Murmelschlaf

Hallo Ihr Lieben.

Ein weiteres Jahr hat Andrea vom Blog „die Zitronenfalterin“ zu neuen Projekten aufgerufen.

Und keine Sorge, ich würde zwar gerne, aber ich halte keinen Winterschlaf. Es wird bei mir wieder monatlich eine tierische Vorstellung geben. Aber: ich möchte da eine kleine Änderung bringen. Viele flatterhafte, beflügelte Tiere habt Ihr und ich (besser) kennen gelernt. Vor allem die Könige der Lüfte wurden in den Projekten porträtiert. Nun wird es in den Untergrund gehen, also etwas ganz anderes. (Keine Sorge, Vögel kommen hier auf dem Blog weiterhin nicht zu kurz, aber nun eben kürzer. (Wer mehr über Vögel lesen und hören mag, hier gibt es ganz wunderbare Beiträge von einer Vogelkundlerin – keine Werbung, einfach nur, weil es mir so gut gefällt)

„Was man sonst nicht sieht“

Es ist grau und kalt, vielleicht sogar mit dicker Schneedecke. Unser Körper ist langsamer, wir ziehen das warme, gemütliche Sofa den Aktivitäten draußen vor. Oder brauchen etwas mehr Überredung dafür. Weniger Licht läßt uns müder werden und der Stoffwechsel ist auch bei den „modernen“ Menschen im Wintermodus. Das ist bei wilden Tieren überlebenswichtig!

Verschiedene Lebewesen haben viele gute Methoden entwickelt, durch den Winter zu kommen. Es ist also kein Wunder, dass ich „täglich grüßende Murmeltiere“ für meinen ersten Beitrag ausgewählt habe. „Schlafen wie ein Murmeltier “ würden wir zu gern, nicht wahr? Genauer gesagt: das Alpenmurmeltier, nicht das verwandte auf dem amerikanischen Kontinent, welches Euch durch den Film bekannt ist. Aber, unser Murmeltier stammt von dort. Im Miozän, also vor 23,03 bis vor 5,33 Millionen Jahren in Nordamerika lebend, gelang ihnen mehrmals der Übergang nach Eurasien, zuletzt im Pleistozän (vor 1,8 Millionen bis vor 11.500 Jahren).

Etwas später: die Römer sprachen damals von der pfeifenden Alpenmaus, siehe Plinius.  Mankei sagt man in den bayrischen Alpen, in den allgäuer Murmele, in der Schweiz heißt der Nager Murmeli und in Frankreich Marmotte.

Unser Name für die Nager geht nicht auf „murmeln“ zurück (sie murmeln ja auch nicht, sondern pfeifen laut). Auf althochdeutsch hießen sie murmunto. (Und dies hat wohl den Ursprung wieder im Latein: Mus montis = Bergmaus.) Übrigens haben die Wächter auch unterschiedliche Pfiffe, je nach Feind und Dringlichkeit, drauf. Gehör und Sehvermögen sind sehr gut ausgeprägt, der Geruchssinn aber weniger.

Dort in den Alpen leben sie jenseits der Waldgrenze, da wo es schön kalt ist, fühlen sie sich wohl. 20°C sind Hitzerekorde für sie, unter der Klimaerwärmung leiden sie daher sehr. Sie besitzen keine Schweißdrüsen oder eine andere Technik der Abkühlung. Wenn Ihr mal ein Tier ausgestreckt in der Sonne liegen seht, ist dieses der Parasitenabwehr dienlich und kein Aufwärmen.

Meine selbstgemachte, kleine Gummibandkladde für dieses Jahr

Marmota marmota, so ist der wissenschaftliche Name. Es gehört zur Ordnung der Nagetiere, Familie der Hörnchen. Alpenmurmeltiere sind genauer gesagt Erdhörnchen und verwandt mit Eichhörnchen. In den Alpen brauchen sie tiefgründigen Boden für ihre weitverzweigten Bauten, gerne natürlich mit Sonnenschein und über Generationen genutzt. Sie sind gesellig und sozial und liegen gerne gemeinsam in der Sonne. Mehrere Familien leben zusammen, bauen diese tiefen Höhlen, nicht nur zum Wohnen, auch als Toiletten und Fluchtgänge. Angeführt werden sie von einem dominanten Paar.

Mit den Vorderpfoten wird vorne gelockert und mit den Hinterpfoten wird die Erde rausgeworfen. Steine werden sogar mit den Zähnen, die übrigens nachwachsen, gelockert. Was die meisten aber wohl kennen ist die typischen Haltung, aufrecht sitzend auf den Hinterpfoten, der kurze Schwanz als Stütze am Boden ausgestreckt. Die typische Fress- und Beobachtungshaltung übrigens. Per Analdrüsen hinterlassene Markierungen signalisieren den anderen Clans: Halt, bis hier hin und für dich Fremdes geht es nicht weiter. Aber es gibt trotzdem ab und an Kämpfe, die in dieser aufrechten Haltung ausgetragen werden. Erst verbal und dann auch mit Zähnen und Krallen. Die sozialen Duftstoffe im „Gesicht“ dagegen werden gerne und oft beim „Nase reiben“ in der Familie weitergeben.

Der Winterschlaf von Murmeltieren kann über sechs, selten bis hin zu neun Monaten dauern. Unglaublich, oder? Dafür fangen die Tiere im Sommer an, sich Fettreserven durch das Fressen vieler Kräuter, Insekten und Eier anzueignen und beginnen mit „Heu machen“ im Spätsommer. Sie beißen die Kräuter dicht über dem Boden ab. Zwischen dem ganzen Heu schlafen sie dann tief in den Bauten und aneinander gekuschelt. Die Eingänge sind mit Zapfen und Erde verstopft. Ihre Atmung reduziert sich auf etwa zwei Züge pro Minute. Der Herzschlag geht von 200 auf 20 Schläge pro Minute zurück. Die Körpertemperatur beträgt nur noch 3°C. Der Energieverbrauch sinkt auf unter zehn Prozent. Tatsächlich sterben wohl mehrere Murmeltier, vor allem die jungen, im Winter in dieser Phase, wenn sie zB zu lange dauert, besonders, wenn die schützende Schneeschicht fehlte oder wenn sie gestört wurden. Nach dem Winterschlaf gilt es, die kurze Zeit zu nutzen. Das alte Heu wird heraus geschleppt. Die Paarungsrituale finden draußen statt, aber die Paarung im Bau. Die Männchen ziehen sich nun etwas zurück. Nach 5 Wochen werden eine Handvoll blinde und nackte Junge im Bau geboren. Die Weibchen werden übrigens nicht jedes Jahr schwanger. Die Lebenserwartung kann bis zu 15 Jahre betragen, 90 % dieses Lebens sind die Tiere unter der Erde.

Es gibt alte Aufzeichnungen von Rezepten für Murmeltierfleisch, welches sehr nach Wild schmecken soll und fettig ist. Aber die Jagd ist stark zurück gegangen, in Deutschland sind sie ganzjährig geschützt. Das Fett wird gegen Muskelschmerzen genutzt. Bedroht sind die Tiere vor allem durch den Klimawandel im Hochgebirge. Natürliche Feinde können Adler und Uhu sein und gerade die Jungtiere im Bau können auch einem reinkriechenden Marder zum Opfer fallen.

Es gibt Murmeltiere, die sich an Menschen, nahe Wanderstrecken zB, gewöhnt haben und diesen sogar aus den Händen fressen. Dabei sollte man aber immer daran denken, dass herumlaufende Hunde und Menschen, die zu viel und zu nah kommen, mehr schaden, es sind wilde Tiere. Ich selber habe noch nie eines dieser „sagenhaften Langschläfer Tiere“ gesehen. Aber ich hoffe, es hat Euch Freude gemacht, ein wenig über sie zu erfahren. So ist es mir jedenfalls ergangen. Und ein wenig wünsche ich mir manchmal so eine Winter Schlafhöhle, Ihr auch?

WAS MAN SONST NICHT SIEHT – Leben im Untergrund

Und nun wisst Ihr es: es soll um die gehen, die wir nie oder selten sehen, weil sie ganz oder viel unterirdisch leben. Die Überschrift ist von meinem lieben Schatz, der auch die Idee hatte. Er wußte, das es mir nach einer Veränderung war.

Der Ledereinband eines alten Gesangbuchs wurde zur Sammelstation für diesjährige Projekt- und Naturbilder

Mit Gummibändern durch Ösen kann ich verschiedene Blätter sammeln. Wie Ihr so etwas macht, könnt Ihr bei Michaela Müller oder Kristina Schaper nachschauen bzw lernen

Verlinkt bei der Zitronenfalterin, Creativsalat und dem Magic Crafts

Reineke zieht ein

Hallo Ihr Lieben. Heute geht dann die Geschichte weiter, denn nun tritt die Familie Fuchs in das Leben der Dachsfamilie.

Fortsetzung

Ein Stückchen vom Bau saß eine Fuchsmutter. Ihr Fell sah struppig aus. Um sie tollten vier Fuchswelpen herum. Spielerisch jagten sie sich. In der Anfangszeit war der Vater bei der Aufzucht noch beteiligt. Vor allem in der ersten Zeit, als die Mutter noch stillte, war er für das Futter zuständig. Die Welpen waren im Frühjahr unter einer großen Wurzel in einem kleinen Bau geboren worden. Dann hatte die junge Familie Pech gehabt. Das Wetter, nass-kalt, zerstörte die einfache Höhle. Doch die junge Familie hielt natürlich zusammen.  Der Vater fand eine neue geschützte Stelle. Auf der Lichtung daneben tollte er mit seinen Kindern, wichtige soziale Spiele fanden so statt. Als der Vater eines Tages nicht von der Jagd heim kam, veränderte sich schon wieder vieles für die kleinen Füchse.

„Du bist dran!“

„Nein, Du! Ich war schneller und die nächste Maus gehört mir.“

Du hast gar nicht gewonnen“

„Ich werde gewinnen, ich bin am geschicktesten, hat Papa gesagt.“

„Papa hat gesagt, dass ich die schnellste von uns bin, also…“

Spielerisch war damals statt Mäusen die Lunte des Vaters mit einem Sprung erjagd worden. Eine Engelsgeduld hatte Vater Reinecke gehabt. Kleine spitze Zähne bissen vorsichtig in Geschwisterchen oder Elternkörperteile. Und jeder wollte an erster Stelle stehen, wenn die Mutter Beute brachte, oder der Vater. Eines Tages kam der Vater nicht mehr heim, er war für ein Auto nicht schnell genug gewesen. Gut, dass die Rasselbande aus dem Gröbsten raus war. Aber wo die Mutter nun alleine für Beute zuständig war, wollte sie gern eine sicherere Behausung. So kam es, dass sich Fuchs- und Dachsfamilie treffen sollten.

Kuscheliger Dachsbau

Den Dachsbau hatte sie vor Tagen bei Streifzügen entdeckt und untersucht. Das alte Höhlensystem war groß genug, als dass nur die Dachse Platz dort hatten.

Nun saß sie da und wartete auf Frau Grimmbart und ihre schnüffelnde „Bagage“. Um sie tollten ihre braunen Jungtiere. Nicht nur ihre eigenen jagten einander oder irgendein Insekt. Die Jungfüchslein waren behände und sprangen hoch und weit. Die Dachskinder tusselten auch umeinander, etwas behäbiger sah das aus. Spielerisch knufften sie nun ihre Mutter.

„Es riecht anders! Wer ist das?“

„Puh, die riechen stark“

„Die haben da was liegen gelassen, da will ich gucken!“

Sie spielten trotz Ablenkung auf beiden Seiten weiter und trainierten dabei auch ihre Fähigkeiten für die Jagd. Ihre Mutter sorgte auch mit ein paar Tatzenschubsern dafür, dass sie bei ihr blieben:

„Kinder“, sagte die Frau Grimmbart. Doch sie hörten gar nicht zu. Sie fiepten, bellten und tobten und grunzten auf beiden Seiten. „Kinder!“ rief die nochmals. „Ach Kinder, es ist gut jetzt, ich muss Euch noch die Hecke auf der anderen Seite zeigen“ Diese war ein kleines Paradies, voller Beeren, Insekten und kleinen Wirbeltieren. Ein wenig wollte sie ihre Kinder von den Neuankömmlingen ablenken. Sie wußte, sollte sich Frau Reineke zum Bleiben entscheiden, dass es nun auf der Seite anders zugehen würde. Kurz gefaßt: unordentlich und stinkend. Aber sie war sich auch sicher, dass der Hunger ihrer Rasselbande sie gleich ihr folgen lassen würde.

Derweil untersuchte die Füchsin schnüffelnd nochmals einige abgelegenere Teile der Dachsburg. Diese waren gerade nicht in Nutzung, aber gut in Schuss. Ein perfekter Schutz für ihre kleine Familie. Sie war bis jetzt nicht sehr wählerisch gewesen, die umgestürzte Fichte mit ihrem herausragenden Wurzelwerk war auch keine schlechte Zuflucht gewesen. Aber bei dem Wind und Regen der letzten Tage. Nichts ging über einen ausgebauten Dachsbau! Gute Ruhehöhlen, Wohnkammern würde es geben, Fluchtgänge und später im neuen Jahr einen neuen Wurfkessel. Ein wenig könnte sie ja noch ausbessern. Scheinbar ließ die Dachsmutter sie hier einziehen. Sie hatte nicht interveniert, als sie sich nun getroffen hatten.

Frau Reineke sah zu, wie sich die schwarz weißen Körper im Unterholz der Hecke verloren. Auch ihr Magen knurrte. Sie würde auf Mäusejagd gehen und ihre Jungen in den Bau scheuchen. Es war alles noch neu, da würden sie sicher folgsam sein und neugierig die Höhlen untersuchen. Vielleicht würden sich auch mehr als Mäuse finden. Bald schon sollten sie mit ihr erstes Erkundungen und Jagdversuche machen.

Sie hinterließ auch gleich Mal einen stinkenden, markierenden Kothaufen in der Nähe ihrer erwählten Höhle. „Warum die Dachse dafür immer ein Stückchen weiter ein extra Loch buddelten, so eine Arbeit. Ach, ein wenig Unordnung schadete doch nicht, oder? Außerdem wußten nun alle anderen Füchse gleich, dass sie nun hier lebte!“

Aneinandergekuschelt

Fortsetzung folgt

Verlinkt beim Creativsalat und Magiccrafts

mäuselder Fuchs

Winterwonderland

Hallo Ihr Lieben.

Eine kalte und schneereiche Woche (für hiesige Verhältnisse) liegt hinter uns. Seit langem hat es sogar hier so viel Schnee gegeben, dass es über längere Tage eine geschlossene Schneedecke gab. Ausreichend für Verkehrschaos, aber auch für Winterfreuden.

Close to the ground, auf Kalbchenhöhe

Noch im Dunkeln, nach dem ersten Schneefall, bin ich mit dem Hund am Dienstag zum morgentlichen Gassi losgestapft. Und hatte ein neugierig, warmes Erlebnis. Rinder sind von Natur aus eher neugierig, sie wollen wissen, was los ist, bevor sie die Flucht ergreifen. Die beiden bunten Rinder kamen zu mir, ließen sich streicheln und lecken meine Hände ab. Ich hatte ganz vergessen, wie rau diese großen, langen Zungen sind, die sich um die Hand wickeln. (Immerhin pflücken sie damit auch das Gras). Und es waren zwei junge Kälbchen von den Highländer draußen. Mein Gott, sind die puschelig 😍 Eines hat sich etwas näher getraut und leider ist das Licht noch sehr gering gewesen, so dass die Bildqualität bescheiden ist. Dieser Schnee verschwand über Tag, wurde dann aber vom andauernden Schneefall, wie angekündigt, Mittwoch ersetzt.

Ich schrieb ja, Winterwonderland. Der Hund fand das kurz interessant, dann wollte er aber viel lieber heim. So schöne Strukturen zaubert der Schnee. Und überall entstanden Schneemänner (viele überlebten leider den ersten Tag nicht. Die einen bauen gern, die anderen haben Freude am zerstören).

Suchbild (Close to the ground)

Selbst im flachen Rheinland fand sich für uns ein kleiner Hügel um etwas Bob zu fahren, auch wenn der noch aus den Kindertagen (und zu klein) ist. Einige Kinder hatten die gleiche Idee, ihre Eltern hatten daraus gleich einen Ausflug mit Glühwein und anderen Leckereien gemacht. Hinter uns flogen die Drosseln durch das Geäst, aus der Ferne sahen wir, wie vier Teenager einen sehr großen Schneemann bauten. Auf dem Rückweg waren kleine Vögel in Bodennähe emsig am Suchen. Einen Zaunkönig und diese Heckenbraunelle. Eigentlich ziehen Heckenbraunellen in wärmere Gefilden, da sie sich hauptsächlich von Insekten ernähren. Aber da die letzten Winter vielfach milder ausfielen, bleiben sie nun oft da.

Mit dem Auto musste Gott sei Dank niemand los. Da gab es ja auch genug Chaos in der Umgebung. Eingeschneit auf der A3, keine Busse mehr… Wir sind Schnee einfach nicht (mehr) gewohnt.

Gestern, am Samstag, wurden aber alle schneetauglichen Sachen zusammen gepackt und es ging ins Sauerland. Als Kind bin ich schon hier runter gerodelt, hinter unserer Straße den Berg rauf gelaufen und natürlich runter

Keuchend oben auf den Schlitten sitzend verschnaufend, dann musste als erstes der Sitzbob genutzt werden, eine Bahn durch den Tiefschnee ziehen. Dabei fegt einem der Schnee ins Gesicht, d.h., blinzelnd irgendwie runter kommen, hoffentlich eine vernünftige Bahn ziehend. Gleichgewicht halten. Die Bahn mit Bob und zwei Schlitten ausgefahren, wurde immer länger und breiter und vor allem schneller. Wenn Ihr glaubt, ich wäre nur oben geblieben und hätte der Jugend zugeschaut, irrt Ihr. Ich liebe rodeln! Neben uns hatten Kinder schon eine Schanze gebaut, so wie früher ihre Eltern. Nur das sie mit Bobs da rüber sausten, damals war es eine Ski Schanze.

Zwischendrin saßen wir auch auf dem Schlitten und genossen die Sonne und verschnaufen. Und unter dem Ginster war plötzlich ein Rotkehlchen, was suchend hin und her hüpfte und flatterte, auf der Suche nach Nahrung.

Es ließ sich nicht von uns stören. Die kleinen Vögel brauchen bei der Kälte und dem Energie Aufwand oft mehr als das Doppelte ihres Körpergewichts. Jeh nach dem, was sie als Nahrung zu sich nehmen (können).

Ansonsten war die Woche mal ruhig (Schneefall – eingemummelt) mal gut gefüllt. Etwas habe ich gebloggt und für Andreas Linkparty etwas über ein Bücherregal geschrieben und Euch das Winterschlaf-Eichhörnchen gezeigt. Daher war ich noch nicht viel bei Euch unterwegs.

Habt noch einen wunderschönen Sonntag, mit angenehmen Winterwetter.

Verlinkt bei Andreas Samstagsplausch, Naturdonnerstag, Juttas Close to the ground und niwibos „alles auf Anfang“ (wenn man voller Schnee, schön nass an bestimmten Stellen und k.o. ist, ist es jedesmal wenn man unten angekam, ein wenig „alles auf Anfang“ um wieder hoch zu stapfen) und der Galerie Himmelsblick

Über den Winter

Hallo Ihr Lieben.

Über den Winter kommen. Wie nur. Manchmal fragt man sich das. Und dabei haben wir Menschen es doch so gut. Aber vielleicht ist das auch ein Teil des Problems. Wir denken an so viele Dinge, die bestimmt auch alle wichtig sind. Ein Eichhörnchen denkt „nur“ daran, wie es etwas zu fressen findet, wo seine Nussverstecke sind, wenn es aus der Winterruhe kurz aufwacht.

Manchmal möchte ich ein Eichhörnchen sein.

Und dann bin ich doch sehr froh, keines zu sein, so vieles würde mir entgehen.

Mit etwas sehr dornig wirkendem Nest

Die Nüsse wurden fix im Garten versteckt

So gefällt mir das Nest, mit Eichenblättern

Möget Ihr gut durch den Winter kommen.

Verlinkt bei: Creativsalat, Magic Crafts, Naturdonnerstag

Ps, bitte entschuldigt die pixelige Qualität… durch die Scheibe und herangezoomt mit dem Handy

Guten Tag Dachs

Hallo Ihr Lieben. Damit es hier nicht all zu still gerade ist, erzähle ich schon mal ein wenig vom Dachs.

Wo Fuchs und Dachs sich gute Nacht sagen

Der Hügel hatte schon so manchen Herbststurm gesehen in all den vielen Menschenjahren und noch mehr in Erdenjahren. Auch Frühlingsstürme waren über die Baumwipfel gefegt. Diese Seite des Berges war windgeschützter, mit dichtem und lichtem Bewuchs. Die Sonne schien durch den Blätterwald und manchmal auch an den Nadelbäumen zum Waldboden.

Hier war es abseits der Wege und geschützter. Schon früher erinnerten sich nur wenige, ortskundige Menschen an Bauten, ganze Höhlensysteme und vielleicht hatten sie es ihren Kindern und Enkeln erzählt, vielleicht sogar gezeigt. Mein Opa hatte ihn mir gezeigt und meine Mutter auch.

Vor Jahrzehnten befand wohl bereits eine Dachsmutter dieses Gebiet für sicher und beanspruchte es für sich. Ihre starken, großen Pranken mit den langen Krallen waren unermütlich im Einsatz gewesen. So war ein gutes und sicheres Höhlensystem entstanden. Hier würde sie ihre ersten Jungen zur Welt bringen, hier würden noch viel mehr Dachse zur Welt kommen. Generation um Generation lebte hier, blieb oder zog fort, gruben weiter, starb hier. Ruhige und unruhige Zeiten hatte es gegeben. Zwischendrin gab es gar keine Dachse mehr dort, aber schon immer waren Füchse auch von der Stelle begeistert. Füchse konnten der gefährlichen Tollwut und der damit verbundenen Bekämpfung durch Gas, etwas mehr Anpassung und List entgegensetzen. Dann hatte es endlich die Impfen gegeben und seither gab es irgendwann auch ein neuer Dachsclan am und im Berg. Neue Wohngemeinschaften bildeten sich und das, obwohl die Tiere, die dort Schutz in der Erde suchten, so unterschiedlich waren. Die fleißigen und reinlichen Dachse, die herum streunernde, laute und unordentliche Fuchsfamilie und sogar ein paar Kaninchen. Diese würde man nun wirklich nicht in der Nähe der Raubtiere vermuten. Manchmal fanden sich auch Marder hier ein. Denn rund um die eigenen Wohnungen herrschte Frieden. So wichtig waren gute und sichere Behausungen.

Heute war ein ruhiger Tag gewesen. Es roch modrig, erdig. Im Unterholz war ein Schnaufen zu hören. Ein paar Äste in Nähe der Erde bewegten sich leicht. Das großes Alttiere, schwarz und weiß meliert mit seiner typischen, hübschen Maske, steckte vorsichtig seine Schnauze heraus und schnüffelte. Dann raschelte es leise in der Natur der Stille und ein Jungtier war zu sehen, weitere Bewegungen ließen mehr erahnen.

Ein Muttertier war offensichtlich mit einigen Jungen unterwegs. Im langsam schwindenden Licht der Dämmerung dieses lauen Abends trauten sie sich aus der Deckung.

Ein reichliches Nahrungsangebot gab es gerade. Es galt sich Fett anzufressen und nicht zu vergessen: viel zu lernen für die Jungtiere.

Die jungen Dachse waren im Sommer das erste Mal vor den Bau gekommen. Sie wirkten noch tollpatschig, tollpatschiger als ihre Mutter allemal. Dachse sind nämlich ganz und gar nicht tollpatschig, nur kompakt.

Dachs Körnerkissen aus alter grauer Jeans, bemalt und mit Dinkelkörnern befüllt

Diese wirkte vielleicht durch ihre Masse, ihre Präsenz behäbig, war es aber nicht. „Kinder, wir sollten gleich noch Abendessen suchen. Dabei üben wir auch gleich nochmal. „Schnaubend und schnüffelnd war die kleine Gruppe gerade kaum zu überhören. Wenn man genauer zuhörte, hinhörte.

Ihr Ziel war jetzt aber erst einmal die große, unterirdische Dachsburg, die sichere Zuflucht dieses Dachsclans. Die Jungtiere quickten, brummten und schnüffelten neugierig hier und da:

„Es riecht anders!“

„Was ist das?“

„Das kenne ich noch nicht, das stinkt!“

Der Dächsin war der Geruch durchaus bekannt. Sie prustete laut, etwas genervt.

Fortsetzung folgt.

Ja, das bedeutet nämlich ein wenig Druck für mich um weiterzuschreiben (ich sage Euch, man verändert immer und immer wieder) 🦊🦡

Das Körnerkissen ist fertig bemalt und befüllt und zugenäht und wärmt! Und wird zur Linkparty vom Magic Crafts und zum Creativsalat geschickt. Die digitale Zeit ist gerade etwas geringer, ich bitte um Nachsicht für weniger Kommentare bei Euch.