erste vorsichtige Anzeichen

….für den kommenden Frühling!

Hallo Ihr Lieben.

Auch wenn es zZt. ja winterlich kalt ist, so macht es doch viel mehr Spass, draußen zu sein. Auf den letzen Hundegängen konnte ich schon wieder im Hellen gehen. Außerdem sind die Vögel schon oftmals aktiv. Die Gebiete werden mit Gesang erobert und gehalten. Die Amselmännchen jagen sich. Vorgestern hatte ein Bussardpärchen keine Möglichkeit mehr, am Horst weiter zu bauen,denn die Krähen waren immer um sie herum. Wenn man aufmerksam schaut, sieht man überall im noch kahlen Geäst die beginnenden „Neubauten“ der Vögel. Als am Montag die Sonne, nach dem Nachtfrost wenig später, die Luft etwas erwärmte, war ein grosser Schwarm Meisen emsig unterwegs und dazwischen ein Diestelfink. (Das ist eigentlich ein Zugvogel, oft in kleinen Schwärmen ziehend.) Am matschigen Feld vorbei, welches nun vom Frost erstarrt ist,  habe ich einen hungrigen Sperber wegfliegen sehen. (Wieso hungrig? Hallo? Der hatte um die Zeit bestimmt noch nicht gefrühstückt, da sind auch immer so viele Leute mit Hunden unterwegs, gerade mal hell geworden, der arme Vogel.) Über dem alten Nistplatz der Turmfalken ist momentan viel Geschrei, argwönisch von einer Gruppe Elstern beobachtet. Die Turmfalken werben wohl um ein Weibchen. Letze Woche kreisten noch zwei Männchen, nun ist es nur noch eins.

Die hübschen Weidenkätzchen sind nun vielerorts aufgegangen, aber die lasse ich immer stehen, sind ja geschützt, als erste Bienentracht. Aber auch viele andere Sträucher zeigen schon grüne Knospen. Von der Schlehe/Schwarzdorn werde ich mir die Tage mal ein paar Zweige in die Vase stellen, wenn der Frost vorbei ist. Sind bei Euch auch schon vor einiger Zeit erste Kraniche gezogen? Aber da war es noch viel milder, jetzt bereuhen sie bestimmt, so früh los geflogen zu sein. Leider sind von den gefiederten Freunden wenig Bilder zu sehen, da ich sie nicht wirklich vor die Linse bekomme. Immer, wenn ich die Kamera unter der Jacke und aus der Hülle gepackt hatte, waren die Vögelchen fortgezwitschert. (Aber die Kälte ist ja nicht gut für Elektronik)

Zwischendrin gab es tatsächlich auch einen Tag mit Schnee, der liegen geblieben ist. Zum Schlitten fahren reichte es noch nicht und am Nachmittag war die Sonne auch so erfolgreich, dass kaum noch weisse Flecken zu sehen sind. Ich bin zu den Highlandern gelaufen. Dort sind auch immer eine Unmenge Kaninchen. Unsern Hund interessiert das aber nicht besonders.

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Nun, aber einen frühlingshaften Stempel habe ich mir noch mal gemacht. (Wobei mir beim Anblick dieses Highlanders schon das nächste Motiv in den Schoß gefallen ist, oder? einfach urig!)

Und weil mir das so viel Freude gemacht hat, sowohl Draußen, als auch mein neuer Vogel, zeige ich das beim Freutag! 

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Habt eine schöne Zeit und feiert – wenn Ihr mögt – lustig Karneval!

Mehr Licht

Hallo Ihr Lieben.

Das Wetter hier schlägt wieder Kapriolen. Einen Tag haben wir es schön und sonnig, dann windet es ordentlich und schüttet. Nach der Nacht des Supermondes, den wir auch dank dichter Wolken nicht sehen konnten, wachen wir bei wolkenlosem Himmel auf. Es ist wieder winterlich kalt. Dieses Auf und Ab macht einem zu schaffen. Infekte hat zZt. wohl jeder in der Familie. Aber, alle sind auf dem Weg der Besserung, dass ist doch ein Grund sich zu freuen!

Nun aber zu meinen neuen Stempeln:

Passend zu meinen vielen Meeresbewohnern habe ich jetzt auch das Segelschiff fertig geschnitzt. In Linoleum habe ich es schon vor Jahren mal für T-Shirts gemacht, muss ich jetzt unbedingt mal raus kramen und dann alle maritimen Drucke zusammen setzen. Segelschiffe verkörpern für mich Reise, Freiheit, Abenteuer, Schönheit und Geschichte(n). Natürlich glorifiziert. Keinesfalls wollte ich zur Zeit der Segelschiffe dort arbeiten, war ein Knochenjob, oder lange damit reisen müssen. Die Unbillen, die eine Segelreise damals mit sich brachte, mit dem wenigen Platz, schlechter Ernährung und den Naturgewalten, denen Schiff samt Mannschaft ausgesetzt waren, können wir uns kaum vorstellen.

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Trotzdem faszinieren uns diese Schiffe immer noch! Ich lese auch gern Bücher aus dem Bereich, wie Horatio Hornblower (C.S.Foster) oder die Romanreihe um Captain Jack Aubrey ( Patrick O’Brian) und seinen Schiffsarzt/Freund Stephen Maturin. Die Seefahrerromane um Hornblower sind in England so bekannt, dass viele Engländer denken, er habe die Schlacht von Trafalger entscheidend mit geschlagen.

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Ein paar kleine Stempel zum Füllen sind dann gleich auch noch dazu gekommen. Draussen hatte der Himmel während der Schaffenszeit seine Schleusen geöffnet, da hatte ich irgendwie kein schlechtes Gewissen, noch länger zu schnitzen. Ein kleinen Narwal ist dazu bekommen. Ich überlege, diesen Zahnwal noch mal etwas größer zu machen, genau wie ein größeres Seepferdchen.

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Beide sind schon besondere Meeresbewohner. Das Einhorn der Meere, dessen Horn sicher zum Mythos des Einhorn beigetragen hat, trägt nämlich einen verlängerten Eckzahn vor sich her. Wilde Vermutungen ob der Verwendung dieses Zahns gibt es. Zum Kampf wird er nicht eingesetzt, wohl aber als Prügel, um Beute zu betäuben. Dies wurde letztens beobachtet. Wahrscheinlich ist auch die Theorie der Orientierungshilfe.

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Das es bei der Fortpflanzung der Seepferdchen eine Besonderheit gibt, ist wohl eher bekannt. Hier schlüpfen nämlich die Jungtiere aus der Tasche des Männchen. Die Weibchen produzieren einen Vorrat an Eiern und legen diesen Dottersack in die Bauchtasche des Männchen, wo dann die Befruchtung erfolgt. Und so werde dann Drachen schwanger. Seepferdchen sind nichts desto trotz Fische, auch wenn das Äußere dies ja wirklich nicht vermuten läßt.

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Quelle Die Welt

Heute ist Maria Lichtmess! Mehr Licht, sichtbar! Und weil ich mich auch so über mein maritimes Allerlei freue und am Wochenende noch mal die bildgewaltige Verfilmung *Master and Commander* sehen will, einen meiner Lieblingsfilme, schicke ich dies zum Freutag.

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Russel Crow als Jack Aubrey

Euch ein schönes Wochenende!

and now for something completely different

Hallo Ihr Lieben,

Nach dem die Bienen ja ihren Tanz aufgeführt haben, brauchen sie ja auch Blumen dazu. Eigentlich sollten sie die sofort bekommen, aber dann habe ich doch erst die Dose mit dem Distelfinken bemalt. Wie gut wenn man nicht muss, aber alles (theoretisch) kann.

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Also tänzeln die Bienen jetzt um die Blüten herum, oder machen durch ihre Tänze die anderen Bienen auf reichlich Honigblüten aufmerksam. Es ist übrigens wirklich so, dass Kundschafterinnen, auf Nahrungssuche in unbekannte Gebiete vordringen. Haben sie dort Nahrungsquellen gefunden, sammeln sie Nektar und bringen den zur Überprüfung in den Bau. Wird er dort für gut befunden, wird die Biene per Fühlerstreicheln aufgefordert, den Standort zu übermitteln. Und das tut sie dann, in dem sie *tanzt*. Es gibt gar nicht so viele Bienen, die als Kundschafterinnen auch zurück kehren, deswegen sind es ja auch die älteren Arbeiterinnen, die diese Gefahr auf sich nehmen. Sie tanzen übrigens den Rundtanz und den Schwänzeltanz. Kein Wunder, dass uns die Bienen so faszinieren.

Und wie hieß dass früher bei Monty Pyton schon immer? And Now for Something Completely Different

Zu meiner Tiefsee Stempel Sammlung gesellt sich ein Quastenflosser dazu. Den fand ich schon als Kind aufregend, ein lebendes Urzeitvieh! Sie stammen schon aus dem Devon und es sind Knochenfische, deren nächsten lebenden Verwandten Lungenfische und kleine Landwirbeltiere sind. Eigentlich sollte er auch das Massensterben am Ende der Kreidezeit nicht überlebt haben, aber … in der Tiefsee hat er das dann doch. 1938 wurde ein Exemplar in einem Schleppnetz gefangen und die Sensation war perfekt. Obwohl das Tier den Druckausgleich natürlich nicht überstanden hatte, konnte man es gut mit Fossilien vergleichen. Der starke Unterkiefer und die *Quaste*, die Flosse, waren recht unverwechselbar. Mit Beginn des Tiefseetauchens konnte man den Quastenflosser dann auch in seiner natürlichen Umgebung beobachten, (200m Tiefe).

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And Now for Something Completely Different die Zweite:

Ich hab im Schrank so alte weisse Teller, unser Alltagsgeschirr, altes Hotellgeschirr, unverwüstlich und sehr praktisch. Die kleinen Teller werde abends gern zum Aufwärmen der Reste benutzt. So einen Teller hab ich jetzt einfach mal verschönert. Ihr fragt Euch sicher, warum ich das nicht bei allen Tellern mache. Aber so super kratzfest sind meine Porzelanstifte leider nicht und dann  sieht das Bemalte zerkratzt und häßlich aus. Die kleinen Teller werden nicht so viel benutzt, die fallen dann schon mal dem Stift zum Opfer. (Auch wenn das Gold auf dem Foto nicht so gut raus kommt und ich mir vielleicht noch ein paar Farben zulegen sollte.) Bei Tassen z.B. kann ich es nur empfehlen, Euch selber mal etwas zu *personalisieren*, das macht viel Spass.

Bei den Stempeln merke ich mittlerweile sehr den Unterschied zu meinen alten Werken, wo ich nur ein einfaches und grosses Linolmesser zur Verfügung hatte. (Nordkaperer und Buckelwal als Vergleich.) Der Buckelwal durfte auch gleich per Post noch weiterschwimmen. Vom Linolschnitt komm ich stilistisch aber doch nie ganz weg, wie man vielleicht sieht.

Weil ich an all diesen kreativen Dingen die Tage viel Freude hatte/habe, geht dieser Beitrat auch noch zum Freutag:

Auf viele schöne Ausblicke!

Muster Bienentanz

Hallo Ihr Lieben.

Schon lange verfolge ich – spätestens Mittwochs – den Blog Müllerin Art.  Unter anderem gibt es dort geschnitzte, geschnittene, gedruckte, gemalte und gestempelte,… Designs jeden Muster-Mittwoch zu sehen. Ganz zu schweigen von den vielen wunderbaren Ideen, die man auf diesem Blog bekommt! (Ich kann Euch nur das Buch von der Autorin des Blogs sehr an s Herz legen! Sie erklärt darin vor allen Dingen, wie man Bücher selber herstellt und gestaltet.)   bunte bücher button

Diesen Monat hat Michaela Müller das Thema Hexagone für den Muster Mittwoch.

Nun, die Natur kennt viele Muster, u.a. die Honigwabe, die ein perfektes Bienen Desing hat, hier mein Bienentanz:

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Nicht erst seid dem Bestseller von Maja Lunde ist die Biene und das Sterben der Bienen ein grosses Thema. Wer das Buch, übrigens das meisst verkaufte Buch 2017, noch nicht gelesen hat, dem kann ich es nur noch mal sehr empfehlen, zu lesen oder als Höhrbuch zu geniessen. Drei verschiedene Geschichten, abwechselnden, rund um die Bienen, in sehr unterschiedlichen Zeiten. Das Buch ist kurzweilig, spannend, lehrreich und noch gut geschrieben. Und zeigt uns, warum wir Bienen brauchen. Oder mögt Ihr kein Obst?

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Schaut mal, wo Ihr in Euerm Umfeld überall dieses Muster habt… so zum Beispiel bei Schneeflocken und anderen Kristallen, oder bei gothischen Bauwerken, Basalt, Annanas, Schildkröten, Wespenwaben,…

Bleibt neugierig

 

Neues und Altes

Hallo Ihr Lieben!

Und? Wie fühlt sich das neue Jahr so an? Viel Neues oder alles beim Alten geblieben? Es wird wohl eine Mischung sein. Und wir hatten ja auch jetzt schon ein paar Tage zum *Eingewöhnen*.

Bei Papierliebe am Montag geht es auch um dieses Thema und das fand ich wirklich so gut, dass ich gleich überlegt habe, wie ich es umsetzen könnte. Nicht das dieses Thema im normalen Alltag nicht sowieso allgegenwärtig ist.

Nachdem ich letztens schon dem Klassiker *Moby Dick* eine paar Stempel gewidmet habe, nehme ich mir diesmal diesen *alten Schinken* vor:

 

Jules Verne mit den Abenteuerromanen um Kapitän Nemo und dem Tiefseeboot Nautiluis.DSCN4050

Sowohl *20.000 Meilen unter dem Meer* als auch der Band *Die geheimnisvolle Insel*, in der die Nautilus noch mal eine Rolle spielt, habe ich als Kind verschlungen. Eigentlich fehlt mir noch ein Riesenkraken, der die Nautilus angreift, aber der kommt noch. Ich fand den Anglerfisch, obwohl er ja nicht im Roman explizit beschrieben wird, viel interessanter. Und ich wollte die Nautilus gestalten, dieses U-Boot, welches sogar Schiffe rammen kann, in einer Zeit, wo das wirklich SF war.

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Also habe ich dem alten Klassiker, der es in die Neuzeit geschafft hat, ein paar Stempel gewidmet. Aber vor allen Dingen über den Anglerfisch habe ich mich so gefreut, dass ich diesen Beitrag auch zum Freutag schicke. (Und nicht nur ich, meine Söhne finden den auch faszinierend, ich glaube auf den Stempel muss ich aufpassen!)

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Beim Recherchieren habe ich so einige tolle *Ungeheuer der Tiefsee* wiederentdeckt. Am liebsten würde ich da noch mehr von schnitzen. Kennt Ihr diesen Fisch mit dem langen Körper und dem grossen dreieckigen Maul? Oder der Vampirtintenfisch und der Riesenkalmar? Den Blobfisch würde ich jetzt nicht unbedingt als Motiv nehmen, aber genug Quallen gibt es noch zur Auswahl, sowie diverse Fische mit Riesenaugen und/oder langen Zähnen und speziellen, grafisch sicher interessanten, Körperpanzerungen. Der Drachenfisch hat sogar Zähne auf der Zunge. Nu, wo man nicht viel sieht und es auch nicht so reichlich Beute gibt, da muss man dann sicher sein, wenn man mal etwas geschnappt hat, dass man es auch behält.                                                                                     Oh man, wie Maike schon feststellte, wir dürften manchmal nur eine halbe Stunde am Tag die Augen öffnen, sonst sehen wir überall Motive.  Macht ja auch nichts. Eigentlich muss ich nur aufpassen, dass ich mich nicht verzettele und genug Zeit und Material da sind. So war ich am Dienstag noch bei grünen und bunten Pflanzen, gegen das Winter Grau und jetzt bin ich in der Tiefsee.

Jetzt suche ich nur noch ein paar Seekarten und stempel dann wild Meeresgetier darauf. (Mal sehen, sind hier ja nun eher etwas weiter weg vom Meer, aber wer suchet der findet.)

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Wünsche Euch alle schon mal ein schöne Wochenende!

Ps.

Habe gerade im Regal meines Mannes das Buch *Ware Monster* von Caspar Henderson entdeckt. Das muss ich im Zusammenhang mit Tiefseefischen und anderen Welten unbedingt hier mal vorstellen….