Fangfahnfif

Hallo Ihr Lieben.

Nein, ich habe kein Problem mit der Tastatur. Ich muss Euch nur heute jemanden vorstellen. Dieser hat ein Problem. Obwohl er gruselig aussieht, lachen alle Fisch nur über ihn. Denn mit dem Gebiss kann man nicht mal seinen eigenen Namen richtig aussprechen!

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So der Originalton meines Mannes gestern Abend, als er den Tiefseefisch Stempel sah. (Ja, tut mir leid, ich bin im Moment immer noch im *Stempel schnitzen Fieber*, ist aber auch so praktisch, kann ich zwischendrin liegen lassen.)

„Fangfahnfif“  (muss immer noch kichern)

Zu meinem Anglerfisch gesellte sich gestern Abend dann eben der Riesenkalmar und besagter Fangzahnfisch. Oh, Nautilus, nun musst du aber aufpassen!

Die Karten schicke ich dann mal gleich zum creadienstag. (Die liebe Maike hat mir *Pergamentpapier* geschickt, das muss ich noch mal ausprobieren, es ist nur sehr glatt und der erste Versuch ist verwischt., dann bekommen die Bilder vielleicht etwas Antikes.)

Und weil ich letze Woche, im Zuge des Beitrages  „Neues und Altes“, im Regal meines Mannes ein tolles Buch wieder entdeckt habe, möchte ich allen, die gerne mal Hintergründe oder *spezielles* Wissen sammeln, dieses Buch von Caspar Henderson an`s Herz legen. Außerdem ist es auch noch wunderschön gemacht (leinengebunden!) und hat allein für die Herstellung Preise gewonnen.

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Mit wunderbaren Collagen (Pauline Altmann und Judith Schalansky) aus alten Stichen, in der Reihe Naturkunden, Verlag Matthes & Seitz, macht das Buch Lust auf Entdeckungen im tierischen Bestiarium. Hier gibt es bekanntere und unbekanntere Tiere, den Kugelfisch und den Aal, die Lederschildkröte oder das Perlboot, den Axolotl oder die Yeti-Krabbe.

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DSCN4080Schönheit liegt im Auge des Betrachters! Und die Fantasie regen diese Drachen, Einhörner, Schmetterlinge und andere Ungeheuer auf alle Fälle an, nicht erst seid heute.

(Grafiken von Pauline Altmann)

Darum lasst Eure Gedanken schweifen! Macht es Euch gemütlich und bleibt gesund!

 

es riecht nach Rauch

Hallo Ihr Lieben.

Hört sich nicht so gut an, die Überschrift, oder? Aber keine Sorge, hier ist nichts abgefackelt. Ich hab nur den Ofen an, Kerzen flackern und mein Brennpeter qualmt.

Ein was? (und keine Sorge, Qualm sieht man eigentlich nicht so richtig)

Vor sehr langer Zeit habe ich mal ein Bastelgerät bekommen, dass ganz schön heiss wird. Wie so oft, landen manchmal solche Sachen etwas weiter hinten in der Schublade, obwohl man viel Spass damit hatte und einiges damit auch schon verschönert hat. Dieser Lötkolben ähnliche Brennpeter wird nämlich so heiss, dass man damit auf Holz malen kann. Ich glaube, sie erfahren gerade auch ein wenig die Wiederentdeckung. Jedenfalls, ich wollte schon lange damit mal wieder arbeiten und hier seht Ihr, was daraus geworden ist:

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Erst habe ich mit dem Bleistift vorgezeichnet, dann das heisse Gerät in die Finger genommen und losgelegt. Ups, hier ist sogar der Radierer mit drauf gekommen, denn ob einem das Bild gelungen ist, sieht man erst richtig, wenn man das Vorgezeichnete wegradiert hat. Jetzt habe ich verkrampfte Hände und die eckige Dame gefällt mir gerade auch nicht mehr so, da will ich mir noch mal was anderes überlegen. Aber ich zeige Euch bald mehr…

 

Nicht lange überlegen musste ich, als ich dies Buch in den Händen hielt. Auch wenn es eigentlich für jüngere Leser gedacht ist, finde ich, ist es ein „all ager„. Aufmerksam auf diesen Titel war ich durch den Blog *Tintenhain* geworden und möchte Euch den sehr an s Herz legen: „GoodNight Stories for Rebel Girls“ von Elena Favilli und Francesca Cavallo

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Gleich die Seiten von Grace O`Malley und Hypatia fielen mir besonders in s Auge, da ich als Jugendliche schon begeistert Bücher über sie gelesen hatte: Ich, Grace O`Malley von Franjo Terhart war ein dtv pocket und Hypatia von Arnulf Zitelmann gibt es jetzt noch bei Beltz. Und ist das Buch nicht wunderschön aufgemacht?

Dazu zeige ich einen Ex Libirs Stempel, der aber als *Bücherwurm* Geschenk an eine eben solche geht.

Zeige dies gern wieder auf dem Blog  creadienstag

Habt eine schöne Zeit.

 

http://www.creadienstag.de

Es naht die Zeit

Hallo Ihr Lieben,

so langsam mache ich mir die ersten Gedanken, was zu Weihnachten verschenkt werden kann, was Selbstgemachtes, was Gekauftes,… Es naht die Zeit, die für manche Stress und Hektik beim Geschenke sammeln bedeutet.

Sicher kennt Ihr das alle mehr oder weniger und auch jedes Jahr kommt vor Weihnachten immer wieder die Zeit der ganzen Spendenaufrufe. Ausnahmsweise möchte ich hier auf den Blog von Patrick Rothfuss hinweisen. Vielen ist er als Autor der   noch nicht beendeten Reihe „Der Name des Windes“ bekannt, (aber alles braucht seine Zeit). Solltet Ihr die noch nicht kennen, unbedingt lesen, auch sein Blog ist sehr lesenswert! Tolle Fantasy, ohne *zu viel Fantasy der üblichen Art*. (Das Foto oben entstand auf den netcologne). Patrick Rothfuss hat auch eine Organisation in s Leben gerufen, die Menschen in ärmeren Ländern Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Jedes Jahr ruft er über seine Webseite zu einem Spendenmarathon auf. Das Tolle ist, man kann da ganz feine Sachen gewinnen. Viele andere auch hier bekannte und weniger bekannte Künstler machen jedes Jahr bei den Worldbuilders mit, es ist immer eine ganz besondere Art  Lottery und sicher mal einen Blick wert. Vielleicht statt der 3. Uhr und dem 25. Pully, dem neusten Parfum oder gar den ungeliebten Socken?

Dieses mal in ungewohnter Sache, sonst mache ich ja keine *Werbung*.

 

 

 

Novemberblues

Hallo Ihr Lieben,

brrr, ist das kalt und vor allen Dingen grau geworden. Der Nebel hängt morgens bis auf den Boden, am Grün hängen überall Tropfen und die Vögel suchen fleissig nach Futter. Schön sehen die Sonnenblumen nun nicht mehr aus. Aber in den reifen Fruchtständen hängen die Stieglitze/Distelfinken und picken sich noch vor dem Flug nach Süden Sonnenblumenkerne. Sie haben sich schon zu Gruppen zusammen gefunden  und sammeln noch mal Energie. Ihr melodisches Piepen begleitete mich nun in den letzten Morgen beim Hundespaziergang. Überall hört man das Rotkehlchen noch mal sein Revier mit Gezirpe und vereinzeltem Gesang zu markieren, es hüpft neben mir von Busch zu Busch. Auch Meisen aller couleur tummeln sich im Mais, an den Sonnenblumen und in den Büschen. Mit der Kamera bin ich immer zu langsam, da die Lichtverhältnisse ja nicht gerade optimal sind, die Ergebnisse sind immer unscharf, daher hier zwei *Archivbilder*.

Ich backe gerade einen Stuten, ein feines Weissbrot, die Namen sind da regional anders. Sohnemann hat sich nämlich den Magen etwas verstimmt. Heute ist hier auch der Sankt Martins Umzug, da werden traditionell Stutenkerle gebacken. (Meine Jungs sind schon was grösser und ich kann mir heute den Luxus erlauben, keine *Kerle* zu backen. Da wir am Wochenende hier einen Geburtstag feiern, wir morgen eh einiges im Ofen gezaubert.)IMG_20171109_135218

Secondhand habe ich letzens drei tolle Bücher ergattert. Von Robert Gernhardt haben wir zwar die Gesamtausgabe, aber Insel Bücher sind einfach noch mal besonders schön! Und Robert Gernhardt ist genau der Richtige, wenn mich etwas der Blues packt.

 

Dreißigwortegedicht

Siebzehn Worte schreibe ich auf dies leere Blatt,

acht hab`ich bereits vertan,

jetzt schon sechzehn und

es hat alles längst mehr keinen Sinn,

ich schreibe lieber dreißig hin:

dreißig.

Robert Gernhardt

 

Außerdem, mit tollen Holzstichen ausgestattet, Der Selbstmörderklub von R.L.Stevenson. Die meißten kennen den schottischen Autoren sicher eher von Die Schatzinsel, sein Long John Silver ist ja ein Archetyp von Pirat. Auch Dr. Jeckyll and Mr. Hyde kennen viele. Auf diese krimiähnliche Erzählungen bin ich nun gespannt. Solche bücher kann man gut zwischendurch mal lesen. Als drittes war da die besonders schöne Ausgabe von Cyrano de Bergerac. Das Buch Herzstiche habe ich mal vor langer Zeit verschenkt. Ja, den Mann mit der grossen Nase und dem flinken Degen aus dem Film gab es wirklich. Ehrlich gesagt, habe ich dies Buch vor allen Dingen geholt, weil es mich an einen lieben Menschen erinnert. Die Briefe sind aber auch schön zum stöbern, sehr poetisch. Außerdem hat mir mein Schatz ein Buch sozusagen in die Hand gedrückt, dass er sehr verschlungen hat:      berg

Es geht um die Besteigung des Mount Everest im Jahr 1924, eine Zeit, in der der Wettlauf um Entdeckungen und Erfolge dieser Art, für manche Abenteurer zum Verhängniss wurde. Schon im Bestseller Terror hat Dan Simmons eine legendäre Expedition zum Thema. Mein Mann hat Der Berg verschlungen, ich bin gespannt auf den historischen Roman, werde berichten, aber ich bin ein viel langsamerer Leser als mein Schatz, daher habt Geduld, wenn Euch der Titel interessieren sollte. Was ich gleich schon mal sagen kann, es geht hier nicht reißerisch und von Höhepunkt zu Höhepunkt zu. Also, erwartet keinen Actionroman.

Wünsche Euch viele Mußestunden und macht es Euch gemütlich.

 

Dies ist ein Herbsttag …
(Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863)

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt

 

Lesewetter

Hallo Ihr Lieben,

so ein Wetter, meine Güte, wenn wir so ein Wetter nicht hätten, worüber würden wir reden?

Nein, keine Sorge, ich wollte Euch nur ein Buch an s Herz legen.

Nachdem ich in der Bücherei Underground Railroad von Colson Whitehead  buch  geholt und auch kurz reingeschaut habe, bin ich gefangen. (Ich hatte irgendwo auf einem Blog auch schon mal was drüber gelesen, aber ich gestehe, ich weiss nicht mehr wo, sorry.) Nicht, dass ich nicht genug Lesefutter gerade habe und es gefällt mir auch was ich gerade lese, aber hier haben mich die ersten Zeilen schon gepackt. Seid langem mal wieder bei einem Buch schon auf den ersten Seiten. Nun, der Autor hat aber auch schon so einige Preise abgeräumt: National Book Avard und Pulitzer Preis u.a.

Sein Sprache hat mich sofort berührt. Dabei fängt das Buch damit an, wie die Oma der Hauptdarstellerin als schwarze Sklavin aus ihrer Heimat entführt und verschleppt wird und das ist gar nicht *berührend*. Ihre anderen Familienmitglieder sieht sie nie wieder, Selbstmordversuche auf dem Sklavenschiff scheitern, sie wird immer wieder weiterverkauft. Zur Geschichte von Cora, der Hauptdarstellerin des Romans, bin ich gerade erst gekommen. Sie wird fliehen und durch diese Untergrundorganisation *Underground Railroad* durch Amerika geschleust. Immer nur kurz erfährt sie Hoffnung und Innehalten, weiter geht die Flucht. Cora arbeitet z.B. in einem Museum als *lebendes Ausstellungsstück*, nicht wie wenn wir in ein Museumsdorf gehen, wo uns ein Schmied zeigt, wie man früher geschmiedet hat.  Lernen wir etwas über Menschenwürde, Mitgefühl, Hass, Brutalität, Hoffnung, Selbstbestimmung?

Auch wenn ich erst angefangen habe, möchte ich Euch das Buch schon jetzt empfehlen. Denn bei dem Wetter haben wir doch einfach mehr Zeit für Bücher, oder?