Gewagt

Hallo Ihr Lieben.

Ich habe wieder mit Linol gearbeitet. Nach dem ganzen Stempelschnitzen war das erstmal wieder eine Umgewöhnung, mein kleiner, linker Finger kann davon ein Lied singen. Immer schön von den Händen weg arbeiten! Das Material muss wirklich anders behandelt werden und die bewusste Einbeziehung des Weggeschnittenen ist ja erst beim Druck richtig zu sehen.

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Für ein Geburtstagsgeschenk wollte ich einen Buckelwal auf ein T Shirt drucken. Aus meiner Tube Stoffdruckfarbe habe ich tatsächlich noch einen letzten ausreichenden Rest gedrückt. Das Bilderbuch ist übrigens eine bezaubernde Geschichte von einer kleinen Schnecke, die gerne die Welt sehen möchte und die dann ein Wal mitnimmt. (Axel Scheffler hat den tollen Wal gezeichnet, kennt Ihr sichr vom Grüffelo. Julia Donaldson hat die zauberhafte Geschichte geschrieben.) Entdeckt Ihr die kleine Schnecke?

 

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Nun hatte ich das  Shirt bedruckt und ja noch etwas Farbe auf der Walze. Neben mir lag ein neuer Sweater für mich. Und auf der anderen Seite die Stempelkiste. Sollte ich es wagen? Für einen weiteren Wal würde es nicht reichen, aber…kleine Stempel?

 

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Mutig rollte ich nun mit der Farbwalze über den kleinen Stempel des Segelschiffs und drückte es erstmal ganz an die Seite, falls ich verrutschen sollte oder es nicht gut annehmen würde, bei dem nun mal anderen Material als Papier. Dann kam eine ganze Flotte hinzu, sollte das auch mit feineren Konturen gehen? Es geht sogar sehr gut! Die Linolfarbe ist da wirklich klasse! Ich bin total begeistert. Die Farbe braucht nur einige Zeit zum Trocknen. Daher ist nur eine Seite und was ich vorsichtig umlegen konnte, bedruckt worden, bzw. dann war die Farbe wirklich alle!

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Hier eröffnen sich gerade neue Möglichkeiten… meine Jungs wünschen sich schon Shirts mit den neuen Stempeln, die zeige ich Euch aber erst nächste Woche, da ist noch nicht alles fertig.

Jetzt freue ich mich sehr über die individuellen Shirts und warte ungeduldig, dass meins endlich trocken ist. Ab damit zum Freutag!

Außerdem gibt’s Ferien!

Und Euch schon ein schönes Wochenende! Hier wird es wuselig. Ich bin schon etwas kribbelig, wie immer, wenn Gäste kommen. Keiner darf verhungern oder so. Dazu zeige ich hier auch bald zwei Rezepte.

 

Schneehasen und Schneekraniche

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Guten Morgen Ihr Lieben.

Mitte März und es sieht schon wieder so aus.

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In meinem Arche Kinderkalender habe ich dies Blatt gefunden, sehr passend.

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Dabei ist uns doch so viel mehr nach Farbe, Wärme, Blumen, fleissigem Geschwirr von Vögeln und Insekten und natürlich Sonne, … einfach Frühling!

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Dazugekommen: *Meiklöckchen* und fliegender Kranich

 

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Lesezeichen in Arbeit

Ostern naht ja mit grossen Schritten! Schon länger war ein Feldhase geplant. Nun schlägt er hier seine Haken.

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Den Feldhasen sollte man jetzt eigentlich bei der Hasenhochzeit auf den Feldern sehen, als wir zwischendrin mal ganz kurz ein paar sonnige und warme Tage hatten, habe ich ganz in der Ferne zwei gesehen. Immer wieder werden Kaninchen als Hasen betitelt, Hasen als Kaninchen. Dabei sind sie sogar innerhalb der Familie nur über ganz weite Ecken verwand. Hasen sind grösser, braun, haben die langen Löffel mit den schwarzen Spitzen, dass Hinterteil ist „überbaut“, (ihre Hinterläufe sind länger als die Vorderläufe!) und die seitlich sitzenden Augen ermöglichen ihm einen Rundumblick. Den benötigt er ja auch, denn Hasen sind Einzelgänger und sitzen in *Sassen* auf freiem Feld, alles muss gut einsehbar sein. Die ersten Märzhasenjungen werden von der Häsin länger alleine gelassen und nur zum Säugen besucht. Ich erinnere mich, dass ich mal als Kind zwei so kleine, braune Fellbündel im Schnee gefunden habe. (Ja, es gab auch früher schon Schnee im März, aber das muss ich ja trotzdem nicht gut finden.) Hasenmilch ist sehr fetthaltig und so wachsen die Junghasen schnell heran. Eine Häsin kann bis zu 4 mal im Frühjahr/Sommer werfen, kein Wunder, dass Hasen Fruchtbarkeitssymbole (Ostern) sind. Leider verdrängt die intensive Nutzung der Natur in vielerlei Hinsicht den Feldhasen, so dass er zu den gefährdeten Arten gehört.

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Nun wage ich es mal und bestemple mit Stempelfarbe ein Körnerkissen. Diese Wärmekissen sind hier immer sehr fleissig in Gebrauch, gut gegen Nackenschmerzen, Bauchgrimmen und kalte Füsse! ab damit in die Mikrowelle und man hat nach kurzer Zeit eine angenehme Wärmequelle. Ich näh sie mir meistens selber aus alten Bettlaken, gefüllt werden sie in einzelne Kammern mit Dinkelkörnern. (Dinkel ist das grösste Korn und speichert daher gut.) Darüber kommt dann noch ein Schutzkissen, welches verziert oder auch aus buntem Stoff genäht werden kann.

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creatives Chaos

Die Bachstelze/Wippsteert ist natürlich nicht von mir, passte aber so toll! (Winke nach Hamburg. Die liebe ich immer noch sehr! Wenn ich mal so gut werde….)

Dann hoffen wir mal auf wärmeres Wetter und ich schicke meinen Beitrag zum Creadienstag.

Streublümchen

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Guten Morgen Ihr Lieben.

Ich musste doch endlich noch zum Thema von Michaelas Mustermittwoch Streublümchen schnitzen. Irgendwie tat ich mich dann aber schwer damit, einfach stilisierte Blümchen zu schnitzen und die nebeneinander zu stempeln. Dann wollte ich Krokus oder Schneeglöckchen nehmen, entsprechend des Monats. Einen Stapel Bücher hatte ich mir schon als Stöberquelle hin gelegt. Im Insektenbuch,… (nein, dass ist gerade nicht das Thema, liebe Nina, bitte leg es lieber hin, sonst schnitzt Du ein oder mehr Insekten, fokussieren bitte!) …im Pflanzen und Kultur,… (nein, Du schnitzt jetzt keine Melone mit ihren wunderschönen Blättern!),… StempelGlück,… (ich will was Eigenes!),… Kosmos Bestimmungsbuch,…

Bestimmungsbuch

Maiglöckchen    (Die kommen auf alle Fälle noch dran, dass werden dann Maiklöckchen, hab soooo liebe Post bekommen von einem Engel aus Hamburg, mein Mann hatte da dann gleich diese Wortschöpfung, aber ich bin noch am überlegen und skizzieren, vielleicht wird das doch eher ein Aquarell oder Linol. Jedenfalls bin ich materialtechnisch gerettet worden!)

Lein, Tollkirsche, Malve oder gar Aronstab? Derweil hörte ich in Dauerschleife „Something Wonderfull“ Bryn Terfel sings Rogers & Hammerstein. (Walisischer Bassbariton der sich an diese bekannten Musicalsongs gewagt hat, meine Lieblinge davon sind aus Oklahoma! „Oh, what a beautiful morning“ und aus Carousel „You never walk alone“ – das schmettere ich oft auch mit, gut dass ich gerade alleine bin!) Dann hätte ich beinah angefangen, statt zu schnitzen, zu lesen. Wusstet Ihr, dass ein mexikanische Yamswurzel der Ursprung für unsere klassische Antibabypille ist?

Und dann erblickte ich die Nelke, die Kuckucks-Lichtnelke. Die musste es sein. Filigran, eigen und doch ein Streublümchen. Ich mag diese Blume einfach sehr.

Im Mai, wenn man auch mit etwas Glück den Kuckuck schreien hört, blüht diese fast unscheinbare, blass-rosane Blüte in feuchten Wiesen und Flachmooren. Sie ist recht selten geworden, zeigt sie doch dem Bauer auch an, dass hier der Boden verbesserungswürdig wäre. Als wir in Schottland waren, habe ich mir einen Beutel Samen im National Trust gekauft. Eine typische Blume der Highlands sollte da wachsen. Anhand der Zeichnung und des englischen Namens wusste ich da aber noch nicht, was es für eine Blume wird. Und dann wurde es prompt diese schöne Nelke, mit der ich Kindheitserinnerungen verbinde und deren zarten Duft ich so mag. Nelken sind eh unterschätzte Blumen!

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Und so wurde dann die erste Karte auch: zart und eigen, eine genaue Linie wollte ich nämlich nicht einhalten, nur eine Richtung.

Heute scheint noch mal wunderbar die Sonne und ich habe mir vorgenommen, diese sehr zu geniessen, denn für das Wochenende ist kälteres Wetter angekündigt.

 

 

 

Frohen Frühling!

Hallo Ihr Lieben.

Ich habe mir den Ausspruch aus dem Mumin Buch zu Herzen genommen. Auch wenn es draussen sehr grau und sehr nass ist, so ist es auch mild und frühlingshaftes Wuchswetter. Wenn man jetzt in der Winterkluft morgens mit dem Hund raus geht, schwitzt man. Dabei sind es *nur* 10°C, aber das macht gut 20 Grad Unterschied, mindestens. Aber jetzt schmettert die Goldammer morgens ihr „wie hab ich dich lieb“ und die Eichhörnchen jagen sich durch die Bäume. Die Natur startet durch!

Also hat mein einsamer Kranich noch einen Partner bekommen. Nach dem in der ersten Märzwoche so viele Kraniche aus Frankreich ziehend, über NRW geflogen sind, war eigentlich klar, dass nun mildes Klima kommt, denn die grossen Zugvögel waren unterwegs in ihre nördlichen Brutgebiete. Kraniche sind ja treue Partner, allerdings kann man Männchen und Weibchen kaum unterscheiden, dass Männchen ist etwas grösser. Sie werden bis zu 40 Jahre alt. Den Kranich Tanz würde ich zu gerne mal sehen, aber wir waren immer zur falschen Zeit auf Rügen. Eigentlich fehlt jetzt noch der fliegende Kranich. Aber mir war nach Abwechslung. Und weil ich schon länger einen Muminstempel haben wollte, ist auch der nun geschnitzt worden.

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aus „Die Mumins Eine drollige Gesellschaft“

In Finnland sind die nilpferdähnlichen Trolle nicht aus dem finnischen Alltag weg  zu denken, Muumit heißen sie im Original. Auf meinem Stempel sitzen der Schnupferich und Mumin nach einem langen Winter auf der Brücke, Zugvögel ziehen und der Schnupferich spielt auf seiner Mundharmonika sein fröhlichstes Lied: „Alle kleinen Tiere tragen Schleifen am Schwanz“.

Euch allen einen fröhlichen Einstieg in die Woche und ab damit zum Creadienstag.

Endlich März

Hallo Ihr Lieben!

Hoffe, Ihr seid alle gesund!

Bei uns hatten sich sehr hartnäckige Viren und Bakterien eingenistet.
Leider hatte ich zwar Zeit, aber keine wirkliche Möglichkeit mich ausgiebig kreativ zu betätigen und so viel zu lesen, wie ich es gerne getan hätte. Aber ein kleines Buch muss ich Euch unbedingt zeigen:

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Genau passend zur Osterzeit kommt ein kleiner, feiner Titel von Jacqueline Kelly heraus, mit einer Geschichte um die junge Heldin Calpurnia. Ich habe ja schon mal von den zwei Büchern, die von dem wissensdurstigen Mädchen mit dem besonderen Namen handeln,  berichtet. In einer Zeit, in der Mädchen sticken und Klavierspielen, kochen und backen lernen, aber ganz sicher nicht forschen oder gar Tierärztin werden dürfen, ist Calpurnia schon etwas Besonderes. Sie hat nämlich ihren Großvater auf ihrer Seite. Er unterstützt ihren Wissensdurst, ist er doch selber auch ein Forscher. Die beiden Romane habe ich hier schon mal vorgestellt:

 

In dieser neuen Geschichte versucht das Mädchen einen Schmetterling und ein Zuchtschaf samt Lamm zu retten. Die Mutter ist entsetzt, aber es geht um ihr besonderes Wollschaf. Der tierliebe Bruder hilft seiner grossen Schwester. Das Buch richtet sich eher an jüngere Leser, mit schönen Bleistift Zeichnungen. Es sollen noch zwei Bücher folgen und ich freue mich wieder sehr auf die Titel, auch wenn es eher Kinderbücher sind. Und wie Ihr seht, erscheint der Titel im Rahmen des 25 jährigen Jubiläum der Kinder- und Jugendbücher von Hanser. Das freut mich sehr, denn der Verlag bringt tolle Bücher heraus.

Sobald ich wieder gerade aus gucken konnte, machte ich mich auch wieder an ein wenig Stempelschnitzen. Nicht nur für Ostern wollte ich mir einen Feldhasen machen und außerdem stehen ein oder zwei Kraniche auf meiner Wunschliste. Beide Tiere sind ja auch Frühlingsboten! Und nach der eisigen Kälte sehnt man sich doch noch mehr nach Frühling. Letztens flogen auch mit dem Südwind viele Kranichzüge.

 

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Also, hier kommen die ersten dieser wunderschönen Vögel! Da Kraniche ja auch als Paar zusammen bleiben, möchte ich noch ein „seitenverkehrtes“ Gegenstück für den Kranichtanz machen. Dann kommt erst der Feldhase und natürlich endlich die restlichen Bienen Spielkarten, die Mumins,… Genug Projekte gibt es also auf alle Fälle! (Nur das Material geht gerade aus.)

Ich zeige es gern beim Freutag! Euch ein schönes, mildes Wochenende.

Übrigens, bei Amelie auf Pfauenauge gibt es eine tolle, neue Linkparty zum Thema naturnaher Garten, jetzt wo es endlich wärmer wird!