Aufmunternd

Hallo. So, die närrische Zeit ist vorbei, die Fastenzeit hat begonnen. Verzichtet Ihr auf etwas? Süsses, Alkohol, Nikotin,Fleisch? Alkohol und Süsskram steht da bei mir auf dem Plan. Alkohol ist nicht so schwer, Süsses fehlt mir eher, zumindest zu gewissen hormonellen Tagen… Aber gerade habe ich eh kaum Lust etwas zu essen. Sebst meine Leibspeise Kartoffelpüree muntert mich nicht auf. …Ich habe Probleme mit diversen Halsmuskeln, total verspannt. Sehr schmerzhaft. Mein armer Mann hat seid langem wieder einen Migräne Anfall, der Sohn Kopfweh. Ich bin echt genervt und brauche eine Aufmunterung.  „Fechten, Ringkämpfe, Folter, Gift, Wahre Liebe, Hass, Rache, Riesen, Wunder,…“

Na? Gibt bestimmt schon wen, der einen Verdacht hat? Ich schau mir gerade mal wieder einen wunderbaren Film an, nach einem noch schöneren Buch! Ach, „Wie Ihr wünscht!“

„Die Braut des Prinzen“

Als Buchtitel „Die Brautprinzessin“ von William Goldman.

Ein wunderbares, wortwitziges und originelles Buch und ein ebenso schöner Film. Die NiuFs (Rvags im Film) im Feuersumpf sehen zwar verdächtig nach einem Mann im Fellkostüm  aus, aber das macht nichts. Es wird einfach eine besondere, fantastische, „kostümierte“ Geschichte erzählt. Und wer wissen will, was NiuFs sind, muss diesen Film sehen, bzw. das Buch lesen! Übrigens wurde die Original Geschichte von S. Morgenstern verfasst. Als der kleine William Goldman krank im Bett lagt, las ihm sein Vater das Buch vor. Als der erwachsene, mittlerweile als Drehbuchautor bekannte Goldmann, die Geschichte wieder in die Hände bekommt, stellt er fest, dass ihm damals nur die spannenden Teile vorgelesen worden sind. Er schreibt nun den Roman neu zusammen.

Und „Da steht alles drin, was man über Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht wissen muss.“, so Campino.img_20170303_213402

Der Soundtrack wurde übrigens von Marc Knopfler geschrieben. Carl Elwes und Robin Wright spielen das! Paar, Buttercup und Westley, neben vielen anderen bekannten Gesichtern.

„Hallo, mein Name ist Inigo Montoya. Du hast meinen Vater getötet, jetzt bist du des Todes“

Wer Buch oder Film kennt weiss, dieses Zitat heisst: nie aufgeben! Also…

Wünsche Euch ein schönes Wochenende!

 

Winterzeit – Frühling in Erwartung

Hallo Ihr Lieben!

Das Schöne am FRÜHLING ist, dass er kommt wenn man ihn am meisten braucht.

Es war so kalt die ganze Zeit und dunkel. Leider hatten wir hier nur wenig Schnee, der macht alles immer heller und dämpft das Laute. Ich liebe Schnee. Er schützt ja auch meinen Garten und den mag ich nun mal sehr. Ja, ich mag Winter, ohne ihn würden wir den Frühling nicht so schätzen, oder?

Anne Bradstreet: Wenn wir keinen Winter hätten, wäre der Frühling nicht so angenehm.

So langsam reicht mir s auch mit dem Winter. Ich bin da im Moment auch ein wenig wehleidig, muss ich gestehen. Die paar Minuten morgens, die es schon heller wird, reichen mir nicht. Seid heute ist es erstmals über Null und es regnet. Nun ist das sonnige Winterwetter vorbei, es fällt dringend benötigte Regen. Dafür ist es jetzt grau in grau und es gab Glatteis. Ne, ich bin nie zufrieden😉

Wie ergeht es Euch so mit der Jahreszeit?

Ich lese gerade einen Jugend-Krimi, hab dafür gerade Zeit, bin krank. (Jetzt wisst Ihr, warum ich ein wenig, bis mehr, der Wehleidigkeit verfallen bin.)

MORD IST NICHTS FÜR JUNGE DAMEN von Robin Stevens

Ein Krimi, wie von Agatha Christie geschrieben, nur humorvoller. Es spielt in einem Mädchen Internat, die Hauptdarstellerinnen sind die aus adligem Haus stammende Daisy Wells und die aus Hongkong kommende Hazle Wong und das in den 1930er. Die beiden Freundinnen sind recht unterschiedlich, was dem Roman schon mal eine gewisse Eigendynamik verleiht. Ausserdem erinnert mich die Beschreibung des Internets sehr an meine Jugend, ich war 3 Jahre in einem Mädcheninternat. (Ja wirklich, können sich wenige vorstellen und hat mir nicht geschadet.) Die beiden Mädchen haben eine geheime Detektei und als Hazle ihre Lehrerin tot auffindet, denn die Leiche verschwindet und keiner glaubt Hazel, da ein Kündigungsschreiben vorliegt, ausser Daisy. Aber so haben die geheimen Detektivinnen ihren ersten richtigen Fall. Mit Geschick nutzt Daisy ihre Beliebtheit um neben Klatsch und Tratsch z.B. Alibis herauszubekommen ohne Lehrer auszufragen. Die schüchterne und ängstliche Wong übernimmt dagegen wohl eher den Part des Dr. Watsons. Und ist das Buch nicht auch schön aufgemacht?

Ab und zu muss ich Pause machen, denn die Lesebrille drückt auf auf die erkältet Nase. Also wieder Tee mit Käsepappel, Salbei, Thymian und Co. Mein lieber Schatz hat mich schon am Wochenende damit versorgt und dafür gesorgt, dass ich ihn auch trinke. 😘 Kräutertee immer schön lange ziehen lassen und Honig erst zufügen, wenn er nicht mehr so heiss ist, so behält er seine guten entzündungshemmenden Eigenschaften. Käsepappel ist super! Er besteht aus den Grünen Teilen der Malve und „Pappe“ bezieht sich auf Schleim und unterstreicht die schleimbildende Eigenschaft, die man z.B. bei einer Schleimhautentzündung nutzen kann. (Aber auch gut für den Magen.) Es gibt nur sehr unterschiedliche Arten und selber die richtige zu sammel trau ich mir nicht zu, daher besorge ich diesen Tee.

So, bald kommt dann auch ein positiverer Beitrag.

Macht es Euch gemütlich und bleibt gesund!

Neues Jahr, neue alte Ideen?

Die Ferien sind vorbei und wir sind wieder im Alltag angekommen. Die Gesundheit ist so lala in der Familie, aber das wird…

Ein wenig gemalt hab ich noch, in ein nettes Buch schau ich und versuche ein schönes Höhrbuch zu hören ohne doch wieder zu schnell einzuschlafen. Außerdem hat meine Mutter mir vor einiger Zeit ein altes Kochbuch von meiner Urgroßmutter geschenkt. Es ist nur in Sütalin/Sütalin geschrieben.

Das Höhrbuch ist wunderschön und ausgeliehen aus der Onleihe der Bücherei und daher muss ich es eigentlich endlich weiter hören. Die Geschichte von den Freunden, die einen Eishai jagen wollen, ist nicht umsonst in Norwegen ein Bestseller. Das Buch hab ich schon ein paar mal in der Hand gehabt, denn schön aufgemacht ist es auch noch! Aber um Weihnachten hat man ja genug Ausgaben, so dass ich es immer liegen gelassen habe. Und das ich beim Hören immer einschlafe, hat nichts mit der Qualität zu tun… ups, ich schlaf bei Höhrbüchern immer ein und tagsüber zu wenig Konzentration.Und auch ausgeliehen habe ich gerade ein nettes Buch über Skandinavien. Nett… es ist in manchen Dingen informativ und schön. Aber manchmal ist mir der Inhalt zu wenig oder auch zu kurz. Daher schreib ich hier nur „nett“.

Dosen bemale ich total gern, aber viel zu selten, mit Aquarellfarbe oder Acryl. Motive gibt es eigentlich auch immer genug. Aber nach den letzten Dosen, stricke ich jetzt erst mal recht einfach eine Decke. Ich liebe meine bereits gestrickte Decke, so warm und kuschelig. Wenn ich es ohne Muster stricke, ist es für mich abends total entspannend. Ich bin nicht so der gute Stricker. Pullover bekomme ich noch hin, aber diese Wolle kratzt zu sehr.

Heute hab ich auch ernsthaft mal in das Kochbuch meiner Urgroßmutter geschaut. Es sieht schön aus mit dieser wunderschönen Schrift, die nur leider bis zum zweiten Weltkrieg gelehrt wurde. Mein verstorbener Vater könnte es noch, ich muss mich durch rätseln. Viele Buchstaben sehen geschrieben einfach zu ähnlichen aus. Na, mal sehen, es macht schon auch Spass. Zur 5. Jahreszeit z.B. dies:

Muzenmandeln

1/2 Pfund Butter, 1 Pfund Zucker, 9 Eier, 3 Pfund Mehl, 1/8 L. Milch, 1 Esslöffel Rum, 1/2 abgeriebene Zitrone, 1 gehäufter Zuckerlöffel Hirschhornsalz, ….in Schmalz gebacken.

Ein Wort …. könnte ich nicht entziffern. Aber ausprobieren will ich es mal. Ohne Schmalz aber😋.

Wünsche Euch eine schöne Zeit, egal ob es weiss oder grau bei Euch ist, macht es Euch gemütlich!

Rettung vor dem Frost

Brrrr… ist das kalt geworden die Tage, stürmisch und manchmal noch ein fieser Nieselregen neben Regengüssen, kein Wetter um gern rauszugehen.

Zwischen dem Laub der Trauerweide auf dem Gehweg vom Nachbarn, stach das Grün dieser Raupe regelrecht hervor, sie bewegte sich nach der kalten Nacht kaum noch. Schade, ich wünschte Ihr viel mehr, sie könne sich wenigstens noch verpuppen und über den Winter in einem heimeligen Versteck die Metamorphose durchmachen und im Frühling als Nachtschwärmer oder Tagschmetterling erwachen. Was sie wohl träumen würde? Ich habe sie zwischen das Birkenlaub gelegt, dass ich wegfegen musste und welches nun als Schutz und Kompost in meinem Vorgarten zwischen den Sträuchern liegt. Leider vermute ich, dass sie dort eher Vogelfutter wird. Aber wenn man durch diesen tristen Novembertag stapft, mag man lieber an Schmetterlingsträume denken. Ich habe dann auch mal nachgeschaut, es müsste ein Pappelschwärmer sein. im-traum

Noch während ich das hier schreibe, ging mir im Kopf herum, dass mir diese Idee von eine Bilderbuch in`s Hirn gepflanzt wurde – und behielt Recht. Übrigens ein wunderschöne Bilderbuch… haben es der Engerling und die Raupe nicht gemütlich auf dem Bild?  Wenn Ihr mal ein Geschenk für Kindergartenkinder sucht, die vielleicht auch kleine Träumer und/oder Entdecker sind…

Dann hatten wir ja einen super Vollmond. Natürlich sieht er auf dem Foto hier genau so aus, wie sonst auch. Aber dieser „Hof“ drum herum, verriet, dass es sehr kalt werden würde in der Nacht und es sah diesmal (gefühlt) besonders beeindruckend aus. Der Erdtrabant war 14% grösser und 30% heller, so nah an der Erde.

Außerdem habe ich die letzen Peperoni und grüne Tomaten noch schnell reingeholt.

Mit Basilikum, schwarzem Kümmel, Kräutersalz und passierten Tomaten,Zucker und weißem Balsamico habe ich daraus noch mal eine scharfe Soße gemacht. Dafür habe ich die Kerne drin gelassen, denn die grünen Peperoni haben keine besondere Schärfe mehr. Dann den Zauberstab zum Schluss eingesetzt und alles ganz heiß umgefüllt, für später im kalten Winter, eine kleine Erinnerung an wärmere Jahreszeit.

Apfelmus mache ich noch immer fleissig, heute mal wieder mit Zimt. Ich esse so gerne Kartoffelpüree oder Reibekuchen mit Apfelmus, meine Leibspeise!

Natürlich sind jetzt auch diverse Pflanzen reingebracht worden. Geranie und Schmucklilie müssen im Keller bei weniger Licht überwintern, die Rittersterne brauchen jetzt erst mal einen dunklen Ort, damit sich die Blüten im Winter irgendwann hervortrauen. (Ich hab die Pötte mit den grossen Knollen und dem einfachen Blattgrün nach der Blüte im Sommer immer in einer Ecke im Garten versteckt, hoffentlich an Dünger gedacht, damit ich wieder eine oder gar zwei Blüten für den Winter bekomme.) Die Fensterbank im Wohnzimmer ist nun auch recht voll mit den restlichen Pflanzen. Leider habe ich nicht so viele Möglichkeiten sie hell genug zu „präsentieren“. Und dabei stehen die Sukkulenten noch an der Hauswand draußen, erst wenn es noch kälter wird, kommen auch sie rein.

Dummerweise warten noch ein paar Wildtulpenzwiebeln darauf eingepflanzt zu werden. Die Rizome der Dalie wurden ausgebuddelt und werden erst nach den Eisheiligen wieder eingesetzt, wenn ich den Pott, in dem ich sie verwahre, nicht vergesse. Altes braunes Grün und Samenstände bleiben bei mir auch immer stehen, als Schutz, Kompost und Futter. Vögeln und Insekten macht man damit eine Freude, schön anzusehen ist es nicht unbedingt immer. Aber manchmal zaubert der Herbst und der Winter auch gerade dort dann mit Eisblumen…

Wünsche Euch schöne Tage!

 

 

 

Schottische Nervennahrung

Hallo!

Auch ohne Weihnachtszeit darf man ja Plätzchen backen oder nicht? Irgendwie treten die gegenüber von Kuchen häufig in den Hintergrund. Ich bin ja Fan von Mürbeteig und daher ist es doch logisch, dass man da unbedingt mal wieder Shortbread backen muss. Ausserdem ist es mit der vielen Butter super Nervennahrung, aber Hüftgold leider auch. Seit ich meine erste Küchenmaschine geschenkt bekam und da ein gratis Buch beilag mit einem Grundrezept des schottischen Keksgebäcks, wird das immer mal wieder gebacken. Passt auch gut zur Jahreszeit, zu Tee, Scotch und Kaminfeuer, vielleicht noch ein gutes Buch dazu oder ein Film,… und am besten in Gesellschaft.

In Schottland wurde das Buttergebäck zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Weihnachten und Sylvester gebacken. Mit so viel Butter und Zucker war es ein Luxus. Erste Erwähnungen gibt es im 12. Jhd. Und als sich Queen Victoria immer mehr in Schottland und ihrem Schloss Balmoral aufhielt, hielt dieses Gebäck auch in die klassische Teestunde des Briten Einzug. Es gibt zahlreiche Varianten!

Hier nun mein Rezept, ich mache immer „Shortbread Fingers“, aber man kann auch runde Kekse backen oder die „Petticoat Tails“, eine größere, runde Form, welche wie ein Kuchen aufgeteilt wird. Gern wird das frisch gebackene auch noch mit Zucker bestreut. Dies ist mir persönlich zu süß.

300g Weizenmehl, 75 g Stärke, 125g Zucker, 1/2 Tl Salz, 250g Butter. Ich nehme diesmal echte Vanille (1 Schote) und einen kleinen Schuss Scotch dazu.

Salz, Butter und Zucker gut verrühren bis der Zucker aufgelöst ist. Mehl und Stärke unterkneten. Wer mag kann auch Rohrohrzucker nehmen, ist nicht so süß, aber etwas aromatischer. Ein Backblech, am besten die Fettpfanne, mit Backpapier auskleiden und den Teig 10 – 15 mm dick darauf ausrollen, etwas mit der Gabel einpieksen. Ich backe die ganze Fläche und zerschneide sie kurz nach dem Backen in „Fingers“.

Ofen auf 175C vorheizen, Ruhezeit mind 1 Std kühl, Backzeit 18 – 20 min (Fläche definitiv 20 Min mindestens)

Dann etwas abkühlen lassen und zerschneiden.

Zu Weihnachten kann man mit Gewürzen wie Zimt und Kardamom in die Vollen gehen. Schokoladenstücke, Rosinen, Cranberrys,…es gibt viele Möglichkeiten. Wenn man sich auch unsere Weihnachtsrezepte so ansieht, gibt es viele Mürbeteig Grundrezepte. Denkt daran, dass dieser Teig nach dem Kneten immer kühl ruhen muss, damit sich alles gut verbindet, ich plätte ihn vorher schon, mit Backpapier und den Händen. Natürlich könnt Ihr die Fingers vor dem Backen formen oder, wie ich das mache, ganz warm noch durchschneiden. Die Kekse halten sich recht gut, wie lange kann ich nicht sagen, da sie immer recht schnell aufgegessen werden.

Ich mach es mir jetzt gemütlich und schaue „Miss Fisher“! Die dritte Staffel dieser tollen australischen Krimi Serie ist im September heraus gekommen und ich liebe sie! Basierend auf einer Buchreihe die es auf Deutsch leider nicht mehr gibt, mit tollem 20er Jahre Set, liebgewonnenen Schauspielern, entsprechender Musik und Geschichte(n), ist diese Reihe für mich ein Serienjuwel. Ich mag diese Ära, außerdem auch eher klassische Krimis und Miss Fisher als starke, mondäne Frau. Und ich werde es der Heldin nachmachen und dazu einen Scotch trinken….und Shortbread knabbern.

Habt eine schöne Zeit!