Mehr Advent

Hallo zusammen!

Wünsche einen schönen 2. Advent gehabt zu haben. Wir hatten ja ein schönes Wochenende mit viel Sonne und kalten Temperaturen. Wenn ich morgens im Dämmerlicht mit dem Hund gehe, versuche ich das mehr schlecht als recht mit dem Handy per Foto einzufangen.

Eisblumen und Weichzeichner bestimmten den Morgen. Sobald die ersten Sonnenstrahlen zögerlich über den Horizont lukten, huschten trotz klirrender Kälte erste Vögel durch das Geäst. Laut schimpfend turnte ein Eichhörnchen durch die Hecke, unten im Laub raschelte es, ein kleines Raubtier?

Es war, als müssten sich die Tiere gegen die Unbillen der Natur stemmen, obwohl es sicher eher der Hunger war, nach einer kraftzehrenden, kalten Nacht, der zu so viel Aktivität fühte. Ein Schwarm Girlitze flog in der Hecke immer wieder vor mir auf, laut zwitschern. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie gut einem so ein Morgen tut, wie viel Kraft er einem gibt. Auch wenn man gerade, trotz Handschuhe, eisige Finger hat und einem der Atem gefriert, so möchte man nirgendwo anders sein!

Daheim hab ich ein wenig gebastelt. Sowohl mit Papier, als auch mit Fensterfolie, habe ich Vorlagen aus einem geliehenen Buch umgesetzt. Inspiriert ist alles bei diesem Titel von scandinavischer Volkskunst.

Außerdem waren wir auf dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Wie gut der heisse Met doch bei der Kälte schmeckt und man seine Hände gegen den Tonbecher pressen kann. Und es gab wieder die würzige Reispfanne, serviert in Kohlblättern. Die Herren sind lieber zum knusprige Spanferkel Essen gegangen. Ein köstlicher, würziger Mocca und süsser Datteltee im Kaffeezelt rundete das Ganze ab. Außerdem kommt man dort immer in ein kleines Gespräch, genau wie es sein sollte. (Dort hat mir mein lieber Schatz auch das Dromedar Plätzchen gekauft, ich finde es nur zum Aufessen fast zu schade.) Schon letztes Jahr habe ich vom Siegburger Weihnachtsmarkt berichtet. Dieses Mal könnten wir der Geschichte vom rheinischen Esel lauschen, der den weiten Weg zum Jesuskind auf sich genommen hatte. Nur mit einer Bauchkiste und ein paar Stofftieren, zauberte der Märchenerzähler auf unvergleichlich rheinische (Mund)Art den Umstehenden ein Lächeln, oder sogar lautes Lachen in s Gesicht. So möchte ich diesen Blogpost auch beschließen, zaubert Euch auch ein Lächeln auf s Gesicht, habt schöne Tage und lasst keinen Stress aufkommen!

(Ps. Ich werde jetzt mal schauen, welches der vielen Plätzchenkandidaten ich als erstes backe. Werde sicher berichten…)

Advent, Advent…

Hallo und einen gesegneten ersten Advent. Nun ist es soweit, die Vorbereitung auf die Ankunft des Friedensfürst hat begonnen.

Das  Wetter der letzten Tage hat es sehr gut mit uns gemeint. Fast klare Nächte, aber nicht zu kalt. Wenn ich morgens mit dem Hund raus gehe, ist es frisch und die Vögel fangen an zu zwitschern, verhalten erst das perlende „tacktack“ der Rotkehlchen, bald zwitschern Meisen, die Elstern haben sich zu Schwärmen gefunden und fliegen schimpfen über uns und Amseln huschen in s Geäst.

Kraniche sind gezogen. Sonnige Tage! Novembertage zum Genießen!

Für einen Geburtstag habe ich als zum ersten Mal Jersey genäht.

Eigentlich nichts Besonderes, aber das erste Mal ist ja immer etwas Neues und bedarf längerer Vorbereitung. Außerdem hatte ich erste Weihnachtsbücher aus der Bücherei geliehen. Und natürlich findet man immer mehr Ideen als man umsetzen kann.

Bestimmt werde ich noch welche zeigen, die Sterne aus Zündhölzer z. B., oder das Spritzgebäck mit Kokosflocken.

Nachbarn haben ihren Kirschbaum beschnitten, so habe ich schon verfrüht Barbarazweige bekommen. Von dieser lieben Nachbarin habe ich auch wieder einen selbst gebundenen Kranz bekommen. Daraus habe ich dieses Jahr den Adventskranz gemacht. Wir freuen uns auf erste Weihnachtsmarkt Besuche, natürlich den mittelalterlichen in Siegburg. Am 3. Adventswochenende ist ein besonderer in Troisdorf…

Ich werde bestimmt etwas zeigen. Habt einen besonderen Tag und eine schöne Woche!

Kartoffelferien

Hallo zusammen.

Kartoffelferien, so hießen die Herbstferien früher, da man selbige lesen musste. Erntezeit. Ich darf ganz viele Äpfel verwerten. Dank meiner Mutter haben wir wieder reichlich vom deutschen Lieblingsobst. Den Boskop und auch die rote Sternrenette kann ich noch einlagern, dabei suche ich mir die guten und großen Exemplare aus. Von den übrigen Mengen werden Apfelchips gedörrt, Apfelmus eingekocht, Gelee gemacht, Kuchen gebacken, Bratapfel und Bratapfellikör aufgesetzt, …

Apfelrieslingtorte stelle ich diesmal hier vor, ist ein Familien Rezept:

Man nehme saure Äpfel wie z.B. ca 750g Boskop, ca 0,7 l trockenen Weißwein, 2 P Vanillepudding Pulver, 100g Butter, 200g Mehl, 120g Zucker, 1 P Salz, 1 Ei und 1 Tl Backpulver (jeh nach Grösse der Backform Menge von Zucker, Mehl und Butter erhöhen, Mürbeteig mässig, dann auch einen Apfel mehr)

Mürbeteig: Die Hälfte des Zuckers und kühle Butter verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat und dann das Mehl mit dem Ei und dem Salz, sowie Backpulver verrühren.  In eine runde, eingefettete  Form einlegen, am Rand hochziehen, mit der Gabel einstechen, und kalt stellen.

Die Äpfel werden geschält, geviertelt und gerieben und mit Wein, dem restlichem Zucker und Puddingpulver aufgekocht, ca 3-5 min. Als erstes kommt das Puddingpulver zum Wein wie wenn Ihr Pudding kochen wolltet. Wenn Ihr das Gefühl habt, die Stärke der Pudding Mischung reicht nicht, gebt noch einen Löffel Stärke dazu. Diese Masse wird in die ausgekleidete Form gefüllt und im 175°C vorgeheizten Ofen ca 60 min gebacken. Gut abkühlen lassen! Natürlich ist es kein Kinderkuchen da er ja mit Wein gemacht wird.

(wenn die Äpfel sehr viel Saft haben, evtl Wein reduzieren oder Äpfel ausdrücken)

Dann ist es recht einfach einen weihnachtlichen Likör herzustellen. Dafür nimmt man einen entkernten Apfel, Fülle ihn mit Zimt, Vanille, Honig und Mandelstücken und stelle ihn in einer kleineren, hitzebeständien  Form den Ofen bis man den Bratapfel hat und nun legt man den Apfel vorsichtig  in ein Glas um und füllt Korn auf. Statt Honig kann man auch Kandiszucker nehmen, mir schmeckt die Honignote aber besser. Marzipan ist mir persönlich zu viel des Guten und überdeckt alles Andere, aber Geschmäcker sind ja verschieden. Versucht mal etwas Sternanis dazu. Nehmt auch hier am Besten so Apfelsorten wie Boskop oder Berlepsch. Das Fruchtfleisch ist säuerlich, fest, aromatisch und gut zum Erhitzen geeignet. Das Glas sollte nun ca 6 Wochen stehen, danach durch ein Sieb abseien und in hübsche Fläschchen füllen, sind auch schöne Geschenke.

Übrigens zeige ich noch ein paar Panorama Park Impressionen,wie angekündigt, von unserem Ferien Ausflug.

Der Luchs ist so elegant, stark und schön, wie er da sitzt und (theoretisch) auf Beute lauert. Mit seinen starken hinteren Beinen springt er hoch, um sich auf das was sich dann ggf unter ihm bewegt, zu springen. Er lauert also mehr als das er jagd. Von den Wölfen habe ich nicht so schöne Bilder, da sie hinter hohen Gittern sind, ihr Geheul war so beeindruckend, gar nicht schaurig. Natürlich wurde bei der Fütterung auch über die Wölfe in Deutschland gesprochen. Kein leichtes Thema.

Die Otter Fütterung war die schönste Fütterung die wir uns angesehen haben. Schon vorher liefen die beiden Otterdamen immer wieder am Gitter lang und schauten uns genau an. Ihre hellen Rufe passen eigentlich nicht so recht zu Raubtieren und die schlanken Körper sehen im Wasser und an Land elegant aus. Wegen ihrem Pelz, der so dicht ist, das kein Wasser durchdringen kann, wurden die Otter fast ausgerottet. Durch Auswilderung gibt es sie aber wieder in Deutschland. Die Waschbären kennt ihr vielleicht schon aus dem eigenen Garten? Die Kulturfolger plündern manchmal nämlich Müll. Sie haben so ein possierliche Gesicht, so dass sie ja viele Klamotten zZt. zieren, ähnlich dem Fuchs oder Dachs.

Ausser der Sommerrodelbahn, Grillplätzen, vielfältigen Spielmöglichkeiten, Restaurants und noch mehr Wildtieren, gibt es die tollsten Spielplätze hier, für jedes Alter!  Und natürlich einen Hammer Blick auf meine Geburtsheimat. 20161011_144429Der Panoramapark ist bei Kirchhundem im Sauerland, wenn Ihr mal einen Ausflug dahin machen möchtest. Nach den Herbstferien in NRW ist aber erst mal Winterpause.

Wünsche Euch gemütliche Tage.

Rügen (Rugia) No 1

Ihr Lieben,

endlich Urlaubszeit, grosse Ferien, Sommer genießen… gleich den ersten Tag nach Schulschluss haben wir uns sehr,sehr früh auf den Weg gemacht. Ein gutes Stück Fahrt galt es hinter sich zu bringen. Und dann die Belohnung: Rügen.

immer als erste Anlaufstelle der Markt in Gingst auf dem Museumshof

Die Insel wurde durch tektonische Bewegungen aus der Erde gedrückt und Erosion wuschen von der Kreidemasse viel wieder weg. Auch heute stürzt noch vom Kreidefels immer wieder was ab. Bekannt ist sie dadurch auch geworden, ein Kind wurde darunter begraben. Viele kennen aber auch das Bild von Casper David Friedrich von den weissen Klippen oder haben von dem Nationalpark Jasmund gehört, der mit seinem grossen Buchenbestand UNESCO Weltkulturerbe ist. Dazu komme ich nochmal. Nicht zu vergessen ist, das die Insel Zwischenstation und Heimat von Kranichen und Gänsen ist. Im Herbst gibt es Führungen zu den eleganten Kranichen und ab und zu auch plötzlich wild parkende Autos am Straßenrand, weil ein Zug der Vögel auf einer Wiese stehen. Gesehen habe ich diesmal nur ein Paar auf den Feldern.

Eine so abwechslungsreiche und vielfältige Insel. Auch ist uns aufgefallen, dass die Rügener und Rüganer sehr freundliche Menschen sind. (Besiedelt ist die Insel seid der Steinzeit nachweislich). Und die Zeit tickt hier ein wenig anders, ein wenig gelassener, an unsere Kindheit erinnernd. Wir sind immer im westlichen Teil, in einem wunderschönen, reetgedecktem Haus mit Blick auf den Bodden. (Ein Bodden ist eine Art See mit Salzwasserzugang oder ein Stück Meer mit Süsswasserzugang, wie man s nimmt, eine Lagune). Um uns sehr viel Natur und Ruhe, viel Ruhe! Ansonsten stehen hier sehr viele goldgelbe Weizenfelder, neben dem Tourismus eine Haupteinnahmequelle. Und auch wenn ich schrieb, dass es hier gemächlich zu geht, so wird überall fleissig geschafft.

Immer wenn wir Samstags in Gingst ankommen, ist im historischen Kern, dem Museum, ein kleiner Markt. Umgeben von alten Häusern kauft man regionale Produkte ein, wir erstehen gleich leckeres Bio Vollkornbrot. Ein wenig Handwerk und alte Bücher sowie leckere Gerichte gibt es noch zu bestaunen und kaufen. Die Jungs holen sich gleich Sanddornbonbons. Ich reisse mich sehr zusammen, vom letzten Mal verarbeite ich noch grünes, naturgefärbtes und handgesponnenes Wollgarn. Aber schöne Sachen sind hier immer zu finden!Überhaupt gibt es hier auch im Supermarkt verschiedene regionale Produkte zu kaufen, nicht nur Sanddorn. Wir versuchen diese dann auch immer zu nehmen, ich wurde von meiner Familie schon für bekloppt erklärt, das ich davon auch noch Fotos mache.

Es gibt sogar auf Rügen ein edel auf gemachtes Inselbier, hier wohl eher für die „Touris“. Ich trinke aber sehr gern die verschiedenen Störtebeker Biere – soll keine Werbung hier sein. Übrigens gibt es auf der Insel auch Störtbeker Festspiele auf einer Freilichtbühne, denn der Pirat soll von der Insel gewesen sein.

Unsere Marmelade bekommen wir aus der Nachbarschaft, Kasse des Vertrauens. Lecker und preiswert!

Die vielfältige Natur wird hier auch noch weiter das Hauptthema sein… bald mehr…

Ein schönes Wochenende und hoffentlich wohnt ihr in eine Zone mit weniger Regen als wir zZt. Macht s euch gemütlich!

Wippsteerts Erntezeit

Der Sommer zeigt ja sehr viele Gesichter dieses Jahr. Viele davon sind sehr nass. Die Mehlschwalbe kann einem ja nur leid tun, bei Regen immer Insekten im Fluge zu fangen…und die Jungvögel erfrieren manchmal im Regen.

Ein Fotoshooting bei uns im Park im hohen Gras für einen grossen Hersteller von Motorsägen und Motorsensen. Viel zu schöne und zarte Menschen halten imposante Maschinen. Die meisten davon sind Scheinwerfer und Spiegel. Dabei gab es ein schönes, morgendliches Sonnenlicht…aber es wurden ja auch Fotos bis in den Nachmittag geschossen. Die ersten Getreidefelder werden abgeerntet. Im Garten beginnt die Beerenernte. Johannisbeeren habe ich letzte Woche zu Gelee verarbeitet. 20160629_104306Ich schneide den Strauch dann auch immer gleich zurück und ernte dann den Rest im Sitzen. Die Johannisbeeren bringen die reichste Ernte an zwei- bis dreijährigen Hauptästen, daher sollte man darauf achten, nicht zu viele der älteren Äste wegzuschneiden. Aber schneiden muss man, da sich regelmässig neue Triebe bilden und Platz brauchen und die Johannisbeere auch nicht veraltern sollte. 20160703_114417Die ersten Stachelbeeren sind auch schon reif und werden zum Naschen gepflückt. Marmelade wird auch bald daraus gekocht. Jungen Knoblauch habe ich auch ausgebuddelt.

Ausserdem blühen jetzt die Linden. Ein süsser Duft liegt in der Luft, wenn man unter der Allee lang geht. Ein paar Äste hängen so tief, dass ich Blüten Pflücken kann. Daheim werden die Blüten dann vorsichtig abgeknipst. Sie werden in der Volksmedizin als Tee eingesetzt. Er fördert das Schwitzen, ist durchblutungsfördernd und wird daher bei Erkältungen gern angewandt.

Ausserdem habe ich noch Johanniskraut und Kamille gepflückt. Echtes Johanniskraut erkennt ihr daran, dass in den rundlichen Blättern kleine helle Punkte sind, wenn ihr das Blatt in s Licht haltet. Das sind die ätherischen Öle. Da das Kraut um den Namenstag von Johannes dem Täufer (24. Juni, Johanni) blüht, gab man ihm diesen Namen. Der Farbstoff in den Blüten bewirkt übrigens, dass man bei längeren Einnahme des Krautes als Tee, sonnenempfindlichere Haut hat, (das kann auch den Tieren auf der Weide passieren). Schon in der Antike wurde das Kraut in der Medizin eingesetzt und heute wird es sogar schon landwirtschaftlich angebaut. Es hilft bei depressiven Verstimmungen, wobei dies in klinischen Studien mal bewiesen, mal nicht erwiesen wurde.

Hypericum_perforatum_i01Kamille werden die meisten kennen. Es wächst oft am Wegesrand, gern da wo Schutt abgeladen wurde, auf Ödland. Sie ist eine der ältesten Heilpflanzen und fast jeder trinkt bei Magenschmerzen den Kamillentee. Die meisten Öle sitzen in der Blüte und wirken krampflösend und entzündungshemmend. Auch zum Inhalieren bei Erkältungen sind sie sehr gut. Dabei schlägt man gleich 2 Fliegen mit einer Klappe, denn die Haut freut sich auch, gerade bei Unreinheiten unterstützt dieses Kraut den Heilungsprozess.Matricaria_recutita_-_Köhler–s_Medizinal-Pflanzen-091.jpgQuelle der alten Bilder: wikipedia

Früher hat man seine dunkelblonden Haare damit aufgehellt. Für die Kopfhaut sicher auch eine Wohltat. Also, wenn Ihr unterwegs seid in der Natur, versucht immer ein Taschenmesser dabei zu haben, damit ihr mit wohlduftenden Sträußen heim kommt. Wenn ihr Kräuter trocknen wollt, immer in abgedunkelten, luftigen Ecken, niemals in der prallen Sonne. Sonst verdampfen Euch die Öle beim Trocknen. Das Bild von der Kräuterhexe, die überall kleine Sträusse hängen hat, ist genau richtig. Ansonsten gibt es sie natürlich auch zu kaufen.

Auch Distelfalter, Ochsenauge und Wildbiene (ja, keine Hummel, müsste eine Sand- oder Felsenbiene sein). ernten jetzt reichlich Nektar. Wir dagegen gehen hier im Blog mal etwas auf Ruhemodus und geniessen die Ferien. Also nicht wundern, es kommt weniger bei rum, obwohl ich wohl mehr Zeit haben werde…, aber die verwertet ich für so vieles.

 

Habt eine schöne Zeit!