Da ist schon wieder ein Monat um und Birgitt sammelt wieder Monatsrückblicke und die dazugehörige Fotocollage. Zu Andreas Samstagsplausch mag ich mich auch dazu setzen.
Minischachtel
Hausgeister
(Werbung)
geschnitzter Goliath Käfer
Frühlingspost 21
Fichtenkreuzschnabel
Mauersegler ging auf Reisen
Mein April 2021 in Bildern
Kreativ wurde der Monat von der Frühlingspost „Insekten“ bestimmt, die neue Technik, Collografie, musste überhaupt erstmal erprobt werden. Bald zeige ich Euch mehr von der schönen Post, die hier angekommen ist. Meine Insekten sind ja schon rausgeflattert.
letzte Zusendung und die Schachtel zur Vorlage (zum Runterladen)
Der Monatsvogel vom Jahresprojekt wurde per Aquarell Farbe auf eine kleine Holzschachtel gemalt und Euch mit seinen Besonderheiten vorgestellt. Ich muss gestehen, dass ich meinen neuen Vogel für den Mai noch nicht fertig habe, da müsst Ihr nach dem ersten Mai schauen.
Zwei Geburtstage wurden wieder daheim unter diesen besonderen Bedingungen gefeiert. Wir haben das Beste daraus gemacht. Viel gelacht habe ich diesen Monat auch, einfach so (und weil ich Entsprechendes gesehen, gelesen, gehört habe, Lachen macht vieles einfacher für uns hier). Sehr gefreut haben wir uns über die Meldungen bezüglich Impfen in unserem Umfeld (und sowieso!).
Fransen – Geister, geschnitzte Stempel, Buchbesprechung, Vorzucht, Bärlauch und erste schönere, sonnige Frühlings Tage. Und eine Vorlage für Euch wurde auch hochgeladen, ein Schächtelchen. Der Hund hat sich sehr gefreut, einfach nur so und unkompliziert wieder in den Garten laufen zu können, dass sagt doch viel über die sonnigen Tage (aber eisigen Nächte). Aber sein Blick spiegelt auch meine Gemütsverfassung: vorsichtig optimistisch, mit etwas Skepsis, na Ihr wißt schon
Das Abi hat die Woche dafür gesorgt, dass wir viel die Daumen gedrückt haben und eine Kerze gebrannt hat. Nicht nur für den eigenen Sohn. Das alle Abschlussklassen gerade unter diesem Druck Besonderes leisten, ist vielen klar (und leider ja im Moment nicht zu ändern).
Mein Ausblick auf den Mai: ein Wichtelgeschenk aussenden zum Bloggergeburtstag von Ulrike, den neuen Monatsvogel vorstellen, Frühlingspost zu einem Heft gestalten, zwei schöne Bücher noch vorstellen (über leuchtende Haie und einen besonderen Baum) und was sonst noch so dazu kommt. Macht Ihr Euch auch eine leckere Maibowle? Ich geh gleich den Waldmeister pflücken, der zum ersten Mal, seit wir hier wohnen, noch nicht blüht (dann soll man ihn wg der höheren Konzentration Cumarin nicht mehr dafür nutzen).
Baobab, erschienen diese Woche in der Naturkunden Reihe des Matthes &Seitz Verlages (selbstgekauft)
Ich wünsche Euch allen einen schönen Tanz in den Mai, auch wenn der im eigenen Wohnzimmer und wohl eher im Kopf statt finden darf – oder einen wilden Besenritt zur Walpurgisnacht.
Michaela von Müllerinnen Art und Sabine aka Frau Nahtlust haben jeden Monat ein Motto und laden alle Kreativen ein, Mittwochs Ihre Ideen zu verlinken.
Diesen Monat waren „Eckige Blüten“ dran. Schaut mal vorbei in der Linkliste, da gibt es spannende, wunderschöne Ergebnisse zu sehen.
Ich habe meine Blüte, eine Iris, auf ein farbiges Blatt gestempelt, Motiv ausgeschnitten und eine Schachtel draus gefaltet. Und wenn Ihr Lust habt, könnt Ihr Euch diese für private Zwecke runterladen und ausdrucken. Sozusagen als „bald 1. Mai Geschenk“ oder für „Muttertag“.
seitliche Flügel einschneiden und einmal alle Kanten falten um dann zusammen zu klebenMinischachtel
Bei Gabi, madewithbluemchen.at geht es heute um Fransen.
Viel habe ich nicht dazu bei zu tragen, nur ein paar Kleinigkeiten:
An eine selbstgestrickte Decke gehören meines Erachtens unbedingt Fransen.
Gute Geister in den Ecken, mit ein bißchen Restgarn und einer Holzperle:
Oder ebenfalls mit Wollresten als Geister oder Mini Girlande im Garten. Allerdings wurde das Geistlein im Rosen Strauch vom Eichhörnchen entführt. Es erwärmt nun den Kobel in der Tanne. Gestern sah ich zum ersten Mal die Rasselbande den Stamm umflitzen.
Eigentlich wollte ich noch einen Taschen-Charm aus F*mo Ledereffekt machen, welches man auswählen, erhitzen und dann wie Leder zu schneiden und zu einer Trödel (sozusagen eine dicke Franse) machen, aber das schöne Wetter und das Leben 1.0 hat mich davon abgehalten. (selbstgekauft)
Schaut mal bei Gabi vorbei, sie sammelt heute ganz viele Ideen von Kreativen zum Thema Fransen.
Ps. Für die kleinen Troddeln und Fransen braucht Ihr nur Wollresten, eine Schere und Eure Hand. Um die wickelt Ihr dann die Wolle, nehmt sie als dicken Strang vorsichtig von der Hand, umschnürt den „Kopf“ sozusagen und schneidet dann unten die Schlaufen durch.
Kennt Ihr das auch, wenn man furchtbar viel kichern muss, atemloses, fast lautloses in sich Hineinlachen? „Mein Schatz nennt mich dann liebevoll gern „Muttley“, nach einem Cartoon Hund aus dem Fernsehen. Manchmal ist dies ganz schlimm. „Kicher“ Letztens hat mich eine Situationskomik so zum „Muttley Lachen“ gebracht, dass ich meinen Schatz damit geweckt habe, obwohl ich fest der Überzeugung war, ganz leise gewesen zu sein. Auch sonst musste meine Familie mit lauten Lachern meinerseits leben. Unvermittelt für sie und manchmal auch mich und ansteckend auch noch, als wäre die britische Mutation nicht schon ansteckend genug. Spontanen Lachkrampf kenne ich ebenfalls. Wie heißt es doch auch, dass zu viel Lachen ein Anzeichen von „kurz vorm überschnappen“ ist? Nein, ich kann Euch beruhigen, in die Richtung geht es bei mir nicht. Grundsätzlich bin ich eigentlich ein sehr leicht zum Lachen zu bringender Mensch. Gute alte Slapstick von Charlie Chaplin zB, Witze, Serien und Filme (ich gestehe, ich habe dieser Tage endlich die „fabelhafte Mrs Maisel“zu Ende geschaut, ich liebe vor allem die zweite Staffel und so manche Komik dieser Serie war verantwortlich für lautes Lachen!)
Raubvogel im Morgenlicht
Oh ja und oh weh: gute Witze! Ich bin ein ganz schlechter Witzeerzähler, oftmals vergesse ich sie sowieso, vor allem kurz bevor ich sie erzählen will oder komme bei der Pointe eher selber zum Lachen und schaffe daher das Ende nicht richtig. Meine Einstellung insgesamt ist sowieso eher: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“ Und bei meinem Schatz habe ich mich als erstes in seine verschmitzte Art und seine lachenden Augen verliebt. Lachende und lächelnde Augen, in Zeiten von Masken doch wirklich wichtig, oder? Das eingefrorene Lächeln zweier Kinder auf einer Lebensmittel Verpackung hat uns dann aber eher abgeschreckt. Lächeln entspannt die Gesichtsmuskeln, Lachen ist gut für Körper und Geist, manchmal hilft es dem Körper über etwas hinweg zu kommen (Abwehrhaltung) und manchmal gibt es sogar Lachmuskelkater. Ich weiß nur, dass ich gerade nichts Tiefsinniges (mehr) mag, lieber Albernheiten und Aufheiterungen. Da kann Frau/man alles mögliche hinein interpretieren.
Apfelblüte
Die Woche(n): Die Natur ist nun unwiederbringlich im Frühjahrsmodus. Auch die Nachtfröste halten sie nicht mehr auf. Im Garten heißer das, abends immer noch Decken zum Schutz bereit halten. So mutig, mir jetzt schon Geranien zu holen, bin ich aber noch lange nicht. Ich hoffe, dass meine alten es durch den Winter geschafft haben, müssen aber im Keller noch dahinvegitierend. Im Discounter vertrocknet der Lavendel, der direkt neben Petunien und Geranien angeboten wird. Letztere werden aber tatsächlich gekauft. Wenn die Sonne scheint und uns in den Garten zieht, sieht man die meisten Insekten am blühenden Rosmarin und den winzigen Blüten des Lorbeer, nicht in den bunten Tulpen. Der laue Dienstag ließ uns auch endlich wieder draußen zu Abend essen. Was für ein Genuss. Hemdsärmelig, in die tiefer sinkende Sonne blinzelnd, ein Brot mit Frischkäse, Tomaten, Kresse oder Bärlauch (gleich vor Ort gepflückt) und ein kleines Glas Bier oder Wein (und dank Wechseljahre wurde mir sogar später kalt als meinen „Jungs“)
Ein wenig Stempel schnitzen war angesagt die Tage und wer es jetzt immer noch nicht wusste, ich mag Comics (überwiegend aber die Francobelgischen) und Comicverfilmungen. Also lass ich gerade zwei Superhelden als Stempel über das Papier tanzen und aus der Star Wars Reihe „the Mandalorian“. ( Die beiden anderen: „Shazam!“ und „Ich bin Ironman“) Mal sehen, was vielleicht noch dazu kommt.
Für den Donnerstag war Geburtstagskuchen angesagt, für den Samstag wird es aber eine Geburtstagsquiche. Am Freitag brauchte es Nervennahrung, die Englisch Klausur eröffnet das Abitur.
simpler Hefe Apfelkuchen war gewünscht
Und das unter zweifacher Belastung. Es gab Anfang der Woche einen positiven Test in der Abi Stufe, der dann durch einen PCR Test bestätigt wurde. Dank genügend Vorsichtsmaßnahmen mußte wohl niemand in Quarantäne, aber die letzten Stunden fanden fast ausschließlich in Distanz statt. Die Schule hat auch einen Weg gefunden, um denen, die aus Angst vor dem Ergebniss, nämlich sofortige Quarantäne, keinen Test zu machen, das Abitur zu ermöglichen.
(Und wer jetzt meint, „alles Anstellerei“, der möge kurz ganz tief in sich hineinhorchen und sich zurück in seine Jugend versetzen, als sie/er selber noch ein pickeliger, unsicherer, womöglich desillusionierter Backfisch war. Alles vergessen und verdrängt…? (Entschuldigung, dass musste Mal raus))
Im Park habe ich diese Überreste entdeckt. Ich denke, der Sperber oder Habicht hatte zugeschlagen, einen Kleinspecht erwischt. Diese Raubvögel sind geschickte Lauerjäger, vor allem im Anflug durch die Bäume und von mir auch schon dort beobachtet. Ein paar Meter weiter liegen mehrere Taubenfedern. Nun, auch für Greifvögel hat die Fütterungszeit begonnen. Eine beruhigende Einschlaftaktik meinerseits ist das beobachten eines Uhus. Dafür gibt es Webcams in Turmspitzen oder anderen Gebäuden. Auch einen Wanderfalken und andere Eulen kann man beobachten. Ja, ich finde es sehr beruhigend und interessant dabei zuzusehen, wie frisch geschlüpfte Uhu Kücken gefüttert werden. Das schlägt die Brücke zu meiner Buchvorstellung gestern „Der Schneeleopard“,von Sylvain Tessin, welches ich gelesen habe und Euch am Welttag des Buches vorgestellt habe (Werbung). Darin geht es auch um Tierbeobachtungen und Tierfotografie und wo wir in dieser Welt stehen oder stehen sollten. Das schlägt wiederum den Bogen zu einer komischen Sichtung, denn nie im Leben hätte ich hier in einem Ballungsgebiet einen Naturfotografen in Tarnmontur erwartet. Bis jetzt kannte ich diese Jacken, die mit all den Stofffetzen dran an braunes, überdimensioniertes Moos erinnern, nur aus dem Fernsehen. So jemanden auf dem Radweg durchs Feld herausragen zu sehen, seinen Drahtesel schiebend, weil gerade etwas für die Linse entdeckt, hatte an dem Morgen schon wieder etwas sehr skurriles!
Werbung: Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, ich gebe hier meine Meinung dazu wieder.
Hallo Ihr Lieben.
Heute ist Welttag des Buches. Wieder findet dieser Aktionstag, der das Lesen und die Freude am Buch fördern und unterstützen soll, unter besonderen Bedingungen (Dank Corona) statt. Deswegen möchte ich Euch heute den Titel „Der Schneeleopard“ von Sylvain Tesson vorstellen.
Der Schriftsteller Tesson lernt auf einer privaten Feier den Naturfotografen Vincent Munier kennen. Tesson faszinieren sofort die abenteuerlichen Erzählungen und das Vorhaben Muniers, unbedingt ein mal eines der seltensten Tiere der Erde vor die Kameralinse zu bekommen. Dafür muss er nur nach Tibet, „nur“.
Und unser Autor schließt sich der Abenteuer Reise an. Zu viert geht es in die Berwelt Tibets.
Zitat aus dem Buch, als es um das seltene Tier geht…
„…Ich fahre diesen Winter wieder hin, komm doch mit.“
„Welches meinst du?“
„Den Schneeleoparden.“
„Ich dachte, der sei ausgestorben.“
„Er tut nur so.“
Worauf er sich da eingelassen hat, beschreibt Tesson sehr humorvoll und philosophisch. Der Humor war auch der Grund, warum ich mich auf das Buch freute. Und natürlich wollte ich mehr über das „Versteckspiel“ Mensch/Fotograf/Beobachter kontra Schneeleopard erfahren. Voller Wort-Bilder taucht Tesson in seine Gedankenwelt ab, die ihn in der schneeweißen Einsamkeit „überfallen“. Das Sinnieren über Vergänglichkeit, Herkunft und natürlich die Zerstörung der Schönheit der Welt durch uns Menschen. Aber vor allem Wortwitz und Wortgewandtheit (darf man das so nennen, wenn jemand schön mit Sprache umgehen kann?) waren es, welche mich durch das Buch getragen haben. Durchaus auch seine Poesie der Beschreibungen. Jeder, der gerne in der Natur ist, sie still auf sich wirken lassen kann, kennt das sicher. Neugierig war ich nun auf die Tierbegegnungen. Leider kommt genau das irgendwann etwas zu kurz. Tiere zu beobachten ist nicht ganz so einfach, man stellt oder setzt sich nicht irgendwo in die Landschaft und wartet auf das Tier. Vor allem, wenn man mehrere tausend Meter hoch in einer Schneelandschaft bei eisiger Kälte sitzt, oder liegt. Seinen Abschnitt, in dem es um den ewigen Kampf zwischen Fressen und Gefressen werden geht, mochte ich zB gar nicht. Jeder, der sich der Natur ausliefert, weiß, dass es diesen Kampf unwiederbringlich auf jedem Zentimeter der Welt gibt.
So schön, wie das Buch an ganz viele Stellen ist, so poetisch und mit einer wundervollen Sprache und immer wieder sehr humorvoll, so schade fand ich, dass ich dann wenig über die Natur vor Ort wirklich erfahren durfte.
Eine Leseempfehlung gibt es von mir aber auf alle Fälle. Schön ist das Buch aufgemacht und wunderbar zwischendurch zu lesen, mit nur etwa 190 Seiten eine leichte Lektüre. Perfekt für einen sonnigen Nachmittag im Garten oder auf dem Balkon sitzend.
erschienen im März 2021 im Rowohlt Buch Verlag, ISBN: 978-3498002169, €20,-