Wippsteerts Januartage

Es wird kalt. Nachdem so viel davon geredet wurde, dass wir keinen richtigen Winter bekommen, (schaut doch mal auf den Kalender, der Winter fängt doch immer erst kurz vor Weihnachten an!), hat selbiger nun Einzug gehalten.

Noch vor einigen Tagen bin ich auf den Feldern an einem Schwarm Bachstelzen (Wippsteerts) vorbei gegangen, welche ja eigentlich Zugvögel sind. Offenbar hatten sie die milden Temperaturen um Weihnachten genutzt um kräftesparend hier zu bleiben.  Aber als dann noch mal Kraniche zogen, war mir schnell klar, die Kälte kommt.

Am Wochenende haben wir Freunde im Süddeutschen besucht und sind mit ihnen nach Landau gefahren. Unbedingt sehenswert:

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Glockenspiel am Marktplatz

Im, bzw. am ehemaligen Gefängnis ist ein kleines aber feines Bistro mit Buchhandlung und Kunsthandwerk: KulturCantina

Auf dem Markt gab es sehr viel regionale, besondere Angebote und Stände. Auch durch die Stadt und ihre kleinen Gässchen zu bummeln machte viel Spass. Also, wer mal in die Pfalz reist…

Ein wenig selbstgemacht hab ich die Tage auch noch. Aus Kerzenresten, die ich in einem Topf erhitz habe, wurden neue Kerzen, wie man sieht. Allerdings ist das Saubermachen des Topfes hinterher aufwendig, ich denke, ich werde dafür das nächste Mal eine Dose nehmen und dann mit der Zange oder/und Topflappen ausgießen. Und man muss bei dem Ausrichten des Wachsdochtes sehr darauf achten, dass er mittig liegt. Leider hatten sich auch noch Luftblasen bei einigen Gefässen gebildet, die erst beim Abkühlen zu bemerken waren – plötzlich war der Wachsstand viel niedriger.

Außerdem habe ich aus guter Zartbitterschokolade mithilfe von Pralinenförmchen Trinkschokolade gemacht. Über einem Wasserbad wird dafür die Schokolade geschmolzen und mit leckeren Gewürzen (z. B. Chili, Kardamom, Zimt oder einer Kombination,) angereichert. Umfüllen in die Pralinenförmchen, Löffel rein und abkühlen lassen. Perfekt für eine heiße Schokolade an den kalten Tage jetzt!20160112_101423Dann hat mein Handy endlich eine Hülle bekommen. einen Eisbären. Zum Nähen komme ich im Moment einfach nicht, da die Nähmaschine zZt. keinen festen Platz hat. Aber der Bär gefällt mir auch ganz gut.

Wünsche Euch eine gute Woche!

Wippsteerts Januar 2016

Ihr Lieben,

noch ist Weihnachtszeit und die heiligen drei Könige sind auf dem Weg.  Unser Baum leuchtet noch mit dem bunten Schmuck und Lichtern. Da wir immer erst an Heiligabend unseren Weihnachtsbaum aufstellen und schmücken, bleibt er danach noch länger stehen. Unsere Vorfahren kannten die Zeit als Raunächte und auch für sie war es eine Zeit der Stille, der Einkehr und Ruhe, (es wurde keine Wäsche gewaschen und aufgehängt, Unordnung musste vorher beseitigt werden, sonst würden sich darin nur Geister verfangen, in den Wäscheleinen könnte sich die wilde Jagd mit Wotan als Anführer fangen. …um nur Beispiele zu nennen) und man widmete sich der Familie und feierte Lichterfeste, räucherte mit Harzen und Kräutern das Haus aus. Ihr seht, wir haben mit Weihnachten und Sylvester dieses Brauchtum in unsere Religionen und Feste übernommen.

Gestern habe ich ein gutes Omen bei meiner Rückfahrt durch die Felder gesehen. Auf der Westseite ging zwischen Wolken die Sonne unter und leuchtete golden. Auf der anderen Seite, im Osten, stand das Ende eines Regenbogens. (Natürlich …kein Fotoapparat dabei.) Die Geschichte vom Goldenen Topf am Ende des Regenbogens kennt Ihr sicher.

Das wünsch ich Euch allen, einen goldenen Topf am Ende des Regenbogens, was immer er uns Gutes verheißen mag.

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Jahres Endspurt 2015

Ihr Lieben. Wieder geht ein Jahr dem Ende zu. Man kauft wieder gross ein für die traditionellen Gerichte wie Fondue, Raclett oder ein ähnliches, zeitaufwendiges Essen. Der Sekt wird kalt gestellt, Böller und Raketen parat gelegt und der Ein oder Andere überlegt schon, was er im neuen Jahr alles besser machen will.

Ich muss gestehen, ich nehme mir eigentlich nichts mehr vor! Neujahrsvorsaetze klangen irgendwie immer gleich und mehr oder weniger verliefen sie sich viel zu schnell. Also sag ich mir am Beginn eines neuen Jahres vor allen Dingen eins: streng dich mehr an ein guter Mensch zu sein!

Ich wünsche Euch allen auf diesem Weg ein gutes und gesundes neues Jahr! Mögen Eure Wünsche und Vorstellungen Gestalt annehmen. (Als Bloggerin hab ich mir dann doch vorgenommen diesen Blog endlich mehr zu ordnen. Wird allerhöchste Eisenbahn.)

Danke für Eure Besuche hier. Habt eine schöne Zeit und rutscht gut rueber. 🎆🎆🎆

 

 

 

 

 

Endspurt zum 24.

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Ihr Lieben!

Morgen ist der 24. und die letzen Vorbereitungen laufen.

Eigentlich wollte ich Euch noch ein Husarenkripfel Rezept posten:20151218_152935

Aber ich habe es einfach nicht mehr geschafft.

Husaren-Krapferl/Husarenkripfel ca 60 Stk.:

1 Vanilleschote, 200g Butter, 100g Zucker, 2 Eigelb, 1 P Salz, 300g Mehl und 100g gemahlene Mandeln/Haselnüsse, 1/2 Tasse Puderzucker zum Bestreuen, ca 150g Johannisbeergelee

Vanillemark ausdrücken, mit Butter und Zucker, Eigelb und Salz verkneten, Mehl darüber sieben. Ich nehme lieber gemahlene Mandeln (mit Schale), da es etwas feiner schmeckt und doch mal wer eine Haselnussallergie hat. Den Mürbeteig mindestens 2 Std. kalt stellen. Nun aus dem Teig eine Rolle formen, (ich mach das Mithilfe von Frischhaltefolie, dann krümelt es mir nicht alles weg,) und Scheiben abschneiden, diese zu Kugeln formen. Den Ofen auf 200°C vorheizen und Bleche mit Backpapier belegen. Nun mit einem Kochlöffel Vertiefungen eindrücken und mit dem Gelee auffüllen. Ich habe schwarze Johannisbeere genommen. Backblech auf der mittleren Schiene einführen und Kekse 12-15 min backen. Ich bestreu sie dann recht gleich mit etwas Puderzucker, klebt irgendwie besser dran fest. Die Marmelade/Gelee sollte noch etwas nachtrocknen, vor allen Dingen, wenn Ihr die Kekse in eine Dose legt, (Trennblätter).

Auf diesem Wege und weil ich morgen nicht mehr an den Rechner (für die Feiertage) gehe:

Allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, geniesst das Fest der Liebe!

viele Kekse

Dies sind z.B. knackige Mürbeteigkekse der besonderen Art und selbst ausgedacht – zum Teil. Grundsätzlich ist der Teig ein klassischer Mürbeteig mit einem Ei. Man nehme:

  • 250g Dinkelvollkornmehl und 250g Weizenmehl
  • 250g Butter, Zimmertemperatur
  • ca. 200g Zucker und eine Messerspitze Backpulver, 1 P Salz
  • 1 Ei (damit der Teig besser klebt/bindet)
  • nach Belieben Weihnachtsgewürze (ich habe einen Esslöffel Kardamom Kapseln, Zimtstange(n) und eine Vanillestange genommen)
  • eine Handvoll Amarettinis
  • außer einem Rührgerät/Schüssel wäre eine elektr. Kaffeemühle praktisch

20151211_15252520151212_180237Als erstes sollte die Butter mit dem Zucker gut verrührt werden, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Wer es lieber etwas süsser mag, kann noch 50g Rohrzucker dazu tun. Als nächstes kommen die Gewürze dazu. Den Kardamom zerstosse ich erst im Mörser um die Kerne aus der Schale zu bekommen, denn frisch ist dieses Gewürz viel intensiever als als Pulver. Nun kommt Zimtstange, Vanillestange und Kardamom mit den Keksen in die Mühle und werden fein gemahlen und in die Rührschüssel gegeben. Danach gibt man Mehl, Backpulver, Prise Salz und Ei dazu und knetet es gut. Natürlich kann man Gewürze auch gleich in Pulverform nehmen. Wenn der Teig sich schön zu einer Masse verbunden hat, lasst Ihn mindestens eine Stunde kühl stehen. Danach kann er ausgerollt werden und mit Ausstechförmchen können die Kekse geformt werden. Ich habe zum ersten Mal die zZt. modernen Stempel benutzt. Aber die nächste Lage wird klassischer mit Figuren und etwas Zuckerguss. Ach, bei 160°C ca 10 Minuten backen und die Kekse rausnehmen, wenn sie leicht braun werden.

20151211_161759Besonders gerne backe ich aber traditionell Bethmännchen. Dieses Mandel-Marzipangebäck ist sicher auch für Euch nichts Neues, aber bei diesem Rezept wird kaum Mehl benutzt:

200 – 250g Marzipan, 1 Eigelb zum Bestreichen und das Eiweiß für den Teig, eine Tüte Mandeln die gehäutet werden müssen und 100 – 150g gemahlene Mandeln. Dazu kommen 2 Löffel Speisestärke, (wenn Ihr keine habt, sollte es auch Mehl tun), 50 g Puderzucker

Während Zucker, Marzipan, Stärke und Eiweiss vermengt werden, die Mandeln mit Wasser kurz aufkochen, dass sich die Haut lösen kann und *abgeflitscht* werden kann. Wenn Ihr wenig Mandeln zur Verfügung habt, dann solltet Ihr sie danach auch vorsichtig in Hälften spalten, ich nehmen sehr gern ganze Mandeln.

Mit einem Teelöffel nimmt man sich eine Portion aus der Masse und formt sie in den Händen zu einer Kugel. Drei Mandeln eindrücken und mit Eigelb bestreichen. Bei 150°C kommen die Betmännchen nun 12-15 min in den Ofen. Eine andere Möglichkeit wäre, den Teig zu einer Wurst zu rollen und gleich grosse Stücke ab zu schneiden. Beim Rollen der Wurst hilft Backpapier. Danach sollten die Bethmännchen noch offen trocknen, bis sie in der Keksdose verschwinden.

Allein der Duft, der durch das Zubereiten und Backen im Haus verbreitet wird, steigt die Laune an den regnerisch, grauen Dezembertagen. Bald kommen die Raunächte und die längste Nacht des Jahres. Dafür muss man doch mit innerer Wärme gewappnet sein.

Habt eine schöne Zeit!

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