Die längste Nacht

Ihr Lieben,

es ist kalendarisch Winteranfang und die längste Nacht des Jahres. Die Rauhnächte haben begonnen und morgen ist der letzten Adventsonntag vor Heiligabend.

Es kommt nicht von ungefähr, dass diese Feiertage des Lichts und der Nächstenliebe in diese Zeit gelegt wurden, gaben und geben sie doch dem Menschen Etwas, was er im Dunkeln ganz dringend braucht: Licht und Hoffnung.

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Egal, ob man nun gläubig ist oder nicht, Feiertagsflüchtling ist, oder Weihnachten feiert mit vielen Kerzen, Geschenken und Essen, diese Tage reißen einen aus der Routine, morgens im Dunkeln aus dem Haus und abends im Dunkeln wieder heim zu gehen. Dauermüde wird man, niedergeschlagen und mancher sogar depressiv zu dieser Jahreszeit und wenn wir uns vorstellen, es wird dunkler, je weiter nördlich man wohnt,…!

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Da kommt dieses Lichterfest doch genau zur rechten Zeit!

 

Aber damit wurde das Rad nicht neu erfunden, denn schon der Mithraskult feierte da die Geburt seines Lichtergottes, der Isis Kult die Geburt Horus und die Römer feierten die Saturnalien, ein großes Fest zu Ehren ihres unbesiegbaren Sonnen-Gottes  Saturn. Die Germanen feierten bis hoch in den Norden ein Julfest oder Mittwinterfest, ein Fruchtbarkeits- und auch Totenfest, (der Ursprung unserer Rauhnächte).

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Schon 217 versuchte Papst Hyppolit durch die Festlegung Christi Geburt auf den 25. Dezember, diesen heidnischen Festen Einhalt zu geben. Jesus sei das Licht der Welt und nur weil er die Sonne erschaffen habe, leuchte sie, gab man den Heiden zu verstehen.  Durchgesetzt wurde dieser Termin von Papst Liberius 354 im 2. Konzil. Wie ich schon schrieb, es ist eigentlich egal, ob man nun gläubig ist, einem der ganze Trubel zu viel ist, oder sich in die Festlichkeiten stürzt (mehr oder weniger), es soll den Menschen Licht und Wärme bringen, ob auf einer Mittelmeerinsel am Strand, in einer Kirche oder Obdachlosenküche oder unter einem Weihnachtsbaum, im Kreise seiner Lieben.

Euch allen einen wunderschönen vierten Advent.

4 Gedanken zu “Die längste Nacht

  1. Ich höre schon die Wilde Jagd durch die Lüfte sausen, liebe Nina. Und hörst das Wispern? Es ist Frau Holle, die nach verlorenen kleinen Kindern sucht. Ja, die Raunächte haben bekommen. Passen wir gut auf unsere Wäscheleinen auf. Drücker, Nicole

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