Mystischer Herr der Wälder

Hallo Ihr Lieben.

Wie ich Euch schon ankündigte, kommt nun die sagenhafte und mystische Seite des Rothirsches. Es gibt so viele Geschichten, Sagen und Mythen, dass ich die nicht in den letzten Beitrag quetschen wollte.

Ihr könnt Euch sicher vorstellen,  dass alleine das prächtige Aussehen der Tiere unsere Vorfahren inspiriert hat. Die bekanntesten habe ich nun versucht,herauszusuchen.

Es gibt Überlieferungen, bzw Fundstücke aus Druidenzeiten, in denen diese früher Hirschgeweihe trugen, (Abbildungen auf Gefäßen und Figuren), Zähne der Tiere waren Grabbeigaben. Die Thraker verehrten den Gott Cerunnon, welcher ein Hirschgeweih trug. (Link und Link Wikipedia und Link Archäologie online)

Unsere Vorfahren sahen im regelmäßigen Abwerfen und in der jährlichen Neubildung der Geweihstangen ein Abbild der natürlichen Zyklen von Anfang und Ende, aus Licht und Dunkelheit. Der Hirsch wurde zu einem Sonnentier, Fruchtbarkeits- und Glückssymbol. Aber manchmal auch ein Führer, der zur Unterwelt geleitete.

auch ein neues Kartenmotiv

In der germanische Edda gibt es den Hirsch „Eikthyrnir“, der in Walhall vom Laub des Baumes Lärad äst. Und die vier Hirsche „Dain“, „Dwalin“, „Duneyr“, „Dyrathor“ fressen die Knospen der Weltesche Yggdrasil ab. In ihren Geweihen sammelt sich der Morgentau und dort entspringen dann die Flüsse der Welt. Wodans wilde Jagd (Rauhnächte) wurde von einem Wagen, gezogen von Hirschen, angeführt.

Eher bekannt ist Euch wohl aus den griechischen Heldensagen die zwölf Aufgaben des griechischen Helden Herakles (nach erfolgreicher Beendigung der Aufgaben Herkules genannt) Eine davon war es, die Hirschkuh Kerynitis zu fangen, die ein goldenes Geweih trug, das Symbol des Lichtgottes Apollon.

Und in Circes Zauberwald lockte übrigens auch ein Hirsch.

Der römische Dichter Vergil beschreibt das Hirschgeweih als eine Opfergabe für die Licht- und Jagdgöttin Diana. Sie wird häufig in Begleitung einer Hirschkuh mit (goldenem) Geweih dargestellt. Artemis ist die griechische Variante, ebenfalls mit der Hirschkuh dargestellt. (Obwohl die ja eigentlich kein Geweih hätte, wobei es auch in Kunstdarstellungen dann Varianten ohne Geweih gibt)

Im Nibelungenlied ist überliefert, dass Siegfried von einer Hirschkuh gesäugt wurde, bevor ihn der Schmied Mime fand und zu sich nahm.

Eine sehr bekannte Geschichte dürfte wohl die um den heiligen Hubertus sein. Geboren wurde er um 655 als erster Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse in Aquitanien. Er ehelichte die Grafentochter Floribana von Löwen und zeugte mit ihr einen Sohn. Bei der Geburt dieses Kindes starb sie und Hubertus war so verzweifelt, dass er seinen Schmerz mit ständiger Jagdtätigkeiten zu betäuben suchte. Eine andere Version macht ihn nach dem Schicksalsschlag zum Einsiedler in den Ardennen, aber auch er wurde ein wilder Jäger. Als er an einem wichtigen Feiertag, Karfreitag oder Weihnachten, wieder auf die Jagd ging und einem besonders kapitalen Hirsch hinterher hetzte, geschah plötzlich das Wunder. Der Hirsch stellte sich, drehte sich um und Hubertus sah ein leuchtendes goldenes Kreuz zwischen den Geweihstangen. Eine (göttliche) Stimme warnte ihn vor zuviel weltlichen Ausschweifungen. Das war genug Warnung für den französischen Adligen. Er lies sich zum Priester weihen und wurde später sogar Bischof. Als Heiliger ist er nicht nur Patron der Jäger und Förster und sein Abbild zeigt ihn fast immer mit einem Hirsch(kopf) und Kreuz.

Eine lokal wohl bekannte Jäger-Anekdote des Schwarzwalds fand ich: am Höllental war es gefährlich, besonders an der Engstelle auf der Route vom Dreisamtal nach Breitnau und Hinterzarten. Nicht umsonst wurde der Ort „Höllpass“ genannt. Von der Burg Falkenstein aus machte sich ein Ritter auf zur Jagd. Alsbald entdeckte er einen prächtigen Rothirsch und hetzte hinterher. Immer weiter trieb er das Tier über die bewaldeten Steilhänge des Tals und auf einen schmalen Felsvorsprung zu. Schon glaubte er ihn stellen und schießen zu können und spannte seinen Bogen. Doch mit einem gewaltigen Satz sprang der Hirsch über die Klamm hinweg auf die andere Seite und verschwand im grünen Dickicht. Heute erscheint dies unmöglich, doch die Engstelle war früher lediglich neun Meter breit und für einen ausgewachsenen Hirsch durchaus kein Problem. Ähnliche Geschichten und Sagen gibt es nicht nur im Schwarzwald. Allerdings weiß ein Jäger auch heute noch, wie schwer es ist an das wilde Tier heran zu kommen ist, wenn man sich zu Pferde oder zu Fuß nähert, denn die guten Sinne warnen das das Rotwild früh.

Auch der Freiherrn von Münchhausen begegnete einem Hirschen auf der Jagd. Er hatte nur keine Patronen mehr dabei, also überlegte sich der Lügenbaron blitzschnell etwas, griff in seine Tasche und lud seine Flinte mit Kirschkernen. Münchhausen schoss dem prächtigen Hirsch eine Ladung Kirschkerne auf den Kopf, worauf dieser nicht umfiel, wie erhofft, sondern floh. Bei einer weiteren Begegnung ist dem edlen Tier in dessen Geweih ein Kirschbaum gewachsen.

Bei den nordamerikanischen Indigenen gibt es den Glauben an einen Sonnenhirsch.

J. W. Fortescue „Hirsche auf freier Wildbahn“ – Illustration Janusz Grabianski (den ich sehr mag) aus meinem Buch „Meine schönsten Märchen und Tiergeschichten“

Bei den Märchen gibt es einmal den Der goldene Hirsch (Link Märchen.com) von J. W Wolf bei den Hausmärchen (aber auch ein russische Variante) und Die beiden Königskinder (Link Grimmstories.com) in der Sammlung der Gebrüder Grimm.

Ein jagdlicher Aberglauben wirkt im hessischen Landkreis Kassel nach. Wer einen weißen Rothirsch tötet, stirbt innerhalb eines Jahres: Dieser Mythos und Aberglaube wirkt offenbar nach, denn hier gibt es besonders viele der sehr seltenen, edlen, weißen Tiere. (Beim Damhirsch gibt es die weiße Färbung sehr viel häufiger) Ein weißer Hirsch tritt in der Artussage als Beginn einer neuen Aufgabe auf.

Die Geschichte von Bambi kennt Ihr ja sicher auch. Der Autor Felix Salten veröffentlichte 1923 das o. g. Kinderbuch. Die Geschichte handelt von einem jungen Rehkitz, dessen Mutter bei einer Treibjagd ums Leben kommt. Nur, Reh und Hirsch sind etwas weiter entfernt verwandt und durch einen Fehler oder weil dieses Tier bekannter war, wurde der in den USA beheimatete Weißwedelhirsch als Vorlage für den Film genommen. Bei der Synchronisation zur deutschen Sprache wurde aus dem gezeichneten Hirschkalb wieder ein Rehkitz. Perfekte Verwirrung, oder?

Vor allem zur Weihnachtszeit kommt auch immer wieder der Hirsch vor und im ersten Artikel gestern habe ich Euch ja schon einige gezeigt.

Ich hoffe,  der mystische Part zum ersten Projektbeitrag hat Euch auch gefallen.

Verlinkt bei magic craft und natürlich der Projekt Linksammlung der Zitronenfalterin und dem creativsalat

Der Rothirsch ist übrigens Wildtier des Jahres 2026.

Das Tier ist ein Symbol für Erneuerung,  Fruchtbarkeit, das Göttliche und Führung, wenn das nicht gerade von Bedeutung ist.

König der Wälder

Hallo Ihr Lieben.

Hirsch heiß ich

Der letzte Beitrag zum Jahresprojekt 2025 begann mit einem Witz. Dieser Beitrag, der erste Projektbeitrag zum Thema „von Zwergen und Riesen im Wald“ auch. Sagt 3x ganz schnell hintereinander die 3 Worte oben auf. Habt Ihr früher auch wen damit veräppeln wollen? Na, die meisten kannten oder erkannten die Falle.

Heute soll es um eines unserer größten Waldtiere gehen, welches ganz viele sicher kennen. Aber vielleicht möchtet Ihr noch mehr über dieses majestätische Tier (Übrigens Wildtier des Jahres) erfahren, welches auch in vielen Sagen (Religionen) vorkommt. Ich bringe dieses Mal zwei Beiträge, denn „seid gewarnt“, es wird länger 😉

Rothirsche sind Herdentiere und ursprünglich auf offener Landschaft, bzw wenig bewaldetem Gebiet beheimatet. Der Mensch hat sie, da er das offene Land vermehrt nutzen wollte, immer mehr in den Wald gedrängt. Die Rothirsche sind in Deutschland nur in bestimmten (Wald) Forst Gebieten erlaubt. Auf die Gründe gehe ich später ein.

Er gehört zu den echten Hirschen, Gattung Edelhirsche.

Den weißen Mond in dem frischgeschnitzten Stempel möchte ich noch zu niwibos Linkparty bringen

Der Rothirsch (Cervus elaphus, Familie: Hirsche) ist unsere größte, regelmäßig vorkommende Hirschart (auf etwa 25 Prozent der Fläche). Ihr habt sicher gleich ein Bild vor Augen, von einem Tier mit einem ausladenden Geweih.

Dieses „Bild“ wird ja auch sehr fleißig genutzt:

Weihnachtsmarkt Maskottchen

Deko

Stempel (schon etwas älter)

Ein Linoldruck von mir

Der männliche Hirsch trägt ein Geweih: prunkvolle Stirnwaffen, die imponieren sollen und bei der Brunft auch eingesetzt werden! Lässt sich ein Rivale nicht durch Imponiergehabe vertreiben, krachen die Geweihe der Gegner gegen- und ineinander. Das Geweih dient auch der Verteidigung gegen Raubtiere (Wölfe zB).

Im Zeitraum Februar – März wirft der Hirsch sein Geweih ab, dafür sorgen Hormone und Fresszellen. Danach schiebt er aber fast sofort ein neues. Vor allem ältere, männliche Tiere machen das jedes Jahr. An den Rosenstöcken (so werden diese Knubbel oben am Kopf genannt) kommen die Stangen wieder heraus. Sie bestehen aus Knochensubstanz und kosten den Rothirsch ganz viel Kraft. Dabei ist das neue Geweih noch von einer stark durchblutenten und versorgenden Haut (Bast) bezogen. Nach etwa 110 – 140 Tagen ist das Geweih fertig und diese Haut stirbt ab und wird an Ästen abgeschrubbt (gefegt). Das sieht etwas gruselig und blutig aus. Die Stangen sind weiß und werden erst durch Pflanzensäfte braun.

Geweihstadien:

Und beim Samstagsplausch und creativsalat

Spießer = Einjähriger, Sechser = Dreijähriger, je kapitaler und fortschreitend im Alter, um so größer kann das Geweih werden

Aber nichts im Wald wird verschwendet. Vor allem Nagetiere nagen und fressen die alten Stangen sehr gern. Sie sind voller wichtiger Mineralien. Solltet Ihr mal eine Abwurfstange finden, lasst sie liegen, sie gehört immer noch ins Jagdrecht und damit dem Jäger. Aber die Wahrscheinlichkeit ist gering, die Nager kümmern sich sehr ausgiebig und schnell darum.

Wußte Ihr, dass der Hirsch sogar (ein) Grund für die französische Revolution war. Ok, vielleicht übertrieben, aber die Umstände drum herum waren es. Das Jagdrecht im Mittelalter splittete die Tiere in Hoch- und Niederwild. Das Kaninchen war das Größte, was vielleicht mal vom niederen Volk erlegt werden durfte. Nachdem im frühen Mittelalter der Wald von allen Menschen für ganz viele Bereiche genutzt wurde, hielten irgendwann immer mehr Adlige die Hand über den Wald. Es wurde der sogenannte Wildbann ausgesprochen und viele Waldbereiche in Forst umgewandelt. Wald in Gewinn umwandeln und eben auch für die eigene Jagd zu nutzen hies das. Das Besondere war natürlich der Hirsch und die Jagd um/ab 1500 war sehr oft ein einziges, blutiges Vergnügen. Bauern durften u.A. keine Schutzzäune aufstellen, so dass eine ungehindert Hetzjagd stattfinden konnte, die die Felder verwüstete. Auch so alte Rechte wie die Nutzung als Mastwald fiel weg. Viele Gemeine mussten als Treiber dienen und Wilderer wurden grausam bestraft. Und das einem Volk, das hungert! Da brauche ich wohl nicht näher drauf eingehen, warum dann der Hirsch wie ein rotes Tuch wirkte. Aber nach den Revolutionen (beginnend mit der französischen) und den Bauernaufständen waren auch einfache Leute bewaffnet und schossen nun so viele Hirsche (und anderes Hochwild) wie sie bekommen konnten und rotteten sie fast aus.

mittig liegt ein Jungtier, ein Kalb, die weiblichen Tiere werden Kühe genannt, das Foto habe ich an eine Gatter gemacht

Der Hirsch ist nicht umsonst das Lieblingstier des Adels. Der König des Waldes. So imposant: männliche Tiere sind von Kopf zum Rumpf  180 bis 205 cm, die weiblichen bei 165 bis 180 cm (und ein 14 bis 16 cm langer Schwanz). Die Schulterhöhe beträgt 105 bis 130 und die Weibchen 95 bis 115 cm. Das Gewicht fängt bei 80 kg und kann bei männlichen Tieren bis zu 200kg gehen. Denn die Tiere passen sich in Europa den Bedingungen an und so schwankt die Größe.

Die männlichen Exemplare erreichen ihr Maximum an Gewicht kurz vor der Brunft, der Paarungszeit, dann stößt es zu „seiner“ Herde. In der Brunftzeit ist vor allem das männliche Leittier nur darauf fixiert, seine weiblichen Tiere zusammen zu halten und darauf zu achten, dass er der einzige ist, der seine Weibchen begattet. Junge Männchen leben manchmal noch bei der Herde, werden sozusagen geduldet, auch auf die muss der „Chef“ aufpassen. Sie würden ihre Chancen sofort nutzen. Aber vor allem auf wandernde Rivalen, die gerade keine Herde haben, gilt es zu achten. In diesem Zeitraum nehmen die Hirsche etwa 25% ab, sie fressen nicht und manchmal tragen sie von ihren Kämpfen auch Verletzungen davon. Die Brunft findet etwa ab September bis Ende Oktober statt. Dann kann es passieren, dass Ihr ein wirklich furchterregendes Gebrüll (Röhren Link Höhrspielbox) hört, wenn Ihr in einem Gebiet wandert, wo es Rotwild gibt.

In der Brunftzeit ist das rötlich-braune Haar um Schulter und Hals des  Männchens noch mal länger, imposanter. Den „Platzhirschen“ erkennt man definitiv. Das Haar der Hirsche am Hals wird mit dem Alter auch außerhalb der Brunft üppiger, genau wie das Geweih. Kein Wunder, wird diese Vokabel „Platzhirsch“ auch auf Menschen (oder evtl. Firmen) angewendet.

Im Winter wird als Schutz vor der Kälte das Haar eher dick,  gelblich-braun und auch länger. Darunter wächst im Winter wärmende Unterwolle, dann sehen sie recht struppig aus. Außerdem ist das einzelne Haar hohl. Eine geniale Erfindung der Natur gegen Kälte: Luftpolster. Im Frühling liegt das nun überflüssige Haar dann im Wald und ist perfektes Nestpolstermaterial.

Rotwild kann sehr gut sehen und hören, sie achten als Fluchttiere dauernd auf ihre Umgebung und schrecken durch äußere Umstände schnell auf. Etwas, was viele Herdentiere auf den übersichtlichen Flächen haben. Ich überlege gerade, eigentlich müsste es oben „König der weiten Ebene“ heißen.

Das Sozialverhalten dieser Herdentiere ist stark ausgeprägt. Die Herde wird außerhalb der Brunft von einer starken Hirschkuh geführt. Allerdings werden schwache Tiere eher ausgegrenzt und so schneller Beute. Die Kälber werden im Mai/Juni geboren. Die Größe des Rudels hängt vom Lebensraum und der Nahrung ab. Ich erzählte ja schon, dass die Tiere von der Freifläche in den Wald gedrängt wurden und das es nur gesetzlich vorgeschriebene Gebiete für sie gibt. Wiesen waren ja immer mehr anderweitig gebraucht worden. Wohnfläche, Industriefläche und Landwirtschaft wurden immer mehr benötigt.

Aber nun gab/gibt es das Problem, dass Rotwild gerne Baumspitzen fressen und Baumrinden abschälen.

Für einen Baum in einem Nutzwald ist das eine starke Verletzung. Wenn der junge Baum es überlebt, schlägt er stärker aus, verzweigt sich üppiger, wächst eher etwas krüppelig. Das kann zwar für Tiere viel interessanter werden: in mehreren Astgabeln findet sich gut Platz für Nester und Kobel. Auch entstehen so Lichtungen oder lichtere Waldabschnitte und damit neue Lebensnischen für Blumen, lichtliebende Pflanzen und Lebensraum für viele kleinere Tiere. Nicht nur Nadewälder sind dunkel. Unter großen Buchen ist es auch lichtarm, daß vergessen wir manchal. Eine Lichtung heißt nicht umsonst so. All die Tiere und Pflanzen, die dann wieder mehr Lebensraum dort finden, freuen sich. In einem Forst, der Holz für Möbel uÄ bringen soll, sind die vielen Astlöcher und vor allem krummer Wuchs aber ein Problem. Und wenn Jungpflanzen eingehen, müssen sie nachgepflanzt werden. Also werden Hirsche nur in bestimmten Gebieten geduldet. Diese haben aber oft keine Verbindung zueinander und Rotwild, daß außerhalb unterwegs ist, muss nach den gesetzlichen Vorgaben geschossen werden. Das „Inselleben“ führt manchmal durchaus zu genetischer Verarmung. Etwa 220.000 Tiere leben in verschiedenen Landesteilen, Tendenz steigend. Etwa ein Drittel sollte nach gesetzlichen Vorgaben durch Jagd entnommen werden.

Hirsche werden nämlich durch Unruhe schnell tiefer in den Wald getrieben. Immer mehr Menschen suchen Freizeitmöglichkeiten zwischen den Bäumen. Das Rotwild findet im dichten Wald erstens weniger Nahrung (Gras, aber auch Kräuter, Getreide, Beeren, Pilze und Waldfrüchte wie Bucheckern, Kastanien und Eicheln stehen auf dem Speiseplan. Und eben auch sehr gerne Baumknospen. Die Nahrung ist stark faserhaltig) Rotwild sind Wiederkäuer und brauchen dafür ihre Ruhe. Wenn sie unruhig sind und auch wenn sie Hunger haben, schälen Hirsche großflächig Baumrinde, vor allem Laubbäume. Das schadet dem Baum natürlich. Pilze dringen ein und selbst wenn der Baum nicht abstirbt, ist das Holz durch den Pilz nicht zu gebrauchen. Durch Bejagung versucht man die Herden im Bestand konstant zu halten. Wo der Luchs sich wieder eingelebt hat, wurde festgestellt, dass sich dies positiv auswirkt. Der Lauerjäger sorgt dafür, dass sich die Tiere stärker, aber ruhig, verteilen und durch eine geringeren Konzentration kommt es nicht mehr zu so starken Verbissen.

Hirsche suhlen sich zur Körperpflege und graben so Wasserkuhlen. Auch das sind neue Lebensräume. Die Mini Tümpel werden von vielen Insekten genutzt, zB Libellen laichen dort.

„Von Riesen und Zwergen im Wald“

Dieses Urzeit Riesenhirsch Skelett kennt jeder, der schon einmal im Museum König in Bonn war! Gerade wird er zum ersten Mal zu einer Ausstellung nach Oberhausen versendet. Unsere Jungs haben ihn als Kinder immer im Museum gesucht, wenn wir dort waren.

In der Urzeit haben viele große Tiere, wie Wisent, Pferd, Auerochsen und eben auch diese Riesenhirsche die Landschaft mitgestaltet.

Es gibt noch etwas mehr über den Hirsch aus Sagen und Märchen zu berichten. Da dieser Beitrag schon recht lang geworden ist, kommt dazu einen extra Beitrag einen Tag später.

Danke Euch fürs Durchhalten, aber ich hoffe, es hat Euch auch gefallen.

Verlinkt bei der Sammlung unserer Jahresprojekte von Andrea Zitronenfalterin 

Verknüpfungen im Biotop Wald (Abbildung aus dem Museum König)

Und mit Sauseschritt

…ist der Januar fast vorbei.

Hallo Ihr Lieben.

Es ist kaum vorstellbar, haben wir doch eben erst noch Weihnachtskerzen entzündet und das Jahr 2026 begrüßt.

Und jetzt gibt es schon den ersten Monatsrückblick des Jahres. Birgitt sammelt liebenswerterweise auch dieses Jahr wieder unsere Collage & Beiträge, in denen wir eine kleine Zusammenfassung unseres Monats bringen.

Winterwetter ist wohl das, was mir zum Januar dieses Jahr als erstes einfällt. Schnee gab es im Rheinland aber eher weniger, sicher sehen wir aber in so manchem Rückblick da schöne Bilder.

Meeres Schulterpolster

Der Monat begann mit kalt werdenden Temperaturen. Und wie Ihr seht, ist die Collage auch recht kurz. Leider waren und sind wir etwas angeschlagen, wie aber viele. So habe ich gar nicht viel gebloggt.

In der Eifel feierten die Schwiegereltern im kleinen Kreis Hochzeitstag. Ein neuer Kühlschrank ist eingezogen. Und ein Fahrradanhänger will zusammengebaut werden. Ich habe erstmals Titel zu bookbot geschickt und dort auch ein wunderschönen Wunschtitel gefunden. Diesen englischen Titel wollte ich Euch auch genauer vorgestellt haben, er stand schon länger auf meiner Wunschliste. Die Besprechung des Buches „Die Riesinnen“ fehlt auch noch. Der Geheimagenten Roman, den ich gerade lese, stelle ich Euch dann auch noch vor. Der Sohn geht in einem Karnevalszug mit und es entsteht ein Meermann Kostüm.

12 von 12 und der Monatsspaziergang durch das Museum König wurden im Blog mit Beiträgen gezeigt.

Ich möchte mich auch endlich noch hier bei Heike bedanken, die mir kurz nach Weihnachten noch liebe Post schickte. Eigentlich hatte ich schon einen Beitrag angefangen, aber wie gesagt, in diesem Monat steckte ein wenig der Wurm.

Von Heike kam noch ein ganz wunderschönes Päckchen. Das Mumin Schnupftuch ist aus Japan. Wie sie mir schrieb, ist es unfein, sich dort die Nase zu putzen. Nur das Auffangen der Tropfen ist fein (oder hochziehen), den Druck vom Specht liebe ich besonders, Japan hat eine sehr alte Stempel Tradition. Und ich traue mich gar nicht, die original WashiTapes zu nutzen.

Diese Woche ging es schon lustig und vergnügt und sehr karnevalistisch bei unserem Seniorennachmittag rund und meine Freundinnen und ich haben das recht gut hinbekommen:

Strüßche und Karnevalsorde

Unser Dreigestirn mit Gefolge

Einen kleinen Strauß für Astrids Freitags Blumensträuße habe ich noch, Wachsblumen und Tulpen. Die Tupen haben klein angefangen um jetzt die zarten Wachsblumen zu überragen.

Nachdem ich Euch letztes Jahr Tiere im und am Wasser vorgestellt hatte und erst diesen Monat noch den kreativen Part mit dem Schwanenstempel nachreichen konnte, entstanden rechtzeitig zwei neue Beiträge zum vorgestellten Projekt „Riesen und Zwerge im Wald“. Die könnt Ihr am Wochenende schauen und lesen, wenn die Zitronenfalterin sie wieder sammelt.

Nun habe ich Euch auch gleich meine Glücksmomente, welche bei Augensterns Welt gesammelt werden, (vor allem der letzten Tage) gezeigt.

Dieses Wochenende bekommen wir noch lieben Besuch, Freunde gehören definitiv auch zu Glücksmomenten (und verzeiht, wenn ich dann weniger kommentiere und antworte).

…und schicke den Beitrag noch zum Samstagsplausch.

Die Woche nach dem Frost

Hallo Ihr Lieben

Mit 12 von 12 ging es am Montag los. Ach und ich kann Euch sagen, was für ein Glück, den neuen Kühlschrank abends einschalten zu dürfen. Denn für eine Lagerung draußen, wie ich gehofft hatte, wurde es pünktlich warm. Ein Hoch auf die Technik für simple Vorratshaltung, auch wenn es nur ein kleiner Kühlschrank ist.

ich mag diese knorrigen Bäume vor dem rosa-kitschigem Morgenhimmel

Karneval wirft seine Schatten voraus, die Planung für den Seniorennachmittag lief auf Hochtouren. Wir haben unsere essbaren Orden fertig und das meiste drumherum steht auch.

Als ich englische Narzissen im Supermarkt sah, war ich erst misstrauisch. Ob die schon aufgehen? Ach, die Verlockung auf die kleinen Sonnen war zu groß und wurde belohnt. Nach einer Woche strahlendem Gelb und täglicher Freude fangen erst heute die ersten an, langsam zu verblühen.

Dazu seht Ihr Frau Wippsteerts.

Für Astrids Blumenstrauß Sammlung

Ein kleines Enkelkind in der Verwandtschaft hatte bei der Oma, welche einen Stempel von mir bekommen hatte, angemerkt, „daß dies doch nur etwas für Kinder sei und der damit ihr gehöre“. Also versprach ich, ihr einen eigenen zu schnitzen, was einfach war, denn sie ist natürlich Einhornfan.

Eine schöne Idee, Glücksmomente zu sammeln, hatte Annette vom Blog Augensterns Welt. Bestimmt finden sich auch bei Euch solche Momente.

Augensterns Welt

Und nächsten Monat bin ich hier dran, ich überlege schon fleißig:

welche Anregung, welche Idee

Euch allen ein schönes Wochenende. Gleich geht es noch ins Museum König in Bonn.

Verlinkt auch beim Samstagsplausch und magic craft

Schwanenzauber

Hallo Ihr Lieben.

Zu meinem letzten Jahresprojekt Beitrag fehlte noch der kreative Teil.

Viele von Euch haben in den Kommentaren geschrieben, wie beeindruckend und schön sie diesen Vogel finden, aber auch, dass sie viel Respekt haben und Abstand halten.

Der schwarze Schwan symbolisiert übrigens das Unerwartete, Unvorhersehbare.

Seit der Antike steht dieser prächtige weiße Vogel als Symbol für Licht und Reinheit, später auch für das Lebensende, bzw den Übergang von dem Leben zum Tod. Der Vogel wurde Apollo zugeordnet und Zeus näherte und verführte Leda in der Form eines Schwans. Bei den Kelten war der Schwan ein Sonnentier. Und im Hinduismus ist er oft als Begleittier Brahmas unterwegs.

Im fernen Osten und bei den Persern galt er auch als Jenseits Gestalt. In China und der Edda erscheint der Schwan auch als Prinzessin in Märchen bzw Sagen, nicht zu vergessen Lohengrin.

In Europa findet der Schwan erst im späteren Mittelalter Einzug in die Kultur, so wie der Schwanengesang, der die Klage Jesus am Kreuz symbolisiert.

Wusstet Ihr, dass der Schwan auch als Symbol für Martin Luther steht? Auf manchen Gemälden von ihm wird auch ein Schwan gezeigt. (Als der Vorreformator Jan Hus verbrannt wurde, sagte er vorher wohl sinngemäß: heute würde man eine Gans (Hus) braten, aber bald würde aus der Asche ein Schwan aufsteigen, was Luther später auf sich bezog.)

Nicht zu vergessen ist der Schwan ein Glückstier. Und in Hamburg symbolisieren sie die Unabhängigkeit der Stadt.

Inspiriert von der schwedischen Künstlerin Hilma af Klimt (Link zu Wikipedia) nun mein Stempel.

Verlinkt beim creativsalat und magic craft