Langsam, aber gewaltig

Hallo Ihr Lieben.

Wichtel Tür, entdeckt beim Spaziergang letzte Woche

Mögt Ihr Euch auch gerade lieber verkriechen? So eine grosse, gewaltige Eiche als kleine Heimstatt? Na, hübsch anzusehen allemal und beflügelt meine Fantasie. Vor diesen gewaltigen, alten Eichen könnte ich immer wieder voller Ehrfurcht stehen bleiben. Kein Wunder, daß sie als „der deutsche Baum“ gilt. (Ihr erinnert Euch noch an den/die Pfennig/e? Da waren Eichenblätter drauf. Die Bezeichnung „Pfennig“ als Währungseinheit gab es übrigens schon seit Karl dem Großen.) Kaum ein Baum, der trutziger, gewaltiger und knorriger da steht, als eine alte Eiche, die 1000 Jahre alt werden können. Ohne die Eiche hätte es vielleicht keine großen Segelschiffe gegeben, was hätte man zum Gerben genutzt, die Eicheln galten als gute Schweinemast und man kochte sogar in Notzeiten Kaffee daraus. Das Holz hart und wertvoll. Der Baum verehrt von unseren Vorfahren, nicht nur als Baum des Donnergottes und als Friedens- und Richtbaum bekannt, mit Märchen und Mythen verbunden. Und dann doch so empfindlich auf den sauren Regen reagierend. Gut, dass sich viele wieder erholt haben, denn die Eiche wächst langsam.

Und was alles so darin und davon lebt. Eichelhäher, Eichenprozzessionsspinner und Eichhörnchen haben es ja sogar im Namen.

Mit Pilzbegleitung
Im Park in Begleitung von Ahorn und Kirsche
Bunter Nachwuchs der kanadischen Eiche
Uralte Eichen auf Rügen
Kanadisches Eichenblatt als Stempel

Ewigkeit, Zukunft, Kraft, Ausdauer und Stärke, all das sahen und sehen Menschen in der Eiche, nicht zu vergessen: Wahrheit und Ehrlichkeit

Das können wir uns doch als Vorbild nehmen, vor allem im Moment

Verlinkt bei Astrid „mein Freund der Baum“

Gallwespen haben ihre Eier unter die Blätter der Eichen gelegt, früher waren diese wichtig, um Tinte herzustellen

23 Gedanken zu “Langsam, aber gewaltig

  1. ein so schönes baumportrait! eichen haben mich schon als kind fasziniert. in der nähe von kassel, im reinhardswald gibt es große eichenbestände. dort ist mein vater oft mit uns kindern gewandert und hat uns auch den sog. urwald mit sehr alten exemplaren, die dort ungestört wachsen und vergehen können, gezeigt. heute liegt dort meine schwester im friedwald begraben und es tut gut, sie dort zu wissen, denn sie hat bäume auch sehr geliebt. so haben eichen mich mein ganzes leben begleitet und wir sind oft auch wegen dieser baumriesen zum radfahren ins wendland an die elbe gefahren, weil es dort auch so wunderbare alte eichen gibt. leider wurden diese in den letzten jahren sehr vom eichenprozessionsspinner heimgesucht. hoffen wir, dass sie sich gut wieder erholen.
    danke für deine ausdrucksstarken bilder – sie haben mich an meine kindheit erinnert.
    liebe grüße
    mano

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    1. Schön, dass Du auch so einen schönen Bezug zu dem Baum hast. Selbst als Ruhestätte (mein Vater liegt unter einer Buche). Ich habe bei einer Freundin auf dem Nachbar Hof immer ewig in einer Eiche geschaukelt. Dort waren auch immer viele Gallwespen.
      Danke Dir und ganz liebe Grüße an Dich
      Nina

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  2. Was für ein schöner der Eiche und überhaupt tollen Bäumen gewidmeter so anschaulich und liebevoll geschriebener Post mit tollen Fotos… Weißt du noch genauer, wo du die Baumriesen auf Rügen gesehen hast? Und ich fühle mich jetzt freudig animiert meinen 2021er Bäumen noch einen Post für Astrids Reihe zu widmen… Lieben Gruß Ghislana

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    1. Wir versuchen es, aber sind der Meinung, dass es nur eine Frage der Zeit ist, da Omikron so ansteckend ist. Keiner, der es gerade im Umfeld hat, ist ungeimpft oder unvorsichtig und es ist kaum nachvollziehbar woher…
      Dir weiterhin gute Besserung, ich hoffe, Du kannst Dich noch erholen! Und Danke Dir.
      Einen schönen Sonntag Euch noch und liebe Grüße an Dich zurück
      Nina

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  3. So ein interessantes Baumporträt, liebe Nina…und an das Eichensymbol auf dem Pfennig erinnere ich mich gut. Die Wichteltür ist ja das I-Tüpfelchen zusammen mit der lochartigen „Höhle“ im Baumstamm. Ehrlich, diese Gallwespen-Eiergebilde sind mir noch gar nicht aufgefallen – war ich nicht nah genug dran oder woran liegt es…grübel. Werden viele Eichen davon befallen? oder grad die, die ich bislang gesehen habe nicht?
    Hab ein feines Wochenende – lieben Gruß von Marita

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    1. Hm, schau mal verstärkt bei Stieleichen zum Sommer hin, da hast Du bestimmt mal Glück.
      Ich finde ja, dass gerade die Eiche eben immer wieder so Besonderheiten hat, da findet man schneller so was.
      Liebe Grüße auch zurück an Dich und ein gemütliches Wochenende
      Nina

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  4. Liebe Nina,
    tolle Eichenfotos! Die mit dem Loch mag ich auch gerne.
    Vor 4 Jahren ist unsere Eiche umgefallen und liegt seitdem als Klettergerüst und Hängemattenhalter in unserem Vorgarten – so haben wir auch ein ganz spezielles Verhältnis zu Eichen…
    Liebe Grüße
    Nanni

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  5. Liebe Nina,

    Deine Bilder sind sehr schön. Wenn man die Bäume so über ein Jahr hinweg mal so beobachtet kann man allerlei entdecken. Gerade bei der Eiche gibt es die unterschiedlichsten Gallen. Das ist auch ein sehr interessantes Thema.

    Deine Wichteltür gefällt mir. 🙂

    Liebe Grüße
    Jutta

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  6. Hach, wie schön, du hast es geschafft, deine tolle Fotofunde in einen Post zu „gießen“! Die sind wirklich besonders! Ja, es sind beeindruckende Bäume, die Eichen! Ich habe mich inzwischen mit ihnen „versöhnt“, die Deutschtümelei im Zusammenhang mit ihnen hat mich immer etwas abgestoßen…
    Die Gallen haben mich als Kind total fasziniert, und ich habe davon viele Präparate fürs Mikroskop angefertigt und untersucht.
    Danke also fürs Verlinken und ein schönes Wochenende!
    Astrid

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    1. Ja, dieses Germanengetue* hat mich auch immer gestört, obwohl ich die Geschichte selbst um die Bäume dann wieder fasziniert hat
      Als ich das „Türchen“ letztes Wochenende entdeckte, erinnerte ich mich, dass ich versprochen hatte, mal wieder mehr Baumfreunde zu bringen.
      Deine Faszination bezüglich der Gallwespe kann ich so nachvollziehen. Ich konnte es gar nicht fassen als Kind, dass das nicht Teil des Blattes ist, dass da ein kleines Würmchen zu einer Holzwespe heran wächst.
      Dir einen schönen Wochenausklang, wir sehen uns bestimmt morgen noch mal beim Samstagsplausch
      liebe Grüsse
      Nina

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