Im Frühling habe ich Euch den Ziegenmelker vorgestellt als Monatsvogel. Nightjar heißt der Vogel im Englischen und ich mag den Namen dieses faszinierenden Nachtjägers. Eine Skizze hatte ich schon damals in mein Büchlein gezeichnet, nun zeige ich Euch, was daraus geschnitzt wurde:
Zwei Vögel auf Insektenjagd in der Nacht.
(Ein wenig gewebt habe ich übrigens auch, wie man vielleicht unter dem großen Stempel sieht, die unregelmäßige, grob gesponnene Wolle habe ich geschenkt bekommen. Sie ist traumhaft weich und ich liebe es gerade, immer wieder darüber zu streichen)
Auf diesem Wege möchte ich einmal rundfragen, ob jemand Samen vom Haferwurz hat. Dies ist ein Verwandter des Wiesenbocksbart nur in lila und man kann seine Wurzeln essen. Ein altes Kulturkraut, erst von Schwarzwurzel und Rüben verdrängt. Auf dem Bauernmarkt im Freilichtmuseum habe ich von ihm das erste Mal gehört. Leider waren alle Samen schon weg. So Blumen finde ich einfach sehr interessant (und schön ist er auch noch) Ein „dunkler“ Bocksbart sozusagen.
Quelle Wikipedia!
(Vielleicht kann ich mich mit anderen Samen oder… revanchieren)
Diesen Monat habe ich für Euch einmal einen bekannteren Vogel.
THEODOR STORM
April
Das ist die Drossel, die da schlägt, Der Frühling, der mein Herz bewegt; Ich fühle, die sich hold bezeigen, Die Geister aus der Erde steigen. Das Leben fließet wie ein Traum – Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.
O. Rudbeck d. J. Vogelbilder
Gerne wird die Drossel in Gedichten und Liedern genommen, besonders als ein Frühlingsvogel. Die Vogelhochzeit kennt Ihr sicher alle.
Als ein/e Vertreter/in der verschiedenen Drosselarten möchte ich Euch die Misteldrossel vorstellen.
aus „Die Singvögel der Heimat“ von O. Kleinschmidt, einem alten Bestimmungsbuch meines Vaters
Die Misteldrossel (Turdus viscivorus), zur Familie der Drossel (Turdidae) und zu den Singvögeln gehörend. Ihr Vorkommen und Verbreitung sind in Europa, Afrika und Asien. Gerne frisst sie die Früchte der Mistel. So trägt sie dazu bei, diese Pflanze zu verbreiten. Die Misteldrossel ist mit ihren ca. 27 cm und einer Flügelspannweite von 48 cm die größte Drossel der Familie in Europa. Verbreitung: Afrika, Europa, Asien Lebensraum: Wälder, Kulturlandschaften, Städte, große Gärten, Friedhöfe, Hecken, Parks, Knicks Größe: 27 cm Gewicht: 140g
Ihre helle Brust ist wunderschön gefleckt, wie sie aussieht, seht Ihr an den Bildern.
aus meinem Bestimmungsbuch Vögel von kosmos
Sie ist leicht mit der Singdrossel zu verwechseln, hat aber einen weißen Unterflügel, den man beim Fliegen oder Flattern sieht. Ob ich die Brauntöne unterscheiden könnte? Typisch ist für sie ihr schnarrender (zerrr) und dann schmettern der Ruf, wenn zB Gefahr droht. Das Männchen ist übrigens etwas kleiner, sonst gleichen sich die Geschlechter sehr.
Wie es schon ihr Name sagt, mag sie sehr gerne Mistelbeeren und verhilft so dieser Schmarotzer Pflanze auf andere Bäume zu kommen. Im Kot des Vogels wird der Samen verteilt. Ihre Lieblingsspeise verteidigt die Drossel sogar gegen Artgenossen.
Schon im Februar wird mit lautem Gesang gebalzt, in einem Baum, Gebüsch dann das Napfnest aus Lehm und Pflanzen gebaut. Leider nimmt die Drossel dabei auch gerne Müll.
Brutzeit: März bis Juli Anzahl der Eier/Gelegegröße: 3-5 wunderschöne grünblaugesprenkelte Eier (nicht so türkisblau wie bei der Singdrossel) Brutdauer: 14 Tage Nestlingsdauer: 14-16 Tage
Die Brutpflege wird von beiden Eltern betrieben. Wenn die Küken, welche sich übrigens immer still im Nest verhalten, etwas größer sind, hudert nur noch das Weibchen und der männliche Vogel bringt Futter. Vor allem bei schlechtem Wetter schützt die weibliche Drossel die jungen Küken mit Hudern.
So wie sie auf dem Foto hoch aufgerichtet steht, so ist sie insgesamt eher misstrauisch, vorsichtig und aufmerksam. So wollte auch ich sie darstellen.
Die Nahrung dieser Vögel besteht nicht nur aus Misteln: Würmer, Insekten, Larven, Beeren, Obst, Sämereien Die Lebenserwartung der Drossel beträgt etwa 10 Jahre. Sie ist übrigens kein richtiger Zugvogel, eher ein Teilzieher. Auch lebt sie insgesamt eher einzelgängerisch und lässt auch den Ruf lieber einzeln vor ihren Artgenossen in der Morgendämmerung oder am Nachmittag wirken. Misteldrosseln sind zB. eher geselliger und Ihr könnt sie im Winter häufig in kleinen Schwärmen ziehen sehen, wenn sie auf den Wiesen und Bäumen Nahrung suchen. So sammeln sie sich im Winter zu mehrerenVögeln und ziehen dahin, wo sie Futter finden. Dann vergesellschaften sie sich sogar mit anderen Drosseln. So habt Ihr vielleicht kleine Schwärme im Winter gesehen.
„drosca“, der Vogelname geht zurück auf westgermanisch: „Brust, Kehle“, ebenso mittelhochdeutsch „droschel“, auch im englischen „throstle“ und schwedischen „trast“ Die Lautäußerungen der Vögel haben wohl zu diesem Namen geführt. Kein Wunder dass einer ihrer Namen auch Schnarrer lautet ( ein weiterer ist Ziemer). https://www.deutsche-vogelstimmen.de/drosseln/
Die Schnapsdrossel hat übrigens nichts mit dem Vogel zu tun. Eher mit der Übersetzung „Kehle“. Bis in das 19. Jhd sagte man Drossel zur Kehle. Man lässt sich also zu viel Schnaps die Drossel runterrinnen. Erdrosseln ist ja immer noch im Sprachgebrauch.
Krammetsvogel, den Begriff habt Ihr vielleicht schon mal gehört. Eigentlich ist das der Begriff für Wacholderdrosseln seit dem 14. Jhd. (Krammet = Wacholder).
Krammetvögel, Drosseln, wurden oft noch im letzten Jhd. gejagd und gegessen. Diese Vogel brachten Fleisch auf den Teller armer Menschen. Davor war es hochgeschätztes Fleisch in der römischen Küche und im Mittelalter liebten sie die Adligen und Könige auf ihren Tafeln. Der Begriff verschwindet heute aus dem Wortschatz. Meine Großeltern haben ihn noch genutzt. Es gibt ein Bild von Wilhelm Buch vom „Frosch, der ein Krammetvogel sein wollte“. Leider habe ich keine Busch Ausgabe mehr, sonst würde ich sie Euch zeigen. 😊
Ich hoffe, ich konnte Euch einen Vogel, den Ihr eigentlich alle kennt, etwas näher bringen, auch wenn es hauptsächlich der größte Vertreter der Drosseln hier war. Übrigens, auch die Amsel gehört zur Familie der Turdiae.
Ein gut gefüllter Monat ging schnell vorbei. Mit viel Regen ging es weiter, vom Juli in den August. Der Hochsommer, die Hundstage fielen dieses Jahr eher kühl und nass aus. Aber wir bekamen auch ein paar richtig, schwühle Sommertage, aber auch sehr angenehme.
Ich habe Euch aus der Küche und dem Garten erzählt. Natürlich wurde Euch der Monatsvogel vorgestellt, einen Entenvogel aus der Familie der Säger. Es gestaltete sich im Haus gemütlich mit neue Bilder, Erinnerungen und mehr. Ich habe Euch an meinen fantastischen Buchreisen aus Kinder- und Jugendzeiten, aber auch an einem ganz eigenen, neuen, englischen Titel teilhaben lassen. Es wurde meine Hand etwas geschont. Ich freute mich über so wunderbare Post/Geschenke, wie man u.A. beim 12 von 12 nachlesen kann. Dabei habe ich es diesen Monat nicht mehr wirklich geschafft, all meine Post raus zuschicken, arbeite aber daran, genau wie an häufigeren Kommentaren bei Euch.
Auf den hiesigen Obstwiesen fand ich erste Ernte für Gelee und Mus und genoß die Natur. Weniger geschnitzt und dergleichen habe ich, auch wurde das Projekt von Michaela und Susanne mit den wöchentlichen Themen zur Gestaltung der Postkarten noch nicht gezeigt, wie ich es wollte. Nicht jede Anregung zur Gestaltung von Karten könnte umgesetzt werden. Der neue „Monatsvogel“ war erst einmal wichtiger (und vorher war ja Schonung angesagt). Weitere Milchtütendrucke müssten auch warten. Aber einen schönen großen „Linocut“ habe ich zum Ende des Monats fertig gestellt, den möchte ich noch extra zeigen. Ach, am Liebsten würde ich gerade alles gleichzeitig machen. Ihr auch?
Nun ist bei Birgit wieder die Sammlung eröffnet, wir können unsere Monatsrückblicke zeigen. Danke Dir dafür.
Über mir kreist unaufhörlich rufend ein Raubvogel. Die Sonne strahlt blendend in die Augen, wenn ich versuche ihn zu erblicken.
Der Sommer ist mit warmen Tagen zurück. Die Weintrauben sind reif. Viele sind einfach am Stock schon zu Rosinen geworden durch die Trockenheit. Und bevor die Wespen alles restliche aushöhlen, will ich schnell ernten. Dieses Jahr sind es viel weniger der Raubinsekten und nur eine Hornisse kommt immer wieder. Es werden ihnen noch genug Beeren über bleiben. Auch ein mutiger Admiral ist dazwischen, er liebt den Traubensaft. Aber es ist dieses Jahr nur einer.
Während ich am Terressentisch sitze und die Trauben sortiere (wie gesagt, viele verdorrt, die sollen nicht mit in den Entsafter) kriecht unten am Boden dieser wunderschöne Rosenkäfer. Ich lasse ihn einmal über die Hand krabbeln, seine Harken an den Beinen halten sich gut an meiner Haut fest. Dann fliegt er ein kurzes Stück, verschwindet im Beet, dort wo ich noch Reste eines Holzstumpfes liegen habe. Also sucht er einen Platz für die Eiablage. Der Holzstumpf war erst dieses Jahr ineinander gefallen, vorher dekorativ ein Sukkulenten Gefäß tragend. Aber da die Reste nicht sichtbar lagen, war ein Großteil liegen geblieben und bleibt auch nun als Nahrung für die Engerlingen.
RosenkäferWindenschwärmerGrößenvergleichNur ein Admiral dieses JahrHolzbiene bei der ArbeitWespen lieben WeinDie erste rötliche TomateMagere KartoffelernteIm Klee Meister Lampedramatisch aussehender Himmelsblick und seht typisch für die letzten Tage, gern auch mit Regen dabei
Dieser Abende saß ein „Ungetüm“ auf unserem Sonnenschirm. Ich sah von unten nur seinen Schatten. Ein wirklich großer Nachtfalter hatte sich unseren hellblauen Sonnenschirm zur Rast ausgesucht. Ein wenig im Netz geschaut und ihn als Windenschwärmer identifiziert. Übrigens auch ein Langstreckenflieger gen Süden. Und beeindruckend, wenn er im Dämmerlicht dann anfängt, sitzend zu schwirren und dann geschwind davon zu fliegen.
Ebenfalls beobachtet haben wir, wie die Holzbiene mindestens ein Ei in das Holz an der Hütte gelegt hat. Anschließend ward so nur mit dem wackeln den Hinterteil in der Holzhöhle zu sehen, das Nest befüllend und ausbauend. Das Foto dazu ist so eher nichtssagend braun-schwarz. Ich freue mich aber so sehr, dass ein paar besondere Insekten in meinem Garten zu sehen waren.
Gesammelt habe ich noch mal etwas Falläpfel und Holzbirnen und eine Handvoll Quitten halb zerschlagen am Wegesrand. Apfel und Quitte zu früh gefallen und erster Sternrußtau greift um sich, da es so feuchtwarme ist. Viel Saft für Gelee (alles zusammen und Ergebniss 4 Glaser) ergab es nur leider nicht, obwohl der Entsafter einmal voll war. Eine einzige Tomate ist nun reif geworden. Mit etwas Glück kommen noch ein paar nach. Die Kartoffeln hatten kein Laub mehr und so wurden die aus dem Beet und den Pflanzsäcken geerntet. Nun, von Ernte kann da dieses Jahr keine große Rede sein. Hitze und Trockenheit haben nur sehr wenige Knollen ergeben (weniger als gepflanzt). Ein guter Workout war es allemal.
Nachdem der Samstag mit viel Gartenarbeit bei den Schwiegereltern verging, waren wir (zum Teil) am Sonntag noch auf dem Bauernmarkt im Freilichtmuseum Lindlar. Aber auch hier gab es kaum der Erdknollen. Vor allem für die Kinder wird immer ein Feld Reihe um Reihe gerodet. Mit nur wenigen Knöllchen, aber einem mehrjährigen Estragon und einer Astrantia reicher, sind wir wieder heim.
Freilichtmuseum Lindlar
Erst jetzt finde ich Zeit, den Samstagsplausch zu schreiben und auch bei Euch zu schauen.
Es ist wieder Zeit für den Samstagsplausch und damit für einen kleinen Rückblick.
Habt Ihr letztes Wochenende denn Sternschnuppen gesehen? Ich leider nicht. Einmal zu müde, dann zu viele Wolken, dann zu viel Lichtverschmutzung. Aber der Sohn war bei seiner Patentante und hat für uns alle mit wünschen können. Als wir ihn dort hin brachten, trafen wir uns im Rheingau. Darüber bringe ich hoffentlich noch einen Sonntagsspaziergang bei Kristina ab morgen.
So liebe Post war von Mano zu mir gekommen. Und das, obwohl sie wirklich gerade im Stress ist. Ich habe mich so sehr gefreut und bin jetzt auch im Besitz einer original Kunstschachtel.
Am Dienstag hatte ich etwas Glück. Nach wieder einmal ausgiebigen Regenfällen, dass Wasser stand auch Stunden später noch auf den Feldern und Wiesen, könnte ich mit dem Rad los. Das Vorderrad sollte vom Profiladen repariert werden. (Ich habe mir für die Strecke eines innerhalb der Familie geliehen) Auf dem Hinweg blieb ich an der Streuobstweise zum Sammeln von runter gefallenen Äpfeln. Ich bin dort immer vorsichtig und das lohnte sich. Überall kleine Heupferdchen und eine Wespenspinne. Außerdem ein leeres, winziges Ei in dem hohen Gras (Blaumeise?) Ihr seht den Größenvergleich an meiner Hand? In der grellen Fahrradhelm Schutzhaube habe ich Äpfel gesammelt. Das gehört für mich zur Sommerlaune 🙂
ein etwas seltenerer Gast und gut zu sehen, woher sie ihren Namen hat
Ich liebe die Streuobstwiesen, ein kleines Paradies und ich habe sie schon oft hier gezeigt!
Erstes Apfelmus ist fertig, etwas Apfelgelee und einige gedörrte Holzbirnen auch. Viel Saft und Aroma gab es noch nicht, aber bald. Das passte zum Holunderbeeren Essig, den ich nach Maison Riek angesetzt habe. (Hat sie frisch die Woche vorgestellt) Um den eher etwas eintönigen Geschmack der sauren Äpfel aufzupeppen, kam Zimt und frisch gemahlen Tonka Bohne dazu. Und ein paar Holzbirnen kamen zu den Äpfeln in den Entsafter. Die Gerbsäure ist nicht nur gesund (in kleinen Mengen), sondern auch gut zum Haltbar machen.
Ein schönes Buch habe ich zum Ausklang der Woche vorgestellt. Und das reparierte Vorderrad eingesetzt, nur um dann festzustellen, dass mein Hinterrad auch betroffen ist. Irgendwer mochte wohl mein Rad nicht. Dieses Problem hatten wir schon mal mit anderen Rädern in der Familie, denn eine gebrochene Speiche vorn und ein Knick im hinteren Rad bekommt man nicht mit normalem radeln. (Die Speiche hatte ich nur raus ragen gesehen)
Derweil bin ich noch vorsichtig, sonst mache ich schnell zu viel für die Hand, vor allem nichts mit Druck und viel tippen (Kommentaren). Das Wochenende kocht tropische Suppe und der Kreis läuft eher langsam 😄
Und endlich denke ich auch einmal wieder an s Bingo:
„Früchte“ und „Etwas aus (für) die Küche.
Macht es Euch schön und habt ein gutes Wochenende!