Schöne Sonntagsschätzchen (1.)

Hallo Ihr Lieben.

Das neue Jahresprojekt von Andrea Zitronenfalterin beinhaltet nicht nur Projekte von Andrea und einer Linksammlung für unsere Jahresprojekt, sondern das Sammeln von Glücksmomenten. Nicht (nur) die eigenen, sondern auch unsere Schätzchen. Jeden Sonntag dürfen wir unsere besonderen Momente zeigen. Eine Achtsamskeitsübung für uns. Wir alle blicken auf die letzte Woche zurück, auf Gutes und Schönes.

Unser Gehirn ist immer noch darauf programmiert, Negatives zu sehen, zu erkennen und dann sofort zu reagieren. Die Evolution hat unser Gehirn auf „Gefahr erkennen und sie zu überleben“ programmiert. Es dauert, das zu ändern. Wollen wir mal daran arbeiten? Denn wir wollen uns nicht ängstlich fühlen, sondern gut und froh. Denn wir sind nicht mehr permanent Gefahren ausgesetzt. Wir sehen mehr Gefahren als da sind und entwickeln Stress oder gar Ängste. Der Schlüssel liegt im Gleichgewicht, denn so schnell läßt sich unser Hirn nicht verändern. Aber wenn wir immer und immer wieder lernen das Gute und Schöne unseres Tages zu sehen, trainieren wir positives Denken.

Schöne Momente waren:

Das Beobachten von so vielen Vögeln im Garten. An einem Morgen sah ich die Spatzenschar, den Zaunkönig und die Heckenbraunelle und einige Meisen fleißig im Garten nach Nahrung suchen. Alle auf einmal! Dann wurden sie aufgemischt von einem Rotkehlchen. Die Spatzen ließen sich nicht weit verscheuchen. Dann erschien ein weiteres Rotkehlchen auf dem Zaun und sofort verjagte „unser“ Rotkehlchen den Eindringling. Das war unglaublich spannend zu beobachten. Natürlich durfte ich mich hinter den Glasscheiben nicht bewegen. Also gibt es auch keine Fotos davon. Nur viele Bilder in meinem Kopf. Was ich Euch zeigen kann, sind die Kraniche, die seit letztem Wochenende immer wieder ziehen. Frühlingsboten? (Es war auch Maria Lichtmess!)

Ganz schnell ein Foto machen – verwackelt, egal

Schöne Dinge gab es auch bei unsere Karnevalsfeier mit den Senioren. Vorher verbrachte ich eine gute Zeit beim Basteln unserer süßen Karnevalsorden mit meiner Freundin. Und der Nachmittag mit Büttenrede und Prinzenpaar samt Gefolgt und Tanzgarde des Ortes war ein voller Erfolg!  Ein neues, spannendes, fantastisches Buch ist beim letzten Buchhandelsbesuch noch eingezogen. Gleich der Prolog ist spannend, wenn auch heftig. Und ich mag es nicht aus der Hand legen.

Und ein ganz besonderer Glücksmoment war das „Eintüten des Jahresurlaubs“, ein Abenteuer, etwas Besonderes wird das für uns.

Über meine Familie habe ich mich diese Woche sehr gefreut. Ganz viele Kleinigkeiten, die mein Herz aufgehen lassen.

Nicht zuletzt war ich froh, dass Euch mein neues Jahresprojekt gut gefällt! Es ist zwar schön, wenn einem das Eigene gefällt, aber noch mehr, wenn Ihr es auch lesen mögt.

Und? Habt Ihr auch von Schönem zu berichten? Dann sehen wir uns bei Andreas Linksammlung

Verlinkt auch beim Samstagsplausch

Murmelschlaf

Hallo Ihr Lieben.

Ein weiteres Jahr hat Andrea vom Blog „die Zitronenfalterin“ zu neuen Projekten aufgerufen.

Und keine Sorge, ich würde zwar gerne, aber ich halte keinen Winterschlaf. Es wird bei mir wieder monatlich eine tierische Vorstellung geben. Aber: ich möchte da eine kleine Änderung bringen. Viele flatterhafte, beflügelte Tiere habt Ihr und ich (besser) kennen gelernt. Vor allem die Könige der Lüfte wurden in den Projekten porträtiert. Nun wird es in den Untergrund gehen, also etwas ganz anderes. (Keine Sorge, Vögel kommen hier auf dem Blog weiterhin nicht zu kurz, aber nun eben kürzer. (Wer mehr über Vögel lesen und hören mag, hier gibt es ganz wunderbare Beiträge von einer Vogelkundlerin – keine Werbung, einfach nur, weil es mir so gut gefällt)

„Was man sonst nicht sieht“

Es ist grau und kalt, vielleicht sogar mit dicker Schneedecke. Unser Körper ist langsamer, wir ziehen das warme, gemütliche Sofa den Aktivitäten draußen vor. Oder brauchen etwas mehr Überredung dafür. Weniger Licht läßt uns müder werden und der Stoffwechsel ist auch bei den „modernen“ Menschen im Wintermodus. Das ist bei wilden Tieren überlebenswichtig!

Verschiedene Lebewesen haben viele gute Methoden entwickelt, durch den Winter zu kommen. Es ist also kein Wunder, dass ich „täglich grüßende Murmeltiere“ für meinen ersten Beitrag ausgewählt habe. „Schlafen wie ein Murmeltier “ würden wir zu gern, nicht wahr? Genauer gesagt: das Alpenmurmeltier, nicht das verwandte auf dem amerikanischen Kontinent, welches Euch durch den Film bekannt ist. Aber, unser Murmeltier stammt von dort. Im Miozän, also vor 23,03 bis vor 5,33 Millionen Jahren in Nordamerika lebend, gelang ihnen mehrmals der Übergang nach Eurasien, zuletzt im Pleistozän (vor 1,8 Millionen bis vor 11.500 Jahren).

Etwas später: die Römer sprachen damals von der pfeifenden Alpenmaus, siehe Plinius.  Mankei sagt man in den bayrischen Alpen, in den allgäuer Murmele, in der Schweiz heißt der Nager Murmeli und in Frankreich Marmotte.

Unser Name für die Nager geht nicht auf „murmeln“ zurück (sie murmeln ja auch nicht, sondern pfeifen laut). Auf althochdeutsch hießen sie murmunto. (Und dies hat wohl den Ursprung wieder im Latein: Mus montis = Bergmaus.) Übrigens haben die Wächter auch unterschiedliche Pfiffe, je nach Feind und Dringlichkeit, drauf. Gehör und Sehvermögen sind sehr gut ausgeprägt, der Geruchssinn aber weniger.

Dort in den Alpen leben sie jenseits der Waldgrenze, da wo es schön kalt ist, fühlen sie sich wohl. 20°C sind Hitzerekorde für sie, unter der Klimaerwärmung leiden sie daher sehr. Sie besitzen keine Schweißdrüsen oder eine andere Technik der Abkühlung. Wenn Ihr mal ein Tier ausgestreckt in der Sonne liegen seht, ist dieses der Parasitenabwehr dienlich und kein Aufwärmen.

Meine selbstgemachte, kleine Gummibandkladde für dieses Jahr

Marmota marmota, so ist der wissenschaftliche Name. Es gehört zur Ordnung der Nagetiere, Familie der Hörnchen. Alpenmurmeltiere sind genauer gesagt Erdhörnchen und verwandt mit Eichhörnchen. In den Alpen brauchen sie tiefgründigen Boden für ihre weitverzweigten Bauten, gerne natürlich mit Sonnenschein und über Generationen genutzt. Sie sind gesellig und sozial und liegen gerne gemeinsam in der Sonne. Mehrere Familien leben zusammen, bauen diese tiefen Höhlen, nicht nur zum Wohnen, auch als Toiletten und Fluchtgänge. Angeführt werden sie von einem dominanten Paar.

Mit den Vorderpfoten wird vorne gelockert und mit den Hinterpfoten wird die Erde rausgeworfen. Steine werden sogar mit den Zähnen, die übrigens nachwachsen, gelockert. Was die meisten aber wohl kennen ist die typischen Haltung, aufrecht sitzend auf den Hinterpfoten, der kurze Schwanz als Stütze am Boden ausgestreckt. Die typische Fress- und Beobachtungshaltung übrigens. Per Analdrüsen hinterlassene Markierungen signalisieren den anderen Clans: Halt, bis hier hin und für dich Fremdes geht es nicht weiter. Aber es gibt trotzdem ab und an Kämpfe, die in dieser aufrechten Haltung ausgetragen werden. Erst verbal und dann auch mit Zähnen und Krallen. Die sozialen Duftstoffe im „Gesicht“ dagegen werden gerne und oft beim „Nase reiben“ in der Familie weitergeben.

Der Winterschlaf von Murmeltieren kann über sechs, selten bis hin zu neun Monaten dauern. Unglaublich, oder? Dafür fangen die Tiere im Sommer an, sich Fettreserven durch das Fressen vieler Kräuter, Insekten und Eier anzueignen und beginnen mit „Heu machen“ im Spätsommer. Sie beißen die Kräuter dicht über dem Boden ab. Zwischen dem ganzen Heu schlafen sie dann tief in den Bauten und aneinander gekuschelt. Die Eingänge sind mit Zapfen und Erde verstopft. Ihre Atmung reduziert sich auf etwa zwei Züge pro Minute. Der Herzschlag geht von 200 auf 20 Schläge pro Minute zurück. Die Körpertemperatur beträgt nur noch 3°C. Der Energieverbrauch sinkt auf unter zehn Prozent. Tatsächlich sterben wohl mehrere Murmeltier, vor allem die jungen, im Winter in dieser Phase, wenn sie zB zu lange dauert, besonders, wenn die schützende Schneeschicht fehlte oder wenn sie gestört wurden. Nach dem Winterschlaf gilt es, die kurze Zeit zu nutzen. Das alte Heu wird heraus geschleppt. Die Paarungsrituale finden draußen statt, aber die Paarung im Bau. Die Männchen ziehen sich nun etwas zurück. Nach 5 Wochen werden eine Handvoll blinde und nackte Junge im Bau geboren. Die Weibchen werden übrigens nicht jedes Jahr schwanger. Die Lebenserwartung kann bis zu 15 Jahre betragen, 90 % dieses Lebens sind die Tiere unter der Erde.

Es gibt alte Aufzeichnungen von Rezepten für Murmeltierfleisch, welches sehr nach Wild schmecken soll und fettig ist. Aber die Jagd ist stark zurück gegangen, in Deutschland sind sie ganzjährig geschützt. Das Fett wird gegen Muskelschmerzen genutzt. Bedroht sind die Tiere vor allem durch den Klimawandel im Hochgebirge. Natürliche Feinde können Adler und Uhu sein und gerade die Jungtiere im Bau können auch einem reinkriechenden Marder zum Opfer fallen.

Es gibt Murmeltiere, die sich an Menschen, nahe Wanderstrecken zB, gewöhnt haben und diesen sogar aus den Händen fressen. Dabei sollte man aber immer daran denken, dass herumlaufende Hunde und Menschen, die zu viel und zu nah kommen, mehr schaden, es sind wilde Tiere. Ich selber habe noch nie eines dieser „sagenhaften Langschläfer Tiere“ gesehen. Aber ich hoffe, es hat Euch Freude gemacht, ein wenig über sie zu erfahren. So ist es mir jedenfalls ergangen. Und ein wenig wünsche ich mir manchmal so eine Winter Schlafhöhle, Ihr auch?

WAS MAN SONST NICHT SIEHT – Leben im Untergrund

Und nun wisst Ihr es: es soll um die gehen, die wir nie oder selten sehen, weil sie ganz oder viel unterirdisch leben. Die Überschrift ist von meinem lieben Schatz, der auch die Idee hatte. Er wußte, das es mir nach einer Veränderung war.

Der Ledereinband eines alten Gesangbuchs wurde zur Sammelstation für diesjährige Projekt- und Naturbilder

Mit Gummibändern durch Ösen kann ich verschiedene Blätter sammeln. Wie Ihr so etwas macht, könnt Ihr bei Michaela Müller oder Kristina Schaper nachschauen bzw lernen

Verlinkt bei der Zitronenfalterin, Creativsalat und dem Magic Crafts

Monatscollage, die erste 2024

Hallo Ihr Lieben.

Es ist wirklich schon wieder der letzte Donnerstag des ersten Monats im neuen Jahr? Unglaublich. War nicht gerade noch Weihnachten und Sylvester? Da muss ich erstmal „kramen“ und schreiben, denn das hatte ich noch nicht auf dem Schirm.

Sehr ruhig fing bei uns das neue Jahr an. Erholung vom wuseligen, manchmal von Krankentagen durchzogenem Advent und Weihnachten. Eher ruhig auch digital. Das änderte sich schnell, es wurde dann Hilfe in der Eifel gebraucht. Da hatte ich weniger den Kopf fürs bloggen und Blogs. Das neue Jahr fing auch mit Veränderungen im engeren Familiekreis an.

Erste Vorbereitungen für die Karnevalszeit laufen. Der Winter mit entsprechendem Wetter hält nach dem vielen Regen und dem Hochwasser Einzug. Endlich gibt es auch hier im Rheinland einmal Schnee. Um aber richtig rodeln zu können,❄️ sind wir ins Sauerland gefahren. Was für eine Freude.

Bei 12 von 12 bin ich wieder dabei gewesen. Habe Euch das fertige Dachskörnerkissen gezeigt, genau wie den neuen Eichhörnchenstempel. Ihr wurdet mitgenommen zu einem frühen, verschneiten Wintermorgen und auch zum Rodeln. Kleine, nach Futter suchende Vögelchen konnte ich beobachten. Dann habe ich an der Dachs und Fuchsgeschichte weitergearbeitet, heute gepostet und mich an das neue Jahresprojekt begeben. Andrea Karminrot sammelt gerade auch Bücherregalportrais und dabei habe ich besonders gerne mitgemacht, Vielleicht ist das ja noch etwas für Dich, mach mit. Der erste Artikel für den neuen Monat zum Jahresprojekt ist nun fertig und wartet auf den 1.2.! Es wird Neues geben.

Nun sammelt auch dieses Jahr dankenderweise Birgit wieder unsere Monatsrückblicke als Linkparty.

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Reineke zieht ein

Hallo Ihr Lieben. Heute geht dann die Geschichte weiter, denn nun tritt die Familie Fuchs in das Leben der Dachsfamilie.

Fortsetzung

Ein Stückchen vom Bau saß eine Fuchsmutter. Ihr Fell sah struppig aus. Um sie tollten vier Fuchswelpen herum. Spielerisch jagten sie sich. In der Anfangszeit war der Vater bei der Aufzucht noch beteiligt. Vor allem in der ersten Zeit, als die Mutter noch stillte, war er für das Futter zuständig. Die Welpen waren im Frühjahr unter einer großen Wurzel in einem kleinen Bau geboren worden. Dann hatte die junge Familie Pech gehabt. Das Wetter, nass-kalt, zerstörte die einfache Höhle. Doch die junge Familie hielt natürlich zusammen.  Der Vater fand eine neue geschützte Stelle. Auf der Lichtung daneben tollte er mit seinen Kindern, wichtige soziale Spiele fanden so statt. Als der Vater eines Tages nicht von der Jagd heim kam, veränderte sich schon wieder vieles für die kleinen Füchse.

„Du bist dran!“

„Nein, Du! Ich war schneller und die nächste Maus gehört mir.“

Du hast gar nicht gewonnen“

„Ich werde gewinnen, ich bin am geschicktesten, hat Papa gesagt.“

„Papa hat gesagt, dass ich die schnellste von uns bin, also…“

Spielerisch war damals statt Mäusen die Lunte des Vaters mit einem Sprung erjagd worden. Eine Engelsgeduld hatte Vater Reinecke gehabt. Kleine spitze Zähne bissen vorsichtig in Geschwisterchen oder Elternkörperteile. Und jeder wollte an erster Stelle stehen, wenn die Mutter Beute brachte, oder der Vater. Eines Tages kam der Vater nicht mehr heim, er war für ein Auto nicht schnell genug gewesen. Gut, dass die Rasselbande aus dem Gröbsten raus war. Aber wo die Mutter nun alleine für Beute zuständig war, wollte sie gern eine sicherere Behausung. So kam es, dass sich Fuchs- und Dachsfamilie treffen sollten.

Kuscheliger Dachsbau

Den Dachsbau hatte sie vor Tagen bei Streifzügen entdeckt und untersucht. Das alte Höhlensystem war groß genug, als dass nur die Dachse Platz dort hatten.

Nun saß sie da und wartete auf Frau Grimmbart und ihre schnüffelnde „Bagage“. Um sie tollten ihre braunen Jungtiere. Nicht nur ihre eigenen jagten einander oder irgendein Insekt. Die Jungfüchslein waren behände und sprangen hoch und weit. Die Dachskinder tusselten auch umeinander, etwas behäbiger sah das aus. Spielerisch knufften sie nun ihre Mutter.

„Es riecht anders! Wer ist das?“

„Puh, die riechen stark“

„Die haben da was liegen gelassen, da will ich gucken!“

Sie spielten trotz Ablenkung auf beiden Seiten weiter und trainierten dabei auch ihre Fähigkeiten für die Jagd. Ihre Mutter sorgte auch mit ein paar Tatzenschubsern dafür, dass sie bei ihr blieben:

„Kinder“, sagte die Frau Grimmbart. Doch sie hörten gar nicht zu. Sie fiepten, bellten und tobten und grunzten auf beiden Seiten. „Kinder!“ rief die nochmals. „Ach Kinder, es ist gut jetzt, ich muss Euch noch die Hecke auf der anderen Seite zeigen“ Diese war ein kleines Paradies, voller Beeren, Insekten und kleinen Wirbeltieren. Ein wenig wollte sie ihre Kinder von den Neuankömmlingen ablenken. Sie wußte, sollte sich Frau Reineke zum Bleiben entscheiden, dass es nun auf der Seite anders zugehen würde. Kurz gefaßt: unordentlich und stinkend. Aber sie war sich auch sicher, dass der Hunger ihrer Rasselbande sie gleich ihr folgen lassen würde.

Derweil untersuchte die Füchsin schnüffelnd nochmals einige abgelegenere Teile der Dachsburg. Diese waren gerade nicht in Nutzung, aber gut in Schuss. Ein perfekter Schutz für ihre kleine Familie. Sie war bis jetzt nicht sehr wählerisch gewesen, die umgestürzte Fichte mit ihrem herausragenden Wurzelwerk war auch keine schlechte Zuflucht gewesen. Aber bei dem Wind und Regen der letzten Tage. Nichts ging über einen ausgebauten Dachsbau! Gute Ruhehöhlen, Wohnkammern würde es geben, Fluchtgänge und später im neuen Jahr einen neuen Wurfkessel. Ein wenig könnte sie ja noch ausbessern. Scheinbar ließ die Dachsmutter sie hier einziehen. Sie hatte nicht interveniert, als sie sich nun getroffen hatten.

Frau Reineke sah zu, wie sich die schwarz weißen Körper im Unterholz der Hecke verloren. Auch ihr Magen knurrte. Sie würde auf Mäusejagd gehen und ihre Jungen in den Bau scheuchen. Es war alles noch neu, da würden sie sicher folgsam sein und neugierig die Höhlen untersuchen. Vielleicht würden sich auch mehr als Mäuse finden. Bald schon sollten sie mit ihr erstes Erkundungen und Jagdversuche machen.

Sie hinterließ auch gleich Mal einen stinkenden, markierenden Kothaufen in der Nähe ihrer erwählten Höhle. „Warum die Dachse dafür immer ein Stückchen weiter ein extra Loch buddelten, so eine Arbeit. Ach, ein wenig Unordnung schadete doch nicht, oder? Außerdem wußten nun alle anderen Füchse gleich, dass sie nun hier lebte!“

Aneinandergekuschelt

Fortsetzung folgt

Verlinkt beim Creativsalat und Magiccrafts

mäuselder Fuchs

Winterwonderland

Hallo Ihr Lieben.

Eine kalte und schneereiche Woche (für hiesige Verhältnisse) liegt hinter uns. Seit langem hat es sogar hier so viel Schnee gegeben, dass es über längere Tage eine geschlossene Schneedecke gab. Ausreichend für Verkehrschaos, aber auch für Winterfreuden.

Close to the ground, auf Kalbchenhöhe

Noch im Dunkeln, nach dem ersten Schneefall, bin ich mit dem Hund am Dienstag zum morgentlichen Gassi losgestapft. Und hatte ein neugierig, warmes Erlebnis. Rinder sind von Natur aus eher neugierig, sie wollen wissen, was los ist, bevor sie die Flucht ergreifen. Die beiden bunten Rinder kamen zu mir, ließen sich streicheln und lecken meine Hände ab. Ich hatte ganz vergessen, wie rau diese großen, langen Zungen sind, die sich um die Hand wickeln. (Immerhin pflücken sie damit auch das Gras). Und es waren zwei junge Kälbchen von den Highländer draußen. Mein Gott, sind die puschelig 😍 Eines hat sich etwas näher getraut und leider ist das Licht noch sehr gering gewesen, so dass die Bildqualität bescheiden ist. Dieser Schnee verschwand über Tag, wurde dann aber vom andauernden Schneefall, wie angekündigt, Mittwoch ersetzt.

Ich schrieb ja, Winterwonderland. Der Hund fand das kurz interessant, dann wollte er aber viel lieber heim. So schöne Strukturen zaubert der Schnee. Und überall entstanden Schneemänner (viele überlebten leider den ersten Tag nicht. Die einen bauen gern, die anderen haben Freude am zerstören).

Suchbild (Close to the ground)

Selbst im flachen Rheinland fand sich für uns ein kleiner Hügel um etwas Bob zu fahren, auch wenn der noch aus den Kindertagen (und zu klein) ist. Einige Kinder hatten die gleiche Idee, ihre Eltern hatten daraus gleich einen Ausflug mit Glühwein und anderen Leckereien gemacht. Hinter uns flogen die Drosseln durch das Geäst, aus der Ferne sahen wir, wie vier Teenager einen sehr großen Schneemann bauten. Auf dem Rückweg waren kleine Vögel in Bodennähe emsig am Suchen. Einen Zaunkönig und diese Heckenbraunelle. Eigentlich ziehen Heckenbraunellen in wärmere Gefilden, da sie sich hauptsächlich von Insekten ernähren. Aber da die letzten Winter vielfach milder ausfielen, bleiben sie nun oft da.

Mit dem Auto musste Gott sei Dank niemand los. Da gab es ja auch genug Chaos in der Umgebung. Eingeschneit auf der A3, keine Busse mehr… Wir sind Schnee einfach nicht (mehr) gewohnt.

Gestern, am Samstag, wurden aber alle schneetauglichen Sachen zusammen gepackt und es ging ins Sauerland. Als Kind bin ich schon hier runter gerodelt, hinter unserer Straße den Berg rauf gelaufen und natürlich runter

Keuchend oben auf den Schlitten sitzend verschnaufend, dann musste als erstes der Sitzbob genutzt werden, eine Bahn durch den Tiefschnee ziehen. Dabei fegt einem der Schnee ins Gesicht, d.h., blinzelnd irgendwie runter kommen, hoffentlich eine vernünftige Bahn ziehend. Gleichgewicht halten. Die Bahn mit Bob und zwei Schlitten ausgefahren, wurde immer länger und breiter und vor allem schneller. Wenn Ihr glaubt, ich wäre nur oben geblieben und hätte der Jugend zugeschaut, irrt Ihr. Ich liebe rodeln! Neben uns hatten Kinder schon eine Schanze gebaut, so wie früher ihre Eltern. Nur das sie mit Bobs da rüber sausten, damals war es eine Ski Schanze.

Zwischendrin saßen wir auch auf dem Schlitten und genossen die Sonne und verschnaufen. Und unter dem Ginster war plötzlich ein Rotkehlchen, was suchend hin und her hüpfte und flatterte, auf der Suche nach Nahrung.

Es ließ sich nicht von uns stören. Die kleinen Vögel brauchen bei der Kälte und dem Energie Aufwand oft mehr als das Doppelte ihres Körpergewichts. Jeh nach dem, was sie als Nahrung zu sich nehmen (können).

Ansonsten war die Woche mal ruhig (Schneefall – eingemummelt) mal gut gefüllt. Etwas habe ich gebloggt und für Andreas Linkparty etwas über ein Bücherregal geschrieben und Euch das Winterschlaf-Eichhörnchen gezeigt. Daher war ich noch nicht viel bei Euch unterwegs.

Habt noch einen wunderschönen Sonntag, mit angenehmen Winterwetter.

Verlinkt bei Andreas Samstagsplausch, Naturdonnerstag, Juttas Close to the ground und niwibos „alles auf Anfang“ (wenn man voller Schnee, schön nass an bestimmten Stellen und k.o. ist, ist es jedesmal wenn man unten angekam, ein wenig „alles auf Anfang“ um wieder hoch zu stapfen) und der Galerie Himmelsblick