Blinkendblau

Hallo Ihr Lieben.

Heute geht es um den Uferspecht oder auch Wasserspecht, oder vielleicht sagt Euch doch eher der dritte, ebenfalls umgangssprachige Name mehr: fliegender Diamant?

Gar nicht mehr so selten ist dieser kleine hübsche Vogel. Aber aufgrund seines Lebensraumes und seiner Lebensart sehen wir ihn nicht so häufig.

Viele werden es schon erraten haben, es geht heute um den hübschen, kleinen Eisvogel.

In meinen Kinderzeiten war es etwas Besonderes, diesen Vogel zu sehen, waren doch die Gewässer nicht so sauber wie heute. Denn nur in sauberen Gewässern gibt es kleine Fische und die braucht der Eisvogel reichlich. Warum das so ist, dazu komme ich noch später.

Alcedo atthis, so der lateinische Name, benannt vom schwedischen Naturforscher und Systematiker Carl von Linné, aus der Familie der Rackenvögeln. Alcyon ist der griechische Name für diesen Eisvogel und leitete sich wohl von einer Sage um Alcyone ab. Allerdings überliefert die Antike auch verwirrende Daten, laut denen der antike Gelehrte Aristoteles zwar das Äußere genau beschreibt, aber seine Lebensumstände ganz anders wiedergegeben werden. Man vermutet, dass es sich da eigentlich um zwei verschiedene Vögel handelt.

Diese Widersprüche erkannte der mittelalterlichen Gelehrte Albertus Magnus auch. Seine Erkenntnis: dass sich die bei Aristoteles genannten Eigenschaften auf zwei Vögel verteilten, den Alcion und den Hispida, wobei mit dem Letzteren, lt. Magnus, eindeutig unser Eisvogel gemeint ist. 

Aber wer weiß, wer sich von den Gelehrten damals nicht nur vom bunten, blinkenden Gefieder ablenken ließ, sondern auch die Lebensweise studierte.  Denn falsche Schlüsse wurden nicht nur bei diesem Vogel geschlossen. Ich verwirre Euch hoffentlich nicht zu sehr. (Conrad Gesner zB. war der Meinung, er lebe gerne im Winter an zugefrorenen Wasserläufen, warum das nicht geht, dazu später mehr).

All die irrigen Annahmen des Herkunftsnamen sind vielleicht auch nicht mehr nachzuvollziehen, wenn Ihr lest, welche mittelalterliche Aberglauben es um diesen Vogel gab: sein buntgefiederter Balg sollte für Reichtum sorgen, Ungeziefer aus wertvollen Tüchern fern halten. Und überhaupt, der befiederte, abgezogene Balg würde sich – aufgehängt – noch weiter bewegen und sogar richtig mausern. Ach und sein Nest oder auch seine Federn sollten vor Blitzeinschlag schützen. Der Körper fungierte als Kompass, wobei der Schnabel nach Norden zeigen würde. Sein mumifiziertes Herz an einer Kette sollte den Täger vor Gift schützen und aus Notzeiten helfen. Und natürlich waren die Federn ein besonderer Schutz! Gruseliger Aberglaube.

Aus: Der große Kosmos Naturführer Vögel

Nun zur namensgebenden Sage: In Ovids „Metamorphosen“ gibt es eine Geschichte über die Liebe, welche über den Tod hinaus besteht: König Keyx begibt sich auf eine Schiffsreise zum Orakel Apollons in die Stadt Klaros. Beim Abschied ahnt seine Frau Alcyone Schlimmes, denn sie war die Tochter des Gottes der Winde. Tatsächlich erleidet König und Mannschaft Schiffsbruch während eines Sturms. Keyx ertrinkt und seine Leiche wird an einem Strand angespült. Seine Frau bekommt von Morpheus die traurige Nachricht, sucht ihren Mann unermüdlich und erregt das Mitleid der Götter. Als Sie sich von einer Klippe wegen ihres unendlichen Kummers stürzt, wird Alcyone in einen Eisvogel verwandelt, so dass sie über das Meer fliegen kann um ihren Geliebten zu suchen. Als sie ihn findet, verwandelt sich unter den Liebkosungen, der ertrunken Gemahl auch in einen Eisvogel. Damit die nun brütenden Eisvögel eine ruhige See haben, gebietet Zeus dem Gott des Windes Aeolus, für eine ruhige See zu sorgen.

Und so brüteten sie und ihre Nachkommen im Winter ihre Küken in einem kugeligen, über dem Meer hängenden Nest aus. Dabei sorgt der Vogel (oder die Götter) in diese Zeit, als Schutz für seine Nachkommen, für eine dem Seefahrer gewogene Zeit auf dem Meer. Dieser Zeitraum (14 Tage) wird nach dem Vogel als die „halkyonischen Tage“ benannt und liegt um die Wintersonnenwende. Heute verwendet man diese Bezeichnung auch für eine ruhige, schönen Abschnitt inmitten turbulenter Tage, oder auch dem Wunsch danach. (Und genau deswegen wollte ich Euch diese Allegorie ausführlicher erzählen!)

Diese Geschichte fand noch im Mittelalter Eingang, in sogenannte „Bestiarien“, Naturbücher.

Funfact zwischendrin: Natürlich brütet der Vogel in Wirklichkeit um die Sommersonnenwende.

Der Philosoph Plutarch beschreibt auch das Zusammenleben eines Eisvogelpaares als fast selbstlos sorgendes Weibchen, welches das älter werdende Männchen umsorgt: es trägt dieses dann huckepack und versorgt es aus Liebe.

Das war jetzt schon ganz viel Angedichtetes, nicht wahr? Zeigt aber, was so ein kleiner Vogel doch alles an Fantasie wecken kann. Zumal man ihn wirklich nicht oft gut beobachten kann. Meist sieht man ihn nur als „kleinen, blauen Edelstein“ durch die Luft eilen.

Der kleine Vogel, der übrigens wirklich, wie die Spechten zur Ordnung der Rackevögel gehört, ist auch in „Echt“ ein besonderer Vogel.

Als ich am letzten Tag unserer Ferien in den Niederlanden morgens mit dem Hund ging, schaute ich natürlich zum kleinen Kanal zwischen den Feldern, direkt neben der kleinen Straße. Eigentlich wollte ich nachschauen, wieviel höher der Wasserstand nach der Regenmenge sein würde, erblickte aber plötzlich einen „Minispecht“, wie es mir erst durch den Kopf ging, (das Licht nicht optimal) und dann das Erkennen und die Freude: ein Eisvogel! Kein Wunder mein erster Gedankenblitz, der Vogel gehört zu den Rackenvögeln, zu denen auch die Spechte gehören. Dann fiel mir auch ein: die Sichtung symbolisiert bevorstehendes Glück und Frieden.

Gar nicht so selten sind die kleinen Vögel. Aber meist bekommt man sie selten zu Gesicht oder man hört sie nur pfeifen. (Link dt. Vogelstimmen)

Etwa 15000 Brutpaare gibt es in Deutschland. Ihr Lebensraum liegt an langsamer fließenden und stehenden Gewässern, welche klares, sauberes und natürlich fischreiches Wasser führen.

Im Geäst sitzt er, die Augen fest auf das Gewässer gerichtet. Sein Körper gleicht dabei Schwankungen des Aussichtspunktes geschickt aus. Manchmal kann er mit den Flügeln auch kurz in der Luft verharren. Hat er seine Beute, einen kleinen Fisch (selten andere kleine Wasserbewohner) erblickt, stürzt er mit angelegten Flügeln in das Wasser. Vor seinen Augen liegt nun eine kleine „Taucherbrille“, die Nickhaut. Unter Wasser packt er die Beute und „fliegt“ wieder aus dem Wasser. Sein Gefieder ist so gut eingefettet, dass es Wasser abweised ist. Wieder auf einem Ast, schlägt er dort den Fisch tot und verschlingt ihn, den Kopf vorran (Schuppenlage der Fische). Viele solcher Fischlein muss er fangen, sein Energiebedarf decken und erst recht, wenn er brütet!

Diese ungewöhnlichen Vögel sind übrigens auch Höhlenbrüter, wie Spechte. Nur dass sie keine Bäume wählen, sondern in Uferkanten und Steilwänden, in Wassernähe. Bis zu 40 – 80 cm sind die Höhlen mit einem kleinen Brutkessel. Daher die mißverständlichen Volksnahmen.

Die Brut ist eine besondere Herausforderung. Bei kaum einem anderen Vogel ist die Sterblichkeitsrate so hoch. Bei den erwachsenen Tieren sterben bis zu 70 % innerhalb eines Jahres und bei den Jungvögeln sind es noch mehr. Hochwasser (trübes Wasser, Zerstörungen der Höhlen) und strengen Winter sind stark einwirkende Faktoren.

Seine Fluggeschwindigkeit ist schnell mal bei 40 km/h und wenn er sich in das Wasser stürzt, kommt er bis zu einem Meter tief.

Durch ein paar clevere Strategien versucht der Vogel dies auszugleichen. So gibt es zB. ein roulierendes System der Küken bei der Fütterung. Auch brütet das Weibchen gleich auf neuen Eiern, während der Vater die flügge werdenden Jungvögel noch weiter versorgt. An die 100 Jungfischchen müssen dafür täglich gefangen werden. Bis zu 4 Bruten mit ca. 20 Nachkommen kann es so in einem guten Jahr geben. Die Brutzeit ist 21 Tagen, dann schlüpfen sechs bis sieben Junge, die nach 23 – 27 Tage Nestlingszeit ausfliegen. Da ist eine vierte Brut wirklich selten. Aber nicht genug dieser Strapazen,  gibt es ab und zu Eisvogelmännchen, die noch ein weiteres Weibchen, samt Brut haben.

Übrigens trägt das Weibchen als Unterscheidungsmerkmal einen roten Streifen am unteren Schnabel, Männchenschnäbel sind rein dunkle. Sie habem eigentlich einen kompakten Körper (17 – 19,5 cm) mit kurzen Beinen, ihre wunderschöne rot blaue Färbung kennen wohl viele, beide Geschlechter tragen sie. Jungvögel haben noch keine roten „Füße“. Die blaue schillernden Federn haben ihm wohl auch seinen Namen gegeben: „eisan“ was aus dem althochdeutsch kommt und schillernd, glänzend heißt. Wir haben daraus irgendwann später „Eis“ gemacht. Selbiges auf den Wasserflächen ist dagegen im Winter sein Feind. Prägnant ist der englische Name „kingfisher“.

Bei der Jagd hat er übrigens als der Jäger einen besonderen Blick! Er muss den „optischen Knick“ der Wasseroberfläche und den Abstand, die Bewegung der Beute, von seinem Schnabel zum Fisch mit einrechnen.

Spezial Filter in den Augen der rot-blauen Vögelchen vermindern die störende Re­flexionen auf dem Wasser.  So kann er seine Beute exakt lokalisieren. Diese Fertigkeit müssen junge Eisvögel üben, vor allem der Vater zeigt es ihnen. Auch müssen sie lernen, wie man Fische mit dem Schnabel packt und tötet.

Eugen Roth aus seinem „Großen Tierleben“:

Man sagt, der Wahrheit nicht gemäß,
Daß einer wie ein Vogel äß!
Ganz falsch! Es dient der kleine Eis-,
Auch Martinsvogel, zum Beweis:
Äß, was er frisst, ein Mensch nur halb,
Verzehrte täglich er ein Kalb.
Wir sahn als Kinder ihn noch flitzen,
Gleich bunten Edelsteinen blitzen,
Im tiefen Winter oft am Bach.
Doch wird er seltner allgemach:
Bis wir ihn zeigen unserm Sohn,
Lebt er nur mehr im Lexikon.
Vorbei, wie man auch drüber klage,
Sind längst die halkyonischen Tage!

Wahrhaftig kleine Könige, auf Englisch kingfisher

Auf der Welt gibt es 118 Arten von Eisvögeln, den meisten Leser*innen dürfte davon der „lachende Hans“, ( korrekt: Jägerliest oder auch australisch: Kookaburra) sein. In unseren Breiten gibt es aber nur diesen einen fliegenden „Edelstein“.

Ich hoffe, das der kleine, besondere Vogel Euch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat und Euch Glück bringt!

Verlinkt ist der Monatsbeitrag wieder bei Andrea, die in der Linkparty unsere Fortschritte sammelt. Auch beim magic craft, dem creativsalat und dem Samstagsplausch verlinke ich.

Und weil ich diese wunderbaren Herbstfarben dieses schönen Voges im Oktober hier (auch mit so schönen Farben)

gesehen habe, geht der Beitrag auch noch zu niwibo sucht Herbstfarben

Verlinkt auch beim creativsalat

Oktoberrückblick mit Schwebekerzen und Meer

Hallo Ihr Lieben.

Ja, ich hatte versprochen, die Schwebekerzen in Aktion auf Halloween zu zeigen. Aber dabei nicht bedacht, dass der letzte Tag des Monats immer dem Jahresprojekt vorbehalten ist, da wartet ein besonderer Vogel auf Euch.

Also gibt es die Kerzen heute schon:

Jetzt aber erstenmal die Collage zu den bereits veröffentlichen Beiträgen, welche die Farben des Herbstes, Bücher, Ernte, Museumsbesuch, Halloweenbloghop mit Beitrag meinerseits und neue Stempel (und etwas Meer) zeigen:

Gestern habe ich noch einen leckeren Mandelkuchen gebacken

Danke Dir, liebe Monika, für die liebe, hübsche Herbstpost, die mich nach dem Urlaub hier erwartete!

Herbstpost, einfach so ☺️

Unsere Zeit im den Niederlande war schön, trotz reichlich „Herbstwetters“ und Sturm.

In den Bäumen dort saßen einige Tage ganz viele Rotdrosseln, welche auf der Reise waren. Reisende Vögel tragen ihre Viren leider gerade überall hin. Hoffentlich wird die Vogelgrippe nicht noch schlimmer.

Himmelsblick und Herbstfarben

Sonnenaufgang nach dem Sturm in den Niederlanden

Die ersten Kakis am eigenen Baum

Die letzten Sterndolden

Eigene Ernte und gekauftes Gemüse für herbstliche Ofengemüse immer wieder so lecker!

Die Bilder aus NL und mehr zeige ich Euch noch extra. Genauso wie die dort entstandenen Stempel und die beiden Bücher, die ich u.A. dort gelesen habe.

Die Zeitumstellung mag ich gar nicht! Na, dass ist sogar recht untertrieben. Überhaupt ist das Licht, eher der Mangel daran, eigentlich immer die größte Umstellung, wenn der Herbst vom Farbreichtum zum Grau übergeht.

Dann geht es nun jetzt in den grauen November, der uns am Ende schon den ersten Adventssonntag beschert.

Verlinkt bei Birgitt, die wieder unsere Monatsrückblick sammelt, beim Samstagsplausch und Nicoles Herbstfarben und der Galeria Himmelsblick.

Quitten-Mandel Rührkuchen

Hallo Ihr Lieben. 

Gerade schaut die Sonne tatsächlich heraus und ich genieße die Wärme, am Tisch sitzend. Vor mir steht ein Stück Kuchen und Milchkaffee.

Natürlich auf dem selbst angemahlten Teller von letztem Oktober (schade, die Porzellan Stifte halten nicht so gut, wie man sieht)

Es ist ein ganz einfacher Rührkuchen, den Ihr gut nachmachen könnt.

200g gemahlene Mandeln, 80g Mehl, 100g Rohrzucker, 1P Vanillezucker, 1 Prise Salz, 1 gut gehäufter TL Lebkuchengewürze, 5 Eier, 1 Quitte, 2/3 Backpulvertütchen, eine Handvoll Pekannüsse (oder Walnüsse) und einige Hanfnüsse zum drüberstreuen.

Edit: Wir haben festgestellt, dass die Quittenscheiben am Besten vorher kurz „angekocht“ (blanchiert) werden sollten

Als erstes Zucker und Eier aufschlagen, so löst sich der Zucker. Dann Mehl, Mandeln, Salz, Gewürze, Backpulver unterrühren. Die Quitte in mehreren dünne Schnitze schneiden (dick werden sie nicht gar) Nun eine 24er oder 26er Rundform nehmen, mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Dann die Quittenschnitze anordnen und etwas andrücken. Nüsse dazu und etwas Hanfnüsschen darüber streuen. Wer es etwas karamelliger mag, kann noch etwas Zucker drüber streuen.

Der Ofen sollte auf 180°C  Umluft vorgeheizten sein, der Kuchen kommt auf die 2. Schiene von unten. Ich habe nach etwa 10 min die Backtemeratur dann auf 170°C reduziert. Insgesamt war der Kuchen ca 35min im Ofen, dann habe ich die Stäbchenprobe gemacht. Genutzt wurde die große Springform, wenn Ihr die kleine nehmt, kann es minimal länger gehen, daher macht immer die Stäbchenprobe!

Die Quitten bleiben recht fest. Mit Äpfeln wird der Mandelkuchen sicher auch gut! Dazu etwas Schlagsahne.

Lecker!

Verlinkt bei magic crafts

Neanderthal

Hallo Ihr Lieben und einen kurzen Gruß aus dem Urlaub.

Ich hatte Euch das Neanderthal (ja, das schreibt sich mit h) versprochen, als Monatsspaziergang zu zeigen:

Am Tag der Deutschen Einheit war gleichzeitig Dog Day im Neanderthaler Museum. Sonst ist es für uns nämlich nicht möglich, mit Hund solche Exkursionen zu machen. Leider war es sehr voll und wir verbrachten erstenmal sehr viel Zeit mit Parkplatzsuche. Das Neanderthal ist wunderschön, recht eng und war schon früher ein Anziehungspunkt für den Tourismus.  Aber da bleibt nicht viel Platz für Stellplätze. Das Museum selber ist schon von außen besonders (Türkise Photovoltaik). Leider hatte ich mein Handy vergessen, daher sind alle Bilder heute von meinem Sohn (copyright!). Das Museum und mehr Infos seht Ihr HIER.

Die Funde

Vergangenheit und Zeit

Kennt Ihr die französische Cartoonserie über die Geschichte? „Es war einmal…der Mensch“? In dem Titelsong  singt Udo Jürgens „…was ist Zeit…“

Kunstoffreproduktionen vieler Funde von unseren Vorfahren zum Anfassen

Eine Neanderthalerfrau, sie hält ihren Federschmuck fest

Viele dieser Menschenvorfahren lebten parallel auf der Erde, nur an anderen Orten. Das es nur einen „Menschen“ auf der Welt gegeben hat, so wie jetzt, ist in der Erdgeschichte einzigartig.

Waffen zur Jagd, leider seht Ihr das Speer, welches mit einer Schleuder besonders kraftvoll geworfen werden konnte,  nicht wirklich im Ganzen. Vor allem dieses ermöglichte es, größere Tiere zu jagen und dadurch besser zu überleben und sich weiterzuentwickeln

Schautafeln und Mamutbaby

mir gefiel auch sehr der Aufbau
gar kein großer Unterschied, oder?

Überall gab es vor allen Dingen kindgerechte Möglichkeiten mehr über die Zeit zu erfahren, wie vielleicht die sozialen Strukturen waren und natürlich das Testen von Werkzeugen. (Alles ohne Foto, da immer Persönlichkeitsrechte vor gehen)

Die Vermessungsstäbe   (Fluchtstäbe, wie der Sohn erklärte,) seht Ihr gleich nochmal

Vom Museum aus geht man ein paar Meter, auch an der Düssel entlang:

Der alte Bogen hat mir sehr gefallen

Und kommt zum Fundort und Aussichtsturm. Oben drauf thront die nachgemachte Schädeldecke, welche man hier gefunden hat, so als schaue der Neanderthaler ins Land.

Guckuck!
Jepp, das bin mal ich

Immer zwei Pfade nebeneinander ging es hier hoch

Und da sieht man den Fundort und die Fluchtstäbe wieder, welche genau die Ausgrabungsstätte anzeigen.

Es wird auch viel zur Geschichte rund um die Funde selber und ihre Einsortierung in die Wissenschaft und unsere Vergangenheit erzählt. Ein Audioguide (Kopfhörer für das eigene Handy) ist hilfreich, vor allem, wenn es so voll ist wie an dem Tag, oder wenn man noch auf den Hund achten muss. Übrigens hat das im Museum sehr gut mit all den Hunden geklappt.  Es gab nur einen, den man immer mal wieder hörte. Alle anderen (viele nutzen das Angebot) vertrugen sich sehr gut.

Ich hoffe, die kleine Exkursionen im Rahmen des Monatsspaziergangs bei Heike hat gefallen, verlinken kann ich mit dem Handy dort nicht.

(Ich bin nach wie vor meist offline, schaue später bei Euch)

Schwebend

Hallo Ihr Lieben.

Natürlich veranstaltet Ulrike wieder einen Halloween Blog Hopp im Oktober und wir bekommen so viele tolle Ideen von allen Teilnehmerinnen präsentiert.

Gestern hat uns Nicole Ihre wunderschöne Herbstdeko Idee gezeigt! Heute bin ich mit meinem Beitrag dran:

Das ich einen Faibel für den mexikanischen Tag der Toten habe, wisst Ihr vielleicht noch, habe ich ja schon das ein oder andere Mal hier um diese Zeit erwähnt, „hüstel“.

Was in Mexiko zum Feiern definitiv dazu gehört, sind grell-bunte Papierfahnen, wie Girlanden.

Papel Picado werden sie genannt. Es sind Scherenschnittbilder, größere Einzelblätter, welche an einem Faden zu langen Ketten nebeneinandergeklebt werden. 

Natürlich sieht man sie auch zum „Dia de los Muertos“.

Die Herstellung ist nicht schwer, Ihr benötigt eine scharfe Papierschere, Cutter, Unterlage, Faden und natürlich einiges an Seidenpapieren bzw Transparentpapier, welches ich genommen habe, in den typischen Farben wie Lila, Orange, Pink/Rosa oder/und hellgrün. Aber nehmt einfach, was Ihr gerne mögt. Gut, wenn es Seidenpapier ist, dass ist so schön dünn und man kann dann mehrere Fähnchen auf einmal machen. Ihr kennt das schon mit dem Falten und Schneiden, dass wurde schon in der Schule früher gemacht! Lasst Eurer Fantasie da freien Lauf. Es kann über Kreuz gefaltet werden, oder als Dreieck…

Anleitungsskizze

Die traditionelle Herstellung von Papel Picado ist eine volkstümliche Kunst, die man in Mexiko schon von den Vorfahren, den Azteken übernommen hat. Diese hatten bestimmte Vorlagen, sie stanzten diese, ihre Muster, welche oft Götter und Göttinnen darstellten, mit verschiedenen Meißeln in geschälte Baumrinde. Noch heute werden echte Muster gestanzt, allerdings nicht mehr in Rinde, sondern in besagtes buntes Papier. Heute hat sich aber auch eine weitere, leichte Technik etabliert, durch Falten werden Muster aus dem bunten Papier geschnitten, wie Scherenschnitte. Auch eine Vorlage, wie zB der Schädel gehört nun mal zu diesem Tag. Gerade Kinder machen das gern, …aber nicht nur ☺️👻💀🎃

Ich habe ein klassisches Bastel Transparentpapier Set genommen, die Rollen, die es auch gab, passten nicht in den Radrucksack 😅 und jedes Blatt ergibt 2 Fahnen. Befestigt habe ich die Fähnchen relativ einfach mit je 2 Washi Tapes Streifen, das fand ich einfacher als Kleber.

Hier seht Ihr wie die Vorlage durch das Transparentpapier scheint. Denkt daran, daß die offene Seite rechts ist und nur links geschnitten wird.

Wichtig die kleine „Verbindungsstücke, wenn Ihr den Schädel nehmen solltet:

ergibt den Zuckerschädel

Das Volksfest zum Gedenken an die Verstorbenen ist bunt und voller traditioneller Symbole, die auch mittlerweile über Mexiko hinaus bekannt sind. Eine Feier der Erinnerung und ein Fest des Lebens. Ein viel fröhlicheres Fest, als der eher gruselige Ursprung von Halloween oder unseren doch sehr stillen Gedenktagen.

Z.B. die Blütenblätter der Ringelblumen weisen duftend den Weg, den die Seelen zu ihrem Altar, für eine Wiedervereinigungen zurück legen müssen. Die oben beschriebenen Fahnen werden kunstvoll hergestellt, überall aufgehängt und zeigen an, wenn die Seelen sich durch sie hindurch bewegen.

Ein Fest das den Zyklus von Anfang und Ende feiert, mit viel Fröhlichkeit.

Vielleicht mögt Ihr Euch nach dieser Anleitung so eine bunte Papel Picado gestalten?

Es ist gar nicht so schwer!

Ihr könnt auch mehrfach falten

Was ich auch unbedingt ausprobieren wollte, sind die schwebenden Kerzen, wie wir sie aus den Harry Potter Filmen kennen. Das ist bestimmt stimmungsvoll, wenn auch etwas kleiner als in den Filmen.

Ihr nehmt Klopapierrollen, helles Papier, Kleber, Heißkleber, LEDs und Nähnadel samt Faden. Eine Klammer hilft ggf.

Die Klopapierrollen sind etwas zu groß, einmal längst geschnitten, am Besten mit Heißkleber neu und der LED entsprechen (selbige reintun) kleben.

Papier einmal herum kleben und den Faden dort einstechen und durchführen, wo die LED steckt, er hält nicht nur die Kerze, sondern auch die LED.

Mit etwas Heißkleber verlaufenden Wachs imitieren, ich habe das an der Schnittstelle gemacht, kaschiert und hält.

Passt auf, der Heißkleber ist heiß!

Das ist erst einmal die Zwischenstation. Zum 31., an Halloween, zeige ich dann, sozusagen im Finale der tollen Aktion von Ulrike, wie sie hängend wirken.

Morgen geht es weiter bei hummelellis Blog.

Verlinkt ist der Beitrag natürlich in Ulrikes magic crafts (klick) Sammlung

Außerdem bei Home sweet Home und creativsalat und den kreativen Tanten

Liebe Ulrike,  Danke für Deinen tollen Blog Hopp.  Ich glaube, Du hast als Einzige den Original Text zu sehen bekommen. Als ich eine Sache verbessern wollte heute morgen, hab ich ab den Kerzen alles gelöscht und musste fix neu schreiben 😅🎃👻

Ich bin ab morgen auch erst einmal offline (meistens), versuche aber ab und an bei Euch zu schauen/kommentieren.