Ist der Mai etwas wirklich heute schon fast vorbei? Möglicherweise wiederhole ich mich, der Monat raste nur so an mir vorbei. Birgit sammelt wieder unsere Monatscollagen.
Natürlich fing der Monat mit einem Beitrag zum Jahresprojekt „Was man sonst nicht sieht“ an. Hamster-stark! Ein wenig mit dem Rad unterwegs, wenn es sonnig war zB. Leider gab es diesen Monat ganz schön viel Wasser von oben. Endlich schrieb ich die Fuchs-Dachs-Geschichte weiter und war auch passend dazu mit den Händen kreativ. Vom Steinadler war ich sehr beeindruckt. Wenn die Sonne die Regenwolken verdrängte, war es warm und wunderbar. Auch die Uhu Küken, welche ich nachts gern per Webcam beobachtete, trugen oft ein nasses Federkleid.
Es mußte viel im Garten in kurzer Zeit gewerkelt werden, jäten, umpflanzen, einpflanzen. Die Gurken mochten es gar nicht, was auch immer und es ist Schneckenwetter. Der gelbe Ginster im Sauerland leuchtete weithin. Hochwasser im Rhein, aber hier vergleichsweise harmlos. Die Rheinfahrt „unserer“ Senioren war perfekt getimet und es schien die Sonne (aber Ihr seht wie viel braunes Wasser da herab fließt). Ganz lieben, viel zu selten Besuch hatten wir. Nicht so gute Nachrichten gab es auch im Mai im Privaten. Daumen drücken müssen wir in mehrfacher Hinsicht.
75 Jahre Grundgesetz wurde (nicht nur) in Bonn gefeiert – zu Recht! Und ich erfahre endlich, wie es mit dem Bücherschmuggler Jess im zweiten Band um die magische Bibliothek weitergeht. So spannend! Tetra-Pack habe ich wieder zweckentfremdet um zu drucken.
Für Astrids Blumenstrauß Sammlung habe ich noch ein paar Rosen. Ein kleiner Strauß, bei dem die regengeschädigten Blüten erstmal rausgeknipst werden mussten. Aber wunderschön ist er jetzt!
Juni bringt uns (zumindest geplant) bald den benötigten und lang ersehnten Urlaub.
Wenn Ihr etwas weniger Kommentar auf Blogger Blogs von mir gelesen habt, dann weil ich nicht immer selbige absenden konnte. Den Grund habe ich noch nicht heraus bekommen, aber es ist nicht der Browser sondern Technik hier daheim.
Meine Güte, die Zeit rast. Habt Ihr früher auch immer gedacht, warum sagen das die „alten“ Leute immer? (Ich erwische mich manchmal bei dem Satz: „bist du aber gewachsen!“ Furchtbar.)
Was haben wir Anfang der Woche bei dem Wetter (und den Wassermengen) gezittert, ob unsere Fahrt mit den Senioren auf dem Rhein statt finden kann. Wie Ihr an den Fotos seht, es ging!
Die braunen Wassermassen wälzen sich unglaublich schnell durch das Flussbett. Gegen den Strom war der kleine Ausflugsdampfer langsam unterwegs. Aber hatte es auf dem Weg per Bus zum Anleger in Bonn am alten Zoll noch etwas geregnet, so riss die Wolkendeckel während der Fahrt immer wieder auf. Wenn Engel (?) reisen. (Wer mal in Bonn ist, unbedingt zum alten Zoll gehen, auf der Rückseite der alten Uni. Traumhafter Blick über den Rhein zum Ennert, Beuel und Siebengebirge, gleich im Hofgarten und natürlich an der Rheinpromenade)
„Warum ist es am Rhein so schön?“
Früher war der Drachenfels schon ein beliebtes Ausflugsgebiet. Verwandtschaft von mir hat dorthin seine Hochzeitsreise gemacht. (So große Reisen hat man früher nicht als Hochzeitsreise gemacht, selbst wenn man es sich vielleicht hatte leisten können.) Und wer einmal dort hoch möchte, dem kann ich nur raten, es nie wärend der Ferien zu machen, oder doch zumindest dann nicht am Wochenende. Die historische Zahnradbahn bringt einen auch kräftesparend hoch. (Runter geht vielleicht leichter zu laufen)
Bis nach Remagen ist das Schiff unterwegs. Und während viele den „Rheinischen Nachmittag“ mit Tanz und Schlager genießen, schaue ich gern rechts und links.
Vielen ist die Brücke von Remagen vielleicht noch ein Begriff. Und sei es auch nur aus dem Film. Die Brücke, vormals eine Eisenbahnbrücke, selber existiert nicht mehr. Nur die alten Brückenpfeiler sieht man weithin, auch als Mahnmal!
Donnerstag war voller Vorfreude auf Besuch. Liebe Freunde, leider zu weit weg wohnend, machten eine Übernachtung bei uns. Auch wenn an dem Tag auch noch schlechte Nachrichten eintrudelten, so war der Tag insgesamt wunderschön! Wenn man sich so selten sieht, ist das immer etwas Besonderes. Ich weiß dann manchmal gar nicht, was ich alles als erstes erzählen möchte und kann. Da sprudelt alles förmlich aus mir raus. Es ist ja nicht so, als hätten wir nicht zwischendrin auch Kontakt, dass Handy macht es möglich. Aber persönlich ist das noch einmal ganz anders und wir platzen alle schier vor Neuigkeiten. Außerdem hatten wir sogar viel Glück mit dem Wetter! Nach dem Essen wollten wir noch einen Verdauungsgang durch die Felder machen. Es hatten sich um uns schon große Wolken aufgebauscht.
Himmelsblick gegen Abend mit besonderem Licht und reichlich Regenwolken
„Ach, auch das zieht um uns herum“. Pustekuchen, ich hatte so unrecht. Ein Platzregen ging nieder und zog auch nicht weiter. Fast die ganze Nacht regnete es durch.
Vergessen…
Aber bis dahin… Nun eben drinnen gemütlich machen. Viel Regen gab es schon wieder. Mein Regenmesser war bis oben hin voll.
Viel zu schnell ist so kostbare Zeit immer vorbei.
Am Wochenende würde und wird das Jubiläum unseres Grundgesetzes gefeiert! In Bonn wurde vor 75 Jahren Geschichte geschrieben. Wenn Ihr nun meint, so wichtig sei so etwas doch nicht, der hat sich die Artikel noch nie durchgelesen!
Wir sind dann per Bus und Bahn in das ehemalige Regierungsviertel gefahren. Das so viele Menschen die gleiche Idee haben würden, hatten wir uns nicht vorgestellt. Und das hat uns doch viel Hoffnung gegeben. Auch in Bezug auf die kommende Wahl und die Wahlbeteiligung. Ich war schon im Rathaus vergangene Woche und habe gewählt.
Wer in die entsprechenden (historischen) Gebäude wollte, musste lange Schlangen in Kauf nehmen. Natürlich gab es Kontrollen. Zu gern hätte ich u.B. die Villa Hammerschmidt besucht, aber so lange hatten wir keine Zeit (Hund daheim) Die Eröffnung durch unseren Bundespräsidenten hatten wir eh schon verpasst.
Schön, dass sich vielleicht doch viele Menschen für so etwas interessieren.
Da ich genialer weise mein Handy vergessen hatte, kommen die Fotos von der Grundgesetz Feier über die Söhne (Danke Euch).
Leider habe ich häufiger Probleme bei „Blogger“ Blogs meine Kommentare abzusenden, es tut mir leid, aber ich habe das Problem bei mir noch nicht gefunden.
Ich möchte Euch allen frohe Pfingsten wünschen. Nicht nur, weil es uns immer ein langes Wochenende beschert, auch, weil ich es wichtig finde. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel, ich wiederhole mich 🙂
Meine Oma pflegte dann immer Johann Wolfgang von Goethe zu zitieren:
Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten und blühten Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel; Jede Wiese sproßte von Blumen in duftenden Gründen, Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.
aus: Reineke Fuchs
Sie war vom Hof und hatte auch auf einen Hof geheiratet. Der Frühling war ihr immer ganz wichtig, nicht nur die Pracht des Neuanfang s nach dem Winter, bestimmte er doch schon, wie gut die Ernte werden könnte. Und überdies liebte sie Blumen, ihren Garten. Etwas, dass sie erst an meine Mutter und diese dann an mich weitergegeben hat. (Als Kind musste ich ihr im Garten helfen, das mochte ich gar nicht, genau wie daheim die notwendigen Gartenarbeiten, die man ab und zu mal tun mußte. Also da kam keine Garten Liebe auf.) Was wir alle in der Familie aber immer hatten, war die Freude daran, draußen in der Natur zu sein.
Überall leuchtet der Ginster, (als Bodendecker wird er gegen die Austrocknung mitlerweile stehen gelassen, früher als Konkurrenz bei Neuanpflanzungen auch ausgebuscht)Ehrenpreis mit Blick auf das „Land der 1000 Berge“Pantherspanner im WaldSehr Ihr das alte Harz und wie blank und schimmernd das Holz istjunge Blutbuchenblätter gegen das Licht fotografiert Beim letzten 12 von 12 habe ich dieses Foto unterschlagen, irgendwie hatte das Hochladen nicht funktioniert, aber die Karte passt mit den Sauerländer Ausdrücken doch gut zu den obrigen Bildern
Die Woche hatte Schönes und weniger Schönes. Letzteres zu ändern liegt nicht in meiner Macht und wir sammeln ja für die Sonntagsschätze die schönen Dinge. Wie Ihr seht, war ich bei meiner Mutter im Sauerland, bei strahlendem Wetter.
Suchbild
Im Park werden einzelne Flachen gemäht, so will man vor allem den Blumen eine Chance gegen die Gräser geben, die sie sonst verdrängen. Das freut auch so manche Vögel, die sonst nicht so oft im Ort zu sehen sind. (Außer es gibt kleine ungeschützte Teiche in den Gärten, da kann man auch schon mal als Reiher nicht widerstehen)
Dem sanften Duft der Pfingstrosen kann ich auch nicht widerstehen. Ein paar hole ich mir gerne herein. Die Iris war umgeknickt und ein kleiner Kontrast zu den puschelige Blütenbälle.
Mit dem Schatz war ich endlich wieder im Kino, 80er Jahre Nostalgie pur! Und perfekte Unterhaltung. Auf dem Rückweg liefen wir hier vorbei. Ich bin mir mitlerweile ziemlich sicher, dass es bewusst inszeniert wurde:
Der alte Verkaufsraum (fast wie ein lost place) wurde sicher künstlerisch aufgewertet. Man kann bestimmt verschiedene Interpretationen zulassen. Da der Rollstuhl aber zurück gelassen ist, wird er nicht mehr genutzt, der Besitzer hat sich den Preis verdient und braucht ihn nicht mehr. Ich bin eher der „Glas halb volle Typ“.
Ich hoffe, der Regen ist nicht zu viel bei Euch gefallen und es ist glimpflich abgelaufen (die Warnungen waren ja Besorgnis erregend und den SW Deutschlands hat es schwer erwischt. Hier sind gestern u.A. mit nur einem schweren Guß zwanzig ml runtergekommen, aber das war kein Problem)
Fleißig hat es weiter geregnet noch Anfang der Woche. Es ist gut an der Wiese zu sehen. Ein Dunst, die Wolken bis zum Boden hängend. Und doch so eine ganz eigene Magie und Stimmung!
Pünktlich zum Feiertag, Christi Himmelfahrt/Vatertag wurde es sonnig. Da der Sohn das Auto benötigte, war ich mit dem Rad unterwegs. Das Ziel wäre eigentlich schnell mit Auto bzw per Luftlinie zu erreichen, mit dem Rad würde es eigentlich auch schnell gehen müssen. Eigentlich. Wäre da nicht die Autobahn, Schnellstraße und natürlich die Flussüberquerung. So radelte ich in einem riesen Bogen. Aber das Ziel war lohnenswert. Viele Menschen waren im Wald unterwegs. Kein Wunder, war es doch endlich wieder ein so schöner Tag. Hier stellten sich u.A. Falkner vor. Keine Flugvorführungen, aber ich war nah dran am Steinadler.
Der Steinadler baut als einziger Greifvogel eine persönliche Verbindung auf
Beim Rückweg noch durch den Wald und trotz vieler Menschen, kleine Frösche, Schwimmtkäfer und Libellen am Wegesrand entdeckt und viele Schmetterlinge (die aber weiter weg und schnell davon flatterten). Und weil ich da hockte und guckte und fotografierte, kamen auch einige Kinder vorbei, neugierig und dann erfreut, ob der Aussicht. 🐸
Zurück dann etwas anders geradelt und mehrfach verfahren. Wenn plötzlich keine Hinweisschilder mehr da sind, in der Siedlung Baustellen und auch Maps versagt…, etwas Kreuz und quer durch die Kreisstadt…
Schön und „na ja“ im Vordergrund (Abtei Michaelsberg und Kirchturm St. Servatius in Siegburg – im Hintergrund)
Irgendwann am Siegdamm angekommen und ab da ist alles gut. Dann muss ich nur noch zur nächsten Brücke, über die Sieg und Autobahn. Es war etwas anstrengender als gedacht, diese Tour, aber trotzdem gut. Bei dem Wetterchen!
Siegauen (hinter mir sind normale Siedlung, davor Sieg und Autobahn)
Im Garten grünt und blüht es und die Kohlmeisen füttern schon fleißig außerhalb des Nistkasten. Im bereits blühenden Holunder können die Blattläuse gleich vom Blatt in den Schnabel gefüttert werden. Leider gibt es keine Fotos, denn als ich sie endlich zwischen dem ganzen Grün gut vor der Linse hatte, da flog ein roter Milan über die Häuser. Nein, der ist keine Gefahr für die Vögelchen in den Gärten, aber die Silhouette reichte und alles duckte sich. Nur die Krähen nicht, die fliegen gleich Attacke.
Die Fuchs- und Dachsfamiliengeschichte ging auch hier die Tage weiter. Passend dazu habe ich mal getestet, ob ich nicht etwas aus Eierkartons zu dem Thema machen könnte:
Ich werde mal schauen, dass ich die Portrais mit einer Heißklebepistole aufklebe, ein normaler Kleber tat es nicht.
Man schneide aus der Mitte die spitzen Hütchen aus und lasse seiner Fantasie freien Lauf. Wenn ich die Acryl Farben finde, teste ich es noch einmal mit mehr deckender Farbe. Hier wurden nur Buntstifte verwendet. (bei Interesse kann ich auch Schritt für Schritt Fotos zeigen)
Die kleinen Geschichten um die Grimbarts und die Reinekes geht natürlich weiter:
In der Hecke waren Mäuse. Natürlich waren diese in ihren Gängen verschwunden. Schnüffelnd und schnaubend steckten die jungen Dachse ihre Nasen in die verschiedenen Gänge. Fragend käckerten sie zu ihrer Mutter. Die Mutter ließ sie aber erstmal gewähren und streifte mit den Zähnen einige Samen ab. Sie wußte, wenn man an einer Stelle grub, waren die Mäuse schon an der anderen Seite heraus geflüchtet. Seltener fand man mal frisch geborene, die man ausgraben konnte. Das mussten die jungen Racker aber selber merken. Die Dachsmutter steckte nun die Schnauze auch in ein Loch, dann buddelten sie es zu. Ob die Kinder es verstanden? Sie schaute nach dem nächsten Loch und verschloß es auch. Nun waren nicht mehr so viele Fluchtgänge frei. Sie keckerte. Die letzten Nacht war windig und unruhig gewesen, da waren sie nicht unterwegs gewesen. Da war sie lieber vorsichtig. Etwas, was sie mit der Füchsin gemeinsam hatte.
Gerade in einer Hecke wußte man nie, was man finden konnte: Insekten, Nüsse, Äpfelchen, Beeren und Samen, vielleicht sogar ein Nest eines Vogels oder sogar ein junges Kaninchen. Sie war nicht all zu wählerisch, schließlich musste man ein Fettpolster anlegen für den Winter, wenn es viel weniger zu fressen gab. Und ihr Speiseplan war vielseitig. Der Spätsommer war perfekt um den Jungen all die Möglichkeiten aufzuzeigen. Bald würde es auch mehr Eicheln und Nüsse geben. Wenn sie bei dieser Jagd feststellen würden, dass man vielleicht eine Maus erwischte, wenn Gänge blockiert waren, waren sie schon etwas klüger. Es waren ja mehrere Nasen gleichzeitig in den Mauselöchern. Sie würde schon lernen.
Nun hatte es sich die Fuchsfamilie in dem Teil des Baus bequem gemacht, der nicht von den Dachsen gerade genutzt wurde. Rein und wieder raus waren die Jungfüchse die Gänge gelaufen. Alles mußte genauestens erkundet werden. Dann balgten sich, bissen auch mit den jungen, spitzen Zähnen zu. Sie gingen viel rauher als die Dachse miteinander um. Nun wurden sie langsam müde. Die Mutter seufzte, sie konnte den Hunger nicht länger ignorieren. Mit einigen bellenden Lauten signalisiert sie den Jungfüchslein, dass sie noch mal im Bau bleiben sollten. Bald würden sie die begleiten, genau wie die Dachskinder ihre Mutter. Aber heute war es ihr etwas zu viel. Sie schnürte los, schaute noch einmal kurz zurück und sah, wie ein paar kleine Schnauzen aus der Öffnung schauten. Sie schlug den Weg zum Feld ein. Auch sie hoffte auf Mäuse, würde aber auch alles andere nehmen, vom Regenwurm bis zum Kaninchen.
Derweil fingen die jungen Dachse an, bei verschiedenen Löchern zu graben. Es wurde ernster für die Mäuse und eine versuchte zu entwischen und lief einem jungen Dachs fast vor’s Maul. Der war so verdutzt, dass die Maus entkam. Die Geschwister lachten keckernd, aber nun hatten sie verstanden. Die anderen Mäuse entkamen nun nicht mehr so einfach. Dazu wurden die tiefer hängenden Brombeeren und reife Blumensamen gepflückt und noch ein paar Würmer und Insekten ausgegraben. Alles zusammen ergab ein ziemlich gutes Abendessen.
Die Füchsin war auch auf Mäuse gestoßen. Nun verharrte sie vor dem Loch und wartete. Sie hörte das Mäuschen näher kommen und war sprungbereit. Heute konnte man wieder gut hören, kein heftiger Wind. Mit den Hinterbeinen schnelle sie hoch, die Vorderpfoten dicht beieinander und den Focus auf das kleine Beutetier. Im Bogen sprang sie und die Pfoten landeten auf der Maus. So jagte sie noch ein paar auf der großen Wiese und kam mit dem Maul voller kleiner Nager zurück. Das sollte erst einmal reichen. Eine war auch im eigenen Magen verschwunden. Nicht wirklich sättigend für sie, aber vielleicht würden die Dachse noch etwas in der Hecke übrig gelassen haben. Sie würde noch einmal losziehen. Beide Mütter, sowohl Dachs als auch Fuchs, hatten eben viele Mäuler zu stopfen. Kein Wunder, war Frau Reineke struppig und etwas abgekommen.
„Mama, endlich!“
„Es war ganz schön langweilig, die Höhle war ja schnell erforscht“
„Hab so einen Hunger! Das nächste Mal will ich mit. Ich will das auch lernen!“
„Wir haben auch nur ein klein wenig vor der Höhle gespielt. Ehrenwort“
Natürlich wußte die Fuchsmutter, dass sich die Jungen nicht nur in der Höhle aufgehalten hatten. Dafür waren sie viel zu neugierig, zu quirlig. Aber so lange sie nicht zu weit weg liefen. Andere Raubtier waren immer noch eine Gefahr. Sie ließ ihre Beute fallen. Die Jungfüchse strichen um sie und begrüßten sie. Spielerisch stupsten die vielen Nasen aneinander. Die Abendsonne strich ihre warmen Strahlen über die Felle, sowohl bei den Füchsen, als auch bei den Dachsen.
Jedes der Jungfüchse bekam heute seinen Teil. Sowohl bei den Dachskindern, als auch bei den Füchsen musste kein Junges hungrig schlafen gehen. Es würde eine ruhige Nacht geben. Die Vögel gaben am Abend nochmals alles für ein Konzert (also gab es Ruhe im Sinne von Naturruhe) Als es wirklich immer stiller und dämmriger wurde, krochen erst die Jungtiere in die Schlafhöhlen unter der Erde. Ihre Mütter streckten sich jeweils an ihren Plätzen ausgiebig. Scheinbar erging es beiden so, dass sie wenigstens noch einmal kurz alleine verschnaufen wollten. Bei den Dachsen schaute eine kleine, schwarze Nase heraus. Ein leises Stimmchen kam aus der Höhle. Dann wurde es etwas lauter, unerbittlich sozusagen. Erst stellte sich die Dachsmutter taub. Aber dann kam eine zweite Nase dazu. Nun krochen sie alle zusammen tiefer in die Burg, in ihre Schlafhöhle. Der Tag war ereignisreich gewesen und alle schliefen schnell ein, wärmten sich gegenseitig. Sowohl körperlich als auch seelisch aneinandergeschmiegt.
Die Füchsin verrichtete noch einmal ihr Geschäft, allerdings nicht so reinlich wie die Dachse in einer extra Grube. Dann verschwand sie ebenfalls unter der Erde und auch bei den Füchsen wurde nun schlafend gekuschelt.
Verlinkt beim nächsten Magic Craft und Creativsalat