Mit Schaufel und Hacke

Hallo Ihr Lieben.

Vielleicht könnt Ihr es Euch bei der Überschrift schon denken. Dieses Tier gräbt sich mit bis zu 4 Meter die Stunde durch die Erde. Wie mit Schaufel und Hacke. Seinen Bauschutt mögen wir in unserem Rasen und Beeten gar nicht so gern als Gärtner*in. Wobei, da schlagen zwei Herzen in unserer Brust. Manchmal sind so viele Hügel und Löcher im Rasen, dass man sich fast die Haxen brechen könnte. Dann ist es aber auch so, dass nur da, wo diese fleißigen Gesellen sich wohlfühlen, das Boden-Ökosysthem hervorragend ist.

Ach, immer diese Maulwürfe.

und hinterm Haus ist auch so ein Feld

Wenn Ihr einen lebenden Maulwurf an der Oberfläche sehen wollt, dann schaut einfach kurz bei mir hier vorbei!

Dieses handgroße, schwarze Tiere kennt wohl jedes Kind. „Grabowski“, „der kleine Maulwurf“, „der Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“, Der Maulwurf aus „Der Wind in den Weiden“, um nur die bekanntesten zu nennen. Der Maulwurf ist wohl gerade für Kinder ein ganz besonderes Bindeglied zwischen Natur und interessantem, kuscheligem Tier. Viele Maulwurfsgruppen gibt es auch in Kindergärten oder Grundschulen. Und die wunderschöne Zeichentrick Serie mit dem kleinen Maulwurf kennt sicher fast jedes Kind (und auch wir Erwachsenen).

Scheu ist der Maulwurf. Eben ein Bodenbewohner, den man sonst nicht sieht. Also ist es endlich an der Zeit, ihn in mein Jahresprojekt aufzunehmen.

Das Wildtier des Jahres 2020, Talpa europaea, so sein lateinischer Name, bedarf mal eines genaueren Blickes, denn wenige von uns haben schon einmal einen lebendigen Tunnelgräber gesehen.

Der Maulwurf ist ein Einzelgänger und verteidigt sein Revier vehement. Nur zur Fortpflanzung lassen sie entsprechende, kurze Kontakte zu. Er sorgt für einen gesunden, gut durchlüfteten Boden, frißt neben Regenwürmern auch gerne Larven, Engerlinge und Schnecken. Seine Gänge sind sogar teils als „Regenwurmfallen“ angelegt. Diese sammelt er übrigens auch durchaus in extra Kammern – lebend. Er beißt sie, wodurch der Wurm bewegungslos wird. Übrigens vertreibt der Maulwurf nicht nur Artgenossen, sondern auch Wühlmäuse.

Besonders auffällig sind die Männchen ja nicht, um bei der Werbung zu punkten. Die Weibchen wählen eh die Haudegen unter den Maulwürfen aus: derjenige, der in Zweikämpfen mit Konkurrenten überlegen ist, wird als Paarungspartner genommen.

Vier Wochen nach der Paarung gebiert das Weibchen in der Nestkammer bis zu 5 Jungen. Nur einige Wochen kümmert sich die Mutter um den Nachwuchs, dann sind sie auf sich selbst gestellt.

Eine ganz besondere Besonderheit gibt es in Bezug auf weibliche Maulwürfe:

sie haben zwar zwei X-Chromosomen, aber sowohl funktionierendes Eierstock- wie auch Hodengewebe. Beide Geschlechtsorgane sind in einem, den „Ovotestes Organ“ vereint. Sie produzieren also viel Testosteron, was die Weibchen nicht nur besonders aggressiv, sondern auch stark macht: überlebenswichtig! (Sie produzieren keine Spermien und sind auch „normal“ fruchtbar, nichtsdestotrotz kann das Geschlecht nicht klar genetisch getrennt werden.)

Der Europäischen Maulwurfs ist ein  walzenförmiges, plump aussehendes Säugetier. Einige Wirbelsäulenknochen im Genick sind zur Verstärkung zusammen gewachsen. Es durchgräbt mit seinem, bis zu 13 Zentimeter langen und 45 g – 90 g schweren Leib, die Erde. Schwerfällig sieht er auf Bildern aus, aber der Maulwurf kann sich viel schneller fortbewegen, als wir denken. Er ist sogar ein guter Schwimmer! Unter Tage schaufelt er mit seinen breiten Pfoten riesige Tunnelsysteme. Diese, im Verhältnis zum Restkörper riesige Schaufelhände und menschlichen Händen gar nicht so unähnlichen, (unbehaart, rosafarben, fünf Finger mit langen „Fingernägeln“) sind „Schaufel und Spitzhacke“ in einem. Eine unglaubliche Länge von bis zu 2 Kilometern können diese unterirdischen Gänge, zu denen auch die Belüftungsschächte gehören, erreichen. Sein dichter, schwarzer Pelz hat keinen Strich, d.h. die Haare lassen sich in alle Richtungen streichen. Dies macht es dem kleinen Tier einfacher, sich in engen Gängen in alle Richtungen zu bewegen, vorwärts, rückwärts, drehen. Bei diesem Umfang des Tunnelsystems ist es kein Wunder, dass Gärtner verzweifeln, wenn sie diese Säugetiere im Garten haben. Ein Aushub, Maulwurfshügel, neben dem anderen und bald darauf auch einen unebenen Rasen mit Stolperfallen, siehe Foto.

Wunderschön gestaltete Comic Variante des Kinderbuch Klassikers (alles selbstgekauft)

Milchtütendruck

Den Ausspruch: „Blind wie ein Maulwurf“ kennt bestimmt fast jeder. Tatsächlich ist die Sehkraft nicht sehr gut. Hell-Dunkel- Schattierungen kann er aber wahrnehmen. Durch eine Vielfalt anderen Sinnen findet er trotzdem seine Beute. Viele Tasthaare (Vibrissen) an der  Schnauze und am Schwanz helfen ihm bei der Orientierung.  Der Schwanz lässt er dabei in seinen Tunnelgängen rotieren.  So weiß er den Umfang seiner Gänge einzuschätzen. Er hört auch ausgezeichnet, obwohl man keine Ohren sieht. Abstehende Ohrmuscheln waren ja auch im Wege. Mit der spitzen Schnauze riecht der Maulwurf sehr gut. Der ausgezeichnete Jäger hat aber noch einen ganz besonderen Sinn: das „Eimersche Organ“. Nur Maulwürfen haben es, es ist verbunden mit den Tasthaaren. Dort sitzen fünfmal so viele Nervenfasern wie an unsere menschliche Hand.  Dieses Tastorgan ermöglicht es, Bewegungen verschiedenster Beute und leichte Erschütterungen wahr zunehmen. Wer dauern spielende Kinder im Garten hat, wird eher keine Maulwürfe haben.

Nur durch sehr viel Fressen pro Tag kann der Energiebedarf dieser energieraubenden Graberei gedeckt werden. Frisst der Maulwurf etwa 10 Stunden nichts, verhungert er. Deswegen gräbt er all die Jagdröhren, die quer zur Kriechrichtung der Beutetiere liegen. Mit regelmäßigen Kontrollgängen alle vier bis fünf Stunden kann er genug Fressen finden, so dass er sein Gewicht halten kann. Er verputzt im Jahr das Dreihundertfache seines Gewichts! Wie ich oben kurz erwähnte, legt er auch Vorräte an. Für den Winter baut er tief gelegene Kammern, in denen Regenwürmer lagern, welchen er ein Stück des Kopf weggebissen hat, wodurch sie bewegungsunfähig sind und als Winternahrung dienen können. Insgesamt zieht er sich im Winter tiefer in die Erde zurück.

Milchtüten- oder Tetra-Pack Druck (Maulwurf paddelt mit seinem Freund über den Fluss. Er hat nämlich den ganzen Morgen Frühjahrsputz gemacht und muss dringend mal an die frische Luft und lernt so die Wasserratte kennen)

Die Maulwurfshügel trägt der/die erfahrene Gärtner*in übrigens mit einer Schaufel ab, sie sind sehr nährstoffreich und unkrautfrei. Außerdem wirft der Maulwurf die Erde eh schnell wieder raus, würde man sie in den Boden zurück stampfen. Er braucht ja Luft. So die Erde in Eimern sammeln macht schon lange meine Mutter. Ihr sehr ja auf dem Foto oben, wie viel da immer zusammen kommt. Allerdings hat die eifrige, jahrelange Bergbautätigkeit auch durchaus ein unebenes Stolperfeld produziert und die Anzahl der Maulwurfshügel vor und hinterm Haus ist mittlerweile sehr groß. Manchmal hilft es, ihn mit Krach (kurzzeitig) etwas im Zaum zu halten, aber iR. gewöhnt er sich dann irgendwann daran. (So die Erfahrung hier.) Ein Maulwurfsrevier kann übrigens bis zu 2.000 qm betragen.

Als der tschechische Zeichner Zdeněk Miler 1956 beim Spazierengehen über einen Maulwurfshügel stolperte, hatte er die entscheidende Inspiration. In mehr als 80 Ländern hat „Der kleine Maulwurf“ Liebhaber gefunden. Auch der englische Kinderbuchklassiker „Der Wind in den Weiden“ hat einen Maulwurf im Freundschaftsteam. Ihr seht oben auf meinem Milchtütendruck Ratte, die dem neuen Freund Maulwurf den Fluss zeigt.

Übrigens wurde früher das Fell des Maulwurfshügel durchaus gegerbt und verarbeitet. Meine Oma hatte einen Kindermuff zum Wärmen der Hände aus Maulwurf für den Sonntagsgang. Wunderbar weich und irgendwie unvorstellbar für uns, dass man Maulwürfe deswegen kommerziell gejagt hat. Dieses konkrete Beispiele liegt allerdings ca. 100 Jahre zurück, auch Jacken wurden damals durchaus aus diesem dunkel bläulich-schwärzlichen Fell genäht, ähnlich wie aus den Hamsterfellen im letzten Artikel. Maulwurf Fell ist besonders kurz und sehr dicht und damit sehr wärmend und angenehm, wenn auch nicht reibungsbeständig und somit länger so schön. Plinius der Ältere erwähnte eine Maulwurfdecke, die er auf einer seiner Reisen nach Griechenland gesehen hatte und chinesischen Bauern wurde als wärmendes Kleidungsstück nur die Felle von Maulwürfen und Schafen gestattet.

Der Maulwurf gilt nicht als bedroht, ist aber seit dem 31. August 1980 besonders geschützt. 

Von Wilhelm Busch gibt es ein Maulwurfsgedicht (mir fiel nur ein: „von wem sonst!“)

Verlinkt bei der Zitronenfalterin, Samstagsplausch

Ein oft nasser Mai

Hallo Ihr Lieben.

Ist der Mai etwas wirklich heute schon fast vorbei? Möglicherweise wiederhole ich mich, der Monat raste nur so an mir vorbei. Birgit sammelt wieder unsere Monatscollagen.

Natürlich fing der Monat mit einem Beitrag zum Jahresprojekt „Was man sonst nicht sieht“ an. Hamster-stark!  Ein wenig mit dem Rad unterwegs, wenn es sonnig war zB. Leider gab es diesen Monat ganz schön viel Wasser von oben. Endlich schrieb ich die Fuchs-Dachs-Geschichte weiter und war auch passend dazu mit den Händen kreativ. Vom Steinadler war ich sehr beeindruckt. Wenn die Sonne die Regenwolken verdrängte, war es warm und wunderbar. Auch die Uhu Küken, welche ich nachts gern per Webcam beobachtete, trugen oft ein nasses Federkleid.

Es mußte viel im Garten in kurzer Zeit gewerkelt werden, jäten, umpflanzen, einpflanzen. Die Gurken mochten es gar nicht, was auch immer und es ist Schneckenwetter. Der gelbe Ginster im Sauerland leuchtete weithin. Hochwasser im Rhein, aber hier vergleichsweise harmlos. Die Rheinfahrt „unserer“ Senioren war perfekt getimet und es schien die Sonne (aber Ihr seht wie viel braunes Wasser da herab fließt). Ganz lieben, viel zu selten Besuch hatten wir. Nicht so gute Nachrichten gab es auch im Mai im Privaten. Daumen drücken müssen wir in mehrfacher Hinsicht.

75 Jahre Grundgesetz wurde (nicht nur) in Bonn gefeiert – zu Recht! Und ich erfahre endlich, wie es mit dem Bücherschmuggler Jess im zweiten Band um die magische Bibliothek weitergeht. So spannend! Tetra-Pack habe ich wieder zweckentfremdet um zu drucken.

Für Astrids Blumenstrauß Sammlung habe ich noch ein paar Rosen. Ein kleiner Strauß, bei dem die regengeschädigten Blüten erstmal rausgeknipst werden mussten. Aber wunderschön ist er jetzt!

Juni bringt uns (zumindest geplant) bald den benötigten und lang ersehnten Urlaub.

Wenn Ihr etwas weniger Kommentar auf Blogger Blogs von mir gelesen habt, dann weil ich nicht immer selbige absenden konnte. Den Grund habe ich noch nicht heraus bekommen, aber es ist nicht der Browser sondern Technik hier daheim.

Verlinkt bei die_Birgit und dem Samstagsplausch

Gut gemischte Woche

Hallo Ihr Lieben.

Meine Güte, die Zeit rast. Habt Ihr früher auch immer gedacht, warum sagen das die „alten“ Leute immer? (Ich erwische mich manchmal bei dem Satz: „bist du aber gewachsen!“ Furchtbar.)

Was haben wir Anfang der Woche bei dem Wetter (und den Wassermengen) gezittert, ob unsere Fahrt mit den Senioren auf dem Rhein statt finden kann. Wie Ihr an den Fotos seht, es ging!

Die braunen Wassermassen wälzen sich unglaublich schnell durch das Flussbett. Gegen den Strom war der kleine Ausflugsdampfer langsam unterwegs. Aber hatte es auf dem Weg per Bus zum Anleger in Bonn am alten Zoll noch etwas geregnet, so riss die Wolkendeckel während der Fahrt immer wieder auf. Wenn Engel (?) reisen. (Wer mal in Bonn ist, unbedingt zum alten Zoll gehen, auf der Rückseite der alten Uni. Traumhafter Blick über den Rhein zum Ennert, Beuel und Siebengebirge, gleich im Hofgarten und natürlich an der Rheinpromenade)

„Warum ist es am Rhein so schön?“

Früher war der Drachenfels schon ein beliebtes Ausflugsgebiet. Verwandtschaft von mir hat dorthin seine Hochzeitsreise gemacht. (So große Reisen hat man früher nicht als Hochzeitsreise gemacht, selbst wenn man es sich vielleicht hatte leisten können.) Und wer einmal dort hoch möchte, dem kann ich nur raten, es nie wärend der Ferien zu machen, oder doch zumindest dann nicht am Wochenende. Die historische Zahnradbahn bringt einen auch kräftesparend hoch. (Runter geht vielleicht leichter zu laufen)

Bis nach Remagen ist das Schiff unterwegs. Und während viele den „Rheinischen Nachmittag“ mit Tanz und Schlager genießen, schaue ich gern rechts und links.

Vielen ist die Brücke von Remagen vielleicht noch ein Begriff. Und sei es auch nur aus dem Film. Die Brücke, vormals eine Eisenbahnbrücke, selber existiert nicht mehr. Nur die alten Brückenpfeiler sieht man weithin, auch als Mahnmal!

Donnerstag war voller Vorfreude auf Besuch. Liebe Freunde, leider zu weit weg wohnend, machten eine Übernachtung bei uns. Auch wenn an dem Tag auch noch schlechte Nachrichten eintrudelten, so war der Tag insgesamt wunderschön! Wenn man sich so selten sieht, ist das immer etwas Besonderes. Ich weiß dann manchmal gar nicht, was ich alles als erstes erzählen möchte und kann. Da sprudelt alles förmlich aus mir raus. Es ist ja nicht so, als hätten wir nicht zwischendrin auch Kontakt, dass Handy macht es möglich. Aber persönlich ist das noch einmal ganz anders und wir platzen alle schier vor Neuigkeiten. Außerdem hatten wir sogar viel Glück mit dem Wetter! Nach dem Essen wollten wir noch einen Verdauungsgang durch die Felder machen. Es hatten sich um uns schon große Wolken aufgebauscht.

Himmelsblick gegen Abend mit besonderem Licht und reichlich Regenwolken

„Ach, auch das zieht um uns herum“. Pustekuchen, ich hatte so unrecht. Ein Platzregen ging nieder und zog auch nicht weiter. Fast die ganze Nacht regnete es durch.

Vergessen…

Aber bis dahin… Nun eben drinnen gemütlich machen. Viel Regen gab es schon wieder. Mein Regenmesser war bis oben hin voll.

Viel zu schnell ist so kostbare Zeit immer vorbei.

Am Wochenende würde und wird das Jubiläum unseres Grundgesetzes gefeiert! In Bonn wurde vor 75 Jahren Geschichte geschrieben. Wenn Ihr nun meint, so wichtig sei so etwas doch nicht, der hat sich die Artikel noch nie durchgelesen!

Wir sind dann per Bus und Bahn in das ehemalige Regierungsviertel gefahren. Das so viele Menschen die gleiche Idee haben würden, hatten wir uns nicht vorgestellt. Und das hat uns doch viel Hoffnung gegeben. Auch in Bezug auf die kommende Wahl und die Wahlbeteiligung. Ich war schon im Rathaus vergangene Woche und habe gewählt.

Wer in die entsprechenden (historischen) Gebäude wollte, musste lange Schlangen in Kauf nehmen. Natürlich gab es Kontrollen. Zu gern hätte ich u.B. die Villa Hammerschmidt besucht, aber so lange hatten wir keine Zeit (Hund daheim) Die Eröffnung durch unseren Bundespräsidenten hatten wir eh schon verpasst.

Schön, dass sich vielleicht doch viele Menschen für so etwas interessieren.

Da ich genialer weise mein Handy vergessen hatte, kommen die Fotos von der Grundgesetz Feier über die Söhne (Danke Euch).

Verlinkt beim Samstagsplausch, Sonntagsglück und Gallerie Himmelsblick

PS

Leider habe ich häufiger Probleme bei „Blogger“ Blogs meine Kommentare abzusenden, es tut mir leid, aber ich habe das Problem bei mir noch nicht gefunden.

Liebliches Fest

Hallo Ihr Lieben.

Ich möchte Euch allen frohe Pfingsten wünschen. Nicht nur, weil es uns immer ein langes Wochenende beschert, auch, weil ich es wichtig finde. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel, ich wiederhole mich 🙂

Meine Oma pflegte dann immer Johann Wolfgang von Goethe zu zitieren:

Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es
grünten und blühten
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen
und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;
Jede Wiese sproßte von Blumen in duftenden
Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die
Erde.



aus: Reineke Fuchs

Sie war vom Hof und hatte auch auf einen Hof geheiratet. Der Frühling war ihr immer ganz wichtig, nicht nur die Pracht des Neuanfang s nach dem Winter, bestimmte er doch schon, wie gut die Ernte werden könnte. Und überdies liebte sie Blumen, ihren Garten. Etwas, dass sie erst an meine Mutter und diese dann an mich weitergegeben hat. (Als Kind musste ich ihr im Garten helfen, das mochte ich gar nicht, genau wie daheim die notwendigen Gartenarbeiten, die man ab und zu mal tun mußte. Also da kam keine Garten Liebe auf.) Was wir alle in der Familie aber immer hatten, war die Freude daran, draußen in der Natur zu sein.

Überall leuchtet der Ginster, (als Bodendecker wird er gegen die Austrocknung mitlerweile stehen gelassen, früher als Konkurrenz bei Neuanpflanzungen auch ausgebuscht)

Ehrenpreis mit Blick auf das „Land der 1000 Berge“

Pantherspanner im Wald

Sehr Ihr das alte Harz und wie blank und schimmernd das Holz ist

junge Blutbuchenblätter gegen das Licht fotografiert

Beim letzten 12 von 12 habe ich dieses Foto unterschlagen, irgendwie hatte das Hochladen nicht funktioniert, aber die Karte passt mit den Sauerländer Ausdrücken doch gut zu den obrigen Bildern

Die Woche hatte Schönes und weniger Schönes. Letzteres zu ändern liegt nicht in meiner Macht und wir sammeln ja für die Sonntagsschätze die schönen Dinge. Wie Ihr seht, war ich bei meiner Mutter im Sauerland, bei strahlendem Wetter.

Suchbild

Im Park werden einzelne Flachen gemäht, so will man vor allem den Blumen eine Chance gegen die Gräser geben, die sie sonst verdrängen. Das freut auch so manche Vögel, die sonst nicht so oft im Ort zu sehen sind. (Außer es gibt kleine ungeschützte Teiche in den Gärten, da kann man auch schon mal als Reiher nicht widerstehen)

Dem sanften Duft der Pfingstrosen kann ich auch nicht widerstehen. Ein paar hole ich mir gerne herein. Die Iris war umgeknickt und ein kleiner Kontrast zu den puschelige Blütenbälle.

Mit dem Schatz war ich endlich  wieder im Kino, 80er Jahre Nostalgie pur! Und perfekte Unterhaltung. Auf dem Rückweg liefen wir hier vorbei. Ich bin mir mitlerweile ziemlich sicher, dass es bewusst inszeniert wurde:

Der alte Verkaufsraum (fast wie ein lost place) wurde sicher künstlerisch aufgewertet. Man kann bestimmt verschiedene Interpretationen zulassen. Da der Rollstuhl aber zurück gelassen ist, wird er nicht mehr genutzt, der Besitzer hat sich den Preis verdient und braucht ihn nicht mehr. Ich bin eher der „Glas halb volle Typ“.

Ich hoffe, der Regen ist nicht zu viel bei Euch gefallen und es ist glimpflich abgelaufen (die Warnungen waren ja Besorgnis erregend und den SW Deutschlands hat es schwer erwischt. Hier sind gestern u.A. mit nur einem schweren Guß zwanzig ml runtergekommen, aber das war kein Problem)

Euch allen ein frohes Pfingstfest.

Verlinkt bei: Samstagsplausch, Flower Friday, Sonntagsschätzen, Niwibo sucht magischer Mai und DND

Und dann kam Sonne

Hallo Ihr Lieben.

Fleißig hat es weiter geregnet noch Anfang der Woche. Es ist gut an der Wiese zu sehen. Ein Dunst, die Wolken bis zum Boden hängend. Und doch so eine ganz eigene Magie und Stimmung!

Pünktlich zum Feiertag, Christi Himmelfahrt/Vatertag wurde es sonnig. Da der Sohn das Auto benötigte, war ich mit dem Rad unterwegs. Das Ziel wäre eigentlich schnell mit Auto bzw per Luftlinie zu erreichen, mit dem Rad würde es eigentlich auch schnell gehen müssen. Eigentlich. Wäre da nicht die Autobahn, Schnellstraße und natürlich die Flussüberquerung. So radelte ich in einem riesen Bogen. Aber das Ziel war lohnenswert. Viele Menschen waren im Wald unterwegs. Kein Wunder, war es doch endlich wieder ein so schöner Tag. Hier stellten sich u.A. Falkner vor. Keine Flugvorführungen, aber ich war nah dran am Steinadler.

Der Steinadler baut als einziger Greifvogel eine persönliche Verbindung auf

Beim Rückweg noch durch den Wald und trotz vieler Menschen, kleine Frösche, Schwimmtkäfer und Libellen am Wegesrand entdeckt und viele Schmetterlinge  (die aber weiter weg und schnell davon flatterten). Und weil ich da hockte und guckte und fotografierte, kamen auch einige Kinder vorbei, neugierig und dann erfreut, ob der Aussicht. 🐸

Zurück dann etwas anders geradelt und mehrfach verfahren. Wenn plötzlich keine Hinweisschilder mehr da sind, in der Siedlung Baustellen und auch Maps versagt…, etwas Kreuz und quer durch die Kreisstadt…

Schön und „na ja“ im Vordergrund (Abtei Michaelsberg und Kirchturm St. Servatius in Siegburg – im Hintergrund)

Irgendwann am Siegdamm angekommen und ab da ist alles gut. Dann muss ich nur noch zur nächsten Brücke, über die Sieg und Autobahn. Es war etwas anstrengender als gedacht, diese Tour, aber trotzdem gut. Bei dem Wetterchen!

Siegauen (hinter mir sind normale Siedlung, davor Sieg und Autobahn)

Im Garten grünt und blüht es und die Kohlmeisen füttern schon fleißig außerhalb des Nistkasten. Im bereits blühenden Holunder können die Blattläuse gleich vom Blatt in den Schnabel gefüttert werden. Leider gibt es keine Fotos, denn als ich sie endlich zwischen dem ganzen Grün gut vor der Linse hatte, da flog ein roter Milan über die Häuser. Nein, der ist keine Gefahr für die Vögelchen in den Gärten, aber die Silhouette reichte und alles duckte sich. Nur die Krähen nicht, die fliegen gleich Attacke.

Die Fuchs- und Dachsfamiliengeschichte ging auch hier die Tage weiter. Passend dazu habe ich mal getestet, ob ich nicht etwas aus Eierkartons zu dem Thema machen könnte:

Ich werde mal schauen, dass ich die Portrais mit einer Heißklebepistole aufklebe, ein normaler Kleber tat es nicht.

Man schneide aus der Mitte die spitzen Hütchen aus und lasse seiner Fantasie freien Lauf. Wenn ich die Acryl Farben finde, teste ich es noch einmal mit mehr deckender Farbe. Hier wurden nur Buntstifte verwendet. (bei Interesse kann ich auch Schritt für Schritt Fotos zeigen)

Euch ein wunderschönes, sonniges Wochenende.

Verlinkt beim Samstagsplausch und den Sonntagsschätzchen und dem Creativsalat

Ps: Denkt daran, heute ist 12 von 12