch der Schüler oben. Das WLAN war absolut unterirdisch, so dass wir wieder auf die alte Kabel Variante zurück greifen müssen. Wenn jetzt die Verbindung abreisst, lieber Netzbetreiber, seid wirklich ihr es (immer noch zu oft).

Der Mittwoch war bei mir irgendwie der Donnerstag, bis ich mich nachmittags wunderte, dass unsere Mülltonne immer noch alleine vorne an der Strasse stand. Hier wird sehr darauf geachtet, vor allem, wenn sie geleert worden sind, müssen sie von manchen Nachbarn sofort reingeholt werden. Nun ja, wenn man sonst keine Beschäftigung hat. Aber der Tag hatte richtig viel warme Sonne und trotz Dauerfrost wurde die obere Bodenschicht an manchen Stellen tatsächlich leicht angetaut. Eigentlich sieht es nämlich nicht so schön grün aus und die Pfützen in den Feldern sind pures Eis. An dem Tag radelt der Jüngste auch einfach so und weil er es nicht mehr nur hinterm Bildschirm aushält und trotz Kälte, an die Sieg. Am Altweiber Donnerstag habe ich wenigstens per Foto zugeprostet und Alaaf gewünscht.

Karten Auftrag abgearbeitet
mehrfarbig

Wärend mir die Sonne durch das Südfenster auf den „steifen Buckel“ scheint, habe ich endlich mal wieder Ruhe und Lust, einen Stempel zu schnitzen. Einen Winterfuchs habe ich in Groß gemacht, der wird sicher noch auf dem ein oder anderen Shirt oder Tasche oder… landen. Außerdem habe ich für meinen nächsten Vogel für das Jahresprojekt recherchiert und eine Liste möglicher Kanidaten aufgestellt. Ich möchte eher auch unbekanntere Vögel vorstellen, kreativ umsetzen. Nicht 100% überzeugt bin ich von meinem Schafskopf. (Das Motiv als Idee ist nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich weiss leider auch nicht mehr, wo ich es gesehen habe) Der Dompfaff Stempel hat auch eine neue Heimat gefunden.

Schwarzkopf Schaf als Woll Stempel

Mit freundlicher Genehmigung des Sohnes darf ich Euch ein Freitagsbild vom zweiten Radausflug des Sohnes zeigen, auch schon in mein 12 von 12 gerutscht:

Siegauen Seitenarm zugefroren

Dann will ich Euch allen mal ein schönes Wochenende wünschen, mich gerne bei Andreas Samstagsplausch per Link zum Kaffee einreihen und später auch bei Euch (digital) reinschauen.

Macht es Euch gemütlich, ich muss noch fix nach dem Ofen sehen und mit dem Hund raus und was sonst noch so alles ansteht heute.