Es naht die Zeit

Hallo Ihr Lieben,

so langsam mache ich mir die ersten Gedanken, was zu Weihnachten verschenkt werden kann, was Selbstgemachtes, was Gekauftes,… Es naht die Zeit, die für manche Stress und Hektik beim Geschenke sammeln bedeutet.

Sicher kennt Ihr das alle mehr oder weniger und auch jedes Jahr kommt vor Weihnachten immer wieder die Zeit der ganzen Spendenaufrufe. Ausnahmsweise möchte ich hier auf den Blog von Patrick Rothfuss hinweisen. Vielen ist er als Autor der   noch nicht beendeten Reihe „Der Name des Windes“ bekannt, (aber alles braucht seine Zeit). Solltet Ihr die noch nicht kennen, unbedingt lesen, auch sein Blog ist sehr lesenswert! Tolle Fantasy, ohne *zu viel Fantasy der üblichen Art*. (Das Foto oben entstand auf den netcologne). Patrick Rothfuss hat auch eine Organisation in s Leben gerufen, die Menschen in ärmeren Ländern Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Jedes Jahr ruft er über seine Webseite zu einem Spendenmarathon auf. Das Tolle ist, man kann da ganz feine Sachen gewinnen. Viele andere auch hier bekannte und weniger bekannte Künstler machen jedes Jahr bei den Worldbuilders mit, es ist immer eine ganz besondere Art  Lottery und sicher mal einen Blick wert. Vielleicht statt der 3. Uhr und dem 25. Pully, dem neusten Parfum oder gar den ungeliebten Socken?

Dieses mal in ungewohnter Sache, sonst mache ich ja keine *Werbung*.

 

 

 

Novemberblues

Hallo Ihr Lieben,

brrr, ist das kalt und vor allen Dingen grau geworden. Der Nebel hängt morgens bis auf den Boden, am Grün hängen überall Tropfen und die Vögel suchen fleissig nach Futter. Schön sehen die Sonnenblumen nun nicht mehr aus. Aber in den reifen Fruchtständen hängen die Stieglitze/Distelfinken und picken sich noch vor dem Flug nach Süden Sonnenblumenkerne. Sie haben sich schon zu Gruppen zusammen gefunden  und sammeln noch mal Energie. Ihr melodisches Piepen begleitete mich nun in den letzten Morgen beim Hundespaziergang. Überall hört man das Rotkehlchen noch mal sein Revier mit Gezirpe und vereinzeltem Gesang zu markieren, es hüpft neben mir von Busch zu Busch. Auch Meisen aller couleur tummeln sich im Mais, an den Sonnenblumen und in den Büschen. Mit der Kamera bin ich immer zu langsam, da die Lichtverhältnisse ja nicht gerade optimal sind, die Ergebnisse sind immer unscharf, daher hier zwei *Archivbilder*.

Ich backe gerade einen Stuten, ein feines Weissbrot, die Namen sind da regional anders. Sohnemann hat sich nämlich den Magen etwas verstimmt. Heute ist hier auch der Sankt Martins Umzug, da werden traditionell Stutenkerle gebacken. (Meine Jungs sind schon was grösser und ich kann mir heute den Luxus erlauben, keine *Kerle* zu backen. Da wir am Wochenende hier einen Geburtstag feiern, wir morgen eh einiges im Ofen gezaubert.)IMG_20171109_135218

Secondhand habe ich letzens drei tolle Bücher ergattert. Von Robert Gernhardt haben wir zwar die Gesamtausgabe, aber Insel Bücher sind einfach noch mal besonders schön! Und Robert Gernhardt ist genau der Richtige, wenn mich etwas der Blues packt.

 

Dreißigwortegedicht

Siebzehn Worte schreibe ich auf dies leere Blatt,

acht hab`ich bereits vertan,

jetzt schon sechzehn und

es hat alles längst mehr keinen Sinn,

ich schreibe lieber dreißig hin:

dreißig.

Robert Gernhardt

 

Außerdem, mit tollen Holzstichen ausgestattet, Der Selbstmörderklub von R.L.Stevenson. Die meißten kennen den schottischen Autoren sicher eher von Die Schatzinsel, sein Long John Silver ist ja ein Archetyp von Pirat. Auch Dr. Jeckyll and Mr. Hyde kennen viele. Auf diese krimiähnliche Erzählungen bin ich nun gespannt. Solche bücher kann man gut zwischendurch mal lesen. Als drittes war da die besonders schöne Ausgabe von Cyrano de Bergerac. Das Buch Herzstiche habe ich mal vor langer Zeit verschenkt. Ja, den Mann mit der grossen Nase und dem flinken Degen aus dem Film gab es wirklich. Ehrlich gesagt, habe ich dies Buch vor allen Dingen geholt, weil es mich an einen lieben Menschen erinnert. Die Briefe sind aber auch schön zum stöbern, sehr poetisch. Außerdem hat mir mein Schatz ein Buch sozusagen in die Hand gedrückt, dass er sehr verschlungen hat:      berg

Es geht um die Besteigung des Mount Everest im Jahr 1924, eine Zeit, in der der Wettlauf um Entdeckungen und Erfolge dieser Art, für manche Abenteurer zum Verhängniss wurde. Schon im Bestseller Terror hat Dan Simmons eine legendäre Expedition zum Thema. Mein Mann hat Der Berg verschlungen, ich bin gespannt auf den historischen Roman, werde berichten, aber ich bin ein viel langsamerer Leser als mein Schatz, daher habt Geduld, wenn Euch der Titel interessieren sollte. Was ich gleich schon mal sagen kann, es geht hier nicht reißerisch und von Höhepunkt zu Höhepunkt zu. Also, erwartet keinen Actionroman.

Wünsche Euch viele Mußestunden und macht es Euch gemütlich.

 

Dies ist ein Herbsttag …
(Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863)

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt

 

Lesewetter

Hallo Ihr Lieben,

so ein Wetter, meine Güte, wenn wir so ein Wetter nicht hätten, worüber würden wir reden?

Nein, keine Sorge, ich wollte Euch nur ein Buch an s Herz legen.

Nachdem ich in der Bücherei Underground Railroad von Colson Whitehead  buch  geholt und auch kurz reingeschaut habe, bin ich gefangen. (Ich hatte irgendwo auf einem Blog auch schon mal was drüber gelesen, aber ich gestehe, ich weiss nicht mehr wo, sorry.) Nicht, dass ich nicht genug Lesefutter gerade habe und es gefällt mir auch was ich gerade lese, aber hier haben mich die ersten Zeilen schon gepackt. Seid langem mal wieder bei einem Buch schon auf den ersten Seiten. Nun, der Autor hat aber auch schon so einige Preise abgeräumt: National Book Avard und Pulitzer Preis u.a.

Sein Sprache hat mich sofort berührt. Dabei fängt das Buch damit an, wie die Oma der Hauptdarstellerin als schwarze Sklavin aus ihrer Heimat entführt und verschleppt wird und das ist gar nicht *berührend*. Ihre anderen Familienmitglieder sieht sie nie wieder, Selbstmordversuche auf dem Sklavenschiff scheitern, sie wird immer wieder weiterverkauft. Zur Geschichte von Cora, der Hauptdarstellerin des Romans, bin ich gerade erst gekommen. Sie wird fliehen und durch diese Untergrundorganisation *Underground Railroad* durch Amerika geschleust. Immer nur kurz erfährt sie Hoffnung und Innehalten, weiter geht die Flucht. Cora arbeitet z.B. in einem Museum als *lebendes Ausstellungsstück*, nicht wie wenn wir in ein Museumsdorf gehen, wo uns ein Schmied zeigt, wie man früher geschmiedet hat.  Lernen wir etwas über Menschenwürde, Mitgefühl, Hass, Brutalität, Hoffnung, Selbstbestimmung?

Auch wenn ich erst angefangen habe, möchte ich Euch das Buch schon jetzt empfehlen. Denn bei dem Wetter haben wir doch einfach mehr Zeit für Bücher, oder?

 

 

 

noch mal Lesefutter

Grüsse Euch!

Mit kälteren Temperaturen (ja, es war gestern so ekelig und kühl draussen,) zieht bei mir das Gefühl ein, es mir häufiger auf dem Sofa gemütlich zu machen. Da lauern so viele Bücher auf meinem Stapel (und natürlich schaue ich auch etwas mehr Fernsehen, ich muss dann immer aufpassen, dass ich meinen Hintern auch zwischendrin hoch bekomme).

Im Urlaub habe ich mir einen Roman in Gingst in unserer Lieblingsbuchhandlung geholt. „Ein Fleck im Meer“. Zwei Freunde, die zusammen ein Fischerboot betreiben, geraten auf See in eine Ausnahmesituation, einer der beiden geht unbemerkt nachts über Bord. Ein Tatsachenroman. Außerdem habe ich noch in der Bücherei den Titel „Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen“ vorgemerkt. Und von meinem Mann steht da noch Jack Londons Reisebeschreibung: „Die Reise mit der Snark“. Er hatte sich diese wunderschöne Ausgabe vom mare Verlag letzen Jahr gekauft und sehr viel geschmunzelt, als er es gelesen hat. Wir haben uns immer wieder über Teile des Buches unterhalten und diskutiert, denn es gibt auch zeitlose, kritische Themen in dem Buch. (Ich hatte mir damals von Sir A. C. Doyle: „Heute drei mal ins Polarmeer gefallen“ in gleicher Aufmachung gekauft.)

Ihr merkt schon, ganz schön viel Meer. Aber mir fehlt es auch sehr.

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Aber dazwischen landet auch mal was Anderes. Von Jim Butcher z.B. der erste Band seiner Fantasy Reihe „Codex Alera“, bis jetzt kenne ich ja eigentlich nur die urban fantasy Reihe um den Magier Harry Dresden von ihm.

Ausserdem habe ich Michel Plessix noch mal aus dem Regal gezogen. Der Wind in den Weiden,… *Moment!* werdet Ihr da denken, dies schrieb doch Kenneth Graham. Ja, Ihr habt ja auch recht, aber es gibt eine wunderschöne Comicadaption von Michel Plessix, der Ratte, Maulwurf, Dachs und natürlich Kröterich eine lebendige Zeichenwelt gab. Vorher hatte ich „Die Göttin mit den Jadeaugen“ und die Reihe um den Reporter „Julian B.“ gelesen, für die M. Plessix als Zeichner verantwortlich war. Leider verstarb der Künstler am 21. August in Saint-Malot, seiner Heimatstadt, überraschend an einem Herzinfarkt.

Den Blog Müllerinnen Art kennen sicher einige, die gerne kreativ sind. Nun kommt ein Buch von M. Müller am 11. des Monats heraus, über Drucken und Bücher selber machen. Da bin ich sehr gespannt drauf! bunte bücher müllerinen art

Und dann erscheint „Guardian of the Galaxy Vol. 2“ auf DVD. Der Soundtrack hat uns im Sommer sehr oft begleitet und bei dem ein oder anderen Lied musste man immer wieder schmunzeln, (und sogar laut mitsingen,) weil man an eine bestimmte Stelle im Film gedacht hat. Ja, ich mag Popcorn Kino!

Ach, wir werden sehen, was uns alles noch so auf s Tischchen flattert.

Habt eine schöne Zeit!

Sommerherbst

Hallo zusammen!

Wie schnell doch alles gehen kann. Die Ferienzeit auf Rügen ist vorbei und die grossen Ferien der Kinder ebenfalls. Die heissen Sommertage, die wir noch hatten, enden mit einem Temperatursturz und viel Regen. Herbstzeit!?

Über Rügen werde ich noch berichten. Zeit zum Lesen hatte ich, leider nur viel zu wenig. Irgendwas war immer. Ich habe nur ein Buch geschafft, aus der „Chronik des eisernen Druiden“ den Titel „Gejagd“. Sehr spannend und von dieser Reihe einer der besten Titel von Kevin Hearne. Atticus (Titelheld und keltischer, sehr alter Druide), hat sich beim Abschluss der Ausbildung seiner Druidenschülerin, den Unmut Olympischer Götter zugezogen und wird nun von zwei Jagdgöttinen durch Europa gehetzt. Nicht genug damit, haben andere Götter nun auf den Ausgang dieser Jagd gewettet, Loki ist hinter ihm und seiner Schülerin her und auch im Kreise der eigenen keltischen Götter gibt es wohl einen, der den Druiden Steine in den Weg legt. Ausserdem trägt Atticus schwer daran, dass die Morrigan sich im Kampf gegen die Jagdgöttinen geopfert hat, um den Druiden einen Vorsprung zu geben. Wer spannende Unterhaltung, bzw „urban fantasy“ mag, ist mit diesem Titel gut beraten, auch ohne die Vorgänger kennen zu müssen.51PMKqFaiDL._SY346_

Heute habe ich die Birnen, die wir auf Rügen gepflück haben, (und gar nicht alle so schnell Essen können), entkernt und klein geschnitten. Dann kommen sie in den Ofen zum dörren, später können Trockenfrüchte z.B. dem Müsli zugegeben werden. Ob ihr dabei Schale dran lasst, ist Euch überlassen, gesünder ist natürlich mit…20170831_105737Irgendwie war das perfekt zum düsteren, letzten Tag des Sommermonats August. Gestern noch sonnig, tropisch, schwühl und heute mindestens 10 C weniger mit reichlich Regen.

Das Dörren geht recht einfach, bei niedriger Temperatur schiebt Ihr das kleingeschnitten Obst oder auch Gemüse in den Ofen. Damit Feuchtigkeit entweichen kann, kommt zwischendurch ein Holzkochlöffel in die Ofentür. Der Ofen wird auf 80 Grad Umluft eingestellt. Wenn Ihr das Obst oder Gemüse waschen müsst, sollte es trocken getupft werden. Wer einen Kaminofen hat kann auch Apfelscheiben entkernt auf Holzstäbchen darüber trocknen. Eine zügige Trocknung ist wichtig, damit sich kein Schimmel bilden kann. Äpfel und Birnen brauchen mindestens vier Stunden.

Viel Spass beim Konservieren des Sommers.

Ich freue mich schon darauf, Beiträge über Rügen zu bringen, so verlängere ich noch Sommer und Urlaub. Und wir sind uns vielleicht einig, es gibt doch einfach zu wenig Meer in unserem Leben!

Macht es Euch gemütlich!