wenn es blitzt und donnert…

Ein grünes Blatt

Ein Blatt aus sommerlichen Tagen,
ich nahm es so im Wandern mit,
auf daß es einst mir möge sagen,
wie laut die Nachtigall geschlagen,
wie grün der Wald, den ich durchschritt.

Theodor Storm

(1817 – 1888) (Hans Theodor Woldsen Storm), deutscher Jurist, Dichter und Novellist

 

Hallo Ihr Lieben,

es blitzt und donnert, es schüttet wie aus Eimern. Ein Auf und Ab von Temperaturen. Hoffentlich wohnt Ihr nicht in einer Gegend, wo es zu viel geregnet hat, (oder regnet).

Manchmal erscheint einem dann der heiße Sommertag schon sehr weit weg und statt Eis gibt es wohl eher Auflauf oder Eintopf und 30ml Regen pro Guss.

Also habe ich mir das Geschenk meiner Mutter geschnappt, ein Buch, das schon mein Vater von jemandem aus der Familie hatte. Vorne hat er seinen Vornamen drüber geschrieben. Leider ist das Buch sehr angegriffen, ich denke, es hat auch irgendwie den Krieg, samt ausgebombt werden, überstanden. 20170724_160549.jpg20170724_16043120170724_160749

Könnt Ihr gotische Schrift lesen? Beim Vorwort steht als Erstes: „Unsere heutige Zeit mit ihrem nervenaufreibenden, hastenden, niemals stille stehenden Erwerbsleben, unsere Zeit, die selbst den Beamten und Geistesarbeitern, ja auch dem weiblichen Geschlecht niemals mehr die beschauliche Ruhe vergangener Kulturepochen zuteil werden lässt, diese Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts hat erkannt, daß man dem Kulturmenschen, um ihn gesund zu erhalten, neben seiner Berufsarbeit auch irgendwelche manuelle Geschicklichkeit und Fertigkeiten darbieten muß.“… (immer vorausgesetzt, ich hab es alles richtig gelesen)

Na? erinnert Euch das nicht an Aussagen anderer Zeiten?

Ja, ja, die gute alte Zeit. Und auch hier liegen *vergessene*, gepresste Blüten drin. Es hat so was melancholisches.

Nun werde ich versuchen, ohne das Buch weiter zu beschädigen, etwas darin zu lesen. Ich werde mehr berichten.

Habt einen guten Start in die Woche!

 

 

 

Sonne satt

20170525_163636Ihr Lieben!

Es ist so schön und warm, ich hoffe, Ihr könnt dies alle zeitlich geniessen. Es ist Zeit für Rasen zwischen den Zehen, Sonnencreme, Insektengesurre, bunte Farben, Grillduft und Gespräche bis man Sterne zählen kann. Die Freibadsaison hat auch begonnen. Mit dem frisch gemachten Holunderblüten Sirup und Wasser mache ich immer wieder einen Krug voll. Zum Frühstück gab es den Holunderblüten Gelee, leeeeeeecker! Davon muss ich noch mehr machen.

Sommer ist die Zeit in der es zu heiß ist um das zu tun wozu es im Winter zu kalt war. Mark Twain

Ich höre gerade mit großer Begeisterung die Mississippi Bande. Als Kind habe ich Tom und Huckleberry sehr gern gelesen. im978-3-8371-3825-2s

Dieser Jugendbuchroman passt da genau hin. Leider komm ich viel zu selten gerade dazu, richtig spannend, wie die „Bande“ gerade mit einer irrtümlich an sie gelieferten und wertvollen Taschenuhr auf Reisen geht. Beim Angeln haben die Kinder nämlich keinen Fisch, sondern ein paar Dollar gefangen. Was soll man mit dem Schatz nur alles machen? Einen Polizeirevolver bestellen Sie in einem Katalog und dann kommt eine kaputte Uhr,… und ein zwielichtigen Typ der sie wieder beschaffen soll. Da merken die Kinder, dass sie etwas Besonderes haben und wollen selber davon profitieren, in der grossen, weiten Stadt. Ein selbstgemachter Einbaum ist ihr erstes Transportmittel. Ich muss unbedingt weiter hören, aber Pax ist auch gerade so spannend. Wie soll der Junge mit gebrochenem Bein zu seinem Fuchs laufen, ihn suchen? Zu wenig Zeit! Freizeitstress im Sonnenbad!

Geniesst das Wochenende!

Im Wald

Hallo zusammen! Hoffe, Ihr habt und hattet Zeit die Sonne und Wärme zu genießen.

Am Wochenenden war ich im Sauerland und mit meiner Mutter im Wald. Nachdem vor über 10 Jahren der Orkan Kyrill hier so viele Bäume – von Fichte bis zu alten Buchen und Eichen – reihenweise gefällt hatte, gab es plötzlich viele Flächen, die irgendwie wieder aufgeforstet werden mussten. 20170520_16224120170520_162238Das Gesicht des Waldes hat sich zu der Zeit so verändert, so wie die Gesichter vieler Waldbäuerinnen und Waldbauern. (Denkt daran, wie lange manch ein Baum braucht um gross zu werden, das kann Generationen dauern.)

Nun forstest meine Mutter seid 10 Jahren das kleine Stück Wald möglichst naturnah auf. Nach dem Sturm gab es kaum genug Jungpflanzen für all die Flächen. Mittlerweile stehen dort Lärchen Fichten, Buchen, Eichen, Ahorn, Kirschen, Speierling, Douglasie und viele mehr.

Aber, nichts ist gefährdeter als junge Bäume im Wald, sie schmecken Rehen einfach so gut und eignen sich so gut zum vergfegen. (So nennt man das Markieren des Rehbocks.) Hasen gehen im Winter auch gern an die kleinen Bäumchen. Also, wenn man nun per Hand den Baum eingepflanzt hat, wird er mit allen möglichen Hilfsmitteln geschützt. Das sind z.B. extra Klammern, die um die Spitzte geklemmt werden um diese zu schützen, Wolle wird reingesetzt, mit Farbe angestrichen, Kreppklebeband um den dünnen Stamm, Stöcke dabei… Immer hofft man, dass es das Wild abschreckt und hoffentlich auch kein Gewöhnungseffekt eintritt. Was man hier auf den Fotos sieht, sind aber netzähnliche, runde Schläuche, die rundum schützen sollen, denn im Frühjahr suchte der Rehbock gern nach geeigneten „Opfern“, um eine Markierung für sein Revier zu hinterlassen. Hier hatte ein Bock sogar den Schutz hochgehoben mit dem Gehörn! 20170520_173723

Der Rehbock schabt beim Verfegen leider die Rinde ab und der Baum stirbt dann oft. So was kann wirklich frustrierend sein und so muss man auch immer wieder durch die Neupflanzungen gehen, ausbessern und aufrichten und schützen. Hinterher kann man dann Zecken absuchen und Wunden u.ä. versorgen, ganz zu schweigen von Muskelkater.20170520_171148Aber es ist eine schöne Arbeit – zumindest, wenn das Wetter gut ist und man in einem Gebiet arbeitet, wo es noch keine Zecken mit Borreliose gibt. Mittlerweile sind viele Bäumchen zumindest gross genug, dass die Spitze nicht mehr abgefressen wird und es muss im Sommer auch nicht mehr frei gesenst werden. Ich wollte Euch gern einfach mal die Bilder von dem Nachmittag zeigen und ein wenig darüber erzählen.

20170520_16381420170520_155237Leider gibt es aber Menschen, die meinen, man kann hier auch seinen Abfall – auch wenn er grün ist – abladen:20170520_152518Unmengen fremden Grünschnitt und an die Stämme ran gekippt, die faulen da drunter. Und so schleppt man Ungeziefer in den Wald. (Ja, es gibt viele Schädlinge, die über Gartenpflanzen eingewandert sind, hier lag auch Buchs, vom Zünsler zerfressen.) Und glaubt mir, dass ist so viel, dass können wir nicht mal eben wegziehen oder gar beseitigen.  Hm, man sollte demjenigen vielleicht einfach Müll in den Garten stellen oder mal unangekündigt durch den Garten trampeln, ist genau so, nur nicht bewusst in den Köpfen.

Hoffe, dieser kleine Beitrag hat Euch auch gefallen, ist ja doch mal was ganz anderes und ich hätte noch so viel mehr schreiben können darüber.

Übrigens, ich habe doch schon mal kurz über das Buch PAX hier gesprochen. Es gibt den Titel nun auch auf Deutsch. Ich bin noch nicht ganz durch, aber es lohnt sich. Ein Junge findet einen kleinen Fuchswelpen und zieht den gross. Nun muss er auf Betreiben seines Vaters, der in den Krieg zieht und seinen Sohn zum Grossvater bringen will, den zahmen Fuchs aussetzen. Im Laufe der Geschichte erfährt man auch, dass der Junge seine Mutter bei einem Autounfall verloren hat, so wie der Fuchs auch. Der Junge hält es übrigens nicht bei seinem Opa aus und macht sich auf den Weg, seinen Freund zu finden, denn er weiss, dass er ja als gezähmtes Wildtier nicht zurecht kommt in der Natur. Auch der Fuchs will seinen Freund suchen, trifft auf andere Füchse und eine Welt die ihm eigentlich fremd ist. Für meinen Geschmack hat der Fuchs zu *menschliche* Züge bekommen in dem Buch, aber es ist natürlich auch ein Jugendbuch und was Tiere wirklich denken, wissen wir ja auch nicht.

Ganz liebe Grüsse und macht es Euch gemütlich!

Vieles

Hallo!

Vor einiger Zeit bekamen unsere zwei Söhne von ihrer Oma aus selbstgesponnenem Wollgarn gestrickte Halswärmer geschenkt. Einfach rechts links und rund gestrickt. So etwas kann ich Euch nur sehr empfehlen! Gut mitzunehmen bei dem wechselhaftem Wetter, bei Halsweh oder verspannten Hals – Nackenmuskeln. Deswegen hab ich auch so was nachgemacht:

 

Die Osterferien sind hier nun vorbei. Alltag muss wieder „erlernt“ werden. „Öselig“ ist es draußen, vor allen Dingen feucht-kalt oder windig-kalt. Der Montag hatte noch einiges an Sonne zu bieten und ich dachte nur, „wie schade für die Jungs, jetzt wo die Schule wieder anfängt…“.Die Zeit ist verflogen wie nichts.

IMG_20170426_090427Mein Bücherstapel ist leider nicht kleiner geworden, ich hab einige Bücher ausgetauscht, weil sie ausgelesen wurden. (Das Buch über die Bienen hatte mich sehr gepackt, vor allen Dingen die beiden Erzählstränge über die 2 Imker, am wenigsten konnte ich mich mit der Zukunftsgeschichte identifizieren.) Mehr  Lesestoff ist nun wieder dazu gekommen. Von lieben Freunden ist ein englischer Titel: PAX von Sara Pennypacker. Es ist wunderschön aufgemacht. Das Titelbild gefällt mir sehr gut. Es ist eine Freundschaftsgeschichte zwischen einem Jungen und einem Fuchs. Das kommt nun als nächstes dran.

Außerdem habe ich mir bei einem Freund den nächsten Jim Butcher ausgeliehen. Ich möchte so dringend wissen, wie es mit dem Magier Harry Dresden weiter geht!

In der Bücherei ist mir ein Titel allein berufsbedingt in s Auge gefallen: „Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek“. Erstes Reinschnüffeln in der Bücherei und ab in den Ausleihkorb…, es hört sich sehr witzig an, wer begibt sich schon mit einem Bibliotheksbus auf Reisen. Auch aus der Bücherei gibt s für das Wochenende den letzen Disney Animations Film Viana, da haben wir es nicht in s Kino geschafft. Aber in den neuen Guardians of the Galaxy Vol 2. werden wir als Familie gehen! Karten sind gekauft, dann schafft man das auch mal wieder, einen Film auf Leinwand zu sehen!

Außerdem hat mich dann noch der Titel „Lennart Malmqvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen“ neugierig gemacht. Ein Krimi der skurrilen, fantastischen Art, die mag ich ja sehr. Ich werde berichten. Dann habe ich noch 2 Thurseday Next Bücher von J. Fforde in dem Stapel. Erste Sätze: „Jeder weiß noch genau, wo er gerade war, als die BuchWelt komplett umgekrempelt wurde. Ich war zu Hause und erholte mich zwischen zwei Lesungen, was ein höflicher Euphemismus für „beinahe verramscht“ ist.“ (Bd6). Denn in der BuchWelt droht ein verheerender Krieg der Genres und die Heldin ist verschollen, in dem anderen Buch kann Hamlet nicht mehr in seine BuchWelt zurück, weil Ophelia alles neu geschrieben hat. Also, dass macht doch einem Buchhändler Lust auf Lesen, da kann ich nie widerstehen. (Mir fehlen nur Band 5 und 3 noch dazwischen, eigentlich kann man die Bände unabhängig lesen, aber es wird doch mal auf die Geschichte zurück gegriffen. Meine 2 neuen Titel sind aus ner „Krabbelkiste“ und vom Flohmarkt, daher nicht in Reihe gekauft. Aber ich hab ja auch so noch genug Lesefutter.)

Nicht zuletzt durch den Blog kleineviecher.wordpress.com angeregt, möchte ich meinen ersten Stempel schnitzen. Da ich Sherlock Holms Fan bin, hab ich da mal was vorbereitet. Ich werde Euch das Ergebnis zeigen, egal wie es ausfällt. (Es wird noch sehr dran gefeilt.) Des Weiteren warten linolgedruckte Raben noch auf das Vernähen zu Zugbeuteln. (Die werden wohl als Letze drankommen, vorgenommen immerhin.)

Es ist immer noch sehr kühl, die Sonne scheint zwar zwischendurch, aber es gibt nur wenig Regen, dafür weiterhin Bodenfrost. Die Radieschen, und was ich sonst noch im Hochbeet ausgesäht habe, werden also immer abgedeckt und fleissig gegossen. Von meiner Mutter habe ich schon Zucchinis geschenkt bekommen. Die müssen bald auch aus den kleinen Töpfen.  So kommt Vieles zusammen. Und wenn ich mir den Blogpost so ansehen, ist das ganz schön viel, was ich zusammen gepackt habe. Ich hoffe, Ihr verzeiht mir. Außerdem war es etwas küchenlästig die letzen Male, dabei bin ich nicht besonders gut in der Küche.

Wünsche Euch allen schon mal ein schönes langes Wochenende, habt einen tollen 1. Mai.

 

Ferienlektüre

Hallo zusammen!

Nur ganz kurz muss ich hier unbedingt auf zwei Bücher hinweisen.

Von Jasper Fforde ist der dritte Band der Reihe „Die letze Drachentöterin“ erschienen. Ich liebe die skurrilen Bücher von Fforde, hab ich ja schon  mal hier erwähnt. Diesmal muss unsere tapfere, jugendliche Heldin einen taubengrossen, rosa leuchtenden Diamanten finden, das Auge des Zoltars (na? erinnert an einen anderen Diamanten, oder?). Dafür muss Jennifer auf eine abenteuerliche Reise in ein besonders gefährliches Land. Es finden sich neue Weggefährten und spannende Abenteuer auf der Suche nach dem Friedhof der sagenumwobenen Leviatane, dort soll es eine Spur zum magischen Diamanten geben. Eigentlich reist man durch dieses Land nur, wenn man gefährliche Abenteuer bestehen, sein Leben riskieren will, Risikotourismus der extremen Sorte. Nun habe ich den Band leider schon wieder durch und will doch so dringend wissen, wie es weiter geht. So ist das mit Reihen, auch wenn jeder der bisher 3 Bände seine eigene Geschichte abschliesst, so gibt es viele offene Enden.

Nun freue ich mich auf Die Geschichte der Bienen. Die ersten Seiten sind vielversprechend! Auch hat ihn mir schon eine Freundin sehr empfohlen und in der Buchhandlung meines Vertrauens entwickelt der Titel sich auch zu einem geheimen Bestseller. Die Autorin Maja Lunde schreibt eigentlich eher Jugendbücher, aber das zeigt mir wieder einmal, dass gerade Kinder- und Jugendbuchautoren tolle Erzähler sind, (J. Fforde übrigens auch!). Es werden drei Geschichten in verschiedenen Zeiten erzählt, beginnend mir Tao, die in der fernen Zukunft 2098 Blütenbestäuberin von Beruf ist. Man überlege nur, wie viele Nahrungsmittel es nicht geben würde, wenn ihre Blüten nicht bestäubt würden, allen voran unser Lieblingsobst, der Apfel. Durch Pestizide wurden die Bienen fast ausgerottet und so mussten Menschen dies übernehmen. Die aktuellen, realen Meldungen, dass es dieses Jahr besonders viele Bienenvölker nicht durch den Winter geschafft haben, passen da gut zu dem Buch. Mich hat sofort die Sprache des Buches angezogen. Es ist kein unbedingt spannendes, dramatisches Buch, aber allein die verschiedenen Zeitebene und ihre Personen, verleihen dem Roman Dynamik. Ich werde Euch berichten… und wollte Euch für die Osterferien einfach schon mal diese Tipps auf den Weg geben.

Habt eine gute Zeit!