Ihr Lieben.
Kein Irrtum, diesen Monat geht es um „mein Wappentier“, wie Ihr schon in der Überschrift lesen und erahnen konntet.
Der kleine Vogel mit dem wippenden Stert. Ein kleiner Zappelphilipp. Der Name (hier) stammt aus dem Plattdeutsch, genau wie Wippstiärtken oder Wibbelstetzje und im Englischen heissen sie „wagtail“, sehr ähnlich, nicht wahr? Auch Akkermāntje oder Baumāntje werden sie genannt, wissenschafftlich Motacilla alba. Umgekehrt wurden früher die unruhigen Kinder nach diesem Vogel benannt. Unverwechselbar seine schwarz weiss graue Färbung, die wunderschöne Kontrastgebung des Gefieders. 16,5 bis 19 cm und ca 25 g sind die Maße dieses zierlichen Gesellen. Ein Singvogel aus der Familie der Stelzen und Pieper, aus der Ordnung der Sperlingsvögel. Rank und Schlank, elegant, wie ein Geck im Frack stelzt sie durch die Wiese, mit weit ausgreifenden Schritten, immer in Bewegung. Ständig bewegt sich dabei auch das Köpfchen vor und zurück und hält Ausschau.

Immer auf der Suche nach Insekten, in der Nähe von Wasser und Vieh. Wer genau hinschaut, sieht, wie sich die Vögel die auffliegenden Insekten auf der Wiese vor den Hufen des Viehs schnappen – heute kann das sogar ein Mähroboter im Garten sein. Aber auch am und in niedrigem Wasser findet die Bachstelze Köcherfliegenlarven. Einen grossen Anteil machen Käfer in ihrem Speiseplan aus. Sämereien werden eigentlich nicht aufgenommen, Beeren nur mal angepickt. Ein Zugvogel, der im Winter bis nach Nordafrika fliegt. Von menschennahen Kulturlandschaften, über Felder, Marschen und Gebirgszüge sieht man sie, den schwarzweißen Vogel. „Tswii-witt“ hört Ihr sie rufen und findet sie vielleicht halbhoch in der Mauer, einem Holzstoss oder gut schützende Gebüsch brüten. Dann hat das Männchen im Frühling, nach der Reise aus dem Süden, bereits einen Zickzack Hochzeitstanz vor dem scheinbar unbeeindruckten Weibchen aufgeführt. Die Männchen kommen etwa eineinhalb Wochen vor den Weibchen in ihren angestammten (oft sind es die Geburtsgebiete) Revieren an und bekunden lautstark mit Rufen ihren Anspruch. Rivalen werden vertrieben. Manchmal wird sogar ein Weibchen angeflogen, wenn es sich nicht zu erkennen gibt. Die Brut besteht oft aus 5-6 Eiern, die mindestens 11 Tage ausgebrütet werden. Danach erfolgt die Fütterungsphase von etwa zwei Wochen im Nest und dann noch mal etwa eine Woche außerhalb.

Letztes Jahr im Sommer hatte ich die aufregende Möglichkeit durch das Fenster eine wenig bei der letzten Woche der Fütterung zuzusehen und eine ganze Reihe Fotos zu machen.

Elf Unterarten werden von dem Vogel aufgezählt, dabei variiert das Gefieder, bzw die geografischen Variationen sind mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt. Auch Verwandtschaft gibt es einige, viele kennen sicher die Kuhstelze, um nur einen Vogel in Vertretung zu nenne.

Ab und zu habt Ihr hier oder auf meiner Post schon einen kleinen Stempel von dem schwarz-weißen Vögelchen gesehen. Den habe ich vor Jahren, am Anfang meiner Blogtätigkeit von Maike vom Blog Kleineviecher bekommen. Der ist selbstgeschnitzt und hat mich nicht nur wahnsinnig gefreut, sondern angefeuert, selber zu schnitzen!
Aber hier kommt nun mein neuer, selbstgeschnitzter, viel größerer und ganz anderer Stempel vom Bachstelzchen:


Natürlich kontrastreich und doch ganz anders sollte er sein, mein Vogel, als der kleine Stempel, der nach dem Vorbild meines Blog Headers geschnitzt wurde.

Nun zeige und verlinke ich diesen Monatsvogel aus meinem Jahresprojekt bei Andrea, die Zitronenfalterin, die netterweise den Anstoß am Anfang des Jahres für monatliche Projekte gab und uns die Plattform auf ihrem Blog zum Zeigen ermöglicht.
Außerdem verlinke ich den Stempel beim Creativsalat.


























