Wippsteers

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Das Wetter ist sehr abwechslungsreich die letzte Zeit. Wir hatten so viel Regen und Grau. Aber auch Eiseskaelte und etwas Sonne.  Wir hatten viele beeindruckende und verschiedene Wolkenbilder. Im Garten war emsiger, roter Besuch. Immer in den Regenpausen kam ein fleißiges Eichhörnchen in den Garten und holte sich Maronen oder Nüsse. Die hübschen Eichkater sind oft in unseren Gärten zu finden. Kater als weiterer Name ist gar nicht so verkehrt, denn die putzigen Tiere gehen auch gerne an Eier und Kuecken der Gelege von Singvögel. Aber noch dauert es etwas, bis die Vögel brueten, aber die Vorbereitungen sind voll im Gänge. Das schlechte Wetter hat nur etwas Dämpfer verteilt. Aber es wird …Wacholderdrossel ziehen schon und ich habe zum ersten Mal das „wie,wie hab ich dich lieb“ gehört. Das Goldammer Männchen singt aus der Hecke an Feldrändern und ist durch das gelbe Gefieder gut zu sehen.

das Frühjahr kommt…Habt ein schönes Wochenende!

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Wippsteerts Januartage

Es wird kalt. Nachdem so viel davon geredet wurde, dass wir keinen richtigen Winter bekommen, (schaut doch mal auf den Kalender, der Winter fängt doch immer erst kurz vor Weihnachten an!), hat selbiger nun Einzug gehalten.

Noch vor einigen Tagen bin ich auf den Feldern an einem Schwarm Bachstelzen (Wippsteerts) vorbei gegangen, welche ja eigentlich Zugvögel sind. Offenbar hatten sie die milden Temperaturen um Weihnachten genutzt um kräftesparend hier zu bleiben.  Aber als dann noch mal Kraniche zogen, war mir schnell klar, die Kälte kommt.

Am Wochenende haben wir Freunde im Süddeutschen besucht und sind mit ihnen nach Landau gefahren. Unbedingt sehenswert:

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Glockenspiel am Marktplatz

Im, bzw. am ehemaligen Gefängnis ist ein kleines aber feines Bistro mit Buchhandlung und Kunsthandwerk: KulturCantina

Auf dem Markt gab es sehr viel regionale, besondere Angebote und Stände. Auch durch die Stadt und ihre kleinen Gässchen zu bummeln machte viel Spass. Also, wer mal in die Pfalz reist…

Ein wenig selbstgemacht hab ich die Tage auch noch. Aus Kerzenresten, die ich in einem Topf erhitz habe, wurden neue Kerzen, wie man sieht. Allerdings ist das Saubermachen des Topfes hinterher aufwendig, ich denke, ich werde dafür das nächste Mal eine Dose nehmen und dann mit der Zange oder/und Topflappen ausgießen. Und man muss bei dem Ausrichten des Wachsdochtes sehr darauf achten, dass er mittig liegt. Leider hatten sich auch noch Luftblasen bei einigen Gefässen gebildet, die erst beim Abkühlen zu bemerken waren – plötzlich war der Wachsstand viel niedriger.

Außerdem habe ich aus guter Zartbitterschokolade mithilfe von Pralinenförmchen Trinkschokolade gemacht. Über einem Wasserbad wird dafür die Schokolade geschmolzen und mit leckeren Gewürzen (z. B. Chili, Kardamom, Zimt oder einer Kombination,) angereichert. Umfüllen in die Pralinenförmchen, Löffel rein und abkühlen lassen. Perfekt für eine heiße Schokolade an den kalten Tage jetzt!20160112_101423Dann hat mein Handy endlich eine Hülle bekommen. einen Eisbären. Zum Nähen komme ich im Moment einfach nicht, da die Nähmaschine zZt. keinen festen Platz hat. Aber der Bär gefällt mir auch ganz gut.

Wünsche Euch eine gute Woche!

Wippsteerts Advent, der 3.

Hallo Ihr Lieben,

so schnell geht die Zeit in´s Land. Im Kopf hatte ich so viele Beiträge, die ich hier hinterlassen wollte, aber wie Ihr gemerkt habt, hat es bis jetzt keiner geschafft. Heute will ich eine Zusammenfassung bringen:

Die Gänge mit dem Hund waren, vor allen Dingen am Morgen, häufig abwechslungsreich.  Noch vor Tagen gab es plötzlich Frost, obwohl die Wetterleute alle für die hiesige Gegend über 0°C angekündigt hatten. Dabei glitzerten dann die Eiskristalle wunderschön am nächsten Morgen. Außerdem hab ich an dem Morgen an einer Stelle und fast auf einer Stelle Rotkehlchen und Zaunkönig, dahinter Bussard und Falke gesehen.  Wunderschön im glitzernden Gegenlicht – und ohne Foto. Dieser Bussard ist auch etwas Besonderes, er rüttelt über dem Feld als wäre er ein Falke. Nun, so entwickelt sich die Natur. An der Kleingartensiedlung hokte ein Sperber auf einem Pfahl und schaute nach leichter Beute. Ich hoffe, Ihr könnt jeder ab und zu so ein paar Stunden besondere Natur genießen! Ich erfreue mich z.B. gerade am emsigen Eichhörnchen, was gegenüber dem Büro auf dem Zaun rumturnt während ich tippe.

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frostige Wiese mit grünvioletter Farbe  20151210_080326

 

Außerdem waren wir auf dem Weihnachtsmarkt bei der Burg Wissem, sehr schön! (übrigens ist in der Burg ein Bilderbuchmuseum und wirklich empfehlenswert!)

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schottische Hochlandrinder im rheinischen Dunst
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Kaninchenautobahn
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Burg Wissen in Troisdorf

Wippsteerts bunte Ecken

Guten Morgen! IMG_8300

Seid wir den Hund haben, geh ich morgens mit meiner Familie aus dem Haus, denn der Troll will ja Bewegung haben! Und so früh am Tag ist es im Moment wunderbar. Ich sehe so viele verschiedene Vögel: Grünspecht, Zaunkönige, Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Nilgänse ganz nah. Ich bewundere den rüttelnden Turmfalken direkt über mir und die schlauen Rabenkrähen, die hinter mir die Nüsse aus grosser Höhe auf den Teerweg fallen lassen. Buch- und andere Finken, sowie Spatzen finden sich zu Gruppen zusammen und fliegen vor mir von einem Busch zum nächsten. Auf dem ersten Grün des Wintergetreides stehen noch ein paar Kiebitze. Die grossen Taubenschwärme stürzen sich auf den abgeernteten Maisfeldern auf die verlorenen Körner, Schwärme von verschiedenen Rabenvögeln tun es ihnen gleich. IMG_8302 (3) IMG_8301 (1)Natürlich ist um einen herum auch die letze Farbenpracht des Herbstes. Es gibt so viele Frühlingsgedichte, viel weniger über den Herbst, ist mir heute morgen beim strammen Marschieren in den Sinn gekommen. Dabei ist es wunderschön anzusehen, wie die Natur sich vor der Ruhe des Winters noch einmal aufbäumt und mit aller Pracht von warmen Farben erstrahlt. Manchmal scheint die Morgensonne so intensiv auf die bunten Herbstbäume, dass es wie Feuer aussieht. Dann gibt es Morgende, da legt sich ein Schleier Nebel über alles. IMG_8306 (2) Bis jetzt hatte ich das Glück, dass es kaum geregnet hat, wenn ich raus bin. Und dieses Wochenende soll es noch mal richtig schön werden. Wir werden, nach den ersten, sehr kalten Oktobertagen, noch mal verwöhnt.

Geniesst die restlichen goldenen Oktobertage! Nehmt die Wärme der Natur auf und mit in den November und Winter. So wie es schon die kleine Maus in dem Bilderbuch Frederick von Leo Lionni getan hat. Ein schönes Wochenende Euch allen.

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PS. Wer die Bilderbücher von Leo Lionie noch nicht kennt, dem lege ich sie hiermit sehr an `s Herz. Ich habe sie schon als Kind vorgelesen bekommen und immer wieder angesehen, meine Kinder kennen sie und hoffentlich werden meine Enkel sie auch noch kennen lernen, so zeitlos und schön sind sie. (Swimmy, Das kleine Blau und das kleine Gelb, Cornelius, Das grösste Haus der Welt, Tillie und die Mauer, …)

Wippsteerts Neues

Endlich komme ich mal wieder dazu hier zu schreiben. In den Ferien haben wir Familienzuwachs bekommen.

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Aus dem Tierheim hier ist Strolch/Troll, eine noch etwas ängstlicher aber sehr liebenswerter Hund zu uns gekommen. Das Kennenlernen auf Spaziergängen vorher hat einige Zeit in Anspruch genommen. Dann in den Herbstferien selber ist er hier eingezogen und bereichert unser Leben sehr. Leider habe ich mir aber auch in der Zeit einen ordentlichen Infekt zugezogen, bekam kaum noch ein Wort raus, Hals und Nebenhöhlen entzündet… so das ich sogar Antibiotikum nehmen musste. Da half kein Hausmittelchen mehr, leider. Das war für ihn in der Anfangsphase nicht so schön.

Nun geh ich aber so viel mehr raus und trotz des schlechten Wetters erfreue ich mich am Herbst und seinen Farben. Auf der Fensterbank tummeln sich nun die vielen Töpfe, die sonst auf der Terrasse  stehen, denn hier gab es erste leichte Fröste.

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Die ersten Schlehen haben mir morgens schon einen kleinen Energieschub gegeben. Richtig gut schmecken diese Beeren ja nicht, sauer und bitter, mehr Kern als Frucht, aber voller Vitamine. Diese Früchte sollen ja einmal kurz Frost abbekommen haben, bevor man sie pflückt und z.B. Likör daraus macht. Also muss unser kleiner „Troll“ demnächst mal auf mich warten, wenn ich mich recke und strecke, um an die kleinen blauen Beeren zu kommen, statt weiter mit ihm flott zu gehen. Auch andere Früchte aus Wald und Flur mag ich pflücken.

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Speierling

Dafür habe ich heute Speierling aufheben können, zusammen mit ein paar Äpfel. Da dieser Baum was Besonderes ist, möchte ich hier noch ein wenig davon erzählen:

Er war Baum des Jahres 1993 und hat damit wirklich auch viel Aufmerksamkeit bekommen, was dem Bestand dann in den Folgejahren auch gut getan hat. Denn da dieser Baum kaum noch in Deutschland zu finden ist, kennt ihn kaum jemand. Der Speierling gehört auch zur Familie der Rosengewächse und benötigt ein wärmeres Klima.

Sorbus domestica_0         Dieses alte Bild habe ich auf der Internetseite holzwurm-page.de gefunden.

Der Baum bevorzugt trockene und nährstoffreiche Böden und findet sich z.B. in Weinbaugebieten. Seine borkige Rinde ähnelt der Eiche und die gefiederten Blätter sehen der Eberesche ähnlich. Die kleinen Früchte sehen wir kleine Birnen aus. Reife Speierlingfrüchte sind schon weich und werden für Marmeladen, Gelees, Mus, Wein, Schnaps und Essig verwendet. Besonders der Schnaps und der Essig ist sehr hochwertig und teuer. Die Früchte wirken klärend und haltbar machend bei der Apfelsaftherstellung. Ihre medizinische Wirkung war schon im Mittelalter bekannt, die Gerbsäure wirkt(e) gegen Durchfall und Ruhr. Das Holz ist sehr begehrt, denn es ist das schwerste unter den heimischen Hölzern und trotzdem ist es elastisch. Im Instrumentenbau, bei der Werkzeugherstellung oder auch beim Bau von Webrahmen wurde und wird es gebraucht. In Deutschland ist der Baum geschützt, der Bestand ist sehr klein. Selten wird mal ein Baum in Frankreich z.B. gefällt. Leider ist die Vermehrung des Baumes, den schon die alten Griechen und Römer kultivierten, nicht ganz einfach und erfolgt über Stecklinge oder Samen. Die Samen müssen aus der reifen Frucht gewaschen werden, dann benötigen sie unbedingt den Winter als Vorbereitung, bevor sie in Töpfe gesetzt werden. Diese schwierige Nachzucht sorgte sicher auch dafür, dass der Speierling nicht mehr viel angepflanzt wurde, zumal der Baum auch lichtere Wälder bevorzugt. Er passte nicht so recht in die Forstwirtschaft. Aber dies hat sich Gott sei Dank wieder gewandelt. So wurde ich z.B. durch meine Mutter darauf aufmerksam, die wiederum von ihrem Bruder mehr über den Baum erfuhr. Er versucht diesen Baum in seinem Wald Raum zu geben und pflanzt ihn im Sauerland an.

Ich werde jetzt mal mit den paar Früchten und einigen Äpfeln Mus machen, mal sehen, wie das schmeckt. Leider hat sich der Troll so erschreckt, als ich mal vorsichtig den Baum schütteln wollte, dass ich das dem kleinen Hundeherz nicht weiter antun wollte. Ich schreibe Euch, wie es so geworden ist. Übrigens findet Ihr bestimmt die Mehlbeere in eurer Umgebung, da sie häufiger als Park- oder Strassenstrauch gepflanzt wurde/wird. Sie ist eng verwand mit Speierling und Eberesche. Ihre Verwendung ist ganz ähnlich, das Fruchtfleisch aber mehliger.

Meelbeere
Mehlbeere

Habt einen wunderschönen Oktober.