Pusteblume

Hallo Ihr Lieben!

Ich hatte ganz vergessen Euch von dem kleinen Römermuseum zu erzählen, in dem ich mit den Jungs in den Ferien noch gewesen bin. Hier am Rhein gibt es ja unzählige Fundorte und Stellen, wo der Limes her ging: Römerwelt am Caput Limits in Bad Hönniges. Hier kann man ein klein wenig in die Soldatenwelt eintauchen. Erst habe ich ja gedacht, es ist doch nichts mehr für die *Grossen Jungs*, aber erstaunlicher Weise haben sie sich doch gut *amüsiert*. Eigentlich wollten wir zum grössten Kaltwassergaysir, aber da konnte der Hund nicht mit hin und so lange alleine lassen ging nicht. Dafür waren wir auch noch in dem bunten und lustigen Thor Film. Auch wenn die Komik vielleicht an ein, zwei Stellen doch etwas zu *ungöttlich* war, haben wir uns sehr amüsiert. Und Dank dem Soundtrack hören wir Led Zeppelin mal wieder.

Außerdem wollte ich noch dies zeigen:

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Meine Mutter hat mir schon vor einiger Zeit diese hübschen, kleinen Büchlein geschenkt. Sie hatte sie selber als Kind bekommen. Für heutige Verhältnisse sind sie sehr einfach gehalten, aber in den 50ern gab es noch nicht viele Bücher für Kinder. Und ich oder / und meine Geschwister haben auch unsere Spuren in den Büchlein hinterlassen. Außerdem sie sind so liebevoll getextet und vor allen Dingen die Grafik hat es mir angetan. Mal sehen, ob ich diese feine Pusteblume hinbekomme.

Die neuen Stempel zeige ich auch gern auf Creadienstag   http://www.creadienstag.de

Die Schule hat wieder angefangen, erst jetzt merken wir bestimmt, wie herbstlich es doch geworden ist, wie früh es dunkel wird. Wie fortgepustet, die schönen Tage.

Nach dem eher düsteren „Railroad Underground“ lese ich jetzt das heitere „Wolkenschloss“ von Kerstin Gier. Aus der Sicht der 17jährigen Praktikantin Fanny wird das Zusammentreffen viele unterschiedlicher Menschen im alten Traditionshotel Wolkenschloss geschildert. Wie das Weihnachtsfest dort im Schnee in dem baufälligen, aber charmanten Hotel werden wird? Ich sage nur kleptomanische Oligarchen Ehefrau, verrückte Teenager, ein wenig Verliebtheit – samt entsprechenden Verwicklungen – Fassadenkletterer, bedrohte Familientradition, ein Ring der plötzlich viel wert ist,…

Herbstbeschäftigungen

Schöne Tage

Freilichtmuseum Lindlar

Hallo Ihr Lieben,

 

der Oktober meint es noch mal richtig gut mit uns und schenkt uns ein paar wirklich goldene Tage. Am Samstag sind wir noch mal in das Freilichtmuseum Lindlar hier im Bergischen Land gefahren. Wir waren schon ein paar mal dort, aber es ist so wunderschön und auch wenn es vergleichbar mit dem Museum in Hagen oder Kommern recht klein ist, so ist es einfach ein schöner und lehrreicher Spaziergang.

Hier geht es vor allen Dingen um das Leben der kleinen Leute und kleiner industrieller Kultur.

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In der Schmiede, direkt neben dem Drechsler, kann man auch Tageskurse im Schmieden machen. Mein lieber Mann und unser Ältester haben hier mal ein eigenes Messer geschmiedet! Überhaupt gibt es in den Freilichtmuseen tolle Angebote. Schaut mal im Netz, wenn Ihr mal einen Tagesausflug plant, einen Kindergeburtstag feiern mögt oder ein besonderes Geschenk sucht.

Zur Backstube müssen wir natürlich auch immer, hier gibt es frischen Hefekuchen und so feines Brot, fast immer unser Mittagessen.

Gegenüber steht dann ein typisches Haus in dem sowohl die Menschen als auch die Tiere gelebt haben. Ach und um hartnäckige Flecken aus dem guten Leinen zu bekommen legte man dieses auf die Bleiche.

Dies ist übrigens eine gute Stube, gehört zu einem *Kleinhaus* in dem eine Familie mit 6 Personen samt Vermieterin gewohnt haben. DSCN3928Die farblichen Balken an der linken Seite zeigen die verschiedenen Farbanstriche der Wände, immer wieder drüber gestrichen.

Das Kiosk hat es mir immer sehr angetan und auch mindestens ein Sohn nutzt es immer sofort, dass man hier alles noch einzeln und so besondere Sachen bekommt. Habt Ihr Euch auch früher noch von 10 Pfennigen Brause geholt? Es gab da so Talerchen, die waren nur 1 Pfennig, das war so fein. Natürlich gibt es hier auch Kleinigkeiten, die das Herz von Erwachsenen höher schlagen lassen.

Und ich liebe ja alte Klinken. So simpel und schön.

Ein Bauernhaus ist, so wie es jetzt hier steht, bis 1997 noch bewohnt worden. Schaut Euch mal den Boden an, oder die Küche. Hier wurde auch ein tolles Rezept für eigenes Sauerkraut im Glas weitergegeben. Mein lieber Schatz liebt Sauerkraut und wir wollen das unbedingt mal ausprobieren. Einen entsprechenden (heilen!) Topf haben wir nämlich nicht. Ich berichte Euch.

 

Und in der Remise gegenüber stand dieses gelbe Prachtstück, eine alte Postkutsche.

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Wünsche Euch einen tollen Start in die Woche! Und ganz viel Schwein…

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(Ps.Entschuldigt, mir ist es so wichtig, dass auch meine Kinder noch sehen, wie es mal vor noch wenigen Jahren auf dem Land zu gegangen ist.)

Hochsommer?

Hallo!

Brrr. Ist das gestern Abend kalt geworden. Erst hat es wieder mal geregnet. Dann gestürmt und nun ist es zwar nur noch leicht bewölkt, aber recht kühl – aber wir haben doch eigentlich Hochsommer. Nun, zu sehr beschweren darf ich mich auch nicht, wir hatten einen tollen Sonntag und Montag. Man muss es eben nehmen wie es kommt, oder?

Habt Ihr Glück gehabt und auch ein wenig von der partiellen Mondfinsternis gesehen?

Leider wurde es bei uns zu spät dunkel, bzw. der Mondaufgang war recht knapp. so konnte ich nur ein bisschen vom Ende sehen. Aber die Farbe allein und irgendwie tolle Stimmung. Nächstes Jahr gibt es wohl eine richtige Mondfinsternis. Und am 12.-13. August können wir besonders viele Sternschnuppen sehen, wenn der Himmel klar ist. Also, legt Euch schon mal eine warme Decke parat. Die Perseiden kommen.

Sternschnuppe

Manchmal, in schwülen Sommernächten,
Wenn um die Rosen buhlt der Wind,
Löst schwindelnd sich vom Himmel droben
In jähem Fall ein irrend Kind.

Dann stehen wohl die Menschen drunten
Und starren still und bang empor,
Bis sich des Sternleins leuchtend Sinken
In der Unendlichkeit verlor,

Und greifen mit der Hand zum Herzen
Und sinnen einer Sehnsucht nach,
Die zuckend, leuchtend und verglühend,
In dunkle Tiefen niederbrach.

Anna Ritter

Wünsche Euch noch einen schönen August

Erwartung(en)

Hallo!

Es sind Ferien und die Jungs hängen erst mal so richtig ab, in den Seilen, chillen,… im Moment sind da die Erwartungen noch niedriger, (lesen, daddeln, Freunde, Musik, etwas den Hobbys widmen).

Unser Familienurlaub steht noch bevor, da sind wir voller Erwartungen, um wieder nach Rügen zu fahren.

Die Stachelbeeren habe ich letztens zu Marmelade verarbeitet, für einen Kuchen sind einige in die Tiefkühltruhe gewandert. Die säuerlich Marmelade ist auf Brot, Pfannkuchen und Waffeln lecker und wurde sehr erwartet. An die Marmelade habe ich etwas der letzten, kostbaren Vanilleschoten aus dem Gewürzschrank getan. Echte Vanille ist ja sehr teuer geworden. Ein Tropensturm auf Madagaskar hat u.a. dazu beigetragen.

Nun kommen bald die Brombeeren dran und wir erwarten einige Gläser. Gerade reicht es aber eher nur zum Snack auf die Hand, die dunklen, reifen Beeren sind jetzt zumeist im undurchdringlichen Innern der dornigen Sträucher. Vielleicht finden wir im Wald die Tage aber ein paar Himbeeren.

Für ein kleines „Fenster Projekte“ presse ich Blüten zwischen meinem großen Märchenbuch. Ich möchte die Blumen auf Butterbrot Papier kleben und etwas als „Gardinen Ersatz“ nehmen. Wenn es fertig ist, zeige ich es noch mal. Um Blütenblätter bei manchen Blumen zu entnehmen, solltet ihr ein Messer benutzen, sonst zerreißen sie. Ich habe mich sowohl in der Natur als auch im Garten bedient. Schaut doch einfach mal.

Als nächstes werde ich noch mal Blüten für eine Meersalzmischung sammeln, dekorativ. (Malve, Ringelblume, Rose, Borretsch, Schafgabe, …)

Heute Abend erwarten wir wieder starke Gewitter, kaum vorstellbar, wenn man morgens um 7.00Uhr mit dem Hund die Runde macht. Da ist es noch ruhig und kühl.

Hinten im Feld habe ich, ganz gegen meiner Erwartungen, Habichte entdeckt. Natürlich sind die scheuen Raubvögel gleich in sichere Entfernung geflogen, aber mit der Kamera habe ich sie doch eingefangen. Ein Habichtweibchen sitzt hinten auf dem Zaun, findet Ihr es?

Übrigens, neben dem Fussball, der mitten in einer Kaninchenkolonie liegt, huscht gerade ein „Langohr“ aus seinem Bau, findet Ihr es? Na ja, ist ja eigentlich kaum etwas zu sehen, etwas Fell und Ohr. Aber eigentlich war das auch Zufall, ich wollte die Gegensätze aufnehmen.

Leider steht das Johanniskraut auf der falschen Seite des hohen Zaun, sonst hätte ich einiges für Wintertee, (ist ja ein Stimmungsaufheller,) sammeln können.

Da die Vögel jetzt in der Mauser sind, kann man schöne Federn finden. Natürlich sind das fast nur die grossen Krähen- Elster- oder Taubenfedern, aber es sind trotzdem kleine Kunstwerke. Mit ein paar Perlen und Nadel und Faden möchte ich daraus ein Windspiel machen. Werde ich Euch auch bald zeigen.

Schmetterlinge zählen war ja die letzen Tage. Ich hab es zu spät gelesen. Ihr seht hier einen Kaisermantel, der sich leider beharrlich weigerte, die Flügel weiter zu öffnen. Und diese braune Raupe, haarig und unscheinbar, gehört zum Zimtbär und ich habe keine Ahnung, wovon sie sich in meinem Garten ernährt hat, auch wenn ich ja immer mal wieder Kräuter stehen lasse, die eher Unkräuter sind. Vielleicht hat ihm der Breitwegerich und der Löwenzahn doch gereicht. Ja, Blühpflanzen für die Schmetterlinge haben wir, aber Wirtspflanzen für die Raupen, wohl eher nicht. (Foto Quelle des Falters: Wikipedia)

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Überall blüht nun die Wegwarte. Einer Legende nach, sind dies die blauen Augen eines verwandelten Burgfräuleins, das vergeblich auf die Rückkehr des geliebten Kreuzritters aus dem Krieg wartet.

Wegewarte

Es steht eine Blume,
Wo der Wind weht den Staub,
Blau ist ihre Blüte,
Aber grau ist ihr Laub.

Ich stand an dem Wege,
Hielt auf meine Hand,
Du hast deine Augen
Von mir abgewandt.

Jetzt stehst du am Wege,
Da wehet der Wind,
Deine Augen, die blauen,
Vom Staub sind sie blind.

Da stehst du und wartest,
Daß ich komme daher,
Wegewarte, Wegewarte,
Du blühst ja nicht mehr

Hermann Löns

Ich wünsche Euch allen eine schöne Sommerzeit, Danke dass Ihr vorbeigeschaut habt/vorbei schaut.

Es kann hier zwecks Sommerferienaktivitäten etwas ruhiger werden.

 

Sommersonnenwende

Hallo zusammen!

Vor einigen Tagen war der längste Tag des Jahres und die hellste Nacht. Sommeranfang laut Kalender. Und das auch mit dem dazu passendem Wetter, dem heißesten Tag des Jahres.

20170621_095520Ich reiche Euch mal einen (leider nur digitalen) Smoothie aus tiefgekühlten Himbeeren und Mangos, sowie frischen Johannisbeeren und etwas Pfefferminze. (Hirnfrost 😉). Einfach herzustellen: mal schauen, was ihr so daheim in der Obstschüssel habt und mit Tiefkühlkost in den Mixer, die Minze gibt einen frischen Extrakick. Nichts Neues eigentlich, aber ich brauchte da noch mal einen Wink von einer Freundin: „…der Mixer im Keller würde das nicht alleine machen“.

 

Ich wollte noch das kleine Bilderrätsel Auflösen. Leider ist Meister Adebar im Nest hocken geblieben und hat nur fleissig mit den Flügeln geschlagen. (Vielen ist er ja auch als *Kinderbringer* bekannt.)

 

Der Fabelname Adebar kommt übrigens aus dem Germanischen auda – Glück, Heil und bera – tragen.

Da versteht man doch, dass sich den Zugvogel viele Bauern auf ihren Besitz wünschen und Nisthilfen anbieten, er soll ihnen Glück bringen. Hier ist es übrigens eine abgeschnittene Weide, die natürlich auch fleissig wieder ausgeschlagen hat.

Bei uns daheim ist der Weissstorch leider ein selten gesehener Gast.

Wünsche Euch einen schönen Sonntag, uns hat der Wind hier eine gewisse Abkühlung gebracht und wir hoffen noch auf Regen.