noch mal Lesefutter

Grüsse Euch!

Mit kälteren Temperaturen (ja, es war gestern so ekelig und kühl draussen,) zieht bei mir das Gefühl ein, es mir häufiger auf dem Sofa gemütlich zu machen. Da lauern so viele Bücher auf meinem Stapel (und natürlich schaue ich auch etwas mehr Fernsehen, ich muss dann immer aufpassen, dass ich meinen Hintern auch zwischendrin hoch bekomme).

Im Urlaub habe ich mir einen Roman in Gingst in unserer Lieblingsbuchhandlung geholt. „Ein Fleck im Meer“. Zwei Freunde, die zusammen ein Fischerboot betreiben, geraten auf See in eine Ausnahmesituation, einer der beiden geht unbemerkt nachts über Bord. Ein Tatsachenroman. Außerdem habe ich noch in der Bücherei den Titel „Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen“ vorgemerkt. Und von meinem Mann steht da noch Jack Londons Reisebeschreibung: „Die Reise mit der Snark“. Er hatte sich diese wunderschöne Ausgabe vom mare Verlag letzen Jahr gekauft und sehr viel geschmunzelt, als er es gelesen hat. Wir haben uns immer wieder über Teile des Buches unterhalten und diskutiert, denn es gibt auch zeitlose, kritische Themen in dem Buch. (Ich hatte mir damals von Sir A. C. Doyle: „Heute drei mal ins Polarmeer gefallen“ in gleicher Aufmachung gekauft.)

Ihr merkt schon, ganz schön viel Meer. Aber mir fehlt es auch sehr.

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Aber dazwischen landet auch mal was Anderes. Von Jim Butcher z.B. der erste Band seiner Fantasy Reihe „Codex Alera“, bis jetzt kenne ich ja eigentlich nur die urban fantasy Reihe um den Magier Harry Dresden von ihm.

Ausserdem habe ich Michel Plessix noch mal aus dem Regal gezogen. Der Wind in den Weiden,… *Moment!* werdet Ihr da denken, dies schrieb doch Kenneth Graham. Ja, Ihr habt ja auch recht, aber es gibt eine wunderschöne Comicadaption von Michel Plessix, der Ratte, Maulwurf, Dachs und natürlich Kröterich eine lebendige Zeichenwelt gab. Vorher hatte ich „Die Göttin mit den Jadeaugen“ und die Reihe um den Reporter „Julian B.“ gelesen, für die M. Plessix als Zeichner verantwortlich war. Leider verstarb der Künstler am 21. August in Saint-Malot, seiner Heimatstadt, überraschend an einem Herzinfarkt.

Den Blog Müllerinnen Art kennen sicher einige, die gerne kreativ sind. Nun kommt ein Buch von M. Müller am 11. des Monats heraus, über Drucken und Bücher selber machen. Da bin ich sehr gespannt drauf! bunte bücher müllerinen art

Und dann erscheint „Guardian of the Galaxy Vol. 2“ auf DVD. Der Soundtrack hat uns im Sommer sehr oft begleitet und bei dem ein oder anderen Lied musste man immer wieder schmunzeln, (und sogar laut mitsingen,) weil man an eine bestimmte Stelle im Film gedacht hat. Ja, ich mag Popcorn Kino!

Ach, wir werden sehen, was uns alles noch so auf s Tischchen flattert.

Habt eine schöne Zeit!

Sommerherbst

Hallo zusammen!

Wie schnell doch alles gehen kann. Die Ferienzeit auf Rügen ist vorbei und die grossen Ferien der Kinder ebenfalls. Die heissen Sommertage, die wir noch hatten, enden mit einem Temperatursturz und viel Regen. Herbstzeit!?

Über Rügen werde ich noch berichten. Zeit zum Lesen hatte ich, leider nur viel zu wenig. Irgendwas war immer. Ich habe nur ein Buch geschafft, aus der „Chronik des eisernen Druiden“ den Titel „Gejagd“. Sehr spannend und von dieser Reihe einer der besten Titel von Kevin Hearne. Atticus (Titelheld und keltischer, sehr alter Druide), hat sich beim Abschluss der Ausbildung seiner Druidenschülerin, den Unmut Olympischer Götter zugezogen und wird nun von zwei Jagdgöttinen durch Europa gehetzt. Nicht genug damit, haben andere Götter nun auf den Ausgang dieser Jagd gewettet, Loki ist hinter ihm und seiner Schülerin her und auch im Kreise der eigenen keltischen Götter gibt es wohl einen, der den Druiden Steine in den Weg legt. Ausserdem trägt Atticus schwer daran, dass die Morrigan sich im Kampf gegen die Jagdgöttinen geopfert hat, um den Druiden einen Vorsprung zu geben. Wer spannende Unterhaltung, bzw „urban fantasy“ mag, ist mit diesem Titel gut beraten, auch ohne die Vorgänger kennen zu müssen.51PMKqFaiDL._SY346_

Heute habe ich die Birnen, die wir auf Rügen gepflück haben, (und gar nicht alle so schnell Essen können), entkernt und klein geschnitten. Dann kommen sie in den Ofen zum dörren, später können Trockenfrüchte z.B. dem Müsli zugegeben werden. Ob ihr dabei Schale dran lasst, ist Euch überlassen, gesünder ist natürlich mit…20170831_105737Irgendwie war das perfekt zum düsteren, letzten Tag des Sommermonats August. Gestern noch sonnig, tropisch, schwühl und heute mindestens 10 C weniger mit reichlich Regen.

Das Dörren geht recht einfach, bei niedriger Temperatur schiebt Ihr das kleingeschnitten Obst oder auch Gemüse in den Ofen. Damit Feuchtigkeit entweichen kann, kommt zwischendurch ein Holzkochlöffel in die Ofentür. Der Ofen wird auf 80 Grad Umluft eingestellt. Wenn Ihr das Obst oder Gemüse waschen müsst, sollte es trocken getupft werden. Wer einen Kaminofen hat kann auch Apfelscheiben entkernt auf Holzstäbchen darüber trocknen. Eine zügige Trocknung ist wichtig, damit sich kein Schimmel bilden kann. Äpfel und Birnen brauchen mindestens vier Stunden.

Viel Spass beim Konservieren des Sommers.

Ich freue mich schon darauf, Beiträge über Rügen zu bringen, so verlängere ich noch Sommer und Urlaub. Und wir sind uns vielleicht einig, es gibt doch einfach zu wenig Meer in unserem Leben!

Macht es Euch gemütlich!

 

wenn es blitzt und donnert…

Ein grünes Blatt

Ein Blatt aus sommerlichen Tagen,
ich nahm es so im Wandern mit,
auf daß es einst mir möge sagen,
wie laut die Nachtigall geschlagen,
wie grün der Wald, den ich durchschritt.

Theodor Storm

(1817 – 1888) (Hans Theodor Woldsen Storm), deutscher Jurist, Dichter und Novellist

 

Hallo Ihr Lieben,

es blitzt und donnert, es schüttet wie aus Eimern. Ein Auf und Ab von Temperaturen. Hoffentlich wohnt Ihr nicht in einer Gegend, wo es zu viel geregnet hat, (oder regnet).

Manchmal erscheint einem dann der heiße Sommertag schon sehr weit weg und statt Eis gibt es wohl eher Auflauf oder Eintopf und 30ml Regen pro Guss.

Also habe ich mir das Geschenk meiner Mutter geschnappt, ein Buch, das schon mein Vater von jemandem aus der Familie hatte. Vorne hat er seinen Vornamen drüber geschrieben. Leider ist das Buch sehr angegriffen, ich denke, es hat auch irgendwie den Krieg, samt ausgebombt werden, überstanden. 20170724_160549.jpg20170724_16043120170724_160749

Könnt Ihr gotische Schrift lesen? Beim Vorwort steht als Erstes: „Unsere heutige Zeit mit ihrem nervenaufreibenden, hastenden, niemals stille stehenden Erwerbsleben, unsere Zeit, die selbst den Beamten und Geistesarbeitern, ja auch dem weiblichen Geschlecht niemals mehr die beschauliche Ruhe vergangener Kulturepochen zuteil werden lässt, diese Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts hat erkannt, daß man dem Kulturmenschen, um ihn gesund zu erhalten, neben seiner Berufsarbeit auch irgendwelche manuelle Geschicklichkeit und Fertigkeiten darbieten muß.“… (immer vorausgesetzt, ich hab es alles richtig gelesen)

Na? erinnert Euch das nicht an Aussagen anderer Zeiten?

Ja, ja, die gute alte Zeit. Und auch hier liegen *vergessene*, gepresste Blüten drin. Es hat so was melancholisches.

Nun werde ich versuchen, ohne das Buch weiter zu beschädigen, etwas darin zu lesen. Ich werde mehr berichten.

Habt einen guten Start in die Woche!

 

 

 

Sonne satt

20170525_163636Ihr Lieben!

Es ist so schön und warm, ich hoffe, Ihr könnt dies alle zeitlich geniessen. Es ist Zeit für Rasen zwischen den Zehen, Sonnencreme, Insektengesurre, bunte Farben, Grillduft und Gespräche bis man Sterne zählen kann. Die Freibadsaison hat auch begonnen. Mit dem frisch gemachten Holunderblüten Sirup und Wasser mache ich immer wieder einen Krug voll. Zum Frühstück gab es den Holunderblüten Gelee, leeeeeeecker! Davon muss ich noch mehr machen.

Sommer ist die Zeit in der es zu heiß ist um das zu tun wozu es im Winter zu kalt war. Mark Twain

Ich höre gerade mit großer Begeisterung die Mississippi Bande. Als Kind habe ich Tom und Huckleberry sehr gern gelesen. im978-3-8371-3825-2s

Dieser Jugendbuchroman passt da genau hin. Leider komm ich viel zu selten gerade dazu, richtig spannend, wie die „Bande“ gerade mit einer irrtümlich an sie gelieferten und wertvollen Taschenuhr auf Reisen geht. Beim Angeln haben die Kinder nämlich keinen Fisch, sondern ein paar Dollar gefangen. Was soll man mit dem Schatz nur alles machen? Einen Polizeirevolver bestellen Sie in einem Katalog und dann kommt eine kaputte Uhr,… und ein zwielichtigen Typ der sie wieder beschaffen soll. Da merken die Kinder, dass sie etwas Besonderes haben und wollen selber davon profitieren, in der grossen, weiten Stadt. Ein selbstgemachter Einbaum ist ihr erstes Transportmittel. Ich muss unbedingt weiter hören, aber Pax ist auch gerade so spannend. Wie soll der Junge mit gebrochenem Bein zu seinem Fuchs laufen, ihn suchen? Zu wenig Zeit! Freizeitstress im Sonnenbad!

Geniesst das Wochenende!

Im Wald

Hallo zusammen! Hoffe, Ihr habt und hattet Zeit die Sonne und Wärme zu genießen.

Am Wochenenden war ich im Sauerland und mit meiner Mutter im Wald. Nachdem vor über 10 Jahren der Orkan Kyrill hier so viele Bäume – von Fichte bis zu alten Buchen und Eichen – reihenweise gefällt hatte, gab es plötzlich viele Flächen, die irgendwie wieder aufgeforstet werden mussten. 20170520_16224120170520_162238Das Gesicht des Waldes hat sich zu der Zeit so verändert, so wie die Gesichter vieler Waldbäuerinnen und Waldbauern. (Denkt daran, wie lange manch ein Baum braucht um gross zu werden, das kann Generationen dauern.)

Nun forstest meine Mutter seid 10 Jahren das kleine Stück Wald möglichst naturnah auf. Nach dem Sturm gab es kaum genug Jungpflanzen für all die Flächen. Mittlerweile stehen dort Lärchen Fichten, Buchen, Eichen, Ahorn, Kirschen, Speierling, Douglasie und viele mehr.

Aber, nichts ist gefährdeter als junge Bäume im Wald, sie schmecken Rehen einfach so gut und eignen sich so gut zum vergfegen. (So nennt man das Markieren des Rehbocks.) Hasen gehen im Winter auch gern an die kleinen Bäumchen. Also, wenn man nun per Hand den Baum eingepflanzt hat, wird er mit allen möglichen Hilfsmitteln geschützt. Das sind z.B. extra Klammern, die um die Spitzte geklemmt werden um diese zu schützen, Wolle wird reingesetzt, mit Farbe angestrichen, Kreppklebeband um den dünnen Stamm, Stöcke dabei… Immer hofft man, dass es das Wild abschreckt und hoffentlich auch kein Gewöhnungseffekt eintritt. Was man hier auf den Fotos sieht, sind aber netzähnliche, runde Schläuche, die rundum schützen sollen, denn im Frühjahr suchte der Rehbock gern nach geeigneten „Opfern“, um eine Markierung für sein Revier zu hinterlassen. Hier hatte ein Bock sogar den Schutz hochgehoben mit dem Gehörn! 20170520_173723

Der Rehbock schabt beim Verfegen leider die Rinde ab und der Baum stirbt dann oft. So was kann wirklich frustrierend sein und so muss man auch immer wieder durch die Neupflanzungen gehen, ausbessern und aufrichten und schützen. Hinterher kann man dann Zecken absuchen und Wunden u.ä. versorgen, ganz zu schweigen von Muskelkater.20170520_171148Aber es ist eine schöne Arbeit – zumindest, wenn das Wetter gut ist und man in einem Gebiet arbeitet, wo es noch keine Zecken mit Borreliose gibt. Mittlerweile sind viele Bäumchen zumindest gross genug, dass die Spitze nicht mehr abgefressen wird und es muss im Sommer auch nicht mehr frei gesenst werden. Ich wollte Euch gern einfach mal die Bilder von dem Nachmittag zeigen und ein wenig darüber erzählen.

20170520_16381420170520_155237Leider gibt es aber Menschen, die meinen, man kann hier auch seinen Abfall – auch wenn er grün ist – abladen:20170520_152518Unmengen fremden Grünschnitt und an die Stämme ran gekippt, die faulen da drunter. Und so schleppt man Ungeziefer in den Wald. (Ja, es gibt viele Schädlinge, die über Gartenpflanzen eingewandert sind, hier lag auch Buchs, vom Zünsler zerfressen.) Und glaubt mir, dass ist so viel, dass können wir nicht mal eben wegziehen oder gar beseitigen.  Hm, man sollte demjenigen vielleicht einfach Müll in den Garten stellen oder mal unangekündigt durch den Garten trampeln, ist genau so, nur nicht bewusst in den Köpfen.

Hoffe, dieser kleine Beitrag hat Euch auch gefallen, ist ja doch mal was ganz anderes und ich hätte noch so viel mehr schreiben können darüber.

Übrigens, ich habe doch schon mal kurz über das Buch PAX hier gesprochen. Es gibt den Titel nun auch auf Deutsch. Ich bin noch nicht ganz durch, aber es lohnt sich. Ein Junge findet einen kleinen Fuchswelpen und zieht den gross. Nun muss er auf Betreiben seines Vaters, der in den Krieg zieht und seinen Sohn zum Grossvater bringen will, den zahmen Fuchs aussetzen. Im Laufe der Geschichte erfährt man auch, dass der Junge seine Mutter bei einem Autounfall verloren hat, so wie der Fuchs auch. Der Junge hält es übrigens nicht bei seinem Opa aus und macht sich auf den Weg, seinen Freund zu finden, denn er weiss, dass er ja als gezähmtes Wildtier nicht zurecht kommt in der Natur. Auch der Fuchs will seinen Freund suchen, trifft auf andere Füchse und eine Welt die ihm eigentlich fremd ist. Für meinen Geschmack hat der Fuchs zu *menschliche* Züge bekommen in dem Buch, aber es ist natürlich auch ein Jugendbuch und was Tiere wirklich denken, wissen wir ja auch nicht.

Ganz liebe Grüsse und macht es Euch gemütlich!