gegen das Grau

Hallo Ihr Lieben.

Die Natur zeigt sich immer wieder von so vielen Seiten. Durch viel Regen und Schneeschmelze gibt es wieder ein Hochwasser, welches wir wohl nur bestaunen, wenn wir nicht betroffen sind.

Am Wochenende sind wir in den Siegauen etwas spazieren gewesen. Der Hund fand das auch total spannend. (Irgendwie waren wir auch Hochwassertouristen, auch wenn wir ganz nah wohnen.) Hier hat man bewusst die Wiesen neben der Sieg als Naturschutzgebiet angelegt, um auch dem Hochwasser mehr Raum zu geben. Es ist immer wieder beeindruckend, wie die Natur ihren Weg geht.

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Verschiedene florale Formen haben mich auch zu Stempeln inspiriert – neben diesen wunderbaren alten Kissenhüllen, die ich mal im Sozialkaufhaus gefunden habe. Außerdem habe ich einfach so eine Sehnsucht nach Grün und Bunt. Dabei hat der Winter doch gerade erst angefangen. Habe allerdings auch noch einige Blätter mehr in Planung.

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Ich mag diese einfachen Strukturen von Pflanzen, die sich dann in komplizierte Formen verwandeln können. Die Natur ist der grösste Designer!

 

 

Kurz vor dem Blühen steht meine Orchidee. Fragt mich bloss nicht nach Name oder Sorte. Meine Mutter hat mir mal einen Ableger geschenkt. Ich liebe vor allen Dingen diesen Blütenstand. Kurz vor der Blüte erinnert die Form doch eher an eine Distel. Die einzelnen Blüten haben so zarte Farben und Formen, wenn sie erblühen. (Pflegeleicht ist sie auch noch.)

Das ist doch ein guter Kampf gegen das „Grauingrau“ des Winters, oder?

Euch eine schöne Woche und ab mit den Stempeln noch mal zum Creadienstag.

Feinarbeit

Hallo Ihr Lieben.

Eulen sind für mich etwas Besonderes. Diese Raubvögel, die wir fast nie zu Gesicht bekommen, weil sie erst in der Dämmerung und Nachts aktiv werden, faszinierten schon  die alten Griechen. Pallas Athene, die griechische Göttin der Weisheit, Strategie und des Kampfes, trägt auf vielen Statuen und Bildern eine Eule. Und das Sprichwort: „Eulen nach Athen tragen.“ kennen wohl die meisten. (Es kommt daher, dass Athen seinen Namen von Pallas Athene hat und man damit ein überflüssiges Wissen oder eine Tätigkeit meint. Athens Wappenvogel ist auch eine Eule.) Früher war es selbstverständlich, dass eine Scheune oder der Dachboden eines Hofes mindestens ein „Eulenloch“ hatte. Gerade die Schleiereule lebt auch in der Nähe des Menschen und ihre fleissige Mäusejagd kam den Bauern zupass. Heute achtet keiner mehr auf so etwas und der Lebensraum der Schleiereulen ist viel kleiner geworden. Dazu kommt, dass Schnee reiche Winter besonders Eulen zu schaffen machen, sie fressen nämlich kein Aas. Dies betrifft besonders die Schleiereule, denn sie ist sehr Standortstreu. Außerdem lagert sie wenig Fett ein und ihr Körper verwertet das Futter nicht optimal. Manchmal haben wir aber das Glück, dass in einem Turm nicht der Turmfalke sitzt, sondern eine Schleiereule, die lautlos über uns hinweg fliegt, wenn wir in der Dämmerung noch schnell den Hund ausführen.

 

Von allen Eulen mag ich die Schleiereule am liebsten, knapp vor dem Uhu und dem Käutzchen.

Schon länger schlummerten erste Zeichnungen in meinem Heft, Weihnachten sah ich dann bei meiner Mutter ein Trockentuch mit einer sehr bunten Eule, voller Blumen und Blätter. Da war es um mich geschehen. Und heute morgen hab ich sie dann geschnitzt.

 

 

Und weil ich mich darüber so gefreut habe, schicke ich diese Eule heute zum Freutag!

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Euch allen ein schönes Wochenende.

was lange währt…

Hallo Ihr Lieben. Ich hole erst mal etwas aus:

Vor über 180 Jahren läuft der Walfänger *Essex* aus seinem Heimathafen Nantucket aus. An Bord über 20 Seemänner, auf der Suche nach Pottwalen. Alltägliche Waljagd. Doch die Katastrophe, der Kampf Natur gegen Mensch, nimmt seinen Lauf. Das Walfangschiff wird von einem Pottwal gerammt und sinkt, die Überlebenden erwartet eine Odyssee auf See und nur 8 Menschen überleben.

Fast jeder kennt die Geschichte, die davon inspiriert wurde, Herman Melvilles Roman „Moby Dick“. Melville schreibt allerdings über die Geschichte vor dem Untergang des Schiffs, hier heißt es Pequod, von der Jagd nach dem weissen Wal und die Besessenheit seines Kapitän Ahab, erzählt aus der Ich – Perspektive Ismaels. Zu Lebzeiten wurde von „Moby Dick“, veröffentlicht 1851, nur an die 3000 Exemplare verkauft. Heute ist das Werk Weltliteratur und inspirierte viele andere Schriftsteller, Künstler und Filmemachern.

 

Schon als Kind habe ich das erste Mal Moby Dick gelesen, (eine kürzere Version *für die Jugend*) und natürlich den Film mit Gregory Peck als Ahab gesehen. Später habe ich dann die Originalfassung gelesen und war noch mehr beeindruckt. Natürlich kennt jeder den Ausgang, aber das Leben auf so einem Walfänger oder die Beschreibungen, der Disput Mensch und Natur, die kamen in der kurzen Version natürlich kaum vor. Ein Abenteuerroman mit der Tragik, dass wir die Natur und das Schicksal nicht bezwingen können.

Und jetzt zu meiner Überschrift, was lange währt… denn schon lange plane und skizziere ich immer wieder *Moby Dick*.  Selber gestalten, zu schnitzen, vielleicht zu nähen oder als Stoffmalerei. Ursprünglich wollte ich einen Linoldruck machen, ganz verworfen ist das auch noch nicht. Hier mein Werdegang und das Ergebnis:

 

Und weil ich es *flexibel* haben wollte, habe ich Wal, Ruderboot und Wellen einzeln geschnitzt. So kann ich auch mit 2 oder 3 Farben experimentieren, Wellen anders übereinander legen, den Wal auch alleine abbilden oder etwas drum herum malen.

 

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Irgendwie passt das ganze auch gerade zum Wetter, es regnet und stürmt, die Natur tobt sich aus.

Bleibt heile und gesund!

Schön

Hallo Ihr Lieben!

Ereignisreiche Tage.

Am Samstag waren wir im Sauerland.

Zwischen den Schneeresten haben wir uns eine kleine Nordmannstanne ausgesucht und abgesägt. Auch für weitere Verwandte wurden noch Weihnachtsbäume rausezogen. Das Stückchen mit den mitlerweile recht wild durcheinander wachsenden Bäumchen gehört Verwandten und der Baum ist immer ihr Geschenk an uns.

 

Es ist bei uns ein kleiner Baum geworden, aber ich freue mich auf s Schmücken zusammen mit den Jungs am 24. Habt Ihr Euern Baum schon stehen? Gibt es Rituale rund um Euern Baum, so Ihr denn einen habt? Wir gehen danach noch immer zu einer bestimmten Pommesbude, auch in Gedenken. Schliesslich wurden die Bäume auch geschleppt und Kräfte müssen wieder aufgebaut werden. Außerdem: Currywurst Pommes schmecken hier besonders gut.

Am Sonntag habe ich mit der Weihnachtspost angefangen. Ein paar Grüße gehen trotz Internet noch per Post raus. Ich mag es ja auch selber Post zu Weihnachten zu bekommen. Manche lieben Menschen sieht man auf Grund von Umständen und Entfernungen nur sehr selten. Da möchte ich dann wenigstens einen Gruß versenden, der persönlicher ist.

Mit frischen Stempeln ging es an s Werk. Dabei lernen ich noch, dass neue Messer zu nutzen. Mein doch sehr weiches Mastercut eignet sich nicht so gut. Aber das neue Softcut ist viel härter und besser. Hm, vorher war das alles für mich ein Softcut, die vielen verschiedenen Arten von Material zum Stempel schnitzen: unbekannt. Danke Maike! Mit den neuen Platten gelingen mir bestimmt auch Reifen! Am Baum habe ich einfach mal ausprobiert.

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Nach dem englischen Adventsfrühstück sind wir gestärkt zum Weihnachtsmarkt an der Burg Wissem in Troisdorf gefahren. (Übrigens, es lohnt sich dort für alle, die Bilderbücher lieben, ein Besuch, es ist ein Bilderbuchmuseum in der Burg!)

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Erst durfte der Hund im angrenzenden Park Enten begrüßen, bevor es in das noch überschaubare Menschengetümmel ging.

Einen kleinen Dudelsackspieler habe ich erstanden. Es gab am Stand noch so viele schöne Erzgebirgsfiguren, bei diesem konnte ich nicht widerstehen! Scotland pipes, passte zu unserem englischen Frühstück. Ja, ein schottisches wäre noch besser gewesen, aber wir hatten gerade kein Haggis, bzw Ersatzleberwurst zum Braten.

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Außerdem habe ich es noch mit den Jungs zusammen geschafft, in den neuen, ersehnten Star Wars Film zu gehen. Da mein Schatz Bereitschaft hat, konnte er nicht mit kommen, aber das gibt mir die Gelegenheit noch mal mit ihm rein zu gehen. Möge die Macht mit Euch sein! (Entschuldigung, wenn ich jetzt zu nerdig rüberkommen, aber es war ein Bild gewaltiger, spannender, emotionaler, … Film und jede Sekunde der langen Laufzeit wert!)

Dies war ein ereignisreiches, aber besonders schönes Wochenende. Und nach der sehr anstrengenden und chaotischen Woche davor, hatten wir es auch verdient.

Habt einen guten Start in die letzte Woche vor den Feiertagen!

 


 

So schnell

Hallo Ihr Lieben!

Da steht der 3. Advent vor der Tür! Wie immer -bei mir- fängt die Zeit vor Weihnachten ruhig und mit einem Plan meinerseits an. Aber dann drubbelt es sich immer mehr und man merkt, dass man diesmal ein Adventswochenende zu wenig hat, aber noch so viel vor. Vom 15.-17. ist wieder der Weihnachtsmarkt bei der Burg Wissen in Troisdorf und der ist immer etwas ganz Besonderes und den haben wir vor!

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Viele lokale Kunsthandwerker sind Aussteller und man findet neben wunderschönem Flair, immer etwas Besonderes. Auf den Markt freue ich mich immer sehr und werde Euch wieder Bilder zeigen! Abgesehen davon, wer mit Kindern kommt muss umbedingt in dass wunderschöne Bilderbuchmuseum. Soweit ich weiß, ist der Eintritt an diesen 3 Tagen frei. Aber auch sonst ist dies Museum immer einen Besuch wert, mit seinem gemütlichen Leseraum unter dem Burgdach voller Bilderbücher und den wechselnden Ausstellungen und den Mitmachen Aktionen. Teuer ist der Eintritt auch außerhalb des Weihnachtsmarktes nicht! Unsere Jungs sind leider viel zu groß geworden um da noch freiwillig rein zu gehen.

Außerdem wollen wir unseren Weihnachtsbaum dieses Wochenende holen. Drückt uns die Daumen, das es nicht genau dann schneit. Unter dem Schnee zu sägen würde bestimmt eine Herausforderung.

Die ersten Lieblingskekse habe ich gestern mit dem jüngeren Sohn zusammen gebacken. Aber von den Neapolitanern brauchen wir immer ganz, ganz viel. Eigentlich ganz einfach vom Rezept her, (leider geheim), erfordern sie nur mehr Handgriffe.

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Dann habe ich zur späteren Stunde noch ein Päckchen bekommen, juhuh! Jetzt habe ich auch ein Pfeil Messer um Stempel endlich feiner zu schnitzen, bin gespannt wie ich damit umgehen kann, es ist sau scharf.20171214_161404 Dann kam damit gestern auch mein gewonnenes Stanzkonfettie und so nette Kleinigkeiten noch.

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Nach Weihnachten möchte ich damit ein Windlicht machen. Ganz herzliches Dankeschön liebe Maike! Für alles, auch auf diesem Weg noch mal!

Euch schon mal einen schönen 3. Advent.

Dezember

Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.

Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.

Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man’s versteht.

Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.

Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.

Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
„Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht.“

(Erich Kästner)