Poesie und Freiheit

Hallo Ihr Lieben.

Ein Streit mit seinen Eltern bringt für den 12 jährigen Cosimo Piovasco di Rondo aus Ombrosa den endgültigen Wendepunkt: er wird nie wieder die Erde betreten! Er klettert auf eine Eiche.

Von seinen adligen Eltern, die in alten Traditionen verhaftet sind, wird der Entschluss nur als kindischer Trotz empfunden. Aber Cosimo bleibt diesem treu. Es ist die Zeit der Aufklärung und natürlich hält die Familie an den alten Privilegien und Überzeugungen fest. Cosimo aber entdeckt eine neue Welt und der Leser mit ihm. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie der Junge sich von Baum zu Baum bewegt, das erste Mal jagd, (eine wichtige Stelle im Buch), sogar reisen kann, sein Leben einrichtet, sich verliebt, Mitglied einer Freimaurerloge wird, Banditen trifft, den Aufstieg und Fall Napoleons erlebt, (er trifft ihn sogar) und bis zu seinem Lebensende wirklich nie wieder den Boden betritt.

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So erzählt der Autor wunderschön und philosophisch dies zwar eigensinnige, aber doch sehr freigeistige Leben in all seinen Stationen. Und wer Bäume liebt, freut sich über all die verschiedenen Arten, in denen Cosimo lebt und herumwandert. Die beschreibt Italo Calvino, der diesen wunderbaren Roman 1957 veröffentlichte, neben den dort lebenden Tieren, sehr genau.

So hat mich der Roman „Der Baron auf den Bäumen“ zu einem Bild inspiriert, (außerdem habe ich einen sehr persönlichen Bezug zu diesem Buch) und ich schicke dies doch noch schnell zum letzen Tag des Mustermittwochs mit dem Thema „Mai Bäume“:

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Es ist eine alte Buchseite bestempelt und mit Aquarellfarbe bemalt.

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Habt eine schöne Zeit in diesem Frühling, der eher ein Sommer ist.

Ps. Kommentare sind wieder möglich

Obstblüte

Hallo Ihr Lieben.

Das Frühjahr ist der Beginn allen Neues, so auch durch den Beginn der Obstblüte und dem Strahlen von maigrünen Bäume.

So ist das Thema für diesen Monat „Mai Bäume“ auf dem Blog Müllerin Art ein willkommener Anstoß. Ich liebe die Obstblüte und es war mir sofort klar, dass ich da etwas machen möchte. Vielleicht kennt Ihr den schottischen Architekten Charles R. Mackintosh, der vor allen Dingen durch seine florale Jugendstilkunst in der Innenarchitektur berühmt wurde. Allerdings hat er die Inspiration aus der Natur oft als Aquarelle festgehalten und so habe ich eine dieser Obstblüten als Vorbild genommen:

 

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Auf den Postkarten habe ich Aquarell und Druck miteinander gemischt, eine Technik, die ich wohl noch häufiger anwenden werde.

 

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Die Blüte ist aber auch so klein, dass ich sie wieder auf Adress Kleber stempeln kann.

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Wusstet Ihr übrigens, dass der Apfelbaum (und andere Obstbäume,) zur Familie der Rosengewächse gehört? Und dass die Deutschen Weltmeister im Essen von Äpfeln sind? Oder dass schon die Kelten und Germanen aus den kleineren, heimischen Früchten Muß und Most kochten? Die fünfzähligen Blütenstände sind für viele Menschen schon als Barbarazweige (Kirschzweige, die zu Weihnachten zum blühen gebracht werden,) etwas Besonderes und der Apfelbaum steht für Fruchtbarkeit, Erkenntnis, Reichtum und Leben. Obstbäume stehen fast in jedem Garten, auch heute noch und sei es als kleinwüchsiges Spalierobst im grossen Topf.

 

 

Streuobstwiesen werden nach Jahren, in denen sie eher abgeholzt wurden oder der Vernachlässigung, wieder angepflanzt und gepflegt. Die Deutschen lieben eigentlich Bäume, (ich glaube, wenn sie ordentlich im Wald stehen,) aber leider sind sie ihnen oft zu „lästig“, d.h. sie machen zu viel Dreck, stehen im Weg, werden zu gross oder erkranken und werden von eingeschleppten Parasiten erledigt. Der Ahorn stirbt ganze Züge weise, weil durch billige Zierahorne ein Holzkäfer eingeschleppt wurde, der sich ungebremst nun hier über die heimischen Bäume her machen kann. Ich könnte hier noch romanweise weiterschreiben…

…lasse aber noch Fotos sprechen.

 

Euch eine schöne Woche. Vielleicht könnt Ihr Euch bei der Hitze ja unter den kühlen Schatten eines Mai Baumes legen.

 

 

 

Bitte beachtet die Hinweise auf Datenschutz – auch beim Kommentieren

and now for something completely different

Hallo Ihr Lieben,

Nach dem die Bienen ja ihren Tanz aufgeführt haben, brauchen sie ja auch Blumen dazu. Eigentlich sollten sie die sofort bekommen, aber dann habe ich doch erst die Dose mit dem Distelfinken bemalt. Wie gut wenn man nicht muss, aber alles (theoretisch) kann.

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Also tänzeln die Bienen jetzt um die Blüten herum, oder machen durch ihre Tänze die anderen Bienen auf reichlich Honigblüten aufmerksam. Es ist übrigens wirklich so, dass Kundschafterinnen, auf Nahrungssuche in unbekannte Gebiete vordringen. Haben sie dort Nahrungsquellen gefunden, sammeln sie Nektar und bringen den zur Überprüfung in den Bau. Wird er dort für gut befunden, wird die Biene per Fühlerstreicheln aufgefordert, den Standort zu übermitteln. Und das tut sie dann, in dem sie *tanzt*. Es gibt gar nicht so viele Bienen, die als Kundschafterinnen auch zurück kehren, deswegen sind es ja auch die älteren Arbeiterinnen, die diese Gefahr auf sich nehmen. Sie tanzen übrigens den Rundtanz und den Schwänzeltanz. Kein Wunder, dass uns die Bienen so faszinieren.

Und wie hieß dass früher bei Monty Pyton schon immer? And Now for Something Completely Different

Zu meiner Tiefsee Stempel Sammlung gesellt sich ein Quastenflosser dazu. Den fand ich schon als Kind aufregend, ein lebendes Urzeitvieh! Sie stammen schon aus dem Devon und es sind Knochenfische, deren nächsten lebenden Verwandten Lungenfische und kleine Landwirbeltiere sind. Eigentlich sollte er auch das Massensterben am Ende der Kreidezeit nicht überlebt haben, aber … in der Tiefsee hat er das dann doch. 1938 wurde ein Exemplar in einem Schleppnetz gefangen und die Sensation war perfekt. Obwohl das Tier den Druckausgleich natürlich nicht überstanden hatte, konnte man es gut mit Fossilien vergleichen. Der starke Unterkiefer und die *Quaste*, die Flosse, waren recht unverwechselbar. Mit Beginn des Tiefseetauchens konnte man den Quastenflosser dann auch in seiner natürlichen Umgebung beobachten, (200m Tiefe).

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And Now for Something Completely Different die Zweite:

Ich hab im Schrank so alte weisse Teller, unser Alltagsgeschirr, altes Hotellgeschirr, unverwüstlich und sehr praktisch. Die kleinen Teller werde abends gern zum Aufwärmen der Reste benutzt. So einen Teller hab ich jetzt einfach mal verschönert. Ihr fragt Euch sicher, warum ich das nicht bei allen Tellern mache. Aber so super kratzfest sind meine Porzelanstifte leider nicht und dann  sieht das Bemalte zerkratzt und häßlich aus. Die kleinen Teller werden nicht so viel benutzt, die fallen dann schon mal dem Stift zum Opfer. (Auch wenn das Gold auf dem Foto nicht so gut raus kommt und ich mir vielleicht noch ein paar Farben zulegen sollte.) Bei Tassen z.B. kann ich es nur empfehlen, Euch selber mal etwas zu *personalisieren*, das macht viel Spass.

Bei den Stempeln merke ich mittlerweile sehr den Unterschied zu meinen alten Werken, wo ich nur ein einfaches und grosses Linolmesser zur Verfügung hatte. (Nordkaperer und Buckelwal als Vergleich.) Der Buckelwal durfte auch gleich per Post noch weiterschwimmen. Vom Linolschnitt komm ich stilistisch aber doch nie ganz weg, wie man vielleicht sieht.

Weil ich an all diesen kreativen Dingen die Tage viel Freude hatte/habe, geht dieser Beitrat auch noch zum Freutag:

Auf viele schöne Ausblicke!

Wunderbar

Hallo Ihr Lieben!

War das nicht eine wunderschöne Woche?!

 

 

Jeder Hundegang war dieser Zeit ein Genuss. Die Sonne hat uns noch mal richtig verwöhnt und im Garten, der eigentlich schon im Sparmodus lief, gibt es noch mal Überraschungen.

 

 

Und die Räuber werden von Räubern gefangen, (Kreuzspinne die Wespe).

 

 

Von der Sonne verwöhnt wird man irgendwie kreativer…

 

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Wie war das mit dem schönen Rücken? Meiner entzückt nicht, der erschreckt!

 

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Ward Ihr auch Kassettenkinder? Nun habe ich den passenden Stempel für Mix CDs für s Auto. Auch wen das nicht die mühsam und liebevoll zusammengestellte Kassette ist.

 

 

Heute will ich einen bestimmten Schokoerdnusskuchen ausprobieren, ich werde berichten.

Habt ein tolles Wochenende und schöne Kartoffelferien!

Manchmal braucht man Glitzer…

Hallo zusammen!

Überschriften. Blogüberschriften. Oftmals fallen mir einfach keine ein! Dann fange ich einfach mal an und … tadaaaa…. da ist die Überschrift.

Denn manchmal braucht man doch einfach mehr Glitzer, oder? Ob es nun Peter Pan s Feenstaub ist, Einhornpupse, Drachenschuppen oder Regenbogen, manchmal braucht frau eben so was!

Habt Ihr jetzt Einhörner und den Pegasus erwartet?

Ok, mit einem Einhorn kann ich jetzt ja doch noch dienen:

Habe ich eben als Geschenk geschnitzt. Aber für mich ist noch ein „bunter Zuckerschädel“ dazu gekommen, kalorienfrei.

Vom 31. Oktober bis 2. November feiert man in Mexiko *Dia de los Muertos*, den Tag der Toten. Der Día de Muertos (auch Día de los Muertos, „Tag der Toten“) ist einer der wichtigsten mexikanischen Feiertage und wurde sogar von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt und 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit übernommen. Die Feierlichkeiten in ihrer traditionellen Form sind vom kommerziellen amerikanischen Halloween bedroht. (Wikipedia) Wir feiern ja in dieser Zeit Allerheiligen und Allerseelen und es kommt nicht von ungefähr, dass die Tage jetzt in Mexiko auch so liegen, der alte Maya Brauch wurde von Missionaren einfach christianisiert.

Ich mag diesen etwas fröhlicheren Umgang mit dem Tod und dem Gedenken an Verstorbene. Daher habe ich mir ein Hemd und eine Jacke bemalt und beklebt, sowie einen Stempel geschnitzt. Und für einen besonderen Menschen, der heute Geburtstag hätte, eine Kerze angezündet. 

Euch einen guten Start in die Woche!