12. März, 12 Fotos

Hallo Ihr Lieben.

Caro sammelt wieder unsere Alltags Fotos, zwölf an der Zahl.

Nach dem ich gegen 4 Uhr schon mal wach war, bin ich nach etwas lesen wieder eingeschlafen und hab dann tatsächlich bis 8 Uhr geschlafen. Teils waren es wohl recht wirre Träume heute Nacht.

Fix mit dem Hund los, Handy dabei vergessen. Kein Hundegangfoto.

Bevor ich mit dem Sohn ins Sauerland fahre, forme ich aber noch schnell die Sauerteig Brötchen für den Schatz.

Mitlerweile geht das recht schnell. Die Reste, die vom Mischteig (50%je Dinkel- und Roggenvollkornmehl) immer über bleiben, kommen wieder zum Sauerteig in das Glas, ggf etwas Flüssigkeit. Das hat sich als sehr gut für den Sauerteig herausgestellt und ich muss ihn kaum noch extra füttern.

Es ist echt Schietwetter! Aber der Sohn fährt uns beide aufmerksam und sicher, er ist noch Anfänger.

Gestern bei Michaela Müllers Buch Vernissage habe ich natürlich den neuen Band erstanden. (Und natürlich ein paar Karten wie im Buch besprochen, Schnipsel mäßig zusammen geklebt. Es gibt digital und analog im Buch.) Und eine Plotter Schablone, einen ihrer Fische wollte ich schon immer haben! Meine Mutter hat noch Handtücher, die für Stempel zu grob sind, aber für den Fisch perfekt! Außerdem mag sie die Karten und behält sie.

Und ja, hier liegt noch etwas Schnee. Natürlich in den höheren Lagen viel mehr und es sind wohl gute Ski Bedingungen dort.

Hier gibt es ersten Bärlauch und ich pflücke ihn für Pesto. Das Foto ist endlich mal wieder ein close to the ground Bild für Jutta.

Nach dem Essen wird geruht. Ich sitze im Lieblingssessel mit einer Tasse Kamillentee am Lieblingsplatz mit Blick zu den Vögelchen im Garten.

Ein Käffchen gibt es. Und so schön die Blütenzweige aus dem Garten. Im Hintergrund sehr Ihr, die Wolken hängen fast unten im Tal. Brrr.

Schiffchen

Meine Mutter hat das Weben mal gelernt und übt jetzt wieder. Eine Freundin hilft dabei.

Ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk. Das ist ein ganz alter „Waldteufel“, eine Astschere (vom Urgroßvater). Ich freue mich wie Bolle!

Immer, wenn ich daheim war, nehme ich auch so noch wieder was mit. Das Holzkästchen mit den irisch-keltischen Hunden habe ich mal meiner Mutter bemalt und geschenkt. Sie hat es mir jetzt nach Jahrzehnten der Nutzung für Stricknadeln zur eigenen Verwendung zurück gegeben. Das kleine Deckchen hat sie in Schulzeiten gestickt und daneben das Bestecktäschchen war sowohl von ihr als auch mir später in Benutzung. (Und sie hat damals den Linoldruck mit den Blumen auch gemacht).

Im Karton und altem Kopfkissenbezug wurde etwas Holz mitgenommen und ich mache jetzt auch den Ofen an. Es ist schnell spät geworden, dunkel und ich bin schon wieder müde. Noch etwas Sofa, vielleicht etwas Fernsehen und früh ins Bett. Nach und nach schaue ich bei Euch vorbei, ich muss noch etwas aufholen, insgesamt 😊

Einen schönen Abend allen, morgen einen guten Start in die Woche! Bleibt gesund!

Verlinkt bei Caros „Kännchen“ und Juttas Fotoprojekt

Echt jetzt?

Hallo Ihr Lieben.

na? wer war das wohl?

Ja, Schnee. Es liegt (na ja, jetzt lag) Schnee. Die ganze Zeit ist es schon eisekalt gewesen und vor allem kalte Nächte haben mir nicht nur garten-technisch durchaus Sorge bereitet. Auch den Ofen habe ich abends angezündet. Diese Sehnsucht nach Frühling! Und statt dessen Schnee und Regen. Na gut, der Regen ist sogar wieder nötig (ist der März kühl und nass, füllt s dem Bauer Scheun und Fass).

Die Blutpflaume blüht eigentlich wunderschön und oben in der Spitze ist bereits ein Nest. Jetzt ist alles vom Schnee bedeckt.

Da biegen sich die Äste unter dem Gewicht des bappigen Schnees und ich denke mit Sorge an möglichen Schneebruch. Denn wenn auch von unten her der Boden nicht mehr kalt genug ist, kommen immer weiter Flocken herunter und bildet eine fast gleich bleibende Schicht. Der Schnee muss vom Gehweg und ich schiebe einen schmalen Streifen auch bei den Nachbarn. Ein wenig hab ich mich aber doch gefreut, ehrlicher Weise muss ich das zugeben. Ich mag einfach Schnee! (Sonst hätten es keine 3 Bilder hier her geschafft)

Hunderunde

Brunnenkresse hab ich als frische Vitaminbringer ausgesäht

Das braucht eine Gegenbewegung! Ein wenig April mäßiges Wetter bekommen wir dann auch noch. An einem Tag Wollpulli, am nächsten laufe ich schon im Shirt zwischendurch herum (natürlich mit Jacke). Dann stürmt es ordentlich und wird wieder kalt, einzelne Flocken fallen im Sturm und werden von den Straßenlaternen angestrahlt.

Tulpen und Forsythien. Und immer noch braucht es viel Kerzen Schein.

Gern lese ich gerade einen Krimi: „Tod in Siebenbürgen“, abends halt gemütlich machen auf dem Sofa. Den stelle ich noch einmal extra vor. Und sehr gern geschaut habe ich die dritte Staffel vom Doktor und dem lieben Vieh in Yorkshire.

Diese Woche war irgendwie nicht nur „FrauenTAG““, sondern es zog sich durch meine Woche. Natürlich zwei Beiträge bei Astrid, zwei Zeitzeichen im WDR und ich habe bei National Geographic über den „Matilda Effekt“ gelesen. Es ist ja schon schlimm genug, dass nicht nur in der Vergangenheit (und auch heute noch) Frauen in Wissenschaft, Kultur und Politik vieles verwehrt wurde, nein es wurden Ergebnisse oft nur dem männlichen Part zugesprochen. Damit Frauen überhaupt „weiter kommen“ brauchen sie zumindest eine schulische Ausbildung und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sie dafür sogar vergiftet werden.

Viel nachzuholen gilt es seit Mitte der Woche, lange hab ich gebraucht. (Danke Euch für Eure lieben Worte!) Außerdem habe ich unsortiert. Leider ist mir nämlich ein wichtiger Stempel kaputt gegangen. Und dass, weil der Kasten einfach zu voll war. Also zwei weitere Kästchen nutzen und was da drin war (Handarbeitszeug und Reste von Büttenpapier) anderweitig sortieren.

Das Kästchen mit den Meeresstempeln hab ich hier noch nicht mal dabei 😊 sowie den nächsten Monatsvogel, den konnte ich natürlich auch nicht auf dem Tisch liegen lassen. Ein Frühjahrsputz in meinen Stempelkästen (Bingohäkchen).

Beschriftung mit Stempelaufklebern von einer Freundin

Nein, „Ordnung ist das halbe Leben“ passt meines Erachtens nicht, denn suchen muss ich leider immer noch. Große Stempel sind zB extra, egal ob ich einen Vogel, Blumen und Tiere, Geekkram, maritime und diverse Stempel suche. Und Linolschnitte sind noch mal extra, denn sie brechen recht schnell, wenn sie etwas älter sind.

Am Samstag mag ich zu Michaelas Buchvorstellung fahren. Ihr werdet sicher später einen Beitrag zu sehen bekommen. Am Sonntag bin ich im Sauerland (und da ist 12 von 12). Also kann ich erst später bei Euch vorbei schauen.

Bleibt gesund und ein schönes Wochenende! (Der Krankenstand in Deutschland hat Rekord Zahlen erreicht)

Verlinkt bei der Blumenstrauß Sammlung von Astrid und dem Samstagsplausch von Andrea

Sie bringen den Frühling mit

Hallo Ihr Lieben.

Es ist wieder Zeit für einen neuen Beitrag zum Jahresprojekt. Vielleicht hat der ein oder andere schon durch die Überschrift eine Ahnung. Es geht um Rückkehrer aus dem Süden und es sind sogar fast immer die ersten im Jahr: Kraniche, lateinischer Name Grus grus

Heute ist übrigens auch meteorologischer Frühlingsbeginn, also perfekt für diesen „beflügelten Vertreter“.

Schon als ich ein Kind war, sind wir bei ihren hellen, trompetenartigen Rufen nach draußen in den Garten gelaufen. Es war und ist wohl ein besonderer geografischer Ort, wo sie kreisen und sich orientieren, so das wir sie dort immer gut sehen konnten.

auch Eurasischer oder Grauer Kranich

( lat. Name: Grus grus)

der keltische Gott Ogma soll die Oghamschrift erfunden haben, nachdem er den Flug der Kraniche beobachtete

altägyptischer Sonnenvogel (und auch Delikatesse)

Auch hier haben wir manchmal das Glück, dass sie nicht nur schnell über uns fliegen (tagsüber, oft aber auch nachts), sondern kreisen, um sich neu zu orientieren. Denn Flußläufe, vor allem wenn sich zwei treffen, sind gute Orientierungspunkte für diese großen Zugvögel.

Wir hören ihre lauten Kontakrufe oft, bevor wir sie sehen. Ihre typischen keilförmigen Formationen erkennen wir dann sofort am Himmel, eleganter, feiner, in größerer Zahl, als Gänse. (Gänse sind auch kleiner, selbst der Storch ist kleiner) Als erstes sehen wir immer die Rückkehrer, die in Frankreich überwintert haben. Auch aus Spanien ziehen sie dann, besonders bei Südwestwind. Der trägt ihren Flug und natürlich unterstützt sonniges Wetter. Die Keilform mindert den Luftwiederstand für die hinteren Vogel, es wird natürlich regelmäßig getauscht. So können sie sogar die Strecke von Nordfrankreich bis an die deutsche Nord- und Ostsee in einem Tag machen. Manchmal gibt es auch welche, die in Deutschland überwintert haben. Kraniche sind robuster gegen Kälte, als wir vielleicht denken. Aber eine frostige Schneedecke lässt sie dann im Winter doch noch einmal weiter südlich ziehen. Auch wenn sie im Frühjahr eigentlich schon in ihren Gebieten sind, kann eine Kaltfront sie noch Mal südlicher ziehen lassen.

Bleistift Kraniche

Blaugrau ist sein Gefieder, die über den Bürzel hinaus ragenden Schirmfedern werden immer dunkler. Die Kopffärbung ist schwarz und weiß mit der roten Haube und den roten-schwarzen Augen. Auf langen Beinen stolzieren sie auf den Feldern, im Frühjahr zieht ihr Hochzeitstanz viele „Vogeltouristen“ zur Ostseeküste. Vor allem auf Rügen begegnet einem der Vogel nicht nur real, sondern auch als Kunst. Er ist sozusagen das Wappentier. Allgegenwärtig. Und besonders wenn sich die Vögel auf den Feldern sammeln, bleiben die Touristen einfach überall mit ihren Autos stehen und fotografieren und die Einheimischen fluchen.

Kranich Skizzen im Büchlein

Ich glaube, ich erzähle Euch nicht viel Neues: Symbol der Wachsamkeit (Heraldik) und Klugheit und des Glücks, Gesundheit und langes Leben verheißt er. In der Dichtung verkörpert er die Erhabenheit der Natur. In Japan lebt der Kranich sprichwörtlich tausend Jahre und wer 1000 Kraniche faltet, hat einen Wunsch frei. Schillers „Kraniche des Ibykus“ kennen sicher auch viele. Bei einigen afrikanischen Stämmen werden Tänze aufgeführt, die die anmutigen Tänze der Kraniche nachahmen. Sie beschwören Fruchtbarkeit und Frühling. In China und Indien sind sie Himmelsboten und in Korea begleiten sie Verstorbene in den Himmel. Auch in russischen Märchen tritt er immer wieder als Glücksnote auf. Eine Vielzahl an Kunst verewigt(e) den mystischen Vogel. Die Liste könnte sehr viel länger gehen

Kraniche selber sind nicht nur gute Paartänzer und -sänger sondern dem Partner ein Leben lang treu. Schon vor der Fortpflanzung binden sie sich aneinander. Aber es gibt häufiger Wechsel, als eigentlich vermutet.

Tagsüber gern auf weiten Wiesen, Mooren und ähnlichen Flächen, suchen sie Abends lieber schützende Wasserflächen auf. Allesfresser sind sie und nehmen von Kleinsäugern, Fröschen, Reptilien über Beeren bis hin zu Kartoffeln eine Menge verschiedener Nahrung zu sich. Sie sind Bodenbrüter, das Nest befindet sich iR in der Mitte des Reviers, eine gute Rundumsicht ist wichtig. Es hat ca einen Meter Durchmesser und befindet sich 10 – 20 cm über dem Wasser. Eine Besonderheit bei der Brut ist die Hilfe der Eltern beim Knacken der Schale. Bei seltenen Aufnahmen würde ein leichter, vorsichtiger Tritt gegen die Schale dokumentiert. Die Küken sind Nestflüchter und werden bei den Ausflügen gut von den Eltern behütet. Dabei wird gefüttert und zum Selber suchen angeregt. Nach 10 Wochen sind die Jungvögel, gut am sandig-grauen Gefieder zu erkennen, etwa so groß wie ihre Eltern und treffen sich mit den adulten zum Zug. Ihnen fehlt die Schleppe und ihre Tonfrequenz ist höher.

Wußtet Ihr, daß es die einzigen Vögel sind, die nur alle zwei Jahre in die Mauser kommen. Und es gibt weltweit 15 verschiedene Kraniche. Dieser buschige Schmuckfedern sind keine Schwanzfedern, sondern von den langen Flügeln. Kraniche können tatsächlich (aber nur in Gefangenschaft) 40 Jahre werden.

Leider habe ich nicht noch einmal etwas Neues kreativ gestaltet, da ich Dank eines Virusinfektes in Zeitnot geraten bin. Diese Stempel habe ich schon vor langer Zeit geschnitzt, aber ich mag sie immer noch sehr. Bei den Skizzen ist noch einer dabei, den ich machen möchte.

Übrigens, Kraniche bringen nicht nur den Frühling, sie nehmen im Herbst auch die warme Zeit wieder mit. Wenn sie gen Süden ziehen, kommt der Winter.

Und diese wunderschönen Origamie Kraniche bekomme ich leider nicht hin. 😊

geschenkter, geliebter goldener Glücksvogel aus Hamburg

Verlinkt bei Andreas Jahresprojekt Linkparty und dem Creativsalat

Kalt und sonnig, Februar

Hallo Ihr Lieben.

Da geht der Februar zu Ende. Noch Winter und doch mit erste Frühlingsboten. Birgit sammelt wieder unsere Monatscollagen und -rückblicke.

Ein Monat, der nach einem wirklich düsteren Januar, neben Regen, Nachtfrösten endlich auch Sonne brachte. Das tat wirkliche gut, besonders, wenn man die Möglichkeit hatte, sie auch draußen auszunutzen.

Ich liebe das Ergebnis mit den richtigen Linolfarben sehr. Es war sofort vergeben. (Leider wohl nur von der Post „verschluckt“, genau wie eine Geburtstagspost zur gleichen Zeit abgeschickt, irgendwie habe ich immer häufiger Sorge, etwas Wichtiges zu versenden)

Zum Monatsstart gab es meinen ersten Beitrag zu „Beflügelt“, kleine Regenpfeiffer. Das Jahresprojekt ist mir immer wichtig. Alle Vögel sind schon für das Jahr geplant. Dumm nur, dass ich im Jahresverlauf immer neue entdecke.

Ein Spaziergang im Sauerland mit etwas Hintergrund wurde festgehalten.  Ein anderer kleiner Gang an der Wahnbachtalsperre mit Fotos für Euch gab es auch. Frühjahrsputz und etwas Umgestaltung, ein wenig Räumen und Aussortieren, stand an. Einige neue Stempelschnitzerein entstanden. Natürlich. Auch gezeigt bei 12 von 12.

Beim Sperrmüll fand ich ein besonderes, altes Nudelholz, guckt mal wie die Griffe angeordet sind. Und zwei Küchenmesser. Der Blumenkorb war auch hübsch. Warum so viel einfach weggeworfen wird, wo es so einfache Wiederverwendungsmöglichkeiten gibt, werde ich nie verstehen.

Auch im Garten ging es los. Den Kompost habe ich aufgelöst und das Hochbeet noch mal „enterdet“ und nun ganz und gar „verdrahtet“. Der Schutz war vorher nicht auch an den Seiten hochgezogen gewesen und das war ausgenutzt worden. Wieder befüllt harrt es nun der Nutzung. Unten frischere Komposterde und oben Teile der Erde vom letzten Jahr mit nun reifem Kompost.  Dann sollte es vor Karneval noch an die Rosen und den Wein gehen, beide müssen dringend geschnitten werden. Aber ein Infekt streckte mich nieder. Keinen Karneval dieses Jahr für mich. So gab es keinen extra Beitrag, wie die Ären und Kornblumen auf dem ersten Leinentrockentuch aussehen. Das Ufo zum Wollethema bei Michaela und Susanne ist ganz hinten gelandet. Auch wollte ich Euch die zwei sehr schrägen Bücher von C.K. McDonnell vorgestellt haben. Sehr gern habe ich die gelesen.  Ich liebe den schrägen englischen Humor, Krimi und Fantasy auch. Und das findet sich alles bei den Titeln (zwei bis jetzt) um die verrückteste Zeitungsredaktion überhaupt. Unsere Bücherei hat sie gerade netterweise auf meine Anfrage hin angeschafft. Leider habe ich kaum die sonst vorgenommenen Titel geschafft. (Wenn ich richtig krank bin, kann ich mich nicht auf Bücher konzentrieren).  Sehr gefreut habe ich mich, dass die dritte Staffel von „the Orvill“ gezeigt wird. Auf den ersten Blick sieht die Serie schrill und schräg aus, aber die Themen sind es nicht! SF in der Tradition von Star Trek, nur richtig gut weitergedacht.

Puh, ich bin froh, dass ich diesen Monat vieles bereits vorbereitet hatte, sonst gäb es auch diesen Artikel nicht. Auf einen schönen neuen März, immer ein besonders schöner Monat für mich (Vorfreude).

Wie immer sammelt Birgitt unsere Monatsrückblicke. Ebenfalls verlinkt beim Creativsalat und Andreas Samsagsplausch

Grün und Licht

Hallo Ihr Lieben.

Heute ist wieder der Monatsspaziergang bei Kristina. Schaut mal vorbei, es gibt ab dem dritten Sonntag des Monats so viele verschiedene und interessante Spaziergänge, gesammelt auf Ihrem Blog.

Ich bin Anfang Februar mit meiner Mutter im Sauerland ein wenig gelaufen. Das Sauerland hat sich landschaftlich sehr verändert. Das und den Kampf für den Wald, möchte ich Euch ein wenig zeigen. Und deswegen heißt der Beitrag auch „Grün“ wie die Hoffnung. Vor einigen Jahren, vor dem starken Käferbefall und der Trockenheit, habe ich Euch schon einmal einen Beitrag (Im Wald) dazu gebracht.

Wer möchte schon Leben ohne den Trost der Bäume.
(Günter Eich)

Zwischen Kuhhelle und Haferhagen (Berge) im Land der 1000 Berge sind wir. Ein kleines Stückchen Forst wird dort bewirtschaftet. Mühsam ist es immer schon gewesen, jetzt ist es noch schwieriger.

Ich erinnere mich an viele Tage Regen auch im Sommer und an viel Schnee im Winter. Das hat sich geändert. (Dazu kommen Schädlinge, Pilze und Stürme)

Dieser Winter war einmal wieder nasser. Dann gibt es überall Wasser, was als kleine Bäche austritt.

Unterpflanzung

Jede kleine Buche wird gegen Verbiss von Rehen geschützt. Mit kleinen Klammern oder auch mal mit Klebeband (was eigentlich für Renovierungen benutzt wird). Die müssen über Jahre immer wieder angesetzt werden um ab einer gewissen Höhe abgenommen zu werden.

natürliche Verjüngung

Buchen, Lärchen (nach Kyrill gepflanzt)

Wildschwein, Hasenkürtel, Fuchslosung (Hund)

Das Panorama ist immer wieder wunderbar

Die letzten Tage hat es Dauerregen gegeben. Das seht Ihr an den nassen Wegen im Tal. Und so kahle Berge. Bäume brauchen lange zum Wachsen. Ich bin mit dem „sauren Regen“ hier groß geworden. Nachdem die Filter überall den Schwefel raus filterten, konnte und sollte schnell wieder aufgeforstet werden. Fichten waren wieder die Lösung, wurden auch gebraucht (Hausbau zB). Ich weiß noch, wie ich mit meinem Bruder zusammen geholfen habe, Ahorn zu pflanzen. Davon haben es kaum welche geschafft.

Meine Mutter geht mit einem anderen Blick entlang. Da steht eine Sichellärche (gebogen), dort muss ich eine Pflanze neu aufrichten. Da fehlen Klammern. Beim Nachbarn stehen bessere Pflanzen, wo hat er sie her bekommen, bessere Herkunft. Dort muss etwas getan werden, dort auch, hier sieht es endlich besser aus. Dort bedrängt eine schräge, dünne Eiche Buchen.

Grauwacke und nur dünne Erdkrume

alter Steinbruch, im Sommer stehen oben links die besten Himbeern

Planst Du ein Jahr, so säe Korn.
Planst Du ein Jahrtausend,
so pflanze Bäume.
(Kuan Chung, chinesischer Minister

Wie auf einem Gemälde (steiler Hang mit Buchen)

Die Weißtannen sind nicht richtig angepflanzt, stellt sie beim Nachbarn fest. Sehr Ihr die Jungpflanzen? Man kann sie so herausziehen und geschützt sind die auch nicht gegen Rehverbiss. Rehe lieben die Tanne sehr. Sie wird trotzdem gern gepflanzt (wenn man sie bekommt, denn sie ist ein Zukunftsbaum) 

Traumblicke

junge Ahornbäume, befallen vom Pilz, keine Chance

Alte Bäume behämmert der Specht am meisten.
( Wilhelm Busch)

Einen Schwarzspecht sehen wir, er fliegt über uns in großen Bögen und hören ihn rufen.

Immer wieder Lichtblicke

Der Borkenkäfer ist jetzt schon in die jüngeren Fichten gezogen, eigentlich ist ihm da die Borke zu dünn

Unterpflanzungen

Wieder daheim. An dem Sonnenuntergang kann man sich nie satt sehen. Schon so oft verewigt.

Ich hoffe, es hat Euch gefallen, vielleicht ein Stückchen Wald von einer anderen Perspektive aus zu sehen.

Verlinkt beim Sonntagsspaziergang von Kristina und Astrids Mein Freund der Baum

(Ich schaue erst etwas später bei Euch vorbei)