Hitzefrei?

Hallo Ihr Lieben!

Ein wunderschönes Wochenende liegt hinter uns. Kennt Ihr das, wenn man Freunde besucht und dann ausgerechnet die Zeit noch schneller verfliegt als sie es eh bei schönem Dingen tut? Wir waren zur schon traditionellen Geburtstagsfeier eingeladen und da musste natürlich ein Geschenk her. Nun kann ich den neusten Linoldruck zeigen, finde ihn gut gelungen:20170614_152837(2)

Nachdem ich mit dem Drucken fertig war und alles wieder schön mit Waschbenzin gesäubert hatte, sahen meine Hände allerdings nicht so aus. Die erinnerten eher an Schlümpfe. Und nach dem ich auch noch mit Lebensmittelfarbe beim Zuckerguss gearbeitet hatte, waren auch Lippen und Mund blau! „Ganz klar, ich sei eine Schlumpf Mörderin“ wurde mir gesagt.

Dabei sollten diese Amerikaner doch eher an s Krümelmonster erinnern. „Kekse!“

20170614_152734(2)Jetzt noch fix die letzten Stempel mit Klötzchen versehen…

Nein, das ist nicht alles an einem Tag geschehen, bei der Hitze geht das doch gar nicht. Aber so ein bißchen was von einem kreativen Schub lässt sich schon erahnen. Dabei war es der Linol-Farbe viel zu heiß, sie wurde leicht klumpig und ich musste sehr zügig arbeiten. Hitzefrei?

Hoffe, Ihr könnt zwischendrin kühle Plätze aufsuchen und leckere Getränke (hier ein selbstgemachter Joghurt Smoothie, einfach mit Tiefkühlobst gemacht) schlürfen. Und habt Zeit für etwas mehr Siesta, ich versuche mir den Tag der Hitze wegen einzuteilen. Spätestens morgen früh müssen auch bei mir die Johannisbeeren gesammelt werden.

Übrigens, ein Suchbild hätte ich da noch von einem Sommergast:

Auflösung beim nächsten Mal, habt eine schöne Zeit – mit Hitzefrei!

Vögel

Hallo Ihr Lieben,

jeden Morgen, wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, hoffe ich, erst noch wenig Leute zu treffen, denn dann sehen ich mehr Vögel. Heute Morgen z.B. war es kühl und windig und ich hörte über der Wiese die Lerche. Das Zwitschern von Vögeln ist so etwas Schönes! Dann suche ich über die wilde Wiese, ob der Fasan schon seine Runde macht. Heute von rechts nach links, flügelschlagend *göckgöck* rufend, weiterstolzierend…

DSCN2976

Welchen kleinen Singvogel habe ich denn da heute entdeckt? (Dorngrasmücke)DSCN3006 Und die Feldschwirle über dem Raps hab ich gar nicht er vor die Kamera bekommen, so schnell flogen sie im Raps herum.

Wir haben gelernt wie die Vögel zu fliegen,
wie die Fische zu schwimmen,
doch wir haben die einfache Kunst verlernt:
wie Brüder zu leben.
Martin Luther King

Der kleine Vogel im Sturm –
nichts vermag ihn zu erschrecken,
weder Wind noch Regen.
Er weiß, dass hinter den Wolken
seine Sonne immer noch scheint.
Theresia von Lisieux

Das eigentliche Geheimnis des Vogelflugs
ist in der Wölbung des Vogelflügels zu erblicken.
Otto Lilienthal

Wir sind arme Vögel und haben Flügel, aber unser Nest ist auf der Erde
und wenn der Gesang der Engel uns in die Höhe lockt,
ruft uns der Schrei unserer Familie auf die Erde zurück.
George Sand
eigentlich Lucie Aurore Dupin

Kleiner Vogel dort im Baum,
sing doch bitte leiser;
denn wenn du so weiter machst,
wirst du noch ganz heiser!
Und die Stimme, die du hast,
klingt dann nicht mehr länger,
dann brauchst du ein Mikrofon,
wie’n moderner Sänger…!
Heinz Erhardt

 

Habt noch eine schöne Woche und dann ein schönes Wochenende!

 

DSCN2986

Hochsommer im Frühling

20170528_154354(2)

Hallo zusammen!

Heute Nacht ist es erträglich. Die Nacht hat abgekühlt. Es ist kurz nach 4 Uhr, noch dunkel und einen Vogel scheint das nicht zu stören, er trällert als müsse er sich gegen den Gesang anderer Artgenossen durchsetzen. Eine sehr frühe Amsel. Ganz langsam schiebt sich die Morgendämmerung aus dem Osten. Nun fallen andere Vögel ein. Schon bald ist es wieder so warm, dass man kaum Vögel sieht und hört. Die flüggen Küken fordern aber auch bei der Hitze permanente Aufmerksamkeit.

Unsere Aufmerksamkeit schwindet immer mehr bei der Wärme. Hab ich den morgendlichen Hundegang in der Sonne noch sehr genossen, so fliehe ich vor der Hitze.  Eigentlich mag ich nicht mal kochen, aber der letzte Rhabarber muss weg und wird zu Mus und Sirup verarbeitet. Milchreis mit Rhabarber abends, wie lecker!

Außerdem habe ich schnell die Holunderblüten verarbeitet, frisch enthalten sie die meisten Pollen. Meine Hände waren ganz gelb und dieser Duft! Ich habe, damit es wirklich fester Gelee gibt, zum Gelierzucker noch Pektin (Gelierfix) dazu getan. Ich kann Euch nur empfehlen so auch mal Holunderblüten zu verarbeiten, lecker. Der Sirup kommt genau zur Zeit. Auch vom Rhabarber habe ich, nach dem er mit etwas Rohrzucker über Nacht Saft ziehen konnte, Sirup eingekocht. Erfahrungsgemäß hält er nicht so lange. Erstens nehme ich weniger Zucker und zweitens wird er sowieso fix getrunken. Schwere Küche mögen wir gerade nicht. Salate, Nudeln, Gemüse,…erste Walderdbeeren aus dem Garten naschen.

Zu Pfingsten soll das Wetter prompt viel Regen bringen. Nun, machen wir das Beste draus! Ich wollte schon immer Amerikaner backen und habe jetzt wohl ein tolles Rezept gefunden, ich berichte dann hier. Ausserdem kommt endlich „Sherlock“ mit neuen Folgen. Dann muss auch dringend was im Haus getan werden. Kennt Ihr das, bei der warmen Luft bloß nicht noch mit dem Staubsauger werkeln oder bügeln? Und für die Schule muss was getan werden, es geht in die letzte Runde. Und die oder jenes Projekt …

Langweilig wird es uns nicht, auch wenn Pfingsten verregnen sollte. Und die Natur freut es. Wünsche Euch allen ein schönes langes Pfingstwochenende!

Will dir den Frühling zeigen, der hundert Wunder hat. R. M. Rilke

Ps. Das Foto der Pfingstrosen ist schon ein paar Tage alt, die Hitze hat sie in nur wenigen Tagen verblühen lassen, es ist halt eigentlich noch kein Hochsommer😉

gefunden

Hallo zusammen!

Heute morgen beim Hundegang bin ich über dieses Ei samt totem Kücken „gestolpert“.

Es ist wohl eine Elster, die da nun ein Küken weniger hat. Vielleicht hat ein Windstoss das Ei hinausbefördert, vielleicht war es aber auch ein Räuber, wie Eichhörnchen oder ein anderer Rabenvogel. Schade ist es allemal.

Ich nehme so etwas ja dann auch immer mit und zeige es daheim. Man könnte es auch im Biologieunterricht zeigen oder in Formaldehyd einlegen, (wenn ich so etwas hätte.) Ich bin ein wenig morbide, sagt mein lieber Mann dann immer.

20170524_081808

Dafür habe ich am Feldrand innerlich gejubelt, denn an den Brennnesseln sitzen ganz viele Schmetterlingsraupen! (Pfauenaugen) Wir haben ja viele Pflanzen in unseren Gärten, die wir als Schmetterlingsweide bezeichnen. Leider dafür weniger welche für ihre Raupen. (Ich gestehe, ich lasse in meinem kleinen Garten auch keine Brennnesseln stehen oder verzichte auf den Kohlrabi weil da Kohlweisslingraupen dran sitzen.)

20170522_075204Und über mir kreiste der schwarze Milan. Ich sag Euch, dass tut so gut, morgens den Tag so anzufangen!

Ach, in meinem Garten haben die Marienkäfer angefangen, die Blattläuse zu fressen, die Meisen sind auch wieder fleissig. Jetzt muss ich nur noch den kleinen Nager im Hochbeet erwischen! (Ja! Mäuse sind wirklich nicht gut dort, wo ich Lebensmittel anbaue, sie übertragen so viele Krankheiten u.a. mit ihrem Kot. Tut mir leid! Im Gartenhaus dürfen sie gern weiter wuseln.) Aus Schottland habe ich damals ein Tütchen Samen mitgenommen, diese „zarten Blumen“ der Highland haben nun hier auch endlich die Knospen geöffnet. Ragget Robin, hier kennt man sie allerdings auch, es ist die seltene Kuckucks Lichtnelke. (Ich mag ja eh Nelken!)

20170524_141723

Mittlerweile ist es bewölkter und kühler. Ein wenig an meiner Strickdecke werde ich noch arbeiten, immer wieder eine Reihe hier, eine Reihe da, irgendwann bin ich fertig.

20170524_141426

Ein neues Linolprojekt und Bildprojekt hab ich auch angefangen, dass zeige ich später.

Wünsche Euch allen einen schönen Feiertag! Vielleicht sogar ein langes Wochenende!

Im Wald

Hallo zusammen! Hoffe, Ihr habt und hattet Zeit die Sonne und Wärme zu genießen.

Am Wochenenden war ich im Sauerland und mit meiner Mutter im Wald. Nachdem vor über 10 Jahren der Orkan Kyrill hier so viele Bäume – von Fichte bis zu alten Buchen und Eichen – reihenweise gefällt hatte, gab es plötzlich viele Flächen, die irgendwie wieder aufgeforstet werden mussten. 20170520_16224120170520_162238Das Gesicht des Waldes hat sich zu der Zeit so verändert, so wie die Gesichter vieler Waldbäuerinnen und Waldbauern. (Denkt daran, wie lange manch ein Baum braucht um gross zu werden, das kann Generationen dauern.)

Nun forstest meine Mutter seid 10 Jahren das kleine Stück Wald möglichst naturnah auf. Nach dem Sturm gab es kaum genug Jungpflanzen für all die Flächen. Mittlerweile stehen dort Lärchen Fichten, Buchen, Eichen, Ahorn, Kirschen, Speierling, Douglasie und viele mehr.

Aber, nichts ist gefährdeter als junge Bäume im Wald, sie schmecken Rehen einfach so gut und eignen sich so gut zum vergfegen. (So nennt man das Markieren des Rehbocks.) Hasen gehen im Winter auch gern an die kleinen Bäumchen. Also, wenn man nun per Hand den Baum eingepflanzt hat, wird er mit allen möglichen Hilfsmitteln geschützt. Das sind z.B. extra Klammern, die um die Spitzte geklemmt werden um diese zu schützen, Wolle wird reingesetzt, mit Farbe angestrichen, Kreppklebeband um den dünnen Stamm, Stöcke dabei… Immer hofft man, dass es das Wild abschreckt und hoffentlich auch kein Gewöhnungseffekt eintritt. Was man hier auf den Fotos sieht, sind aber netzähnliche, runde Schläuche, die rundum schützen sollen, denn im Frühjahr suchte der Rehbock gern nach geeigneten „Opfern“, um eine Markierung für sein Revier zu hinterlassen. Hier hatte ein Bock sogar den Schutz hochgehoben mit dem Gehörn! 20170520_173723

Der Rehbock schabt beim Verfegen leider die Rinde ab und der Baum stirbt dann oft. So was kann wirklich frustrierend sein und so muss man auch immer wieder durch die Neupflanzungen gehen, ausbessern und aufrichten und schützen. Hinterher kann man dann Zecken absuchen und Wunden u.ä. versorgen, ganz zu schweigen von Muskelkater.20170520_171148Aber es ist eine schöne Arbeit – zumindest, wenn das Wetter gut ist und man in einem Gebiet arbeitet, wo es noch keine Zecken mit Borreliose gibt. Mittlerweile sind viele Bäumchen zumindest gross genug, dass die Spitze nicht mehr abgefressen wird und es muss im Sommer auch nicht mehr frei gesenst werden. Ich wollte Euch gern einfach mal die Bilder von dem Nachmittag zeigen und ein wenig darüber erzählen.

20170520_16381420170520_155237Leider gibt es aber Menschen, die meinen, man kann hier auch seinen Abfall – auch wenn er grün ist – abladen:20170520_152518Unmengen fremden Grünschnitt und an die Stämme ran gekippt, die faulen da drunter. Und so schleppt man Ungeziefer in den Wald. (Ja, es gibt viele Schädlinge, die über Gartenpflanzen eingewandert sind, hier lag auch Buchs, vom Zünsler zerfressen.) Und glaubt mir, dass ist so viel, dass können wir nicht mal eben wegziehen oder gar beseitigen.  Hm, man sollte demjenigen vielleicht einfach Müll in den Garten stellen oder mal unangekündigt durch den Garten trampeln, ist genau so, nur nicht bewusst in den Köpfen.

Hoffe, dieser kleine Beitrag hat Euch auch gefallen, ist ja doch mal was ganz anderes und ich hätte noch so viel mehr schreiben können darüber.

Übrigens, ich habe doch schon mal kurz über das Buch PAX hier gesprochen. Es gibt den Titel nun auch auf Deutsch. Ich bin noch nicht ganz durch, aber es lohnt sich. Ein Junge findet einen kleinen Fuchswelpen und zieht den gross. Nun muss er auf Betreiben seines Vaters, der in den Krieg zieht und seinen Sohn zum Grossvater bringen will, den zahmen Fuchs aussetzen. Im Laufe der Geschichte erfährt man auch, dass der Junge seine Mutter bei einem Autounfall verloren hat, so wie der Fuchs auch. Der Junge hält es übrigens nicht bei seinem Opa aus und macht sich auf den Weg, seinen Freund zu finden, denn er weiss, dass er ja als gezähmtes Wildtier nicht zurecht kommt in der Natur. Auch der Fuchs will seinen Freund suchen, trifft auf andere Füchse und eine Welt die ihm eigentlich fremd ist. Für meinen Geschmack hat der Fuchs zu *menschliche* Züge bekommen in dem Buch, aber es ist natürlich auch ein Jugendbuch und was Tiere wirklich denken, wissen wir ja auch nicht.

Ganz liebe Grüsse und macht es Euch gemütlich!