Es geht auf Johanni zu

Hallo Ihr Lieben,

Gestern: 21. Juni. Sommeranfang. Sommersonnenwende. Mittsommer. Mitte des Sommerhalbjahres. Alban Hevin. Ein Dank- und Freudenfest.

Der 24. Juni ist der Gedenktag des heiligen Johannes der Täufer, der Namensgeber besagter Zeit. Daher heissen auch die Johannisbeeren so, denn sie reifen jetzt. Süßsauer hängen die verlockenden Beeren in den Sträuchern. Als Kind war  s mir eine Last, Eimerchen für Eimerchen zu pflücken.  Die Natur trägt allerorten reifende Früchte und der Tiernachwuchs wird bald schon selbständig. Johanni

Hier werden vielleicht doch noch Jungvögel gefüttert. Die Girlitze veranstalteten ein Mordsgezeter.

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Hier habe ich ein Ratebild für Euch:

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Und gleich auch die Auflösung:

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Den Rotfuchs habe ich beim Mäuseln beobachtet, im Hohen Gras war das gar nicht so einfach. Und bis ich ihn dann auch vor der Linse hatte und die Kamera scharf stellte, …

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Fleissig war hier auch schon der Bauer, die erste Gerste ist ab. Nun kreist der Bussard ebenfalls fleissig und überall sitzen Krähen oder fliegen Tauben hektisch auf. Jetzt sind die Beutetiere gut zu sehen.

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Im Hintergrund seht Ihr die Abtei Michaelsberg, leider bekommt man immer auch Hochhäuser mit auf das Foto

 

Unter den blühenden Linden liegen überall Hummeln und auch Bienen. Letztes Jahr habe ich das auch schon mal beobachtet. Weiss jemand, warum die fleissigen Sammler beim Lindenblüten Honig sammeln so viel sterben? Ist es einfach, weil dort so viele sind, es so anstrengend ist, oder der Konkurrenzkampf?

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Mitten in den heruntergewehten Blütenresten liegen hier zwei Hummeln

 

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Ein wenig fleissig war ich auch. Zu dieser Zeit setze ich gern den Johanni Schnaps oder Likör an. Da ich nicht so gerne sehr süßen Likör trinke, ist es bei mir wohl eher süßer Schnaps. Dazu pflücke ich Walnüsse mit grüner Schale, eben Johanninüsse. Diese werden in Stücke geschnitten und in ein grosses, gut verschließbares  Glas gelegt. Achtet sowohl beim Pflücken, als auch beim Verarbeiten auf Eure Kleidung, der Saft der Walnüsse färbt alles unwiederbringlich.

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Nun benötige ich noch Doppelkorn, Anis, Zimtstangen, Kardamom, ggf Nelken und Piment und natürlich auch etwas braunen Kandiszucker. Dieses kommt zu den geteilten Nüssen. Gut verschließen, durchschütteln und auf die sonnige Fensterbank stellen. Der Auszug wird Tag für Tag dunkler und der Schnaps kann nach ca. 2 Monaten durch ein Sieb umgefüllt werden. Ihr habt dann einen selbstgemachten Verdaungsschnaps oder Likör.

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Aus diesen unreifen Nüssen werden übrigens auch eingelegte, süsse Nüsse gemacht. Allerdings müsste Ihr die Walnüsse erst etwas mit der Nadel einstecken und wässern, dabei das Wasser mehrmals wechseln und das etwa 6 Tage lang.

Auf ca 500 g Walnüsse kommen 250 g Zucker, Gewürze wie oben und nach Geschmack  und ein halber Liter Wasser. Hier werden aber die Nüsse nicht zerteilt, sondern im Ganzen weich gekocht. Das dauert etwa 30 Minuten. Nun mit den Gewürzen den halben Liter Wasser aufkochen und ziehen lassen, dann darin den Zucker auflösen. Walnüsse in ein passendes, gut verschließbares Glas umfüllen, den Gewürzsud dazugießen und darauf achten, dass die Nüsse bedeckt sind. Die Gläser im Ofen noch Mal 30 Minuten bei 90 Grad erhitzen.

Ich bin auf die süssen Nüsse gespannt, diese Art der Nachtisch Zubereitung mache ich zum ersten Mal. Probieren kann ich erst im Winter, denn die Nüsse sollen noch 6 Monate im gut verschlossen Glas reifen!

Habt Ihr so etwas schon Mal gemacht? Den Aufgesetzten mache ich schon seid Jahren, aber die eingelegten Nüsse probiere ich erstmals.

Voller Vorfreude und Freude über den mäuselnden Fuchs schicke ich den Beitrag zum Freutag.

Euch allen ein gemütliches und erholsames Wochenende!

 

 

 

Bulli Nostalgie

Hallo Ihr Lieben.

Die ersten Stempel der nostalgischen Autos habe ich ja schon hier gezeigt. Schon beim Schnitzen der Stempel war natürlich auch ein Bulli geplant. Eigentlich sogar zwei, wenn auch sehr unterschiedliche. Den Stempel zu schnitzen war schön, den Linoldruck zu machen, war wieder eine Umstellung, dann aber schöner, weil noch befriedigender.

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Freunde von uns würden sich am liebsten einen Bulli als Camper umrüsten. Nun, an Oldtimer kommt man nicht so schnell, an eine Printversion des selbigen schon. Ursprüngliche habe ich überlegt eine VW Bulli zu malen, schön bunt, aber dann ist es doch ganz anders geworden.

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Ich zeige Euch noch Mal die Entstehung Schritt für Schritt. Natürlich erst einmal abmalen, genau überlegen, was ich wegnehmen und wo ich noch etwas sehen möchte vom Geschnitzten. Die Fenster sollten z.B. nicht rein weiß werden. Am Rand sollte auch etwas vom Linol stehen bleiben. Eigentlich arbeiten Holzschnitte und Linolschnitte ja mit dem Spiel zwischen schwarz und weiß. Hier ging es mir aber darum, einen guten Stoffdruck zu machen.

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Übrigens, wenn Euch das Material zu hart ist, durch etwas Wärme wird es etwas weicher.

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Knapp über 70 Jahre hat der kleine Transporter T1 schon auf dem Buckel! Heute nennt er sich Multivan T6 und ist eines der erfolgreichsten Modelle in der Geschichte von VW.

Von einem sehr einfach konzipierten Plattenwagen (1947) zum Transport von Lasten (vorn vor dem Führerhaus), bis zum ersten sicheren, kleinen Transporter dauerte es ca. 3 Jahre.

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Jetzt trocknen hier bedruckte Shirts auf der Leine. Das graue T-Shirt hat eine *Bordüre* von kleinen Stempel Autos auf dem Rückenteil bekommen. Hier kam dann auch der neue Bulli Stempel hinzu.

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Als im Frühjahr 1950 der 25 PS starke Transporter und Kleinbus vom Band in Wolfsburg lief, kam damit ein sehr vielseitiges Auto auf den Markt. Mit Heckantrieb schaffte es 100 km/h, nahm kaum mehr Platz weg als ein Pkw, wurde von Handwerkern, Händlern, Polizei und auch als Personen Bus genutzt. Seinen Spitznamen konnte er nicht als offiziellen Namen bekommen, denn die Firma Lanz hatte sich schon *Bully* schützen lassen. Bu – Li, Bus und Lieferwagen, soll der Grund für den Namen gewesen sein.

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Ein Auto, dem heute nachgesagt wird, es wäre der Motor für das Wirtschaftswunder gewesen und welches bei vielen heute noch schöne Erinnerungen wach ruft, (inclusive Flotter Power Blumen)!

Diesen kleinen nostalgischem Rückblick sende ich zum creadienstag.

Habt einen schönen Tag.

so was von schokoladig

Hallo Ihr Lieben.

Ich gestehe, am liebsten würde ich viel häufiger Kuchen backen! Ich bin eine total Süsse. Nein, ich esse einfach viel zu gern süss. Aber das wird dann auch ganz schnell zu Hüftgold und gesund ist es ja nun mal auch nicht. Also, gibt es Kuchen meistens nur zu Anlässen. Perfekt sind natürlich Geburtstage. Dieser Kuchen wird ein Mitbringsel und muss eine längere Autofahrt überstehen:

Schwedischer Schokoladenkuchen

Für den Rührteig benötigt Ihr 200g Blockschokolade/Kuvertüre (am Besten dunkle), 180 g Butter, 4 Eier, 170 g Zucker/Rohrzucker, 100 g Mandeln, ca. 50 g Mehl und da ich im Hause keinen löslichen Kaffee habe, denn eigentlich soll da 1 TL von rein, nehme ich noch einen EL. echten Kakao.

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Zum Befüllen benötigt Ihr eine 26 cm Springform, die gefettet, bzw mit Backpapier ausgekleidet werden muss, (ich lege immer Backpapier auf den Boden, dann kommt die Spange drum und die wird dann eingefettet).

Der Ofen wird auf 160°C geheizt.

Die Butter wird mit der Schokolade zum Schmelzen gebracht, leicht abkühlen lassen, denn die Eigelb sollen nicht stocken! Also, Eier trennen und Eigelb mit dem Zucker verrühren und da dann die Butterschokolade untermischen. Kaffee/Kakao, Mehl und Mandeln vermischen und unter den Teig rühren. Das Eiweiss mit einer Priese Salz nun in einer kalten Schüssel, (Metall ist dafür sehr gut,) steif schlagen und unter den Teig heben.

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Nun alles in die Springform geben und auf der unteren Schiene im Ofen 30, fast 35 min backen. Der Kuchen wird nicht trocken durchgebacken, er muss noch etwas klebrig sein, also schaut nach 30 min.

Lecker dazu schmeckt frisch geschlagene Sahne, Vanilleeis, frische Erdbeeren oder eine pürierte Beerensoße. Und am Besten ist er natürlich noch leicht warm!

Ach, Schokolade ist einfach fein! Nicht umsonst gibt es total viele Sprüche zu Schokolade und die Herstellung ist ja sogar ein Beruf: Schokolatier/Chokolatier.

„Wenn es im Himmel keine Schokolade gibt, will ich nicht da hin!“

„Schokolade löst keine Probleme, aber das tut ein Apfel ja auch nicht.“ 

„Chocolate doesn’t ask silly questions. Chocolate understands.“

(nur um einige Postkarten in meiner Küche zu zitieren)

Das Kakao schon seid Jahrhunderten ein gern gegessen und getrunkenes Lebensmittel ist, wissen wir. Auch, dass die Mayas und Azteken schon den ungesüssten, (geschärften und mit Wasser hergestellter) Trunk „Xocolatl“ liebten, ist den meisten Menschen bekannt. Vom Luxusgetränk im 17. Jhd. wurde es zum allseits geliebten und mittlerweile süssem Genuss in aller Welt. Der ca. 8 m hohe Urwaldbaum liefert grosse Früchte, in denen die Kakaobohnen als Samen liegen. Diese müssen aus der Pulpe mit der Hand gelöst und dann fermentiert und getrocknet werden.  Dies ist sehr viel Arbeit und nicht umsonst sollte man am Besten fair gehandelte Ware kaufen. Die weitere Aufbereitung der Kakaobohnen, das Reinigen, Rösten, Brechen und Mahlen, geschieht erst nach dem Export.

Bestimmte Wirkstoffe im Kakao sind stimmungsaufhellend und tun unserer Seele gut. Serotonin und Dopamin sorgen dafür, dass es uns wieder besser geht, wenn die Seele mal Trost braucht. Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 70 Prozent soll auch blutdrucksenkende Wirkung haben. Dies hängt damit zusammen, dass Kakao viele Flavanole enthält, die sich positiv auf die Elastizität der Blutgefäße und damit auf den Blutdruck auswirken.Theobromin und Theophyllin wirken  anregend auf den Kreislauf  und gerade dunkle Schokolade enthält noch viele Mineralien. Kakaobutter wird ja mittlerweile auch viel in der Kosmetik genutzt. Allerdings hat Kakao an sich schon einen sehr hohen Kalorienanteil, der sinkt etwas, je nach dem, wie stark entölt wird und wer meint, die normale Vollmilch Schokolade sei gesund, der macht sich natürlich etwas vor.

Aber heute freu` ich mich sehr über diesen leckeren Schokoladenkuchen und darüber, ihn mit Freunden zu verputzen! Daher schicke ich das Rezept zum Freutag. Außerdem habe ich noch Meermädchenlieder für Euch:

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Hier schwimmt nicht nur *die kleine Meerjungfrau*, sondern auch Moby Dick und die Nautilus.

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Euch allen ein wunderschönes Wochenende!

 

morgendlicher Dunst

Hallo Ihr Lieben.

Das Morgenlied der Amsel hat mich früh geweckt, zumindest vermute ich, dass es Ihr Lied war, aber ich werde auch ohne Vogelgesang in der Regel früh wach.  Die Tauben gurren in der Weißtanne. So nach und nach kommt Leben in die Bude hier und wenn alle aus dem Haus gehen, sind dann auch Troll und ich dabei, unseren morgendlichen Gang machen. Ein wenig nehme ich Euch da Mal mit.

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Es geht durch den Park und am Friedhof vorbei. Noch hängt die Feuchtigkeit über den Wiesen und es ist angenehm. Die Sonne lässt die feinsten Dunstschwaden sichtbar werden. Am Friedhof sind wohl die Turmfalken Jungen flügge geworden, hoch auf der Baumspitze sitzend, ist ihr Gezeter (nach Futter?) weithin zu hören. Eine Taube stört das gar nicht, sie landet auf dem Nachbarast, wohl wissend, dass vom Turmfalken ja keine Gefahr aus geht.

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Wir leben hier in einer Kulturlandschaft, nur durchbrochen von Hecken, Baumstücken und Schutzwiesen. Überall huschen Kaninchen, Gott sei Dank ist Troll kein Jagdhund. Die Singvögel fliegen vor uns auf, immer zur nächsten Hecke oder Busch. Sogar ein paar Brennesseln dürften stehen bleiben, aber ich habe noch keine Raupen drin entdecken können, wie letztes Jahr.

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Laut schmettert die Goldammer wieder ihr Lied. Wir gehen unter Bäumen weiter, über uns der Gesang einer Mönchgrasmücke, an uns vorbei die Radfahrer, die schon zur Arbeit radeln.

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Rechts die Wiesen werden nur ab und zu von Schafen beweidet, sie unterliegen dem Naturschutz. Letztes Jahr habe ich dort immer den Fasan gesehen, dieses Jahr noch nicht, auch sein lautes, unverwechselbares Rufen habe ich noch nicht gehört. Aber auch die Kiebitze haben viel weniger Brutpaare dieses Jahr.

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Kein Wunder, so lange wir Menschen uns auf der Erde so benehmen… Auch wenn nur Grünschnitt in der Box und dem Beutel ist. (Hoffentlich denke ich morgen mal an Handschuh, dann kippe ich das einfach aus und lege Pappe und Tüte zum Müll.) Hier biegen wir nun immer auf die Felder ein.

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Troll liebt diese Stelle, hier darf er auch immer übermütig um die Ecke flitzen, er wartet dann immer an der selben Stelle unter der Linde.

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Jetzt wird eifrig geschnüffelt, über all liegen Kaninchenköttel. Es gibt hier so viele, dass sie schon Schaden anrichten. Aber ich finde, man bejagt sie trotzdem nur moderat und es ist ein leben und leben lassen. Der Bauer findet das nur bestimmt nicht so gut.

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Weizen (grün) und Gerste (gelbgrün) stehen schon hoch und sind gut alleine durch die Farbe zu unterscheiden. Was habe ich die langen Grannen der Gerste beim Stroh packen gehasst.

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Quelle Wikipedia

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Die Konkurrenz ist gross auf den Blumen am Feldrand. Die Mohnblüten schwanken ordentlich unter den dicken Hummeln.

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Die kleine Lichtnelke und Ackerwinden locken, gern würde ich einen Strauß binden, aber ich gehe lieber jeden Tag an ihnen vorbei.

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Ein grosses Ochsenauge flattert in der Gerste auf.

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Gleich bin ich schon wieder an der Kleingartensiedlung angekommen, hier stehen im Moment ein paar Highlander.

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Die sind einfach immer wieder ein Foto wert. Gleich komme ich wieder an den verlockenden *Kirschen in Nachbars Garten* vorbei.

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Bevor ich über die Strasse geh, darf ich noch dem Quaken einiger Frösche lauschen, dann hat mich der Lärm der Zivilisation wieder. Nun schnell dem Hund Futter gemacht und mir einen schönen Milchkaffee. Ein paar wilde Erdbeeren habe ich im Garten gepflückt, so aromatisch! Gestern Abend habe ich sie mit Rhabarber und Gelierzucker angesetzt, damit alles gut Saft zieht. Gleich habe ich dann noch mal zwei oder drei Gläser Marmelade. Nichts ist doch so fein, wie selbstgemachte Marmelade.

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Dann hole ich noch mein Schnitzwerkzeug heraus.

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Zu den Autos gesellt sich schnell noch ein Vesparoller.

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Wenn das kein schöner Anfang für einen Tag ist, daher verlinke ich den Beitrag auch beim Freutag und weil die Zitronenfalterin diesen Monat das Thema Nachhaltigkeit hat, möchte ich diesen Beitrag auch dort verlinken.

Euch ein schönes Wochenende.

Nachschub

Hallo Ihr Lieben.

Im Garten wächst gerade alles von allein, „wie s Gewitter“. Ja, Dank Gewitter haben meine Pflanzen noch genug Wasser, trotz der Wärme und Sonne. In letzte Beet Lücken habe ich noch mal einige Blumen gesäht. Spät, aber dann blühen sie eben halt etwas später. Der Salat schießt förmlich über Nacht, die Johannisbeeren sind fast reif. Letztes Jahr habe ich den Strauch ordentlich gestutzt, daher sind es etwas weniger Früchte dieses Jahr, denn sie blüht ja nur an den mindestens einjährigen Trieben. Weitere Gläser Gelee entstehen also bald, der Älteste und ich lieben Johannisbeergelee! Für mich darf da auch gerne schwarze Johannisbeere mit rein. Oder ein Schuss Cassis. Leider habe ich die Beeren  nicht mehr in meinem Garten, aus Platzgründen. Ja, mein Kellerregal bekommt bald reichlich Nachschub.

Kreativ geht es auch weiter.  Aber viel weniger, bzw langsamer. Es ist fast immer noch um die 30 Grad und alles läuft langsamer.

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Ein wenig geschnitzt habe ich aber noch mal – etwas im Hauruck Verfahren. Aber manchmal sprudelt es dann bei mir eher, als wenn ich viel plane.

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Na? Erkennt Ihr die Autos? Alte Autos haben doch irgendwie viel mehr Charme als die neuen, auch wenn diese enger, kleiner, unsicherer und stinkend waren. Den VW Käfer will ich noch mal schnitzen, da gefallen mir die Radkästen nicht so gut. Die Ente, bzw Citroen 2CV ist ok, aber verliebt habe ich mich in die BMW Isetta!

Das der VW „Käfer“ von 1938 – 2003 gebaut wurde, liegt bestimmt nicht daran, dass er als   KdF (Kraft durch Freude) Wagen konzipiert wurde, vielleicht auch mit dem Hintergedanken, dass zur Not das Gewehr und Gepäck eines Soldaten gut hinter die Sitze passte. Sparsam sollte er sein und preisgünstig, so war man mit der Forderung an Ferdinand Porsche herangetreten. Übrigens bekam das Auto erst nach dem Krieg, unter englischer Leitung des Werkes, den offiziellen Namen „Volkswagen“.

Ähnlich erginge es der „Ente“, ein Auto, welches wirklich nur auf das Wesentliche reduziert war. Am Anfang hatte es sogar nur einen Scheinwerfer und man nannte es auch mal „Pirat“. Geländegängig, für die Landwirtschaft gut geeignet, sparsam und natürlich auch preiswert waren auch hier die Anforderungen nach dem zweiten Weltkrieg. Ich erinnere mich, wie es war, wenn die „Ente sich etwas schneller in die Kurven legte“ und Funken sprühte. (Gott sei Dank war ich nur Beifahrer, der männliche Fahrer wollte wohl meiner Freundin imponieren.)

Die Isetta entsprach auch einem typischer Nachkriegswagen. Eigentlich war BMW eher auf Flugzeugmotoren und natürlich Motorräder spezialisiert. Im Prinzip wurde auch aus dem Motorrad ein kleines Kleinauto weiterentwickelt, mit der Möglichkeit, den alten Führerschein Klasse IV für Motorräder/Roller, zu nutzen. Ähnliche Autos waren das Goggomobil und der Messerschmidt Kabinenroller. Die Fronttür lies sich nach vorne wegklappen und der Kleinwagen war erst mal als Zweisitzer gedacht. In der Wirtschaftswunderzeit wurde dieser „knubbelige“ Wagen zum Erfolg, immer weiter verbessert, auch vergrössert und war noch in den 1970er Jahren durchaus im Straßenverkehr zu sehen.

Erst mal sind diese Stempel entstanden, es wird wohl noch ein Motorrad, ein Roller und natürlich das ein oder andere Auto dazu kommen. Dann möchte ich sie sozusagen als „Borde“ oder als „Stau“ auf ein T-Shirt oder Jeans drucken.

Jetzt zeige ich sie als Nachschub beim Creadienstag.

Euch einen schönen Tag, bzw auch eine tolle Woche.