Vielarmig

Hallo Ihr Lieben.

Wollen wir uns wieder zum Samstagsplausch bei Andrea treffen?

Ein viel entspanntere Woche liegt hinter uns.

Das lag nicht nur an freien Tagen. Aber, so ein Feiertag und (netterweise) Brückentag sind schon was Feines.

Langweilig war die Woche nicht. Der Alltag war gut gefüllt. Der Jüngste hat just an dem Tag, an dem einer der zwei Schultag vor Ort war, heftigst Kopfweh und blieb daheim. Aber sonst ist es eine große Erleichterung, wenn sich eigentlich alle wieder gesund fühlen. (Eine Stein – Lawine gab es da regelrecht hier.)

Beim anderen Sohn gibt es nun keine verkürzte Zeit mehr, (wobei er oft von daheim noch den Discord Server moderiert hat,) auch wenn noch nicht wieder viel los ist. Vorbereitungen mussten von jetzt auf gleich im Jugendzentrum gestartet werden, auch hier gab es lange Unsicherheit, wann und wie es vor Ort wieder los gehen sollte.

Marienkäfer Larve

Einen schönen Abendspaziergang konnte ich mit einer lieben Freundin machen. (Der Fuß wird immer besser.) Der Garten ist voller blühender Rosen und Pfingstrosen. Das gute Wetter fördert allerdings auch die Vermehrung von Blattläusen. Schön, dass die Meisen immer noch fleißig sind und diese kleinen Kerle (Foto) auch ihren Hunger an den saugenden Läusen stillen. Hier hat sich eine Marienkäfer Larve frisch verpuppt. Die Blaumeisen scheinen doch noch von der Lungenentzündung befallen worden zu sein, ich sehe sie nicht mehr im Garten.

Am Feiertag hatte uns ein Freund  zu Wanderung und Picknick eingeladen, draussen und mit Abstand. Wunderschön! Nächste Woche zeige ich mehr Fotos.

Rsk

Die ganze Woche begleitet uns übrigens ganz viel „Geplapper“, die Kirschen in Nachbars Garten sind reif und ein ganzer Schwarm Stare futtert und füttert sich da durch. Die alten Vögel sitzen i.R. oben, die jungen unten. Diese Vögel haben sich viel zu erzählen, gern imitieren sie da auch mal andere Vogelstimmen.

Stare

Schon länger spielte ich mit dem Gedanken, einen Oktopus zu schnitzen, in Linol. Leider war in meinen Vorräten ein so großes Linolstück nicht mehr zu finden und ich hatte letztens ja auch kein Glück im Geschäft. Also habe ich eine große Factis Platte „geopfert“ bzw ausprobiert.

Krake

Hier der erste Probedruck, ich bin total begeistert. Und das Schnitzen ging im Vergleich zum Linol viel einfacher (fast zu einfach, man hat ja auch Ehrgeiz). Bald zeige ich, wo jetzt der Kopffüssler so rum schwimmt. Diese vielarmigen Weichtiere sind unglaublich interessant! Für manche sehen sie aus wie wabbelige, unförmige „Dinger“, ich finde sie  anmutige und elegante Wasserwesen, nachgewiesenermaßen hochintelligent. Für Interessierte, die sich nicht von der äußeren Form abschrecken lassen, empfehle ich das Buch:

Rendezvous mit einem Oktopus: Extrem schlau und unglaublich empfindsam: Das erstaunliche Seelenleben der Kraken (detebe) von Sy Montgomery. (Keine Werbung, habe ich vor zwei Jahren sehr begeistert gelesen.)

Freitag Abend hat es dann endlich geregnet. Das war so dringend notwendig! Wir haben uns richtig darüber gefreut. Das ich mich mal über Regen im Sommer freuen würde (Ja, ich weiß, es ist Frühling, erzähl das mal dem Wetter hier). So mancher Sommer in den großen Ferien  war nämlich sehr verregnet. Und NRW hatte früher oft sehr früh Ferien, so daß wir dann neidisch gen Süden schauten. Ich weiß noch, wie mein Opa klagte, das Korn keime am Halm. Und ich fand auf der Bleiche die jungen Schwalben erfrierend und nass am Boden. Da hab ich mir sehr gewünscht, dass wir eine Wettermaschine hätten.

Macht es Euch trotzdem gemütlich!

Habt ein gemütliches Wochenende.

 

 

Von feinem Sauer und sauer sein

Hallo Ihr Lieben.

Zum Samstagsplausch treffen wir uns wieder bei Andrea.

Darf es ein Tee, Kaffee, Muckefuck oder doch lieber ein Durstlöscher sein? Die Woche habe ich schon Holunderblüten Sirup gemacht. Der kommt nun wieder einfach schußweise in den Wasserkrug und am Wochenende sicher auch in Prosecco.

IMG_20190212_130801

Der zwölfte war in dieser Woche und viele zeigten bei „draußen nur Kännchen“ ihre Bilder. Ich habe im Auftrage ein Kindershirt und einen Rucksack bedruckt. Die neue Linolfarbe ist nicht schlecht, aber auch sie kommt an die „alte“ auf Leinöl Basis nicht heran, der jammere ihr immer noch hinterher. Eine zweite Farbrolle sollte dafür auch erstanden werden, aber im extra angesteuerten Geschäft gab es prompt keine mehr, auch keine Schnitz Platten, kein gewünschtes Papier und die erworbenen Stempelkissen sind ∆¢~°[&#@/ (um es in Comicspracheblasen zu umschreiben). Gut das wir uns nicht nur deswegen mit dem Auto in die Nachbarstadt aufgemacht hatten, der Sohn brauchte auch einen Adapterstecker und einen Speicher für den PC. Immerhin waren wir da teilweise erfolgreich. Einkaufen bzw unter Menschen gehen ruft bei mir gerade fast immer Aggressionen hervor. Abstand wird nur noch in der Schlange gehalten und selbst da rückt mancher schon näher, aus Unachtsamkeit oder Ungeduld. Man trägt doch Maske und alles wird gelockert, das vermittelt trügerische Sicherheit.

druckenmeeresgetier

Mich bringen die wenigen Male in Geschäften jetzt fast immer auf 180. Ich möchte auch keinen Abstand mehr, alles in mir schreit nach „sich treffen, umarmen, soziales Miteinander“! Wir waren ja schon mutig und hatten ein erstes, vorsichtiges, abendliches Treffen im Garten anberaumt, da erkälten sich Mann und Sohn. Symptome passen, (Hals, Kopf, Glieder,…) Fieber fehlt, aber trotzdem den Arzt angerufen. Unser Hausarzt nimmt sich Zeit am Telefon alles abzufragen und auch zu erklären und zum Abstrichzentrum zu schicken. Komisches Gefühl. Eigentlich rechnen wir nicht mit positiven Ergebnissen, aber, ja immer dieses ABER. Diese Woche ist für mich wirklich zum Vergessen, ich bin gereizt, gehe anderen auf die Nerven, übersensibel,….

Die Abstriche sind negativ. Der andere Sohn hatte ja zum ersten Mal wieder Schule Anfang der Woche. (Yeah, mit gemischten Gefühlen!) Die Schule versucht so gut es geht zu organisieren, wird von oben wieder viel allein gelassen, macht aber trotzdem weiter. Aber der Sohn hat dann erstmal „nur“ zwei Std. Kunst und könnte dann wieder heim radeln. Der Kunstlehrer ist in der ganzen Zeit einmal die Woche zum Befeuchten des Tons in die Schule gefahren, 70km oneway. So sind die angefangenen Werke gerettet worden, der Sohn ist total glücklich. Statt danach heim zu fahren, gehen er und drei weitere mit in einen Geschichtskurs, wo noch genug Platz ist, auch wenn dieser Kurs schon stofflich weiter ist. Und in dieser Woche findet im LK. Englisch erstmals Unterricht am PC statt, mit Bildschirmpräsentationen, der Klassenverband, incl. Sohn, sind sehr zufrieden. Wer mir nochmal sagt, unsere Jugend wäre faul und wolle nichts lernen, dem hau‘ ich was um die Ohren.

Jeden Tag verändert sich der Garten. Rosen und Pfingstrosen gehen auf, Sommerblumen strecken ihr Grün mitten in den Eisheiligen hervor. Selbige sorgen aber für einen Wachstumsstopp bei den vorgezogenen Tomaten, trotz nächtliches Abdecken. Und hier ist es schon wieder so trocken, dies wird sich lt. Wettervorhersage auch nicht  schnell ändern.Eine Holzbiene habe ich endlich auf ein Foto bekommen, ich hoffe Ihr erkennt den grossen Brummer aus dem Süden hier:

holzbiene

Kennt Ihr diese Blättchen:

DSC_0045

Das ist wilder Wiesen Sauerampfer, ein Knöterich Gewächs, wie er in fast jeder Wiese wächst. Ihr erkennt ihn immer gut an den „Flügeln“ des Blattes. (Verwechslungen mit dem giftigen Aronstab sind eigentlich fast nicht möglich). Ich liebe Sauerampfer, als Kinder haben wir den mit unseren Eltern zusammen gesucht, anschließend eine Suppe daraus gemacht. Natürlich wurden einfach so schon Blätter vor Ort gegessen, welch sauer schmecken, wie der Name es schon sagt. Die Pflanze enthält Oxalsäure, die in grossen Mengen verzehrt, zu Durchfall und Erbrechen führen kann und auch Rheumatiker, Gichtkranke, Schwangere sollten sie nur in geringen Mengen bzw gar nicht davon essen. Aber als Heilkraut und Salatbeigabe ist Sauerampfer sehr gesund! Von Vitaminen und Mineralien nur so strotzend, ist es blutreinigende, herzstärkend, antibakteriell, schleimlösend, harntreibend und lecker! Auch dieses Kraut wurde schon im Mittelalter verwendet (Tee und Umschläge) und ist allein durch sein Vorkommen überall, eine Pflanze, die viele von Euch sicher schon kennen, vielleicht sogar die Kulturformen im Garten haben. Beim Kochen zerfällt übrigens die Oxalsäure. Mein Vater wusste als Kriegskind viele dieser Sammelkräuter zu bestimmen, aber wenn Ihr Euch mal umhört, so kennen sicher einige der Omas und Opas gerade die Sauerampfer Suppe, die mit Sahne, etwas Pfeffer, Salz und Muskat schnell zubereitet war.

Ein paar Blättchen in den Salat, etwas mehr als oder zum Spinat, wie wär’s?

Sauerampfer
rumex-acetosa quelle.gesund&co

 

Ich habe mich entschlossen, erstmal weniger digital unterwegs zu sein. In dieser ganzen Corona Zeit habe ich mich auf mein Handy gestürzt, gestützt. Das will ich runterfahren. Also, wenn ich Eure Beiträge weniger oder später besuche, bitte ich schon jetzt um Vergebung.

 

Habt ein schönes Wochenende, bleibt gesund und tapfer.

 

 

Diese Mai Woche

Hallo Ihr Lieben.

 

Das war eine gut gefüllte Woche. Drei Beiträge habe ich gepostet, einen über das geliebte, aber gerade vermisste Kino, einen Post über ein unscheinbares Wiesenkraut und dann noch über eine Lieblingsblume.

Aber auch sonst war gefühlt viel los. All die Veränderungen mit und ohne Abstand, die jetzt auf uns einprasseln. Wie das wohl werden wird? Ich sehe überall den Abstand schwinden, noch mehr, als die Tage vorher schon. Ansonsten habe ich langsam den Dreh raus, wenn mir jemand im Geschäft zu nahe kommt. Erst fahre ich meine Ellebogen aus, wenn das nicht reicht, knurre ich unter meiner Maske nur: „das sind keine Meterfuffzich!“ Gerade Frauen erschrecken dann komischerweise und starren mich an und gehen einen Schritt zurück. Nett hat ja nicht geholfen die letze Zeit. Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo die Freiheit des Andern beginnt – ein Drahtseil-Akt, natürlich und Einfach ist Anders. Aber wo gibt es das gerade. Übrigens ist Abstand auch das Monatsthema bei der Zitronenfalterin. Ein gutes Thema, auch unabhängig von Covid19.

Eine schöne Begegnung hatte ich beim Spargel Kauf im Hofladen. Eine junge Mutter mit kleinem Kind kamen per Roller und Laufrad. Das Kind war offensichtlich etwas groggi: „Ob ich gesehen hätte, dass Rhabarber im Laden zu kaufen wäre? Sie hätte nicht damit gerechnet, dass die Tochter so weit fahren würde.“ Auf den hatte ich nicht geachtet, nur Erdbeeren wären mir frische aufgefalllen“ „Sie hätte nämlich keine Maske eingesteckt.“ Kurz gekramt, eine der ausgeschnittenen, in einem Beutel sicher verwahrten Masken rausgeholt, kurz das Anlegen erklärt, weil man an den Ohren den Stoff drehen muss. Jemand glücklich gemacht.

SÜSSKARTOFFEL
So vermehrt Ihr ganz einfach Süsskartoffel, aber erst nach den Eisheiligen auspflanzen

Ich habe mir überlegt, dass ich jetzt häufiger wieder das ein oder andere *Kräutchen* vorstellen möchte. Die nächsten zwei sind schon in der Pipeline. Holunderblüten gibt es schon reichlich, so früh blühend wie (gefühlt) nie. Es wird natürlich wieder Holunderblüten Sirup gemacht. Wie ich den zubereite und was es bei mir über „Mutter Holunder“ zu erzählen gibt, könnt Ihr hier lesen.

Der neue Gartentisch ist da, schnell aufgebaut von mir. Sperrmüll kommt auch wieder, daher kann der alte noch eine Woche hinten im Garten hochkant warten. Wir haben keine Bio Tonne, sondern einen Kompost. Ich glaube, ich bin die einzige hier weit und breit. Daher muss ich so etwas wie Heckenschnitt anmelden. Auch der wird nun wieder abgeholt, in drei Wochen. Da dieses Gestrüpp (und mehr,) Dank Corona eh seid zwei Monaten im hinteren Garten liegt, macht das auch nichts mehr aus. Ja, mein „hinterer Garten“ sieht recht wüst aus. Aber in der Mitte habe ich ein kleines Paradies voller blauer Iris, Salomonsiegel, Waldmeister und Akkelei. Das Löwenmäulchen steht auch schon in den Startlöchern. Man merkt, dass es den Schnecken zu trocken ist, die Funkien werden kaum angeknabbert. Nächste Woche, pünktlich mit Beginn der Eisheiligen, kommt nicht nur Kälte, sondern auch Regen, laut Vorhersage.

Iris und Co

Spargel haben wir schon zwei mal diese Woche gegessen, immer recht klassisch im Wasserbad gegart, mit Kartoffelbeilage und wer mag, etwas Butter. Dazu gab es einmal Schinken und einmal Hühnerbruststreifen. Gern trinke ich am nächsten Tag noch etwas von dem Spargelwasser, das ist ja genau so gesund, wie der Spargel. Ach, dieses Gemüse ist für uns immer noch etwas Besonderes.

Am Wochenende kann, wer mag, Vögel zählen und melden. (Stunde der Garten Vögel) Hier sind diese Woche die Schwalben angekommen und sogar ein Storchenpaar kreiste nah bei, etwas Besonderes bei uns. Genau wie das Dompfaffpärchen an der Fütterung, denn normal ziehen sie nur durch. Begeistert hat mich wieder der Gesang der Mönchsgrasmücke und der schnelle Baumläufer. Wie der Kleiber kann letzterer Vogel an der Baumrinde hoch klettern, nur nicht kopfüber wie der Kleiber wieder runter.

In der Bücherei habe ich mir „Der Zopf“ ausgeliehen. Schon vor einem Jahr hatte Andrea Zitronenfalterin den Titel gut besprochen und die ersten Kapitel gefallen sehr. Die letzten zwei Post-Kunst-Werke zum Thema „Frühling“ sind angekommen, ganz wunderschön und einen eigenen Beitrag wert. Auch wenn es vorher viel Arbeit für die Teilnehmerinnen bedeutet hat, den Entwurf zu machen, die Schablonen auszuschneiden und dann zu drucken, so sind hinter doch viele schöne Ergebnisse verschiedenster Art zusammen gekommen.

Zum Wochenausklang gab es etwas zum Naschen. Neben dem „Weltfrieden“, (wer hier häufiger liest ist dem schon begegnet,) habe ich Schnecken mit Nuss-Zimt Füllung gebacken. Mit frischer Hefe. Das neue Gold findet man jetzt auch wieder vermehrt im normalen Regal. Ist fast immer Bio Hefe, vielleicht erscheint die den Leuten zu teuer? Ach und weil die Rettungsringe noch nicht groß genug sind, gab es auch Eis dazu.

WELTFRIEDEN Brot und Schnecken

Wunderbare Musik habe ich Dank meinem Schatz auch just neu entdeckt. Warum gehen manchmal so schöne Stimmen und kreative Größen an mir vorbei? Ihre (Haley Reinhart) Versionen von „Can‘ t help fallin‘ in love“ und „seven nation army“ sind für mich Gänsehaut Musik.

Euch ein schönes Wochenende, wer Muttertag feiern mag, einen schönen selbigen.

Viel Spass beimSamstagsplausch von Andrea.

 

 

 

 

Waldmeister, Papageientulpen und Maibäume

Hallo Ihr Lieben.

 

Seid herzlich eingeladen zum Samstagsplausch bei Andrea. Hier gibt es für mich wie jeden Morgen einen Milchkaffee.

Es war eine ruhige Woche. Die Bücherei hat sich einen neuen Plan überlegt, wie man jetzt wieder abgeben und ausleihen kann. Ich hatte eine sehr grosse Tasche mit abzugebenden Titeln und es hat so gut getan, zwischen den Regalen zu schauen. Allerdings habe ich mitgehört, dass wohl erst mal keine neuen Titel angeschafft werden. Finanzen werden überall ein Thema werden.

Papageien Tulpe

 Unsere Gartenmöbel sind teils hinüber und am Mittwoch wollten wir einen neuen Tisch und zwei Stühle kaufen. Das Angebot des Tisches war schon kurz nach Öffnung ausverkauft. Nun, durch Corona und den sonnigen April sitzen die Leute und auch wir, viel mehr im Garten oder auf dem Balkon. Jetzt haben wir doch einen Tisch bestellt, für viele weitere Tage im Garten. Aber ich freue mich so auf Regen. Es ist so trocken und die Luft voller Pollen. Ich glaube,  es gibt wieder eine Notblüte. Außerdem scheinen fast alle Blumen, Sträucher und Bäume gleichzeitig zu blühen. (Selbst als nicht-Allergiker niesse ich lauthals und bekomme von den Nachbarn „Gesundheit“ gerufen – sehr passend, wenn Ihr Mal schauen wollt, woher der Brauch stammt.)

DSC_2106(2)

Dank 1. Mai Feiertag ist es diesmal ja eine kurze Arbeitswoche. Auch wenn oftmals die Zeit verschwimmt. Pünktlich zum Feiertag fällt immer wieder Regen und es ist kühl und frisch und die gelben Pollen zu Rinnsalen zusammen gekommen.

Hier gibt es den Brauch des Maibaum Aufstellen als Liebesbeweis. Dieses Jahr ist ein Schaltjahr und die Mädchen würden den Jungen eine bunt geschmückte Birke schenken.

Herz

Aber leider benötigt man i. R. mehr als einen Helfer zum Baum aufstellen. So gibt es nur ein paar Bäume, denn die Aufstellservice kommen gar nicht hinterher. Noch beim frühen Hundegang habe ich ein Auto mit diversen Birken auf dem Dach flitzen sehen. Manche haben sich auch so beholfen und vorhandene Bäume genutzt. Das die Dorfmaibäume dieses Jahr nicht auf den Dorfplätzen aufgestellt werden, ist auch klar. Kein in den Mai tanzen. (Finde ich alles nicht so wild, es gibt wirklich Schlimmeres!)

 

Maiwanderungen in geselliger Runde mit feucht fröhliche Picknick gab es auch nicht.  Es hat immer wieder Regenschauer gegeben. Also war die Maiwanderungen vielleicht auch verschmerzbar.

Tulpen im Glas

Besondere Tulpen habe ich ergattert. Papageien Tulpen, so wunderschön. Ich habe dann nachgelesen, dass diese Art nur durch eine zufällige Mutation entstanden ist. Als erstes kommen die grünen Blätter kraus aus der Erde.

DSC_2091

Eine Maibowle mit Waldmeister aus dem eigenen Garten kann ich schon nicht mehr ansetzen, denn das duftende Kraut blüht schon fleißig. Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass das blühende Kraut schon zu giftig ist. Aber zwei kleine Sträußchen habe ich gemacht für meine Wäscheschublade. Waldmeister erhält durch Welken Cumarin. Es ist leicht giftig, kann Kopfschmerzen verursachen, aber als Mottenmittel wunderbar und süßlich angenehm duftend. Als Heilmittel wird die Pflanze schon sehr lange eingesetzt. Ein altes Wort für Waldmeister ist auch Labkraut, das habt Ihr sicher schon mal in Geschichten und Märchen gelesen.

Waldmeister Thome
Quelle Wikipedia, Thome

 

Einen schönen Start in den Wonnemonat Mai.

 

Verlinkt auch bei Holunderblüchen

 

 

Aprilcollage

Aus einem April

Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern
schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er
leer war, –
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.

Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser
über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.
Alle Geräusche ducken sich ganz
in die glänzenden Knospen der Reiser.

Rainer Maria Rilke (1875-1926, aus Gesamtausgabe Insel Vlg)

 

Hallo Ihr Lieben.

Nein, einen typischen April hatten wir nicht, den Regen, wie er an die Fenster prasselt, haben wir nicht gehört oder glänzende, nasse Flächen gesehen. Wer hätte gedacht, dass wir wirklich im Geschichtsbuch landen würden. (Kaum ein global bedeutsames Ereignis in meinem Leben kann das von sich behaupten, wohl eigentlich nur die Maueröffnung und daran war ich nicht selber beteiligt.) Aber dieser Virus hier, betrifft wirklich alle(s). Aber natürlich gibt es nicht nur ihn diesen April. Das Wichtigste für uns hier sicher die zwei Geburtstage vor Ort und einer weit weg. Ostern war mal ganz anders, schön, aber auch traurig. Viel auf die Rippen haben wir leider auch bekommen, wir kompensieren ein wenig mit Essen. Lesephasen, kreative Phasen, Gartenzeit und zu viel Sonnenstunden. Meine Lieblingsbücher diesen Monat: Gaiman, Der Ozean am Ende der Straße und Jacominus (s.u.)

 

 

Birgit sammelt wieder unsere fotografischen Collagen.