Ein warmer 12 von 12 im Juni

Hallo Ihr Lieben.

Es ist wieder der 12. und somit wird mit 12 Fotos bei vielen Blogger/innen dieser Tag dokumentiert und bei Caro gezeigt:

Es ist jetzt schon warm für mein Empfinden, dabei ist es erst zwischen 6.30 und 7.00 Uhr. Aber die Luft hat sich vergleichsweise abgekühlt über Nacht, was der Wetterdienst sagt. Durchlüften. Frühstück für den Schatz und Käffchen für beide, dann Hundegang. Erst um 8.00Uhr bekomme ich die Erinnerung, dass doch heute der 12. ist. Also gibt es erst ab jetzt Fotos. Montag halt.

Himmelsblick am frühen Morgen

Die Gloriosa mag die Wärme

Wo sich am Sonnensegel und Sonnenschirm noch helle aufheizende Sonne vorbei stielt, werden alle Vorhänge zu gezogen. Die Rosenblütenblätter werden aber in den Schatten gestellt zum Trocknen.

Ich fange gleich mit der Wäsche an. 😉 Der Einkaufszettel wird aufgeschrieben und kurz telefoniert. Dann fahre ich einkaufen, Besorgungen machen. Ich beeile mich sehr und vergesse Fotos zu machen. Beim Auspacken und dann Mittagessen vorbereiten hilft der Sohn, auch kein Bild gemacht.

Es ist eine wilde Mischung wie Ihr auf meinem Teller seht. Reste vom Wochenende (wir hatten so ein schönes Wochenende mit liebem Besuch) und was schnell dazu zu kochen ging.

Nachrichten will ich wenigstens kurz überfliegen in der Mittagspause.

Nun suche ich die Titel zusammen, die zurück zur Bücherei müssen. Auch wenn es mir viel zu warm ist, ich will mit dem Rad fahren.

Leider auf dem Foto Nichts wirklich zu sehen. An dem Holzstamm fliegen Bienen ein und aus.

Innerhalb weniger Tage haben sich die Farben so verändert. Alles ist vom heißen Ostwind und den warmen, sonnigen Tagen ausgedörrt. So wunderbar ich den Anfang der letzten Woche fand, mitlerweile ist es mir schon viel zu warm und mir fehlt das Grün.

Ich gebe in der Bücherei meine Titel ab (uA. Everything, Everywhere, all at once, (DVD) den ich ohne Werbeauftrag gern empfehlen möchte, weil er so fantasievoll, liebevoll und schräg und wunderbar ist) und vergesse wieder zu fotografieren.

Ich glaube vor einem Jahr habe ich hier auch so lustige Gummitiere bei 12 von 12 gehabt. Im Einkaufszentrum, unsere „Innenstadt“ will ich noch ein kleines bisschen besorgen.

Daheim, puh, schwitzend! Den Titel habe ich mir aus der Bücherei ausgeliehen (auch wieder keine Werbung) Ich finde Teigtaschen so spannend und will da endlich welche testen … ( Ich mag den Namen Herrgottsbescheißerle!)

Verständlich auch ohne Worte, oder.? Gegossen wird auch schon wieder mit dem Duschwasser, alles hat Durst.

Das wunderschöne Poster haben uns die Freunde am Wochenende mitgebracht. Ich suche nur nach einem Platz bei uns. So ein schönes Motiv!

Gleich wird schon ein wenig zu Abend gegessen. Ich werde wieder einen frischen Gurkenmix Salat machen. Zum Brot dazu oder auch „in der Not schmeckt die Gurke auch ohne Brot“, ist das für mich gerade die perfekte Sommermahlzeit.

Habt eine schöne Woche

Verlinkt bei der Galeria Himmelsblick und bei DrausennurKännchen

Viele Farben hat der Juni

Hallo Ihr Lieben.

Ich bin eine fotoscheue Holzbiene

Ergeht es Euch nicht auch so? Ihr könnt Euch gar nicht satt sehen an all der Schönheit draußen? Und meteorologisch ist jetzt schon Sommer, wir steuern strack in Richtung Mittsommer.

Wie der Wind sanft die Getreidemeere zum Schaukeln bringt. Wie die Morgensonne den Frühaufsteher langsam wachkitzelt? …oder abends ihr lang noch dämmeriges Licht an den Vollmond abgibt. Und diese Farbenpracht! Sanftes und kräftiges Grün wird von blumig-bunten Farben unterbrochen. Im Geäst turnen die ersten jungen Vögelchen, die jungen Kohlmeisen sind noch als Geschwister oft zusammen unterwegs, werden aber nicht mehr gefüttert. Ob sie noch alle leben? Ganz offensichtlich war die Nachbarskatze da. Ihr Sprung ins Hochbeet (trotz Hindernisse) hat zwei Kohlrabi abgeknickt.

Den Federstrauß fand ich zwischen dem Gras im Park. Da hat der Habicht wohl einen Specht erwischt. Seht Ihr die ganz feinen roten Federchen vom Kopf?

Ein wenig habe ich mir dort bunte Wiesenblumen beim Hundegang gepflückt. So ein kleines Sträußchen mit viel Klee und Moonblumen, Wiesen-Bocksbart, Labkraut, Holunder, Glockenblumen und wilden Ären. Ein kleines Potbourri auch für Astrids Freitagssammlung bunter Sträuße.

Und endlich habe ich den Rosenkäfer Stempel zu Ende geschnitzt. Der Blogbeitrag zu ihm ist ja nun schon etwas her. Aber ich hatte ein wenig Unlust bezüglich Schnitzen und auch etwas weniger Zeit. (Und in den Urlaub hätte ich das ganze Zeug nicht mitgeschleppt. Dort fand ich es schöner, zu malen.)

UFO Rosenkäfer

Bingo: ein UFO beenden und weil das hier für mich echtes Summerfeeling die Tage war und ist: Sommerlaune

Die Woche mit dem Feiertag geht mit Vorbereitungen verschiedenster Art zu Ende. Der Sohn möchte mit dem Zug bald los und etwas Europa erkunden. Vorher wird noch eine Radtour (der Schatz und der Sohn) gemacht und wir bekommen Besuch. Am Aussortieren bei Kleidung und mehr bin ich auch und der Garten brauchte natürlich noch etwas Aufmerksamkeit. Es ist ja schon wieder so trocken und die Temperaturen klettern. Netterweise hat es wenigstens ein kleines bisschen geregnet, nach dem die Gewitterwolken hauptsächlich genau um uns herum zogen. Es ist schon wieder recht trocken. So schön das Wetter auch ist.

Von all den Ereignissen im Weltgeschehen mag ich hier gar nicht schreiben, die sind schon so belastend genug.

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende. Vielleicht habt Ihr auch einen Feiertag gehabt und womöglich ein langes Wochenende. Ich schaue später bei Euch vorbei, denn wie geschrieben, wir haben Besuch 😊

Verlinkt bei Creadienstag, Freutag, Astrids Flower-Friday, Bingo von Antetanni und dem Samstagsplausch und niwibos Monatsmotto Draußenglück

Die im Dunkeln sieht man nicht…oder nur selten

Hallo Ihr Lieben.

Das römische Geschichtsschreiber nicht immer gut als Quellen für Tatsachen herhalten können, wissen wir mitlerweile. So auch diese Behauptung von Plinius dem Älteren über diesen, meinen Monatsvogel.

Dieser Vogel hat nämlich  besondere Fähigkeiten, unter anderem kann er, wie der Falke, im Flug rütteln und somit in der Luft „stehen“. So fixiert er seine Beute, vielleicht einen Nachtfalter, und fängt sie mit dem großen Schnabel, wie mit einem Käscher. Seine große Flügelspannweite (52-59cm) und sein breitgefächerte Schwanz helfen ihm dabei und lassen ihn auch da fast wie einen Falken aussehen. Nur seine hellen Schwanz- und Flügelspitzen leuchten im Dämmerlicht. Seine Beine sind passenderweise kurz.

Er startet eher in Bodennähe und weil es in Tiernähe oft viele Insekten gibt, haben ihn die Menschen wohl dabei beobachtet, wie er „unter den Ziegen und Schafen rüttelte und ihre Milch trank, sie womöglich gar vergiftete“. So ähnlich schilderte es schon besagter Geschichtsschreiber. Und so bekam diese Nachtschwalbe ihren Namen: Ziegenmelker

Leider habe ich diesen Vogel noch nie gesehen. Das mag daran liegen, dass ich nicht gerade in der Nähe seiner Lieblingsstätten lebe/gelebt habe, vor allem aber auch, weil er gut getarnt ist und leider auch sehr selten.

Er braucht warme, offene Landschaft mit lockerm Baumbestand, wie Moore oder sehr gerne Heide. Für sein Gelege am Boden sucht er sich bewuchsfreie Stellen, die aber nicht in der prallen Sonne sein dürfen. Tagsüber ruht der Vogel, dessen Gefieder an eine Baumrinde erinnert, am liebsten genau da: auf einem Ast, sich so an ihn schmiegend, dass er mit ihm fast verschmilzt. Auch am Boden harrt er gut getarnt aus, selbst wenn Gefahr droht, ganz im Vertrauen auf sein Tarnkleid. Erst kurz vor knapp fliegt er auf.

Auf der Welt gibt es etwa 90 Arten (die Zahlen differieren leider bei den verschiedenen Quellen)  dieser Familie, der Schwalmen. Zwei davon sind in Europa beheimatet, eine in Deutschland (Europäischer Ziehenmelker). Sie sind eng mit Seglern und Kolibris verwand. (Insgesamt fand ich, scheint der Vogel bei uns nicht so gut dokumentiert)

aus „Vogelbilder“ von O. Rudbeck d.J. (keine Werbung)
Skizzen für mögliche Schnitzereien

Ein weiterer Grund, dass wir den Vogel wohl noch nie gesehen haben: er ist nachtaktiv. Wie die Fledermaus jagd er Insekten in der Dämmerung und der Nacht. Seine großen, dunklen Augen verraten es. Und er ist ein sehr schneller, wendiger Flugkünstler. Sein wirklich großer Schnabel mit langen Federborsten ist perfekt zum Insektenfangen. Im geschlossenen Zustand sieht man allerdings nur eine sehr kleine Schnabelspitze.

Nach dem sein (bis zu) 9 minütiges „ruurrrrrr“, nur einmal kurz unterbrochen von einem einzelnen, helleren „fiorr“ und/oder Flügelschlag, ein Weibchen angelockt hat, werden zwei Eier gelegt. Nur eine kleine Mulde am Boden ist die Kinderstube, der nach etwa 18 Tagen recht weit entwickelte Küken entschlüpfen. Diese können schon etwas laufen und folgen dem Schatten um nicht in der Sonne zu überhitzen. Auch hudert sie das Weibchen die ersten drei Tage. Die Futterabgabe erfolgt nicht über einzelne Insekten, sondern mit einem Futterball, welcher vom Elternteil hochgewürgt wird. Die Übergabe kann bis zu zehn Sekunden dauern. Etwa 10 Bälle bekommt ein Küken pro Tag, darin sind bis zu 150 Insekten. Nach drei Tagen füttern beide Elternteile. Die Küken entwickeln sich recht schnell. Mit 14 Tagen beginnen sie mit Flugübungen und nach etwa 5 Wochen ziehen sie selbständig in die nähere Umgebung. Übrigens könnte man das „Aufzuchtgebiet“ anhand der rundum ausgelegten, hellen Speiballen (ähnlich dem Gewöll von Raubvögeln) erkennen. Aber auch dieser Waldbewohner, gerade als Bodenbrüter, würde durch Menschen, die abseits der Wege rumstromern, empfindlich gestört werden.

Seit dem 19. Jahrhundert geht der Bestand dieser interessanten Vögel stetig zurück. Ungestörte große Lichtungen mit Baumbestand (gerne Kiefernwald) finden sich oft nur noch auf Truppenübungsplätzen und in Naturschutzgebieten. Auch der Rückgang an Insekten ist natürlich für ihn nicht gut, Straßen werden dem Vogel aus dem gleichen Grund wie beim Igel zum Verhängnis. (Wärme zieht Insekten und damit deren Räuber an). Und wir Menschen gehen (fahren) schon lange nicht mehr nur die vorgeschriebenen Waldwege, lassen unsere Hunde frei laufen.

Zeichnung und Notizen Ziehenmelker

Im Mai kommt dieser Zugvogel aus Afrika zu uns zurück. Im September fliegen sie zurück. Zu gern würde ich seinen andauernden, nächtlichen Dauerruf mal hören. Auch wenn sein „kauziges Aussehen“, seine Lebensweise ihm einen unheimlichen Anschein verpasst haben (er kommt auch in den Horrorgeschichten von Lovecraft vor), finde ich ihn ganz und gar nicht unheimlich. Wenn er seinen großen Schnabel aufreißt, sieht er für mich eher wie ein Drache aus. Sein braungeflecktes Tarnkleid ist perfekt und die Form seiner Augen (leicht quadratisch angeordnete Lider um eine große, schwarze Iris) ganz besonders. Im Ruhestand sind diese zu geschwungenen Schlitzen geschlossen. Das Männchen hat die hellen Flecken an Schwanz und Flügel und eine braune Kehle, das Weibchen einen hellen Kinnfleck. Übrigens mag ich den englischen Namen „Nightjar“ lieber, ich finde, er passt viel besser. („jar“ heißt nicht nur „Krug, Glas“ sondern auch das Geräusch „tut den Ohren weh“ und auch „Erschütterung, heftig rüttelnde Bewegung“)

Ich hoffe, Ihr konntet bis hier durchhalten. Es würde mich interessieren, ob jemand diesen Vogel schon mal gehört oder gesehen hat.

Verlinkt bei Andrea Zitronenfalterin, die Gastgeberin des Jahresprojektes und dem Creativsalat, sowie DvD und dem Freutag

(PS, die Bilder sind im Urlaub mit nur wenigen, verfügbaren Buntstiften und Bleistiften gemalt worden)