Dem Regen trotzen

Hallo Ihr Lieben.

Das war eine verregnete Woche. Aber auch eine schöne Woche.

Sonntagsspaziergang zum Brunch auf dem Ölberg. Ein besonderer Anlass war gegeben. Eigentlich solle es morgens trocken sein und nachmittags nass. Nun, wenn so etwas umgekehrt ist, muss man halt Schirme und Regensachen mitnehmen.

Eine besondere Stimmung, nicht wahr? Vor 24 Jahren war dieser Tag sehr heiß und trocken.

Zurück kam dann die Sonne tatsächlich hervor. Ab und an tropfte einem vom Blätterdach ein großes Tropfen in den Nacken.

Ab 1.8. durften wir bei Andrea dann wieder unsere Jahresprojekte zeigen. Ich versuche das immer auch mit den ersten Tagen zu erledigen. Oft habe ich den Artikel schon früh angefangen. Natürlich eine weitere Vogelvorstellung:

Die Mauersegler sind schon südlich gezogen. Die Rauchschwalben schienen sich zumindest vermehrt zu sammeln. Über die Häuser hier segeln keine mehr in den Regenpausen, wie noch letzte Woche. Etwas drückte das Wetter doch auf die Stimmung diese Woche. Und es bleibt wechselhaft. Nun, nichts bleibt beständiger als das Meckern über das Wetter, nicht wahr?

Die jungen Sperber (zwei seht Ihr ganz gut über der Wiese gliegen) machten frühmorgens Jagdübungen auf die Kaninchen. Die scheinen gar nicht so sehr davon beeindruckt zu sein. Weit huschen sie nicht davon. Lautstark übten die jungen Greifvögel, mindestens 4 Stück hocken in der großen Kirsche. Ich freue mich und hoffe, dass sie auch alle das nächste Jahr erleben. Genug Kaninchen und andere Beute gibt es hier. Den Halter der Highland Kühe wird es freuen, selbige Karnickel halten ihm die Wiese, die sich eigentlich für die Wiederkäuer erholen soll, ziemlich kurz, wie man sieht.

Immer wieder ein besorgter „Himmelsblick

Irgendwie machen diese dauernden Gewitter und Schauer die Planungen oft zur Minna. Wenigstens war es etwas gemäßigter am Donnerstag und einiges an Gartenarbeit konnte endlich gemacht werden.

Aber die Blumenwahl für den Freitagsstrauß sind Hochsommer Blumen. Bunte Astern. Und ich möchte Nicole für die liebe, selbstgestaltete Karte danken!

Auch Michaela kam eine selbstgemachte Karte, aus Ihrem Projekt „Sommercamp“. Mit alten Fotos wurden da eine Woche neue Postkarten gestaltet. Diese Woche sind „Sommerschnipsel“ als Inspiration für neue Kartengestaltungen gegeben. Jede Woche Mittwochs gibt es neue Anregungen!

Den Strauß auf dem Frühstückstisch sende ich natürlich zu Astrids Flower Friday

Verlinkt beim DND – Naturdonnerstag, Flowerfriday, niwibo sucht…Sommerlaune, Himmelsblick und Samstagsplausch

Tieftaucher

Hallo Ihr Lieben.

Im Sommer lieben wir das erfrischende Nass, sozusagen der Gegenpart zur Sonne, und so kommt nach der Wasseramsel heute noch ein weiterer Wasservogel, als Jahresprojekt zu Andrea. (Ihr seht, ich fange so Beiträge immer sehr viel früher an, denn mitlerweile ist es doch eher nass und nasser)

Milchtütendruck: Gänsesäger mit Küken

Mergus merganser, den Entenvögeln zugehörige (Anatidae), für uns besser bekannt als Gänsesäger.

Es ist ein massiger Entenvogel mit langem Körper. Ein schwarzer Kopf mit grünlichem Glanz, welches allerdings nur das Prachtkleid zur Werbung/Fortpflanzung  des Männchen kleidet, sticht am meisten hervor. Er hat einen schwarzer Rücken und weissen Körper. Den rote, gebogene Schnabel sieht man besonders gut beim Ruhekleid des Erpels, (keine dunkele Haube). Natürlich ist der weibliche Vogel unauffälliger: braune Haube mit silbernem Rücken und silbrig-hellem Körper. Der ganze Leib dieser Wasservogel wirkt trotz seine Massigkeit „dynamisch“. Wie bei Gänsen ist der eher lange Hals eingezogen beim Schwimmen. Ober er daher seinen Namen hat, habe ich nicht herausgefunden.

Selbst die Fluggestalt ist sehr spitz zulaufend und sie sind schneller Flieger. Pfeilschnell gleiten sie über die Wasseroberfläche. So haben wir sie hier im Winter und auch noch im frühen Frühling an der Sieg gesehen.

Der größte Vertreter der Gattung der Säger, (die anderen sind Mittelsäger und Zwergsäger) lebt in Europa: u. A. in Skandinavien, Baltikum, Russland, Irland, dem Alpenvorraum und Norddeutschland.

Immerhin 58-68 cm groß ist dieser Tauchvogel, also deutlich größer als Stockenten. Es gibt gar nicht so viele Brutpaare, da ihre Zahl aber in etwa gleich bleibt, gelten sie zZt. als nicht stark gefährdet. Langfristig könnte es aber wieder zu einem Rückgang kommen, viele Gewässer sind nicht mehr naturnah, Verschmutzung und Freizeitaktivitäten (da hat das Freizeitverhalten mancher Menschen direkte Auswirkungen), Klimaerwärmung (zu warmes und zu wenig Wasser und damit weniger Fische, daher wird mit einer Verlagerung gen Norden zukünftig gerechnet). Der Vogel ist ganzjährig geschützt, wird als Fischfresser (300g pro Tag) aber manchmal von Anglern nicht gern gesehen, genau wie seine Futterkonkurrenten (Reiher, Haubentaucher, Kormoran).

Vielleicht erkennt Ihr es am Bild, die schmückenden Kopffedern können etwas aufgestellt werden, aber nur beim Weibchen.

Der spitze Schnabel mit Hakenende ist mit feinen Widerhaken/Hornzähnchen zum Packen der Beute unter Wasser ausgestattet. Daher die Artenbezeichnung „Säger“.

natürlich habe ich wieder ein Kartenmotiv geschnitzt & gestempelt!

Sie tauchen nicht drauf los, erst schauen sie unter Wasser rundum, danach jagen sie tauchend und gezielt, so fangen sie Fische. Bis zu 10 m tief kann so ein Tauchgang gehen und als Beute bis zu 12 cm große Fische ohne Probleme verschlungen.  Seltener landen Krebstiere und Insektenlarven auf dem Speiseplan.

Früh im Jahr beginnt die Balz, nämlich schon im Winter, dann fangen die Männchen, die in der Überzahl sind, an und kämpfen auf dem Wasser um Weibchen. Der knarrende Ruf ist eher leise zu hören. Auch außerhalb der Balz sind diese Vogel gesellig.

Er brütet auch in Deutschland an Flüssen und Seen, andere Säger nicht. Die größeren Populationen in Deutschland  lebt im Norden. Im Winter ziehen Vögel aus dem Norden verstärkt gen Mitteldeutschland, dann sehen wir sie eben auch hier auf der Sieg. (Eisfreie Gewässer mit Kiesgrund werden gesucht.) Sie halten aber auch auf dem Wasser schwimmend lieber Abstand zum Menschen.

Ähnlich wie bei Enten ist die Brutstelle erhöht, zB in Baumhöhlen, aber auch Gebäudenischen, Höhlen in Steilhängen (sie sind Höhlenbrüter) werden gerne für Nester genommen. Brusthilfen werden gerne angenommen, wenn nicht schon eine Stockente drin ist. Die Küken springen nach dem Ausbrüten heraus. Brutgebiete in Deutschland sind vor allem in Schleswig Holstein, Brandenburg, Mecklenburg Vorpommern. Die Jahresbrut liegt in der Zeit von April bis Juni. Sie legt 8-12 Eier und sitzen 32 bis 34 Tage darauf. Während der Brutzeit verlassen die Männchen das Brutrevier und treffen sich mit anderen Männchen zur Mauser an der Küste oder auf Binnengewässern.

Der Nachwuchs fährt gerne auf dem Rücken der Eltern über das Wasser (was ich auch als Motiv am Schönsten fand). Das Weibchen führt die Jungen sofort an das Gewässer, so dass die Jungvögel in der Ufervegetation nach Nahrung suchen können. Sie fressen von Anfang an alleine. Nach ein paar Tagen tauchen sie auch selbständig nach kleinen Insekten und bald nach Fischchen. Sie müssen aber aufpassen, dass sie nicht selber von Fischen wie z.B. dem Wels oder dem Hecht gefressen werden. Die Mutter beschützt sie vor Feinden bis zu zweieinhalb Monate. Dann sind die Jungvögel manchmal sogar noch flugunfähig.

Quelle: Wikipedia

Ich hoffe, auch dieser Vogel war wieder interessant für Euch. Es sollte auf alle Fälle ein Tauchvogel in meiner Liste sein. Der invasive Kormoran, der hübsche Haubentaucher, … es war gar nicht so einfach einen auszuwählen, aber da dieser als Gast hier vor Ort zu sehen ist und ich kaum etwas über ihn wußte, habe ich dieses Portrait gewählt.

Verlinkt bei Andrea Zitronenfalterins Jahresprojekt, Creativsalat

12 von 12 im Juli 23

Hallo Ihr Liebe.

Es ist wieder so weit. Am 12. sammelt Caro wieder 12 Bilder von unserem Alltag.

Die Nacht war vor allem eines: schwühl-warm. Wenig Schlaf, denn Abkühlung kam erst am frühen Morgen. Es fiel nämlich immer nur ganz kurz etwas Regen. Der Morgen ist aber sehr angenehm und beim Hundegang werden wir auch nass (und das Handy bleibt in der Tasche). Wir eilen heim. Der Schäferhund aus der Nachbarschaft, der keinen guten Ruf hat, nutzte wohl die Gunst der Stunde und die offene Tür des Frauchens genutzt. Er schnüffelt überall an der Straße herum und wir halten viel Abstand.

Hundefutter bereiten, Kaffee für mich, Frühstück besteht erst einmal nur aus dieser Tasse Milchkaffee. Es liegen noch die Stempel von gestern auf meinem Platz. Dann Spühlmaschine ausräumen, dabei teste ich den neuen Natur Podcast für Kinder (nicht nur) der Deutschen Wildtierstiftung.

Beim nun kalten Kaffee trinken male ich kurz etwas vor mich hin und bin noch bei der gestrigen gezeigten Blume zur Sommerchalange.

Ich muss Wäsche falten (ja, extra noch gestern Abend für Euch überall im Esszimmer und Wohnzimmer verteilt, fast trocken konnte ich sie nicht vor den plötzlichen Regentropfen retten. 😄 Weiter Wäsche kommt auch in die Maschine.

Ich muss einige Post wegbringen. Und ein kleines bischen was einkaufen. Leider stelle ich fest, dass eine Speiche am Rad kaputt ist. Und unser Fahrradladen geht in Sommerpause. Mist!

Und noch mal Mist. ich hatte die eingekochte Linsensuppe schon vor zwei Tagen geöffnet. Das Wetter hat ausgereicht. Bei der Schwühle ist sie schon (im Kühlschrank) umgekippt. Da der Sohn aber früher los fährt als geplant, lohnt es sich nicht, noch was Essen zu kochen und ich bin eh gerade gefrustet. Da gibt es dann ein kleines Trösterchen (ohne Foto).

Die Nachrichten tragen auch nicht dazu bei, dass es besser wird! Und Milan Kundera ist verstorben. Seine „Leichtigkeit des Seins“ war in meiner Jugend ein Kultbuch.

Aber schöne Post ist gekommen. Ich habe mir von Angela Harding diesen Titel gebraucht über meinen Schatz bestellt. Wem der Stil bekannt vorkommt, Angela Harding gestaltet uA. viele Buchcover (Der Salzpfad). Bestimmt zeige ich Euch die schottische Künstlerin noch genauer. Und der Sohn hat eine Bekannte, die Schottlandreisen Tipps haben möchte. Ist viel zu lange her bei uns und der Reiseführer natürlich nicht mehr up to date.

Ich muss etwas später am Nachmittag doch noch etwas gießen und diese Gurke wird heute Abend zu Salat. Der wenige Regen von heute Nacht und heute Morgen wurde vom Wind aufgezehrt. So vieles lässt die Fleppen hängen und braucht ein wenig Wasser. Dafür nehme ich nur das aus der Spühle und was ich in den Eimern gesammelt habe. Mehr kommt heute Abend dran und das auch nur, wenn nötig. Es ist für die Pflanzen besser, wenn ich früh am Morgen gieße. Dann habe ich viel weniger Schnecken (nicht dass es eine Plage gerade wäre)

Na? wer weiß wer da was hinterlassen hat? Tipp, es sind Kohlrabieblätter.

Ja, der Kohlweißling legt wieder Eier. Ich lasse sie meistens, denn nur die allerwenigsten schaffen es länger als einen Tag. Dann holen sie schon die Meisen

Oha, ich bin schon bei 12 Bildern. Dann verlinke ich den Beitrag bei Caro, der Dame mit den Kännchen draußen. Habt noch einen schönen Tag/Woche.

Bingo Zeigetage und Postkartenplanung

Hallo Ihr Lieben.

So sieht es aus. Langsam aber stetig ernährt sich das Eichhörnchen. Irgendwie mache ich länger nichts und dann mehrere Sachen auf einmal. Es ist einiges für die Bingofelder dazu gekommen.

Ich konnte so manches abharken: Torte, Häschen oder Hühnchen, Alles Gute, Bunt, Brauchtum, Lieblingsgericht, Draußen, Feiertag, Ufo, Verschlusssache, häkeln und Reste, sowie neue Technik.

Sehr viel Freude hatten wir beim Arbeiten im Wald. Vielleicht ist der Regen der letzten Woche noch so grade rechtzeitig gekommen, viele kleine Bäumchen wurden an den frischen Triebspitzen schon braun. Auch die neue Technik gefällt mir sehr. Ich kann kleine Dinge feinst in Tetrapak „zeichnen“. Der erste Druck aus der Nudelmaschine ist dann immer eine Überraschung. Die Brandmalerei ist immer wieder etwas für mich. Und dass die alten Wäscheklammern so witzig aussehen? Selten kommt es vor, dass ich einen Stempel beginne und er dann zum Ufo wird. So aber mit dem Rosenkäfer geschehen, der zum Beitrag des Jahresprojektes gehört, eigentlich. Nun, manchmal ist das eben so. Eine Tortenbäckerin werde ich wohl nie werden, aber guter Kuchen schmeckt wie Torte mit Augenzwinkern😘 Alles Gute wurde gewünscht und bunt war es nicht nur einmal. Und Kartoffeln mag ich in jeder Form, dieses mal mit selbstgemachtem Hüttenkäse.

Zeigen dürfen wir unsere Ergebnisse bei antetanni, dort versammeln sich viele mit ihren Ergebnissen. Manche haben schon Reihen fertig und durften Bingo rufen 🙂

Dann geht es jetzt in das dritte Quartal und wir bleiben dran!

Bei Michaela und Susanne wird kreativ zur Postkartenproduktion aufgerufen! Ob Ihr nun etwas für Euch macht oder die Karten verschickt, ist ganz Euch überlassen. Es soll ja nicht in Arbeit ausarten, sondern anregen, etwas kreativ zu machen. Ich weiß auch noch nicht, ob ich in Großproduktion gehen werde, ich probiere einmal aus.

Thema diese Woche: Pflanzen

Ob gedruckt, gemalt, gepresst, geklebt, Hauptsache auf ein Postkartenformat (und wenn Ihr mögt auch verschicken). Immer eine Woche habt Ihr für ein Thema. Und wie gesagt, es soll nur eine Anregung sein.

Habt eine schöne Woche

Auch verlinkt beim Creativsalat 🙂

(nur ein Beispiel aus der letzen Sommerpost)

Plitscheplatsche

Hallo Ihr Lieben.

In meiner Kindheit waren wir einen Sommer ganz besonders froh, dass dieser Vogel im Fluss unseres Tales wieder zu sehen war.

Ich hatte einmal einen Hautausschlag als Kind bekommen, nachdem ich im Fluss gespielt und gebadet hatte. Nun durfte ich nicht mehr in und an das Wasser. Viele Tiere suchte man vergeblich. Eine zu hohe Belastung mit „gewissen Abfällen“ im Wasser war das Problem. Ein Problem vieler Flüsse dieser Zeit. Als ich dann einige Jahre später diesen Vogel beobachten konnte und davon fragend daheim berichtete, war mein Vater überglücklich. Er konnte ihn sofort zuordnen, hatte er doch viele Jugendjahre am selbigen Fluss verbracht, war dort angeln, schwimmen und Schlittschuhe laufen gewesen.

Ein unscheinbarer, rundlicher, brauner Vogel ist es. Gern auf einem Stein im Flußlauf wippend, (Engl.: Dipper, sehr passend). Manchmal fliegt er auch dicht über die Wasseroberfläche. Viele Insekten haben ihre Kinderstube nur im sauberen Gebirgsbach (-fluss). Also kein sauberes Wasser, keine Insektenlarven (zB. Köcherfliegenlarven, aber auch kleine Fische und Amphibien) und ohne die keine Wasseramsel.

Wie? Welcher Singvogel fängt denn schwimmend unter Wasser Insekten?

Tatsächlich würdet wohl niemand erwarten, das es ein Schwimm- und Tauchvogel ist und ein Singvogel. Er trägt nicht von ungefähr seinen Namen auf Grund der Ähnlichkeit zur Amsel.

Erwähnt habe ich ihn dieses Frühjahr schon einmal, viele von Euch kannten die Wasseramsel gar nicht. Durchaus bevorzugt sie schnellere und eben auch artenreiche Flüsse. Dort findets sich dieser unscheinbar,e braune Vogel mit dem weißen Lätzchen (wenn sie erwachsen sind). Die recht kurzen Flügeln dienen ihm nicht nur zum Fliegen, sondern auch zum schwimmen, um dort seine Beute zwischen den Steinchen zu suchen. Mit dem oft aufgestellten Schwanz hält er Balance. Die langen, kräftigen Beinen dienen zum unter Wasser laufen. Auch aus dem Fluge stürzt er sich in den Fluss und navigiert geschickt, die Flügel wie Flossen nutzend. Mit Luftpolstern unter den Flügeln verhilft er sich zum pfeilschnellen Auftauchen und kommt so wieder in den Flug. Das Skelett des kleinen Vogels hat, im Gegensatz zu anderen Vogeln, keine Hohlräume und wiegt mehr, so was brauchen Taucher. Das Gefieder ist kälte- und wasserabweisend durch das Fett aus der großen Bürzeldrüse. Stetig verteilt sie mit dem Schnabel dies, um immer ein stets gut gefettetes Federkleid zu haben. Ihre Augen, (auch Ohren und Nase) schützt sie mit einer sogenannten Nickhaut. Fünf bis zehn Sekunden kann so eine Suche zwischen den Steinen am Wassergrund dauern. Wird einmal ein Fischen erbeutet, wird dieser erst etwas mürbe geklopft und dann verschluckt. Köcherfliegenlarven werden durch Schlagen des Gehäuses auf Steine zum Rauskriechen gezwungen.

kleine Zeichnung

Amseln und Wasseramsel sind übrigens nicht miteinander verwandt. Amseln gehören zur Familie der Drosseln. Weltweit gibt es mehrere Wasseramsel (Cinclus) und sie bilden mit fünf Arten die Gattung der Cinclidae. Sie gehören zu den Sperlingsartigen. Singen können sie übrigens auch, aber das Wasserrauschen übertönt ihr Zwitschern. Vermutlich zeigen sie ihr Revier eher durch Flüge über die Wasseroberfläche an.

aus Olof Rudbeck d.J. Vogelbilder, keine Werbung

Schon im Herbst findet sich ein Paar und im Januar oder Februar beginnt die Balz. Das Männchen sucht den Platz aus. Eine Stelle hinter und durch Wasserströmung geschützt, in überhängenden Felsen, Bäume. Dort wird kunstvoll mit Moos, Gras und anderen Naturmaterialien ein kugeliges Nest gebaut. Dieses wird auch gern wieder genutzt. Die Vögel sind recht standorttreu.

Etwa fünf Eier werden gelegt und vom Weibchen bebrütet. In der Zeit (16-17 Tage) füttert das Männchen es. Nach etwa 20 Tagen verlassen die Nestlingen ihr Heim und können schneller schwimmen als fliegen. Beide Eltern füttern.

vermutliche alte Nester der Wasseramsel

Da der Vogel mit seiner Umgebung durch das dunkelbraune Gefieder fast verschmilzt, übersieht man sie oft. Erst wenn sie sich blitzschnell nach Beute in das Wasser stürzen, sieht man sie vielleicht durch die Bewegung. Denn eigentlich ist der Bestand nicht gefährdet, da deutsche Flüsse und Bäche sauberer, sauerstoffreicher geworden sind und Renaturierung betrieben wird. Denn auch begrünte, bewachsene und natürliche Flussufer möchten sie gern haben. So gern sie schnellfließendes Wasser hat, so braucht sie dazwischen auch seichte und ruhigere Zonen. Im Winter ziehen die Vögel aus dem Norden mehr gen Süden.

Noch beim Üben: Milchtütendruck Wasseramsel

Im Volksmund wird sie übrigens gern auch Wasserstar oder Bachamsel genannt. Und es erschien mir ein perfekter Vogel für die sommerliche Zeit, wo es so warm wird, dass wir gern im Wasser planschen. Ich bin froh, dass wir hier nicht überall am Fluss sein dürfen, baden dürfen. Denn der Fluss sollte doch den dort lebenden Tieren zu definitiv größeren Teilen gehören. Zumal sich so viele Leute wie … verhalten. Oder könnt Ihr Euch vorstellen, dass dieser Vogel in einem Einmalgrill brütet?

Verlinkt bei Andreas Jahresprojekt Und Andreas Samstagsplausch und dem Creativsalat