Rügen (Rugia) No 1

Ihr Lieben,

endlich Urlaubszeit, grosse Ferien, Sommer genießen… gleich den ersten Tag nach Schulschluss haben wir uns sehr,sehr früh auf den Weg gemacht. Ein gutes Stück Fahrt galt es hinter sich zu bringen. Und dann die Belohnung: Rügen.

immer als erste Anlaufstelle der Markt in Gingst auf dem Museumshof

Die Insel wurde durch tektonische Bewegungen aus der Erde gedrückt und Erosion wuschen von der Kreidemasse viel wieder weg. Auch heute stürzt noch vom Kreidefels immer wieder was ab. Bekannt ist sie dadurch auch geworden, ein Kind wurde darunter begraben. Viele kennen aber auch das Bild von Casper David Friedrich von den weissen Klippen oder haben von dem Nationalpark Jasmund gehört, der mit seinem grossen Buchenbestand UNESCO Weltkulturerbe ist. Dazu komme ich nochmal. Nicht zu vergessen ist, das die Insel Zwischenstation und Heimat von Kranichen und Gänsen ist. Im Herbst gibt es Führungen zu den eleganten Kranichen und ab und zu auch plötzlich wild parkende Autos am Straßenrand, weil ein Zug der Vögel auf einer Wiese stehen. Gesehen habe ich diesmal nur ein Paar auf den Feldern.

Eine so abwechslungsreiche und vielfältige Insel. Auch ist uns aufgefallen, dass die Rügener und Rüganer sehr freundliche Menschen sind. (Besiedelt ist die Insel seid der Steinzeit nachweislich). Und die Zeit tickt hier ein wenig anders, ein wenig gelassener, an unsere Kindheit erinnernd. Wir sind immer im westlichen Teil, in einem wunderschönen, reetgedecktem Haus mit Blick auf den Bodden. (Ein Bodden ist eine Art See mit Salzwasserzugang oder ein Stück Meer mit Süsswasserzugang, wie man s nimmt, eine Lagune). Um uns sehr viel Natur und Ruhe, viel Ruhe! Ansonsten stehen hier sehr viele goldgelbe Weizenfelder, neben dem Tourismus eine Haupteinnahmequelle. Und auch wenn ich schrieb, dass es hier gemächlich zu geht, so wird überall fleissig geschafft.

Immer wenn wir Samstags in Gingst ankommen, ist im historischen Kern, dem Museum, ein kleiner Markt. Umgeben von alten Häusern kauft man regionale Produkte ein, wir erstehen gleich leckeres Bio Vollkornbrot. Ein wenig Handwerk und alte Bücher sowie leckere Gerichte gibt es noch zu bestaunen und kaufen. Die Jungs holen sich gleich Sanddornbonbons. Ich reisse mich sehr zusammen, vom letzten Mal verarbeite ich noch grünes, naturgefärbtes und handgesponnenes Wollgarn. Aber schöne Sachen sind hier immer zu finden!Überhaupt gibt es hier auch im Supermarkt verschiedene regionale Produkte zu kaufen, nicht nur Sanddorn. Wir versuchen diese dann auch immer zu nehmen, ich wurde von meiner Familie schon für bekloppt erklärt, das ich davon auch noch Fotos mache.

Es gibt sogar auf Rügen ein edel auf gemachtes Inselbier, hier wohl eher für die „Touris“. Ich trinke aber sehr gern die verschiedenen Störtebeker Biere – soll keine Werbung hier sein. Übrigens gibt es auf der Insel auch Störtbeker Festspiele auf einer Freilichtbühne, denn der Pirat soll von der Insel gewesen sein.

Unsere Marmelade bekommen wir aus der Nachbarschaft, Kasse des Vertrauens. Lecker und preiswert!

Die vielfältige Natur wird hier auch noch weiter das Hauptthema sein… bald mehr…

Ein schönes Wochenende und hoffentlich wohnt ihr in eine Zone mit weniger Regen als wir zZt. Macht s euch gemütlich!

kleine Liebeserklärung an eine Insel

20160720_164128Hallo Ihr Lieben!

wir waren 2 Wochen auf der grössten deutschen Insel, auf Rügen. Wir waren dort auch nicht das erste Mal und auch nicht das letze Mal. Ein wenig werde ich Euch hier also die nächste Zeit von Rügen vorschwärmen. Viele Besichtigungen werdet Ihr aber nicht sehen, da wir diesmal fast nur „in der Natur“ unterwegs waren. Aber ich denke, am Schluss buddele ich noch alte Fotos aus und zeigen die.

Wünsche euch schöne Tage und bis sehr bald…

Vorschau

Ihr Lieben!

In meinem Kopf bilde ich manchmal schon Sätze und Ideen was ich Euch hier sehr bald, über einen kleinen Ausschnitt von der größten Insel Deutschlands, erzählen könnte. So sind mir vor wenigen Tagen auf dem Weg, beim morgendlichen Hundegang, einfach zwei grosse Hasen entgegengehoppelt. Ich hab sie ehrlich erst gar nicht erkannt, sondern gedacht:“was kommen mir da aber komische Hunde entgegen“!? Der Hund hat es übrigens auch nicht kapiert. Aber mal ehrlich…da kommen einem zwei wirklich, wirklich grosse Hasen auf so einem zweigeteilten Betonweg bis auf wenige Meter ran, frontal?! Ich hatte auch noch keinen Kaffee…Aufmerksamkeitsdefizit…und Foto machen ging so schnell mal gar nicht. Schrecksekunden…!!! Dann verschwanden beide Meister Lampe im hohen Schilf Richtung Bodden. Für mich eine erstaunliche Begegnung. Aber ich muss dazu sagen, hier sieht man, wenn man will, viele Naturtiere. Hasen rund um s Haus ca. 5, mehrere Rehe, Neuntöter seid der Kindheit wieder gesehen, vermutlich meine erste Weihe, Seeschwalben in und an der Kreideküste, Rauchschwalben auf den Terrassenmöbeln…

Ach, Ihr werdet bald mehr hier sehen und lesen. Auch über meine Lektüren. Das wunderbare Buch IMG_20160715_202638.jpg*Calpurnias (r) evolutionäre Entdeckungen* von Jacqueline Kelly war vie zu schnell ausgelesen…es war heute aber auch ein kalter,stürmischer, morgens noch dazu regnerischen Tag.

Bald mehr…macht es Euch gemütlich!

Neues in meinem Garten

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Ein Hochbeet

genau das habe ich Dank meiner Mutter jetzt in meinem Garten. Sogar aus wunderbar haltbarem Lärchenholz und dadurch auch sehr lang zu nutzen.

Im Hintergrund sehr Ihr eine Lebensbaum Hecke. Die hat dieses sonnige Stelle immer sehr trocken gemacht und die Wurzeln liessen anderen Blumenwurzeln wenig Platz. Schon vor Jahren hatte ich also mal überlegt, dort ein Gewächshaus oder Hochbeet anzulegen. Gewächshaus war mir viel zu teuer und doch auch zu wuchtig und in der Grösse hatte ich noch nichts Schönes gesehen, ausserdem ist ein Hochbeet doch auch recht vielseitig – theoretisch kann man ja auch auf ein Hochbeet noch ein Glasdach setzen.

Vorteile: Bei einer Höhe von fast 1 m kann man sehr gut daran arbeiten, Schnecken erreichen die Pflanzen eigentlich nicht, der Ertrag kann gesteigert werden.

Am Allerbesten ist es natürlich, wenn man unten auf den Boden noch ein Gitter legt, damit Mäuse nicht eindringen können. Darüber sollte eher grobes Material wie kleingeschnittene Äste, Blätter und Grasschnitt oder Stroh. Dann kann man Gartenerde und Kompost auffüllen. Als letzte Schicht kommt dann Blumenerde, die ich mit Gartenerde und etwas Substrat vermischt habe.

Ein Hochbeet hat ein gutes, warmes Klima und viele Nährstoffe für die Pflanzen zu bieten. Am Allerbesten kommt man von allen Seiten an das Beet, bei mir ging das leider nicht so ganz, aber ich komme überall dran. Ich bin ja so gespannt…

Ich habe gleich eine Kirschtomate, Physalis und Paprika reingesetzt. Ausserdem wartet ein Thymian dort auf einen besseren (nährstoffarmeren) Ort. Am Rand hängt eine Kapuzienerkresse und obenauf noch eine Agave die später umgetopft wird. Leider fing es gerade an zu regnen, mal wieder.

Übrigens benötigt ein Hochbeet mehr Wasser als es sonst im Garten ein normales Beet bräuchte. Da die Temperatur ja höher ist, verdunstet auch mehr.  Auch nachdem wir es angelegt haben, (ungewöhnlicher weise im Sommer, besser sind Herbst oder Frühling,) habe ich wenig später erst mal ordentlich gegossen. Hochbeete kann man aus vielen Stoffen herstellen, Holz, Metall, Steine, sogar Plastik. Man kann sie klein sogar auf Rollen setzen und auf dem Balkon bewegen, in einer Zeitung habe ich so grosse Pflanzenkübel gesehen, die als Hochbeet fungierten. Bepflanzen kann man sie als Nutz- und Blumenbeet oder gemischt. Ähnlich werden und wurden in Bauerngärten auch so Hügelbeete angelegt.

Wenn die Erde durch den Verrottungsprozess absackt, kann man erst mal mit etwas Blumen- und Gartenerde ausbessern. Dann später, muss man aber die obere Schicht der Erde abtragen und Kompost nachfüllen. Nicht umgraben, die Schichten sollten erhalten bleiben. So ist die gute Nährstoff Versorgung gewährleistet. Erst nach ca. 6 Jahren muss man mal eine neue Befüllung angehen.

Ich werde Euch berichten, bzw zeigen. Bis dahin…20160702_151217PS. Auf meiner Fensterbank stehen schöne Sachen und frisch aufgesetzter Johanni Likör und die Vorgänge mahnen mich, endlich wieder Linol zu schnitzen…

Wippsteerts Erntezeit

Der Sommer zeigt ja sehr viele Gesichter dieses Jahr. Viele davon sind sehr nass. Die Mehlschwalbe kann einem ja nur leid tun, bei Regen immer Insekten im Fluge zu fangen…und die Jungvögel erfrieren manchmal im Regen.

Ein Fotoshooting bei uns im Park im hohen Gras für einen grossen Hersteller von Motorsägen und Motorsensen. Viel zu schöne und zarte Menschen halten imposante Maschinen. Die meisten davon sind Scheinwerfer und Spiegel. Dabei gab es ein schönes, morgendliches Sonnenlicht…aber es wurden ja auch Fotos bis in den Nachmittag geschossen. Die ersten Getreidefelder werden abgeerntet. Im Garten beginnt die Beerenernte. Johannisbeeren habe ich letzte Woche zu Gelee verarbeitet. 20160629_104306Ich schneide den Strauch dann auch immer gleich zurück und ernte dann den Rest im Sitzen. Die Johannisbeeren bringen die reichste Ernte an zwei- bis dreijährigen Hauptästen, daher sollte man darauf achten, nicht zu viele der älteren Äste wegzuschneiden. Aber schneiden muss man, da sich regelmässig neue Triebe bilden und Platz brauchen und die Johannisbeere auch nicht veraltern sollte. 20160703_114417Die ersten Stachelbeeren sind auch schon reif und werden zum Naschen gepflückt. Marmelade wird auch bald daraus gekocht. Jungen Knoblauch habe ich auch ausgebuddelt.

Ausserdem blühen jetzt die Linden. Ein süsser Duft liegt in der Luft, wenn man unter der Allee lang geht. Ein paar Äste hängen so tief, dass ich Blüten Pflücken kann. Daheim werden die Blüten dann vorsichtig abgeknipst. Sie werden in der Volksmedizin als Tee eingesetzt. Er fördert das Schwitzen, ist durchblutungsfördernd und wird daher bei Erkältungen gern angewandt.

Ausserdem habe ich noch Johanniskraut und Kamille gepflückt. Echtes Johanniskraut erkennt ihr daran, dass in den rundlichen Blättern kleine helle Punkte sind, wenn ihr das Blatt in s Licht haltet. Das sind die ätherischen Öle. Da das Kraut um den Namenstag von Johannes dem Täufer (24. Juni, Johanni) blüht, gab man ihm diesen Namen. Der Farbstoff in den Blüten bewirkt übrigens, dass man bei längeren Einnahme des Krautes als Tee, sonnenempfindlichere Haut hat, (das kann auch den Tieren auf der Weide passieren). Schon in der Antike wurde das Kraut in der Medizin eingesetzt und heute wird es sogar schon landwirtschaftlich angebaut. Es hilft bei depressiven Verstimmungen, wobei dies in klinischen Studien mal bewiesen, mal nicht erwiesen wurde.

Hypericum_perforatum_i01Kamille werden die meisten kennen. Es wächst oft am Wegesrand, gern da wo Schutt abgeladen wurde, auf Ödland. Sie ist eine der ältesten Heilpflanzen und fast jeder trinkt bei Magenschmerzen den Kamillentee. Die meisten Öle sitzen in der Blüte und wirken krampflösend und entzündungshemmend. Auch zum Inhalieren bei Erkältungen sind sie sehr gut. Dabei schlägt man gleich 2 Fliegen mit einer Klappe, denn die Haut freut sich auch, gerade bei Unreinheiten unterstützt dieses Kraut den Heilungsprozess.Matricaria_recutita_-_Köhler–s_Medizinal-Pflanzen-091.jpgQuelle der alten Bilder: wikipedia

Früher hat man seine dunkelblonden Haare damit aufgehellt. Für die Kopfhaut sicher auch eine Wohltat. Also, wenn Ihr unterwegs seid in der Natur, versucht immer ein Taschenmesser dabei zu haben, damit ihr mit wohlduftenden Sträußen heim kommt. Wenn ihr Kräuter trocknen wollt, immer in abgedunkelten, luftigen Ecken, niemals in der prallen Sonne. Sonst verdampfen Euch die Öle beim Trocknen. Das Bild von der Kräuterhexe, die überall kleine Sträusse hängen hat, ist genau richtig. Ansonsten gibt es sie natürlich auch zu kaufen.

Auch Distelfalter, Ochsenauge und Wildbiene (ja, keine Hummel, müsste eine Sand- oder Felsenbiene sein). ernten jetzt reichlich Nektar. Wir dagegen gehen hier im Blog mal etwas auf Ruhemodus und geniessen die Ferien. Also nicht wundern, es kommt weniger bei rum, obwohl ich wohl mehr Zeit haben werde…, aber die verwertet ich für so vieles.

 

Habt eine schöne Zeit!