Fika – Schwedische KaffeeKuchenPause

Hallo Ihr Lieben.

Also, früher war es selbstverständlich, dass man Kekse oder Teilchen bekam, wenn man auf einen Kaffee (seltener Tee) zu wem eingeladen worden war. Und sich in ein Café setzen und stundenlang bei Kaffee und Kuchen da sitzen gibt es auch immer weniger, finde ich. Es gibt noch ein paar Institutionen, aber insgesamt wird es weniger.

Wo das undenkbar ist: Schweden

auf Öland am Hafen, genauer Stora Rör

Fika. Laut meinem schwedischen Wörterbuch bedeutet dieses heute ganz einfach: „Kaffee trinken“ oder „Kaffeepause machen“. Die Schweden/innen gönnen sich eine Zimtschnecke, vielleicht sogar ein Stück der prachtvollen Prinzessinnentorte oder ein Stück saftigen Schokoladenkuchen. Noch wichtiger ist aber Kaffee. Sie sind Weltmeister im Kaffeetrinken. Die Fika-Pausen sind  den schwedischen Arbeitnehmer*innen vertraglich zugesichert, sogar Teil der bezahlten Arbeitszeit. Ein Stück Glück, denn es ist ein soziales Miteinander. Auch Chef*in sind mit dabei und man unterhält sich über Privates, nicht die Arbeit!

unser liebstes Mini Café Mormors i Hamnen (und Bäckerei – selbstgebackenes, körnges Sauerteigroggenbrot!)

Wenn man eine Pause macht, setzt man sich heutzutage in Deutschland kaum noch in ein klassisches Café. Ich habe mit unseren, noch kleinen Kindern früher ganz oft „Kekspause“ gemacht. Wir haben uns an den Esstisch gesetzt, es gab einen Keks mit Milch (die Mama nahm Kaffee) und wir haben immer inne gehalten. Die Kinder haben nach den Hausaufgaben vom Tag erzählt. Und es gab natürlich einen Keks, halllooo, da kann man doch nicht nein zu sagen!?

Diese unglaublich leckeren Zimt- bzw Kardamomschnecken wollte ich unbedingt nachbacken. Genauer gesagt, die Kardemummasnurra – Schwedische Kardamomschnecken sollten es werden. Ich liebe Kardamom ja sehr. Hier ist es eigentlich besonders wichtig, dass Ihr frisch gemörserte Kardamomsaat nehmt, sie enthalten die geballte (leckere) Ladung ätherischer Öle.

Es dauert etwas, die Kardamomkörnchen zu mörsern, alleine der Duft beim Arbeiten, aber natürlich könnt Ihr auch fertig gemalenen nehmen.

Der Teig für ca 12 Teilchen:

500 g Weizenmehl, 65-70g Zucker, 1 gehäuften TL gem. Kardamom, 1 Prise Salz, 300 ml lauwarme! Milch, einen halben Würfel frische Hefe (ca. 20g oder entsprechend 1P. Trockenhefe), 50 g weiche Butter,


Für die Füllung:
90-100 g weiche Butter, 90-100 g brauner Zucker oder Rohrzucker, 1-2 TL frisch gemahlener Kardamom, wer mag kann auch etwas weniger Kardamom und dafür 1 Teil Zimt nehmen


und den Sirup:
70 g Zucker, 70 ml Wasser, ½ TL Kardamom (oder Ihr bestreut es mit Puderzucker)


Außerdem
1 Eigelb, 1 EL Zucker, wer mag auch hier etwas frisch gem. Kardamom zum Bestreichen vor dem Backen. Ich füge gern etwa einen TL Wasser zum besser Verstreichen dazu.

Mehl, Zucker, Kardamom und Salz in eine Schüssel geben. Die Milch lauwarm erwärmen und die Hefe in kleinen Stücken zur Milch bröckeln, dann gut vermischen. Die Hefemilch mit der Butter zu den trockenen Zutaten geben und alles zu einem gleichmäßigen Teig kneten. Das geht am Besten mit der Hand, dann merkt Ihr auch, wenn der Teig „zäher“ wird und sich vom Rand der Schüssel löst. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten gehen lassen. Ich nehme dafür immer den Backofen – natürlich ohne ihn anzuschalten. Wenn der Teig gut aufgegangen ist, kann es weiter gehen.

Derweil Bleche mit Backpapier auslegen. Für die Füllung weiche Butter mit Rohrzucker und Kardamom verrühren. Den Hefeteig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck (60 cm x 40 cm) flach ausrollen. Den Teig von der kurzen Seite her zu etwa zwei Dritteln mit der Füllung bestreichen.

Nun den nicht bestrichenen Teil zur Mitte hin über den Teig legen. Den Vorgang wiederholen auf der anderen Seite: bestrichenes Drittel des Teigs nun ebenfalls über den Teig legen, sodass ein Teigstück mit drei Schichten entsteht (ca. 20 x 60 cm). Den Teig nochmal kurz mit der Teigrolle etwas ausrollen.

Nun die Teigplatte von der langen Seite aus in etwa 1,5 cm breite Streifen schneiden, sodass 24 Streifen entstehen. Für jeden Knoten werden 2 Teigstreifen benötigt. Hier wird es auch für mich etwas komplizierter, aber dankt daran, egal, wie sie hinterher aussehen, die Teilchen schmecken! Denn nun die Streifen miteinander verdrehen und zu einem Knoten formen. Dafür die „Teigkordel“ zu einem Kreis legen und ein Ende in das Loch stecken. Ihr könnt auch breitere Streifen schneiden und die dritteln und flechten. Dann werden es etwa 12 Streifen. Nehmt ein scharfes, grosses Messer zum Teilen. Ich habe drei Streifen geschnitten und geflochten.

Die Knoten mit etwas Abstand auf das vorbereitete Blech legen, abdecken und nochmals für 15 Minuten gehen lassen. Währenddessen auf 190°C Ober-/ Unterhitze (Umluft: 170°C) vorheizen. mit der Eigelbmischung die Teigknoten bestreichen. Keine Sorge, meine sehen auch nicht perfekt aus, wie die Fotos beweisen.

Kardamom-Schnecken im Ofen für ca. 18-20 Minuten backen. Währenddessen für den Sirup Zucker das Wasser und Kardamom aufkochen lassen, (ich nehme einfach den Wasserkocher und gieße das Wasser über Zucker und Kardamom) dann die heißen Schnecken nach dem Herausnehmen direkt damit bestreichen oder mit einem kleinen Löffel vorsichtig beträufeln. Die Kardamom-Zimt-Schnecken abkühlen lassen und am Besten noch warm genießen. Luftdicht verpackt bei Zimmertemperatur halten sich die Kardamom-Schnecken für mindestens 2 Tage. Einfrieren geht natürlich auch, zB wenn man gleich die doppelte Menge macht. Nach dem Auftauen ganz kurz im Ofen warm machen – immer noch lecker!

Viel Spass beim Backen und Fika machen!

Ps: Am 4. Oktober wird in Skandinavien der Kanelbullensdag gefeiert

Verlinkt beim Creativsalat, niwibo sucht…, Samstagsplausch und Sonntagsschätzchen

Neues Lesefutter

Hallo Ihr Lieben.

Ein wenig neues und sehr unterschiedliches Lesefutter habe ich heute für Euch.

Das erste ist ein Krimi, der im niederländischen Zeeland spielt, im beschaulichen Veere. So wunderschön Ort und Umgebung sind, so dunkel ist der Fall. Liv de Vries, nach einem tragischen Fall in der Großstadt, versetzt aufs Land, wird auf einen Vermisstenfall angesetzt. Zusammen mit der neuen Kollegin Noemi Bogaard begibt sich Liv auf die Suche. Doch schnell wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Was einfach aussieht, stellt sich natürlich vielschichtiger und kompliziert heraus. Der aktuelle Vermisstenfall führt zu einer anderen, älteren Vermissten. Einer jungen Frau, Esmer, aus dem Surinam, was bis 1975 noch Niederländisch Guyana war. Auch aktueller Rechtsextremismus scheint allgegenwärtig und warum sucht man überhaupt aus der rechten Szene den bewußten, vermissten Rob van Loon. Die Vergangenheit der deutschen Besatzung spielt in einem zweiten Erzählstrang auch eine wichtige Rolle.  Der Fall bleibt unvorhersehbar und spannend und so mancher „guter Charakter“ entpuppt sich als „Miesling“. Die meisten Charaktere sind vielschichtig und gut durchdacht. Was leider etwas anstrengender zu lesen ist, sind die verschiedenen Erzählstränge. Ein „coosy Krimi“, wie ich sie sonst gern lese, ist dieser eher düstere Kriminalroman nicht. Aber wer gern spannende, aktuelle Krimis liest, ist hiermit gut beraten.

Dieser Titel wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt und daher ist dieser Beitrag als Werbung zu kennzeichnen

Ein ganz anderes Buch ist dagegen dieses:

Iida Turpeinen, Das Wesen des Lebens, erscheint am 28.8. im S.Fischer Verlag, ebenfalls vom Verlag bereit gestellt und daher auch Werbung

Jeder, der schon einmal im einem naturkundlichen Museum war, hat sie schon einmal gesehen: Kuriositäten der Naturwissenschaft, Tiere von denen wir noch nie etwas gehört haben. Leider gibt es oft sogar einen Grund dafür. Oder habt Ihr schon einmal von der großen Stellerschen Seekuh gehört? Warum Ihr dieses Geschöpf nie kennen gelernt habt, liegt daran, dass sie schon kurz nach der Entdeckung ausgerottet wurde.

1741 ist der deutsche Arzt und Naturforscher Georg Wilhelm Steller im Nordmeer auf Expedition, unter Kapitän Vitus Bering. Der Name sagt uns sicher etwas mehr, als der des Forschers. Ein Seeweg von Asien nach Amerika soll gefunden werden. Dort macht Steller eine einzigartige Entdeckung: die Stellersche Seekuh. Hundert Jahre später geht es allerdings nur noch um das große Skelett.

Aber das Buch ist viel mehr. Mit ihrer schönen, aber unaufgeregten Sprache schildert uns die finnische Autorin von Besessenheit, ein unbekanntes, faszinierendes Tier zu entdecken (und es natürlich auch präsentieren zu können). Es geht um Wissenschaft(ler*innen), Forscher*innen und „das Wunder des Lebens“. Das Wunder, welches immer wieder Menschen antreibt, früher und heute. Besonders hat mir die „Expeditions Zeitlinie“ gefallen. Dieses Zeitalter der Entdeckungen, teils um jeden Preis. Diesen ersten Teil des Romans – übrigens ganz ohne wörtliche Rede – fand ich am Besten. Danach gab es auch mal etwas langatmigere Passagen.

Das Wesen des Lebens“ wurde mit dem Helsingin-Sanomat-Literaturpreis ausgezeichnet und wurde zu einem erfolgreichen, finnischen Debüt.

Sehr gut hat mir das, aus der Bücherei ausgeliehene Buch, über Caspar David Friedrich, „Zauber der Stille“, gefallen.

Unterteilt in die vier Elemente führt uns Florian Illies quer durch das Leben des Künstlers. Dabei springt er gekonnt zwischen den Zeiten hin und her. Denn auch die Bilder haben teils ganz eigene Geschichten. Keine Sorge, den Lesefluß mindert es gar nicht. Da kommen die besagten Elemente ins Spiel.

Ihr erfahrt, warum der Künstler Menschen irgendwann nur noch von hinten gemalt hat. Das er die Natur so geliebt hat. Oder wie der schüchterne Mann, der eigentlich nur malen wollte, trotzdem eine Familie gegründet hat. Warum seine Bilder unmodern waren und wie viele durch „Umstände“ zerstört wurden oder auch gerettet. Ein sehr schöner Schmöker, gerade jetzt in diesen warmen Sommertagen gut zu lesen. Erschienen im S.Fischer Verlag.

Hitzewarnungen in den Hundstagen (12 von 12)

Hallo Ihr Lieben.

Es ist wieder so weit. Heute sammelt Caro wieder unsere Tagesabläufe mit 12 Fotos.

Gut, dass ich mir eine Erinnerung in den Handy Kalender gesetzt habe. Ich hätte es heute wohl vergessen.

Frühstück, Lüften, erstes Räumen, und Hundegang liegen schon hinter mir, als die Erinnerung kommt. Schnell etwas gießen, es ist sommerlich. Wenig später bringe ich den Sohn nach Beuel, er muss sich einen Termin für einen kleinen Eingriff holen.

Ich bin früher schon wieder auf dem Heimweg. Noch etwas einkaufen, dann in das abgedunkelte Wohnzimmer zurück.

Der Wasserspender wird sauber gemacht und neu befüllt. Aus dem Garten hole ich etwas Pfefferminze, Malven und Rosmarin und stelle dann den Spender bereit. Heute bleibt auch die Küche kalt. Es gibt Eis zum Nachtisch. (Ich teste ein neues Brauseeis 😋)

Der Blogbeitrag über die Kornellkirschen wird überarbeitet und geht online. Dafür habe ich das obige Foto noch gemacht. Von der Ernte hatte ich u.A. am Wochenende geschrieben. Nun Pause, ich bin auch h etwas duselig. Zur Bücherei bei der Mittagshitze (und meist auch hohen Ozonwerten, da habe ich nicht geschaut) radel ich heute nicht. Morgen früh geht auch gut. Noch einmal in meine neuen Comics geschaut. Ich lese die fast immer zweimal dicht hintereinander, da ja Grafik und Text…

Sofa! (Info: Comics selbst gekauft und eine Empfehlung, wer so was mag)

Ich schaue mir noch einmal und sicherheitshalber meine Einstellungen bei WP an. Wovon es aus Gründen kein Foto gibt, eine weitere Nachfrage bei WP ist nötig. Ich hoffe, sie können mir helfen, so wie früher schon. 

Da ich das Wetter zum schnell Wäsche trocknen genutzt habe, muss ich noch ein kleines bisschen selbige machen 😂. Aber ich pausiere immer ausgiebig dazwischen. (Nein, kein Wäschefoto, es gibt Bloggerinnen, die schon 12 Fotos zusammen haben) Abendessen vorbereiten, klassisch Brot. Für die Nacht brauche ich gerade Magnesium noch extra. Sonst bekomme ich gerne mal Wadenkrämpfe. Den Orangensenf hat der Sohn mitgebracht und der ist super lecker.

Euch allen einen schönen Montag noch!

Verlinkt bei Caros Linkparty

Über einen besonderen Strauch und was Ihr aus der Frucht machen könnt

Hallo Ihr Lieben.

Erzählt, dass ich Kornellkirschen verarbeiten wollte, habe ich ja schon. Heute nun endlich ein bisschen mehr Infos:

Wenn Ihr Früchte, Blumen, Pilze und Kräuter erntet, vergewissert Euch immer, dass Ihr mit der Bestimmung richtig liegt!

Kornelle, Herlitze, Dirlitze, Hirlnuss oder Dirndl werden sie auch genannt. Sie geriet, wie viele andere wilde Obstsorten, im Laufe des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit. Hildegard von Bingen war schon ihre Heilwirkungen bekannt. Eine kleine Renaissance erlebt sie seit einiger Zeit wieder. Die Kornelkirsche passt nämlich auch als Strauch (bis hin zu einem Baum kann sie langsam wachsen), gut in einem nauturnahen Garten und in die Klimaveränderung, da sie warme Hanglagen liebt. (Ich habe noch einige Kerne, wenn jemand Interesse hat, sie wachsen pro Jahr ca. 30cm und können auch beschnitten werden)

Es gibt verschiedene Hartriegel, (eben auch giftige), hier geht es um die Früchte des gelben Hartriegels. Das gesunde Wildobst wächst wild in Hecken und am Waldrand. Bereits von Februar bis April blüht der Strauch leuchtend gelb, eine hübsche Bienenweide!

Später entwickeln sich etwa zwei Zentimeter große, längliche Früchte, welche etwas wie Oliven aussehen und einen länglichen Kern haben. Sie hängen an dünnen Stielen oft zu mehreren nebeneinander und sind erst grün, gehen über in gelblich-orange, bis hin zu einem satten Rot. 

Kornelkirschen sind ab Mitte August bis Oktober erntereif. Ihr Geschmack ist herb – säuerlich. Bei manchen, hautempfindlichen Menschen löst der Kontakt mit den Blättern leichte Rötung der Haut und Juckreiz aus, also vielleicht beim ersten Kontakt vorsichtig sein. Die Pflanze stammt ursprünglich – vor der ersten Eiszeit – aus dem Kaukasus. Ihr Holz ist durchaus begehrt, denn es ist sehr hart!  (Daher der Name Hartriegel) Das Trojanische Pferd soll daraus gebaut worden sein. Die Speere der mazedonischen Truppen (Phalanx) Alexander d.G. waren aus diesem Holz. Speichen der Wagenräder wurden daraus gedrechselt. Viele der länglichen Kerne dieser Frucht finden sich in Pfahlbauten der Steinzeit. Die Blätter sind hübsch anzusehen: eiförmig und färben sich im Herbst gelb bis orange.

100 Gramm der Steinfrüchte liefern mit bis zu 125 Milligramm doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen und enthalten Schleim- und Gerbstoffe. Im Mittelalter wurden die Früchte (und Pflanzenteile) vor allem bei Durchfall eingesetzt. Zudem sind sie ein stärkendes Mittel bei Fieber. Die Sträucher standen in vielen benediktinischen Klostergärten (und nicht nur dort). Hildegard von Bingen erwähnt die Pflanzenteile als Heilbad bei Gicht.

Ausser Vitamin C enthalt sie Vitamin B, sowie Kalium, Kalzium und Magnesium.
Bei Problemen im Magen- und Darmbereich wird die Wirkung der Kornelkirschen sehr geschätzt, genau wie bei Durchfall und Entzündungen. Hierbei wird aber wohl eher ein Aufguss der Rinde gemacht.

Ich möchte mich heute jedoch auf die Frucht konzentrieren. Die Früchte haben nämlich noch einen besonderen Stoff und von dem sehr viel. Dieser ist auch für die Farbgebung der Früchte verantwortlich. Er wirkt wie Antioxidantien und schützen die Zellen in unserem Körper.

Jetzt habe ich so viel über diese Pflanze geschrieben (und es gäbe noch mehr zu berichten), dass ich fast meine Produktion vergessen habe zu schildern.

Etwas umständlich herzustellen sind Trockenfrüchte. Dazu müsst Ihr nämlich das Fruchtfleisch mit einem kleinen Messer vom Kern schneiden. Kein Kirschkern Entsteiner oder ähnliches hilft da.  Ich habe mir die Kerne nach dem Trennen immer noch in den Mund gesteckt, zum Ablutschen. 😊 wenn Ihr keinen Dörrautomaten habt, hilft Euch gerade auch die Sonne beim Trocknen. Ansonsten geht das im Backofen.

Sehr viel einfacher wird es, die Früchte weich zu kochen und dann Kerne vom Fruchtfleisch durch ein Sieb zu trennen oder eine flotte Lotte zu nehmen.

Ich habe einiges an Fallobst an dem Tag gefunden, Wildbirnen und Äpfel. Einmal die „Kirschen“ in einem Topf garen, weich dann durch die Flotte Lotte (oder ein Sieb) und in einem anderen das große Obst (geschält und entkernt natürlich und nach dem Kochen püriert). Gelierzucker entsprechend des Gewichtes/Menge (und Euern Vorlieben) mit allen Früchten zusammen gemischt, aufgekocht und dann verarbeitet in saubere Gläser. Es ist eine relativ zähe Masse, richtig sprudelnd aufkochen konnte ich sie nicht. Aber es ging trotzdem gut.

Der Vorteil an Birnen und Äpfeln ist die Süße zu den herb-säuerlichen Früchten. Wer mag, kann auch noch etwas Zimt zutun. (Auch hier nehme ich Gelierzucker 2:1 und Gelierhilfe um es weniger süß zu machen.)

Ihr könnt übrigens auch Kornellkirschen für Tee trocknen. Theoretisch verbleiben dabei die Kerne in den Früchten. Diese enthalten, wie viele Kerne übrigens, etwas Blausäure, aber sie werden ja nicht aufgeknackt. Außerdem ist die enthaltene Menge sehr gering.

Auch mit Essig oder Alkohol könnt Ihr sie aufsetzen. Hier wurden sie mit etwas Essigmutter, Honig und naturtrüben Apfelsaft in einer kleinen Flasche aufgesetzt. Einfach mal ein Test mit ganzen Früchten.

Marmelade und Essig

Selbstredend kann man auch Saft machen. Aber dafür hole ich noch einmal welche. Natürlich lasse ich auch Früchte hängen (neben denen, die beim Pflücken sowieso runterfallen, übrigens auch eine mögliche Ernte Methode, runterschütteln auf ausgelegten Decken). Denn kleine Säugetiere wie Bilche und viele Vögel fressen sie.

Vielleicht habe ich Euch jetzt Lust gemacht, dieses Wildobst mal zu testen. Für den Garten gibt es übrigens auch spezielle Züchtungen.

Ich verlinke den Beitrag beim DND und Mein Freund der Baum und dem Creativsalat

Sonntagsschätzelein mit zu erwartenden Sternschnuppen (Wünsche)

Hallo Ihr Lieben.

Eine richtige Sommerwochen liegt hinter uns. Nicht einmal ein Tropfen von dem „möglicherweise angekündigtem“ Regen ist gekommen. Na, da haben die NRW Schüler wenigstens noch Mal richtiges Badewetter zum Ende der Ferien.

Das letzte Wochenende lasse ich jetzt mal weg, soll ja um Schönes gehen. Immerhin, beim Hund wirkten die Medikamente. Und das andere Thema scheint sich hoffentlich auch etwas zu bessern.

Immerhin habe ich den Tag, wo der Hund besonders Ruhe brauchte, genutzt für einen Luchs. Ich mag ihn total gern (auch das Tier) und während ich ruhig am Tisch gesessen habe, hat sich auch der Hund beruhigt und hingelegt. (Für sonstige Arbeiten muss man ja auch durchs Haus und überhaupt bewegen, aber wenn der Hund einem am Bein klebt statt zu liegen, gestaltet sich die Arbeit schwierig.)

Die Leinen Trockentücher und ein Shirt sind erwerbbar

Am Balkon musste endlich das restliche Altholz runter, damit das darunter ausgebessert und darauf neu gelegt werden kann. Und im Garten kommen jetzt leckere Gurken und die Tomaten werden rot. Und wir kamen in den Genuss unserer ersten eigenen Feigen. 

Dafür lässt plötzlich die Johannisbeere viele Blätter hängen, als wäre ein Teil abgestorben. Alte Johannisbeeren machen das schon mal, vor allem Hochstämmchen wie meines. Nur ist meines gar nicht alt. Ich habe nun einiges raus geschnitten und wenn es heute keinen Regen mehr gibt, bekommt es Wasser gegossen. Dafür treibt der „Vietnamesische Koriander“ und die „scharfe Pfefferminze“ sowohl im Topf als auch im Wasserglas (Sorte unbekannt, Mitbringsel aus nem Drink letztes Jahr) gut Wurzeln. Gut für den Balkon des Sohnes. Daneben steht ein Strauß Rosen, die ich wieder umsonst bekommen habe, da am Verblühen.

für Astrids Flower Friday Linkparty

Die Holunderbeeren sind auch schon reif. Sogar alle ganz prall dieses Jahr. Aber es sitzen noch keine Amseln in meinem Busch, um sie abzupicken. Das große Ausruhen und die Mauser nach dem Brustgeschäft scheint noch anzudauern. Achtet mal drauf, wenn große Vögel über Euch fliegen, wie vielen eine oder mehrere Federn -sichtbar- fehlen. Vielleicht mache ich auch Essig aus einigen Beeren. Zu den Kornellkirschen habe ich es erst heute morgen geschafft. Was ich genau mache, zeige ich dann noch. Am Donnerstag war der Seniorennachmittag des kath. Teams und es war diesmal eine ökumenische Feier mit „unseren Leuten“ dazu.

Zum Geburtstag von der Schöpferin der Mumins, Tove Jansson, gibt es beim WDR ein kurzes, empfehlenswertes „Zeitzeichen

Eine paar Bücher muss ich Euch noch vorstellen, das habe ich diese Woche nicht mehr geschafft. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben 😊 Gerade lese ich über Caspar David Friedrich einen Roman, der mir bis jetzt sehr gut gefällt. Autobiographisch und über bemerkenswerte Geschichten der Bilder, auch noch nach seinem Tode. Auserdem drei Comics hab ich mir diese Woche „reingezogen“ 😊 Alles sehr unterhaltsam.

Das Wochenende verspricht noch viel warme Sonne und nachts Perseiden Schauer. August eben. Hoffentlich bin ich nicht zu müde, um die nun schon deutlich früher einsetzende Dunkelheit abzuwarten.

Auf das Ihr/wir welche erblicken und Wünsche wahr werden. ☄️

Verlinkt auch beim Samstagsplausch und Sonntagsschätzchen und niwibos sucht…