Drauß‘ vom Walde

Hallo Ihr Lieben.

Die Adventszeit naht. Bedingt durch die Umstände bin ich dieses Jahr schon recht adventlich eingestimmt. Normal ist das bei mir in den letzten Jahren nicht. Da fing ich manchmal erst kurz vor Weihnachten an, zu dekorieren. Es war mir einfach zu viel des Trubels im Vorfeld. Dieses Jahr habe ich natürlich auch noch keine Weihnachtsdeko hier stehen oder hängen, aber letztens gab es Baumschmuck bei einer Aktion und ich konnte nicht an dem Auto vorbei:

Womit ich jetzt aber schon angefangen habe: Karten zu bedrucken. Mit der neuen Farbe kann ich so gut arbeiten, bin so begeistert, wie ich die Wald Silouette einsetzen kann. So ein richtiger nebliger oder winterlicher Wald wird das.

ganz viele kleine Ovale

An der Brombeere „feile“ (schnitze) ich noch vorsichtig ein wenig herum. Wusstet Ihr, dass die Brombeere im Winter ganz wichtig für alle Pflanzenfresser ist? Dieses dornige Gestrüpp bietet nicht nur Unterschlupf für Tiere ab Größe Maus bis zum Reh und Wildschwein, sondern auch weiterhin grüne Blätter zum Fressen. Und gerade bei Schnee schauen die dann wenigstens noch oben raus.

ach, diese Lichtverhältnisse…

Wenn Ihr also durch den Winterwald geht, die Brombeeren abgefressen sind, dann war das Nahrungsangebot nicht mehr so gut. Denn wirklich mögen tun die Rehe die Brombeerblätter nicht.

Ich liebe Lesezeichen und alte Buchseiten haben eine besondere Papierstruktur

Und an weiteren ovalen Projekten arbeite ich. So habe ich dieses Oval „mehrfach“ ausgeschnitten. Ich dachte an irgendwas organisches, Pantoffeltier vielleicht oder mikroskopisch kleine Algen. Eine Freundin sah dann aber gleich eine Schlange.

Verlinkt beim Mustermix von Susannes und Michaelas „Oval und Struktur

Unbezahlte Werbung, Stempelkissen Selbstbehalt und einfach nur davon überzeugt

Auf und ab

Hallo, Ihr Lieben.

Zuerst mag ich euch noch Fotos von unserem Spaziergang im Westerwald zeigen. Der Sonntag hatte wunderbares Wetter im Gepäck und das wollte genutzt werde. Ein guter Freund zieht bald um und zeigte schon Mal die Umgebung im Westerwald:

Ihr seht hier wunderschöne Wiesenauen, lichte Wälder, einen alten Weg mit sehr viel Geschichte(n) (die wir uns wohl eher nur ausdenken können, aber ganz sicher wurden hier Güter vom alten Ort oben zum Kloster auf der anderen Seite des Tals transportiert.) Genau zwei Pilze haben wir noch gefunden, waren später perfekt für die Soße. Auf den Fotos könne Ihr vielleicht die Reste einer alten Wallanlage sehen und auch Ausgrabungsreste an der „Burg“, die 200 Jahre vor Karl dem Großen gebaut wurde. Eine Zuflucht für die Menschen, die hier lebten und arbeiteten.

*The Withcher* für den Sohn

Ein wenig mehr zu meiner Novemberwoche. Wie immer im Leben gibt es Gutes und halt weniger Gutes. Der November ist ein Monat, der schon länger eine besondere Woche beinhaltet. Einmal mit einem traurigen Tag, wenn eigentlich die Narren den Beginn ihrer Session feiern. Aber gleich der Tag darauf ist ein schöner Tag mit einem Geburtstag. Diese Woche ist auch immer ziemlich gefüllt und ich brauche ein paar Momente. Momente zum schreiben, Schnitzen, Malen, Backen.

Geschrieben: auf dem Blog, über einen Kürbiskuchen, die Ulme und den 12 von 12 im November 2020

Geschnitzt: das „Witcher Symbol“ (Buchreihe, Spiel und Serie, die das Jubelkind sehr mag) für das Geschenkpapier und Grüsse

Gemalt: Erst wurden die Blätter der Ulme abgepaust , dann kamen da einfache Zeichnungen rein, niedlich anzusehen.

Gebacken: Muffins für die Schule, Hefeteig über Nacht angesetzt für ein Chiabatta und die Zutaten für den Wochenendkuchen gekauft

Ach und wie ich hier irgendwo vormals ganz sicher Ralph Waldo Emerson zitierte:

„All meine Schmerzen kann mein Gartenspaten heilen.“

Die Woche war nicht nur auf dem Blog gut gefüllt, dafür geht das Wochenende jetzt (hoffentlich) ruhiger zu Ende. Es will noch ein Geburtstag nach gefeiert werden, wenn auch in sehr kleinem Kreis.

Sonnenaufgang – Spiegelung der Farben im Westen
Beethovenjahr Kunst in Bonn – verschoben auf 2021

Macht es gut und habt ein schönes Wochenende, wir sehen uns vielleicht beim Samstagsplausch von Andrea

Es ist nun der Herbst gekommen,
Hat das schöne Sommerkleid
Von den Feldern weggenommen
Und die Blätter ausgestreut,
Vor dem bösen Winterwinde
Deckt er warm und sachte zu
Mit dem bunten Laub die Gründe,
Die schon müde gehn zur Ruh.

Durch die Felder sieht man fahren
Eine wunderschöne Frau,
Und von ihren langen Haaren
Goldne Fäden auf der Au
Spinnet sie und singt im Gehen:
Eia, meine Blümelein,
Nicht nach andern immer sehen,
Eia, schlafet, schlafet ein.

Und die Vöglein hoch in Lüften
Über blaue Berg und Seen
Ziehn zur Ferne nach den Klüften,
Wo die hohen Zedern stehn,
Wo mit ihren goldnen Schwingen
Auf des Benedeiten Gruft
Engel Hosianna singen
Nächtens durch die stille Luft.

Joseph von Eichendorff

12 von 12 im November 2020

Hallo Ihr Lieben.

Heute sammelt Caro (mit dem Kännchen) wieder 12 Fotos vom 12. des Monats. (Und dann heisst es ab Abend mal vorbeischauen, wie so der Alltag bei vielen Blogger/innen war.)

Hier startet der Morgen mit der Gratulation zur Volljährigkeit des Sohnes. Warum geht das bloß so schnell? Manchmal erscheint es mir wie gestern, dass er noch rumkrabbelte.

Der Sohn radelt zur Schule, hat einen langen Tag. Ich geh mit dem Hund, der andere Sohn in den Keller zum Online Studium und der Schatz zum Home Office ins Büro.

Im Westen seh ich die Reflektion des Sonnenaufgang. Auf dem Weg komm ich hier vorbei:

Schrubben macht jetzt mehr Spass? Lustig sind die Smiley Schwämme auf alle Fälle. Ganz kleine Bloggerrunde, schauen ob es zum Beitrag gestern noch was gibt. Ein kleiner Einkauf muss noch sein. Vielleicht etwas Blutwurst für die Pfanne? Bratkartoffeln sind schon da. Es muss ja nicht immer Püree dazu sein (aber wenn es da nur nach mir ginge, dann schon!) Schnell an der Ampel ein Foto von der wunderschönen Wolken für Euch gemacht.

Heute muss es sein. Der Terassentisch und die Gartenstühle werden eingepackt. Schön ist anders, aber es schützt die Gartenmöbel.

Und ich lege noch eine kleine Gartenrunde ein. Tomaten finde ich an letzten Stängel, die habe ich total übersehen. Die Melonenbirne hat noch drei Früchte, sehr bald muss die Pflanze in den Keller. Im hinteren Teil blüht der Ananas Salbei. Was für eine Pracht. Wenig später beobachte ich hier (vom Fenster aus) einen einzelnen Distelfink, wie er sich die Samen von Nachtkerze und Sonnenblumen in dieser Ecke holt. Keine Chance da ein Foto zu machen, zu weit hinter Pflanzen.

Im oberen Bad ist die Klo Brille kaputt gegangen, also ab in den Baumarkt. Heute morgen war ich dafür zu knapp unterwegs. Das Bild ist doch der Knaller, oder:

So, noch mal eine Tasse Kaffee durchlaufen lassen und die Spühlmaschine ausräumen.

Auf dem Blog „Meine grüne Wiese“ habe ich so schöne Fenster (Sankt Martin und Sterntaler) entdeckt. Nun möchte ich mir auch ein Sterntaler Mädchen ausschneiden. Die Sterne werde ich wohl mit Fensterkreidestiften dazu malen. Und ja, für ein Sankt Martinsfenster bin ich einen Tag zu spät. Zum Abschluss und bevor die WC Brille anmontiert wird, kurz den kalten Kaffee zu Ende trinken und ausschneiden. (Etwas klein geworden, aber gefällt)

Ich mach mich ans Handwerken und kochen für den Abend. Eine Runde durch die anderen Blogs gibt es erst später, aus gegebenem Anlass. Macht es Euch gemütlich.

Verlink bei DraußennurKännchen

Flatterhafte Ovale

Hallo Ihr Lieben.

Heute entführe ich Euch gleich zweimal, in eine Baumwelt und zu kleine, „gezeichnete Ovale“, vielleicht nehmt Ihr Euch einen Moment Zeit, mit einem wärmenden Tee oder Kaffee.

Den Namen dieses Baumes kennt Ihr fast alle. Gesehen habt Ihr sicher dagegen lange keinen mehr: die Ulme, auch Rüster genannt.

Junge Flatterulme mit angestrichenem Stamm

Oft standen diese hochgewachsenen Bäume, ähnlich wie Linden, inmitten von Orteschaften, an Einfahrten, auf Gartengrundstücken, als „Schutzbäume“. So war Hamburg als „Ulmenstadt“ bekannt, weil so viele dieser schönen Bäume dort wuchsen. Die Ulme galt in der griechischen Mythologie als Symbol für den Schlaf, die Trauer und den Tod, sozusagen als Baum des Überganges. (So fertigten englische Sargbauer die Särge aus Rüster.) Ihre runden Samen begleiteten die Verstorbenen in die Unterwelt. Nymphen pflanzten für jeden gefallenen Helden eine Ulme. In der Edda wurden aus Ask (Esche) und Embla (Ulme) mit dem Einhauchen von Sinn, Seele und Leben durch die Asen, Mann und Frau. Hier war die Ulme also eher ein Baum des Anfangs Bei den Kelten wurde die Ulme als heilig verehrt, in ihrem Umkreis sollten sich Feen aufhalten. Noch in meiner Kindheit galt er als Schutzbaume gegen Blitze. Es hieß, wenn man eine Ulme fällt, trauern ihre Nachbarn. In Frankreich wurde unter Ulmen Gericht gehalten, in den USA gilt er als Freiheitsbaum. In Worms-Pfifflingheim stand und steht die berühmteste Feldulme Deutschlands, der Lutherbaum, unter dem Luther 1521 gepredigt haben soll (zumindest unter einem Vorfahren).

Das Ulmenblatt ist gut zu erkennen, ein längliches Oval, welches ungleich lang am Blattstiel endet. Ein wunderschönes, feingezacktes Oval. Die Feldulme bekommt eine stattliche Form, ähnlich der Linde wurde sie daher gerne als Dorfbaum gepflanzt. Mit ihrem harten Holz, dem der Eiche nicht unähnlich, wurde der schöne Baum um die 400 Jahre alt. Bei dem Namen Rüster haben sich vielleicht mache erinnert, denn so nennt man das Holz und daraus wurden früher vor allem Türen gefertigt. Auch für Wagenräder, Deichseln, Möbel und Treppen eignet(e) sich das Holz sehr. Im Gegensatz zur Eiche ist Rüster nicht so grobfaserig. Für die Glasherstellung war der Baum lange unerlässlich, ergibt er doch wesentlich mehr Pottasche als andere Baumsorten.

Grauwackendruse und Ulmenblätter

Ihr habt es vielleicht gemerkt, ich schreibe gerade Vieles in der Vergangenheit. Nun, Deichseln und Wagenräder (oder auch Langbögen) werden natürlich heute nicht mehr gebraucht. Aber der Baum ist trotzdem aus unserem Blickfeld verschwunden! In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts begann das große Ulmensterben. Schuld daran ist die Einschleppung eines Baumpilzes aus Asien. Der schlauchartige Pilz verstopft die Kanäle der Ulme und so kommt nach und nach die Versorgung zum Erliegen. Wie die Sporen des Pilzes in das harte Holz kommen, fragt Ihr Euch vielleicht? Nun, da kommt der kleine und grosse Ulmensplintkäfer ins Spiel. Der zu den Borkenkäfern gehörende Baumschädling bohrt sich durch das Rindenholz zur Eiablage und bringt dabei die Sporen mit. Seit 1918 ist die „Krankheit“ auch als „holländische Ulmenwelke“ bekannt, benannt nach der Entdeckung ihres ersten Auftreten. Mittlerweile sind europaweit fast alle Ulmen diesem Pilz zum Opfer gefallen, alle Feld- und Bergulmen genauer gesagt. Die Flatterulme dagegen scheint etwas besser gewappnet zu sein. Ihr Geheimnis scheint in einer anderen Rindenbeschaffenheit zu liegen, welche für den Käfer nicht so interessant zu sein scheint. Die Rinde ist auch viel schwerer für den Käfer zu durchdringen. Selbst wenn der Baum doch infiziert ist, hat er eine stärkere Abwehr gegen den Baumpilzes und sein Gift.

Letztes Jahres 2019 war die Flatterulme „Baum des Jahres“. Dem ist es sicher auch zu verdanken, dass in unserem Park ausgerechnet Flatterulmen gepflanzt wurden, als Ersatz für abgestorbene Haselbäume.

Ich hab ein wenig mit der Struktur der Blätter gespielt und sie durchgepaust. Blätter sind ja wunderschöne Ovale. Nun wurden in ihnen schlafende Tiere zur Winterruhe gelegt. Bei Michaela und Susanne ist das Monatsthema nämlich Oval und Struktur.

eingefügt in Ovale

Mit einem weichen Buntstift wurde die Struktur des Blattes durchgepaust, wie Ihr das früher vielleicht in der Schule gemacht habt. Dann wurde ein Eichhörnchen, ein Siebenschläfer und eine Haselmaus hinein gezeichnet. Das Eichhörnchen ist übrigens gerade bei Maike eine Zeichnungs Challange.

Eichhörnchen
schlafender Bilch (Siebenschläfer)
Haselmaus (auch ein Bilch)

Die Tiere selber rollen sich ebenfalls zu kleinen, pelzigen Ovalen zusammen, wickeln den langen Schwanz wärmend um ihren Körper.

Die Ovale verlinke ich beim Mustermix und die Ulme bei der Baumsammlung von Astrid und alles zusammen beim Naturdonnerstag und beim Novemberthema von Andrea, (so sind die Nester doch wie kleine Kokons.)

Macht es Euch auch gemütlich!

Ein sehr feiner Duft

lag am Sonntag in der Luft.

Hallo, Ihr Lieben.

Wie ich schon angedroht hatte, kommt hier mein Kürbis Kuchen Rezept. Habt keine Angst, es ist einfach, ein Gemüse in einen Kuchen zu „verp(b)acken“. Gerade Hokkaido bietet sich für etwas süßere Gerichte an. In Amerika ist es viel häufiger, dass Kürbisse auch in nicht deftige Rezepte als Zutat einfließen.

Also, holt eine runde 26er Backform aus dem Schrank, schneidet etwa 350-400g Kürbis klein und kocht ihn gar. (Hokkaido hat den Vorteil, dass der Kürbis nicht geschält werden muss) Ich habe zum Garen etwas Glühwein genommen (etwa ein Schnapsglas voll), Rotwein (mit etwas Gewürzen) oder Orangensaft sind auch möglich. Der Kürbis muss dann natürlich püriert werden und etwas abkühlen. Derweil mischt Ihr erst diese Zutaten:

150 g Butter, 120-150g Rohrzucker, eine gute Prise Salz , der Zucker sollte sich auflösen, dass kennt Ihr sicher von anderen Kuchenrezepten. Nun kommen auch 300g gemahlene Mandeln, 4 grosse Eier, 1P Backpulver, ca 200g Mehl. Und eine ordentliche Portion Gewürze, Wintergewürze, Weihnachtsgewürze: Zimt, Kardamom, Piment, Muskatnuss, Tonkabohne… Dufte Mischung! Ich habe einen Tl der Mischung genommen, (habe es mir mit einem Kaffeegewürz etwas leichter gemacht). Dazu kommt als Krönung eine Packung (etwa zwei TL) geriebene Orangenschalen oder entsprechend die geriebene Schale einer Bio Orange. Vergesst nicht, dass Kürbismus, heiß darf es nicht untergerührt werden, wegen den Eiern. Wenn Ihr der Meinung seid, der Teig mit dem Kürbispürre ist wirklich zu flüssig, gebt noch etwas Mehl oder HaferflockenPorrige dazu. Ich habe zB einen EL Porrige dazu getan, das bindet die Feuchtigkeit.

Der Ofen wird auf 180 Grad Umluft vorgeheizt, die Form vorbereitet. Den Kuchenteig einfüllen und ab in den Ofen, zweite Schiene von unten und 45 min backen. Stellt Euch den Wecker auf 25 min und reduziert für die Restzeit dann auf 160 Grad. Da zieht ein Duft durch das Haus, einfach ganz wunderbar, eine besondere Aromen Mischung!

Der Kuchen ist supersaftig. Hübscher sieht es vielleicht mit Puderzucker bestreut aus, aber ich möchte den Kuchen gar nicht so süß haben. Wenn Ihr eine Kaki in Scheiben schneidet, gibt das sehr schöne Sternenmuster zum (gesunden) dekorieren. Ich finde auch, dass das Obst mit dem Kuchen sehr gut harmoniert.

Auf der Website eat.de werden ganz viele „Spicy Slowfood Rezepte“ gesammelt. (Werbung, vielleicht mögt Ihr mir Ende des Monats dort ein ♥ geben?)

Den Kuchen mochte hier jeder, trotz gesundem Gemüse.

Verlinkt auch beim creadienstag