Sonniger Septemberrückblick

Hallo Ihr Liebe.

Dieser Monat war voller sonniger Tage und schöner Momente.

Wie immer hat der Monat mit dem neuen Monatsvogel, dieses Mal die Misteldrosseln, vom Jahresprojekt angefangen.

Es wurde gebacken, geschnitzt, geklebt und gedruckt, geerntet und eingemacht, geradelt, gelesen und gefreut. Blumen waren in dem Monat noch einmal ein Highlight, im Garten und der Vase.

Zum Monatsende ging es dann noch kurz ans Meer, an die niederländische Küste wieder.

Dort habe ich nicht nur ein tolles Buch verschlungen (das stelle ich noch vor), auch ein wenig geschnitzt. Und natürlich mit dem Schatz die Tage genossen.

Ich verlinke den Monatsrückblick noch schnell bei Birgit 😊 und wünsche uns allen einen schönen Oktober

Kurzweilig

Hallo Ihr Lieben.

Ja, die Tage werden kürzer. Das mag ich so gar nicht sehen und hören, aber es ist Realität. Also bleibt mehr Zeit für Bücher.  Auch wenn ich (eigentlich) mehr Zeit habe, so wird mein SuB doch irgendwie nicht kleiner. Das Gefühl, oder besser diesen Zustand kennen sicher viele Bücherwürmer.

Dieser Titel wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, was meine Meinung nicht beeinflusst hat

Die siebenteiligen Kinderbuchreihe, „Worst Week Ever“, Band eins, Montag:

Jeder kennt „das“ bestimmt (noch), aber der Reihe nach: Montag Morgen, erster Tag für Justin. Er muss in die neue Schule und dabei ist es schon schlimm genug, dass seine Mutter neu geheiratet hat, und zwar einen Vampir. Und sein leiblicher Vater fährt so ein komisches Auto, ein „Klo“. Die Katze ist vielleicht von Alien entführt worden und natürlich wird der Neue in der Schule drangsaliert. Das australische Autorenduo Eva Amores und Matt Cosgroves haben eine schräge Comic Roman Reihe ins Leben gerufen. Zehnjährige (oder so 😊) werden dieses Buch lieben. Es spiegelt so viele ihrer Sorgen und Ängste wieder. Na gut, vielleicht wird übertrieben. Hüstel, etwas sehr übertrieben. Ich glaube nicht, dass einer von Euch schon mal am Sprungturm gehangen hat und die gehäkelte Unterhose… Aber wenn man das liest, ist es echt komisch. Justin ist ein netter Junge, mit dem sich Kinder gut identifizieren können. Und da sind wir an meinem Anfang: ich konnte mich mit ihm identifizieren. Nein, ich hatte keine Scheidungseltern oder einen gehäkelten Badeanzug. Aber ängstlich auf dem Sprungturm habe ich auch gestanden und war Ziel von Mobbing. Und die Klogeschichte, die hat mich an die Schulzeit der eigenen Kinder erinnert. Schulklos sind grausig! Eigentlich hatte doch jeder einmal solche Situationen. Und um mit so Alltagsproblemen fertig zu werden, helfen diese schräge Bücher. Vor allem wenn man darüber lachen kann. Außerdem sind die Hürden zu lesen, bei diesen Comicromanen niedriger für Jungleser. Mir ist zwar das Cover etwas zu schreiend, aber ich bin ja auch nicht die Zielgruppe 😄.

Für mich selber habe ich einen Agentenkrimi angefangen. Mick Herron, Slow Horses. Ich bin mit den Agentenromanen von John Lee Carré und Frederick Forthys „groß geworden“. Und genau in diese Sparte passt dieses Buch, was ich mir im Übrigen selbst gekauft habe, ohne Werbung.

Es geht um eine Gruppe ausgemusterter MI5 Agenten, die in einer Abteilung, einer Außenstelle, zusammen gewürfelt wurden. Unliebsame Aufgaben werden gerne auf die dort arbeitenden, schrägen Leute abgewälzt. Es ist ist nicht ganz einfach zu lesen, aber ich finde, das passt zum Thema. Es ist etwas schwierig allen Personen wirklich zu folgen. Aber ich mag es eigentlich, wenn sich ein Roman nicht nur auf eine Person konzentriert, nicht gleich zu durchschauen ist. Die Sprache gefällt ebenfalls gut, was mir durchaus wichtig ist. Mitlerweile gibt es auch eine Serienverfilmung, über die ich aber nichts sagen kann.

Ein paar Seite habe ich noch, aber die werden/bleiben sicher spannend.

Und englischer, trockener Humor darf auch nicht fehlen

Auf Deutsch gibt es mindestens eine Handvoll Bücher aus dieser Reihe. Der Autor hat dafür auch den ein oder anderen Preis abgeräumt (was mich normalerweise nicht unbedingt beeinflußt). Übrigens, den Begriff: „lahmer Gaul“ kennen wir ja auch im Deutschen.

Euch eine schöne Lesezeit! Und weil es einfach lt. Niwibo „die beste Zeit für…“ (Bücher) ist, verlinke ich es in ihrer aktuellen Linkliste

Spätsommergefühle

Hallo Ihr Lieben.

Ist das ein Wetterchen!

Ach, ich genieße die morgendlichen Gänge mit dem Hund. Wer hätte gedacht, dass es noch einmal richtig, knackig warm wird. Spätsommertage mit Hochsommertemperaturen und wäre der Sonnenstand nicht,… wir wähnten uns im Hochsommer.

Close to the ground, die unvermeidlichen feinen Gewebe des Altweibersommes

Himmelsblick, im Osten lässt die Morgensonne das Licht intensiver aussehen und die Schatten länger erscheinen. Und so ein Blau!

Im Todgehölz des Holunders im Knick zwischen den Feldern sitzt der Neuntöter

Gemütlichkeit wirft seine Schatten bevor die Hitze des Mittags kommt

Flowerfriday für Astrid

Der Strauß spiegelt die Jahreszeit wieder. Noch sind diese Strohblumen in der Vase, bis sie aufgehängt trocknen dürfen um die Farben des Sommers vergangener Tage zu konservieren. Dahinter sind ein paar traurigere Sommerastern, welche wo aussortiert wurden und nun nicht mehr so ansehnlich daher kommen.

Vor allen Dingen die Zeit bis zum Mittag ist wunderschön, ich habe versucht, jeden Tag mit dem Rad zu fahren. Die ein oder andere Erledigung und auch Abstecher, bzw bewußte Umwege (noch einmal Äpfel aufgesammelt, dort wurde gerade zum ersten Mal gemäht)

Etliche Gläser Apfelmus wurden wieder gemacht. Ich freue mich schon auf die Leibspeise „Kartoffelpüree mit Apfelmus“. Aber im Moment ist das eher noch der Gurkensalat.

Da die Äpfel nicht ihre wirkliche Reife erreicht haben, sind sie noch nicht so aromatisch und saftig. Daher habe ich wieder etwas Zimt und Tonkabohne eingerührt. (Die wurmstichigen Früchte fallen ja vorher ab). Ach, es ist die beste Zeit des Jahres, den Sommer schnell noch zu konservieren – zB im Glas.

Ein tolles Buch über Fermentation hatte ich gewonnen. Eine erste Anregung wurde umgesetzt: gelbe Beete mit Rosmarin und Apfel und die Idee, das Gemüse mit kleineren Glasdeckeln unter Wasser zu halten. Außerdem hatte ich das Glück ein wirklich gutes Gartenbuch Second Hand zu ergattern. Ganz viel praktisches, vor allem fundiertes  Wissen für jeden Monat (und mehr) und nicht so viel „Trallala“ (Entschuldigt, mir fehlt in vielen Büchern das ganz fundierte Wissen wie Standort, Boden, Nachbarn, Schädlinge, Fruchtwechsel…) Gerade versuche ich im Garten den Übeltäter (Schnecken?) aufzulauern, welche meine Paprika und Tomaten kurz vor der Reife annagen und damit den Garaus machen. Die kleinen Nacktschnecken verkriechen sich sehr gut. Und so manches Salatblatt ward mit ihnen am Morgen auch noch verschwunden. Ein paar erwischt man, aber leider nicht alle.

Beim Intermezzo in dunkel habe ich meinen letzten Druck am Mittwoch gezeigt, endlich nachgereicht ☺️ Eigentlich wollte ich am Wochenende weiter schnitzen, aber ich lasse das einmal auf mich zu kommen, genau wie die Sonnenstrahlen. Wie hieß es schon bei Janosch: “ liebe Sonne scheine, auf meine müden Beine“.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende, auf dass Ihr die Sonne (trotz Hitzewarnung) genießen könnt.

Verlinkt beim Samstagsplausch, Flowerfriday, Juttas Fotoprojekt Close to the ground und Galleriea Himmelsblick und dem DND sowie niwibos „jetzt ist die beste Zeit für…

Gemischter August

Hallo Ihr Lieben.

Wie schnell dieser Sommermonat doch vorbei eilte.

Ein gut gefüllter Monat ging schnell vorbei. Mit viel Regen ging es weiter, vom Juli in den August. Der Hochsommer, die Hundstage fielen dieses Jahr eher kühl und nass aus. Aber wir bekamen auch ein paar richtig, schwühle Sommertage, aber auch sehr angenehme.

Ich habe Euch aus der Küche und dem Garten erzählt. Natürlich wurde Euch der Monatsvogel vorgestellt, einen Entenvogel aus der Familie der Säger. Es gestaltete sich im Haus gemütlich mit neue Bilder, Erinnerungen und mehr. Ich habe Euch an meinen fantastischen Buchreisen aus Kinder- und Jugendzeiten, aber auch an einem ganz eigenen, neuen, englischen Titel teilhaben lassen. Es wurde meine Hand etwas geschont. Ich freute mich über so wunderbare Post/Geschenke, wie man u.A. beim 12 von 12 nachlesen kann. Dabei habe ich es diesen Monat nicht mehr wirklich geschafft, all meine Post raus zuschicken, arbeite aber daran, genau wie an häufigeren Kommentaren bei Euch.

Auf den hiesigen Obstwiesen fand ich erste Ernte für Gelee und Mus und genoß die Natur. Weniger geschnitzt und dergleichen habe ich, auch wurde das Projekt von Michaela und Susanne mit den wöchentlichen Themen zur Gestaltung der Postkarten noch nicht gezeigt, wie ich es wollte. Nicht jede Anregung zur Gestaltung von Karten könnte umgesetzt werden. Der neue „Monatsvogel“ war erst einmal wichtiger (und vorher war ja Schonung angesagt). Weitere Milchtütendrucke müssten auch warten. Aber einen schönen großen „Linocut“ habe ich zum Ende des Monats fertig gestellt, den möchte ich noch extra zeigen. Ach, am Liebsten würde ich gerade alles gleichzeitig machen. Ihr auch?

Nun ist bei Birgit wieder die Sammlung eröffnet, wir können unsere Monatsrückblicke zeigen. Danke Dir dafür.

Auf einen schönen Altweibersommer!

Verlinkt bei Birgit und dem Samstagsplausch

Lecker Hefe Muffins gab es beim Seniorennachmittag (aber die von meiner Freundin waren noch viel leckerer!)

(und wg Kooperationen als Werbung zu kennzeichnen)

Englische Träumereien

Hallo Ihr Lieben.

Lumpensammler, Hanebummel, Scherenschleifer

Immer wieder gibt es sie in Geschichten. Oft mit fantastischen Ausflügen. So sehr den Menschen Hausieren missfällt, so faszinierend scheinen sie sie trotzdem zu finden. Zumindest als Quelle guter Geschichten!

Und das hier ist so eine, eine schrage, fantasievolle Geschichte.

Treacle Walker

Der Wanderheiler von Alan Garner im Klett Cotta Verlag

(Werbung, das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, was meine Meinung aber nicht beeinflusst hat)

»Knochen, Lumpen und Papier! Reibstein und Geschirr, das gibt der Lumpensammler dafür!«

Ein Junge wohnt alleine in einem alten Haus im Nordwesten Englands. Als er die Rufe von Treacle hört, läuft er raus und will einen Handel eingehen, alleine aus Neugier. Viel hat er nicht zu tauschen, aber es reicht für einen besonderen Stein und ein Fläschchen, welche er sich aus einer Kiste nehmen darf.

Joseph ist schon etwas Besonderes. Versunken in Comics und Murmeln und  Geschichten, auf einem Auge schlecht sehend. Und doch scheint dieses Auge Anderes sehen zu können.

„Für jedes Warum gibt es ein Darum. Oder?“

Ein schmales Bändchen, eine kurze Geschichte. Mit Knittelversen oder gar nur einzelnen Wörtern unterhalten sich Jacob und Treacle. Manchmal wird auch geflucht und ich musste an das Sprichwort mit dem Kesselflicker denken. Zwischendrin fragt man sich, ob sie sich wirklich unterhalten, worüber und warum sie sich austauschen. Allerdings kennen wir Deutschen viele Limericks und Geschichten aus Großbritannien gar nicht. Auch können wir Dialekte, welche einfließen, unübersetzbar sind, nicht nachvollziehen. Aber vielleicht weiß der Leser, wie wichtig Namen sind, Türschwellen und Vogelrufe, was Bäume für Bedeutungen haben. Verwirrende Andeutungen, die den Leser erst nicht weiterbringen.

„Der Schornstein. Er ist das Herz von allem, das ist. Um ihn dreht sich der Himmel. Er ist der verbindende Weg. –
Verbinden? Was denn verbinden? –
Die Erde, den Himmel und die weisen Sterne.“

Und trotz aller Verwirrungen, die einen beim Lesen beschleichen, vielleicht ein Traum aus dem man erwachen möchte, muss und will man weiterlesen. Denn am Ende findet sich alles. Und die Auflösung, so man sich auf die Kurzgeschichte einlässt, ist so kurz und passend, wie das ganze Buch.

Ob sie Euch gefallen wird, kann ich nicht sagen. Denn ich denke, sie wird in zwei Lager spalten. Und das Ende begreift man auch erst, wenn man die Geschichte hat sacken lassen und darauf herum gedacht hat. Und dann erkennt man vielleicht, warum das Cover traumhaft aussieht und einen Erlenzweig zeigt.

Wie so oft bei Hobbit Press/Klett Cotta hat mich das Äußere schon angesprochen, Cover und Herstellung (ein richtiges, gebundenes Buch, sehr angenehmer Satz, einen Buchumschlag) sind wichtig für diesen Verlag und rechtfertigen den Preis, nicht nur für Sammler.

Wer sich darauf einlassen mag (eine lange Zeit muss man nicht einplanen) sollte vielleicht vorm Kauf einmal kurz reinschauen, dann das Gelesene sacken lassen, und noch einmal lesen und sich verzaubern lassen.

Verlinkt beim Kaminroten Lesezimmer