Von Zwergen und Riesen im Wald.

Hallo Ihr Lieben.

Geschichten vom Waldnetzwerk, von bekannten und eher unbekannten Tieren, von großen und kleinen Lebewesen in unseren Wäldern, dass soll mein neues Jahresprojekte werden.

Dieses Jahr möchte ich Euch mehr in die Tiefen des Lieblings- und Sehnsuchtsort ganz vieler Menschen mitnehmen. Eigentlich logisch, denn ich habe Euch schon viele Tiere aus diesem Lebensraum vorgestellt in meiner mitlerweile fast 11 jährigen Blogzeit. Eine Fortsezungsgeschichte über Fuchs und Dachs und ihr Miteinander ist entstanden. (Ob es da noch mehr gibt, weiß ich noch nicht) Auch die Pflanzenwelt wird sicher mit hinein genommen, denn ohne sie gibt es ja keinen Wald.

Es gibt auch so viele Geschichten, Märchen und Mythen um den Wald und seine Bewohner. Die gehören immer mit in die Beiträge. Der tiefe, dunkle Wald, vor dem man Angst hat, der grüne, frische Wald, in dem die Menschen waldbaden. Die Eule, die uns fasziniert und wenn wir ihren Ruf im Dunkeln hören, erschrecken wir.

Es gibt so vieles zu berichten.

Zum 1. des Monats bringen wir unsere Beiträge zu Andrea Zitronenfalterin.

Ich bin gespannt, was alles an verschiedenen Projekten bei Ihr zusammen kommen.

Und gerade habe ich entdeckt, dass das Museum im Gasometer die gleiche Idee hatte. 😉

Damit kann ich natürlich nicht mithalten (vielleicht schaffe ich die meisten Artikel vorher zu schreiben, damit ich nicht zu sehr beeinflußt werde, denn ich möchte auf alle Fälle nach Oberhausen)

Verlinkt beim Samstagsplausch

Augenwinkel

Hallo Ihr Lieben. 

Seit ich Brillenträgerin bin, ist das mit den Augenwinkeln nicht mehr ganz so einfach wie früher. Der „geschulte Blick“ musste sich neu ausrichten.

Große Vögel sieht man auch im Nebel, spätestens, wenn sie sich bewegen. Beim Abstreichen war klar, dies war ein Bussard.

Am 22.12. früh morgens im wunderschönsten Licht (an fast der gleichen Stelle wie der Nebelbussard) und wie auf dem Präsentierteller:

Wer bist Du?

Was Euch das Standbild nicht zeigt, es wird sich gerade entleert. Dabei kann ich die Konturen besser sehen.

Natürlich bleibt der Greifvogel nicht lange sitzen, schließlich beobachten ihn so eine komische Frau mit einem Hund, der eigentlich weiter will.

War ich mir Dank Seitenansicht schon relativ sicher,  so zeigte der Abflug mit dem langen Schwanz: das ist wohl ein Habicht.

Die Größe, die „Hosen“ und der längere, schmale Schwanz, den der Habicht für seinen schnellen Flug durch Gehölze wie ein Ruder nutzt, die spitz zulaufenden Flügel… (Bussarde sind „etwas kompakter“, Flügel und Schwanz zum Gleiten ausgerichtet)

Ich liebe es, wenn mir der Morgen schon eine besondere Sichtung schenkt! Wäre ich nur vor mich hin getrottet, hinter dem Hund her, hätte ich meine wunderbare Sichtung verpasst.

Verlinkt beim Samstagsplausch

Und bei Nicole niwibo sucht Weiß im Januar

Mein lieber….

Hallo Ihr Lieben.

Ihr kennt vielleicht den Witz vom Frosch, der herumhüpft und laut prahlt: „Ich bin ein Schwan!“  Und darauf hin fragt ein anderer Frosch, wie er denn auf diese Idee käme, er wäre kein Schwan.

Darauf dreht sich der bewußte Frosch um und präsentiert sein bestes Stück. Der andere Frosch ruft daraufhin laut aus: “ Mein lieber Schwan!“

Schon als Kind mochte ich diesen, leicht verruchten Witz und warum ich Euch den jetzt erzählt habe, fragt Ihr Euch vielleicht.  Na, es ist der letzte Tag des Monats und es gibt nochmal den Zeigetag für das Jahresprojekt bei der Zitronenfalterin.

Ich hatte in meinen Notizen eigentlich noch so manche Tiere, die am/im Wasser leben. (Rückenschwimmer, Wasserläufer und Gelbrandkäfer, Libellen, Haubentaucher, Frosch und Kröte, Neunauge, Flußkrebse, Hecht zB.) Aber es wurde nun dieser „edle“ Vogel, Euch bestimmt auch bekannt als „das hässliche Entlein“: der Schwan.

Na, ganz und gar falsch lag Hans Christian Andersen mit dem Titel seines Märchens nicht:

Schwäne (Cygnus) sind eine Gattung der Entenvögel (Anatidae). Zugerechnet werden sie innerhalb dieser Familie den Gänsen (Anserinae). Schwäne sind die größten aller Entenvögel.

Kaum ein anderer Vogel fand in mehr Geschichten, Sagen, Mythen (Leda und der Schwan) und Märchen (die sechs Schwäne) und natürlich Kunst Einlass. Bestimmt hat jeder von Euch bei Erwähnung auch das Bild des weißen, großen Vogels vor Augen. Außerdem sind sie die Vögel der Liebe.

😉

In so ein Tretboot hatte sich der schwarze Schwan Petra im Frühjahr 2006 im Zoo für 2 Jahre verliebt. Solche „Fehlprägungen“ gibt es, aber er fand dann zumindest einen echten Höckerschwan.

Schwäne sind meist ganz weiß im Gefieder. Junge Schwäne sind grau und manchmal tragen auch die weißen Schwäne schwarze, einzelne Federn. Besonders der lange Hals ist sein herausragender Unterschied zu den Gänsen. Sie sind die größten Wasservögel hier (nur Pelikane sind größer und die gibt es nicht bei uns). Mit 8 bis 12 kg (Männchen können wohl bis zu 15kg wiegen) und über 2 m Flügelspannweite gehört der Höckerschwan zu den schwersten, flugfähigen Vögeln.

Der lange Hals ist perfekt zum Gründeln, daß ist die Suche nach Grün unter Wasser, der Hauptnahrungsquelle. Aber auch Wasserinsekten, kleinere Fische, Schnecken und Muscheln werden mal genommen. Beim Suchen nach Nahrung im Wasser taucht nur das vordere Teil des Vogels ein, Schwänzchen in die Höhe. Er frißt auch Uferpflanzen und Gras und nicht nur im Winter weicht er zudem auf Getreidegräser und Raps aus. Ihr Kot ist übrigens wiederum Futter für Fische, er besteht meist nur aus Zellulose.

Es gibt 4 Gattungen Schwäne in Deutschland, ich werde mich auf den bekanntesten, den Höckerschwan konzentrieren. Er trägt den Namen von seinem schwarzen Höcker auf dem grell orangefarbenen Schnabel. Bei Männchen ist der Höcker größer als bei Weibchen.

Ursprünglich gab es Schwäne nur im nördlichen Europa, am schwarzen Meer und Kleinasien. Der Mensch siedelte sie vielerorts an. Im 16. Jhd. kam so der Schwan in unsere Regionen. Er bevorzugt stille Gewässer wie Meeresbuchten oder Binnenseen, fühlt sich aber auch an künstlich angelegten Teichen wohl. Er ist ein Standvogel, fliegt nur zwischen Nachtquartier, bzw Brutort und Gewässer hin und her. Nur in der Mauser zieht er gern auf größere Binnengewässer, dann ist er etwa 2 Monate flugunfähig, bis sich auch die großen Flugfedern nachgebildet haben. Im Winter ziehen nördliche Vögel gern weiter südlich. Laut Nabu gibt es zwischen 10.500 und 14.500 Brutpaare, Tendenz eher steigend.

Höckerschwäne sind (meistens) monogam und binden sich daher ein Leben lang an ihren Partner. Ihre Werbung umeinander beginnt schon im Februar.

Nester werden entweder in den Schilfgürteln oder völlig freistehend, gern auf Inseln gebaut. Mit dem Nestbau beginnen die Höckerschwäne, sobald die „heimischen“ Gewässer eisfrei sind, was oft schon im März ist. Dazu reißt das Männchen Pflanzen aus und trägt sie in Reichweite seines Weibchens, welche sie dann um sich herum anlegt. So entsteht nach und nach eine Nistmulde mit drum herum Pflanzenmaterial. Ein paar Daunenfedern der Eltern polstern extra aus. Die Nester werden oft über Jahre genutzt und werden dabei immer größer.

Im April, Mai beginnen die Vögel mit der Eiablage, 4 bis 7 graugrüne oder grauweiße Eier. Während das Weibchen ungefähr 35 Tage überwiegend allein brütet, beschützt das Männchen seine Partnerin und das Gelege. Die Aufzucht betreiben beide Elternteile. Einem Schwan sollte man in dieser Zeit nicht zu nahe kommen, sie reagieren sehr aggressiv auf Eindringlinge. Sonst sind sie aber friedliche, dem Menschen zugewannte Vögel. Mit ihren kräftigen Flügeln können sie sich effektiv gegen Fressfeinde verteidigen.

Die Küken sind nach 4 bis 5 Wochen flügge. Im 2. bis 3. Lebensjahr üben sie schon den Nestbau, aber erst mit dem 4. Lebensjahr werden sie erwachsen. Vor allem männliche Jungschwäne finden sich zu Gruppen zusammen.

Wenn sich die großenVgel mal entschließen, sich in die Lüfte zu schwingen, braucht der recht große und schwere Vogel erst einmal Anlauf. Er rennt dabei flügelschlagend über das Wasser um die nötige Startgeschwindigkeit zu erreichen. Einmal in der Luft, verursachen seine stattlichen Schwingen ein lautes und singendes Fluggeräusch. Sie fliegen mit gestrecktem Hals und sind gut zu erkennen.

Übrigens, genau wie viele andere Wasservögel (und andere Tiere) solltet Ihr ihnen kein Brot füttern. Es ist zu salzig, quillt auf und enthält zu wenig Nährstoffen. (Und nicht gefressen Brot schimmert, lockt Ratten an)

Natürliche Feinde sind Füchse, vor allem Ratten, Krähen, Greifvögel sowie der Hecht sind den Küken eine Gefahr. Schwaneneltern sind sehr wachsam und stossen bei Gefahr sofort Warnrufe aus. Die Küken steigen dann bei der Schwanenmutter auf den Rücken. Nun sind sie geschützt und werden gleichzeitig vom Fett des Muttergefieders „eingecremt“. Auch freilaufende Hunde können gefährlich werden.

Mit seiner weithin sichtbaren, weißen Federpracht, der geschwungenen Formen von Hals und Flügeln, welche er gern aufstellt, symbolisiert er Tugend, Anmut und Reinheit.
Kaum ein Tier hat die Fantasie der Menschen ähnlich angeregt wie der Schwan.

Bild aus „Polder“ (NL.) von Marieke ten Berge & Eva Morales (auch auf Deutsch erhältlich)

Ein eigenes Werk habe ich wieder nicht, verzeiht. Den Beitrag verlinke ich bei Andreas Sammlung der Jahresprojekte.

Nicoles neue Motto Linkparty zur Farbe Weiß ist genau richtig für den weißen Vogel.

Keine neue Idee mit dem sw Motiv

All meine Tierportraits versuche ich immer mit möglichst genauen Daten zu schreiben. Wie es nächstes Jahr weitergeht,  wird sich noch zeigen, aber Naturportraits bleiben sicher ein Teil meines Blogs.

Bald ist Weihnachten.

Hallo Ihr Lieben.

Eine volle Woche liegt hinter mir, dass ergeht sicher Euch allen so. Weihnachtspost ist eingetrudelt und ganz liebes Dankeschön geht an Marita und Karen und Karin!

Ups, da hatte das mit dem Bild nicht geklappt

Marita hat schöne Ginkoblätter vergoldet. Karen hat mit Ihrer wunderschönen Feder in Kalligraphie geschrieben und von Karin kamen Werke Ihrer kreativen Gartenarbeit. Ihre Brühe und Salze sind immer etwas ganz Besonderes und wer nicht glaubt, dass sie aus Löwenzahn Seile flechten kann, sollte bei Ihr mal nachlesen!


Den Tag noch möglichst ruhig beginnen

Lebkuchenplätzchen warten noch auf eine Schokoladenhaube, von einer Meisterbäckerin in der Familie kam der Tipp und das Rezept, statt Zitronat und Orangeat, gehackten Feigen zu nehmen: köstliche Geschmacksexlosion

Das muss unglaublich leckere Plätzkes geben

Wieder gibt es von der Zitronenfalterin die Sonntagsfragen:

Frage 1: Wo/Wie hast du diese Woche Entspannung gefunden?

Leider viel zu selten zum Lesen gekommen

Aus der Bücherei hab ich mir dieses, sehr interessante und gut zu lesende Buch über die „Germanen“ ausgeliehen (gefällt mir so gut, dass ich es mir auch selber holen möchte). Karl Banghard ist Prähistoriker und Direktor des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen (Teutoburger Wald). Sein Buch ist auf dem aktuellen Stand von (vor allem archäologischen) Forschungen und zeigt ganz andere Völker (ja, Mehrzahl) als wir sie (möglicherweise) aus dem Geschichtsunterricht kennen. (Wo sie meist nur eine Randfigur Roms sind und auch sonst hauptsächlich durch irgendwelche Fantasien dargestellt werden oder gar mißbraucht werden. Ihr kennt das Thema/Problem, genau wie der Autor, sicher zu gut!)

Frage 2: Welche Kleinigkeit darf für dich im Advent niemals nicht fehlen?

Bei Kerzenlicht ein Käffchen mit Keksen, morgen kommt schon die 4. Kerze (its beginning to look a lot like Christmas)

Wußte Ihr, dass Kerzenlicht nachgewiesener Weise gut für unseren Körper und Geist ist?!


Durch den feuchten, kalten Schleier hallen Amsel und Rotkehlchen und von den verbliebenen Blättern tropft hörbar das gesammelte Wasser. Die Ulmen haben jetzt erst ihr Blattwerk verloren, die Haselbäume tragen immer noch einzelne, braune Blätter. (Baby its cold outside)

Kein Wunder, so schön mystisch und geheimnisvoll dieser Nebel auch aussieht, freue ich mich auf Daheim, wo warmes Licht und mein Schatz mich erwartet.

Euch allen ein möglichst geruhsames  viertes Adventswochenende.

Verlinkt bei Galeria Himmelsblick, Samstagsplausch, Sonntagsfragen,

Und beim Weihnachtsfreudenbingo (2.x Bingo unter Einsatz des Jokers für „all I want for Christmas“)

(PS, bitte verzeiht, wenn nicht jedes der Felder auch in den Linklisten zeitnah aufgetaucht ist, nicht immer war noch Platz und eine neue noch nicht offen)

Grauer Schreiter

Hallo Ihr Lieben.

Heute geht es mal um einen Vogel, den Ihr ganz bestimmt schon gesehen habt und kennt, vielleicht allerdings noch unter seinem alten Namen.

(Ardea cinerea, Ordnung Pelecaniformes)

Ein paar Zahlen: Größe dieses bekannten Vogels etwa 90 cm, manchmal auch noch höher. Flügelspannweite ist etwa 175 bis 195 cm mit einem Gewicht von 1-2 Kilogramm.

Dolchartiger Schnabel Fluggeschwindigkeit ca 50 km/h, um in die Luft zu kommen, macht er oft einige Schritte, um sich hoch zu schwingen..
Lebensdauer: Bis zu 25 Jahr, ich habe eine Zahl gefunden, die sogar 35 sagt und damit wäre der Graureiher ganz vorne bei den Rekordhaltern beim Alter von unseren Vögeln.

Diese Reiher sind in Eurasien und Afrika weit verbreitet. Weltweit werden aber nocheinmal vier Unterarten unterschieden. In Mitteleuropa ist er als „Ardea cinerea cinerea“ vertreten, diese noch genauere Einteilung gibt es heute bei vielen Tieren und ist teils auch durch genetische Untersuchungen möglich geworden. Aber so ins Detail wollte ich jetzt nicht gehen.

Wenn Euch jemand fragt, wie der Graureiher aussieht, würdet Ihr wohl nur grau sagen. Immerhin hat das ja auch seinen Namen gegeben. Das Gefieder ist am Rücken aschgrau, am Hals hellgrau und am Kopf weiß. Der breite schwarze Streifen über den Augen mündet hinter dem Kopf in den schwarzen Schopffedern. Diese etwas abstehenden Federn sind typisch für Reiher.

Graureiher sind sehr anpassungsfähig und sind weit verbreitet. Sie besiedeln so viele  verschiedenste Lebensräume, dass wir sie wirklich oft in unserem Umfeld sehen. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an dieses Foto:

Flüssen, Seen und Teichen und auf Wiesen oder Äckern und ab und an auch vielleicht der Teich in Euerm Garten. (Wenn es da Fische gibt). Er sucht aber nicht nur Fische, auch Mäuse, Ampfibien und Reptilien, Insekten, sogar kleine Vögel, ein breites Spektrum an Beute.

Sie leben in Kolonien, gern in Nähe von Binnengewässern, sind aber bei der Futtersuche Einzelgänger. Ihre Nester bauen sie hoch oben in die Kronen alter Bäume. Wir hatten früher gegenüber auf der anderen Seite des Tals so eine Kolonie, die konnten wir gut vom Fenster aus beobachten. Irgendwann hatten sie aber mit ihrem Kot die Bäume so „kaputtgeschissen“, dass sie umgezogen sind.

Übrigens, wie oben kurz erwähnt, erinnert Ihr Euch vielleicht bei dem Vogel eher an den Namen „Fischreiher“. Korrekt ist aber Graureiher, denn er frißt ja nicht nur Fische. Der Name wurde sozusagen ausgetauscht, um das stärker zu betonen, dem Vogel ein wenig sein schlechtes Image zu nehmen. Seinen schlechten Ruf noch in meiner Kindheit kam nicht von ungefähr,  natürlich waren die nun groß angelegten Forellenteiche ein leichtes Jagdgebiet. Illegal wurde damals noch so mancher Reiher erjagd. Aber bald fand man heraus, dass man nur ein paar Netze oder mehrere Seile drüberspannen musste, um sie von der Jagd abzuhalten. Auch störende Drähte am Ufer der Teich verhinderten, dass der geschickte Jäger dort entlangschreiten konnte.

Haben sich zwei Vögel gefunden, bleiben sie (das Brutjahr) zusammen. Zwischen März und Juni legt der weibliche Vogel 4 bis 5 helle, blaugrüne Eier. Zuvor haben die Eltern zusammmen das Nest im Baumwipfel gebaut oder ausgebessert. Diese Eier werden nun abwechselnd bebrütet.  Nach etwa 4 Wochen schlüpfen die Jungen, sie sind Nesthocker. Die Küken bleiben 7 bis 8 Wochen lang im Nest und werden von den Eltern gefüttert. Auch danach betreuen die Altvögel die nun immer selbständiger werdenden Jungvögel. In dieser Zeit müssen viele Beutetiere besorgt werden.

Unverwechselbar durch seine aufrechte, hohe Gestalt sehen wir dann den oder die Reiher noch häufiger in unserer Umgebung. Er ist ein Kulturfolger (und manchmal sogar Gast am Gartenteich, wenn dieser Fische hat. Auch seine Flugform ist unverwechselbar, mit den weiten, großen Schwingen und dem gebogenen, langen Hals. Seine Art der Jagd ist auch ganz besonders und vielleicht der Grund, warum er es in Bild und Text geschafft hat. Ein eleganter Jäger. In der „Ruheposition“ hat er seinen langen gebogenen Hals meist schön geschwungen eingezogen. Sein kecker, hübscher Kopfschmuck verleiht auch manchmal anderen Vögeln dann Namen, wie zB der Reiherente.

Ich habe Euch hier das japanisches Märchen „Der bedächtige Reiher“ verlinkt (https://www.projekt-gutenberg.org/alberti/japamaer/chap019.html)

Außerdem ist der Reiher auch eine wichtige Figur in dem animierten Märchen aus dem Hause „Studio Ghibli“. Es ist eine japanische Jugendbuchverfilmung, oskarprämiert. (Link Wikipedia)

In der ostasiatischen Kunst, vor allem in Japan, findet sich der Reiher oft wieder. Er steht für Beharrlichkeit, Weisheit und Geduld. Sie werden oft als Glücksvögel angesehen. Warum das wohl so ist, erkläre ich Euch noch.

Seine Farbgebung ist hier gut zu erkennen

Still steht er lange an einem Platz. Vielleicht bewegt er dabei langsam mal den Kopf. Aber er schaut genau, fixiert seine mögliche Beute, wiegt sie in Sicherheit. Wenn er sich denn doch bewegen muss, schreitet er sehr langsam auf seinen hohen Beinen, manchmal scheint er dafür sogar einen Umweg zu machen. Aber all das ist nur Kalkül und macht ihn zwar zu einem „langsamen“ Anpirscher, aber erfolgreichen und blitzschnell mit dem Schnabel zustoßendem Jäger. Beharrlichkeit. In einem Stück schlingt er das Beutetiere runter. Nach dem Storch, der ähnlich dem Reiher seine Beute sucht, ist der Graureiher unser zweitgrößter Vogel.

Wenn er sich in die Lüfte erhebt, läuft er gern erst ein paar Schritte mit den langen Beinen und holt Schwung, im Notfall kann er sich auch aus dem Stand erheben. Leicht knicken die Beine ein, die großen Schwingen entfalten sich und er stößt sich ab, gleitet dann fast mehr, als dass er flügelschlagend davon fliegt. Oft läßt er sich unweit wieder nieder. Aber natürlich fliegt er auch in größeren Höhen, manchmal hören wir dann auch sein krächzendes „chräi“ (Link deutsche Vogelstimmen). Jetzt zur kalten Jahreszeit kommen viele Graureiher aus nördlichen Regionen in wärmere Gegenden, manche ziehen auch nach Süden.

Als Vogel, der sich viel am und im Wasser aufhält, brauch er natürlich einen Wasser abweisend Schutz. Bestimmt habt Ihr schon mal bei Enten gesehen, wie sie erst mit dem Schnabel an ihren Po gehen und dann mit dem Schnabel durch ihre Federn gehen. Viele Vögel haben eine „Bürzeldrüse“, die Fett produziert,  welches dann fleißig verteilt werden muss.

Nicht so der Graureiher. Seine Drüse ist recht verkümmert, aber dafür besitzt er sogenannte Puderfedern an der Brust und in den Leisten. Hier reibt er nun gelegentlich seinen Kopf und die feinen Daunen werden dadurch zu Staub. So entsteht ein Pulver, welches auch sehr fetthaltig ist und über den Körper verteilt wird. Diese Puderdaunen sind auch nicht von der Mauser betroffen, sondern erneuern sich konstant.

Wenn Ihr übrigens mehr über einen Verwandten, welcher sich gern im Schilf versteck, erfahren wollt, hier hab ich diesen besonderen Vogel dieses Jahr vorgestellt. Die Zwergrohrdommel gehört natürlich auch zu den Reihern. Außerdem gibt es zwei zugezoge Verwandten, welche Ihr vielleicht auch ab und an zu sehen bekommt, den Seidenreiher und Silberreiher. Sie stechen mit ihrem hellen Gefieder stark heraus). Im Süden zieht auch der Nachtreiher vor allem zur kälter werdenden Jahreszeit durch.

So langsam näherte sich das Projekt wieder dem Ende. Und wie Ihr bemerkt habt, gibt es noch kein kreatives Werk zu diesem Vogel. Das muss ich nachreichen. Vor dem inneren Auge hab ich da schon länger etwas, aber es nicht mehr fertig bekommen.

Andrea, die Zitronenfalterin, hat tapfer jeden Monat unsere Projekte gesammelt. Hier kommt Ihr zur Linkparty, die hoffentlich durch die Sonntagsfragen nicht untergeht.

Auch verlinkt bei magic crafts, creativsalat, sobald der kreative Part dazu kommt