so viel,… so wenig Zeit…

Hallo Ihr Lieben.

Schon vor einiger Zeit habe ich bei Maike ein Tütchen mit ausgestanzten Tieren gewonnen.

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Und hatte auch sofort eine Idee, was ich damit machen würde. Nun, hat etwas gedauert die Umsetzung. Hier seht Ihr schon mal, was ich eigentlich bei dem tollen Licht noch machen will/wollte. Reparieren. Lesezeichen. Stempel. Windlicht. Das alte Einmachglas habe ich von Freunden geschenkt bekommen. Es eignet sich besonders gut, da es ganz grade ist.

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Mit Sprühkleber habe ich erst innen einige gestanzte Tiere festgeklebt. Dann habe ich auf eine Fläche die Tiere etwas angeordneter ausgelegt und bin mit der besprühten Fläche drübergerollt. Das lief viel besser. Allerdings war ich mit dem Sprühstoss zu nah am Glas, man sieht den Kleber zu sehr, war tatsächlich das erste Mal, dass ich mit Sprühkleber gearbeitet habe.

Dann habe ich recht lange damit verbracht, meine Hosengummis für das Lesezeichen zu suchen. Sie sind nicht aufgetaucht. Also verschiebe ich die Lesezeichen. Übrigens, allen die gern Urban Fantasy lesen empfehle ich die Bücher von Jim Butcher sehr. Seine Reihe um den *magischen* Privatdetektiv Harry Dresden ist wirklich klasse. Besonders dieser Roman „Wandel“ ist sehr spannend!

Gestern habe ich mit den fehlenden zwei Hexagonen für das Bienenspiel begonnen. Allerdings habe ich viel zu weiches Material genommen. Die Mastercut Fläche war halt schon angefangen. Aber da kann ich mit dem feinen Messer nicht arbeiten und genau schnitzen. Da werde ich noch mal neu anfangen. Aber gerade bin ich an einem Rahmen/Etikett. Hier seht Ihr den Stand der Dinge:

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Jetzt muss ich nur alles noch mal weglegen. Tja, wenn man immer weiter werkel könnte….

Aber ich hab mich sehr über die Werkelstunden in der Sonne gefreut! Deswegen schicke ich diesen Beitrag auch noch zum Freutag. 

Fuchsgescheit

 

Hallo Ihr Lieben!

Alles erscheint mir jetzt schon viel heller. Trotz oder gerade weil es so frostig ist. Die Luft ist ganz klar und frisch. Auch wenn es winterlich kalt ist, hab ich eher das Gefühl von beginnendem Frühling.

In der strengen Kälte schnürt hier ein Fuchs auf der Futtersuche. Mäuschen, aufgepasst!

Das ich Füchse mag, hab ich hier schon das ein oder andere Mal geschrieben. Und er ist natürlich ein wunderschönes Motiv!

Vulpes vulpes

Der Fuchs gilt bei uns Menschen als besonders schlau. Deshalb wird er auch „Reineke“ oder „Reinhard“ genannt – das bedeutet „der durch seine Schlauheit Unüberwindliche“.
Er gehört zur Familie der hundeartigen Raubtiere und dank seiner hervorragenden Anpassungsfähigkeit ist er dem Menschen auch bis in die Großstädte gefolgt. Da seine Sinnesorgane gut an die Nacht und die Dämmerung angepasst sind, sehen wir den Rotfuchs nur selten. Auch ist er gegenüber Veränderungen in der Natur erst mal mißtrauisch und wenn es geschneit hat, wartet er oftmals länger im Bau. Danach kann man aber seine Spuren gut im Schnee sehen. Wie Perlen sind die Pfoten hintereinander aufgereiht.  Auch wenn es sehr stürmisch ist und er nicht gut höhren kann, bleibt er lieber versteckt. Aber im Winter ist auch die Ranzzeit und da sind sie dann manchmal doch etwas längere Strecken unterwegs. In dem hellen Frost/Schnee kann man den Rotfuchs dann gut sehen.

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Euch ein schönes Wochenende, macht es Euch warm und gemütlich!

Kritik des Herzens

Es saß ein Fuchs im Walde tief.
Da schrieb ihm der Bauer einen Brief:
So und so, und er sollte nur kommen,
’s wär alles verziehn, was übel genommen.
Der Hahn, die Hühner und Gänse ließen
Ihn alle zusammen auch vielmals grüßen.
Und wann ihn denn erwarten sollte
Sein guter, treuer Krischan Bolte.
Drauf schrieb der Fuchs mit Gänseblut:
Kann nicht gut.
Meine Alte mal wieder
Gekommen nieder!
Im übrigen von ganzer Seele
Dein Fuchs in der Höhle.

Wilhelm Busch

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Jungfüchse auf Rügen im Schilf

Röllchen

Hallo Ihr Lieben.

Tja, Röllchen gibt es im Winter ja häufiger an Stellen, die wir nicht so gerne hätten. Die „geliebten“ Problemzonen. Aber ich möchte Euch heute ein Familienrezept für gebackene Röllchen zeigen. Eine Leckerei, die auch für weitere Röllchen am Bauch verantwortlich sein könnte.

Eigentlich gibt es dieses Gebäck eher nach Weihnachten, besonders als Neujahrsgebäck ist es Euch vielleicht bekannt. Wir haben aber eh um diese Zeit so viel gegessen und noch Plätzchen gehabt, dass ich dieses Backen verschoben habe. Toll ist nämlich auch bei dem Gebäck, dass man es trocken, in Dosen, länger verwahren kann. Wenn man es schafft, daraus eine Waffel zu formen, kann man theoretisch Eiskugeln darin tragen. Aber ich habe das noch nie hinbekommen.

Dazu benötigt Ihr nur ein spezielles Röllcheneisen, ähnlich dem Waffeleisen. Dann stellt Euch ein paar schmale Gläser hin, darin kühlen die zusammen gerollten Röllchen aus und werden fest. So behalten sie dann die Form. Das Backen geht recht schnell. Ausserdem ist es auch ein schönes Mitbringsel.

Diesmal nehme ich das Rezept meiner Urgroßmutter, ich habe es entziffert, aber noch nicht vorher ausprobiert. Hier die Zutaten:

200 g Butter, 500 g Mehl, 5 Eier, 250 g Zucker (hier steht noch ein Wort vor, welches ich nicht richtig entziffern kann, so dass es auch Sinn ergibt), 2 Teelöffel Zimt

Butter und Zucker habe ich gut vermengt, bis in der weichen Butter der Zucker sich auflöst. Dann mit den Eiern zusammen schaumig rühren und dann erst das Mehl dazu geben. Der Teig wird recht zäh und kann nur mit Hilfe zweier Esslöffel portioniert werden. Denkt daran, dieses Rezept ist recht alt, da haben viele Hausfrauen gusseiserne Waffeleisen und Röllcheneisen über dem Holzofen benutzt. Aber ich versichere euch, es funktioniert gut und nach dem ich es einmal raus hatte, funktionierte es immer besser. Ich habe einen Esslöffel voll Teig in die gefetteten Scheiben getan und diese dann so runter gedrückt, dass der Teig knapp austrat. Wie lange gebacken werden muss müsst ihr ausprobieren, je nach Waffeleisen. Leicht ist das Rollen nicht. Ich hab mit einem Messer und einem Stiellöffel gearbeitet und zum Schluss hatte ich Runde Röllchen.

Ich kann Euch ausserdem sagen, der Geruch alleine hat mich schon an die Kindheitstage erinnert. Und Geschmack und Konsistenz waren perfekt, wie früher! Auch wenn meine Daumen und Finger rot sind und leicht schmerzten vom Einrollen, es war dies definitiv wert. Ich habe meine Uroma nur aus Erzählungen meines Vaters kennen gelernt und auch meine Oma nur als Vorschulkind, daher weiss ich nicht, ob meine Röllchen den Ansprüchen genügen, denn meine Uroma hat sehr gern süß gebacken, das sieht man auch am Buch. Viele deftige Bereiche haben keine Eintragungen. Beim Nachtisch oder Gebäck gibt es viele Seiten, auch mit „Gebrauchsspuren“. Auch meine Oma war eine große Bäckerin. Eine der wenigen Erinnerungen an sie sind ihre wunderbaren Hexenhäuschen, ihre Weihnachtsgeschenke an die ersten Enkelkinder.

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Und da es Draussen kalt und winterlich ist, kommt so ein Seelenwärmer genau recht!

Wie ihr übrigens den Fotos entnehmen könnt, ist alles in Sütterlin geschrieben. Ich hatte zwar ein Lesezeichen mit dem Alphabet,  aber hier im Sozialkaufhaus entdeckte ich im Vorbeigehen dieses tolle und hilfreiche Buch. Man kann damit die alte, preußische Schreibschrift lesen und schreiben lernen. (Sie hat ihren Namen nach ihrem Entwickler Ludwig Sütterlin, der sie zur Vereinfachung der Schreibschrift entwickelt. Ja, es war nämlich aufgekommen, mit Stahlfedern zu schreiben und dafür benötigte man eine flüssiger zu ziehende Schrift. 1915 wurde sie an den preußischen Schulen eingeführt.)

Kinderzimmer!

Kein Zutritt für Erwachsene       Kinder haften für ihre Eltern

Mal ein anderes Türschild, oder? Habt Ihr es lesen können?

Und weil ich das alles auch sehr kreativ finde, geht das auch an den creadienstag!

Euch eine gute Zeit!

 

Ps. Bitte die Fotoqualität zu entschuldigen, künstliches Licht in den Abendstunden – und wer hätte schon gewusst, wie lange die Röllchen halten

Mehr Licht

Hallo Ihr Lieben.

Das Wetter hier schlägt wieder Kapriolen. Einen Tag haben wir es schön und sonnig, dann windet es ordentlich und schüttet. Nach der Nacht des Supermondes, den wir auch dank dichter Wolken nicht sehen konnten, wachen wir bei wolkenlosem Himmel auf. Es ist wieder winterlich kalt. Dieses Auf und Ab macht einem zu schaffen. Infekte hat zZt. wohl jeder in der Familie. Aber, alle sind auf dem Weg der Besserung, dass ist doch ein Grund sich zu freuen!

Nun aber zu meinen neuen Stempeln:

Passend zu meinen vielen Meeresbewohnern habe ich jetzt auch das Segelschiff fertig geschnitzt. In Linoleum habe ich es schon vor Jahren mal für T-Shirts gemacht, muss ich jetzt unbedingt mal raus kramen und dann alle maritimen Drucke zusammen setzen. Segelschiffe verkörpern für mich Reise, Freiheit, Abenteuer, Schönheit und Geschichte(n). Natürlich glorifiziert. Keinesfalls wollte ich zur Zeit der Segelschiffe dort arbeiten, war ein Knochenjob, oder lange damit reisen müssen. Die Unbillen, die eine Segelreise damals mit sich brachte, mit dem wenigen Platz, schlechter Ernährung und den Naturgewalten, denen Schiff samt Mannschaft ausgesetzt waren, können wir uns kaum vorstellen.

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Trotzdem faszinieren uns diese Schiffe immer noch! Ich lese auch gern Bücher aus dem Bereich, wie Horatio Hornblower (C.S.Foster) oder die Romanreihe um Captain Jack Aubrey ( Patrick O’Brian) und seinen Schiffsarzt/Freund Stephen Maturin. Die Seefahrerromane um Hornblower sind in England so bekannt, dass viele Engländer denken, er habe die Schlacht von Trafalger entscheidend mit geschlagen.

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Ein paar kleine Stempel zum Füllen sind dann gleich auch noch dazu gekommen. Draussen hatte der Himmel während der Schaffenszeit seine Schleusen geöffnet, da hatte ich irgendwie kein schlechtes Gewissen, noch länger zu schnitzen. Ein kleinen Narwal ist dazu bekommen. Ich überlege, diesen Zahnwal noch mal etwas größer zu machen, genau wie ein größeres Seepferdchen.

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Beide sind schon besondere Meeresbewohner. Das Einhorn der Meere, dessen Horn sicher zum Mythos des Einhorn beigetragen hat, trägt nämlich einen verlängerten Eckzahn vor sich her. Wilde Vermutungen ob der Verwendung dieses Zahns gibt es. Zum Kampf wird er nicht eingesetzt, wohl aber als Prügel, um Beute zu betäuben. Dies wurde letztens beobachtet. Wahrscheinlich ist auch die Theorie der Orientierungshilfe.

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Das es bei der Fortpflanzung der Seepferdchen eine Besonderheit gibt, ist wohl eher bekannt. Hier schlüpfen nämlich die Jungtiere aus der Tasche des Männchen. Die Weibchen produzieren einen Vorrat an Eiern und legen diesen Dottersack in die Bauchtasche des Männchen, wo dann die Befruchtung erfolgt. Und so werde dann Drachen schwanger. Seepferdchen sind nichts desto trotz Fische, auch wenn das Äußere dies ja wirklich nicht vermuten läßt.

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Quelle Die Welt

Heute ist Maria Lichtmess! Mehr Licht, sichtbar! Und weil ich mich auch so über mein maritimes Allerlei freue und am Wochenende noch mal die bildgewaltige Verfilmung *Master and Commander* sehen will, einen meiner Lieblingsfilme, schicke ich dies zum Freutag.

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Russel Crow als Jack Aubrey

Euch ein schönes Wochenende!

gezwitschert

Hallo Ihr Lieben.

Das Wochenende liegt Dienstags ja schon wieder viel zu lange zurück. Bei uns gab es diesen Sonntag *slowfood*, selbstgemachten Flammkuchen, eine *Spezialität aus dem Elsass*.

 

Flammkuchen macht ja nicht so schnell satt, daher braucht man eine ganze Weile, um sich satt zu essen. Dabei kann man *klönen* und genießen. Toll ist, dass man den Teig ja nicht nur mit dem Klassiker Speck und Zwiebeln belegen kann, sondern auch mit Kartoffelwürfeln und Käse oder Lachs mit Zwiebeln. Sehr lecker ist auch die süsse Variante mit Apfelscheiben, bestreut mit Zimt und Zucker. Sogar Kürbisscheiben, (Hokkaido eignet sich gut,) kann man nehmen. Hier mal das Grundrezept, welches für 4 Bleche (5 Personen) reicht:

1 kg Mehl, 1 Würfel Frischhefe, ca 3 Becher Schmand, Salz, Lauchzwiebeln oder Schalotten (es gehen auch ganz normale Zwiebeln, ich finde Lauch und Schalotten feiner im Geschmack), Schinkenwürfel/Speck, Muskat – frisch gerieben, Pfeffer, 500ml warmes Wasser, (optional etwas Öl)

In das Mehl macht Ihr eine Kuhle, darein wird die Hefe gebröselt und mit etwas warmen Wasser ein Vorteig gerührt. wenn dieser nach ca 30 min erste Blasen wirft, verrührt Ihr alles Mehl samt Vorteig mit dem restlichen warmen Wasser. Gut durchkneten! Ich decke den Teig dann immer mit einem Geschirrtuch ab. Viele empfehlen heute, Frischhaltefolie darüber zu tun, mir reicht immer noch das Tuch. Wichtig ist halt, dass der Hefeteig keinen *Zug bekommt*. Dann vergesse ich den Teig für ca. eine Stunde. In der Zwischenzeit könnt Ihr den Schmand schon mal mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat verrühren und Bleche mit Backpapier auslegen. Der Ofen sollte auf 230°C vorgeheizt werden, wenn Ihr mehr Bleche reinschieben wollte, reduziert auf 220°C Umluft. Backzeit ist 10-15 min.

Wenn der Teig gut aufgegangen ist, kurz kneten und in 4 gleich grosse Stücke teilen, jeweils 2 Stücke dünn ausrollen und mit Schmand bestreichen, dann nach Wunsch Schinkenwürfel und Lauchzwiebelstücken verteilen. Ab in den Ofen und knusprig backen.

Im Elsass wird der Fladen dann eigentlich auf dem heißen Stein gebacken, im Holzofen. So lecker bekommt man es im E-Herd leider nicht hin. Aber immer noch lecker genug, dass sich die ganze Familie darauf freut.

Ein wenig kreativ war ich auch wieder, ich habe vielen meiner Stempel endlich etwas Holz spendiert. Ein altes Lattenrost Brett wurde mit der Stichsäge mehrfach gestückelt.

 

Dann habe ich die Kanten geschmirgelt und die Stempel festgeklebt. Es ist nun um einiges einfacher damit zu arbeiten. Weitere Stempel sind auch schon wieder in Planung.

Ich brauchte eine Abwechslung und so ist eine Dose verwandelt worden.

 

Ich habe eine weihnachtliche Holzdose abgeschmirgelt und mit einem Stieglitz / Distelfink versehen. Diesen habe ich mit Aquarellfarben aufgemalt. Das Motiv gefällt mir sehr viel besser, als der kitschige Engel. Außerdem mag ich es, die Holzstruktur und  – farbe zu sehen. Und frau kann doch immer Dosen gebrauchen, oder!DSCN4124

Diese schicke ich dann auch mal zum creadienstag.