es riecht nach Rauch

Hallo Ihr Lieben.

Hört sich nicht so gut an, die Überschrift, oder? Aber keine Sorge, hier ist nichts abgefackelt. Ich hab nur den Ofen an, Kerzen flackern und mein Brennpeter qualmt.

Ein was? (und keine Sorge, Qualm sieht man eigentlich nicht so richtig)

Vor sehr langer Zeit habe ich mal ein Bastelgerät bekommen, dass ganz schön heiss wird. Wie so oft, landen manchmal solche Sachen etwas weiter hinten in der Schublade, obwohl man viel Spass damit hatte und einiges damit auch schon verschönert hat. Dieser Lötkolben ähnliche Brennpeter wird nämlich so heiss, dass man damit auf Holz malen kann. Ich glaube, sie erfahren gerade auch ein wenig die Wiederentdeckung. Jedenfalls, ich wollte schon lange damit mal wieder arbeiten und hier seht Ihr, was daraus geworden ist:

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Erst habe ich mit dem Bleistift vorgezeichnet, dann das heisse Gerät in die Finger genommen und losgelegt. Ups, hier ist sogar der Radierer mit drauf gekommen, denn ob einem das Bild gelungen ist, sieht man erst richtig, wenn man das Vorgezeichnete wegradiert hat. Jetzt habe ich verkrampfte Hände und die eckige Dame gefällt mir gerade auch nicht mehr so, da will ich mir noch mal was anderes überlegen. Aber ich zeige Euch bald mehr…

 

Nicht lange überlegen musste ich, als ich dies Buch in den Händen hielt. Auch wenn es eigentlich für jüngere Leser gedacht ist, finde ich, ist es ein „all ager„. Aufmerksam auf diesen Titel war ich durch den Blog *Tintenhain* geworden und möchte Euch den sehr an s Herz legen: „GoodNight Stories for Rebel Girls“ von Elena Favilli und Francesca Cavallo

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Gleich die Seiten von Grace O`Malley und Hypatia fielen mir besonders in s Auge, da ich als Jugendliche schon begeistert Bücher über sie gelesen hatte: Ich, Grace O`Malley von Franjo Terhart war ein dtv pocket und Hypatia von Arnulf Zitelmann gibt es jetzt noch bei Beltz. Und ist das Buch nicht wunderschön aufgemacht?

Dazu zeige ich einen Ex Libirs Stempel, der aber als *Bücherwurm* Geschenk an eine eben solche geht.

Zeige dies gern wieder auf dem Blog  creadienstag

Habt eine schöne Zeit.

 

http://www.creadienstag.de

Es naht die Zeit

Hallo Ihr Lieben,

so langsam mache ich mir die ersten Gedanken, was zu Weihnachten verschenkt werden kann, was Selbstgemachtes, was Gekauftes,… Es naht die Zeit, die für manche Stress und Hektik beim Geschenke sammeln bedeutet.

Sicher kennt Ihr das alle mehr oder weniger und auch jedes Jahr kommt vor Weihnachten immer wieder die Zeit der ganzen Spendenaufrufe. Ausnahmsweise möchte ich hier auf den Blog von Patrick Rothfuss hinweisen. Vielen ist er als Autor der   noch nicht beendeten Reihe „Der Name des Windes“ bekannt, (aber alles braucht seine Zeit). Solltet Ihr die noch nicht kennen, unbedingt lesen, auch sein Blog ist sehr lesenswert! Tolle Fantasy, ohne *zu viel Fantasy der üblichen Art*. (Das Foto oben entstand auf den netcologne). Patrick Rothfuss hat auch eine Organisation in s Leben gerufen, die Menschen in ärmeren Ländern Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Jedes Jahr ruft er über seine Webseite zu einem Spendenmarathon auf. Das Tolle ist, man kann da ganz feine Sachen gewinnen. Viele andere auch hier bekannte und weniger bekannte Künstler machen jedes Jahr bei den Worldbuilders mit, es ist immer eine ganz besondere Art  Lottery und sicher mal einen Blick wert. Vielleicht statt der 3. Uhr und dem 25. Pully, dem neusten Parfum oder gar den ungeliebten Socken?

Dieses mal in ungewohnter Sache, sonst mache ich ja keine *Werbung*.

 

 

 

Dalapferde

Ihr Lieben!

Gerade habe ich meine schönen Dalapferde (Dalahäst – auf Schwedisch) herausgeholt. Sie sind eine so schöne Deko, nicht nur im Herbst und Winter.

Ich liebe diese Holzfiguren! Das rote hat schon als Spielzeug für mich her halten müssen, meine Mutter hat es aber trotzdem geschafft, dass es recht heile geblieben ist, war immer etwas Besonderes, wenn ich das haben durfte. Die kaputten Ohren sind erst hier durch einen Fall dazu gekommen. Das schwarze Dalapferd habe ich tatsächlich mal auf einem Flohmarkt gefunden.

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Dalapferde kommen traditionell aus der schwedischen Region Dalaran. Ihre eigentliche Farbe ist rot mit traditioneller Kurbitsmalerei. Mittlerweile haben auch andere Farben Einzug gehalten. Die kleinen Holzschnitzfiguren sind bis in das 17. Jhd. zurück zu verfolgen. Sie gehen auf kleine Holzarbeiten aus Kiefer zurück, die im Winter gefertigt wurden, um damit auch die Haushaltskasse aufzubessern. Das Pferd ist nicht nur ein Symbol der Stärke, sondern eines der wichtigsten Nutztiere der bäuerlichen Bewohner Schwedens gewesen, man denke nur an die Geschichten von Astrid Lindgren. Außerdem ist es schon immer ein beliebtes Kinderspielzeug gewesen.

 

Das Dalapferd hat sich zum Nationalsymbol der Schweden entwickelt und ist überregional bekannt.

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Ich habe mir schon lange vorgenommen, ein Dalapferd als Stempel zu schnitzen, für schöne Post oder Einpackpapier, oder… Erst habe ich es noch mit einer Blume gemacht, das hat aber nicht so gut ausgesehen. Die Blume habe ich definitiv nicht so gut hinbekommen.20171114_140140

Ich zeige es mal beim Creadienstag  www.creadienstag.de

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Macht es Euch gemütlich!

Ps, vielleicht mag wer etwas malen, habe eine kostenloses Bild gefunden.

Novemberblues

Hallo Ihr Lieben,

brrr, ist das kalt und vor allen Dingen grau geworden. Der Nebel hängt morgens bis auf den Boden, am Grün hängen überall Tropfen und die Vögel suchen fleissig nach Futter. Schön sehen die Sonnenblumen nun nicht mehr aus. Aber in den reifen Fruchtständen hängen die Stieglitze/Distelfinken und picken sich noch vor dem Flug nach Süden Sonnenblumenkerne. Sie haben sich schon zu Gruppen zusammen gefunden  und sammeln noch mal Energie. Ihr melodisches Piepen begleitete mich nun in den letzten Morgen beim Hundespaziergang. Überall hört man das Rotkehlchen noch mal sein Revier mit Gezirpe und vereinzeltem Gesang zu markieren, es hüpft neben mir von Busch zu Busch. Auch Meisen aller couleur tummeln sich im Mais, an den Sonnenblumen und in den Büschen. Mit der Kamera bin ich immer zu langsam, da die Lichtverhältnisse ja nicht gerade optimal sind, die Ergebnisse sind immer unscharf, daher hier zwei *Archivbilder*.

Ich backe gerade einen Stuten, ein feines Weissbrot, die Namen sind da regional anders. Sohnemann hat sich nämlich den Magen etwas verstimmt. Heute ist hier auch der Sankt Martins Umzug, da werden traditionell Stutenkerle gebacken. (Meine Jungs sind schon was grösser und ich kann mir heute den Luxus erlauben, keine *Kerle* zu backen. Da wir am Wochenende hier einen Geburtstag feiern, wir morgen eh einiges im Ofen gezaubert.)IMG_20171109_135218

Secondhand habe ich letzens drei tolle Bücher ergattert. Von Robert Gernhardt haben wir zwar die Gesamtausgabe, aber Insel Bücher sind einfach noch mal besonders schön! Und Robert Gernhardt ist genau der Richtige, wenn mich etwas der Blues packt.

 

Dreißigwortegedicht

Siebzehn Worte schreibe ich auf dies leere Blatt,

acht hab`ich bereits vertan,

jetzt schon sechzehn und

es hat alles längst mehr keinen Sinn,

ich schreibe lieber dreißig hin:

dreißig.

Robert Gernhardt

 

Außerdem, mit tollen Holzstichen ausgestattet, Der Selbstmörderklub von R.L.Stevenson. Die meißten kennen den schottischen Autoren sicher eher von Die Schatzinsel, sein Long John Silver ist ja ein Archetyp von Pirat. Auch Dr. Jeckyll and Mr. Hyde kennen viele. Auf diese krimiähnliche Erzählungen bin ich nun gespannt. Solche bücher kann man gut zwischendurch mal lesen. Als drittes war da die besonders schöne Ausgabe von Cyrano de Bergerac. Das Buch Herzstiche habe ich mal vor langer Zeit verschenkt. Ja, den Mann mit der grossen Nase und dem flinken Degen aus dem Film gab es wirklich. Ehrlich gesagt, habe ich dies Buch vor allen Dingen geholt, weil es mich an einen lieben Menschen erinnert. Die Briefe sind aber auch schön zum stöbern, sehr poetisch. Außerdem hat mir mein Schatz ein Buch sozusagen in die Hand gedrückt, dass er sehr verschlungen hat:      berg

Es geht um die Besteigung des Mount Everest im Jahr 1924, eine Zeit, in der der Wettlauf um Entdeckungen und Erfolge dieser Art, für manche Abenteurer zum Verhängniss wurde. Schon im Bestseller Terror hat Dan Simmons eine legendäre Expedition zum Thema. Mein Mann hat Der Berg verschlungen, ich bin gespannt auf den historischen Roman, werde berichten, aber ich bin ein viel langsamerer Leser als mein Schatz, daher habt Geduld, wenn Euch der Titel interessieren sollte. Was ich gleich schon mal sagen kann, es geht hier nicht reißerisch und von Höhepunkt zu Höhepunkt zu. Also, erwartet keinen Actionroman.

Wünsche Euch viele Mußestunden und macht es Euch gemütlich.

 

Dies ist ein Herbsttag …
(Christian Friedrich Hebbel, 1813-1863)

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt

 

Pusteblume

Hallo Ihr Lieben!

Ich hatte ganz vergessen Euch von dem kleinen Römermuseum zu erzählen, in dem ich mit den Jungs in den Ferien noch gewesen bin. Hier am Rhein gibt es ja unzählige Fundorte und Stellen, wo der Limes her ging: Römerwelt am Caput Limits in Bad Hönniges. Hier kann man ein klein wenig in die Soldatenwelt eintauchen. Erst habe ich ja gedacht, es ist doch nichts mehr für die *Grossen Jungs*, aber erstaunlicher Weise haben sie sich doch gut *amüsiert*. Eigentlich wollten wir zum grössten Kaltwassergaysir, aber da konnte der Hund nicht mit hin und so lange alleine lassen ging nicht. Dafür waren wir auch noch in dem bunten und lustigen Thor Film. Auch wenn die Komik vielleicht an ein, zwei Stellen doch etwas zu *ungöttlich* war, haben wir uns sehr amüsiert. Und Dank dem Soundtrack hören wir Led Zeppelin mal wieder.

Außerdem wollte ich noch dies zeigen:

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Meine Mutter hat mir schon vor einiger Zeit diese hübschen, kleinen Büchlein geschenkt. Sie hatte sie selber als Kind bekommen. Für heutige Verhältnisse sind sie sehr einfach gehalten, aber in den 50ern gab es noch nicht viele Bücher für Kinder. Und ich oder / und meine Geschwister haben auch unsere Spuren in den Büchlein hinterlassen. Außerdem sie sind so liebevoll getextet und vor allen Dingen die Grafik hat es mir angetan. Mal sehen, ob ich diese feine Pusteblume hinbekomme.

Die neuen Stempel zeige ich auch gern auf Creadienstag   http://www.creadienstag.de

Die Schule hat wieder angefangen, erst jetzt merken wir bestimmt, wie herbstlich es doch geworden ist, wie früh es dunkel wird. Wie fortgepustet, die schönen Tage.

Nach dem eher düsteren „Railroad Underground“ lese ich jetzt das heitere „Wolkenschloss“ von Kerstin Gier. Aus der Sicht der 17jährigen Praktikantin Fanny wird das Zusammentreffen viele unterschiedlicher Menschen im alten Traditionshotel Wolkenschloss geschildert. Wie das Weihnachtsfest dort im Schnee in dem baufälligen, aber charmanten Hotel werden wird? Ich sage nur kleptomanische Oligarchen Ehefrau, verrückte Teenager, ein wenig Verliebtheit – samt entsprechenden Verwicklungen – Fassadenkletterer, bedrohte Familientradition, ein Ring der plötzlich viel wert ist,…

Herbstbeschäftigungen

Schöne Tage