Rettung vor dem Frost

Brrrr… ist das kalt geworden die Tage, stürmisch und manchmal noch ein fieser Nieselregen neben Regengüssen, kein Wetter um gern rauszugehen.

Zwischen dem Laub der Trauerweide auf dem Gehweg vom Nachbarn, stach das Grün dieser Raupe regelrecht hervor, sie bewegte sich nach der kalten Nacht kaum noch. Schade, ich wünschte Ihr viel mehr, sie könne sich wenigstens noch verpuppen und über den Winter in einem heimeligen Versteck die Metamorphose durchmachen und im Frühling als Nachtschwärmer oder Tagschmetterling erwachen. Was sie wohl träumen würde? Ich habe sie zwischen das Birkenlaub gelegt, dass ich wegfegen musste und welches nun als Schutz und Kompost in meinem Vorgarten zwischen den Sträuchern liegt. Leider vermute ich, dass sie dort eher Vogelfutter wird. Aber wenn man durch diesen tristen Novembertag stapft, mag man lieber an Schmetterlingsträume denken. Ich habe dann auch mal nachgeschaut, es müsste ein Pappelschwärmer sein. im-traum

Noch während ich das hier schreibe, ging mir im Kopf herum, dass mir diese Idee von eine Bilderbuch in`s Hirn gepflanzt wurde – und behielt Recht. Übrigens ein wunderschöne Bilderbuch… haben es der Engerling und die Raupe nicht gemütlich auf dem Bild?  Wenn Ihr mal ein Geschenk für Kindergartenkinder sucht, die vielleicht auch kleine Träumer und/oder Entdecker sind…

Dann hatten wir ja einen super Vollmond. Natürlich sieht er auf dem Foto hier genau so aus, wie sonst auch. Aber dieser „Hof“ drum herum, verriet, dass es sehr kalt werden würde in der Nacht und es sah diesmal (gefühlt) besonders beeindruckend aus. Der Erdtrabant war 14% grösser und 30% heller, so nah an der Erde.

Außerdem habe ich die letzen Peperoni und grüne Tomaten noch schnell reingeholt.

Mit Basilikum, schwarzem Kümmel, Kräutersalz und passierten Tomaten,Zucker und weißem Balsamico habe ich daraus noch mal eine scharfe Soße gemacht. Dafür habe ich die Kerne drin gelassen, denn die grünen Peperoni haben keine besondere Schärfe mehr. Dann den Zauberstab zum Schluss eingesetzt und alles ganz heiß umgefüllt, für später im kalten Winter, eine kleine Erinnerung an wärmere Jahreszeit.

Apfelmus mache ich noch immer fleissig, heute mal wieder mit Zimt. Ich esse so gerne Kartoffelpüree oder Reibekuchen mit Apfelmus, meine Leibspeise!

Natürlich sind jetzt auch diverse Pflanzen reingebracht worden. Geranie und Schmucklilie müssen im Keller bei weniger Licht überwintern, die Rittersterne brauchen jetzt erst mal einen dunklen Ort, damit sich die Blüten im Winter irgendwann hervortrauen. (Ich hab die Pötte mit den grossen Knollen und dem einfachen Blattgrün nach der Blüte im Sommer immer in einer Ecke im Garten versteckt, hoffentlich an Dünger gedacht, damit ich wieder eine oder gar zwei Blüten für den Winter bekomme.) Die Fensterbank im Wohnzimmer ist nun auch recht voll mit den restlichen Pflanzen. Leider habe ich nicht so viele Möglichkeiten sie hell genug zu „präsentieren“. Und dabei stehen die Sukkulenten noch an der Hauswand draußen, erst wenn es noch kälter wird, kommen auch sie rein.

Dummerweise warten noch ein paar Wildtulpenzwiebeln darauf eingepflanzt zu werden. Die Rizome der Dalie wurden ausgebuddelt und werden erst nach den Eisheiligen wieder eingesetzt, wenn ich den Pott, in dem ich sie verwahre, nicht vergesse. Altes braunes Grün und Samenstände bleiben bei mir auch immer stehen, als Schutz, Kompost und Futter. Vögeln und Insekten macht man damit eine Freude, schön anzusehen ist es nicht unbedingt immer. Aber manchmal zaubert der Herbst und der Winter auch gerade dort dann mit Eisblumen…

Wünsche Euch schöne Tage!

 

 

 

Schottische Nervennahrung

Hallo!

Auch ohne Weihnachtszeit darf man ja Plätzchen backen oder nicht? Irgendwie treten die gegenüber von Kuchen häufig in den Hintergrund. Ich bin ja Fan von Mürbeteig und daher ist es doch logisch, dass man da unbedingt mal wieder Shortbread backen muss. Ausserdem ist es mit der vielen Butter super Nervennahrung, aber Hüftgold leider auch. Seit ich meine erste Küchenmaschine geschenkt bekam und da ein gratis Buch beilag mit einem Grundrezept des schottischen Keksgebäcks, wird das immer mal wieder gebacken. Passt auch gut zur Jahreszeit, zu Tee, Scotch und Kaminfeuer, vielleicht noch ein gutes Buch dazu oder ein Film,… und am besten in Gesellschaft.

In Schottland wurde das Buttergebäck zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Weihnachten und Sylvester gebacken. Mit so viel Butter und Zucker war es ein Luxus. Erste Erwähnungen gibt es im 12. Jhd. Und als sich Queen Victoria immer mehr in Schottland und ihrem Schloss Balmoral aufhielt, hielt dieses Gebäck auch in die klassische Teestunde des Briten Einzug. Es gibt zahlreiche Varianten!

Hier nun mein Rezept, ich mache immer „Shortbread Fingers“, aber man kann auch runde Kekse backen oder die „Petticoat Tails“, eine größere, runde Form, welche wie ein Kuchen aufgeteilt wird. Gern wird das frisch gebackene auch noch mit Zucker bestreut. Dies ist mir persönlich zu süß.

300g Weizenmehl, 75 g Stärke, 125g Zucker, 1/2 Tl Salz, 250g Butter. Ich nehme diesmal echte Vanille (1 Schote) und einen kleinen Schuss Scotch dazu.

Salz, Butter und Zucker gut verrühren bis der Zucker aufgelöst ist. Mehl und Stärke unterkneten. Wer mag kann auch Rohrohrzucker nehmen, ist nicht so süß, aber etwas aromatischer. Ein Backblech, am besten die Fettpfanne, mit Backpapier auskleiden und den Teig 10 – 15 mm dick darauf ausrollen, etwas mit der Gabel einpieksen. Ich backe die ganze Fläche und zerschneide sie kurz nach dem Backen in „Fingers“.

Ofen auf 175C vorheizen, Ruhezeit mind 1 Std kühl, Backzeit 18 – 20 min (Fläche definitiv 20 Min mindestens)

Dann etwas abkühlen lassen und zerschneiden.

Zu Weihnachten kann man mit Gewürzen wie Zimt und Kardamom in die Vollen gehen. Schokoladenstücke, Rosinen, Cranberrys,…es gibt viele Möglichkeiten. Wenn man sich auch unsere Weihnachtsrezepte so ansieht, gibt es viele Mürbeteig Grundrezepte. Denkt daran, dass dieser Teig nach dem Kneten immer kühl ruhen muss, damit sich alles gut verbindet, ich plätte ihn vorher schon, mit Backpapier und den Händen. Natürlich könnt Ihr die Fingers vor dem Backen formen oder, wie ich das mache, ganz warm noch durchschneiden. Die Kekse halten sich recht gut, wie lange kann ich nicht sagen, da sie immer recht schnell aufgegessen werden.

Ich mach es mir jetzt gemütlich und schaue „Miss Fisher“! Die dritte Staffel dieser tollen australischen Krimi Serie ist im September heraus gekommen und ich liebe sie! Basierend auf einer Buchreihe die es auf Deutsch leider nicht mehr gibt, mit tollem 20er Jahre Set, liebgewonnenen Schauspielern, entsprechender Musik und Geschichte(n), ist diese Reihe für mich ein Serienjuwel. Ich mag diese Ära, außerdem auch eher klassische Krimis und Miss Fisher als starke, mondäne Frau. Und ich werde es der Heldin nachmachen und dazu einen Scotch trinken….und Shortbread knabbern.

Habt eine schöne Zeit!

Adventszeit, schon?

Hallo Ihr Lieben.

Hier werden die ersten Weihnachtsmärkte schon sehr bald eröffnet. Der erste Advent ist noch im November. Und ich bin so was von gar nicht darauf eingestellt. Ich muss erst mal noch ein paar Pflanzen reinschaffen, bin noch im Herbst!😉 Ich warte immer recht lange damit, werfe ihnen eher mal eine Decke über.

Bezüglich der Adventszeit…. Mittlerweile gehöre ich zu denen, die nicht zum ersten Advent schon alles weihnachtlich dekoriert haben. Ja, je mehr ich es jetzt überall sehen, so unglaubliche Mengen Deko, Essen, Kleidung, (oh mein Gott, ich kauf mir doch keinen hässlichen Pseudo Strickpulli für die Feiertage), desto weniger will ich da mit machen. Natürlich wird rechtzeitig der Adventskranz auf dem Tisch stehen, es kommen nach und nach Kleinigkeiten dazu, mal sehen, was mir so gefällt aus meiner Kiste.

Unser Adventskalender ist wiederbefüllbar, dekorativ. Ich schenke total gerne und überlege normalerweise immer schon früh, was wer bekommen könnte und habe oft schon erste Präsente irgendwo versteckt, (auf dass ich sie wiederfinde). Kleinigkeiten und Selbstgemachtes sind da fast immer bei. Ich liebe es Pralinen und Kekse selber zu machen und dann zu verschenken, oder selbstgemachte Schokoladencreme für Kaffee und Brot. Liköre werden jetzt aufgesetzt – Drucken, Malen und Stoffmalen werde ich noch mal. Ideen sind genug da, mal sehen. Einen Raben oder Krähe als Linoldruck spukt mir schon länger durch den Kopf und durch`s Ideenheft.

Ausserdem hab ich einen Geburtstagswunsch erfüllt und gehäkelt. Etwas gruselig….siehe Foto. Und diesen Geburtstag haben wir noch zu feiern! Für den Fan (Doctor Who) wurden viele kleine Adipose gemacht, aus Marshmallows und etwas Zuckerguss.

Die Zeit rast mir so davon, ist so kostbar. Viel zu kostbar, mir neue Christbaumkugeln zu kaufen, nur weil dieses Jahr andere Farben modern sind. Oder nur für 3 Tage Weihnachtskleidung auszusuchen. Statt dessen hab ich u. a. ein schottischen Natiolalgebäck gebacken, Beitrag kommt…

Und wer gern zwischendrin ein wenig Insektensummen vom Sommer genießen möchte, dem rate ich zu diesem Buch:

„Wenn der Nagekäfer zweimal klopft“

Amüsant und lehrreich, (wenn man sich ein wenig für Insekten interessiert), über einen englischen Biologen, der sich in Frankreich einen Traum vom ländlichen Wohnen erfüllt… dabei sehr auf Lebensräume für Tiere auf dem Grundstück achtet. Das erinnert mich  daran, kurz auf dem Laufenden zu halten, dass der Honigdieb noch mal beim Bienenvolk zugeschlagen hat und die letzten Waben fachmännisch geplündert hat. Er wurde zwar gefilmt, aber man sucht noch nach ihm. Das Bienenvolk wird den Winter ohne eigene Waben nicht überleben!mail-anhang-5

Bis bald!

November Blues?

Der November ist einer der schwersten Monate für viele Menschen. Dunkel, nebelig, regnerisch und kalt. Dann mit seinen traurigen Feiertagen, aber hier im Rheinland auch mit dem Lichterfest Sankt Martin. Bald folgt ja auch der 11.11.! Nicht umsonst machen wir es uns jetzt mit wärmenden Eintöpfen, warmen Getränken und süssen Leckereien und wohliger Atmosphäre heimelig. Ausserdem habe ich eine feine Serie „The Crown“ zum streamen entdeckt. Very britisch! Wer Downton Abbey mag ist da genau richtig, gemütlich auf dem Sofa gekuschelt.

Vielfach wappnen wir uns nun gegen aufkommende Erkältungswellen mit Zitrusfrüchten, die jetzt wieder verstärkt im Angebot sind. (Dabei hat z. B. die Kartoffel oder Sauerkraut auch ganz viel Vitamin C). Leckere Auswahl bei Obst und Gemüse, viel Ausprobieren!

Häckelgarn, Strickzeug, Weihnachtsgeschenke basteln, man hat mehr Zeit, mehr Geduld dafür daheim. Und all die feinen Äpfel möchten gern zu einem leckeren Kuchen gebacken werden. Vor Jahren habe ich von einer ganz lieben Freundin ein tolles Rezept bekommen, welches wunderbar wandelbar ist:

Hänsel und Krümel!

Für den Boden: 6 Eier, 200g Rohrzucker, 1 P Salz, 1 gehäufter Tl Backpulver und 250 g Mehl ( ich mische immer 200g normales Mehl und 50 g Vollkornmehl, kann auch Dinkel sein). Als erstes Eier und Zucker schaumig rühren und in dieser Zeit das Obst vorbereiten, wenn es nicht schon vorher passiert ist.20161105_174100.jpegFür die Streussel braucht ihr 250 g Butter, 1 P Salz, 150-200g Rohrzucker und 1 P Vanillezucker, sowie 300 g Mehl (auch hier könnt Ihr mit Vollkornmehl mischen oder 100 g durch gemahlene Mandeln ersetzen)

Die Butter klein schneiden und mit den Zutaten zu Krümeln kneten. Manche machen das auch in der Maschine, andere kneten es nur mit den Händen. Es ist aber auch eine Tätigkeit die Kindern Spass macht. Meine Jugendlichen Söhne helfen ab und an auch noch gern aus. Das ist sehr praktisch denn dann kann ich den flüssigen Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes, tiefes Backblech füllen, verteilen und mit dem Obst belegen. Gott sei Dank habe ich eine Apfelschälmaschine, da geht das fix. Den Ofen heize ich nun auf 175° C vor. Nun die Streussel darüber und für 45 min auf mittlerer Schiene in den Ofen, bis er leicht braun wird. Etwas abkühlen lassen und dann noch einen Becher Sahne drüber gießen, das macht den Kuchen zwar noch mehr zu einer Kalorienbombe, aber *Hallo* es ist Kuchen und nicht mein tägliches Essen. 😉 Und nicht wundern, kein Foto, wir haben zu schnell gegessen! Aber einen Streusselkuchen habt Ihr eh schon alle mal gesehen.

Das tolle an dem Rezept sind die Variationsmöglichkeiten! Im Frühsommer nehme ich Beeren, dann gehen Pflaumen, jetzt Äpfel, Quitten, Birnen,… Ich kann mit Mandeln aufpeppen, Zimt, Marzipan, oder Vanille, Schokolade, Kokosflocken, Nüsse,  ich kann auch Gelee oder Marmelade verteilen, (rutscht nur etwas durch). Und der Blechkuchen kann super vorbereitet werden!

Wünsche Euch trotz Kälteeinbruchs eine tolle Herbstzeit

Herbsttage

Hallo! Ich weiss, im Moment ist es hier sehr küchenlastig.

Und hier kommt noch Birnenchutney:

Mit  div. Birnen, etwa 1-2 Chili, Ingwer (wer mag), Senfsaat, Thymian oder Bohnenkraut, weißem oder rotem Balsamico Essig und Zucker

Da ich nur einen Säulenstamm der Sorte Conference mit wenigen Früchten habe, kaufe ich Birnen, habe auch das Glück, dass hier die Gute Luise und Butterbirnen angeboten werden. Auch bei diesen alten Sorten ist der Geschmack einfach fein.

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Quelle Nabu

Dafür  mindestens 5 – 10 Früchte schälen und klein schneiden, Ingverstückchen fein reiben, eine Hand voll Kräuter dazu geben, die Chili entkernen, (ausser Ihr mögt es sehr scharf) und fein schneiden. Alles in einen kleinen Topf geben und ca 100 – 200 g Gelierzucker überstreuen, jeh nach Fruchtmenge. Dies etwas ziehen lassen, dann ca 1 Löffel Senfsaat dazu und ca 150 -200 ml Balsamico Essig dazu. Nun einkõcheln lassen, mit dem Gelierzucker muss es einmal kurz aufkochen für 4 min. Dann bei niedrigerer Temperatur weiter sieden. Abschmecken mit Pfeffer und Salz… Ich fülle es dann heiss in kleinere Gläser, Deckel fest zu , auf den Deckel stellen und natürlich beschriften.

Ich liebe Chutney. Und die Rezepte sind so wandelbar. Knoblauch kann ja auch noch rein, Chili weglassen und Paprika gewürfelt dazu, Rosmarin statt der vorgeschlagenen Kräuter, Zwiebel statt Senf oder auch mit… und scharfe Chiliteufelssosse wurde wieder gebraut😊.

Außerdem hab ich 2 tolle Tomaten Sorten, (eine rosa Fleischtomate aus Bulgarien und eine blaue „Blue Streak“,) geschenkt bekommen, werde sie nächstes Jahr selber versuchen zu ziehen. Bei dem Schenkenden bekamen wir daraus superleckeren Tomatensalat. Vor allen Dingen waren die Fleischtomaten fest und aromatisch – jetzt noch!

Dann höre ich gerade „Winston“, eine Katzendetektiv Reihe, Autorin Frauke Scheunemann, vorgelesen von Oliver Kalkofe. Sehr schön und nicht nur etwas für Katzenfreunde. „Super-Winston“!

Und endlich habe ich den letzen Captain Amerika (First Avenger/Marvel Comic Universum,) Film gesehen – ja ich bekenne mich – bin ein Popcorn Film Fan und mag „Cap“. Irgendwie hatte ich es nicht in s Kino geschafft, denn auf der Leinwand sind Filme halt doch noch mal besser. Guuuut!

Ja, jetzt macht man es sich gemütlich, es wird so viel früher dunkel und wenn ich mit dem Hund morgens raus gehe, ist das Strassenlicht noch an. Und die Garderobe hat sehr schnell gewechselt. Brrr… kalt, wenn auch mit sonnigen, wunderschönen Abschnitten.

In diesem Sinne wünsch ich Euch auch noch schöne Tage!