Gerade dieser Monat ist irgendwie gefühlt pickepacke voll. Meinen Rückblick möchte ich auch noch machen, die Linkparty der Projekte öffnet morgen und überhaupt gucke ich auch zu wenig bei Euch.
Aber diesen Mai Spaziergang, den ich größtenteils per Rad am 11. 5. gemacht habe, wollte ich noch bloggen. Denn wie Ihr vielleicht noch wisst, war ich auf der Suche nach Holunderblüten für Sirup:
Es fühlt sich wie kontinentaler Hochsommer an und sieht auch so aus, finde ich.
Im Anflug
Die Blüten, welche ich erreichen könnte, sind noch zu.Über den Wiesen schwebte der Reiher, er ist nicht der Einzige auf weiter Flur, gleich neben dem FlughafenSiehst Du mich?Die Luft ist schwer voller Süße der Akazienblüten. Ich setze mich auf den Holzstumpf und genieße. Eine extra angelegte Wasserpfütze, Ihr seht warum. In den Akazien stechen gerade die Misteln hervor. Miraculix würde sie gut schneiden und sammeln können.Bei den Steylern ist wohl KindergartenfestDen hat man wohl relativ neu aufgestellt. Es geht um sehr alte Fischereirechte und so was war wichtig und heute kaum nachvollziehbar, wenn man 1. rundschaut und 2. Fisch im Supermarkt kaufen kann. Ja, hier ging mal ein Arm der Sieg lang.Meist seht Ihr auf Fotos die andere Seite. Hinten in der linken Ecke stehe ich oft morgens mit dem Hund und schaue und lausche.Ohne Worte einfach nur schön!Der „gute Heinrich„(Wikipedia Lunk), Verwandtschaft der GartenmeldeUnd hier ist vor Jahren mal die hohe immergrüne Hecke des Friedhofs abgebrannt. (Brandstiftung) Aber besonders schön ist diese Ruhestätte als Lebensraum!Und so gehen liebe Grüße an Euch.
Hollerblüten habe ich noch gefunden, später, auf dem Schulhof. ☺️ Mutter Holunder hat jetzt schon fleißig die Kissen ausschütteln lassen.
Schnell noch diese Spazierfahrt und -gang zu Heikes Linksammlung.
Nachdem das letzte Wochenende sehr Auto-lastig war, wenn auch eine sehr schöne Kommunion gefeiert wurde, fing die Woche wirklich müde an. Und blieb es irgendwie auch. Mehreren Leuten erging das so, wie ich dann erfuhr. Na, nützt nix, der Alltag ruft. Beim Wässern im Nachbarsgarten durfte ich mir dort noch einmal ein paar Blüten holen, für einen kleinen Strauß, den ich bei Astrid zeigen mag. Dazu kamen hier die just erblühen, duftenden Pfingstrosen. Ach, so wunderbar, ich freue mich immer über diesen kräftigen Farbtupfer im Garten, obwohl ich nicht so für Pink bin.
Blütenmix aus Nachbarsgarten und meinemMit kleinem, grünen BesuchBrownie mit „Käsekuchentopping“, den gab es auf Wunsch zur Kommunion, Rezept folgt
Die geschnitzte und gedruckte Schnecke habe ich Euch die Woche schon gezeigt. Jetzt, da es nun länger regnerisch bleiben soll, schlägt wohl wieder ihre Stunde.
Sehr gefreut habe ich mich wieder über die Eulen in der Kiefer gegenüber. Hatte ich dort doch letztens einen Waldkauz entdeckt, so gesellte sich diese Woche tatsächlich eine Waldohreule dazu, mit dem Fernglas im Dämmerlicht entdeckt. Nun weiß ich nicht mehr, zu wem die kaum sichtbaren Puschel-Nachwuchs Eulen gehören, die die Woche fleißig riefen.
Kreativ diese WocheKaki BlüteMarienkäfer gegen Blattläuse 2:0
Dem Garten fehlte zwar Wasser, aber trotzdem gibt es immer mehr Grün und immer etwas Neues zu entdecken. So sehen also erblühende Kakis aus. Und an einem Hibiskus tobt eine wahre Schlacht! Unmengen Blattläuse, aber die Marienkäfer (Leider nicht die heimische Art) rüsten auf.
Gestern sind wir alle dann trotz Wettervorhersage ins Bergische, in das Freilichtmuseum Lindlar gefahren. Auch wenn uns bald beständige Tropfen-Wolken begleiteten, wenigstens den Rundgang an den vielen Ausstellern wollten wir machen. Mindestens eine Pflanze und ein Kraut sollte mit. (Sehr viel mehr Platz war nicht zwischen unseren Beinen im Auto mit 5 Leuten plus Hund. (Dankeschön auch für die lieben Wünsche, sagt Herr Hund, er sei jetzt mit den richtigen Medikamenten ausgestattet und so täten die Knochen nicht mehr so weh. Auch das Fressen ist jetzt ein wenig anders.)
Dieses Jahr gab es unter der alten Schule wieder die Staudengärtnerei, auf die ich gehofft hatte. Sie haben manchmal besondere und vor allem auch gute Pflanzen. Gerade sind offenbar Lupinen sehr angesagt. Für mich ging ein besonderer Mohn mit. Foto folgt, wenn er im Garten blüht. Für den Schatz entdeckten wir eine schwarze Chili. Und es gab selbstgebrautes Bier eine jungen Braumeisterin aus dem Bergischen für den Sohn. Der andere fand einen schwarzen, zitronigen Käse. Und so viele verschiedene Stände rund um Gärten und Naturgärten und was sich alles drum herum aufreiht. Viele Fotos habe ich wg dem Regen nicht gemacht.Jrön&Jedön im Freilichtmuseum Lindlar, definitiv ein Wohlfühlort, welche Nicole diesen Monat von uns sammelt, genau wie mein Garten:
Frage 1 der Zitronenfalterin: Wofür hattest du diese Woche viel zu wenig Zeit?
Für den Garten. Ausser das Duschwasser aus der Wanne oben mit Gießkannen nach draußen zu schleppen und mal etwas rechts und links zu schauen…(und immer etwas Schönes trotzdem entdecken, siehe Fotos)…
Frage 2: Was hat dich diese Woche überrascht?
Das es dann nach mehreren Tagen, an denen es eigentlich schon regnen sollte, wirklich gestern angefangen hat.
Ergeht Euch das auch so, dass es im Frühling gefühlt eine Sache nach der anderen gibt, die Ihr machen müsst oder wollt?
Klar, der Garten ist ein Hobby und ich könnte ihn auch so gestalten, dass er noch weniger Arbeit macht. Das wäre mir ein Gräuel! Und ich könnte nie all den Tieren auch ihren Lebensraum wegnehmen. Aber das heißt natürlich trotz „wildem“ Durcheinander, dass man gewisse Sachen tun muss. Und wenn man auf dem Balkon ernten will, müssen da auch große Pötte und Pflanzen hin. Einen großen Unterschied sieht man noch nicht, viel zu kühl noch die Nächte und ab und an der Ostwind. Eine mexikanische Minigurke ist wieder eingezogen. Zusammen mit einer Physalis und Zitronensalbei. Sobald die kalten Tage vorbei sind, wird gedüngt, unerlässlich bei Töpfen.
Wurden wieder reichlich gefüttert, aber schön anzusehen, vor allem die rote Taube, trotzdem
Unsere fehlende Fensterscheibe wurde die Woche auch endlich geliefert und eingesetzt. Nun kann ich da auch wieder die Gardinen hinhängen, gerade zur Südseite braucht es manchmal Sonnenschutz. Und die Fensterbank vollstellen 😂, ein paar Jungpflänzchen hab ich noch.
Neben dem Balkon war mein Lieblingsplatz, mein Wohlfühlort (für Nicoles Linkparty) der Esstisch, den ich reichlich zum Drucken genutzt habe. Sowohl ein Auftrag als auch zum Verkaufen, hier und auf der „Marktseite“ anzuschauen. So anstrengend Linoldrucken auch ist, so gern mache ich es, wenn ich im Fluss bin.
Viel habe ich dieses Woche aussortiert und auch weggeworfen. Das mache ich so gar nicht gern und weil ich das gern vor mir her schieben, verbraucht es mehr Zeit. Jetzt muss ich dringend den nach und nach gesammelten kleinen Elektroschrott wegbringen. Sich immer nur für mal ein Teil anstellen, lohnt selten. Diesmal war einiges zusammen gekommen, dass Wenigste aber tatsächlich von uns.
Dann wollte ich nach Holunder Blüten für neuen Holla Sirup schauen. Aber der Strauch beginnt immer oben zu blühen, auch im eigenen Garten. Die Blüten weiter unten haben sich noch nicht geöffnet. Aber eine schöne Radtour habe ich dadurch gemacht. Der Zeppelin ist wieder da. Und wenn Ihr Euch fragt, ob ich diesen schmalen Holperweg genommen habe? Ja, mit einem Tourenrad geht das. Ein wirklich offizieller Weg ist das nicht. Aber mittlerweile lässt der Bauer schon einen Streifen stehen. Fasan und Neuntöter, Lerche und Bussard gaben sich am alten Kiesabbau links von mir die Ehre, fotografieren konnte ich sie nicht, kaum erkennbar wären sie gewesen.
Trocken ist es schon wiederAm Zeppelin erkennbar: Wind aus NO und O
Viele Alltagstätigkeiten reihten sich, wie bei Euch sicher auch, aneinander. Hier was abholen, da was hinbringen, jenes besorgen, …
Meine Nelken, noch mal frisch angeschnitten, blühen immer noch. Aus dem Nachbargarten durfte ich ein kleines Sträußchen mitnehmen. Meine rote, noch kleine Pfingstrose geht aber auch gerade auf.
Die Luft, die Natur um mich genießen, egal ob zu Fuß, per Rad, in der Hängematte….das geht immer, auch mit weniger Zeit. (Wohlfühlorte!)
Lange in der Sonne sein/liegen geht dagegen gar nicht. Nicht nur, weil ich ein heller Hauttyp bin. Sonnencreme sollte ein Muss sein, Hüte sind auch prima. Und dann wieder Schatten oder ganz aus der Sonne. (Eure Haut dankt es Euch) Außerdem wird es mir fast immer zu warm und oft zu langweilig.
Habt ein schönes Wochenende! Ich schwingen mich noch mal aufs Rad, vielleicht habe ich mit den Hollerblüten mehr Glück heute.
Es ist doch kein Wunder, dass man in den Mai tanzt? Denn nun ist der Frühling doch wirklich da, die Natur lässt uns vergessen, dass wir vor nicht all zu langer Zeit noch Winter hatten. Sie tanzt auch gerade Polka!
Letztes Wochenende haben mich Freunde mit in den Melbgarten genommen, das war ein schönes Geschenk. Der Melbgarten gehört zum Bonner Botanischen Garten und ist nur selten für bestimmte Events geöffnet. Mehr dazu hier: Melbgarten, offizielleSeite. Natürlich sind wir auch mit ein paar besonderen Pflänzchen zurück: roter Rucola und rote Melde stehen jetzt oben auf dem Balkon und einige Saaten wanderten in unsere Beutel.
Hier ging es mir um die unglaubliche Stärke einer Pflanze, die sich durch die Nußschale bohrte.
Erste Paeonien. Ist das gelbe Exemplar nicht unglaublich groß und damit schon ein altes, besonderes und natürlich auch schönes Exemplar?
Der sehr reich blühenden chinesische Apfelbaum (Malus Toringo) hat nicht nur uns fasziniert! Aus der Ferne dachte man, dort steht ein Weißdorn. (Mit all den Menschen konnte ich nicht ein besseres Foto zeigen)
Ein besonderer Ahorn aus Georgien hatte einen besonderen Gast: einen Rosenkäfer:
Der erste Mai war vor allen Dingen seht warm. Wir waren im Nachbarort bei der Eröffnungsfeier der Wahner Heide. Es gibt viele Informationen rund um den Wald. Wir besuchen auch den Sohn.
Am Freitag war ich im Sauerland. Da es schon vormittags wieder sehr warm wurde, sind wir gleich nach meiner Ankunft los, in den Wald. So viel kühler ist es heute auch im Gebirge nicht.
Wer mehr zu diesen hübschen Echsen wissen möchte, sie waren Teil meines Projektes „was man sonst nicht sieht“ (hier). In der Nacht hatte sie wohl irgendwo zwischen den Bäumen im Schatten und Feuchtem geruht, nun war sie zum Aufwärmen unterwegs.
Mehrere Waldameisenvölker gibt es hier auch. Überall blüht der Ginster. Ein schöner Farbtupfer, aber wenn er zu groß wird, nimmt er jungen, frisch gepflanzten Bäumen das Licht. Also muss ein Teil per Hand ausgebuscht werden, es bedarf einer Gratwanderung, denn der Ginster schützt auch vorm Austrocknen.
Den Blick über die Berge Richtung Heimat liebe ich immer wieder.
Hier oben war früher der Sportplatz. Dort haben meine Geschwister und ich noch unsere ersten Bundesjugendspiele abgehalten. Wir waren schon einmal k.o. wenn wir oben ankamen. 😅 Heute holt sich die Natur den Ascheplatz zurück.
Zwischen den Latten kommt eine Douglasie hoch. Sie ist durch die Palette gut gegen Verbiss geschützt.
Fußball wurde hier auch lange gespielt. Etwas Holz für den Ofen wird nun von wem hier aus dem Ort gespalten und zwischengelagert. Seht Ihr auch ein Männchen im Holz? Und seht Ihr, wie gut und breit die Wachstumsringe mal waren?
Ein paar Impressionen aus dem Garten der Mutter habe ich noch für Euch:
Zitronenfalter*inWaldbrettspielBlaumeisen füttern schon
Hier gewittert es nun zum Wochenende, nicht besonders gut für all die Besucher des Rhein im Flammen Festivals.
Besonders gefreut habe ich mich über eine Sichtung des Waldkauz hier in unserer Siedlung und eine Kuhstelze bei meiner Mutter. (Besondere Bilder im Kopf)
Was ich zum Jahresprojekt gezeigt habe seht Ihr hier 🫎.
Die Frage 1 der Zitronenfalterin: “Alles neu macht der Mai” lautet das Volkslied. Was bringt der Mai ganz neu bei Dir?
Frage 2: Was möchtest Du demnächst ausprobieren / hast du diese Woche bereits ausprobiert?
Und fast vergessen, hier ist im Moment ein Wohlfühlort, daß Foto wurde aus der Hängematte gemacht, die ein wenig zu sehen ist (niwibo sucht Wohlfühlorte)
Ich habe nicht nur Blumen am Balkongeländer diesmal, sondern will mehr Nutzpflanzen auf dem Balkon haben. Die ersten sind diese Woche oben eingezogen.
Ganz neu ist das nicht bei mir, dass ich die alte Nutzpflanze Melde anpflanze. Aber das letzte Mal, noch im Hochbeet gepflanzt, haben die Schnecken nichts übrig gelassen. Nun teste ich den Balkon, ohne Schnecken (hoffentlich).
Kennt Ihr noch den Spruch, den man ganz oft schnell hintereinander sagen sollte? Und dann kam was ganz anderes raus? Hirsch heiß ich. 😅😉
Oder auch: Elend, Elentier, Elenhirsch, Elen und Elk
Das heutige Tier liebt Wasser, ist unser größter Hirsch und das Nationaltier der Schweden. Ihr werdet jetzt Einwände erheben wollen, weil ich „unser“ größter Hirsch geschrieben habe, denn wir gehören doch nicht zu Schweden (oder den anderen nordeuropäischen Ländern). Tatsächlich gab es früher bis ins 17. Jhd. in Deutschland viele Elche.
Ja, heute geht es um diese unverwechselbaren, großen ( bis zu 2.30 m Schulterhöhe) Tiere. Und ja, die gibt es endlich auch wieder in Deutschland.
Elche (Alces alces, wissensch. Name) leben gern in kühlen Nadel- und Laubwäldern. Sie bevorzugen lichte Baumbestände mit vielen Sträuchern. Weitläufige bewaldete Gebiete mit Seen und Feuchtgebieten wie Sümpfen und Flussauen werden von den großen Hirschen mit dem besonderen Aussehen gemocht. Aber manche fühlen sich auch in der Tundra wohl, in der weniger Bäume, dafür mehr Kräuter und Gräser wachsen. Sie fressen gern Knospen und Triebe von Weichhölzern wie Pappeln, Birken oder Weiden. Im Herbst gibt es Kieferntriebe oder Blaubeerzweige. Besonders lieben sie Wasserpflanzen. Danach tauchen sie sogar!
Natürlich habt Ihr alle schon mal das dreieckige Warnschild mit der Silhouette dieses großen Tieres gesehen. Und sei es nur als Aufkleber auf der Kofferraumklappe des Autos vor Euch. Und so manche*r kennen den Elchtest noch, den Autos früher bestehen sollten (Link Wikipedia)
Zu gern hätten wir letztes Jahr noch Elche in Schweden gesehen. Wir waren auch ganz in der Nähe eines Elchparks, aber natürlich kann und darf man da nicht mit einem Hund rein. In Schweden wird übrigens im Frühjahr live im Fernsehen (WDR Beitrag) die Elchwanderung übertragen.
Dass Elche mittlerweile in den nordöstlichen Teil Deutschlands zurück gekehrt sind, wissen die wenigsten. Ein Grund mehr für mich, diesmal mir mehr Wissen über Elche anzueignen. Vor Jahren habe ich schon einmal hier etwas über die Tiere berichtet, passend zum damals geschnitzten Stempel.
Nein, der hängt nicht bei mir daheim
Ich finde diese großen Hirsche einfach viel zu interessant um sie nicht in mein Jahresprojekt aufzunehmen. Denn wie gesagt, sie lieben Wasser! (Es gibt zB. Fotos von einem Elch auf Usedom, der ins Meer zum Baden geht)
In Brandenburg gibt es mittlerweile 15 nachgewiesene, meist einzelne Elche, die aus Polen eingewandert sind. Auch mehren Sichtungen in MV, Sachsen und Bayern gab es. Tiere die aus Tschechien und Polen über die Grenzen wandern. Durch Wildkameras und Sender wissen Naturschützer von den wandernden Tieren und denen, die in den Gebieten bleiben. Gerade junge Bullen gehen auf der Suche nach Partnerinnen auf lange Wanderschaften. Ihre Territorien sind bis zu 1500 Hektar groß. Das entspricht 1.071 Fußballfeldern! In Polen ist die Population durch ein Jagdverbot angewachsen, was den Druck auf männliche Elche erhöht. Es gibt sogar einen Beitrag „dienordstory“ in der Mediathek der ARD.
Ein Elch ist übrigens dauerhaft in Deutschland geblieben: Bert (Link Wildgehegeverband) in Brandenburg. Er hat sich 2018 ungewöhnlicherweise einer Kuhherde angeschlossen. Dank eines Senderhalsbands können Wissenschaftler sein Verhalten und Aufenthalte analysieren. Er macht immer wieder Wanderungen, kehrt aber zu „seiner“ Herde zurück.
Ich möchte Euch die Tiere noch genauer vorstellen:
Elch (Alces alces)
Die weltweit größte Hirschart (zu de Trughirschen gehörend) kommt in Noramerika, Nordeuropa und Nordasien vor. Die Größe und Schwere hängt vom Lebensraum ab, die sich ihrer Umgebung meist in der Größe angepasst haben (und iR. das Gebiet im Namen tragen). Erwachsene Bullen in Schweden bringen 390 bis 480, Kühe 300 bis 370 kg auf die Waage. Kanadische und russische Elche werden viel schwerer, bis zu 800 kg.
(auch als Motiv für Karten zu haben)
Damit können Elche eine Gefahr darstellen, vor allem für den Straßenverkehr. Die durch vielen Straßen zerschnittene Landschaften zwingt die Tiere dazu, auf ihren Wanderungen auch vielbefahrene Straßen zu überqueren. Im Winter lockt sie auch das mineralische Streusalz. In Schweden werden durchschnittlich zwischen 4.000 und 5.000 Verkehrsunfälle jährlich mit dem Großhirsch gemeldet, vor allem die einjährigen Jungtiere erwischt es und Bullen bei ihren Wanderungen zur Brunftzeit. Und das sind ordentliche „Kawänsmänner“, die dann auf das Auto fallen. Also nehmt die berühmten Schilder mit der Elch Silhouette ernst, wenn Ihr dort unterwegs seid. (Auch diese Tiere werden vom Scheinwerferlicht geblendet und bleiben stehen) Allerdings leben in Schweden 300.000 bis 400.000 der Tiere und diese sind, wie erwähnt, sehr wanderfreudig! Wenn sie übrigens rennen, können sie 50-55 km/h erreichen.
Elchbullen tragen auf ihrem Kopf das unverwechselbare große Geweih aus breiten Schaufeln, verzweigten Stangen oder einem Mix aus beidem. Vor allem alte Bullen haben große Schaufeln. Dies ist zum Angeben, um eine Elchkuh zu beeindrucken. Dabei veranstalten sie durch wildes Gehabe Schaukämpfe mit Büschen und jungen Bäumen oder kämpfen natürlich gegen echte Rivalen und versuchen sie zurück zu schieben. Verletzt wird dabei meist kein Tier. Aber diese Zeit verbraucht viele Reserven. Die Paarungszeit liegt im Herbst, bevor es kalt wird.
Elche fressen fast den ganzen Tag. Und wenn sie nicht fressen, kauen sie das runtergeschlunge Grün wieder. So wird sich ein Fettvorrat für den Winter angelegt, wo sie weniger Grün finden um den Tagesbedarf zu decken. Eine Besonderheit bei den Zähnen: sie haben im Oberkiefer keine einzelnen Schneidezähne sondern eine unempfindlich Gaumenplatte. Die unteren Schneidezähne pressen dann dagegen beim Pflücken der Nahrung und können so auch gut größere Pflanzen(mengen) trennen.
Nur zur der Paarungszeit treffen sich Bullen und Kühe. Die Elchkühe ziehen über das Jahr mit dem Nachwuchs umher, die Bullen sind Einzelgänger.
Elchkühe sind ca. 8 Monate lang trächtig, dann kommen ein oder zwei Kälbchen auf die Welt. Ein gerade geborenes Kalb wiegt etwa 15 Kilogramm. Es kann zwar kurz danach aufstehen, bleibt aber trotzdem paar Tage versteckt liegen, während seine Mutter auf Nahrungssuche geht. Sie entfernt sich nie weit, um es beschützen zu können. Wolf oder Bär wären die natürlichen Feinde. Wenn nötig, verteidigt die Elchkuh ihr Junges mit kräftigen Tritten. Vier Monate trinkt das Kalb bei der Mutter, dann kommt immer mehr Grünfutter dazu. Ein Jahr bleibt das oder die Kälber bei der Mutter, dann kommt der neue Nachwuchs und das Jährlingskalb muss nun für sich alleine klar kommen. Die Aufmerksamkeit der Mutter ist nun auf das neue Kalb gerichtet.
Das unverwechselbare Schaufelgeweih des Bullen ist wirklich etwas Besonderes. Es kann bis zu 135 Zentimeter breit und 20 Kilogramm schwer werden. Das Geweih besteht aus Knochensubstanz, die wie der restliche Körper, durchblutet ist. Verletzungen dort merkt das Tier also. Im Winter nach der Paarungsszeit werfen die Bullen ihr Geweih ab. (Das ist bei allen Hirschen so) Ab dem Frühling wächst dann ein neues Geweih. Bis zu 2,5 Zentimeter am Tag kann so ein Geweih täglich wachsen. Das braucht natürlich auch nochmal viel Energie. Je älter der Elch wird, desto größer und stärker wird sein Geweih. Aber etwa ab dem 10. Lebensjahr setzt das Geweih dann zurück, dh., es wird jedes Jahr kleiner (der „Bart“ übrigens auch). So kommen jüngere, vielleicht fittere Tiere zum Zuge und mischen den genetischen Pool wieder auf.
Ebenfalls unverwechselbar ist der restliche Kopf dieser Tiere mit der wirklich großen, nach unten gebogenen Nase. Die grosen Nasenlöcher kann das Tier verschliesen und so unter Wasser tauchend auch fressen.Die Tiere leben in Gebieten, die im Winter auch locker mal -40 Grad haben. Ihr kennt das sicher selber, im Winter soll man die kalte Luft durch die Nase einatmen. Diese wärmt die Luft etwas vor. Wenn der Luftweg bei der Elchnase also noch ein wenig länger ist, da verzwegte Nasengänge, wärmt das natürliche entsprechend die eiskalte Luft vor. Und gut riechen können sie mit der großen Nase auch noch. Oberlippe und Nase gehen ja eigentlich ineinander über, sie wird Muffel genannt.
Auch sonst ist der Elch gut für den Winter gerüstet. Fett wird eingelagert, vor allem der „Buckel“ und der „Kehlbart“ ist gut zum extra Einlagern. Nebenbei sind dort auch mit die längsten Haare, die der Bulle zum Imponieren aufstellen kann. Und apropos Haare, diese sind dicht, gewellt und vor allem hohl! Wie Ihr vielleicht wisst: Luft wirkt wärmend und isolierend.
Im Sommer brauchen Elche daher wohl auch so viel Abkühlung im Wasser, sie schwitzen nicht. Und mit ihren recht langen Beinen können sie entweder lange über den Grund laufen oder hervorragend schwimmen. Sie fressen nämlich auch besonders gern Wasserpflanzen. Hier gibt es übrigens etwas Einzigartiges: Elche sind Paarhufer, aber nur Elche haben eine Schwimmhaut zwischen den beiden Klauen! Das ist nicht nur zum Schwimmen gut. Auf festem Boden bleiben die Klauen zusammen. Doch auf schlüpfrigen, nassen Untergrund werden sie bis zu sieben Zentimeter gespreizt und die Haut dazwischen öffnet sich fächerartig. Im Sumpf und auch im Schnee gibt das besseren Halt, sie sinken trotz großer Masse weniger ein. Übrigens, gegen die vielen Mücken in den feuchten Wälder hilft dann schon wieder das dichter Fell.
Neben der guten Nase sehen Elche auch sehr gut, auch in der Dämmerung und Nacht und durch die Lage der Augen am Schädel seitlich eine Rundumsicht, fast 360°. Und die einzeln bewegbaren Ohren hören gut, zB. bis zu 3 km weit entfernte Artgenossen. Übrigens, die großen Tiere sieht man kaum, wenn sie still zwischen den Bäumen stehen. Der Elch entwickelte sich recht spät nach der letzten Eiszeit aus den ausgestorbenen Riesenhirschen, dass ist relativ spät vergleichbar mit anderen Tieren.
Der Elch ist nicht unbedingt bedroht, auch wenn sein Lebensraum weltweit geschrumpft ist. Was ihm neben dem Mensch zu schaffen macht, ist die Klimaerwärmung. Wie erwähnt sind sie hitzeempfindlich. Genau wie viele der Pflanzen, die sie fressen. Diese wachsen langsamer oder vertrocknen sogar. Vermutlich wegen der Erderwärmung überleben immer mehr Parasiten. Wissenschaftler haben festgestellt, dass weniger Kälber (deswegen?) geboren werden.
Schutzbemühungen (zB. Jagdverbot in Polen) über Grenzen hinweg versuchen dem Elch eine bessere Zukunft zu geben. Auch Deutschland heißt ihn willkommen.
Eine Geschichte, die ich gerne im Zusammenhang mit den Recherchen diesen Monat gelesen habe, ist „Der Elch der Ewenken“, aus dem Volksgut der Ewenken, den Rentiernomaden in der Inneren Mongolei in China. Sie beschreibt, wie ein verwaistes Elchkalb einem Nomaden und Jäger folgt, bis in seine Hütte und er es dann groß zieht, bis es größer als seine Rentiere ist. Die ungewöhnliche Freundschaft kann nicht so bleiben, der Elch muss zurück in die Natur. (Ich habe bei den Recherchen dieses wunderschönes Bilderbuch entdeckt, bestellt und zeige es Etwas. Ganz wunderschönes Bilderbuch für Groß und Klein. Es gibt übrigens viele Geschichten vor allem für Kinder mit Elchen, Ihr kennt vielleicht „Olaf“ oder „Es ist ein Elch entsprungen“)
Eine sehr schöne Geschichte über den Respekt vor und mit der Natur!
Tja, ich glaub mich knutscht ein Elch (Filmtitel, wurde dann aber fleißig statt „…mich tritt ein Pferd“ genutzt, ich schreib und schreibe, muss dringend mal ein Ende finden. Es gibt einfach zu viel über die größten Hirsche zu erzählen. Aber „die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“ (von F. W. Bernstein Wikipedia) muss ich mit rein nehmen. Ich könnte Euch noch die irrige Annahmen über umkippende Elche aufschreiben (nachlesbar bei Cäsar im sechsten Buch „De bello Gallico“ in dem er über den Herkynischen Wald in Germanien schreibt. Hier leben eben Elche und die haben keine Kniegelenke, weswegen sie an Bäumen angelehnt schlafen. Kippen sie um, können sie nicht mehr aufstehen, was die Jagd der Germanen auf sie sehr erleichtert. Und Plinius… Ach, jetzt ist aber gut)
Ich hoffe, die Reise zu diesem besonderen Hirsch hat Euch gefallen. In Schweden hat man manchmal in den Wäldern das Gefühl gehabt, gleich kommen Tomtas, schwedischen Wichtel, auf Elchen durch den Wald geritten.