Weihnachtsvogel

Hallo Ihr Lieben.

Der letzte Monat des Jahres ist angebrochen. Adventszeit. Es geht auf die Wintersonnenwende zu.

Schon in den Geschichten der Germanen und Kelten war dieser Vogel ein Symbol von Gutem und Reinheit und der Überbringer der Sonne. Wegen der roten Farbe galt es als Vogel des Donnergottes. Ein Rotkehlchen-Nest in der Nähe des Hauses brachte Frieden, dem Paar darin würde es Glück und Eintracht bringen. Also wen könnte ich diesen Monat und zu dieser Zeit besser auswählen, als das Rotkehlchen. Im englischen Weihnachten fest verankert durch den schottischen „Robin Redbreast’s Christmas Song”, nach einer Erzählung von Robert Burns. Das so viele Rotkehlchen vor allem die englische Weihnachtspost zierten, welche von den Liebsten oft sehnlichst erwartet wurden, hatte wohl auch mit den alten roten Postboten Uniformen zu tun. Also ich fand, es wurde Zeit für einen Jahresvogelbeitrag im Rahmen von Andreas Projekt.

Rotkehlchen aus Filz

Im deutschen Volksglauben soll das Rotkehlchen den Toten die letzte Ehre erweisen, indem es Blüten und Blätter sammelte und auf das Grab legte. Ein Seelenbote. In der Schweiz gilt der kleine Vogel als Blitz und Feuer anziehend.

Die christliche Legende, wie der Vogel seine rote Brust bekommen hat, kennt Ihr sicher alle. Ich habe sie hier schon beschrieben. Der Legende nach sang das Rotkehlchen dem gekreuzigten Jesus Lieder, um sein Leiden zu mildern. Als sich ein Dorn aus Jesus Krone löste, färbten die Blutstropfen die Brust des Vogels rot.

Früh morgens im November

Eine andere Geschichte erzählt, wie das Jesuskind in Bethlehem im Stall geboren wurde und dabei ein kleiner Vogel neben Ochs, Esel und Schafen dabei war. Unerkannt saß es im Gebälk.  Es war da noch ein kleines, braunes Vögelchen. Im Stall von Bethlehem war es bitterkalt, deshalb brannte immer ein Feuer. Als Maria, Josef und die Hirten müde wurden und einschliefen, wurde das Feuer irgendwann schwächer. Nun begann das Jesuskind in der Krippe zu frieren.

ein Motiv der Adventspost…

…und ein Motiv bei der Sommerpost

Ja, ich habe sogar Socken mit dem hübschen Vogel



Der kleine Vogel erkannte die Gefahr und versuchte die Menschen zu wecken, ohne Erfolg. Es sang zu leise. Dann nahm der Vogel all seinen Mut zusammen und flog zu dem Feuer und fächelte mit seinen Flügeln der Glut Luft zu. Dadurch flammte das Feuer wieder auf. Das Jesuskind war gerettet, aber der Vogel hat sich bei dieser Aktion die Brust und das halbe Gesicht verbrannt.

Kein Wunder, ist der hübsche Vogel auch oft auf unseren Weihnachtskarten. Wir sehen ihn gern, den Glücksvogel. Red Robin (Englisch) rouge-gorge (Französisch) petirrojo (Spanisch)

Tja, so viel zu den Vorstellungen von diesem putzigen und Recht zutrauliche Vogel. Schön in Farbe und Gestalt, Glockenheller, schöner Gesang. früher hielt man sie gern als Ziervögel im Käfig – als preiswertere Alternative zur Nachtigall. Dieser Vogel kann so viel Dezibel bringen, wie ein Presslufthammer. Und gerade jetzt, zur dunkler werdenden Jahreszeit, singen die Männchen auf den Spitzen der Büsche und Bäume und verteidigen damit ihr Revier. (Nur der Winterkönig, der Zaunkönig ist da noch ein größerer Sänger) An den Futterstellen fallen die keinen Vögelchen auch immer auf, verjagen sie doch gerne Konkurrenten. Und bei der Gartenarbeit sind die ganz eigennützigen Begegnungen auf Erfahrung begründet: es fallen Würmer und Insekten für sie ab.

Rotkehlchen (Erithacus rubecula) ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschnäpper. Es ernährt sich von Insekten, Spinnen, Würmer und auch Beeren. Im Winter ziehen die Vögel gern aus kälteren Gebieten in wärmere Regionen. Und dann schläft es auch schon mal in Schober oder Ställe. Es ist übrigens auch ein ganz besonders reinlicher Vogel. Er badet gern, nimmt sogar Ameisen und zieht sie sich durch die Federn und wenn kein Wasser da ist, dann Pustern sie sich sogar auf dem Schnee und Eis zum Säubern auf.

Schön im Januar gibt das Weibchen sein Revier auf und gründet mit einem benachbarten Männchen eine Brustgemeinschaft. Es gibt mehr Männchen als Weibchen und besonders verpaarte Männchen geraten dann verstärkt in Revierkämpfe. Selten artet der über Gesang und Imponiergehabe hinaus. Dann aber verkrallen sie sich sogar und versuchen sich die Augen auszupicken.

Das Weibchen sucht im Frühjahr den Platz aus, im halbhohen Gebüsch wird ein Napfnest gebaut. Manchmal wird auch ein altes Nest eines anderer Vogel genommen, oder in Kästen und Nischen gebaut. Das Weibchen brütet alleine und wird vom Männchen versorgt. Wenn die Küken flügge sind, werden sie von den Eltern in der Insektensuche unterrichtet. Komischerweise betteln die Küken, sobald sie am Boden sitzen, auch verschiedene andere Vögel, wie Amseln, Drosseln, Meißen … an. Ihre Eltern füttern dafür versehentlich auch mal andere Jungvögel. Sobald sie selbständig sind, werden die Jungen vertrieben und derweil sitzt das Weibchen schon auf den nächsten Eiern.

Und weil der letzte vorgestellte Vogel der Kuckuck war: der würde sein Ei auch in ein Rotkehlchen Nest legen. Deswegen wird ein Kuckuck, den die adulten Vögel entdecken, entschieden bekämpft. Offensichtlich erkennen sie den „parasitär brütenden“ Vogel.

Ich hoffe, Ihr habt das ein oder andere Neue über einen der beliebtesten Vögel erfahren.

Verlinkt ist der Jahresprojekte Beitrag wieder bei Andrea Zitronenfalterin, Creativsalat und DND und Magic Crafts

Rotkehlchen auf dem Zweige hupft

von Wilhelm Busch

Rotkehlchen auf dem Zweige hupft,
wipp, wipp!
hat sich ein Beinchen abgezupft,
knipp, knipp!
läßt sich zum klaren Bach hernieder,
tunkt’s Schnäblein ein und hebt sich wieder,
stipp stipp, nipp nipp!
und schwingt sich wieder
in den Flieder.
Es singt und piepst ganz allerliebst,
zipp zipp, zipp zipp trill!
sich eine Abendmelodie,
steckts Köpfchen dann ins Federkleid
und schlummert bis zur Morgenzeit

Rotkehlchen aus Filz

Verlinkt bei der Zitronenfalterin, dem DND und Creativsalat und Magic Crafts

Helfer in der Adventszeit

Hallo Ihr Lieben.

Das Nikolaus mit Knecht Ruprecht und einem Esel als Helfer kommt, kennen wir hier. Seit 800 Jahren feiert man den Nikolaustag als Tag der Kinder- und Jugendlichen und Gaben für Arme. Im skandinavischen Raum gibt es den Julbock/Julbocken Dieser „Weihnachtsziegenbock“ brachte früher die Geschenke, später wurde er vom Weihnachtsmann, dem Jultomte, abgelöst, aber noch immer gehört der Julbock zu Weihnachten und die Rentiere oder auch die Nisse/Tomtas, die kleinen Helfer des Weihnachtsmannes. Auch gingen Männer, verkleidet mit einer Ziegenbockmaske, von Tür zu Tür, um Spenden bittend.

So wie der Esel seinen Ursprung in der Bibel hat, so ist der Ursprung des Julbock in der nordischen Mythologie. Er war ein Symbol für die Fruchtbarkeit der Erde (er wird auch aus Stroh, also aus Getreide, hergestellt) und man betrachtete ihn als Verkörperung des Donnergottes Thor. Thors Wagen wurde von zwei Ziegenböcken gezogen.

Im Alpenraum gibt es den Krampus, der als unheimlicher Helfer den Nikolaus begleiten, er trägt auch Ziegenhörner. Er soll den unartigen Kindern (und Erwachsenen) Angst einjagen, ganz wie ein gezämter Teufel, der dem Heiligen dient.

Bei uns steht in der Adventszeit immer ein Stroh Julbock. Er soll allen die hier ein und aus gehen Glück bringen. Auch habe ich schon recht lange einen aus Holz. Der ist original aus Schweden und meine Mutter hat ihn mir weiter gegeben.

Das sollte doch auch ein super Kartenmotiv sein, oder? (Auch als Karten in den Basar gewandert, genau wie natürlich wieder die Dalapferde) Bingo übrigens für Kartenzubehör

https://antetanni.com/2023/11/24/weihnachtsfreudenbingo-2023-es-geht-los/

Das Dalapferd hat also Zuwachs bekommen. Ich mag viele der skandinavischen Bräuche sehr, wie Ihr vielleicht schon in den letzten Jahren bemerkt habt. Bei uns sind so manche heimischen Bräuche etwas in Vergessenheit geraten. Immerhin kommen heute keine unartigen Kinder mehr in den Sack des Knecht Ruprecht , oder in das Notizbuch des Nikolaus. Aber ich kenne auch keine Kinder mehr, die dem Christkind in der Adventszeit Strohhalme in die leere Krippe legen können, wenn sie artig waren. Ja, bei meiner Mutter war das so. Oder wußtet Ihr, dass die schicke Edeltanne, die wir heute bunt schmücken, früher einfach Zuckerbaum oder Fresstanne hieß, weil sie genau das waren: geschmückt mit Leckeren zum Aufessen.

Zurückzukommend auf den Julbock. Das skandinavische Design ist für mich oft einfach sehr ansprechend. Oder sie haben so schöne Lichterfeste, wie das Luzia Fest.

Einen schönen heimischen Brauch mag ich sehr, das Barbara Fest am 4.12. Ich versuche immer ein paar Kirschzweige zum Blühen zu bringen. Kalt genug war es ja, eine Vorassetzung, dass sie Weihnachten blühen. Übrigens kommt auch dieser Brauch aus „alten Zeiten“. Um ihr Saatgut zu testen, streuten die Bauern Weizen in eine flache Schale, um die Keimfähigkeit zu testen. Oft wurden sie auch als Deko auf den Tisch gestellt.

Verlinkt beim Creativsalat, Magic Crafts, Samstagsplausch, home sweet home

Sternennächte

Hallo Ihr Lieben.

Da kann man ja schon fast Mondsüchtig werden. Ein wunderschöner, riesiger und heller Erdtrabant scheint uns regelmäßig hell in die nächtlichen Schlafzimmer. Wir wälzen uns von rechts nach links, es ist zu hell zum schlafen. Also kann man doch gleich raus, in den Himmel gucken und auf Sternschnuppen hoffen!

Schon immer haben die Menschen gen Himmel geschaut, fasziniert und demütig, träumend und ängstlich. Und auch sehr früh hat der Himmel über uns Forschergeist geweckt. Der Jahresverlauf und mathematische Berechnungen gab es schon zu Zeiten, als die Menschen in der Steinzeit steckten. Dieses Überbleibsel https://de.m.wikipedia.org/wiki/Himmelsscheibe_von_Nebra aus der Bronzezeit inspirierte mich für eine Motivmöglichkeit. Auch die Adventszeit ist voller Sterne und ihrem Licht. Über der Krippe strahlt ein Komet mit seinem Schweif, der den Weg den Weisen gewiesen hat.

Sterntaler ist eines der Märchen, das perfekt in diese Jahreszeit passt. Ein Mädchen das fast alles gibt um zu helfen.

Peterchens Mondfahrt, Jule Vernes Reise zum Mond, Lauras Stern, all die Sternenbilder und die Wege der Reisenden, die sich nach den Sternen richteten. Hat sich Euch schon Mal ein Sternschnuppenwunsch erfüllt? Erhellen nicht all die Sterne die dunkle Jahreszeit um Weihnachten. Und selbstredend ist die Reise zu den Sternen nicht nur SF, sondern zumindest für den Mars Rover Realität geworden. Schon die Reise(n) zum Mond ist etwas Besonderes gewesen und soll wieder stattfinden. Unendliche Weiten. Wunder über Wunder und so viele Möglichkeiten.

Mit dunklem Indigo, Violett und Schwarz (Aquarellfarbe) wurde eine Grundlage geschaffen. Ich liebe es, wenn Aquarellfarben mit viel Wasser sich gut zusammenfügen. Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2022 (eigentlich 2200 bei Raumschiff Enterprise)… Die Welten, die es zu entdecken gibt.

Alles, was die Sonnenstrahlen zurück wirft, sehen wir leuchten. Auch wenn die Sterne, unglaublich weit weg, schon erloschen sind.  Hell erstrahlen sie nun als Himmelskörper über uns, in Sternzeichen, Motive die sich schon Menschen der Antike ausgedacht haben.

Und so lasst uns immer und immer wieder in den Himmel schauen. Lasst die Magie um uns sein (und ich mag die Philosophie von Star Trek neben diesem Nächstenliebe Ding).

Ich bin die letzte von unserer Gruppe der Advents Post Kunst 2022. Da wurde die Latte immer höher und höher und dann hab ich mich einfach verabschiedet von Illusionen, da mithalten zu können. Ich musste mein Ding weiter machen. Die erste Idee war nämlich die Scheibe von Nebra gewesen und die sah ich dann bei jemandem auf einem Foto der Adventspost, wenn auch nicht in meiner Gruppe. Aber ich hatte fast zeitgleich eine andere Idee, da mir die Philosophie hinter Star Trek immer schon gefiel. Danke Euch allen für wunderschöne Karten, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Danke auch an Tabea und Michaela!

Ich wünsche allen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und möge Euch immer ein Stern leiten.

Verlinkt bei Creativsalat

PS
Ich hoffe, alle Karten sind gut angekommen. Bei mir sind ein paar in unendlichen Weiten verschwunden (wer weiß ob sie noch kommen) und die Dame am Postamt war in Richtung Österreich und Schweiz etwas wenig zuversichtlich ob des Formates und dem Buntem.

Winter und Sommer

Hallo Ihr Lieben

Am vergangenen Samstag war ich im Sauerland. Eisekalt war es. In den Medien hatte man schon Bilder vom verschneiten Hochsauerland gesehen. Im Bergischen und auch im angrenzenden Sauerland ist es dagegen nebelig gewesen. Aber die Feuchtigkeit gefriert und alles ist weiß.

Traumhafte Eisskulpturen bilden sich um Äste und Pflanzenskelette.

Vor einem halben Jahr habe ich an der gleichen Stelle einmal Fotos gemacht. Da gab es auch eine wunderschöne Traumlandschaft. Ein ganz besonderes Licht. Und doch so anders!

So unterschiedlich kann Licht sein. kalt und warm.

Und doch gibt es die warmen Beeren im Wintereis und die kahlkalten Bäume diese Sommers.

Habt einen wunderschönen vierten Advent.

Verlinkt bei Andreas Samstagsplausch

Adventlicher Duft

Hallo Ihr Lieben.

Ohne Kekse (backen) fehlt mir was im Advent! Das weiß auch meine Familie. So hat mir der Sohn schon sein Weihnachtsgeschenk zu Nikolaus überreicht. Ihr seht schon warum 😁

Nach Weihnachten brauche ich die wunderbare Nudelrolle nicht mehr so viel.

Mürbeteigkekse sind einfach immer lecker und so wandelbar. Außerdem geht die Produktion immer recht schnell.

Einen abgewandelten Mürbeteig habe ich so gemacht:

260 g Butter, mit 120 g Zucker, 100 g Mandeln – gemahlen, einer guten Prise Salz, ein Ei, etwas Backpulver, 500g Mehl (davon die Hälfte Vollkorn) und ganz viel Gewürze nach Eurem Geschmack. Ich habe gemahlenen Ingwer, vor allem Kardamom, auch Zimt und etwas Tonkabohne dazu gegeben.

Letzteres ist ein wenig Ersatz für echte Vanille, die immer noch sehr teuer ist. Frisch abgeriebene Tonkabohne ist echt fein. Nehmt die Menge nach Vorliebe.

Vielleicht pudere ich die Fuchsgesichter noch mit feinem Zucker 🙂

Die kalte Butter wird als erstes etwas mit dem Zucker (Rohrzucker schmeckt fein) vermengt, dann zügig alles andere unterkneten, zu einer Kugel formen und mindestens eine Stunde (lieber länger) kalt stellen. Wenn der Teig dann beim Ausrollen bröckelt, habt Ihr evtl etwas zu wenig Butter. Nicht zu lange kneten, aber Butter und Zucker sollte sich verbinden ohne das es zu weich wird. Wenn ihr ihn dann später verarbeiten wollt, lasst den Teig etwas wärmer werden, mit den Händen flach drücken. Dann läßt er sich am Besten verarbeiten. Ausrollen, ausstechen und bei 170°C (Umluft, da ich gleich immer 3 Bleche nehme) jeh nach Dicke und Größe 10 – 15 min backen und nach dem Auskühlen genießen. Eine kurze Auszeit vom Vorweihnachtsstress mit einem warmen Tee oder Kaffee, für den Plätzchenteller, oder als Geschenk. Oder für die Söhne als Stärkung in die Box für die Uni. 🙂 Man findet immer eine Verwendung für Kekse.

Macht es Euch gemütlich

Verlinkt beim Creativsalat