Von Eulen, Hasen, fliegenden Frauen und dicken Naturgestalten

„Superkalifragilistigexpialigetisch“

Hallo Ihr Lieben.

Das Bandwurmwort da oben ist die deutsche Übersetzungen des englischen Kunstwortes supercalifragilisticexpialidocious aus „Mary Poppins“, Buch von P. L. Travers, oder auch das Disney Musical. Ich liebe dieses englische, ganz besondere Kindermädchen. Ich liebe den Song, sowohl im englischen Original, als auch die deutsche Übersetzung, welche ich sogar noch im zarten Alter von 19-20 Jahren im Autoradiocassettendeck gehört habe. Zusammen mit einer Freundin, auf dem Weg zur Prüfung, war das perfekte Entspannung, diesen Song, dieses Wort, lauthals zu grölen, (ich glaube, singen darf man da nicht zu sagen). Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses fliegende Kindermädchen als Stempel herhalten musste, zumal wir den Song „…mit nem Löffelchen voll Zucker bittre Medizin versüßt…“ gerade alle sehr gut gebrauchen können, oder? (Ich muss gestehen, ein anderes Wort bei Gabi hat mir diesen Anstoß hier verpasst.)

Aber das ist nicht das Einzige, was ich in letzer Zeit geschnitzt habe. Schon das ein oder andere Mal habe ich hier von Eulen geschrieben.

Diese besonderen Raubvögel haben es ja nicht nur mir angetan. So herausstechend, mit vollkommen anderen Körperformen als alle anderen Vögel. Dann sind diese gefiederten Besonderheiten auch noch fast ausschließlich in der Nacht unterwegs, mit außergewöhnlichen Sinnen ausgestattet. Für viele gruselig, der so weit drehbare Kopf. Oder der unglaublich leise Flug, ermöglicht durch sehr weiche Federn. Ganz zu schweigen von den Rufen verschiedener Eulen oder Käutzchen, dem „Huhu“ oder „Kuwitt“ , von dem die Menschen früher meinten, es hieße: „komm mit“. So wurde das Käutzchen zum Todesboten, angelockt von den Insekten, welche wiederum durch das Licht am Krankenlager angezogen wurden.

Eulen
Waldohreule, Schleiereule, Sperbereule

Schon die Antike verehrte die Eule, Pallas Athene, Göttin der Weisheit, Kriegskunst / Strategie und des Handwerkes wurde oft mit einer Eule dargestellt. Außerdem war sie die Schutzgöttin der Stadt Athen und gehörte dem Reigen der zwölf olympischen Göttern. Wenn Ihr schon mal den Ausspruch gehört habt, „das ist wie Eulen nach Athen tragen“, so geht es darum, etwas Unnützes zu tun, Weisheit zu Weisheit bringen. Die Eule wurde zum Symbol der Weisheit. (Die Waldohreule ist allerdings der einzige der drei Stempel, der mich wirklich auch 100% überzeugt hat.)

Jacominus

Versprochen hatte ich auch, meinen Buchkauf der letzten Woche vorzustellen. Den Unterhaltungskrimi vergessen wir mal, den habe ich wieder weg gelegt. Nach dem ich im Laden die ersten Seiten gut fand, wurde er schon sehr bald total konstruiert und merkwürdig. So ein Titel stielt mir nur die Zeit.

Innen
ganz sicher nicht nur für Ostern, mit Lesezeichen

Was ich aber immer wieder in die Hand genommen habe, ist “ Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough“ von Rébecca Dautremer. Ein Bilderbuch, welches ich schon länger in mein Regal stellen wollte, nach dem es von zwei Andreas vorgestellt wurde: leseninvollenzügen und diezitronenfalterin.

Ein Bildband, der für Große und Kleine gemalt und geschrieben wurde, ein Leben, an dem wir mit opulenten Bildern teilnehmen können. Bilder, welche an berühmte Künstler erinnern*, ohne zu kopieren, in denen es so viel zu entdecken gibt, die so berühren. Ein ganzes Hasenleben eben, immer wieder mit Überraschungen, Träumen und Realitäten eines ganz normalen (?) Lebens.

*Brueghel, Dali, die flämischen Meister, Hopper

Nur das Titelbild des jungen Hasens ist mir etwas zu plüschig, zu niedlich geraten.

 Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough ist meine absolute Empfehlung, sowohl zum Selberlesen, als auch zum Vorlesen, zum immer wieder ansehen.

stempel versch.

Als Letztes noch eine Gestalt aus der Welt der Anime, Totoro, der graue und plüschige Riese aus der Feder von Hayao Miyazaki, einem wunderbaren Geschichtenerzähler. (Viele großartige Anime Filme stammen von ihm und er hat nicht umsonst den Oscar für „Chihiros Reise ins Zauberland“ bekommen.) Satsuki und Mei sind zwei kleine Mädchen, die mit ihrem Vater auf s Land gezogen sind, um ihrer Mutter näher zu sein, die im Krankenhaus liegt. Die Totoros (ja, es gibt mehrere, der grosse, graue ist der, den die meisten kennen,) sind Wald- und Naturgeister, sie werden nur von den beiden Mädchen gesehen. Die Mädchen sind erst guter Dinge, lieben und erkunden ihrer Umgebung und entdecken die Natur und damit auch Totoro. Doch der Gesundheitszustand der Mutter lässt sie wieder sehr traurig werden, Angst vor dem Tod der Mutter. Wie Totoro und seine Freunde da helfen können, müsst Ihr unbedingt mal selber anschauen, oder noch mal anschauen.

Und ganz zum Schluß noch einmal zum Mitsingen:

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

Supercalifragilistig expialigetisch.
Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein syntetisch.
Wer es laut genug aufsagt klingt klug und fast prophetisch,
Supercalifragilistig expialigetisch.

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

als Junge war ich sehr gehemmt und stotterte herum.
Mein Vater mir die Nase zwickt und sagt sei nich so dumm.
Ich lernte eines tags das Wort,
die Nase hatte Ruh.
Das Wort ist reinster Zungensport und jetzt hört alle zu.

Oh,
Supercalifragilistig expialigetisch.
Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein syntetisch.
Wer es laut genug aufsagt klingt klug und fast prophetisch,
Supercalifragilistig expialigetisch.

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

Er reiste um die ganze welt und kam dabei sehr weit.
Sprach er das Wort rief jeder gleich :
wie ist der Herr gescheit.
Bei Fürsten war ich oft zu Gast und bei der Haute volé
erwähnte ich mein Lieblingwort,
dann bat man mich zu Tee

Oh,
Supercalifragilistig expialigetisch.
Dieses Wort klingt durch und durch furchtbar rein syntetisch.
Wer es laut genug aufsagt klingt klug und fast prophetisch,
Supercalifragilistig expialigetisch.

jam di del di del di del jam di del dei
jam di del di del di del jam di del dei

verlinkt beim Creadienstag

und dem Lesezimmer von Karminrot

Eine besondere Woche

Hallo Ihr Lieben. Diese Woche… ja, das war und ist eine besondere Woche!

 

Mein Schatz muss wieder zur Arbeit, nach etwas Urlaub. Das ist schon komisch, auch wenn es nur die Feiertage und die Folgetage waren. Die Tage verschwimmen so durch das #bleibzuhause. Pünktlich zum Wochenstart habe ich mich erkältet, mit Kopfschmerz und Halzschmerzen legte ich mich hin, der Sohn versorgt mich mit Tee, ich schlafe an dem Tag viel. Das hat offensichtlich geholfen. Gut ging es Dienstag Morgen noch nicht, aber es wurde stündlich besser. Ein wenig *Kopping* war wohl auch dem extremen Hoch geschuldet.

Ich habe mit meiner Mutter telefoniert. “ Corona stiehlt mir ein Jahr meines Lebens und so viele habe ich doch nicht mehr davon.“ Vereinsamung! Ich glaube, das unterschätzen wir alle, das Thema.

Flieder
Flieder von der Nachbarin

Es ist trocken und der Wüstenwind trocknet alles noch mehr aus. So früh habe ich noch nie den Wasserschlauch anschließen müssen. Normal versuche ich, nur mit wenig gießen über die Runden zu kommen. Irgendwo im Keller hat der erste Besitzer unseres Hauses einen Brunnen gebohrt, den ein Folgebesitzer dann aber wieder zugemauert hat. Aber eine Lösung wäre das auch nicht, denn das geht zu Lasten des Grundwasserspiegels. Allerdings punktuelles, ausgiebiges Gießen ist schon unerlässlich, wie löst Ihr das? Erste Waldbrände, fast vor der Haustür, die kaum in den Griff zu bekommen sind, Trecker, die riesige Staubfahnen auf dem Feld hinter sich her ziehen, lassen uns ahnen, was wohl wieder kommt.Was gut gegen den Corona Blues ist, ist schlecht für die Natur.

weißer Flieder
Die Dose habe ich übrigens vor Jahren nach einem Jugendstil Bild bemalt

 

Ich nutze es aus, dass man endlich auch wieder in eine Buchhandlung kann und hole Schmökernachschub. Hier gibt es Masken aus Plastik zu kaufen, die ein Bastler in Kommission gegeben hat. Sie werden mit einem Gummiband auf den Kopf gesetzt und sehen wie Schweißermasken aus. Ich finde die Idee toll, kaufe eine. Aber abends erklärt mein Schatz mir, dass sie leider kein Ersatz für eine korrekt sitzende Maske über Mund und Nase ist, die Aerosolverteilung ist der Knackpunkt. So sind die angenehmen Lösungen gerade nicht immer die besseren. Eine richtig gute Idee habe ich dann aber doch noch gefunden: sewsimpel

Masken
Idee und Schnitt sewsimpel, aus zwei alten Shirts werden bei mir 18 Masken

Ich habe den dehnbaren Stoff der ollen Shirts wirklich gut ausgenutzt, deswegen ist schon Mal eine Kante am Nasenbereich. Die Ohrbereiche werden beim Aufsetzen einmal gedreht und dann sitzt das Teil super, wurde schon fleissig getestet. Ausser man ist Bartträger wie mein Mann, da muss ich wohl mit einem ganz andere Schnitt ran und doch noch die Nähmaschine rausholen. Denn der Clou bei dieser Maske ist ja, dass ich keine Nähmaschine brauche! Aber ein Roll-Schneider beschleunigt die Sache sehr. Nach Tragen wird gebügelt, gegen Keime, aber es ist ja 100% Baumwolle und kann auch heiß gewaschen werden.

Geburtstag wurde diese Woche zwei Mal begangen. Schon der dritte Geburtstag unter Corona Bedingungen. Aber ein wenig *richtig feiern* geht doch. Lieblingsessen, Lieblingskuchen, leckere Lieblingsgetränke.  Miteinander im kleinsten Rahmen, immerhin, wir sind zu viert, zusammen. Der Sohn ist Doctor Who Fan und diese „komische Pyramide“ ist ein Dalek, ein Erzfeind des Doctor. Für alle „Nicht Geeks“, Doctor Who ist eine BBC Serie und ziemlich schräg und schon sehr lang  im Fernsehen  laufend.

Geburtstag 1
Frühstücksplatz
daleks
Daleks

Der zweite ebenfalls selbsgeschnitzte Stempel ist eine der Lieblings SF- Buch- und Strategiespiel Reihe meines Mannes: Battletech. Noch mehr Geek Kram also für den zweiten Jubilar.

Battletech

Ach ja, für mich selber habe ich übrigens ein wunderschönen Titel in der Buchhandlung geholt, stelle ich Euch noch vor, zusammen mit dem dritten geschnitzten Stempel aus dieser Woche. Der Titel ist mir zu schön, um es einfach nur zu erwähnen. (Ist schon auf mehreren Blogs gezeigt worden.) Einfachen Lesenachschub zum Abschalten gab es auch, ein Krimi *old style*, für Sherlock Holmes Fans (wie mich), aber prompt hatte ich kaum Zeit um rein zu schauen.

Ich habe die Gewinner ausgelost. Ich war so frei und habe aus drei, vier Gewinne gemacht, mehr Karten gedruckt, also etwas aufgestockt. So gehen jetzt vier Grossbriefe hier raus. Ich danke Euch allen für so viele Kommentare und Unterstützung und liebe Worte. Das bloggen tut mir gerade gut, sowohl schreiben, als auch lesen. Ein wenig das Prinzip des “ geteiltes Leid ist halbes Leid“.

 

Habt ein wunderschönes Wochenende. Bleibt tapfer und gesund!

 

Verlinkt beim Freutag, Holunderblütchen und dem Samstagsplausch von Andrea.

Ostern, Jubiläum und mehr

Hallo Ihr Lieben.

Fast hätte ich es übersehen, abgetan, weggeklickt. Ich blogge nun seit fünf Jahren. Erst sehr im Verborgenen, von der Technik keine Ahnung, weder auf dem Blog, noch bei anderen Bloggern. (Verlinken? Kommentieren?) Eine ganz neue Welt hat sich damals für mich geöffnet.

Ein Jubiläum wird normalerweise auch gefeiert. Also verlose ich hier drei Geschenke, einmal ein 5er Päckchen mit Briefkarten aus meiner Stempelei, eine bedruckte Jutetasche mit dem Bulli Motiv und ein kleines, bedrucktes (Wachs kommt von einem Immer aus der Verwandtschaft und ist absolut so, wie es aus dem Bienenstock im Sauerland geholt wurde) Wachstuch.

Danke an Euch! Das Miteinander in der Bloggerwelt ist wunderbar!

Wachstuch Beutel

 

Teilnehmen könnt Ihr über einen Kommentar hierzu (oder falls es aus irgendeinem Grund mit dem Kommentar nicht klappen will, auch über eine email.) Verlosen werde ich dann am Wochenende nach Ostern, am Sonntagabend, 24.00 Uhr. Gebt bitte an, was Ihr gern hättet, oder ob es Euch egal ist: Tasche, Tuch oder Karten.

 

Außerdem ist natürlich fast Ostern! Osterdeko, Blumenstrauß, Backtipps,…

 

Osterdeko1
Der Bussard ließ netterweise eine Feder für mich liegen, ein sehr schönes Ostergeschenk

 

Von einer Freundin habe ich ein superleckeres, ganz schnell und einfach zu machendes Rezept bekommen: Friesenschnitte von der Hallig Hooge

250g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 125g Öl (neutrales), 150g Fanta (Orange), 4 Eier, 250g Mehl, 3 TL Backpulver

Pflaumenmus und 3 Becher Sahne, Zimt und Zucker, Sahnesteif, Vanillezucker

Teig verrühren und auf ein Backblech verteilen, bei 175 °C etwa 25 Minuten backen, dann abkühlen lassen.

In der Zeit Pflaumenmus bereit stellen (Ihr braucht etwa 2 Becher) und 3 Becher Schlagsahne aus dem Kühlschrank holen. Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen. Erst kommt das Pflaumenmus auf den gebackenen Boden, dann darüber die Sahne. Anschliessend bestreut Ihr das noch mit Zimt und Zucker und macht mit der Gabel ein paar Wellenmuster rein. Kühl stellen, geniessen!

Ich kann Euch noch kein Bild zeigen, weil der Kuchen noch nicht gebacken ist für den Ostermontag. Da es aber so ein wunderbares Rezept ist, wollte ich es schon mit Euch teilen, vielleicht benötigt Ihr noch ein einfaches Rezept mit großer Wirkung und wo die Zutaten eigentlich fast immer im Haus sind. (Also ich musste nur die Orangenlimonade kaufen, die gibt es hier nie.)

Ostern

Das kleine Biedermeiersträußchen habe ich in einem alten Bierhumpen stehen. Da steht in altdeutscher Schrift „Freundschaft“ eingraviert und der zierliche Humpen ist von meinem Urgroßvater. (Strauß und Humpen passen zeitlich also.) Meine Mutter bekam ihn von ihrer Mutter zu meiner Geburt, mit Märzbechern gefüllt, überreicht.

Biedermeierstrauß
Auf dem Frühstückstisch

Ganz frisch schmückte der Strauß den Frühstückstisch. Ihr seht am anderen Bild, dass Karfreitag die Vergissmeinnicht die Führung übernommen haben. Vergissmeinnicht kann ich nun auch schon im Garten pflücken. Die Karwoche war so warm und trocken. Dass uns ausgerechnet am Osterwochenende das regnerische, abwechslungsreiche Wochenende erwartet, ist schade, aber so ist es für die Natur jedenfalls besser. In der Landwirtschaft wird auch dringend für die Saat und Pflanzungen Regen benötigt.

Wir haben ja gefastet, Süss und Alkohol und mein Schatz auch Fleisch.(Ohne religiöse Gründe und bis Karfreitag, einfach weil so was auch Mal wichtig ist. Aber diesmal fiel es uns in der Corona Zeit wirklich zum Schluss schwer.) Jetzt freuen wir uns richtig auf ein Festessen an den Feiertagen. Wir werden es uns mit Ostereiersuche, Eierdötschen, Kuchen, Braten und Tiramisu gut gehen lassen, egal ob Aprilwetter uns im Haus bleiben lässt, oder auch im Garten. Und anstoßen werden wir auf uns und unsere fernen Lieben! Den Geburtstagssekt haben wir dann auch gestern geköpft und unser erstes Eis in der wirklich schön kräftigen Sonne geschleckt.

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Mehr Berichtenswertes aus der Woche? Die Fahrradwerkstatt hatte auf, was das Rad des Sohnes nach einem Abdrängmanöver gerettet hat. Der Bordstein hatte Gangschaltung und Hinterrad verbogen. Nicht das erste Mal, dass ein Auto meint, im Kreisverkehr wäre doch genug Platz. Sobald wir wieder können, kommt da jetzt eine Schwimmnudel auf den Gepäckträger und es gibt eine Helmkamera. Drei Mal ist das schon passiert.

Im Garten habe ich hier und da etwas gemacht. Der Zaun wurde fix zu dritt mit klarem Öl angestrichen, damit die Farbe der Douglasienbretter weiterhin erhalten bleibt. Als Dankeschön für die schnelle Hilfe gibt es für den nächsten Tag Vanillemilchreis. Wenn der Wertstoffhof endlich wieder öffnet, kann dann auch der alte Zaun entsorgt werden. (Im Wald solchen Müll entsorgen ist gerade ganz populär!) Der verstopft den hinteren Teil des Gartens. Wenn, wenn, ich ertappe mich immer häufiger, darüber nachzudenken und zu planen, was alles gemacht wird, wenn #wirbleibendaheim endlich vorbei ist. Übrigens, habt Ihr Euch auch die Faltanleitung für Masken im Netz angesehen? Ohne Nähen! Ihr benötigt ein viereckiger Tuch und zwei Haargummis. Mein Bruder befürchtet schon, dass nach den Ferien die Schulen und Kindergärten doch nicht wieder aufmachen, dann weiss er nur langsam keine Lösung mehr für seine Kurzen. Meine Schwester arbeitet immer noch in der Physio und natürlich schwebt da auch immer Angst über jeder Behandlung, auf beiden Seiten. Meine Mutter hat das gute Wetter genutzt und ist ganz viel im Wald arbeiten gewesen.

Gelesen habe ich das ausgeliehen Buch von Neil Gaiman „Der Ozean am Ende der Straße“ und wie jedes Buch von N. G. ist es empfehlenswert!  Der ‚Ozean‘ wurde ‚Book of the Year‘ und zudem noch mit dem ‚National Book Award‘ ausgezeichnet und ist wohl mit eines der persönlichsten Bücher von Gaiman! Zwei Erzählebenen zeigen uns den trauernden, älteren Protagonisten und auf der andere Ebene, die fantastische Welt, in die er als siebenjähriger durch Zufall hinein gerät – am Ende der Strasse, in einen Ententeich, der ein Ozean ist. Vielleicht kann nur so der einsame Junge verarbeiten, was er gerade erlebt hat und was noch auf ihn wartet, als er aus dem Ozean zurück kommt. Zum ersten Mal erfährt er auch wahre Freundschaft. Fantasie und Realität vermischen sich, dort, an diesem alten Bauernhof, mit den drei „magischen“ Frauen und dem Ozean. Kindheit und Erwachsenenwelt prallen aufeinander. (Denkt daran, wenn Euch der Lesestoff ausgeht, fast alle Buchhandlungen liefern Eure Bestellungen nach Hause!)

Ein wenig aufräumt und sauber gemacht wurde natürlich auch. Langeweile gibt es kaum. Aber das ist langweilig zu lesen.

Wicken
Engl. Wicken, ein paar Samen konnte ich vom letzten Jahr sammeln. Übrigens ist so ein großer Stein nicht nur dekorativ, sondern auch eine Wärmequelle. Ab und an wg Schnecken drunter schauen.

 

Habt eine wunderschönes Osterwochenende! Egal, was drum herum für Wetter ist, sucht Euer Osternest halt drinnen. Esst furchtbar viel und lacht noch mehr, trinkt auf das was Ihr liebt und schaltet beim Eierdötschen viele „Gegner“ aus.

 

Gern zeige ich den Strauß wieder bei Holunderblütchen und Freutag, teile meine Woche beim Samstagsplausch von Andrea.

 

AprilApril

 

„All meine Schmerzen kann mein Gartenspaten heilen“

Ralph Waldo Emerson (Reclam vlg) 

 

Hallo Ihr Lieben.

Glücklich, wer einen Garten in diesen Zeiten hat. Da wenigstens kurz zu verweilen, lässt einen Kraft schöpfen, runter kommen und Gedanken ordnen.

So schnell kann es gehen, also mir kommt es jedenfalls so vor. Und gleichzeitig so lange. Der März ist schon vorbei und der April macht jetzt was er will. Eine weitere Woche, auf die wir bei Andreas Samstagsplausch zurückschauen.

Langeweile? Fehlanzeige. Oder sagen wir selten. Lagerkoller? Ehrlicherweise auch ab und zu. Der Mensch ist doch ein Rudeltier, dass merkt man in diesen Zeiten. Aber wir sind ja brav, bleiben daheim. Keine Besuche bei Geburtstagen, bevorstehenden Feiertagen. Gestern kam die Meldung, dass Wandererparkplätze im Ahrtal abgesperrt werden, man will keine Touristen haben. Also rennen die Menschen hier weiter um den Pudding. Bis auf Hundegang feldeinwärts und notwendige Besorgungen innerorts, mal ein Päckchen zur Post bringen sind wir auch kaum unterwegs. Und ich hätte es ja nicht für Möglich gehalten, auf der Suche nach Klopapier. Unsere (normalen) Vorräte gingen jetzt langsam zur Neige. Diverse Läden abgesucht und dort auch gefragt. Müdes Kopfschütteln. Warum müssen jetzt die *normal Einkaufenden* ausbaden, dass sich manche Panikmenschen wie blöde bevorratet haben? Dann, im Laden neben der Post noch geschaut, auch gähnende Leere. Aber an der Kasse, der junge Mann da hat doch welches! Woher bitte? „Er habe gefragt.“ Die Kassiererin schickt mich zur Kollegin im Laden, die ich schon gar nicht mehr gefragt hatte. Eine Nachbarin schloss sich schon hoffnungsfroh an, (immer mit Abstand natürlich, geht allein weg der Pflicht-Einkaufswagen kaum anders. Gefunden, Paket bekommen. „Ja, es soll doch jeder der es nötig hat, bekommen.“    Wer hätte mal gedacht, dass so ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand in den Mittelpunkt von Beiträgen gerät. Genau wie die selbstgenähten Mundschutze. Ich habe meine Schnupftücher (Bandanas, Halstücher) eigentlich auch eher für etwas Anderes genutzt, als denn als Mundschutz. Aber da ich mich diese Woche ordentlich erkältet habe und bei dieser Mischung aus eisigkalter Nacht, Wind und warmer Sonne, war das definitiv gut. Der warme Atem stieg morgens immer direkt an meinem Kopf hoch, ganz zu schweigen davon, dass ich die  kalte Luft nicht direkt einatmen. Beim Einkaufen wird es auch genutzt. ( Und mein laute Nießer zeigt dann vielleicht auch dem ungläubigen Gegenüber, warum ich den tragen.) Was wir allerdings überhaupt nicht verstehen, warum das grosse örtliche Gartencenter noch auf hat, wo so viele Geschäfte dicht sind. Der Parkplatz dort ist noch voller, als sonst. Und keiner kann mir erzählen, dass Primelchen, Kissen, Orchideen, Grille, Garteninterieur, Insektizide und Pestizide dringend notwendig sind!

Mein Lieblingsbuch der Woche habe ich schon gestern vorgestellt. Außerdem liegt auf meinem Stapel Ray Bradbury „Der Tod ist ein einsames Geschäft“, eine Hommage an die *Noir* Krimis. Ein Buch von einem sehr vielseitigem Autoren, von dem die meisten nur „Fahrenheit 451“ kennen. („Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ steht auch schon länger auf meiner Liste, ein eher fantastisch-gruseliger Roman. Aber wusstet Ihr, dass er auch Drehbuchschreiber für Hollywood war? So schrieb er nach Melvilles Roman Moby Dick das Script zu John Hustons Meisterwerk mit Gregory Peck.) Außerdem sind da noch zwei Titel, die beim Bücherei Stapel etwas nach unten gerutscht sind. Hat ja Zeit. Neil Gaiman geht eigentlich immer, egal ob der Titel für Erwachsene oder Kinder ist. Und als Kind der ersten ??? Bücher mag ich auch heute ab und an noch da rein schauen, vor allem, wenn es ein deutsches Comic ist.

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Natürlich habe ich noch mal geschnitzt. Zweiteilig ist das freche Rotkehlchen dann doch nicht geworden. Anhand der Fotos seht Ihr vielleicht warum. Buntstifte gehen besser. Maike hat mir dann auch erklärt, dass mir simpel Ansatzpunkte fehlen, die von der anderen Seite überall Fixpunkt zum Druck geben. Aber irgendwie gefällt es auch nicht recht, zu krass der Kontrast der Farben. (Bei Maike sieht das viel besser aus und ich hoffe, sie zeigt das mal wieder auf dem Blog. Oder sogar mehr A?)

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mit rotem und braunem Buntstift

 

 

Wusstet Ihr, dass Rotkehlchen zwar schön aussehen, wunderbar vom höchsten Ast des Baumes singen, aber streitbare Einzelgänger sind?

Obwohl Rotkehlchen ursprünglich Waldbewohner sind, kommen sie viel in Gärten und Parks vor. Eifrig sammeln sie dort Insekten und Gewürm, gebrütet wird in Bodennähe. Im Sommer und Winter wird gern Mal Obst genossen. Rotkehlchen begleiten uns oft bei der Gartenarbeit. Wir sind „grosse Tiere“,  die Insekten aufwühlen. Das Lätzchen tragen beide.

 

Wenn ich die Stichsäge in Gang bekomme,  baue ich vielleicht einen einfachen Fledermauskasten, (Anleitung  beim NABU). Wir wollen das Wochenende auch angrillen. Das Wetter soll wunderbar werden.  Vorher vielleicht noch etwas mit dem Gartenspaten…

Macht es Euch fein, trotzdem.

Verlinkt auch bei dem Monatsmotto der Zitronenfalterin

 

 

 

 

Natur nötig

Hallo Ihr Lieben.

Uns allen hilft sie gerade sehr: die Natur.

Wenn wir nicht ab und zu hinaus in den Garten oder auf die Felder oder Wälder kommen könnten, wirklich ganz und gar eingesperrt wären, gar nicht vorstellbar.

Da kommt dieses wunderschöne Buch (nicht nur inhaltlich) genau zur richtigen Zeit. Ein Geschenk von Freunden: „Im Wald“

Ein Engländer, der beschließt, das 1,5 ha grosse Waldland seiner Familie, wie seine Vorfahren zu bestellen. Kein Schönmalen, kein falscher Idealismus. Der Wald ist nicht zum Ansehen da, sondern zum Wirtschaften. Aber mit Respekt und Erfurcht und natürlicher Freude über das Schöne . Genau so schreibt John Lewis-Stempel auch. Mit dem Staunen und der Poesie eines Kindes und dem Realismus der Notwendigkeit.

Auf dem, für heutige Verhältnisse in der Landwirtschaft, kleinem Stück Land, hält er Tiere, baut Pflanzen an und nutzt das Holz. Genau, wie es seine und auch vielleicht unsere Vorfahren gemacht haben, mit ganz ähnlichen Methoden. (Ich habe hier ja schon das ein oder andere Mal vom „Hauberg“ geschrieben.) Dabei vergisst er nie, was dort auch seinen natürlichen Lebensraum hat.

Im Wald
John Lewis-Stempel „Im Wald“ DuMont Verlag

 

In meinem Garten war die Nachbarskatze leider gar nicht vorsichtig, beim Überspringen der Grenzen. Zu den abgeknickten Tulpen habe ich noch ein paar wenige Blumen dazu gesetzt, von der Clematis, Traubenhyazinten und diesem schönen Busch.

DSCN6543 Mein weißes Mandelsträuchlein blüht wieder, dass es eine wahre Pracht ist.

 

kleine Vase

sträusse

Mit dem Nähen der allseits präsenten Masken bin ich noch nicht viel weiter gekommen. Ich habe keine Möglichkeit, meine Nähmaschine und auch viele Bastelsachen und Nähmaterialien „liegen zu lassen“. Also ging viel Zeit für das Zusammensuchen und Zuschneiden und Bügeln drauf. Dann wurde der Tisch wieder anderweitig gebraucht, ohne dass ich eine Maske (nach dem Essener Schnitt) fertig hatte.

Also laufen wir zZt eher wie Banditen herum:

Schnupftuchmaske
Schnupftücher als Maske

 

Hier komme ich gerade vom frühmorgentlichen Hundegang heim. Drei Eichhörnchen beim sich Jagen beobachtet, ebenso rumtollende Karnickel, bis die nächsten Hundegänger kamen. Husch, war das Hunde- und Frauchenkino beendet. Außer ein oder zwei Einkaufsgänge in der Woche ist das die einzige Zeit und Möglichkeit, draußen zu sein. (Und diesen Hundespaziergang ziehe ich auch eher vor, selbst wenn man bei den notwendigen Besorgungen sogar mal eine Freundin trifft und sich von Straßenseite zu Straßenseite anbrüllt.) Spazieren gehen ist hier im Moment nicht wirklich schön, da natürlich viele diese Idee haben. Aber da ich mich just erkältet habe, bin ich nun noch mal mehr vorsichtig und geh nicht so in den kalten Ostwind.

Und wer sich fragt, warum ich mich noch freue? Das Klopapier ging wirklich zur Neige und im fünften Laden habe ich, (auf Nachfrage,) welches bekommen.

Euch ein wunderschönes Wochenende. Der Palmsonntag soll hier richtig warm werden.

Verlinkt bei Freutag und Holunderblütchen und dem Monatsmotto der Zitronenfalterin und dem Lesezimmer von Kaminrot