Imponierende Gänse

Hallo Ihr Lieben.

Ich mag Gänse. Also, nicht das ich viel Kontakt zu ihnen habe oder hätte. Ab und an fliegen hier Wildgänse über den Ort und natürlich gibt es sie an der Sieg, auch in wild, aber ich meine eigentlich die weißen Hausgänse (so wie der Martin bei der Geschichte um Nils Holgerson). Natürlich hat hier in der städtischen Umgebung keiner dieses Federvieh. Wohl auch weil sie einen Teich und mehr Platz brauchen. Sie sind natürlich größer und sehr viel „aufmerksamer“ als Hühner.

Nicht umsonst gab es im alten Rom heilige Gänse, welche wie Wachhunde auf die ewige Stadt aufpassten.

Gänse sind sehr soziale, treue Tiere. Und wenn man ihnen krumm kommt auch sehr wehrhafte. Mindestens mal laufen sie immer imponierend daher, genau das wollte ich einfangen. Und, nebenbei, sie passen eigentlich perfekt in mein Jahresprojekt, da Wasservögel.

Aber nein, diesmal möchte ich Euch „nur“ meinen neuegeschnitzten Stempel zeigen: Hausgänse

Drei ist eigentlich eine schlecht gewählte Zahl, da sie als Paare leben und dann wieder in einer größen Gruppe, wie gesagt: sozial. (Nennt es künstlerische Freiheit aus Platzgründen, …ich höre sie trotzdem fast laut schnatter.)

Verlinkt bei magic craft und creativsalat

Das Jahresprojekt,ich liege in den letzten Zügen der Fertigstellung, gibt es erst wieder ab dem letzten Tag des Monats bei der Zitronenfalterin

Auch als Postkarte  (hier) zu bestellen

Glitzern, Blühen und Freuen

Hallo Ihr Lieben. 

Kennt Ihr das? Man nutzt länger ein Provisorium und ist auch felsenfest der Meinung, das ist kein Provisorium. Und ganz plötzlich merkt man, es ist doch nicht vernünftig! Der Sohn hat vor einigen Jahren aufgrund länger gewordener Beine mein Rad bekommen und ich seines (wir fahren alle Herrenräder) Im Zuge des Auto bringen, Heimkommen und wieder hin und her, eben dann auch immer per Rad, merkte ich, dass es so nicht mehr geht.

Kurzentschlossen also am Samstag nach Bonn in einen der alteingesessenen Radläden. Der Blick des Fachmanns auf meine langen Beine und die Erleichterung, dass ich ein Herrenrad nehme. Auch wenn die e-bikes den Markt beherrschen, gab es zwei „klassische“ Räder, die schnell in die enge Auswahl kamen. Ich bin meinem Typ treu geblieben und mit „leichteren Beinen“ auf einem TrekkingRad Heim gefahren.

Von der Kennedy Brücke aus schönstes Glitzer auf den Rhein mit Niedrigwasser Rekord (man sieht die Sandbänke):

Montag Morgen ließ sich der Hund, der etwas gekränkelt hatte, wieder zu ein ganz paar Schritten mehr überreden. Wir haben hier auch eine kleine Allee mit Kirschblüten, in die andere Richtung sind noch mehr Bäume. Aber der Blick mit den Häusern drum herum ist nicht so schön. Es ist halt nicht die Bonner Altstadt.

Leider hatte sich das Problem beim Hund nicht erledigt und plötzlich wieder sehr verschlimmert. Also Schmerzmittel und den Tierarzt angerufen. Der Termin war „vorbildlich“. Bei der orthopädischen Untersuchung war natürlich alles wieder viel besser. Diesen Vorführeffek gibt es tatsächlich.  Vielleicht hat das Adrenalin (er ist extrem ängstlich) und die Untersuchungen gereicht, wir konnten das Schmerzmittel bald absetzen. 

Traumhaftes Blühen

Die Woche gab es einiges zu organisieren. Und meinerseits Nerven zu behalten, was mir nicht immer gelang. Die neu geschenkte Vase gefällt sehr, eine originelle Pilzform. Und rein kamen gleich -natürlich  wieder- Tulpen. Selbige wuchsen diesmal sehr wie sie wollten, wie man sieht. Deswegen mag ich auch Tulpen.

nochmals Tulpen für den Flower Friday

Veilchenstempel

Wildtulpen und Veilchen im Garten

Geschnitzt habe ich im Auftrage 2x Snoopy für eine Freundin und etwas für Ostern (ja, die Osterpost ist auch noch nicht raus) und Veilchen.

Und dann kam Ulrikes Geburtstagspaket. Eine große Freude hat sie mir mit der wunderschönen Zusammenstellung gemacht!

Dänische Leckereien, Selbstgenähtes (Osterhuhn, Brotbeutel und Mugrug). Auch mit dem Brennpeter war sie kreativ. Muscheln mit passender Strandkarte für mein Meeresfeeling (man beachte den weißen Hühnergott!) Und last but not least den schwedischen Jahresteller von Rörstrand mit Bornholm und Nils Holgerson drauf. Ulrike weiß, dass ich einen Faibel dafür habe. 

Oh weh, beim Mugrug muss ich immer mal wieder umdrehen 😍. Und schaut mal, wie sie beim Brotbeutel den schönen Stoff einer alten Tischdecke eingebaut hat.

Liebe Ulrike, vielen lieben Dank für diesen absoluten Stimmungsaufheller und große Freude meiner merkwürdigen Woche!

Heute wird es schon sommerlich (25° im Schatten!), es weht ab und an der Ostwind. Im Garten ist es ziemlich still. Nur auf der Nordseite fliegen die eher an die Kühle gewöhnten Erdhummeln eifrig. Dort beginnt auch die Schneeheide zu blühen. Ich bin noch nicht auf Sommer eingestellt,  gewöhne mich gerade an den Frühling. Ich weiß nicht, wie es Euch da geht. Aber das Rheinland ist ja auch gern besonders trocken und warm. Ab morgen soll es dann zumindest mal die Möglichkeit auf etwas Regen geben.

Ich schaue die nächsten Tage, was Ihr alles geschrieben habt. Am 16. bin ich auch Osterhasenhelfer von Nicoles Aktion. Euch ein schönes Wochenende

Verlinkt beim Samstagsplausch, Flower Friday und creativsalat

PS

Jetzt hab ich auf den Kalender geschaut… es ist 12 von 12 und ich hab es vergessen!

In einem kleinen Bach…

Hallo Ihr Lieben.

Heute komme ich mal mit einem bekannteren Tier. Wobei… vielleicht denkt Ihr nur, Ihr kennt sie. In Wirklichkeit erinnert Ihr Euch aber an die amerikanische Verwandschaft.

Bachforelle (Salmo trutta fario)

Dieser heimische Fisch ist ein zu den Salmoniden zählender Raubfisch. Sie ist eine Unterart der Forelle. Weitere umgangsorachliche Namen sind Flussforelle, Bergforelle oder Fario. Gerade die kleineren Forellen nennen viele auch Steinforellen, was auf ihren Lebensraum, die kleinen, steinigen Bäche verweist. Bei geringem Nahrungsangebot  und Temperaturverlauf, sowie stärkerer Strömung bleiben diese Forellen nun einmal kleiner. Ihre Größe variiert von 20 bis etwa 80-110 cm., ihr Alter kann bis zu 18 Jahre betragen.


Sie kann ein Gewicht von über 18 kg erreichen. Da hat sie dann ein sehr gutes Nahrungsangebot und leichtere Lebensbedingungen, als in kleinen Bergflüsschen. Das Durchschnittsgewicht der Bachforelle beträgt aber etwa nur 200-500 g.

In vielen Mittelgebirgsbächen sind Bachforellen bereits mit 12 – 13 cm geschlechtsreif und erreichen kaum mehr als 25 cm Länge. Dies waren iR. die Fische, die wir früher ab und zu bei Spaziergängen gesehen haben,  wenn wir neugierigen Kinder an dem Bachverlauf stromerten. Mein Vater erzählte, dass sie im Krieg versucht hätten, sie zu fangen. Schnell hätten sie ihre Lieblingsorte ausgemacht, aber der Fisch wäre fast immer zu schnell gewesen und eine richtige Angel oder Netze hatten sie nicht. Auch bei uns war der silbern leuchtenden Schatten immer schnell weg, denn sie haben ein ausgezeichnetes Sehvermögen. 

Sie gehören zu den wenigen Vertretern der Lachsfische, die meist nachts auf Beutefang gehen (lichtscheu).

Ihre langgestreckten und torpedoförmigden Körper sind unglaublich schnell und im Wasser erscheint es manchmal,  als ständen sie im Strom.

Wenn Ihr sie mal in Ruhe beobachten könnt, vielleicht im Schatten eines Baumes oder den schattigen Teilen eines Wehres, dann seht Ihr, dass die Rückenfärbung der Bachforelle olivgrün bis bräunlichgrün schimmert. Die Körperflanken sind silbriggrün bis goldgelb, die Bauchseite ist schmutzig weiß bis gelblich. Aber auch hier gibt es Variationen.

Die Seiten der Bachforelle sind oben mit fast schwarzen, unten mit roten Punkten bedeckt, die meist weiß oder blau umrandet enden.

„ich komme ganz bald auf ein Shirt oder Trockentuch“

Wie alle Salmoniden besitzt auch die Bachforelle eine sogenannte Fettflosse ohne Flossenstrahlen (das sind die tragenden Elemente). Die Fettflosse ist meist ebenfalls mit roten oder auch schwarzen Flecken bedeckt. Wie schon erwähnt,  gibt es auch etwas andere Färbungen, zB. dunkle Exemplaren (Schwarzforellen, nicht zu verwechseln mit „schwarzer Forelle“ welches an einem eingeschleppten Renovierus erkranke Tiere sein können, vorwiegend in süddeutschen  und alpinen Gewässern) oder viel hellere. Die Schwanzflosse ist bei jungen Bachforellen gegabelt, mit zunehmendem Alter wird die Hinterkante gerader. Sehr kleine Schuppen lassen sie wunderschön glitzern.

Größere Bachforellen sind immer Einzelgänger und verteidigen ihr Revier energisch. Sie ist bekannt für ihre Fähigkeit, auch größere Hindernisse durch Sprünge zu überwinden. Wer schon mal so Bergbäche genauer betrachtet hat, weiß, dass dieses notwendig werden kann.

Die Bachforelle ist ein sehr vorsichtiger Fisch und sucht bei Störungen sofort Verstecke auf. Aber sie ist standorttreu und verlässt ihren Platz nur zur Laichzeit oder nach stärkeren Störungen. Sie reagiert auch sehr empfindlich auf Gewässerverschmutzung und benötigt unbedingt sauberes und sauerstoffreiches Wasser.

Bachforellen haben fast immer rote Punkte an den Flanken (im Gegensatz zur Regenbogenforelle (Link zu Wikipedia), mit der Ihr sie vielleicht verwechselt habt), und sind im Querschnitt nicht rund, sondern abgeflacht (im Gegensatz zu Huchen, Wikipedia Link zu diesem ebenfalls besonderem Fisch).

Die Bachforelle ist ein geschickter, schneller Jäger,  wenn man mal hier, mal dort einen Sprung/Klatschen mitbekommt, ist es sehr wahrscheinlich eine Bachforelle. Sie jagd in der Jugend gerne Insektenlarven, Bachflohkrebse und andere Kleintiere. Später liebt sie es nach Anfluginsekten zu springen und kleine Fische zu jagen.

Wenn im Oktober, bis in den Winter hinein die anstrengende Laichzeit ansteht, suchen sich die Weibchen (Rogner) in meist seichten, aber trotzdem gut strömenden Bachteilen Bereiche, wo sie ihre Laichgruben in das Kiesbett schlagen können. Die Männchen (Milchner) kämpfen darum, wer die besten Plätze befruchten kann und natürlich auch, wer als erster dran kommt.

Die Bachforelle lebt aber auch in grossen Flüssen und sogar Seen. Dann zieht sie zum Laichen die Zuströme und Flüsse hinauf. Nach der Besamung werden die Eier von den Weibchen wieder mit Kies bedeckt, so werden sie nicht fortgeführt und doch gut mit Sauerstoff versorgt. Ist der Dottersack der Larve verbraucht, schlüpfen die winzigen Fische.

Sie müssen jetzt auch vor der eigenen Familie auf der Hut sein. Denn nach der anstrengenden Laichzeit gilt es nun die eigenrn Reserven wieder aufzustocken und sich für den nächsten Winter Fett anzufressen. Im Mai fliegen an gesunden Gewässer die  Schwärme der Maifliegen/Eintagsfliegen. Zur rechten Zeit, es beginnt die Jagd für die Forellen. Wie kleine, winzige Elfen schweben nämlich nun diese Insekten reichlich, aber nur kurze Zeit über den Gewässern.

Da Bachforellen seltener geworden sind, werden sie kaum bis gar nicht geangelt, haben eine lange Schonzeit.  Aber ohne Angler (Fischereivereine), denen nicht nur ihr Fang, sondern das ganze Ökosystem wichtig ist und war, wären diese hübschen Fische wohl schon ausgestorben. Fischfressende Vögel wie Kormoran und Gänsesäger, die sich jenseits ihrer Ursprungslebensräume stark vermehrt haben, Fehlen von Laichplätzen und Jungfischhabitaten (,die ja speziell sein müssen, wie Ihr oben gelesen habt,) sowie Wanderbarrieren machen besonders ihnen das Leben schwer. Überall wurden Gewässer verbaut und eingefriedet. Zumindest gibt es vielerorts an Staustufen oder Wehren mittlerweile Fischtreppen. Auch macht ihr die eingeschleppt Regenbogenforelle den Platz streitig. In der „Roten Liste“ steht die mittlerweile als „gefährdet“.

Fische, und damit sicher auch die Bachforelle, gehörten schon seit der Steinzeit zum Speiseplan der Menschen. Mit ihrem gesunden Eiweiß verhalf sie den ersten Menschen zum evolutionären Vorteil.

Die Forelle

„In einem Bächlein helle,
Da schoß in froher Eil
Die launische Forelle
Vorüber, wie ein Pfeil:
Ich stand an dem Gestade
Und sah in süßer Ruh
Des muntern Fischleins Bade
Im klaren Bächlein zu.

…“

Kunstlied von Franz Schubert

Der deutsche Name Forelle ist in dieser Form seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesen; er leitet sich über das mittelhochdeutsche forhele vom indogermanischen Stamm perk- mit der Bedeutung „gesprenkelt, bunt“ (Quelle Wikipedia) ab

Ihr seht, was aus dem am 12.3. Gezeigten geworden ist, so schwer war das wohl nicht. Hier erste Drucke:

(Ich kann auch noch meine Tüpfelchen in rot bekommen)

Eine kleine – große – magische Bachforelle

Nun zeigen wir wieder bei der Zitronenfalterin unsere Projekte.

Verlinkt auch bei magic crafts und creativsalat

Frühlingsanfang und Entstehung eines Rohrdommel Stempel

Hallo Ihr Lieben.

Als ich den Beitrag  über die besondere Rohrdommel schrieb, hatte ich einen neuen Stempel schon im Kopf. Aber nicht immer kann man sich erstens: sofort hinsetzen und tun,…

und zweitens: die Vorstellung auch so umzusetzen.

Irgendwann hatte, bzw nahm ich mir etwas Zeit.  Also Material und Bleistift geschnappt, während die Sonne durch das Fenster den Rücken wärmte. Na ja, ich habe dann auch Mittagessen gemacht, Haare geschnitten und den Grünschnitt von den Rosen auch. Und nicht nur die Rosen wurden gekürzt.

Dann wurde irgendwann etwas weitergeschnitzt.

Und Feinheiten ausarbeiten, uA mit Probedrucken ausprobiert….

Und fertig.

Ihr habt recht, dass ist nicht wirklich rundlich und ich habe extra „Streifen“ gelassen, „Frau Werwolf meint, des gehört so“

„Ochsenrufe im Schilf“ (auch auf dem kleinen Marktplatz bestellbar)

Zur Tag-Nachtgleiche und kalendarischem Frühlingsanfang wurde es auch richtig warm und sonnig. Musste man zu Beginn noch auf den Ostwind achten, so wehte der Wind zum Ende der Woche immer lauer, milder. Ich bin spät dran mit dem Rosen Schnitt. Am Liebsten möchte ich alle anstehenden Aufgaben gleichzeitig machen. Frühling, nicht wahr? Aber keine Sorge, es ist nicht alles gleichzeitig passiert und genug wartet noch.

Schmetterlinge, Bienen (sogar die Holzbiene) und so viele Vögel. Die Eichhörnchen jagen sich. Fast alle Schneeglöckchen sind verblüht, die ersten Obstblüten fangen aber schon an und die Tulpen stehen in den Startlöchern. Ach, zauberhaft und wunderbar!

Sonntagsfragen

Frage 2: Was war dein Highlight der Woche? Ich hatte einige diese Woche, fotografisch ist es dieses:

Einen besonderen Gast sah ich bei den Nachbarn.

Ein Taubenschwänzchen, just wohl über die Alpen geflogen, schwebte von Narzisse zu Narzisse, so geschwind, dass es von der Technik nicht mal richtig „scharf gestellt wurde“.

Frage 1: Worauf bist Du diese Woche stolz?

Ich habe weiter aufgeräumt und eine Kruschtelecke beseitigt und umgeräumt, dort steht jetzt ein kleines Tischchen. Ich hab ein Foto für Astrids Blumenstrauß Sammlung und Niwibos österliches Monatsthema.

(Es soll hier weniger voll werden, mehr Präsentation)

Und natürlich oben gezeigten Stempel.

Diese Woche gezeigten wurde auf meinem Blog einmal ein kleines PräsentationsDIY und ein Meeresbilderbuch.

Verlinkt beim creativsalat und Magic Craft und Samstagsplausch und Niwibo sucht (die Osterhasenkerze) und Flower Friday

Und die Sonntagsfragen bei der Zitronenfalterin

Ochsenrufe im Schilf

Hallo Ihr Lieben.

Gesehen habe ich diesen Vogel noch nie. Aber letztes Jahr erschallte ihr besonderer Ruf einmal auf der Insel Öland, Schweden. Und das war und ist schon etwas Besondere, warum dies so ist, erläutere ich gern, denn heute geht es um Rohrdommeln.

Der wissenschaftliche Name lautet *Botaurus (übersetzt Brüllochse) stellaris* und sie gehören zur Familie der Reiher. Die Verwandtschaft sieht man auch sehr gut am Aussehen und durchaus an der Art der Jagd. Dommeln gibt es mit 14 Arten fast weltweit.

Ihr Federkleid ist perfekt an die Umgebung angepasst mit verschiedenen Brauntönen: hellbraun, dunkelbraun, etwas gelbbrauner und schwarzbrauner Zeichnung.

Im Gegensatz zum Graureiher, den die meisten von Euch kennen, hat sie einen gedrungenen Körperbau.

Herausstechend sind der kräftige, spitze Schnabel und die leuchtend gelben Augen, die ja auch für die Familie der Reiher charakteristisch sind. Die Stelzenbeine sind aber etwas kürzer, dafür kräftiger geraten. Die Männchen sind einige Zentimeter größer und ihre Brauntöne sind stärker hervorsteckend in der Farbe als die weiblichen Vögel.

Um die 80 cm und ein Gewicht zwischen 817 und 1.940 Gramm Körpergewicht (Männchen) lassen die Rohrdommel stattlich aussehen.

Ähnlich ihren Verwandten hat sie eine große Flügelspannweite von 100 bis 130cm.

Wir sehen sie tatsächlich selten, denn sie schafft es fast unsichtbar in den ausgedehnten Schilf- und Röhrichtbeständen zu leben. Vor allem ihre berühmte Pfahlstellung lässt sie mit ihrer Umgebung fast verschmilzen.

Eine Rohrdommel besiedelt vor allem Lebensräume in Wassernähe wie Seen, Teiche, Flüsse, Bäche und Feuchtgebiete. Sie bevorzugt ausgedehnte, nicht zu dicht zuwachsende Wasserflächen, die von Schilf- und Röhrichtbeständen geprägt sind. Außerdem ist sie lieber dämmerungs- und nachtaktiv (außer in der Fortpflanzungsphase). Der Vogel ist sehr störungsempfindlich.

Im Frühling ertönen dumpfer Balzruf, während der Paarungszeit und dieser ist kilometerweit zu hören, wie ein Nebelhorn. Nicht umsonst hat dieser Ruf ihr die volkstümlichen Namen wie Moorochse, Wasserochse und Mooskuh eingebracht. Ein tiefes „Buuuumb“ ist dann zu hören (Quelle: deutsche Vogelstimmen). Sobald ein Weibchen in der Nähe ist, präsentiert das Männchen stolz seinen mächtigen Kehlsack in einer ausdrucksstarken Balzpose.

Als sogenannte Standvögel mögen sie gern in ihrem angestammten Lebensraum bleiben. Als Kurzstreckenzieher im Winter ziehen sie auch aus kühleren in wärmere Gebiete. Entscheidend ist, dass das Wasser nicht großflächig zufriert.

Der Bestand in Westdeutschland ist leider weitgehend verschwunden. In Bayern gibt es einzelne Schutzgebiete, wie etwa das Charlottenhofer Weihergebiet, in welchem die letzten in Süddeutschland vorkommenden Rohrdommeln brüten, während es in Ostdeutschland noch einige hundert Brutpaare gibt – allerdings wohl auch in abnehmender Zahl.

Genau wie ihre Verwandten ernähren sie sich von Fischen, Fröschen, Amphibien und Reptilien, sowie kleinen Säugetieren und Vögeln. Sie fangen die Beute mit ihrem kräftigen, grün-gelben Schnabel gezielt und präzise. Fein gesägten Hornschneiden an der Schnabelspitze sind dabei sehr hilfreich. Auch Wasserinsekten, Reptilien und Vogelküken gehören durchaus zum Beuteschema. Geschickt und ruhig klettert sie durch das Schilf und suchet in der Dämmerung nach Nahrung, auch mal außerhalb des schützenden Röhricht. Denn vor allem zwischen den kräftigen Wassergräsern ist sie mit der gedrungenen Gestalt, dem kurzem Hals, sowie ihrer guten Federtarnung ein fast unsichtbarer Jäger.

In ihrer Brutzeit von März bis Juli sind sie jedoch stärker an Schilf- und Röhrichtbestände gebunden, um dort ihre Nester zu bauen und ihre Jungen aufzuziehen. Für den Nestbau werden Schilfhalme und andere pflanzliche Materialien aus der Umgebung verwendet. Die kunstvolle Verflechtung bietet Schutz vor Feinden. Das Weibchen ist an das Nest gebunden, dass Männchen verteidigt das Revier. Außerdem paart es sich nach Möglichkeit noch mit anderen Weibchen. Das dichte Röhricht ist der perfekte Schutz um bis zu 6 oliv bräunliche Eier zu legen. Die Brutdauer beträgt ca. 25 Tage und anschließend werden die Jungen ungefähr 30 Tage vom Weibchen betreut. Nach etwa 60 Tagen sind die jungen Küken dann „flügge“, lernen das Fliegen und werden selbständig(er).

Schon ganz junge Rohrdommeln (Küken) nehmen übrigens die Pfahlstellung ein. Sie wiegen sich sogar leicht hin und her, wie Schilf im Wind.

Aufgrund fehlender Daten ist die Lebenserwartung der Rohrdommel wohl nicht genau bekannt. Außerdem sind es immer weniger werdende Vögel, nicht nur in Deutschland, auch den anderen europäischen Ländern. Ihr Lebensraum schwindet massiv, beginnend mit den ersten Trockenlegungen der Sümpfe. Zusätzlich sind es Vögel, die sehr empfindlich auf jegliche Störungen reagieren. Und wir Menschen machen uns nicht nur räumlich breit, auch wollen wir immer mehr unberührte Natur erleben. Aber wir lernen auch:  Renaturierung und große Schutzzonen helfen bei Wiederansiedlung.

Zu ihren natürlichen Feinde gehören Greifvögel, Marderartige und Füchse. Aber auch ihr Platz als gefiederter Räuber in der Ökologische Nische nimmt durchaus eine wichtige Rolle in der Nahrungskette ein.

Insgesamt gibt es wohl in Deutschland etwas über 800 Brutpaare.

Wenn die „elterlichen Pflichten“ nachlassen, bleibt die Bindung zwischen den Familienmitgliedern trotzdem stark und die Jungvögel werden eine Weile von den Eltern begleitet und unterstützt.

Quelle: mein ‚großer Kosmos Naturführer Vögel‘

Mythisch sind die heimlichen Jäger in Volksmärchen und Sagen verankert, so zum Beispiel im deutschen Volksglauben als Wassergeist oder Riedgeist. Sie regen die Phantasie an und inspirieren Künstler und Schriftsteller.

Rohrdommel und Wiedehopf

Aus der Märchensammlung der Brüder Grimm


‚Wo weidet Ihr Eure Herde am liebsten?‘ fragte einer einen alten Kuhhirten. ‚Hier, Herr, wo das Gras nicht zu fett ist und nicht zu mager; es tut sonst kein gut.‘ ‚Warum nicht?‘ fragte der Herr. ‚Hört Ihr dort von der Wiese her den dumpfen Ruf?‘ antwortete der Hirt, ‚das ist der Rohrdommel, der war sonst ein Hirte, und der Wiedehopf war es auch. Ich will Euch die Geschichte erzählen.
Der Rohrdommel hütete seine Herde auf fetten grünen Wiesen, wo Blumen im Überfluß standen, davon wurden seine Kühe mutig und wild. Der Wiedehopf aber trieb das Vieh auf hohe dürre Berge, wo der Wind mit dem Sand spielt, und seine Kühe wurden mager und kamen nicht zu Kräften. Wenn es Abend war und die Hirten heimwärts trieben, konnte Rohrdommel seine Kühe nicht zusammenbringen, sie waren übermütig und sprangen ihm davon. Er rief ‚bunt, herüm“, (bunte Kuh, herum), doch vergebens, sie hörten nicht auf seinen Ruf. Wiedehopf aber konnte sein Vieh nicht auf die Beine bringen, so matt und kraftlos war es geworden. ‚Up, up, up!“, schrie er, aber es half nicht, sie blieben auf dem Sand liegen. So gehts, wenn man kein Maß hält. Noch heute, wo sie keine Herde mehr hüten, schreit Rohrdommel ‚bunt, herüm,‘ und der Wiedehopf ‚up, up, up!‘

Weitere literarische Vorkommen:

G.G. Marques, Die Nacht der Rohrdommel

Beschreibung der Atmosphäre auf dem Blocksberg in Goethes Faust I – mit Rufen der Rohrdommel.

Sherlock Holmes/Hund von Baskerville – die unheimlichen Schreie der Rohrdommel im Moor –

Der „Taugenichts“ beschreibt im Roman von Eichendorff einen Vergleich zur Rohrdommel: „Ich aber saß wie eine Rohrdommel im Schilfe eines Weihers im Garten und schaukelte mich auf dem Kahne,…“

Der Asteroid Stellaris ist nach ihrem lat. Namen benannt.

Interessanter, lesenswerter/hörenswerter Bericht in *Spektrum der Wissenschaft* über den markanten Ruf!

Ich hoffe, der Ausflug mit diesem Projekttiere in das Schilf hat Euch gefallen. Verlinkt wird der Beitrag vor allem bei der Zitronenfalterin und auch bei: Magic Crafts, Creativsalat und dem Samstagsplausch

Ps: Weitere selbstgemachte Bilder folgen