Keine Neuerscheinung. Eine Empfehlung von eine Freundin, die gerade leider viel zu selten zum Bloggen kommt. Ein Jahr im Leben eines Vögelchen. Ganz wunderschön geschrieben. Nicht kitschig oder mit Vermenschlichung. (dtv Verlag als Taschenbuch)
Habe ich schon angefangen zu lesen und kommt mit in s Gepäck.
Wir lesen uns wieder in ein paar Tagen.
Dann kann ich Euch sicher viel berichten. Wenn der Sohn die Tomaten nicht vergisst zu gießen, gibt es zum Blau auch viel Rot.
Ist es nicht so, dass uns Kleinigkeiten am ehesten beeinflussen? Das Lächeln, ein dummes Wort, liebe Post, unerwartet ist etwas teurer, wir gewinnen oder verlieren, Halt haben oder stolpern. Und dann liegt es an uns, was wir damit machen. Manchmal muss uns erst gezeigt werden, dass eine Tür zwar zugeschlagen ist, aber dafür ein Fenster aufgegangen ist.
Diese Woche hat der Sohn eine geflügelten Gast mitgebracht.
Vielleicht erkennen einige diesen besonderen Vogel, die meisten sehen ihn eher oben am Himmel seine Flugkunststücke machen. Mauersegler sind keine Schwalben, wie ich jetzt gelernt habe. Sie haben nur den gleichen evolutionären Weg eingeschlagen. Sie verbringen fast den ganzen Tag in der Luft, fangen Insekten im Fluge und trinken und schlafen sogar im Flug. Nur zum Brüten haben sie festen Boden unter den Krallen, mit denen sie sich wirklich gut festhalten können. Diese Vögel werden uns Anfang August schon wieder gen Süden verlassen, als eine der ersten Zugvögel.
Das dieser Vogel die Nacht überleben würde, war schon sehr unwahrscheinlich. Keine äußerlichen Verletzungen, aber wer weiß, wobei sich der Altvogel vielleicht doch etwas zugezogen hat, ein Luftkampf, ein Flugmanöver? Selbst Fachleute haben fast keine Chance und bei den am häufigsten gefundenen Mauerseglern handelt es sich i.R. um Jungtiere (Fütterungsreflex). Was wir ihm anbieten konnten, war Schutz und Wärme.
Eigentlich haben wir schon nicht mehr damit gerechnet, dass der Vogel die Nacht überlebte, aber das hatte er geschafft. (Und glaubt uns, wir haben alle möglichen Insekten gefangen, Wasser, das Kirschkernkissen für die Nacht erwärmt, immer wieder Flugmöglichkeiten angeboten…). Irgenwann war er dann verschwunden, ich hoffte, er sei einfach davon geflogen, dabei war er zum Sterben ganz unter die Tücher gekrabbelt. Ich bin damit gross geworden, dass Natur nun mal so sein kann, aber manchmal denke ich, sie ist gerade auch zu gemein. (Mauersegler sind nicht mehr so häufig anzutreffen, sie stehen auf der Vorliste der „Roten Liste“. Die letzen Jahre konnten sich die Vögel als Kulturfolger an Gebäuden Nistplätze sichern, aber ratet mal, wer da auf Sauberkeit bedacht ist. Die meisten Leute fürchten die viele Vogelscheiße, aber man kann ein großes Brett darunter anbringen und im Gegenzug fangen die Segler ganz viele Mücken.)
Dafür habe ich seit drei Monaten hier zum ersten Mal wieder Blaumeisen im Garten gesehen. Warum das etwas Besonderes ist? Wir hatten und haben hier die Meisenlungenentzündung, die viele Blaumeisen dahingerafft hat.
Stempel geschnitzt habe ich diese Woche keinen, ich hatte dafür keine ruhige Hand. Aber sie war ruhig genug, um aus einer alten Kette, die ein kaputtes Urlaubsüberbleibsel war, eine neue aufzufädeln. Ich liebe diese Glasperlen Ketten, bunt, wie die Erinnerung an den Urlaub, in dem ich sie gekauft habe. Es sind schnelle und unkomplizierte Schmuckstücke nicht nur zum Sommerkleid.
links die Tonperlen
Über sie bin ich dann auch auf meine Überschrift gekommen. Im Stadtteil Karen (nach Karen Blixen) in Nairobi, Kenia gibt es einen Laden, in dem Frauen Tonperlen herstellen. Daraus fertigen sie wunderschöne Ketten und von dem Erlös unterstützen sie ihre Familien. Dieser Laden heißt Kazuri. Vor vielen Jahren hatten wir das Glück, vor Ort einige Ketten kaufen zu können, die noch immer zeitlos schön sind.
Wirklich sehr habe ich mich über Post diese Woche gefreut! Bei„Frau Nahtlust“habe ich z.B. ein ganz wunderschönes Nadelbriefchen gewonnen. Gerade diese indigoblauen, bestickt mit weißem Kontrastgarn, hatten es mir besonders angetan. Wie Schaum auf den Wellen des Ozeans.
Sehr gefreut habe ich mich auch über die lieben Wünsche per Post von Mano. Eine selbstgemachte Collage mit meinem Wappenvogel kam Ende der Woche hier an.
Ganz herzliches Dankeschön, einmal für das Gewinnspiel (und damit für den Gewinn) und für die lieben Worte, von einem Vogel überbracht! Überhaupt, an alle, herzlichst Dankeschön, ich habe diese Woche schon wieder viel mehr gemacht. Ihr glaubt gar nicht, wie erfüllend es sein kann, ein wenig mehr Hausarbeit zu machen und sogar wieder einkaufen zu gehen. Jeden Tag mehr. Und nicht mehr lange bis zum Sehnsuchtsort.
Kommt Ihr auch wieder auf einen Kaffee bei Andreas Samstagsplausch vorbei?
It has long been an axiom of mine that the little things are infinitely the most important.
Es war immer mein Grundsatz, das die kleinen Dinge im Leben die wichtigsten sind.
Sir Arthur Conan Doyel
Grosse Dinge entstehen durch eine Reihe kleiner die zusammenkommen.
Um es gleich vorweg anzudrohen, (kann man das so sagen?) ich bin immer noch ausgebremst. Und da bald Urlaub naht, in dem ich fit sein will, bin ich lieber noch vorsichtig. Ich habe ja keine Schiene, die verhindert, dass ich falsch auftreten. Also nicht so viel Neues, na ja, ein bißchen gibt es schon…
Weiter Ideen
Also, für die Sommerpost habe ich ganz viele Ideen, was in etwa auf meiner selbstgemachten Briefmarke und auch drum herum sein soll. Aber welche Idee nehme ich? Eigentlich bin ich immer noch von der ersten begeistert, bei der man vom Motiv her etwas um die Ecke denken muss. Thema ist nämlich: „ins Blaue“. Das heißt nicht nur farblich eine gewisse Richtung, sonden auch von der Bedeutung her. Den Meisten fällt sicher sofort die „Fahrt in s Blaue“ ein. Dahinter steckt aber auch, dass man mit Unerwartete rechnen muss. Ich möchte mit beidem spielen. Spätestens, wenn ich mit meinen Post Karten dran bin, seht Ihr das Ergebnis oder vielleicht mehrere Ergebnisse.
Sehr positiv überrascht wurde ich von einer tollen, neuen Serie, die ich mir aus eigenem Antrieb nicht beim Streaming Dienst angesehen hätte. „Der Beischläfer“. Nein, das hat nichts mit einem Sexfilmchen zu tun, so werden da die Schöffen Richter genannt. Eigentlich ist Charlie nur Kfz Mechaniker, am liebsten an alten Alfa Romeos. Eigentlich kommt Charlie nicht über den Autounfall Tod seiner Frau (und Schwiegermutter, er wohnt beim Schwiegervater), hinweg. Post wird schon lange nicht mehr gelesen und so konnte er der Berufung in das Schöffen Amt auch nicht widersprechen. Ich sag Euch, da prallen Welten aufeinander. Großartige Charaktere. Und selten haben wir Witz, Komik, Ironie, Ernsthaftigkeit und Einfühlungsvermögen so gut gemixt (im Fernsehen) gesehen. Eigentlich hat mein Mann da mal Recht gehabt, (nicht nur da).
Diese Woche war teils recht kühl und auch (endlich) etwas nasser. Richtig schönes Wetter hat es nur am Montag gegeben, da habe ich dann auch im Garten gesessen. Ein Geschenk wird gerade gelesen (Das Dunkle Mal). Etwas schräge Geschichte, (ja, ich hab s gerade eher mit dem Verschwinden in andere Welten), eine Erzählung um besondere Tattoos, eine Welt zwischen Fantasy und ScienceFiction.
Und ein bißchen das…
Am Donnerstag endlich wieder geschnitzt. Nach dem „Abenteurer Corto Maltese“ von Hugo Pratt. (Comic Künstler) Der Stempel geht auch auf Reisen.
Ein Roggenmischbrot habe ich mit der neuen Brotbackplatte gebacken,. Wer nachbacken mag:
600g Roggenvollkornmehl, 120g Dinkelvollkornmehl, 1 T Löffel Brotgewürze, ca 30g Salz, 1 Würfel Hefe (oder Trockenhefe, da braucht Ihr evtl etwas mehr, da mein Teig lange ruhen darf, reicht mir ein P.), 75-100g Sauerteig, ca 30g Haferflocken. Ich gebe gerne noch einen E Löffel Leinsamen dazu. Zum Anrühren 500-600ml lauwarmes Wasser. Zutaten gut vermengen, abdecken und zwölf Stunden ruhen lassen. Sauerteig braucht mehr Ruhe, als Hefeteig. Nicht vergessen, gut durchkneten, da auch nicht mit Mehl auf der Arbeitsfläche sparen, den Laib einschneiden, noch mal vor dem Backen ruhen lassen und dann den Ofen auf 240 C Grad vorheizen, den Laib 15 min backen, auf 210 C reduzieren und noch eine Std backen. Dann per Klopfprobe (klingt es eher hol?) prüfen, ob das Brot durchgebacken ist. (Vollkornmehl ist übrigens immer die gesündere Variante)
Erste Tomaten wachsen schon. Natürlich an den gekauften Pflanzen. Die selbstgezogenen Tomatenpflanzen blühen aber auch fein und Hummel befruchten fleißig. (Ja, dass machen Hummeln, sie haben einen längeren Saugrüssel)
Für Sommer ist es recht kühl, aber die Sonne guckt immer wieder hervor. Das Wochenende verspricht sommerlicheres Wetter. Nächste Woche bekommen wir das neue Auto. Anmeldungen brauchen recht lange, aus gegebenem Anlass. Schließlich arbeiten die Behörden nicht vom Homeoffice aus. Normal würde ich mit dem Rad Einkaufen oder mal einen Ausflug mit dem Ferien“Kind“, mache ich sonst auch oft, aber geht ja gerade nicht. So essen wir mal Vorräte auf und die Söhne kaufen die notwendigsten Sachen ein. Aber Ferienausflüge sind gerade nicht drin. Vielleicht ist das Wetter am Wochenende so gut, dass ich die Jungs überredet bekomme, auch ohne mich eine Radtour zu machen.
Ganz ehrlich? Ich hatte wirklich keine Ahnung, was ich für eine intelligente Überschrift nehmen sollte. Ereignisreich? So kann man das nicht wirklich sagen. So langweilig? So kann man das auch nicht sagen!
Schon am Sonntag im Beitrag über die Stoff Kostbarkeiten hatte ich es angedeutet, ich war am Samstag umgeknickt. Montag Hausarzt, durch Urlaubszeit lange Wartezeit.
Überweisung. Dienstag zum Röntgen, Mittwoch aber Glück gehabt und Termin beim Orthopäden bekommen, obwohl auch hier Urlaubszeit. Es ist nur eine Dehnung der seitlichen Bänder. Ruhe, hoch (wirklich hoch) lagern, kühlen… Fußmanschette. Gut, daß ich den Fuss schon so behandelt habe. Geduld. Lesen. Fernseh gucken. (Tolle historische Dokus auf arte, da lohnt auch ein Blick in die Mediathek) Hören. Leider nicht am Tisch sitzen dürfen. Stehen, Laufen und abgeknicktes Bein beim Sitzen sind tabu. Dabei hab ich gerade Schnitzideen. Aber so ist das eben manchmal. Glück im Unglück. Es tut weh (Drogen), ist aber kein Riss oder Bruch. Es ist jetzt und damit lang genug vor dem Urlaub passiert. Ich bekomme meine drei großen Jungs an die Arbeit und kassierte Schimpfen, wenn ich selber (nur kurz) unnötig rumhumpel (ich bin nicht so eine, die andere schaffen lassen kann, aber es muss ja). So kann ich gar nicht viel berichten. Einen Beitrag über Maulbeerbäume habe ich gepostet. Ich sag Euch, fast alles am Handy zu machen ist nicht immer einfach. Manchmal kommt einem da der neue Editor von WP zu Gute, manchmal leider nicht. Aber das Handy ist auf dem Sofa verfügbar. Ach ja, Häkeln, das mache ich, eine Sommer Decke in bunten Farben. Ein riesen Grannyquadrat soll es einfach werden. Und noch mal am nächsten Dreieckstuch aus Wolle weiterarbeiten. Bald dürfte die Entzündung, die mit so einer Überdehnung einher geht, abgeklungen sein und ich darf wieder mehr.
Am Freitag hab ich mit einer lieben Freundin draußen auf der Terrasse gesessen, Bein hoch, wir trinken Pfefferminztee aus dem Garten, quatschen, genießen die Sonne. Ein paar sonnige Blumen gibt es als Mitbringsel. Und auch wieder Sonne von oben.
Der Sohn holt mir dann noch Beeren zum Aufstocken der eigenen Ernte. Ein kleines Schälchen Stachelbeeren versäubere ich, (auf einem Bein stehend) , schnell. Dann aber wieder brav auf das Sofa. Marmelade wird gleich noch gekocht, wenn die Jungs fertig sind.
Ich verlinke wieder gerne bei Andreas Plausch und wünsche allen ein schönes Wochenende.
Der Juli Still ruht die Stadt. Es wogt die Flur. Die Menschheit geht auf Reisen oder wandert sehr oder wandelt nur. Und die Bauern vermieten die Natur zu sehenswerten Preisen.
Sie vermieten den Himmel, den Sand am Meer, die Platzmusik der Ortsfeuerwehr und den Blick auf die Kuh auf der Wiese. Limousinen rasen hin und her und finden und finden den Weg nicht mehr zum Verlorenen Paradiese.
Im Feld wächst Brot. Und es wachsen dort auch die zukünftigen Brötchen und Brezeln. Eidechsen zucken von Ort zu Ort. Und die Wolken führen Regen an Bord und den spitzen Blitz und das Donnerwort. Der Mensch treibt Berg- und Wassersport und hält nicht viel von Rätseln.
Er hält die Welt für ein Bilderbuch mit Ansichtskartenserien. Die Landschaft belächelt den lauten Besuch. Sie weiß Bescheid. Sie weiß, die Zeit überdauert sogar die Ferien.
Sie weiß auch: Einen Steinwurf schon von hier beginnt das Märchen. Verborgen im Korn, auf zerdrücktem Mohn, ruht ein zerzaustes Pärchen. Hier steigt kein Preis, hier sinkt kein Lohn. Hier steigen und sinken die Lerchen.
Das Mädchen schläft entzückten Gesichts. Die Bienen summen zufrieden. Der Jüngling heißt, immer noch, Taugenichts. Er tritt durch das Gitter des Schattens und Lichts in den Wald und zieht, durch den Schluß des Gedichts, wie in alten Zeiten gen Süden.