Nachdem wir einen doch bis jetzt sehr abwechslungsreichen Sommer hatten, war es mir irgendwie entfallen: Hundstage
Meist ist die Zeit im Sternzeichen des Hundes warm und schwül.
Check!
Insgesamt war es hier eher eine ruhigere Woche. Letztes Wochenende brachte ich noch „schnell“ den Anhänger meiner Mutter zurück. Natürlich mit Aufenthalt, etwas Gartenarbeit mit viel schönem Gequatsche und ein paar Fotos:
Ein schönes, familiäres Treffen, begonnen als Frühstück, gab es in Bonn. Besorgungen galt es früh morgens per Rad zu machen, bevor die Hitze und die Ozonbelastung zu groß wurde.
Auch die Natur leidet unter Hitze:
Die Rabenkrähen hecheln mit offenen Schnäbeln und Rabenvogel und Raubvogel tolerieren sich, Bewegung ist anstrengend. Erst als ich vom Rad steigen, kommt Unruhe auf.
Durst und Duldung
Tägliches Gießen der Pflanzen, aber mit leckerer Belohnung. Die morgendlichen Hundegänge sind insgesamt ruhig, die Vögel noch im Ruhemodus. Aber dieses Eichhörnchen war es definitiv nicht. Fleißig suchend störte es sich nicht an mir und auch nicht an Troll, so lange ich ruhig blieb.
Heute bin ich mehr als froh, dass der Samstag ein kühlerer Tag ist.
Tomate HarzfeuerTomate Blue DragonZutraulichkeit und Suche
If a book is well written, I allways find it too short. (Jane Austen)
With freedom, books, flowers and the moon, who could not be happy ? (Oscar Wild)
Andreas Sonntagsfragen:
Frage 1: Was machst du gerade am liebsten ? Morgens und abends gießen, irgendwie mentale Ruhe dabei
Frage 2: Was gefällt dir im August in der Natur besonders gut? Wo fange ich an… das Licht morgens und abends, all die wunderbaren Früchte, die gedeckteren sanften Farben, ein sanftes Gleiten
Ein Buch vom SuB und etwas Film gucken und natürlich was immer anfällt 😉. Zwei Pflanzen müssen in die Erde. Etwas Auszeit irgendwie.
Oscar Wilde sollten sich bitte mal ganz viele Menschen zu Herzen nehmen (ich versuche es auch)
Superfood, ein modernes Wort für gesundes Obst und Gemüse, meist aus dem Ausland, was uns zum Kaufen animieren soll. Aber es gibt „super gesunde heimische Alternativen“.
Dazu gehört auch die schwarze Johannisbeere, eine meiner Lieblingsbeeren. Lecker, Cassis! (So das französische Wort für die Beeren und auch den Sirup, den man für viele Leckereien brauchen kann)
Diese kleinen Beeren strotzen vor Vitamin C, er ist dreimal so hoch wie der einer Zitrone (175 mg pro 100 g ) und sie sind reich an Ballaststoffen. Eine größere Mengen an Eisen und Kalium und Ballaststoffe in den Johannisbeeren sind super für eine gesunde Verdauung. Ihre Gerbsäure kann sogar die Darmwände beruhigen und Durchfälle lindern. Früher wurde der Saft auch bei Halsweh genutzt, ähnlich wie der Holunderbeerensaft. Das ganz besondere an dieser fast schwarzen Beere ist nämlich der Pflanzenfarbstoff, der in der Schale der Beeren enthalten ist. Als „Anthocyan“ gehört er zu den sekundären Pflanzenstoffen und wirkt antibakteriell und ist gut für den Zellschutz und das Herz. In der Pflanze sind sie für den Sonnenschutz verantwortlich. Übrigens kann man auch die Blätter als Halstee und gegen Harnbeschwerden verwenden. Einfach sammeln, wenn die Sträucher bei oder kurz nach der Ernte beschnitten werden müssen (vielleicht mit Brombeerblättern zusammen, die ähnliche Wirkstoffe enthalten und entzündungshemmend sind)
Leider geben die Sträucher der schwarzen Johannisbeeren nicht ganz so viele Beeren, (die gleichzeitig reifen) wie rote oder weiße. Aber dafür haben diese Beeren ein Aroma! Eines, welches beim Kochen noch besser wird. Hach, ich liebe es!
Vier besondere Gläser
Lasst Euch nicht vom Geruch der Pflanze abschrecken. Vielleicht wurde die Pflanze deswegen erst im Mittelalter kultiviert, da entdeckte man ihre Heilfähigkeiten.
Auch die Blätter können als Tee gegen Halsweh getrocknet werden, lt. Karin schmecken die jungen Blätter am Besten, ist für das nächste Jahr notiert
Nun zu dem angekündigten Linoldruck, dem rennenden Hasen. Meist schnitze ich ja in Gummiplatten, aber manche Motive mag ich lieber in klassische Linolplatte schnitzen. Ich glaube nur, diese ist etwas brüchig, die bewußt stehengelassen Stege lösen sich teils. Aber der mit kräftigen Beinen ausholende Hase sollte Bewegung ausstrahlen und etwas stilisierte Wiesen haben.
etwas Stempelfarbe wg. mögicher Korrekturen
Ich wollte schon länger eine englische Farbe auf Ölbasis ausprobieren.
Diese Farbe ist schön zäh und nicht so schnell trocknend. Genau wie es zur Verarbeitung auf der Linolplatte sein sollte!
Es geht losErster Test
Ich habe ein feines, aber vielfach geflickt Leinentrockentuch, da kommt der erste Druck noch dazu.
Und jetzt zum Ocker etwas Sepia hinzu und auf gute Tücher für den kleinen Marktplatz hier auf dem Blog, zum Verkauf, sobald trocken und gebügelt:
aufmerksamer BlickVintage Leinen
Ich werde mutig und testen einen kleinen Stempel, wunderbar.
Schon länger wollte ich mal wieder einen richtigen Linoldruck machen und bin froh, dass ich es gemacht habe.
Vintage Halbleinen
Jetzt trocknen die „schnellen Hasen“ überall im Wohnzimmer.
Caro vom Blog „draußen nur Kännchen“ sammelt wieder unsere 12 Alltagsbilder in Ihrer Linkparty, da treffen sich ganz viele Blogger*innen:
Natürlich, so ziemlich das Erste, was ansteht ist der kleine Hundegang.
Die allerersten Brombeeren werden reif. Diese stehen direkt am Zaun und man kommt auch nur an die oberen ran, aber immerhin, 4-5 schmecken richtig süß schon, 2 noch sehr sauer.
Daheim, der Schatz hat dem Hund Futter gemacht. Bei einem Kaffee schaue ich in den WordPress Reader und lese.
Wer hat das mit dem Kotbeutelspender geschafft?
Es ist noch bedeckt und leicht schwül warm. Eine Schnitte essen, aufräumen, etwas Wäsche, später den Tisch zum Teil freiräumen:
Gestern ist meine neue Farbe gekommen und ich will sie unbedingt ausprobieren mit dem neuen Linolschnitt. Ich bin begeistert. Die Drucke trocknen draußen und ich zeigen Euch bald die Ergebnisse, habe auch für den kleinen Marktplatz gedruckt!
Ich möchte einige Blätter für Tee trocknen, schwarze Johannisbeere aus dem Garten. Gegenüber schaut ein Halsbandsittich, warum bei den Nachbarn die Elstern schimpfen.
Wäsche 😉
Es gibt ein schnelles Mittagessen aus dem Airfryer und weil es so schnell gehen soll, vergesse ich auch Fotos, aber Ihr habt schon mal Pommes gesehen, denke ich.
Wir wollen nämlich noch ins Kino nach Bonn. Und ja, in die Nachmittagsvorstellung und ja, in Superman und nein, nicht zum Jubiläumsfest der T.
Film hat uns alle sehr begeistert, gute Geschichte, gute Akteure! Ein Teil bleibt in der Stadt, da verabredet, der Rest fährt heim.
Und gegen den späten Hunger wird ein gut belegtes Brot gemacht, lecker. Noch mal schauen, ob ich gießen muss, aber heute war es nicht so heiß (ein sehr angenehmer Sommertag). Eine dicke Hummel befruchtet netterweise gerade die Gurken.
Nur müde bin ich schon ziemlich. Ich glaube, heute ruft früh Buch und Bett.
Heute ist Johanni, Johannistag auch Johannisfest oder noch früher auch Sommerweihnacht (der Zeitraum um die Sommersonnenwende kommt nicht von ungefähr) oder es wird die Johannesnacht gefeiert, gerade im Süddeutschen mit einem Feuer.
Verknüpft ist der Zeitraum auch mit der Ernte vieler Kräuter. Der Name bei manchem Kraut (bei regionalen Volksnamen) ist da vielleicht nicht zufällig (zB das Johanneskraut)?
bei minimale Sonneneinstrahlung, damit möglichst viele ätherische Öle in der Minze bleiben, duften die Sträußchen im Wohnzimmer.
Ohne kühle Getränke, gern mit Pfefferminze und Limette, geht bei den warmen Sommertagen gar nichts. Vielleicht mag noch jemand etwas Sirup dazu?
Am Johannistag feiern (ursprünglich) die Christen die Geburt des Heiligen „Johannes der Täufer“. Der 24. Juni ist auch im Garten ein wichtiges Datum. Er ist verbunden mit Rückschnitt und Ernteende mancher Pflanzen, wie Rhabarber und Spargel. Jetzt beginnt die Ernte der „Johannisbeeren“. Na, wo die wohl ihren Namen her haben?
Wenn der Zeitpunkt nicht zu warm/sonnig ist, kann man auch traditionell den Zierschnitt an Hecken ansetzen oder erste verblühte Blumen zurück schneiden, damit sie noch einmal blühen. Manche Obstgehölze, wie die Apfelbäume, werden bald mäßig per Sommerschnitt in Form gebracht. Die einjährigen, steilen Triebe werden herausgerissen. Wenn ich meine Johannisbeeren ernte, schneide ich gleich alte Äste mit ab um die Verjüngung zu fördern.
Der Sohn hat diesmal die roten Johannisbeeren gepflückt, während wir im Urlaub waren. In der Tiefkühle warten ein paar Beutel auf weitere Verarbeitung. Ach, ich liebe die sauren Beeren, vor allem die schwarzen, so manche landet gar nicht erst in der Schüssel, sondern gleich im Mund!
Die Stachelbeeren, die mehr Sonne abbekommen (haben) sind teils so reif, dass sie fallen. Also habe ich eine alte Tischdecke auf dem Boden ausgebreitet und fange an zu ernten. Dieses Jahr sind diese Früchte kleiner, aber nicht weniger stachelig. Im Hintergrund strahlt die Sterndolde.
Überall fahren hier schon Mähdrescher und auf den frischen Stoppelfeldern hüpfen Tauben, Krähenvögel und auch so mancher Raubvogel späht im Tiefflug nach Beute.
Die Farben ändern sich schon wieder. War das Feld nicht eben noch grün gewesen? War es nicht eben noch Frühling? Ach, jetzt werden die Tage schon wieder kürzer. Aber keine Sorge, der Hochsommer liegt ja (eigentlich) noch vor uns. Der Sommer hat geradeerst begonnen!
Phlox ist für mich eine der Sommerblumen und ich liebe diese Farbe!
Lasst es Euch mit einem kühlen Getränk gut gehen.
Verlinkt bei Niwibos Monatsthema „wenn alles blüht“
Die Fotos (und natürlich auch der Strauß) sind nicht von mir, sondern vom Freund und sind natürlich auch „copyright “ bitte
Der beste Freund meines Mannes hat letztes Jahr einen Naturgarten angefangen anzulegen. Am Haus ist ein kleiner Hang wo der „fette Boden“ liegt und entsprechend eine hohe Fülle an rein heimische Blüten sich gen Sonne streckt und dich im Wind wiegt. Wie „der Gärtner“ schon meinte, der gute Boden lässt die Blumen, die auch viele von Euch kennen, so stark wachsen, dass viele kleinere Blumen nicht zu sehen sind. So sammelt man auch als Naturgärtner Erfahrungen. Er wird viele Blumen herausnehmen, vor allem Mageritten und diese versetzen und verschenken. Auch der Natternkopf soll sich nicht mehr so stark versamen. Viele dieser wilden Pflanzen überleben nur durch Versamung.
Sticht das Blau des Lein nicht wunderbar hervor? Ein so intensives Blau für einen Tag.
Dann kommt ein Bereich, wo ein kurzer und magerer Rasen wachsen soll. Darunter kommt der Teil, der all den vielen Blumen, die keinen nährstoffreichen Boden brauchen, überlassen ist. Mit Kies wurde der Boden angereichert um ihn magerer und auch lockerer zu machen. All der Stickstoff und die reichlichen Gaben, die unsere bearbeiteten Böden haben, mögen viele Blumen gar nicht. Hungerkünstler sind einige von ihnen. So steht zB das kleine Mädesüß gerne trocken. Seine große, bekanntere Schwester dagegen gerne an Bachläufen.
Die Kartäusernelke ist sicher die bekannteste wilde Nelke neben der Kuckuckslichtnelke (die auch erste Blüten in diesem Garten zeigt).
Der Nattetnkopf hatte es vielen Blumenliebhabern schon letztes Jahr sehr angetan, fotografisch und auch mal in der Vase. Seine Form, vor allem, wenn noch nicht voll erblühen, hat ihm seinen Namen gegeben. Dieses Blau! Umschwärmt von Bienen und Hummeln ist diese markante Blume sowieso.
Den Klappertopf mag ich alleine wg seinem Namen. Dieser stammt von seinen Samen. Locker sitzen die Samenstände in den Blütenkelchen und klappern bei Wind. Diese Pflanze haben Bauern früher nicht gern auf ihren Wiesen gesehen. Sie ist für Pflanzenfresser nämlich leicht giftig, sogar noch im Heu. Die Pflanze ist ein Halbschmarotzer, lebt mit seinen Wurzeln auf Wurzeln von Gräsern.
Der Garten ist noch im Werden. Ein Bachlauf (bei Regen) und ein Teich entstehen. Und Totholz, ebenso wie Steine liegen hier natürlich auch, Blindschleichen leben hier schon.
Holunder und classische Garten ClematisWie ein lebendes Blatt: Raupe des Schneckenspinners, eines Nachtfalters
Beim Freund sammelte ich noch einmal Holunderblüten ein, für Sirup. Dort kam unbeabsichtigt auch diese grüne Raupe dazu. Ja, ich habe auch erst einmal recherchieren müssen, dieses Insekt hatte ich noch nie gesehen. Auf dem Foto sieht sie leider nicht so hübsch aus, wie sie in Wirklichkeit ist. Und natürlich gibt sie die beste Überleitung zu dem Schmetterlingsgarten in der Eifel.
Nun vom Insektenparadies vor der Tür zum Schmetterlingsgarten Eifalia in der Eifel.
Gleich am Eingang des tropischen Gartenhaus für die exotischen Schmetterlinge sind all die eingesammelten Puppen in denen gerade die Metamorphose von Raupe zum Schmetterling statt findet.
Es gibt zwei Bereiche, einmal den tropischen warm-feuchten, durch den wir auch die Führung bekamen, einen weiteren, der zum Verweilen einlädt, (aber auch recht warm ist) dazwischen auch hier Schmetterlinge.
„Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie Wolken schmecken.“
Novalis
Der Atlasspinner ist einer der größten Nachtfalter der Welt. Sein Leben als Raupe ist etwas länger, als das des Falters (2 Wochen, er kommt ohne die Möglichkeit Nahrung aufzunehmen auf die Welt)
Im eigentlichen Schmetterlingshaus leben Falter und Raupen an ihren Pflanzen. Die eine braucht nur die Banane, die andere Raupe eine Passionsblume… genau wie in unserer Natur. Die Atlasspinner Raupe liebt zB Zitruspflanzen.
Was hier auch noch zu sehen ist sind Wachteln. Sie picken alle Insekten auf, die hier nicht hingehören, wie Ameisen oder Spinnen. Diese können den Schmetterlingen nämlich gefährlich werden.
Damit die Luftfeuchtigkeit gewährleistet ist, gibt es einen Wasserfall mit Bachlauf und Teich.
Jeder von uns hatte eine kleine Plastikblume, die mit Fruchtnektar getränkt war, zum Anlocken der Schmetterlinge.
Kleiner Monarch
Dieser hübsche Falter begleitete mich die ganze Zeit. Bei manchen setzte sich so ein hübscher Schmetterling auch auf die Schulter. Traumhaft.
„Das Glück ist wie ein Schmetterling. Wenn wir es jagen, vermögen wir es nie zu fangen.“
Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen konnte unsere Seniorengruppe dort dann noch über all die Schmetterlinge klönen und im Souvenier Shop schauen. Sehr familiär und liebevoll alles.
Die Außenanlage erzählt viel über unsere heimischen Falter (und Insekten), leider hatten wir einen Gewittertag erwischt.
„LEBEN IST NICHT GENUG“, sagte der Schmetterling. „SONNENSCHEIN UND EINE KLEINE BLUME GEHÖREN AUCH DAZU.“
H. C. Andersen
Verlinkt bei niwibos neuem Monatsmotto „Wenn alles blüht…“
Eine schöne Woche noch. Ich bin jetzt in eine kleine Pause.