Zu meinem letzten Jahresprojekt Beitrag fehlte noch der kreative Teil.
Viele von Euch haben in den Kommentaren geschrieben, wie beeindruckend und schön sie diesen Vogel finden, aber auch, dass sie viel Respekt haben und Abstand halten.
Der schwarze Schwan symbolisiert übrigens das Unerwartete, Unvorhersehbare.
Seit der Antike steht dieser prächtige weiße Vogel als Symbol für Licht und Reinheit, später auch für das Lebensende, bzw den Übergang von dem Leben zum Tod. Der Vogel wurde Apollo zugeordnet und Zeus näherte und verführte Leda in der Form eines Schwans. Bei den Kelten war der Schwan ein Sonnentier. Und im Hinduismus ist er oft als Begleittier Brahmas unterwegs.
Im fernen Osten und bei den Persern galt er auch als Jenseits Gestalt. In China und der Edda erscheint der Schwan auch als Prinzessin in Märchen bzw Sagen, nicht zu vergessen Lohengrin.
In Europa findet der Schwan erst im späteren Mittelalter Einzug in die Kultur, so wie der Schwanengesang, der die Klage Jesus am Kreuz symbolisiert.
Wusstet Ihr, dass der Schwan auch als Symbol für Martin Luther steht? Auf manchen Gemälden von ihm wird auch ein Schwan gezeigt. (Als der Vorreformator Jan Hus verbrannt wurde, sagte er vorher wohl sinngemäß: heute würde man eine Gans (Hus) braten, aber bald würde aus der Asche ein Schwan aufsteigen, was Luther später auf sich bezog.)
Nicht zu vergessen ist der Schwan ein Glückstier. Und in Hamburg symbolisieren sie die Unabhängigkeit der Stadt.
Inspiriert von der schwedischen Künstlerin Hilma af Klimt (Link zu Wikipedia) nun mein Stempel.
Seit ich Brillenträgerin bin, ist das mit den Augenwinkeln nicht mehr ganz so einfach wie früher. Der „geschulte Blick“ musste sich neu ausrichten.
Große Vögel sieht man auch im Nebel, spätestens, wenn sie sich bewegen. Beim Abstreichen war klar, dies war ein Bussard.
Am 22.12. früh morgens im wunderschönsten Licht (an fast der gleichen Stelle wie der Nebelbussard) und wie auf dem Präsentierteller:
Wer bist Du?
Was Euch das Standbild nicht zeigt, es wird sich gerade entleert. Dabei kann ich die Konturen besser sehen.
Natürlich bleibt der Greifvogel nicht lange sitzen, schließlich beobachten ihn so eine komische Frau mit einem Hund, der eigentlich weiter will.
War ich mir Dank Seitenansicht schon relativ sicher, so zeigte der Abflug mit dem langen Schwanz: das ist wohl ein Habicht.
Die Größe, die „Hosen“ und der längere, schmale Schwanz, den der Habicht für seinen schnellen Flug durch Gehölze wie ein Ruder nutzt, die spitz zulaufenden Flügel… (Bussarde sind „etwas kompakter“, Flügel und Schwanz zum Gleiten ausgerichtet)
Ich liebe es, wenn mir der Morgen schon eine besondere Sichtung schenkt! Wäre ich nur vor mich hin getrottet, hinter dem Hund her, hätte ich meine wunderbare Sichtung verpasst.
Ihr kennt vielleicht den Witz vom Frosch, der herumhüpft und laut prahlt: „Ich bin ein Schwan!“ Und darauf hin fragt ein anderer Frosch, wie er denn auf diese Idee käme, er wäre kein Schwan.
Darauf dreht sich der bewußte Frosch um und präsentiert sein bestes Stück. Der andere Frosch ruft daraufhin laut aus: “ Mein lieber Schwan!“
Schon als Kind mochte ich diesen, leicht verruchten Witz und warum ich Euch den jetzt erzählt habe, fragt Ihr Euch vielleicht. Na, es ist der letzte Tag des Monats und es gibt nochmal den Zeigetag für das Jahresprojekt bei der Zitronenfalterin.
Ich hatte in meinen Notizen eigentlich noch so manche Tiere, die am/im Wasser leben. (Rückenschwimmer, Wasserläufer und Gelbrandkäfer, Libellen, Haubentaucher, Frosch und Kröte, Neunauge, Flußkrebse, Hecht zB.) Aber es wurde nun dieser „edle“ Vogel, Euch bestimmt auch bekannt als „das hässliche Entlein“: der Schwan.
Na, ganz und gar falsch lag Hans Christian Andersen mit dem Titel seines Märchens nicht:
Schwäne (Cygnus) sind eine Gattung der Entenvögel (Anatidae). Zugerechnet werden sie innerhalb dieser Familie den Gänsen (Anserinae). Schwäne sind die größten aller Entenvögel.
Kaum ein anderer Vogel fand in mehr Geschichten, Sagen, Mythen (Leda und der Schwan) und Märchen (die sechs Schwäne) und natürlich Kunst Einlass. Bestimmt hat jeder von Euch bei Erwähnung auch das Bild des weißen, großen Vogels vor Augen. Außerdem sind sie die Vögel der Liebe.
😉
In so ein Tretboot hatte sich der schwarze Schwan Petra im Frühjahr 2006 im Zoo für 2 Jahre verliebt. Solche „Fehlprägungen“ gibt es, aber er fand dann zumindest einen echten Höckerschwan.
Schwäne sind meist ganz weiß im Gefieder. Junge Schwäne sind grau und manchmal tragen auch die weißen Schwäne schwarze, einzelne Federn. Besonders der lange Hals ist sein herausragender Unterschied zu den Gänsen. Sie sind die größten Wasservögel hier (nur Pelikane sind größer und die gibt es nicht bei uns). Mit 8 bis 12 kg (Männchen können wohl bis zu 15kg wiegen) und über 2 m Flügelspannweite gehört der Höckerschwan zu den schwersten, flugfähigen Vögeln.
Der lange Hals ist perfekt zum Gründeln, daß ist die Suche nach Grün unter Wasser, der Hauptnahrungsquelle. Aber auch Wasserinsekten, kleinere Fische, Schnecken und Muscheln werden mal genommen. Beim Suchen nach Nahrung im Wasser taucht nur das vordere Teil des Vogels ein, Schwänzchen in die Höhe. Er frißt auch Uferpflanzen und Gras und nicht nur im Winter weicht er zudem auf Getreidegräser und Raps aus. Ihr Kot ist übrigens wiederum Futter für Fische, er besteht meist nur aus Zellulose.
Es gibt 4 Gattungen Schwäne in Deutschland, ich werde mich auf den bekanntesten, den Höckerschwan konzentrieren. Er trägt den Namen von seinem schwarzen Höcker auf dem grell orangefarbenen Schnabel. Bei Männchen ist der Höcker größer als bei Weibchen.
Ursprünglich gab es Schwäne nur im nördlichen Europa, am schwarzen Meer und Kleinasien. Der Mensch siedelte sie vielerorts an. Im 16. Jhd. kam so der Schwan in unsere Regionen. Er bevorzugt stille Gewässer wie Meeresbuchten oder Binnenseen, fühlt sich aber auch an künstlich angelegten Teichen wohl. Er ist ein Standvogel, fliegt nur zwischen Nachtquartier, bzw Brutort und Gewässer hin und her. Nur in der Mauser zieht er gern auf größere Binnengewässer, dann ist er etwa 2 Monate flugunfähig, bis sich auch die großen Flugfedern nachgebildet haben. Im Winter ziehen nördliche Vögel gern weiter südlich. Laut Nabu gibt es zwischen 10.500 und 14.500 Brutpaare, Tendenz eher steigend.
Höckerschwäne sind (meistens) monogam und binden sich daher ein Leben lang an ihren Partner. Ihre Werbung umeinander beginnt schon im Februar.
Nester werden entweder in den Schilfgürteln oder völlig freistehend, gern auf Inseln gebaut. Mit dem Nestbau beginnen die Höckerschwäne, sobald die „heimischen“ Gewässer eisfrei sind, was oft schon im März ist. Dazu reißt das Männchen Pflanzen aus und trägt sie in Reichweite seines Weibchens, welche sie dann um sich herum anlegt. So entsteht nach und nach eine Nistmulde mit drum herum Pflanzenmaterial. Ein paar Daunenfedern der Eltern polstern extra aus. Die Nester werden oft über Jahre genutzt und werden dabei immer größer.
Im April, Mai beginnen die Vögel mit der Eiablage, 4 bis 7 graugrüne oder grauweiße Eier. Während das Weibchen ungefähr 35 Tage überwiegend allein brütet, beschützt das Männchen seine Partnerin und das Gelege. Die Aufzucht betreiben beide Elternteile. Einem Schwan sollte man in dieser Zeit nicht zu nahe kommen, sie reagieren sehr aggressiv auf Eindringlinge. Sonst sind sie aber friedliche, dem Menschen zugewannte Vögel. Mit ihren kräftigen Flügeln können sie sich effektiv gegen Fressfeinde verteidigen.
Die Küken sind nach 4 bis 5 Wochen flügge. Im 2. bis 3. Lebensjahr üben sie schon den Nestbau, aber erst mit dem 4. Lebensjahr werden sie erwachsen. Vor allem männliche Jungschwäne finden sich zu Gruppen zusammen.
Wenn sich die großenVgel mal entschließen, sich in die Lüfte zu schwingen, braucht der recht große und schwere Vogel erst einmal Anlauf. Er rennt dabei flügelschlagend über das Wasser um die nötige Startgeschwindigkeit zu erreichen. Einmal in der Luft, verursachen seine stattlichen Schwingen ein lautes und singendes Fluggeräusch. Sie fliegen mit gestrecktem Hals und sind gut zu erkennen.
Übrigens, genau wie viele andere Wasservögel (und andere Tiere) solltet Ihr ihnen kein Brot füttern. Es ist zu salzig, quillt auf und enthält zu wenig Nährstoffen. (Und nicht gefressen Brot schimmert, lockt Ratten an)
Natürliche Feinde sind Füchse, vor allem Ratten, Krähen, Greifvögel sowie der Hecht sind den Küken eine Gefahr. Schwaneneltern sind sehr wachsam und stossen bei Gefahr sofort Warnrufe aus. Die Küken steigen dann bei der Schwanenmutter auf den Rücken. Nun sind sie geschützt und werden gleichzeitig vom Fett des Muttergefieders „eingecremt“. Auch freilaufende Hunde können gefährlich werden.
Mit seiner weithin sichtbaren, weißen Federpracht, der geschwungenen Formen von Hals und Flügeln, welche er gern aufstellt, symbolisiert er Tugend, Anmut und Reinheit. Kaum ein Tier hat die Fantasie der Menschen ähnlich angeregt wie der Schwan.
Bild aus „Polder“ (NL.) von Marieke ten Berge & Eva Morales (auch auf Deutsch erhältlich)
Ein eigenes Werk habe ich wieder nicht, verzeiht. Den Beitrag verlinke ich bei Andreas Sammlung der Jahresprojekte.
Nicoles neue Motto Linkparty zur Farbe Weiß ist genau richtig für den weißen Vogel.
Keine neue Idee mit dem sw Motiv
All meine Tierportraits versuche ich immer mit möglichst genauen Daten zu schreiben. Wie es nächstes Jahr weitergeht, wird sich noch zeigen, aber Naturportraits bleiben sicher ein Teil meines Blogs.
Vor etlichen Jahren habe ich über den Kiebitz berichtet. Aus gegebenen Anlass, ich habe einen größeren Stempel geschnitzt, bringe ich den Beitrag von 2018 noch mal.
Ein wenig Farbe hat sich extra in das Schwarz geschlichen, aber mit Absicht, denn sein schönes schillerndes Federkleid enthält auch Grün- und Violettöne.
Heute möchte ich Euch den Kiebitz vorstellen, einen Zugvogel, der leider nicht mehr so oft zu sehen ist. Er gehört zur Familie der Regenpfeifer und wer mal hören mag, wie er klingt, auf der Internet Seite des NABU kann man dies tun und mehr über ihn lesen! Der Kiebitz ist auch ein Flugkünstler. Bei Hundespaziergängen hier zwischen den Wiesen, wurde ich als erstes durch seinen pfeifenden Ruf über mir aufmerksam. Dann sah ich den schwarzweißen Vogel, seine trudelnden Flugkünste zeigend. Der taubengrosse Vogel ist durch seine kontrastreiche Färbung und seine breiten, rundlichen Flügel, gut zu erkennen. Leider ist auch sein Lebensraum durch die intensive Nutzung der Flächen (Landwirtschaft, Bebauung, Trockenlegung,…) bedroht. Da er gerade erst 2023 Vogel des Jahres war, ist er noch mal zu mehr Aufmerksamkeit gelangt, die er auch bitter nötig hat.
Der Kiebitz ist ein Bodenbrüter, ein nass – kaltes Frühjahr geht zu Lasten der Küken. Früher wurden die braunen Eier gesammelt und als Delikatesse gegessen.
Erste Probedrucke: mit einem Acryl Block kann man wirklich besser arbeiten, wenn der Stempel ganz dünn ist.
Zwar hat das Rufen ihm seinen Namen eingebracht, aber wenn jemand *kiebig* ist, dann schimpft man, geht auch auf jemanden los, so sagt man. Denn Kiebitze verteidigen ihr Gelege und Küken vehement. Raubvögel werden in der Luft angegriffen und man hilft sich untereinander bei der Verteidigung.
Diese schöne Briefmarkendarstellung habe ich noch gefunden, man sieht die grünliche Färbung der Flügeloberseite gut.
Außerdem habe ich damals ein neues Stempelkissen ausprobiert, welches eigentlichen für Textil sein sollte:
Das war damals ein Fehlkauf!
Dieses Mal habe ich Leinen Trockentücher richtig mit Linolfarbe bedruckt. Einige gingen per Post gen Norden. (Bingo Weihnachtsfreuden „The Gift“)
Ein schönes Leinen Trockentuch,Vintage, hatte ich noch und dies ist zu meinem Marktplatz geflogen. (45x117cm, schön lang)
Heute geht es mal um einen Vogel, den Ihr ganz bestimmt schon gesehen habt und kennt, vielleicht allerdings noch unter seinem alten Namen.
(Ardea cinerea, Ordnung Pelecaniformes)
Ein paar Zahlen: Größe dieses bekannten Vogels etwa 90 cm, manchmal auch noch höher. Flügelspannweite ist etwa 175 bis 195 cm mit einem Gewicht von 1-2 Kilogramm.
Dolchartiger Schnabel Fluggeschwindigkeit ca 50 km/h, um in die Luft zu kommen, macht er oft einige Schritte, um sich hoch zu schwingen.. Lebensdauer: Bis zu 25 Jahr, ich habe eine Zahl gefunden, die sogar 35 sagt und damit wäre der Graureiher ganz vorne bei den Rekordhaltern beim Alter von unseren Vögeln.
Diese Reiher sind in Eurasien und Afrika weit verbreitet. Weltweit werden aber nocheinmal vier Unterarten unterschieden. In Mitteleuropa ist er als „Ardea cinerea cinerea“ vertreten, diese noch genauere Einteilung gibt es heute bei vielen Tieren und ist teils auch durch genetische Untersuchungen möglich geworden. Aber so ins Detail wollte ich jetzt nicht gehen.
Wenn Euch jemand fragt, wie der Graureiher aussieht, würdet Ihr wohl nur grau sagen. Immerhin hat das ja auch seinen Namen gegeben. Das Gefieder ist am Rücken aschgrau, am Hals hellgrau und am Kopf weiß. Der breite schwarze Streifen über den Augen mündet hinter dem Kopf in den schwarzen Schopffedern. Diese etwas abstehenden Federn sind typisch für Reiher.
Graureiher sind sehr anpassungsfähig und sind weit verbreitet. Sie besiedeln so viele verschiedenste Lebensräume, dass wir sie wirklich oft in unserem Umfeld sehen. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an dieses Foto:
Flüssen, Seen und Teichen und auf Wiesen oder Äckern und ab und an auch vielleicht der Teich in Euerm Garten. (Wenn es da Fische gibt). Er sucht aber nicht nur Fische, auch Mäuse, Ampfibien und Reptilien, Insekten, sogar kleine Vögel, ein breites Spektrum an Beute.
Sie leben in Kolonien, gern in Nähe von Binnengewässern, sind aber bei der Futtersuche Einzelgänger. Ihre Nester bauen sie hoch oben in die Kronen alter Bäume. Wir hatten früher gegenüber auf der anderen Seite des Tals so eine Kolonie, die konnten wir gut vom Fenster aus beobachten. Irgendwann hatten sie aber mit ihrem Kot die Bäume so „kaputtgeschissen“, dass sie umgezogen sind.
Übrigens, wie oben kurz erwähnt, erinnert Ihr Euch vielleicht bei dem Vogel eher an den Namen „Fischreiher“. Korrekt ist aber Graureiher, denn er frißt ja nicht nur Fische. Der Name wurde sozusagen ausgetauscht, um das stärker zu betonen, dem Vogel ein wenig sein schlechtes Image zu nehmen. Seinen schlechten Ruf noch in meiner Kindheit kam nicht von ungefähr, natürlich waren die nun groß angelegten Forellenteiche ein leichtes Jagdgebiet. Illegal wurde damals noch so mancher Reiher erjagd. Aber bald fand man heraus, dass man nur ein paar Netze oder mehrere Seile drüberspannen musste, um sie von der Jagd abzuhalten. Auch störende Drähte am Ufer der Teich verhinderten, dass der geschickte Jäger dort entlangschreiten konnte.
Haben sich zwei Vögel gefunden, bleiben sie (das Brutjahr) zusammen. Zwischen März und Juni legt der weibliche Vogel 4 bis 5 helle, blaugrüne Eier. Zuvor haben die Eltern zusammmen das Nest im Baumwipfel gebaut oder ausgebessert. Diese Eier werden nun abwechselnd bebrütet. Nach etwa 4 Wochen schlüpfen die Jungen, sie sind Nesthocker. Die Küken bleiben 7 bis 8 Wochen lang im Nest und werden von den Eltern gefüttert. Auch danach betreuen die Altvögel die nun immer selbständiger werdenden Jungvögel. In dieser Zeit müssen viele Beutetiere besorgt werden.
Unverwechselbar durch seine aufrechte, hohe Gestalt sehen wir dann den oder die Reiher noch häufiger in unserer Umgebung. Er ist ein Kulturfolger (und manchmal sogar Gast am Gartenteich, wenn dieser Fische hat. Auch seine Flugform ist unverwechselbar, mit den weiten, großen Schwingen und dem gebogenen, langen Hals. Seine Art der Jagd ist auch ganz besonders und vielleicht der Grund, warum er es in Bild und Text geschafft hat. Ein eleganter Jäger. In der „Ruheposition“ hat er seinen langen gebogenen Hals meist schön geschwungen eingezogen. Sein kecker, hübscher Kopfschmuck verleiht auch manchmal anderen Vögeln dann Namen, wie zB der Reiherente.
Außerdem ist der Reiher auch eine wichtige Figur in dem animierten Märchen aus dem Hause „Studio Ghibli“. Es ist eine japanische Jugendbuchverfilmung, oskarprämiert. (Link Wikipedia)
In der ostasiatischen Kunst, vor allem in Japan, findet sich der Reiher oft wieder. Er steht für Beharrlichkeit, Weisheit und Geduld. Sie werden oft als Glücksvögel angesehen. Warum das wohl so ist, erkläre ich Euch noch.
Seine Farbgebung ist hier gut zu erkennen
Still steht er lange an einem Platz. Vielleicht bewegt er dabei langsam mal den Kopf. Aber er schaut genau, fixiert seine mögliche Beute, wiegt sie in Sicherheit. Wenn er sich denn doch bewegen muss, schreitet er sehr langsam auf seinen hohen Beinen, manchmal scheint er dafür sogar einen Umweg zu machen. Aber all das ist nur Kalkül und macht ihn zwar zu einem „langsamen“ Anpirscher, aber erfolgreichen und blitzschnell mit dem Schnabel zustoßendem Jäger. Beharrlichkeit. In einem Stück schlingt er das Beutetiere runter. Nach dem Storch, der ähnlich dem Reiher seine Beute sucht, ist der Graureiher unser zweitgrößter Vogel.
Wenn er sich in die Lüfte erhebt, läuft er gern erst ein paar Schritte mit den langen Beinen und holt Schwung, im Notfall kann er sich auch aus dem Stand erheben. Leicht knicken die Beine ein, die großen Schwingen entfalten sich und er stößt sich ab, gleitet dann fast mehr, als dass er flügelschlagend davon fliegt. Oft läßt er sich unweit wieder nieder. Aber natürlich fliegt er auch in größeren Höhen, manchmal hören wir dann auch sein krächzendes „chräi“ (Link deutsche Vogelstimmen). Jetzt zur kalten Jahreszeit kommen viele Graureiher aus nördlichen Regionen in wärmere Gegenden, manche ziehen auch nach Süden.
Als Vogel, der sich viel am und im Wasser aufhält, brauch er natürlich einen Wasser abweisend Schutz. Bestimmt habt Ihr schon mal bei Enten gesehen, wie sie erst mit dem Schnabel an ihren Po gehen und dann mit dem Schnabel durch ihre Federn gehen. Viele Vögel haben eine „Bürzeldrüse“, die Fett produziert, welches dann fleißig verteilt werden muss.
Nicht so der Graureiher. Seine Drüse ist recht verkümmert, aber dafür besitzt er sogenannte Puderfedern an der Brust und in den Leisten. Hier reibt er nun gelegentlich seinen Kopf und die feinen Daunen werden dadurch zu Staub. So entsteht ein Pulver, welches auch sehr fetthaltig ist und über den Körper verteilt wird. Diese Puderdaunen sind auch nicht von der Mauser betroffen, sondern erneuern sich konstant.
Wenn Ihr übrigens mehr über einen Verwandten, welcher sich gern im Schilf versteck, erfahren wollt, hier hab ich diesen besonderen Vogel dieses Jahr vorgestellt. Die Zwergrohrdommel gehört natürlich auch zu den Reihern. Außerdem gibt es zwei zugezoge Verwandten, welche Ihr vielleicht auch ab und an zu sehen bekommt, den Seidenreiher und Silberreiher. Sie stechen mit ihrem hellen Gefieder stark heraus). Im Süden zieht auch der Nachtreiher vor allem zur kälter werdenden Jahreszeit durch.
So langsam näherte sich das Projekt wieder dem Ende. Und wie Ihr bemerkt habt, gibt es noch kein kreatives Werk zu diesem Vogel. Das muss ich nachreichen. Vor dem inneren Auge hab ich da schon länger etwas, aber es nicht mehr fertig bekommen.
Andrea, die Zitronenfalterin, hat tapfer jeden Monat unsere Projekte gesammelt. Hier kommt Ihr zur Linkparty, die hoffentlich durch die Sonntagsfragen nicht untergeht.
Auch verlinkt bei magic crafts, creativsalat, sobald der kreative Part dazu kommt