Ein wenig kreativ war ich mit meinen Stempeln doch noch. Wachstücher – bedruckte Taschentücher – sind entstanden. Neue Stempel sind geschnitzt worden, weitere Motive sind in Vorbereitung, denn es geht ja jetzt schnell in Richtung Adventszeit. Zum ersten Mal werde ich auch an zwei Adventsmärkten teil nehmen können, als Beteiligung an einem Stand. Da müssen noch Shirts bedruckt werden, Karten ebenso, verschiedene Kleinigkeiten,…
Bücher und der Amberbaum waren die vorherrschenden Themen, aber auch ein leckerer Kürbiskuchen hat es hier her geschafft.
Sehr habe ich mich über meinen Gewinn des neuen Buches „Stoff trifft Papier“ gefreut, hatte ich es doch sowieso auf meiner Wunschliste!
Heute muss ich noch letzte Vorbereitungen treffen für unsere Halloween Kostüme. Wir gehen tanzen! Da warten noch einige Insekten auf das Fixieren. Unter Schwarzlicht wird das sicher gut aussehen. Und so sage ich es mal mit Shakespeare:
Something Wicked This Way Comes
Euch allen einen schönen Feiertag und ein langes Wochenende.
Wer schon mal in Irland war, der hat sie gesehen, überall: die keltischen Knoten. Als in unseren Breiten sich ein gewisser Karl krönen lies und auch „diese neue christliche Religion“ als Staatsreligion einführte, war das Christentum in den schottischen und irischen Landen schon wesentlich verwurzelter. Wirklich Genaues weiß man nicht über das Book of Kells, welches um diese Zeit in Schottland gemalt und geschrieben worden sein soll. Da auch Wikinger immer wieder an den Küsten Schottlands und Nord-England einfielen, wurde das Buch wohl nach Irland geschickt, um es dort zu verstecken. Allerdings weiß jeder, der schon mal die Rundtürme in den Abteiruinen auf der grünen Insel gesehen hat, daß auch Irland nicht von den Barbaren aus dem Norden verschont blieb. In der Kells Abtei wurde es lange aufbewahrt, dann aber gestohlen. Doch die Diebe hatten wohl mehr Interesse am goldenen Einband, denn der heute legendäre Band über die vier Evangelien wurde wenig später gefunden.
Überall in diesem aufwändig gemalten Buch sind „keltische“ Motive eingebunden. Aufwändig sind Buchstaben in kräftigen Farben hervorgehoben. Die vier Evangelisten, Maria mit dem Kinde und Jesus sind auf ganzen Seiten zu sehen. Das Gold, welches für diese Kunstwerke benutzt wurde, ist übrigens kein echtes Gold, sondern eine Mischung aus Arsen & Schwefel und wird Orpiment genannt. Das Blau wurde nicht aus Lapislazuli, sondern aus Färberwaid extrahiert und ist im Prinzip die Farbe Indigo.
Die vielen Spiral- und Knotenmuster sind besonders schön, Ornamente rund um Tiere und Menschen. Heute kann man sich in Dublin, im Trinity College immer zwei Seiten, welche regelmässig umgeblättert werden, unter Glas ansehen. Eine gekonnte, bildliche Mischung der Religion(en) und Mythen.
Also ist es kein Wunder, dass ich mir schon länger einen Stempel schnitzen wollte. Seid ich das erste Mal in Irland, Schottland und der Bretagne war, bin ich begeistert von diesen „Schnörkeln“.
Diese Tiere, die sich in den eigenen Schwanz beißen, die Beine durcheinanderwirbeln, Vögel mit immer wieder gewundenen Hälsen, Knoten, die Unendlichkeit verheißen. Dabei sind mir natürlich auch wieder Bücher in die Hände gefallen. Morrigan, die Hexe und Cú Chulainn, (auch Cuchulain) der größte irische Kämpfer, all die Märchen über Leprechauns, Elfen und Geister, gehören in mein Lieblingsbücher Regal. Sehr passend übrigens gerade, denn es jährt sich „all hallows eve“.
Als Stempel gar nicht so einfach zu schnitzen, wie es aufzumalen war, geht der Verlauf dieses Spiralen und Schnörkel nun drunter oder drüber?
Hier seht Ihr, dass ich mich schon mal mit dem Thema beschäftigt habe und Stempel, soewie Linol geschnitzt habe.
Eigentlich wollte ich an diesen Beitrag zur Mustersammlung von Michaela noch Art Deco und Jugendstil anschließen, aber der Monat ist schon wieder um. Mal schauen, ob ich trotzdem…
Ja, ich weiß ja, dass es Herbst ist, sogar die Zeitumstellung naht mit grossen Schritten. Aber musste es wirklich so viel regnen? So schütten? (Für die Natur muss es das.) Ach ja, ich jammere, wir kommen nun halt in die dunkle Jahreszeit.
Zwischendurch gab es aber immer Lichtblicke, die haben wir auch gleich ausgenutzt. So war um die Burg Wissem ein Herbstmarkt, da hat sogar die Sonne geschienen.
Wir haben es so genossen, vom Fischerei Museum konnte man frisch geräucherte Forellen kaufen, es gab leckersten fairen Kaffee mit selbstgebackenem Kuchen, regionale Produkte und Küche. Da die Sonne um die Ecke kam, schmeckte sogar das Kölsch gut. Viele Waren wurden angepriesen, bei diesen Körben könnte ich immer schwach werden. Sogar ein altes Riesenrad war aufgestellt worden. Wir hatten unseren Besuch gut gewählt, wenig später regnete es wieder etwas.
Ich bin gerade etwas ruhiger unterwegs, aber die Wachstücher — bedruckt und dann mit Bienenwachs bestrichenene Taschentücher — wollte ich doch mal zeigen.
Zwischen zwei Backpapieren habe ich den aufgepinselten Wachs dann gut mit dem Bügeleisen verteilt, wenn man dies in aller Ruhe macht, wird es auch schön gleichmäßig.
Wirklich sehr habe ich mich über diesen Buch Gewinn gefreut! So ein wunderbares und kreatives Buch! (Es war auch auf meiner Wunschliste, bekommen hätte ich es auf alle Fälle.) Danke noch mal, liebe Michaela, so schön und persönlich auch verpackt!
Ganz besonders lecker ist dieser Käsekuchen!
Unser Ältester hat ihn mit mir zusammen gebacken. Von ihm stammt auch das Rezept.: ein superleckerer Kürbis-Käsekuchen.
Den haben wir uns als spätes Essen am Sonntag Nachmittag gegönnt. Da war nur schon kaum noch natürliches Licht, was Ihr leider beim Foto merkt. Außerdem waren wir so ungeduldig, dass der Kuchen einen „Unfall“ hatte. Wer ihn trotz nicht so ansprechendem Foto nachbacken möchte:
400 g Hokaido Kürbis, 750g Quark, 250 g Zucker (kann auch noch weniger sein), 75 g Butter, 4 Eier, eine Prise Zimt, Piment und Muskatnuss (ich habe 2 frische Pimentkörner im Mörser zerkleinert und Muskat frisch gerieben, es war auch etwas mehr als eine Prise), ein Päckchen Vanillepudding
Ihr könnt nun einen klassischen Mürbeteigboden machen oder aus 200 g zerstoßenen Keksen und 75 g zerlassener Butter einen Boden machen.
400 g Hokaido sind etwas weniger als die Hälfte eines kleinen Kürbisses, hier war nämlich prompt die Batterie der Waage leer. Dieser wird in kleinen Stücken mit 125 ml Wasser weich gekocht und dann pürriert.
Derweil vermengt Ihr schon mal die anderen Zutaten, die Butter gebt Ihr in kleinen Stücken dazu, die Eier zum Schluss und dann auch die warme Kürbismasse. Alles wird nun in eine 26 cm Durchmesser Springform (Boden sollte mit Backpapier bedeckt sein) gegeben.
Der Ofen wird auf 180°C vorgeheizt. Wenn die Quark Kürbis Masse in der Form ist, auf mittlerer Schiene backt und stellt Euch den Wecker für 15 Minuten. Denn nun soll der Kuchen nur noch bei 160°C Grad weiterbacken und zwar noch 45 Minuten. Sind die um, lasst ihn noch etwas im Ofen ruhen. Wir haben den Fehler gemacht und wollten möglichst schnell essen. Viel besser ist es, wenn der Kuchen abkühlen kann, und zwar noch in der Form.
Lecker ist er jedenfalls sehr, man schmeckt den feinen Kürbis gut durch!
Ein kleiner Tröster für ein sehr, sehr verregnetes Wochenende.
Gerade ziehen die nächsten Trekker durch den Ort in Richtung Bonn, zur Landwirte Demo. Beim morgendlichen Hundegang bin ich an einer langen Reihe Traktoren endlang gelaufen, die nicht weiter kamen, die Polizei wollte sie umleiten. Ich denke, weil sie nicht durch eine Unterführung hier kommen. Laute Hupkonzerte machen schon jetzt auf ihr Anliegen aufmerksam. Wir Verbraucher bezahlen den niedrigen Milchpreis, die günstigen Bio Artikel, preiswertes Obst und Gemüse im Discounter und die Landwirte (ich meine nicht diese riesigen *Großbauern*, sondern die normalen Landwirte, die oft in der x ten Generation seid Napoleon den Hof bewirtschaften!) müssen zusehen, wie sie das wirtschaftlich produzieren.
„Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.“
Jorge Louis Borges
Hallo, Ihr Lieben.
Bei zwei gelernten Buchhändlern stehen ganz viele Bücher, überall. Vom Keller, wo wir vor allen Dingen unsere Kinder- und Jugendbücher lagern, über das Büro, Wohnzimmer, auf der Treppe, hoch zu den Schlafzimmern, auf dem Klo, im Küchenschrank.
Ich bin froh, dass wir eine relativ gute Bücherei hier haben, so kann man dort viel ausleihen, ausprobieren, anlesen. Für elektronische Bücher ist auch gesorgt. Man geht mit der Zeit, manchmal dauert es nur etwas länger. (Sonst hätten wir wohl ein noch größeres Platz Problem.)
selbstgedruckte Lesezeichen
Passend dazu lese ich gerade das Tagebuch eines schottischen Buchhändlers, wir würden sagen, eines Antiquar.
Humorvoll schreibt Shaun Bythell jeden Abend über seinen Alltag, wenn er Onlinebestellungen aus seinem Fundus suchen muss, neue – alte Nachlässe aufkauft, schrullige und normale Kunden im Laden hat oder eben einfach nur Alltag in einer Buchhandlung für „gebrauchte Bücher durchstehen muss“. „Tagebuch eines Buchhändlers“ bei btb (mein nächstes Buch seht Ihr auch gleich darunter.)
Harry RowohltGingst auf Rügen
Am 8.10. war Tag der Buchhandlung, prompt wurde natürlich im Radio auch von den (wenigen) kleinen und besonderen Buchhandlungen berichtet, die den Wandel bis jetzt getrotzt haben und Dank viel Engagement überleben. Nieschenbuchhandlungen gibt es ja Gott sei Dank immer noch. Nichts desto Trotz, der Buchhandel in Deutschland hat sich sehr verändert, vieles läuft da auch hinter den Kulissen, was der Kunde, der an den schön dekorierten Stapeln von Bestsellern vorbei geht, gar nicht weiß. Neue Medien buhlen um die Aufmerksamkeit, digitale Bücher sind selbstverständlich geworden, das Leseverhalten hat sich bei vielen Menschen und vor allen Dingen bei der neuen Generation verändert. Unsere Kinder sind mit ganz anderen Medien aufgewachsen, selbst wenn sie in jungen Jahren noch an Bücher herangeführt wurden, ist die Zeit, die man für etwas hat, nun mal nicht unendlich. Ich sehe es auch bei mir selber.
(Ich versuche immer meine Buchkäufe in unserer Bücherstube um die entferntere Ecke zu tätigen, welche übrigens wieder ausgezeichnet wurde, aber auch bei uns gibt es Mal Online-Bestellungen.)
Und doch bleibt am Ende des Tages (spätestens) der Griff zum Buch.
„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“ von Heinrich Heine
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen. Heinrich Heine
„Ein klassisches Werk ist ein Buch, das die Menschen loben, aber nie lesen.“ von Ernest Hemmingway
Wenn du etwas erreichen willst, lies so viel, wie du nur kannst. – Roald Dahl
liebster Reisebuchladen, viel zu weit weg von uns
„In einem guten Buche stehen mehr Wahrheiten, als sein Verfasser hineinzuschreiben meinte.“ von Marie von Ebner-Eschenbach
Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen. Francis Bacon
„Ein Raum ohne Bücher, ist wie ein Körper ohne Seele.“ Cicero
Patrick Rothfuss auf der LitColone
Ich glaube, es würde mir nichts ausmachen, im Fegefeuer zu schmoren, so lange es dort eine gute Leihbücherei gibt. Stephen King
Ich könnte hier noch so viel mehr Zitate über Bücher schreiben. Und es gibt eine noch grössere Zahl an Zitaten aus Büchern. Manche davon sind wie selbstverständlich in unseren Sprachgebrauch eingeflossen, ohne dass wir es recht wußten.
„Alle für einen, einer für alle!“ Alexander Dumas aus „Die drei Musketiere“
die“ Gretchenfrage“ und „der Pudels Kern“ sowie „der Weisheit letzter Schluss“ J.W. von Goethe aus „Faust“
„Etwas ist faul im Staate Dänemark“ oder „gut gebrüllt Löwe“ W. Shakesbeare
„Irren ist menschlich“, „über Geschmack lässt sich nicht streiten“ oder „erst kommt das Fressen, dann die Moral“ Zitate der bekannten Philosophen und Autoren Seneca, Immanuel Kant und Bertholt Brecht.
Bücher begleiten uns unser ganzes Leben lang, sind manchmal die besten und vielleicht zeitweise auch einzigen Freunde, nehmen uns mit in andere Welten oder halten uns den Spiegel vor. Ein Leben ohne Bücher könnte ich mir nicht vorstellen. Und kaum eine Zeit, in der man so viel liest, wie im Herbst und Winter, wenn man mehr auf dem gemütlichen Sofa, Lesesessel sich flätzt, oder früher in s Bett geht, um noch ein paar Seiten zu lesen.
keine Werbung!
immer noch Holmes Fan
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen, dass Ihr gerade ein gutes Buch lesen könnt, wo und wann Ihr wollt.
Der September geht zu Ende. Der Sommer ist in den Herbst übergegangen. Ein paar schöne Tage hat es noch gegeben und selbst der Regen nun, ist vielleicht nicht so gern von uns Menschen gesehen, aber von der Natur mehr als willkommen und gebraucht. Es gab doch so manche Lichtmomente in diesem Altweibersommer.
Bitte entschuldigt die schlechte Qualität
Natürlich veröffentlichte ich hier zu verschiedensten Bereichen Posts. Besonders viel Spass haben mir die Beiträge zu 90 Jahre „Tim und Struppi“, meinen alten Tomatemsorten und zur kanadischen Eiche gemacht.
schnitzen und schreiben ist noch nicht so meins
Das Einhorn als Bringer von Gesundheit und Licht, aufgedruckt auf eine Geschenktüte
Immer wieder lief hier die CD der hunnischen Band „The Hu“, deren erstes Album nun endlich veröffentlicht worden ist. Wir hatten das Vergnügen, sie live in Köln zu sehen und können gerade nicht genug vom besonderen Sound des Mixes aus traditioneller und rockiger Musik bekommen! Nebenher lief bei mir gern der Soundtrack von „Avengers Endgame“, den Film habe ich natürlich wieder im Heimkino geschaut, dann auch im englischen Original.
Gebacken habe ich endlich wieder und Euch Bücher vorgestellt. Nach dem ruhigeren Sommer ist wieder mehr los auf meinem Blog, verschiedene geschnitzte Stempel gab es natürlich auch.
Der September endet bei uns mit ordentlichen Erkältungen. Nun kommt der (goldene) Oktober. Freut Ihr Euch auch schon auf den Herbstmonat?